Digital Festpreis statt Stundensatz 2026
Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten
Viele Unternehmer kennen das Problem: Die Rechnung des Steuerberaters kommt überraschend hoch, weil Stundensätze schwer kalkulierbar sind. Digitale Festpreis-Modelle schaffen dagegen von Anfang an Transparenz – ohne versteckte Kosten. Dieser Artikel zeigt, wie Festpreise bei Steuerberatern rechtlich möglich sind, wie digitale Prozesse sie wirtschaftlich machen und für welche Unternehmen sie sich besonders lohnen.
Kurzantwort
Digitale Festpreis-Modelle bei Steuerberatern ersetzen den klassischen Stundensatz durch transparente, vorab kalkulierte Pauschalen. Rechtlich zulässig nach § 4 StBVV, ermöglichen digitale Workflows (Mandantenportale, automatisierte Prüfungen) eine wirtschaftliche Kalkulation. Besonders für kleine und mittlere GmbHs schaffen Festpreise Planungssicherheit und verhindern Kostenüberraschungen bei Jahresabschluss und Offenlegung.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Festpreis-Modelle bei Steuerberatern mehr Transparenz schaffen als Stundensätze
- Wie digitale Kostenrechner Festpreise für Jahresabschlüsse ermitteln
- Rechtliche Grundlagen: Dürfen Steuerberater mit Festpreisen arbeiten?
- Wie digitale Prozesse Festpreise wirtschaftlich machen
- Festpreis vs. Stundensatz: Beispielrechnung für eine kleine GmbH
- Mandantenportal: Wie digitale Transparenz Vertrauen schafft
- Fristensicherheit: Wie Festpreis-Modelle gesetzliche Pflichten erfüllen
- Qualitätssicherung: Wie Festpreise die fachliche Leistung garantieren
- Für welche Unternehmen lohnt sich ein digitales Festpreis-Modell?
- Entscheidungskriterien: So wählen Sie zwischen klassischer Kanzlei und digitaler Festpreis-Plattform
Warum Festpreis-Modelle bei Steuerberatern mehr Transparenz schaffen als Stundensätze
Die klassische Abrechnung nach Stundensatz ist in deutschen Steuerberaterkanzleien seit Jahrzehnten Standard. Das Problem: Geschäftsführer von GmbH und UG wissen bei Beauftragung oft nicht, welche Gesamtkosten für den Jahresabschluss entstehen. Stundensätze zwischen 80 und 200 Euro kombiniert mit unklaren Zeitaufwänden führen zu Kostenrisiken, die erst mit der Schlussrechnung sichtbar werden. Genau hier setzen digitale Festpreis-Modelle an.
Ein Festpreis definiert die Gesamtkosten vor Auftragsbeginn auf Basis objektiver Kriterien: Rechtsform, Umsatz, Belegvolumen, Komplexität der Bilanzierung nach § 242 ff. HGB. Für Mandanten bedeutet das Planungssicherheit im laufenden Geschäftsjahr — die Kosten für die Jahresabschluss-Erstellung sind kalkulierbar und werden nicht durch unvorhergesehene Rückfragen oder Bearbeitungszeit überschritten.
Praxis-Tipp
Festpreise sind rechtlich zulässig und verbreitet — entscheidend ist, dass die Leistungsbeschreibung eindeutig ist (§ 632 BGB analog). Nachträglich anfallende Sonderleistungen (z. B. Sonderbilanzen, Umwandlungen) können separat kalkuliert werden.
- Keine versteckten Kosten durch variable Stundensätze
- Kalkulierbare Aufwandsplanung für das Geschäftsjahr
- Keine Überraschungen bei der Schlussrechnung
- Vergleichbarkeit verschiedener Anbieter wird objektiv möglich
Wie digitale Kostenrechner Festpreise für Jahresabschlüsse ermitteln
Moderne Steuerberater-Plattformen nutzen strukturierte Kostenrechner, die auf Basis weniger Eingaben einen verbindlichen Festpreis ermitteln. Die Kalkulation basiert auf objektiven Parametern, die den tatsächlichen Aufwand für die Erstellung des Jahresabschlusses nach § 242, § 264 HGB widerspiegeln.
