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Umsatzsteuer-Rechner · Rechtsstand 2026

Umsatzsteuer herausrechnen oder aufschlagen.

19 %, 7 %, Nullsteuersatz oder Reverse Charge — inklusive Vorsteuer.

Brutto zu netto ist eine Division, nicht ein Abzug: 19 % vom Bruttobetrag abzuziehen ergibt einen Fehler von 3,6 % auf jede Position. Rechnen Sie hier exakt — und lesen Sie darunter, welcher Satz gilt, was auf die Rechnung muss und wann Sie melden.

Buchhaltung, Voranmeldung und Erklärung zum FestpreisAuch rückwirkend korrigiert (§ 153 AO)
Verantwortung
Drei BerufsträgerWirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwältin
Bewertung
4,74 / 5,023 BewertungenTrusted Shops
Zertifiziert & angebunden
Software Made in Germany — Bundesverband IT-Mittelstand (BitMi) einfach ELSTER DATEV-Export kompatibel
Kurz erklärt

Wie die Umsatzsteuer funktioniert.

Die Umsatzsteuer belastet den Endverbraucher, eingesammelt wird sie von den Unternehmen. Sie berechnen Ihren Kunden Steuer, ziehen die Steuer aus Ihren Eingangsrechnungen als Vorsteuer ab und führen die Differenz ab — die Zahllast nach § 16 UStG.

Bemessungsgrundlage ist immer das Netto. Aus einem Bruttobetrag wird der Nettowert deshalb durch Division mit 1,19 oder 1,07 ermittelt; ein Abzug von 19 % führt zu einem systematisch zu niedrigen Ergebnis.

19 %
RegelsatzAlles, was nicht ermäßigt oder befreit ist.
7 %
ErmäßigtNur die Umsätze der Anlage 2 zum UStG.
§ 15
VorsteuerAbzug nur mit ordnungsgemäßer Rechnung.
10.
FristVoranmeldung und Zahlung des Folgemonats.
Interaktiver Rechner

Der Umsatzsteuer-Rechner.

Betrag eingeben, Brutto oder Netto wählen, Steuersatz setzen — optional mit Ihrer Vorsteuer für die Zahllast des Zeitraums.

Betrag

Cent mit Komma; kaufmännisch auf zwei Stellen gerundet.

Der Betrag ist …

Kassenbons und Verbraucherrechnungen sind brutto, Angebote zwischen Unternehmern netto.

Steuersatz

7 % nur für die Umsätze der Anlage 2; 0 % für Photovoltaik und steuerfreie Umsätze.

Vorsteuer im Zeitraum

Abziehbare Steuer aus Eingangsrechnungen (§ 15 UStG).

Ihre Situation

Kleinunternehmer dürfen keine Steuer ausweisen — sonst schulden sie sie nach § 14c Abs. 2 UStG.

Enthaltene Umsatzsteuer
Nettobetrag
Bruttobetrag

Vereinfachtes Modell, keine Steuerberechnung im Einzelfall. Die Steuer wird nach § 12 UStG herausgerechnet oder aufgeschlagen, die Zahllast als Differenz von Umsatzsteuer und Vorsteuer dargestellt (§ 16 UStG). Nicht abgebildet sind innergemeinschaftliche Umsätze, OSS, Vorsteuerberichtigung und -aufteilung, Differenz- und Margenbesteuerung, Durchschnittssätze und Sondervorauszahlungen.

!
Warum 19 % vom Brutto falsch ist.

Bei 1.190 € brutto ergibt die Division durch 1,19 einen Nettowert von 1.000 € und 190 € Steuer. Ein Abzug von 19 % führt dagegen auf 963,90 € — eine Abweichung von 36,10 €, die sich über ein Jahr zu einer erheblichen Summe addiert und in der Prüfung auffällt.

Die Steuersätze

Welcher Satz gilt — und warum das oft strittig ist.

