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offengelegt
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HandelsregisterHinterlegung · sofern erforderlich
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Datum

Lesedauer

13–19 Minuten

OnlineBilanzBlogBundesanzeiger-Suche

Bundesanzeiger-Suche 2026: Was Sie wissen müssen

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Bundesanzeiger-Suche ist seit dem DiRUG 2022 für die Offenlegung von Jahresabschlüssen nicht mehr zentral – diese erfolgt ausschließlich beim Unternehmensregister. Dennoch bleibt der Bundesanzeiger für bestimmte Veröffentlichungen relevant. Für die Einreichung dieser Publikationen benötigen Sie einen Bundesanzeiger Login. Erfahren Sie, welche Rolle der Bundesanzeiger heute noch spielt und wie Sie als GmbH-Geschäftsführer die Offenlegungspflicht korrekt erfüllen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Die Bundesanzeiger-Suche ist seit dem DiRUG (01.08.2022) für die Offenlegung von Jahresabschlüssen nicht mehr zuständig – diese erfolgt ausschließlich beim Unternehmensregister. Der Bundesanzeiger wird jedoch weiterhin für Bekanntmachungen wie Gesellschafterbeschlüsse, Liquidationen oder Insolvenzverfahren genutzt. GmbH-Geschäftsführer müssen den Jahresabschluss 2025 bis spätestens 31.12.2026 beim Unternehmensregister einreichen, um Ordnungsgelder zu vermeiden.

Was ist der Bundesanzeiger und welche Rolle spielt er heute noch?

Der Bundesanzeiger war bis zum 31. Juli 2022 die zentrale Publikationsplattform für handelsrechtliche Bekanntmachungen in Deutschland. Kapitalgesellschaften wie GmbHs, AGs und bestimmte Personengesellschaften waren verpflichtet, ihre Jahresabschlüsse, Gesellschafterlisten und weitere Unternehmensdaten dort zu veröffentlichen. Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) am 1. August 2022 hat sich diese Zuständigkeit fundamental geändert.

Seit dem DiRUG erfolgt die gesetzliche Offenlegung von Jahresabschlüssen gemäß § 325 HGB ausschließlich beim Unternehmensregister. Der Bundesanzeiger fungiert seither nur noch als Bekanntmachungsorgan für andere amtliche und gerichtliche Veröffentlichungen, nicht aber mehr für die handelsrechtliche Offenlegungspflicht. Diese Änderung ist für GmbH-Geschäftsführer zentral: Wer seine Offenlegung noch beim alten Bundesanzeiger einreicht, erfüllt die gesetzliche Pflicht nicht mehr.

Achtung: Rechtslage seit August 2022

Die Offenlegung beim Bundesanzeiger erfüllt seit dem 1. August 2022 nicht mehr die gesetzliche Pflicht nach § 325 HGB. Jahresabschlüsse müssen zwingend beim Unternehmensregister eingereicht werden. Eine fehlerhafte Einreichung beim falschen Portal kann zu Ordnungsgeldverfahren führen.

Historische Bedeutung und aktuelle Funktion

Vor der DiRUG-Reform war der Bundesanzeiger das maßgebliche Transparenzinstrument für Gläubiger, Geschäftspartner und die Öffentlichkeit. Heute bleibt er relevant für die Veröffentlichung von Insolvenzbekanntmachungen, Handelsregisterauszügen in Textform und bestimmten gesellschaftsrechtlichen Bekanntmachungen. Für die Suche nach Jahresabschlussdaten von Unternehmen ist jedoch ausschließlich das Unternehmensregister die richtige Anlaufstelle.

Wie funktioniert die Bundesanzeiger-Suche technisch?

Die Suchfunktion des Bundesanzeigers (erreichbar über www.bundesanzeiger.de) ermöglicht den Zugriff auf historische und aktuelle Bekanntmachungen. Die Plattform bietet verschiedene Suchfilter: Sie können nach Firmennamen, Registernummer, Sitz der Gesellschaft oder Veröffentlichungsdatum filtern. Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Publikationskategorien.