Entscheidende Kalkulationsfaktoren
| Faktor | Relevanz für Aufwand | Beispielhafte Ausprägungen |
|---|---|---|
| Rechtsform | Bilanzierungspflicht, Offenlegung | GmbH, UG (haftungsbeschränkt), GmbH & Co. KG |
| Umsatz | Größenklasse § 267 HGB, Komplexität | < 500 T€, 500 T€ – 12 Mio. €, > 12 Mio. € |
| Belegvolumen | Buchungsaufwand, Prüftiefe | < 500, 500–2.000, > 2.000 Belege/Jahr |
| Anzahl Konten | Kontierungsaufwand, GuV-Gliederung | < 50, 50–150, > 150 Konten |
| Sonderposten | Rückstellungen § 249 HGB, latente Steuern | Ja/Nein, Anzahl Positionen |
Auf OnlineBilanz.de gibt der Kostenrechner anhand dieser Parameter sofort einen transparenten Festpreis aus — ohne Beratungsgespräch, ohne versteckte Variablen. Der Mandant erhält eine klare Leistungsbeschreibung und weiß genau, welche Arbeiten im Preis enthalten sind: Finanzbuchhaltung, Erstellung Jahresabschluss, E-Bilanz nach § 5b EStG, Unternehmensregister-Offenlegung gemäß § 325 HGB.
„Ein digitaler Kostenrechner macht Steuerberater-Leistungen vergleichbar und planbar. Geschäftsführer schätzen, dass sie nicht erst nach Wochen ein Angebot erhalten, sondern innerhalb von 60 Sekunden einen verbindlichen Festpreis sehen.“
— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart
Rechtliche Grundlagen: Dürfen Steuerberater mit Festpreisen arbeiten?
Die Vergütung von Steuerberatern ist grundsätzlich in der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) geregelt. § 4 StBVV sieht zeitbasierte Gebühren oder Wertgebühren vor — Festpreise sind jedoch als Honorarvereinbarung nach § 4 Abs. 3 StBVV ausdrücklich zulässig, solange sie nicht unangemessen niedrig oder sittenwidrig sind.
Honorarvereinbarung statt Gebührenordnung
Viele Steuerberaterkanzleien nutzen die gesetzlichen Gebührenrahmen der StBVV, die jedoch nur Orientierung bieten. § 4 Abs. 3 StBVV erlaubt abweichende Vereinbarungen, wenn diese schriftlich oder in Textform getroffen werden. Ein digitaler Festpreis, der im Mandantenportal transparent dargestellt und vom Mandanten akzeptiert wird, erfüllt diese Anforderungen vollständig.
- Festpreise sind nach § 4 Abs. 3 StBVV rechtlich zulässig
- Vereinbarung muss schriftlich oder in Textform erfolgen (§ 126b BGB erfüllt)
- Keine Unterschreitung sittenwidriger Grenzen erforderlich
- Transparenz und Vergleichbarkeit für Mandanten erhöht sich
Wichtig
Festpreise dürfen nicht so niedrig angesetzt werden, dass die Qualität der Steuerberater-Leistung gefährdet ist. Das Berufsrecht schützt die Mandanten vor Qualitätsrisiken — Plattformen wie OnlineBilanz arbeiten daher mit zugelassenen Steuerberatern, die den vollen fachlichen Standard garantieren.
Wie digitale Prozesse Festpreise wirtschaftlich machen
Die Frage liegt nahe: Wie können digitale Plattformen Festpreise anbieten, die oft unter klassischen Stundensatz-Abrechnungen liegen? Die Antwort liegt in der Standardisierung und Automatisierung von Teilprozessen, die in klassischen Kanzleien manuell und zeitintensiv ablaufen.
Automatisierungspotenziale im Jahresabschluss
Klassische Kanzlei
- Manuelle Belegerfassung per Post oder Scan
- Rückfragen per Telefon oder E-Mail
- Individuelle Termin-Koordination
- Papierbasierte Unterschriften und Versand
- Manuelle Prüfung auf Vollständigkeit
Digitale Plattform (OnlineBilanz)
- Upload-Portal mit automatischer OCR-Erkennung
- Digitale Checklisten und Status-Tracking
- Strukturierte Workflows ohne Medienbrüche
- Elektronische Signatur und Übermittlung
- Automatisierte Plausibilitätsprüfungen
Durch die Reduktion manueller Prozesse sinkt der Zeitaufwand pro Mandat erheblich — ohne Qualitätsverlust. Die fachliche Arbeit — Bilanzierung nach § 246 ff. HGB, Bewertung nach § 252 ff. HGB, Erstellung der GuV nach § 275 HGB, E-Bilanz-Taxonomie — erfolgt weiterhin durch zugelassene Steuerberater. Die Effizienzgewinne kommen den Mandanten als niedrigere Festpreise zugute.
