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17–25 Minuten

OnlineBilanzBlogAG vs. Stiftung

AG vs. Stiftung 2026: Unterschiede & Entscheidungshilfe

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

AG oder Stiftung? Beide Rechtsformen unterscheiden sich grundlegend in Zweck, Struktur und steuerlicher Behandlung. Während die Aktiengesellschaft auf Gewinnerzielung und Kapitalrendite ausgerichtet ist, verfolgt die Stiftung einen dauerhaften, oft gemeinnützigen Stiftungszweck ohne Gesellschafter. Dieser Vergleich zeigt die entscheidenden Unterschiede bei Gründung, Governance, Rechnungslegung und Haftung.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Die AG ist eine Kapitalgesellschaft zur Gewinnerzielung mit Aktionären, Vorstand und Aufsichtsrat. Die Stiftung verfolgt einen dauerhaften, oft gemeinnützigen Zweck ohne Gesellschafter und ist auf Vermögenserhalt ausgerichtet. AG eignet sich für unternehmerische Tätigkeit, Stiftung für langfristige Vermögensbindung und ideelle Zwecke.

AG vs. Stiftung: Grundlegende Unterschiede in Zweck und Struktur

Aktiengesellschaft (AG) und Stiftung verfolgen im deutschen Rechtsraum grundlegend unterschiedliche Ziele. Die AG ist nach § 1 AktG eine Handelsgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Zweck in der Regel auf Gewinnerzielung und Vermögensmehrung für die Aktionäre ausgerichtet ist. Die Stiftung hingegen verfolgt gemäß §§ 80 ff. BGB einen vom Stifter festgelegten, dauerhaften Zweck – meist gemeinnützig, aber auch privatnützig möglich – und dient der Verwirklichung dieses Stiftungszwecks mit dem gewidmeten Vermögen.

Während bei der AG die Gesellschafter (Aktionäre) Eigentümer sind und über Hauptversammlung und Aufsichtsrat Einfluss nehmen, hat die Stiftung nach ihrer Errichtung keine Eigentümer mehr. Das Stiftungsvermögen ist verselbstständigt und dem Stiftungszweck gewidmet. Der Stifter kann sich Rechte vorbehalten, verliert aber grundsätzlich die Verfügungsgewalt über das eingebrachte Vermögen.

Aktiengesellschaft (AG)

  • Rechtsgrundlage: § 1 ff. AktG
  • Zweck: Gewinnerzielung (Regel)
  • Mindestkapital: 50.000 Euro
  • Eigentümer: Aktionäre
  • Gewinnverwendung: Ausschüttung oder Rücklage

Stiftung

  • Rechtsgrundlage: §§ 80 ff. BGB, Landesstiftungsgesetze
  • Zweck: vom Stifter festgelegt (gemeinnützig oder privatnützig)
  • Mindestkapital: je nach Bundesland 50.000–100.000 Euro
  • Eigentümer: keine (Vermögen verselbstständigt)
  • Gewinnverwendung: ausschließlich Zweckerfüllung

Für GmbH-Geschäftsführer

Wenn Sie als GmbH-Gesellschafter über Vermögensplanung nachdenken: Die Wahl zwischen AG und Stiftung hängt von Ihrem Ziel ab. Wollen Sie unternehmerisch tätig bleiben und Gewinne erzielen, ist die AG-Struktur geeignet. Soll Vermögen dauerhaft einem bestimmten Zweck dienen (z. B. Familienversorgung, gemeinnützige Projekte), kommt die Stiftung in Betracht.

Gründung und Errichtung: Verfahren, Kapital und Registrierung

Die Gründung einer AG erfolgt nach § 23 AktG durch notarielle Feststellung der Satzung, Übernahme aller Aktien durch die Gründer und Bestellung des Vorstands und Aufsichtsrats. Das Mindestgrundkapital beträgt 50.000 Euro (§ 7 AktG), wovon mindestens 25 % bei Gründung eingezahlt sein müssen. Die AG entsteht mit Eintragung ins Handelsregister (§ 41 AktG).

Die Stiftung wird durch Stiftungsgeschäft (Rechtsgeschäft unter Lebenden oder von Todes wegen) errichtet. Nach § 81 BGB bedarf die rechtsfähige Stiftung der Anerkennung durch die zuständige Landesbehörde. Die Mindestausstattung variiert je Bundesland zwischen 50.000 und 100.000 Euro, teilweise auch höher. Die Stiftung entsteht mit der behördlichen Anerkennung, die Eintragung im Stiftungsverzeichnis erfolgt nachgelagert.