Verfügbare Suchkategorien

  • Gesellschaftsrechtliche Bekanntmachungen: Kapitalerhöhungen, Satzungsänderungen, Verschmelzungen nach Umwandlungsgesetz
  • Insolvenzbekanntmachungen: Eröffnungen, Einstellungen und Aufhebungen von Insolvenzverfahren gemäß Insolvenzordnung
  • Handelsregisterbekanntmachungen: Auszüge aus Handelsregistereintragungen in Textform (nicht das Register selbst)
  • Rechnungslegung/Finanzberichte (historisch): Jahresabschlüsse bis 31. Juli 2022 – danach nur noch über das Unternehmensregister

Die Suche erfolgt über eine Eingabemaske, die sowohl eine Freitextsuche als auch eine strukturierte Suche mit vordefinierten Feldern erlaubt. Ergebnisse werden chronologisch aufgelistet und können als PDF heruntergeladen werden. Beachten Sie, dass die Aktualität der Daten vom Zeitpunkt der Veröffentlichung abhängt – eine Echtzeit-Synchronisation mit dem Handelsregister findet nicht statt.

Praxistipp: Unternehmensregister für Jahresabschlüsse

Wenn Sie Jahresabschlüsse von Geschäftspartnern oder Wettbewerbern recherchieren möchten, nutzen Sie ausschließlich das Unternehmensregister unter www.unternehmensregister.de. Dort finden Sie alle offengelegten Jahresabschlüsse ab 2022 sowie historische Daten aus dem ehemaligen Bundesanzeiger-Archiv.

Was ist der Unterschied zwischen Bundesanzeiger und Unternehmensregister?

Viele Geschäftsführer verwechseln noch immer Bundesanzeiger und Unternehmensregister – ein Irrtum, der seit der DiRUG-Reform zu Ordnungsgeldverfahren führen kann. Beide Plattformen werden vom Bundesministerium der Justiz betrieben, haben jedoch seit August 2022 klar getrennte Funktionen und rechtliche Grundlagen.

Bundesanzeiger

  • Reine Bekanntmachungsplattform
  • Keine Jahresabschlüsse seit 01.08.2022
  • Insolvenz- und Gesellschaftsmeldungen
  • www.bundesanzeiger.de

Unternehmensregister

  • Offenlegung nach § 325 HGB
  • Jahresabschlüsse aller Größenklassen
  • Verknüpfung mit Handelsregister
  • www.unternehmensregister.de

Rechtliche Grundlagen der Zuständigkeit

Das Unternehmensregister wurde bereits 2007 eingerichtet, hatte aber zunächst eine koordinierende Funktion. Mit der DiRUG-Reform wurde § 8b Abs. 2 HGB neu gefasst: Die Offenlegung erfolgt nun ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister. Die frühere Möglichkeit, Jahresabschlüsse direkt beim Bundesanzeiger einzureichen, ist ersatzlos entfallen. Für Geschäftsführer bedeutet dies: Eine Offenlegung beim falschen Portal gilt als nicht erfolgt und löst die Sanktionsmechanismen des § 335 HGB aus.

„In der Praxis erleben wir regelmäßig, dass Mandanten die alte Bundesanzeiger-Adresse noch in ihren Systemen gespeichert haben. Seit 2022 führt das direkt zu Problemen – die Offenlegung muss zwingend über das Unternehmensregister erfolgen, sonst drohen Ordnungsgelder ab 500 Euro aufwärts.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wann ist die Bundesanzeiger-Suche für GmbHs noch relevant?

Obwohl der Bundesanzeiger für die Offenlegung von Jahresabschlüssen keine Rolle mehr spielt, bleibt die Recherche dort in mehreren Situationen unverzichtbar. Insbesondere für gesellschaftsrechtliche und insolvenzrechtliche Informationen ist der Bundesanzeiger weiterhin die primäre Quelle.

1. Insolvenzbekanntmachungen recherchieren

Alle Insolvenzverfahren werden gemäß § 9 InsO im Bundesanzeiger veröffentlicht. Für GmbHs, die die Bonität von Geschäftspartnern, Lieferanten oder Kunden prüfen möchten, ist die Bundesanzeiger-Suche daher ein wichtiges Instrument der Risikobewertung. Veröffentlicht werden unter anderem die Eröffnung, Einstellung und Aufhebung von Insolvenzverfahren sowie Gläubigerversammlungen und Prüfungstermine.