bis zu 40 %
Zeitersparnis durch digitale Workflows
100 %
Steuerberater-Qualität bei allen Abschlüssen
< 24 h
Reaktionszeit auf Mandanten-Anfragen
„Digitalisierung bedeutet nicht Verzicht auf Fachlichkeit, sondern Konzentration auf das Wesentliche: Die steuerliche und bilanzielle Beurteilung.Routineaufgaben übernimmt Software — unsere Steuerberater prüfen, bewerten und zeichnen den Jahresabschluss rechtsverbindlich.“
— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team
Festpreis vs. Stundensatz: Beispielrechnung für eine kleine GmbH
Ein konkretes Beispiel zeigt den Unterschied: Eine kleine GmbH (Umsatz 350.000 Euro, 800 Belege/Jahr, 60 Konten) benötigt einen Jahresabschluss nach § 242, § 264 HGB sowie die Offenlegung im Unternehmensregister gemäß § 325 HGB. Wir vergleichen die Kostenstruktur nach Stundensatz und Festpreis.
Kalkulation nach Stundensatz (klassische Kanzlei)
| Leistung | Aufwand (Std.) | Stundensatz | Kosten |
|---|---|---|---|
| Finanzbuchhaltung | 12 | 85 € | 1.020 € |
| Jahresabschluss-Erstellung | 8 | 120 € | 960 € |
| E-Bilanz § 5b EStG | 2 | 120 € | 240 € |
| Offenlegung Unternehmensregister | 1,5 | 85 € | 128 € |
| Rückfragen, Korrekturen | 3 | 85 € | 255 € |
| Summe (netto) | 26,5 | — | 2.603 € |
Kalkulation nach Festpreis (OnlineBilanz)
Für dieselbe GmbH würde der OnlineBilanz-Kostenrechner einen Festpreis von 1.790 Euro (netto) ausweisen — inklusive aller Leistungen: Finanzbuchhaltung, Jahresabschluss, E-Bilanz, Offenlegung im Unternehmensregister. Rückfragen und Korrekturen sind im Festpreis enthalten, solange sie sich im normalen Rahmen bewegen.
2.603 €
Klassische Kanzlei (Stundensatz)
1.790 €
OnlineBilanz (Festpreis)
813 €
Ersparnis (31 % günstiger)
Hinweis
Die Ersparnis entsteht durch effiziente digitale Prozesse — nicht durch Abstriche bei der Qualität. Der Jahresabschluss wird durch zugelassene Steuerberater erstellt, geprüft und rechtsverbindlich unterzeichnet.
Mandantenportal: Wie digitale Transparenz Vertrauen schafft
Ein zentraler Vorteil digitaler Festpreis-Modelle ist das Mandantenportal: Eine Online-Plattform, über die der Geschäftsführer jederzeit den aktuellen Status der Jahresabschluss-Erstellung einsehen kann. Klassische Kanzleien arbeiten oft intransparent — der Mandant erfährt erst bei der Schlussrechnung oder beim Abschlussgespräch, welche Arbeiten durchgeführt wurden.
Funktionen eines modernen Mandantenportals
-
Upload-Bereich für Belege, Verträge, Bankauszüge (strukturiert nach Monat/Kategorie)
-
Echtzeit-Status: Welche Schritte sind erledigt, welche offen?
-
Digitale Checklisten: Was muss der Mandant noch nachreichen?
-
Dokumentenablage: Alle Jahresabschlüsse, E-Bilanzen, Offenlegungsnachweise digital verfügbar
-
Nachrichtenfunktion: Direkte Kommunikation mit dem Steuerberater-Team ohne E-Mail-Chaos
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Kostenübersicht: Festpreis, bereits erbrachte Leistungen, eventuelle Zusatzleistungen
Auf OnlineBilanz.de hat der Mandant 24/7-Zugriff auf alle Dokumente und den aktuellen Bearbeitungsstand. Das schafft Vertrauen und reduziert Rückfragen erheblich — der Geschäftsführer weiß jederzeit, ob Fristen nach § 325 HGB (Offenlegung: 12 Monate) oder § 42a GmbHG (Feststellung: 11 Monate bei kleinen GmbH) eingehalten werden.