Kriterium AG Stiftung
Rechtsform-Grundlage § 1 ff. AktG §§ 80 ff. BGB, Landesstiftungsgesetze
Gründungsakt Notarielle Satzung, § 23 AktG Stiftungsgeschäft, § 81 BGB
Mindestkapital 50.000 € (§ 7 AktG) 50.000–100.000 € (je Bundesland)
Anerkennung/Registrierung Handelsregister (§ 41 AktG) Behördliche Anerkennung + Stiftungsverzeichnis
Zeitaufwand Wochen (HR-Eintragung) Monate (Prüfung durch Stiftungsbehörde)

„In der Praxis zeigt sich: Die AG-Gründung ist kalkulierbar und folgt klaren gesetzlichen Vorgaben. Bei Stiftungen variieren die Anforderungen erheblich – nicht nur beim Mindestvermögen, sondern auch bei der Prüfungstiefe der Stiftungsbehörde. Wir empfehlen frühzeitige Abstimmung mit der zuständigen Landesbehörde, um Verzögerungen zu vermeiden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wichtig: Kapitalaufbringung

Bei der AG muss das Grundkapital tatsächlich aufgebracht werden (§ 36a AktG). Bei der Stiftung ist das Stiftungsvermögen dauerhaft gebunden – eine spätere Rückführung an den Stifter ist grundsätzlich ausgeschlossen. Prüfen Sie vor Errichtung, ob das Vermögen langfristig entbehrlich ist.

Organstruktur und Governance: Wer entscheidet, wer haftet?

Die AG verfügt über eine dreigliedrige Organstruktur: Vorstand (§ 76 AktG) führt die Geschäfte eigenverantwortlich, Aufsichtsrat (§ 111 AktG) überwacht den Vorstand und bestellt/entlässt ihn, Hauptversammlung (§ 118 AktG) ist das Organ der Aktionäre und entscheidet über Satzungsänderungen, Gewinnverwendung und Bestellung des Aufsichtsrats. Diese Struktur ist zwingend und gewährleistet Checks and Balances.

Die Stiftung kennt als zwingendes Organ nur den Vorstand (§ 86 BGB). Die Stiftungssatzung kann weitere Organe vorsehen, etwa ein Kuratorium oder einen Stiftungsrat. Anders als bei der AG gibt es keine Eigentümerversammlung – die Organe sind ausschließlich dem Stiftungszweck verpflichtet. Die Stiftungsaufsicht (Landesbehörde) überwacht die Einhaltung des Stiftungszwecks und der Satzung.

AG: Vorstand

Geschäftsführung und Vertretung (§ 76, § 78 AktG). Haftung bei Pflichtverletzung nach § 93 AktG (Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters).

AG: Aufsichtsrat

Überwachung des Vorstands (§ 111 AktG), Bestellung und Abberufung (§ 84 AktG). Haftung bei Pflichtverletzung nach § 116 i.V.m. § 93 AktG.

AG: Hauptversammlung

Beschlussfassung über Satzung, Gewinnverwendung, Aufsichtsratswahl (§ 119 AktG). Aktionäre haften nicht für Verbindlichkeiten der AG.

Stiftungsorgane und Aufsicht

Der Stiftungsvorstand führt die Geschäfte und vertritt die Stiftung nach außen. Er haftet gegenüber der Stiftung bei Pflichtverletzung analog § 86 BGB i.V.m. § 27 Abs. 3 BGB (Vereinsvorstand). Zusätzlich unterliegt die Stiftung der staatlichen Stiftungsaufsicht, die eingreifen kann, wenn der Stiftungszweck gefährdet ist. Diese externe Kontrolle ersetzt bei der Stiftung das Eigentümerinteresse, das bei der AG die Hauptversammlung und der Aufsichtsrat wahrnehmen.

  • AG: Dreigliedrige Struktur (Vorstand, Aufsichtsrat, Hauptversammlung) ist zwingend
  • Stiftung: Nur Vorstand zwingend, weitere Organe optional
  • AG: Aufsichtsrat überwacht im Interesse der Aktionäre
  • Stiftung: Stiftungsaufsicht überwacht Einhaltung des Stiftungszwecks
  • AG: Haftung von Vorstand und Aufsichtsrat gegenüber Gesellschaft und Gläubigern
  • Stiftung: Vorstandshaftung gegenüber Stiftung, keine Eigentümer als Anspruchsberechtigte

Rechnungslegung und Offenlegungspflichten: Was muss publiziert werden?