2. Gesellschaftsrechtliche Bekanntmachungen einsehen

Bestimmte Vorgänge wie Kapitalerhöhungen, Kapitalherabsetzungen oder Verschmelzungen nach dem Umwandlungsgesetz (UmwG) erfordern eine öffentliche Bekanntmachung im Bundesanzeiger. Gemäß § 325 AktG bzw. entsprechenden Verweisen für GmbHs müssen diese Maßnahmen publiziert werden, um Gläubigerschutzfristen auszulösen. Wer als Geschäftsführer eine Due Diligence zu einem Übernahmekandidaten durchführt, findet hier relevante Strukturänderungen.

3. Historische Jahresabschlüsse bis 31.07.2022

Jahresabschlüsse, die vor dem 1. August 2022 offengelegt wurden, sind weiterhin über den Bundesanzeiger recherchierbar. Das Unternehmensregister hat diese historischen Daten zwar integriert, die direkte Suche im Bundesanzeiger-Archiv kann jedoch bei der Recherche von Altdaten schneller sein. Besonders für die Bundesanzeiger Suche nach GmbH-Daten ist es wichtig zu wissen: Aktuelle Jahresabschlüsse (Bilanzstichtag ab 2022) finden Sie ausschließlich im Unternehmensregister.

  • Insolvenzbekanntmachungen prüfen (§ 9 InsO)
  • Kapitalmaßnahmen recherchieren (§ 325 AktG, UmwG)
  • Verschmelzungen und Spaltungen einsehen
  • Gläubigeraufrufe und Fristenabläufe verfolgen
  • Historische Jahresabschlüsse bis 31.07.2022

Wie lege ich den Jahresabschluss 2025 richtig offen?

Die korrekte Offenlegung des Jahresabschlusses ist eine der zentralen Compliance-Pflichten für GmbH-Geschäftsführer. Seit dem DiRUG erfolgt die Einreichung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister. Die gesetzlichen Fristen sind streng: Gemäß § 325 HGB muss die Offenlegung spätestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag erfolgen – für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) also bis zum 31. Dezember 2026.

Schritt-für-Schritt-Prozess

  1. Jahresabschluss fertigstellen: Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie ggf. Anhang und Lagebericht durch den Steuerberater erstellen lassen. Kleine GmbHs (§ 267 Abs. 1 HGB) profitieren von Erleichterungen.
  2. Feststellung durch Gesellschafterversammlung: Gemäß § 42a GmbHG muss der Jahresabschluss binnen 11 Monaten (kleine GmbH) bzw. 8 Monaten (mittelgroße/große GmbH) festgestellt werden. Für 2025: spätestens 30.11.2026 bzw. 31.08.2026.
  3. Elektronische Einreichung im Unternehmensregister: Registrierung mit ELSTER-Zertifikat oder De-Mail-Adresse. Upload der Unterlagen im strukturierten Format (XBRL für mittelgroße/große, PDF für kleine GmbHs möglich).
  4. Prüfung und Freigabe: Das Unternehmensregister prüft die formale Vollständigkeit. Nach Freigabe gilt die Offenlegung als erfüllt – Nachweis über den Einreichungsbeleg aufbewahren.
  5. Dokumentation: Einreichungsbeleg und Bestätigung in der GmbH-Akte ablegen. Dies ist im Falle von Ordnungsgeldverfahren der entscheidende Nachweis.

Fristversäumnis = Ordnungsgeld

Bei verspäteter oder fehlender Offenlegung leitet das Bundesamt für Justiz automatisch ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Das Ordnungsgeld beträgt zwischen 500 und 25.000 Euro und kann mehrfach festgesetzt werden. Eine nachträgliche Offenlegung beendet das Verfahren, hebt aber bereits festgesetzte Bußgelder nicht auf.

„Die Offenlegung ist kein freiwilliger Service, sondern eine gesetzliche Pflicht mit erheblichen Sanktionsrisiken. Wir empfehlen unseren Mandanten, die Offenlegung unmittelbar nach der Feststellung durchzuführen – das schafft Rechtssicherheit und vermeidet unnötigen Stress kurz vor Fristablauf. Bei OnlineBilanz übernehmen wir die elektronische Einreichung als Teil unseres Festpreis-Pakets.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Geschäftsführer, die den gesamten Prozess aus einer Hand – von der Erstellung über die Feststellung bis zur Offenlegung – durch Steuerberater begleiten lassen möchten, finden auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen und klaren Fristen.