„Das Mandantenportal ist das Herzstück unserer Plattform. Geschäftsführer sehen in Echtzeit, wo ihr Jahresabschluss steht — keine Unklarheiten, keine versteckten Kosten, keine verpassten Fristen. Transparenz ist bei Festpreisen kein Zusatzfeature, sondern Standard.“
— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart
Fristensicherheit: Wie Festpreis-Modelle gesetzliche Pflichten erfüllen
Für GmbH und UG gelten strenge Fristen: Der Jahresabschluss muss innerhalb bestimmter Zeiträume aufgestellt, festgestellt und offengelegt werden. Verstöße führen zu Ordnungsgeldern nach § 335 HGB (500 bis 25.000 Euro). Digitale Festpreis-Modelle mit strukturierten Workflows minimieren Fristenrisiken.
Gesetzliche Fristen im Überblick (Stand 2026, Bilanzstichtag 31.12.2025)
| Pflicht | Frist | Rechtsgrundlage | Sanktion bei Verstoß |
|---|---|---|---|
| Aufstellung Jahresabschluss | Angemessene Zeit (Richtwert: 3 Monate) | § 264 Abs. 1 HGB | Keine direkte, aber Verzug bei Feststellung |
| Feststellung durch Gesellschafter | 11 Monate (klein), 8 Monate (mittel/groß) | § 42a GmbHG | Ordnungsgeld § 335 HGB |
| Offenlegung Unternehmensregister | 12 Monate nach Bilanzstichtag | § 325 HGB | Ordnungsgeld 500–25.000 € |
| Übermittlung E-Bilanz Finanzamt | Mit Steuererklärung (Verlängerung möglich) | § 5b EStG | Verspätungszuschlag § 152 AO |
OnlineBilanz arbeitet mit automatisierten Fristen-Trackings: Das System erinnert den Mandanten frühzeitig, wenn Unterlagen fehlen oder Gesellschafterbeschlüsse ausstehen. Die Offenlegung im Unternehmensregister (seit DiRUG ab 01.08.2022 ausschließlich dort, nicht mehr beim Bundesanzeiger) erfolgt ebenfalls über die Plattform — rechtzeitig und rechtssicher.
Praxis-Hinweis
Viele Geschäftsführer unterschätzen die Offenlegungsfrist von 12 Monaten. Bei einem Bilanzstichtag 31.12.2025 muss die Offenlegung bis spätestens 31.12.2026 erfolgen — sonst droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB. Festpreis-Modelle mit digitalem Workflow sichern die fristgerechte Einreichung ab.
- Automatische Fristen-Erinnerungen für Mandanten und Steuerberater-Team
- Digitale Gesellschafterbeschluss-Vorlagen für schnelle Feststellung
- Direktübermittlung ans Unternehmensregister über Schnittstelle
- Nachweisdokumente (Eingangsbestätigung) im Mandantenportal hinterlegt
Qualitätssicherung: Wie Festpreise die fachliche Leistung garantieren
Ein häufiges Vorurteil gegenüber Festpreisen lautet: Günstigere Preise bedeuten schlechtere Qualität. Das Gegenteil ist der Fall, wenn die Plattform mit zugelassenen Steuerberatern arbeitet, die den vollen rechtlichen und fachlichen Standard einhalten. Bei OnlineBilanz erstellen, prüfen und unterzeichnen ausschließlich zugelassene Steuerberater den Jahresabschluss — rechtlich verbindlich und haftungsrelevant.
Qualitätskriterien bei digitalen Festpreis-Modellen
-
Alle Jahresabschlüsse werden durch zugelassene Steuerberater erstellt (§ 3 StBerG)
-
Vier-Augen-Prinzip: Erstellung und unabhängige Prüfung durch zweites Steuerberater-Teammitglied
-
Vollständige HGB-Konformität: Bilanzierung nach § 242 ff., Bewertung nach § 252 ff., GuV nach § 275 HGB
-
E-Bilanz nach aktueller Taxonomie (§ 5b EStG)
-
Rechtssichere Offenlegung im Unternehmensregister gemäß § 325 HGB
-
Berufshaftpflichtversicherung der Steuerberater schützt Mandanten bei Fehlern
Die Steuerberater bei OnlineBilanz tragen die volle rechtliche Verantwortung — sie unterzeichnen den Jahresabschluss persönlich, haften für Fehler und sind an die Berufspflichten nach § 57 StBerG gebunden. Der Festpreis ist lediglich das Abrechnungsmodell — die fachliche Leistung bleibt unverändert hoch.