Beide Rechtsformen unterliegen umfassenden Rechnungslegungspflichten. Die AG ist nach § 264 Abs. 1 HGB buchführungs- und bilanzierungspflichtig. Sie muss nach §§ 242, 264 ff. HGB einen Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) sowie ggf. einen Lagebericht aufstellen. Große und mittelgroße AGs sowie solche mit bestimmten Rechtsformen müssen den Jahresabschluss prüfen lassen (§ 316 HGB).

Stiftungen, die nach § 264a HGB als Kapitalgesellschaft gelten oder ein Handelsgewerbe betreiben, sind ebenfalls zur Buchführung und Bilanzierung nach HGB verpflichtet. Gemeinnützige Stiftungen unterliegen zusätzlich den Dokumentationspflichten der Abgabenordnung (§§ 63 ff. AO) und müssen Mittelherkunft und -verwendung transparent darstellen. Viele Landesstiftungsgesetze fordern zudem Jahresberichte an die Stiftungsaufsicht.

Pflicht AG Stiftung
Buchführung § 238 HGB (alle AGs) § 238 HGB (wenn Kaufmann), sonst ggf. vereinfacht
Jahresabschluss § 264 HGB (Bilanz, GuV, Anhang) § 264 HGB (wenn Formkaufmann), sonst nach Satzung/Landesrecht
Lagebericht § 289 HGB (ab mittelgroß) § 289 HGB (falls HGB-pflichtig und mittelgroß/groß)
Prüfungspflicht § 316 HGB (ab mittelgroß) § 316 HGB (falls HGB-pflichtig und mittelgroß/groß)
Offenlegung § 325 HGB im Unternehmensregister § 325 HGB (wenn HGB-pflichtig), sonst Bericht an Stiftungsaufsicht
Frist Offenlegung 12 Monate nach Bilanzstichtag 12 Monate (HGB) bzw. nach Landesstiftungsgesetz

Praxis-Tipp für Geschäftsführer

Die Offenlegung erfolgt seit dem Digitalisierungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz (DiRUG, 01.08.2022) ausschließlich beim Unternehmensregister – nicht mehr beim Bundesanzeiger. Für Bilanzstichtag 31.12.2025 endet die Offenlegungsfrist am 31.12.2026. Versäumnisse lösen Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB aus (bis 25.000 Euro).

„Viele Mandanten unterschätzen den Aufwand bei gemeinnützigen Stiftungen: Neben dem HGB-Jahresabschluss müssen Mittelverwendungsrechnungen erstellt, Spendenbescheinigungen dokumentiert und die Gemeinnützigkeit jährlich nachgewiesen werden. Wir erstellen für Stiftungsmandanten daher regelmäßig sowohl HGB-konforme Abschlüsse als auch gesonderte Nachweise für das Finanzamt und die Stiftungsaufsicht.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wer den Jahresabschluss einer AG oder einer buchführungspflichtigen Stiftung durch einen Steuerberater erstellen und prüfen lassen möchte, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen. Unsere Steuerberater übernehmen die gesamte Bilanzierung, Prüfung und Offenlegung – koordiniert durch Servet Gündogan und das Team in Stuttgart.

Steuerliche Behandlung: Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Gemeinnützigkeit

Die AG unterliegt als Kapitalgesellschaft der Körperschaftsteuer (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG) in Höhe von 15 % auf den zu versteuernden Gewinn. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die KSt) und in der Regel die Gewerbesteuer (§ 2 GewStG), deren Hebesatz von der Gemeinde festgelegt wird. Ausgeschüttete Gewinne (Dividenden) unterliegen beim Anteilseigner der Abgeltungsteuer (25 % zzgl. Soli und ggf. Kirchensteuer) oder dem Teileinkünfteverfahren (bei Beteiligung ≥ 1 %).

Stiftungen werden steuerlich unterschieden: Privatnützige Stiftungen unterliegen wie die AG der Körperschaftsteuer (§ 1 Abs. 1 Nr. 4 KStG) und – sofern sie einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten – der Gewerbesteuer. Gemeinnützige Stiftungen sind nach §§ 51 ff. AO von der Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer befreit, sofern sie ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen. Wirtschaftliche Geschäftsbetriebe (z. B. Vermietung) sind aber steuerpflichtig.