Welche Größenklasse hat meine GmbH und was muss ich offenlegen?

Der Umfang der Offenlegungspflicht hängt direkt von der Größenklasse Ihrer GmbH ab. Die Einteilung erfolgt nach § 267 HGB anhand von drei Kriterien: Bilanzsumme, Umsatzerlöse und Mitarbeiterzahl. Zwei der drei Schwellenwerte müssen an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- bzw. unterschritten werden, damit ein Größenklassenwechsel eintritt.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Klein (§ 267 Abs. 1) ≤ 7,5 Mio. € ≤ 15 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß (§ 267 Abs. 2) ≤ 25 Mio. € ≤ 50 Mio. € ≤ 250
Groß (§ 267 Abs. 3) > 25 Mio. € > 50 Mio. € > 250

Offenlegungsumfang nach Größenklasse

Kleine GmbH

  • Bilanz (verkürzt möglich)
  • Anhang (verkürzt)
  • Kein Lagebericht erforderlich
  • Keine GuV-Offenlegung (nur intern)
  • PDF-Format zulässig

Mittelgroße GmbH

  • Bilanz (vollständig)
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Anhang (vollständig)
  • Lagebericht
  • XBRL-Format verpflichtend

Große GmbH

  • Bilanz (vollständig)
  • GuV (vollständig)
  • Anhang (erweitert)
  • Lagebericht (erweitert)
  • Bestätigungsvermerk Abschlussprüfer
  • XBRL-Format verpflichtend

Für kleine GmbHs gilt eine wichtige Erleichterung: Die Gewinn- und Verlustrechnung muss nicht offengelegt werden, sofern die Angaben zur Gewinnverwendung im Anhang erfolgen. Diese sogenannte Offenlegungserleichterung nach § 326 Abs. 1 HGB reduziert die Transparenz gegenüber Wettbewerbern erheblich und wird von den meisten kleinen GmbHs genutzt.

Schwellenüberschreitung beachten

Wenn Ihre GmbH erstmals die Schwellenwerte für die nächsthöhere Größenklasse überschreitet, tritt der Größenklassenwechsel erst im Folgejahr ein – sofern auch dann die Werte überschritten werden. Umgekehrt gilt: Bei Unterschreitung müssen die niedrigeren Werte ebenfalls zwei Jahre in Folge vorliegen. Planen Sie den erweiterten Offenlegungsumfang rechtzeitig ein.

Was passiert bei fehlender oder verspäteter Offenlegung?

Die Nichteinhaltung der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB ist keine Bagatelle. Das Bundesamt für Justiz (BfJ) überwacht die Einhaltung der Fristen automatisiert und leitet bei Versäumnissen Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Diese Verfahren sind standardisiert und werden ohne vorherige Mahnung eingeleitet – die Frist selbst gilt als ausreichende Vorwarnung.

Höhe und Bemessung des Ordnungsgelds

Das Ordnungsgeld bewegt sich gemäß § 335 Abs. 3 HGB in einem Rahmen von mindestens 500 Euro bis maximal 25.000 Euro. Die Bemessung erfolgt nach Ermessen des BfJ und orientiert sich an der Dauer der Fristüberschreitung, der Größe der Gesellschaft und eventuellen Vorversäumnissen. Typische Ordnungsgelder liegen zwischen 1.500 und 5.000 Euro für kleine GmbHs, können aber bei wiederholten Verstößen deutlich höher ausfallen.