„Wir arbeiten nicht günstiger, weil wir Abstriche machen, sondern weil wir effizienter arbeiten. Jeder Jahresabschluss durchläuft dieselben Prüfschritte wie in einer klassischen Kanzlei — nur digitaler, schneller und transparenter. Die Unterschrift unter dem Abschluss trägt ein zugelassener Steuerberater.“
— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team
Hinweis zur Berufshaftpflicht
Steuerberater sind nach § 67 StBerG verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckung von 250.000 Euro abzuschließen. Mandanten sind bei Fehlern des Steuerberaters abgesichert — auch bei Festpreis-Modellen.
Für welche Unternehmen lohnt sich ein digitales Festpreis-Modell?
Nicht jedes Unternehmen profitiert gleichermaßen von Festpreis-Modellen. Besonders geeignet sind sie für kleine bis mittelgroße GmbH und UG mit standardisierten Geschäftsmodellen. Hochkomplexe Sonderfälle (z. B. Konzernabschlüsse, internationale Verflechtungen, Umwandlungen) erfordern oft individuelle Beratung, die über Festpreise hinausgeht.
Ideale Zielgruppen für Festpreis-Modelle
Kleine GmbH / UG
- E-Commerce, Handwerk, Dienstleister
- Klare Rechtsform, keine Beteiligungen
- Standard-Fibu ohne Sonderbilanzen
Gründer & Start-ups
- Erste Jahresabschlüsse ohne Historie
- Häufig digitale Geschäftsmodelle
- Fokus auf Wachstum statt Admin
Bestandsunternehmen mit Kanzlei-Wechsel
- Wunsch nach digitalem Mandantenportal
- Vergleich mehrerer Angebote
- Langjährige operative Tätigkeit
Wann Festpreise weniger geeignet sind
- Konzernabschlüsse mit Konsolidierung nach § 290 ff. HGB
- Internationale Rechnungslegung (IFRS) parallel zur HGB-Bilanz
- Umwandlungen, Verschmelzungen nach UmwG
- Stark schwankende Geschäftsvorfälle (z. B. Projektgeschäft mit jährlich stark wechselndem Belegvolumen)
- Sonderbilanzen (Überschuldung § 19 InsO, Liquidationsbilanzen)
Für solche Fälle bieten digitale Plattformen oft individuelle Angebote zusätzlich zum Standard-Festpreis. Der Kostenrechner gibt dann einen Hinweis, dass eine persönliche Kalkulation erforderlich ist. Wer ein standardisiertes Geschäftsmodell führt und Wert auf Transparenz legt, findet im Festpreis-Modell die ideale Lösung.
Entscheidungskriterien: So wählen Sie zwischen klassischer Kanzlei und digitaler Festpreis-Plattform
Die Wahl der richtigen Steuerberatung ist eine strategische Entscheidung. Geschäftsführer sollten nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf Prozessqualität, Erreichbarkeit, technische Infrastruktur und Fristen-Sicherheit. Ein strukturierter Vergleich hilft bei der Entscheidung.
Vergleichskriterien im Überblick
| Kriterium | Klassische Kanzlei (Stundensatz) | Digitale Plattform (Festpreis) |
|---|---|---|
| Kostentransparenz | Ungewiss bis zur Schlussrechnung | Vorab verbindlich, kalkulierbar |
| Kommunikation | Telefon, E-Mail, Termine vor Ort | Mandantenportal, Chat, Video-Calls |
| Dokumentenverwaltung | Papier oder individuelle Cloud-Lösungen | Zentrales Portal mit 24/7-Zugriff |
| Fristen-Tracking | Manuell, abhängig von Kanzlei-Organisation | Automatisiert, Erinnerungen per System |
| Erreichbarkeit | Geschäftszeiten, Urlaubsvertretung unklar | Digitale Verfügbarkeit, Team-Modell |
| Qualitätssicherung | Abhängig vom Einzelberater | Vier-Augen-Prinzip, standardisierte Prozesse |
| Skalierbarkeit | Begrenzt bei wachsendem Mandantenstamm | Hohe Skalierbarkeit durch digitale Workflows |
Klassische Kanzleien punkten oft durch persönlichen Kontakt und langjährige Beziehungen. Digitale Festpreis-Modelle überzeugen durch Effizienz, Transparenz und moderne Technik. Welches Modell passt, hängt von den individuellen Prioritäten ab: Wer Planungssicherheit, digitale Workflows und schnelle Reaktionszeiten schätzt, findet in OnlineBilanz eine moderne Alternative.