AG (gewinnorientiert)

  • Körperschaftsteuer: 15 % (§ 23 KStG)
  • Solidaritätszuschlag: 5,5 % auf KSt
  • Gewerbesteuer: je nach Hebesatz (Durchschnitt ca. 14–17 %)
  • Ausschüttungen: Abgeltungsteuer 25 % (zzgl. Soli/KiSt) beim Anteilseigner
  • Gesamtsteuerbelastung: ca. 30–33 % auf Unternehmensebene

Gemeinnützige Stiftung

  • Körperschaftsteuer: 0 % (Befreiung nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG)
  • Gewerbesteuer: 0 % (Befreiung nach § 3 Nr. 6 GewStG)
  • Voraussetzung: ausschließlich gemeinnützige Zwecke
  • Wirtschaftliche Geschäftsbetriebe: steuerpflichtig
  • Jährlicher Nachweis der Gemeinnützigkeit erforderlich

Besonderheiten bei Vermögenszuwendungen

Zuwendungen an gemeinnützige Stiftungen sind nach § 10b EStG als Sonderausgaben abzugsfähig (bis 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte). Bei Erstausstattung einer Stiftung kann der Stifter zudem den Sonderausgabenabzug auf das Gründungsjahr und die neun folgenden Jahre verteilen (§ 10b Abs. 1a EStG). Zuwendungen an privatnützige Stiftungen sind hingegen nicht steuerlich abzugsfähig. Bei der AG entstehen Einlagen keine Steuervergünstigungen.

Risiko: Verlust der Gemeinnützigkeit

Die steuerliche Gemeinnützigkeit muss jährlich durch ordnungsgemäße Mittelverwendung, Jahresabschluss und Tätigkeitsbericht nachgewiesen werden. Verstöße – etwa unzulässige Gewinnausschüttungen oder Zweckverfehlungen – führen zur Aberkennung und nachträglichen Besteuerung. Das Finanzamt prüft die Gemeinnützigkeit regelmäßig.

Haftung und Insolvenz: Wer haftet wofür?

Sowohl AG als auch Stiftung sind juristische Personen mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie haften grundsätzlich nur mit ihrem eigenen Vermögen (§ 1 Abs. 1 S. 2 AktG bzw. § 86 S. 1 BGB analog). Die Aktionäre der AG haften nicht persönlich für Verbindlichkeiten der Gesellschaft; ihre Haftung ist auf die Einlage beschränkt (§ 1 Abs. 1 S. 2 AktG). Auch der Stifter haftet nach Anerkennung der Stiftung nicht für deren Verbindlichkeiten.

Ausnahmen gelten bei Organhaftung: Der Vorstand der AG haftet der Gesellschaft bei Pflichtverletzung (§ 93 AktG), auch Aufsichtsratsmitglieder können haften (§ 116 AktG). Bei der Stiftung haftet der Vorstand analog § 27 Abs. 3 BGB i.V.m. § 86 BGB. In beiden Fällen können Organmitglieder persönlich in Anspruch genommen werden, etwa bei Insolvenzverschleppung (§ 15a InsO, § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 15a InsO).

Insolvenzfähigkeit und -pflicht

Beide Rechtsformen sind insolvenzfähig (§ 11 Abs. 1 InsO). Die AG ist zur Insolvenzantragstellung verpflichtet, wenn Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO) oder Überschuldung (§ 19 InsO) eintritt; die Antragspflicht trifft den Vorstand (§ 92 Abs. 2 AktG). Die Frist beträgt drei Wochen ab Eintritt des Insolvenzgrundes. Bei Stiftungen trifft die Antragspflicht den Vorstand analog § 42 Abs. 2 BGB; auch hier drohen persönliche Haftung und strafrechtliche Konsequenzen bei Insolvenzverschleppung (§ 15a InsO).