500–25.000 €

Ordnungsgeld nach § 335 HGB

12 Monate

Offenlegungsfrist ab Bilanzstichtag

100 %

Automatisierte Überwachung durch BfJ

Ablauf des Ordnungsgeldverfahrens

  1. Automatische Prüfung: Das BfJ gleicht die Handelsregisterdaten mit den Offenlegungen im Unternehmensregister ab. Bei fehlenden Unterlagen wird ein Verfahren eingeleitet.
  2. Anhörung gemäß § 335 Abs. 2 HGB: Der Geschäftsführer erhält einen Anhörungsbogen und kann binnen zwei Wochen Stellung nehmen oder die Offenlegung nachholen.
  3. Festsetzung: Wird die Offenlegung nicht nachgeholt oder ist die Stellungnahme nicht ausreichend, setzt das BfJ das Ordnungsgeld per Bescheid fest.
  4. Zahlungspflicht: Das Ordnungsgeld ist vom Geschäftsführer persönlich zu zahlen. Es handelt sich nicht um eine betriebliche Ausgabe, sondern um eine persönliche Sanktion.
  5. Wiederholte Festsetzung: Erfolgt die Offenlegung weiterhin nicht, kann das BfJ das Ordnungsgeld erneut festsetzen – theoretisch unbegrenzt oft.

Persönliche Haftung des Geschäftsführers

Das Ordnungsgeld richtet sich nicht gegen die GmbH, sondern persönlich gegen den Geschäftsführer. Eine Freistellung durch die Gesellschaft oder eine Übernahme durch die GmbH ist rechtlich umstritten und wird steuerlich als verdeckte Gewinnausschüttung behandelt. Der Geschäftsführer trägt das Risiko persönlich.

„Viele Mandanten unterschätzen die Konsequenzen einer versäumten Offenlegung. Das Ordnungsgeld ist nur der Anfang – bei hartnäckiger Verweigerung drohen Zwangsgelder in erheblicher Höhe. Unsere Empfehlung: Fristen im Kalender markieren und die Offenlegung direkt nach Feststellung des Jahresabschlusses durchführen. Wer unsicher ist, sollte die Offenlegung durch den Steuerberater vornehmen lassen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Um Ordnungsgeldverfahren von vornherein zu vermeiden, bietet OnlineBilanz die komplette Abwicklung – von der Erstellung des Jahresabschlusses durch zugelassene Steuerberater bis zur fristgerechten Offenlegung im Unternehmensregister. Transparente Festpreise, digitale Koordination und verlässliche Einhaltung aller gesetzlichen Fristen inklusive.

Praktische Tipps für GmbH-Geschäftsführer zur Offenlegung

Die Offenlegungspflicht gehört zu den Routineverpflichtungen eines Geschäftsführers – dennoch kommt es in der Praxis immer wieder zu Versäumnissen. Mit den folgenden Empfehlungen stellen Sie sicher, dass Ihre GmbH rechtssicher und fristgerecht alle Publizitätspflichten erfüllt.

1. Fristenkalender führen und Wiedervorlagen setzen

Erfassen Sie alle relevanten Fristen in Ihrem digitalen Kalender mit Erinnerungsfunktion. Für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) sind folgende Termine kritisch:

  • 30. August 2026 (mittelgroße/große GmbH) bzw. 30. November 2026 (kleine GmbH): Feststellung des Jahresabschlusses gemäß § 42a GmbHG
  • 31. Dezember 2026: Spätester Termin für die Offenlegung im Unternehmensregister nach § 325 HGB
  • Puffer einplanen: Planen Sie die Offenlegung für November 2026, um Verzögerungen bei der Datenübertragung oder technische Probleme abzufedern

2. Steuerberater frühzeitig beauftragen

Die Erstellung des Jahresabschlusses benötigt Zeit – insbesondere wenn Rückfragen zur Buchführung auftreten oder Belege nachgereicht werden müssen. Beauftragen Sie Ihren Steuerberater bereits im ersten Quartal 2026 mit der Erstellung des Jahresabschlusses 2025. Wer bis Oktober wartet, riskiert Engpässe in der Steuerberaterkanzlei und gerät in Zeitdruck. Plattformen wie OnlineBilanz bieten hier den Vorteil fester Durchlaufzeiten und digitaler Koordination ohne Wartezeiten.

3. Technische Voraussetzungen prüfen

Die Offenlegung im Unternehmensregister erfordert eine elektronische Signatur (ELSTER-Zertifikat oder De-Mail). Prüfen Sie rechtzeitig, ob Ihr Zertifikat noch gültig ist – ELSTER-Zertifikate haben eine Laufzeit von drei Jahren und müssen rechtzeitig erneuert werden. Auch die technischen Anforderungen an Datenformate (XBRL für mittelgroße/große GmbHs) sollten im Vorfeld mit dem Steuerberater geklärt werden.