„Viele unserer Mandanten kommen aus klassischen Kanzleien und sind überrascht, wie einfach die Zusammenarbeit digital funktioniert. Der persönliche Ansprechpartner bleibt — nur die Prozesse werden schneller, transparenter und günstiger.“
— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart
Praxis-Tipp
Nutzen Sie einen Kostenrechner wie auf OnlineBilanz.de, um einen verbindlichen Festpreis zu ermitteln. Vergleichen Sie diesen mit Angeboten klassischer Kanzleien — und achten Sie dabei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Leistungsumfang, Fristen-Sicherheit und digitale Services.
Häufig gestellte Fragen
Kann ein Steuerberater nachträglich zusätzliche Kosten verlangen, wenn ein Festpreis vereinbart wurde?
Nein, bei einem wirksam vereinbarten Festpreis nach § 4 StBVV darf der Steuerberater grundsätzlich keine nachträglichen Zusatzkosten berechnen – es sei denn, der Mandant ändert nachträglich wesentliche Sachverhalte oder beauftragt explizit zusätzliche Leistungen, die nicht im ursprünglichen Festpreis enthalten waren. Die Leistungsbeschreibung im Vertrag ist daher entscheidend.
Welche Unterlagen muss ich für die Festpreis-Kalkulation bereitstellen?
Für eine realistische Festpreis-Ermittlung benötigt der Steuerberater typischerweise: Gesellschaftsvertrag, Bilanzstichtag, Anzahl der Buchungskonten, Umsatz- und Bilanzsumme, ggf. Vorjahresabschluss sowie Angaben zu Beteiligungen oder Tochtergesellschaften. Je präziser die Angaben, desto genauer die Kalkulation.
Ist ein Festpreis-Modell auch bei komplexen Konzernstrukturen möglich?
Grundsätzlich ja, allerdings steigt der Kalkulationsaufwand mit der Komplexität. Bei Konzernabschlüssen, Währungsumrechnungen oder umfangreichen Konsolidierungen ist eine individuelle Angebotserstellung erforderlich. Viele digitale Plattformen konzentrieren sich daher auf kleine und mittlere Einzelgesellschaften, bei denen Standardisierung möglich ist.
Was passiert, wenn ich Unterlagen zu spät einreiche – bleibt der Festpreis gültig?
Der Festpreis bleibt in der Regel gültig, solange die verspätete Einreichung die Frist zur Offenlegung (§ 325 HGB, 12 Monate) oder Feststellung (§ 42a GmbHG, 11 bzw. 8 Monate) nicht gefährdet. Entsteht jedoch zusätzlicher Aufwand für Eilbearbeitung oder Fristrettung, können gesonderte Zuschläge vereinbart werden – dies sollte vertraglich klar geregelt sein.
Kann ich bei einem Festpreis-Modell meinen Steuerberater persönlich treffen?
Das hängt vom Anbieter ab. Digitale Festpreis-Plattformen setzen meist auf Online-Kommunikation (E-Mail, Videocall), bieten aber oft die Möglichkeit zu persönlichen Terminen in Büros oder bei Bedarf auch vor Ort – teilweise gegen Aufpreis. Bei OnlineBilanz koordiniert beispielsweise Servet Gündogan als Büroleiter Stuttgart den persönlichen Kontakt zwischen Mandant und Steuerberater-Team.
Sind Festpreise immer günstiger als Stundensätze?
Nicht automatisch. Bei sehr einfachen Fällen (z. B. Kleinstunternehmen mit wenigen Buchungen) kann ein Stundensatz unter Umständen günstiger sein. Der Hauptvorteil von Festpreisen liegt in der Planbarkeit: Sie wissen vorab genau, welche Kosten anfallen – unabhängig davon, ob der Steuerberater drei oder zehn Stunden benötigt. Für Unternehmen mit regelmäßigem, standardisierbarem Bedarf sind Festpreise meist die wirtschaftlichere Lösung.
Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV), § 325 HGB – Offenlegungsfrist, § 42a GmbHG – Feststellung Jahresabschluss, § 267 HGB – Größenklassen. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.