Aspekt AG Stiftung
Haftung der Rechtsform Nur mit Gesellschaftsvermögen (§ 1 AktG) Nur mit Stiftungsvermögen
Haftung Anteilseigner/Stifter Keine persönliche Haftung (beschränkt auf Einlage) Keine Haftung nach Anerkennung
Organhaftung Vorstand/Aufsichtsrat (§§ 93, 116 AktG) Vorstand (§ 86 BGB analog § 27 Abs. 3 BGB)
Insolvenzfähigkeit Ja (§ 11 InsO) Ja (§ 11 InsO)
Antragspflicht Vorstand, 3 Wochen (§ 92 Abs. 2 AktG) Vorstand, 3 Wochen (§ 42 Abs. 2 BGB analog)
Insolvenzverschleppung Strafbar (§ 15a InsO), persönliche Haftung Strafbar (§ 15a InsO), persönliche Haftung

„In der Praxis sehen wir oft, dass Geschäftsführer und Vorstände die Insolvenzantragspflicht unterschätzen. Bei einer AG ist die Überschuldungsprüfung nach § 19 InsO komplex und erfordert eine Fortbestehensprognose. Wir empfehlen, bei drohender Krise frühzeitig einen Steuerberater oder Sanierungsberater hinzuzuziehen, um rechtzeitig handeln zu können.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

  • AG und Stiftung haften nur mit eigenem Vermögen – keine persönliche Haftung der Aktionäre/Stifter
  • Vorstand haftet bei Pflichtverletzung persönlich (§ 93 AktG bzw. § 86 BGB analog)
  • Insolvenzantragspflicht: 3 Wochen nach Eintritt von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung
  • Insolvenzverschleppung: strafrechtliche und zivilrechtliche Konsequenzen für den Vorstand
  • Regelmäßige Liquiditäts- und Überschuldungsprüfung ist Pflicht

Wann eignet sich eine AG, wann eine Stiftung?

Die Wahl zwischen AG und Stiftung hängt vom verfolgten Ziel ab. Eine AG eignet sich, wenn Sie unternehmerisch tätig sein, Gewinne erwirtschaften und an Anteilseigner ausschütten wollen. Sie bietet flexible Kapitalbeschaffung durch Aktienausgabe, klare Governance-Strukturen und die Möglichkeit, Gesellschafter zu wechseln oder die Gesellschaft zu veräußern. Die AG ist die klassische Rechtsform für mittelständische und große Unternehmen, die Kapitalmarktzugang suchen oder eine repräsentative Rechtsform wünschen.

Eine Stiftung ist dann die richtige Wahl, wenn Sie Vermögen dauerhaft einem bestimmten Zweck widmen möchten – sei es gemeinnützig (Förderung von Bildung, Wissenschaft, sozialen Projekten) oder privatnützig (z. B. Familienstiftung zur Versorgung von Angehörigen). Die Stiftung sichert die Zweckbindung über Generationen hinweg, entzieht das Vermögen aber der Verfügungsgewalt des Stifters. Sie bietet bei Gemeinnützigkeit erhebliche Steuervorteile und erlaubt langfristige, nachhaltige Projektförderung.

AG eignet sich für:

  • Unternehmerische Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht
  • Kapitalbeschaffung am Kapitalmarkt (Börsengang möglich)
  • Flexible Eigentümerstruktur (Aktienhandel)
  • Langfristige Unternehmensführung mit professioneller Governance
  • Gewinnausschüttung an Anteilseigner
  • Veräußerbarkeit der Gesellschaft oder Anteile
  • Repräsentative Rechtsform (z. B. Familienunternehmen)

Stiftung eignet sich für:

  • Dauerhafte Vermögensbindung an einen festen Zweck
  • Gemeinnützige Projekte (Bildung, Wissenschaft, Soziales)
  • Familienversorgung (privatnützige Familienstiftung)
  • Nachfolgeplanung: Vermögen soll nicht vererbt, sondern zweckgebunden bleiben
  • Steuervorteile bei Gemeinnützigkeit (KSt-/GewSt-Befreiung)
  • Förderung über Generationen hinweg
  • Unabhängigkeit von Gesellschafterbeschlüssen

Kombinationen und Mischformen

In der Praxis sind auch Kombinationen möglich und verbreitet: Eine Stiftung kann Anteile an einer AG halten und so unternehmerisch tätig sein, während das operative Geschäft in der AG geführt wird. Beispiele sind Unternehmens-Stiftungen (z. B. Carl-Zeiss-Stiftung, Robert Bosch Stiftung), die als Alleingesellschafterinnen oder Mehrheitsgesellschafterinnen einer AG fungieren. So bleibt die unternehmerische Flexibilität der AG erhalten, während die Stiftung die langfristige Zweckbindung und Nachfolge sichert.