  • ELSTER-Zertifikat auf Gültigkeit prüfen (oder De-Mail einrichten)
  • Größenklasse der GmbH ermitteln (§ 267 HGB)
  • Feststellungsfrist im Kalender markieren (§ 42a GmbHG)
  • Offenlegungsfrist im Kalender markieren (§ 325 HGB)
  • Steuerberater mit ausreichend Vorlauf beauftragen
  • Einreichungsbeleg des Unternehmensregisters archivieren
  • Bei Größenklassenwechsel: erweiterte Anforderungen berücksichtigen

Digitale Steuerberatung nutzen

Moderne Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz übernehmen die gesamte Prozesskette digital: Sie koordinieren die Erstellung, bereiten die Gesellschafterversammlung vor und reichen die Unterlagen fristgerecht im Unternehmensregister ein. Das entlastet Geschäftsführer und minimiert Compliance-Risiken bei transparenten Festpreisen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich alte Jahresabschlüsse noch im Bundesanzeiger finden?

Ja, Jahresabschlüsse, die vor dem 01.08.2022 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurden, sind dort weiterhin archiviert und über die Bundesanzeiger-Suche abrufbar. Alle Offenlegungen ab diesem Stichtag erfolgen jedoch ausschließlich im Unternehmensregister. Für eine vollständige Recherche sollten Sie daher beide Portale nutzen.

Wer kann auf die Daten im Unternehmensregister zugreifen?

Das Unternehmensregister ist öffentlich zugänglich. Jeder kann nach Unternehmen suchen und offengelegte Jahresabschlüsse, Gesellschaftsverträge oder Handelsregisterauszüge einsehen – teilweise kostenfrei, teilweise kostenpflichtig. Geschäftspartner, Banken, Behörden und Wettbewerber nutzen diese Transparenz regelmäßig.

Muss ich den Jahresabschluss selbst beim Unternehmensregister hochladen?

Nein, in der Regel übernimmt Ihr Steuerberater die elektronische Einreichung über das EHUG-Portal. Er bereitet die Daten im XBRL-Format auf und übermittelt sie fristgerecht. Wer den Jahresabschluss durch OnlineBilanz erstellen lässt, erhält die Offenlegung als Teil des Pakets – ohne zusätzlichen Aufwand für den Geschäftsführer.

Welche Kosten entstehen bei der Offenlegung im Unternehmensregister?

Die Offenlegung selbst ist gebührenfrei. Kosten entstehen meist nur für die Aufbereitung der Daten im XBRL-Format durch den Steuerberater oder ein Softwaretool. OnlineBilanz bietet transparente Festpreise, die die Erstellung des Jahresabschlusses und die Offenlegung umfassen – ohne versteckte Gebühren.

Kann ich gegen ein Ordnungsgeld Widerspruch einlegen?

Ja, gegen einen Ordnungsgeldbescheid nach § 335 HGB können Sie innerhalb von zwei Wochen Einspruch beim zuständigen Bundesamt für Justiz einlegen. Ein berechtigter Grund kann z. B. eine nachweislich rechtzeitige Einreichung oder technische Probleme sein. In der Praxis wird ein Einspruch jedoch nur selten erfolgreich sein, wenn die Offenlegung tatsächlich verspätet oder unvollständig war.

Was ändert sich 2026 bei der Offenlegung?

Für Bilanzstichtag 31.12.2025 gelten die bekannten Fristen: Feststellung bis 30.11.2026 (Kleinst-/Klein-GmbH mit 11 Monaten) bzw. 31.08.2026 (mittelgroße/große GmbH mit 8 Monaten), Offenlegung bis 31.12.2026. Die Größenklassen nach § 267 HGB bleiben unverändert. Technisch erfolgt die Einreichung weiterhin ausschließlich beim Unternehmensregister.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 325 HGB – Offenlegung, § 267 HGB – Größenklassen, § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren, § 42a GmbHG – Feststellung des Jahresabschlusses. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Welche Daten muss ich bereitstellen?

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Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

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Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

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Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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