~25.000

Rechtsfähige Stiftungen in Deutschland (2025)

~11.000

Aktiengesellschaften in Deutschland (2025)

~95 %

Nicht börsennotierte AGs (Familienunternehmen, KMU)

Entscheidungshilfe

Wenn Ihr Ziel die langfristige Vermögensanlage und Zweckerfüllung ist, die über Ihre Lebenszeit hinausgeht, ist die Stiftung oft die bessere Wahl. Wollen Sie hingegen unternehmerisch agieren, Gewinne flexibel verwenden und eventuell später verkaufen oder vererben, sprechen die Argumente für die AG.

Nachfolge und Vermögensübertragung: Erbschaft, Schenkung und Dauerhaftigkeit

Bei der AG erfolgt die Nachfolge durch Übertragung von Aktien – entweder durch Erbschaft, Schenkung oder Verkauf. Die Aktien sind frei übertragbar (§ 68 AktG), sofern die Satzung nichts anderes bestimmt (Vinkulierung). Die AG selbst bleibt unverändert bestehen; nur die Eigentümerstruktur ändert sich. Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer fallen nach dem Bewertungsgesetz (BewG) und ErbStG an, wobei bei Betriebsvermögen unter bestimmten Voraussetzungen Verschonungsregelungen greifen (§§ 13a, 13b ErbStG).

Die Stiftung kennt keine Erbfolge im klassischen Sinne. Das Stiftungsvermögen ist dauerhaft gebunden und kann grundsätzlich nicht vererbt oder verschenkt werden. Die Nachfolge bezieht sich hier auf die Organbesetzung (Vorstand, Kuratorium), die in der Satzung geregelt ist. Die Stiftung besteht prinzipiell unbegrenzt (§ 87 BGB sieht zwar Aufhebung vor, diese ist aber an strenge Voraussetzungen gebunden). Gerade bei Familienstiftungen ist die Vermögensbindung gewollt: Das Vermögen bleibt in der Stiftung und dient dem Stiftungszweck (z. B. Versorgung der Familie), wird aber nicht Teil der Erbmasse.

Aspekt AG Stiftung
Nachfolge Aktienübertragung (Erbschaft, Schenkung, Verkauf) Organwechsel (Vorstand, Kuratorium), kein Eigentümerwechsel
Vermögensübertragung Aktien können frei übertragen werden (§ 68 AktG) Vermögen bleibt dauerhaft gebunden, keine Übertragung
Erbschaftsteuer Ja, nach ErbStG (ggf. Verschonung §§ 13a, 13b) Nein (Vermögen gehört nicht zur Erbmasse)
Schenkungsteuer Ja, nach ErbStG Zuwendung an Stiftung: Sonderausgabenabzug (§ 10b EStG), keine SchenkSt beim Empfänger
Erbersatzsteuer Nein Ja (alle 30 Jahre bei Familienstiftungen, § 1 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG)
Dauerhaftigkeit Unbegrenzt, aber veräußerbar/auflösbar Prinzipiell unbegrenzt, Aufhebung nur unter strengen Voraussetzungen

Erbersatzsteuer bei Familienstiftungen

Bei privatnützigen Familienstiftungen fällt alle 30 Jahre eine Erbersatzsteuer (§ 1 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG) an. Der Gesetzgeber fingiert alle 30 Jahre einen Generationenwechsel und besteuert das Stiftungsvermögen, als würde es auf zwei Kinder der Steuerklasse I übergehen. Die Steuerlast kann erheblich sein und muss aus dem Stiftungsvermögen oder dessen Erträgen beglichen werden. Dies ist bei der Planung einer Familienstiftung unbedingt zu berücksichtigen.

Achtung: Erbersatzsteuer

Familienstiftungen unterliegen alle 30 Jahre der Erbersatzsteuer (§ 1 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG). Die Steuerlast kann je nach Vermögenswert erheblich sein. Prüfen Sie im Vorfeld, ob die Stiftung diese Belastung aus Erträgen tragen kann, oder ob Alternativstrukturen (z. B. GmbH & Co. KG mit Familienpoolvertrag) steuerlich günstiger sind.

„In der Nachfolgeberatung beobachten wir, dass die Stiftung zwar Vermögen langfristig bindet, aber nicht immer die steueroptimale Lösung ist. Bei Familienstiftungen schlägt die Erbersatzsteuer alle 30 Jahre zu. Hier muss man rechnen: Sind die laufenden Steuervorteile (bei gemeinnützigen Stiftungen) und die Vermögensschutzfunktion höher als die periodische Belastung? Oft ist eine individuelle Strukturierung – z. B. Kombination aus Holding-AG und Stiftung – die bessere Lösung.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

  • AG: Nachfolge durch Aktienübertragung, flexibel und planbar
  • Stiftung: Vermögen bleibt gebunden, Nachfolge nur in Organen
  • Erbschaftsteuer: AG-Anteile unterliegen ErbStG, Stiftungsvermögen nicht (aber Erbersatzsteuer bei Familienstiftung)
  • Verschonungsregelungen: bei AG-Betriebsvermögen unter Voraussetzungen möglich (§§ 13a, 13b ErbStG)
  • Erbersatzsteuer: alle 30 Jahre bei privatnützigen Familienstiftungen (§ 1 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG)
  • Planung: Langfristige Kostenbetrachtung und steuerliche Gesamtbelastung vergleichen

Fazit: AG oder Stiftung – Entscheidungskriterien im Überblick

Die Entscheidung zwischen AG und Stiftung ist eine strategische Weichenstellung, die vom Ziel, von steuerlichen Überlegungen und von der gewünschten Flexibilität abhängt. Die AG ist die richtige Wahl, wenn Sie unternehmerisch tätig sein, Gewinne erwirtschaften und flexibel über Vermögen und Nachfolge disponieren möchten. Sie bietet klare Governance, Zugang zu Kapital und die Möglichkeit, Anteile zu übertragen oder die Gesellschaft zu veräußern.

Die Stiftung hingegen dient der dauerhaften Zweckbindung von Vermögen. Sie ist ideal, wenn Sie Vermögen langfristig – über Generationen hinweg – einem bestimmten Ziel widmen möchten, sei es gemeinnützig oder zur Familienversorgung. Sie bietet bei Gemeinnützigkeit erhebliche Steuervorteile, entzieht das Vermögen aber der Verfügungsgewalt und vererbt es nicht. Beide Rechtsformen unterliegen umfassenden Rechnungslegungs- und Offenlegungspflichten nach HGB, die sorgfältig erfüllt werden müssen.

Kriterium AG Stiftung
Ziel Gewinnerzielung und Unternehmensführung Dauerhafte Zweckerfüllung
Eigentümer Aktionäre (wechselbar) Keine (Vermögen verselbstständigt)
Gewinnverwendung Ausschüttung oder Rücklage Ausschließlich Zweckerfüllung
Steuerbelastung KSt + GewSt (ca. 30 %) Gemeinnützig: befreit; privatnützig: KSt + GewSt
Nachfolge Aktienübertragung (Erbschaft, Verkauf) Organwechsel, Vermögen bleibt gebunden
Flexibilität Hoch (Veräußerung, Umstrukturierung) Niedrig (dauerhafte Bindung)
Rechnungslegung §§ 264 ff. HGB, Offenlegung § 325 HGB §§ 264 ff. HGB (wenn HGB-pflichtig) + Stiftungsaufsicht
Für wen geeignet? Unternehmer, Kapitalanleger, Familienunternehmen Stifter mit langfristigem Zweck, gemeinnützige Projekte, Familienvermögen

Kombinationen und hybride Strukturen

In der Praxis bewähren sich oft hybride Strukturen: Eine gemeinnützige Stiftung hält die Mehrheit an einer AG und sichert so die langfristige Unternehmensstrategie und Zweckbindung, während die AG operativ flexibel bleibt. Solche Modelle vereinen die Vorteile beider Rechtsformen: steuerliche Begünstigung, dauerhafte Zweckbindung, professionelle Governance und unternehmerische Flexibilität. Die Strukturierung sollte individuell erfolgen – idealerweise unter Einbeziehung von Steuerberatern, Rechtsanwälten und ggf. der Stiftungsaufsicht.

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Sie planen die Gründung einer AG oder Stiftung und benötigen Unterstützung bei Jahresabschluss, Rechnungslegung und Offenlegung? OnlineBilanz bietet Ihnen digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen. Unser Steuerberater-Team erstellt HGB-konforme Jahresabschlüsse, prüft sie fachlich und übernimmt die Offenlegung im Unternehmensregister – koordiniert durch Servet Gündogan in Stuttgart.

  • AG: Für unternehmerische Tätigkeit, Gewinnausschüttung und flexible Nachfolge
  • Stiftung: Für dauerhafte Zweckbindung, gemeinnützige Projekte und Familienvermögen
  • Beide Rechtsformen: Umfassende Rechnungslegungs- und Offenlegungspflichten (HGB)
  • Steuerliche Unterschiede: AG voll steuerpflichtig, gemeinnützige Stiftung befreit
  • Nachfolge: AG flexibel (Aktienübertragung), Stiftung dauerhaft gebunden
  • Hybride Strukturen: Kombination aus AG und Stiftung kann Vorteile vereinen
  • Individuelle Beratung: Steuerberater, Rechtsanwalt und Stiftungsaufsicht frühzeitig einbinden

Häufig gestellte Fragen

Kann eine Stiftung Gesellschafter einer AG sein?

Ja, eine Stiftung kann Aktien einer AG halten und damit als Aktionär auftreten. Dies ist ein gängiges Gestaltungsmodell, bei dem die Stiftung als Gesellschafter die unternehmerische Tätigkeit in der AG bündelt, während sie selbst den Stiftungszweck mit den Erträgen aus der Beteiligung verfolgt. Beispiele sind Familienstiftungen mit AG-Beteiligungen oder gemeinnützige Stiftungen, die operativ tätige Tochtergesellschaften halten.

Kann eine AG in eine Stiftung umgewandelt werden?

Eine direkte Umwandlung nach dem Umwandlungsgesetz (UmwG) ist nicht vorgesehen, da die Stiftung keine Kapitalgesellschaft im Sinne des UmwG ist. Möglich ist jedoch eine wirtschaftliche Überführung: Die Aktionäre können ihre Anteile auf eine neu gegründete Stiftung übertragen (Stiftungsgeschäft), sodass die AG als Vermögen der Stiftung fortbesteht. Alternativ kann das AG-Vermögen liquidiert und in eine Stiftung eingebracht werden.

Gibt es Mindestkapitalanforderungen für gemeinnützige Stiftungen?

Das Bundesrecht kennt keine feste Mindestkapitalgrenze für Stiftungen. Die Landesstiftungsgesetze verlangen jedoch, dass das Stiftungsvermögen dauerhaft und nachhaltig den Stiftungszweck erfüllen kann. In der Praxis fordern Stiftungsbehörden oft mindestens 50.000 bis 100.000 Euro Grundstockvermögen, um die Erträge langfristig sicherzustellen. Bei gemeinnützigen Stiftungen prüft auch das Finanzamt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.

Unterliegt eine Familienstiftung der Erbersatzsteuer?

Ja, nicht gemeinnützige Stiftungen (z. B. Familienstiftungen) unterliegen nach § 1 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG der Erbersatzsteuer. Diese fällt alle 30 Jahre an und simuliert einen fiktiven Erbfall mit zwei Kindern in Steuerklasse I. Die Erbersatzsteuer soll verhindern, dass durch die Stiftungsgründung die Erbschaftsteuer auf Dauer umgangen wird. Gemeinnützige Stiftungen sind hingegen von der Erbersatzsteuer befreit.

Kann der Stiftungszweck nachträglich geändert werden?

Grundsätzlich ist der Stiftungszweck nach § 81 BGB dauerhaft und bindend. Eine nachträgliche Änderung ist nur unter engen Voraussetzungen möglich: bei wesentlicher Änderung der Verhältnisse, wenn die Erfüllung des ursprünglichen Zwecks unmöglich oder stark erschwert ist, oder wenn die Satzung eine Änderungsklausel vorsieht. Jede Änderung bedarf der Genehmigung durch die zuständige Stiftungsaufsicht. Bei gemeinnützigen Stiftungen muss auch das Finanzamt zustimmen.

Sind börsennotierte Stiftungen möglich?

Stiftungen selbst können nicht an der Börse notiert werden, da sie keine Anteile ausgeben und keine Gesellschafter haben. Möglich ist aber, dass eine Stiftung Aktien einer börsennotierten AG hält (z. B. Carl-Zeiss-Stiftung, Bertelsmann Stiftung). Umgekehrt kann eine AG, deren Anteile mehrheitlich oder vollständig von einer Stiftung gehalten werden, börsennotiert sein – die Stiftung agiert dann als Großaktionär.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Aktiengesetz (AktG), §§ 80 ff. BGB – Stiftungsrecht, Handelsgesetzbuch (HGB), Abgabenordnung (AO) – Gemeinnützigkeit. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
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Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

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Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

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Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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