Der ermäßigte Satz ist die Ausnahme und abschließend in § 12 Abs. 2 UStG geregelt. Alles andere unterliegt 19 % — daran hängen die meisten Nachforderungen.

SatzGilt fürTypischer StreitfallNorm
19 %Alles, was nicht ermäßigt oder befreit istGetränke, Nahrungsergänzungsmittel, Blumen mit Zubehör§ 12 Abs. 1 UStG
7 %Lebensmittel, Bücher, E-Books, Nahverkehr, Beherbergung, KulturSpeisenlieferung gegen Restauration, Frühstück im Hotel§ 12 Abs. 2 UStG
7 % GastronomieSeit 1. Januar 2026 dauerhaft für Speisen; Getränke bleiben bei 19 %Aufteilung bei Menüs; Milchmischgetränke über 75 % Milch bleiben bei 7 %§ 12 Abs. 2 Nr. 15
0 %Photovoltaik bis 30 kWp auf Wohngebäuden, einschließlich SpeicherDer Vorsteuerabzug bleibt anders als bei Steuerfreiheit erhalten§ 12 Abs. 3 UStG
steuerfreiHeilbehandlung, Wohnraumvermietung, Finanzdienstleistungen, Bildung, AusfuhrMeist ohne Vorsteuerabzug — Ausnahme Ausfuhr und i. g. Lieferung§ 4 UStG
DurchschnittssätzeLand- und Forstwirtschaft bis 600.000 € UmsatzDer Satz wird jährlich angepasst§ 24 UStG
§
Steuerfrei ist nicht gleich 0 %.

Beim Nullsteuersatz berechnen Sie 0 % und ziehen Ihre Eingangs-Vorsteuer weiterhin voll. Bei einer Steuerbefreiung nach § 4 UStG ist der Abzug dagegen in der Regel ausgeschlossen und die Vorsteuer wird zum Kostenfaktor — Ausnahme sind Ausfuhr und innergemeinschaftliche Lieferung.

§ 19 UStG · seit 2025

Die Kleinunternehmerregelung — 25.000 und 100.000 €.

Aus der alten 22.000/50.000-Regel wurde eine echte Steuerbefreiung mit neuen Grenzen. Die Folge übersehen viele: Das Überschreiten wirkt sofort, nicht erst im Folgejahr.

Was gilt
Die neuen Grenzen
Vier Punkte bestimmen die Regelung seit dem 1. Januar 2025.
  • 25.000 €: tatsächlicher Vorjahresumsatz, nicht mehr hochgerechnet.
  • 100.000 €: darüber endet die Befreiung mit genau diesem Umsatz.
  • Echte Befreiung: die Umsätze sind steuerfrei, nicht nur „nicht erhoben".
  • Keine Meldungen: weder Voranmeldung noch Jahreserklärung.
Wo es teuer wird
Die Fallstricke
Vier Punkte, an denen die Befreiung mehr kostet als sie spart.
  • Kein Vorsteuerabzug: bei hohen Investitionen ist der Verzicht günstiger.
  • Fünf Jahre Bindung: der Verzicht nach § 19 Abs. 3 UStG gilt fünf Jahre.
  • § 14c Abs. 2: ausgewiesene Steuer wird geschuldet, obwohl unzulässig.
  • § 13b gilt trotzdem: als Leistungsempfänger schulden Sie die Steuer.
!
Die Kundenstruktur entscheidet, nicht der Umsatz.

Wer an Unternehmer liefert, verliert durch den Verzicht nichts — der Kunde zieht die Vorsteuer. Wer an Privatkunden liefert, verteuert sein Angebot um 19 %. Bei 40.000 € Investition liegt der Break-even bei rund 40.000 € Umsatz an Privatkunden. Diese Rechnung machen wir vor der Entscheidung, denn sie bindet fünf Jahre.

§ 14 UStG

Was auf die Rechnung muss.

Fehlt eine der zehn Pflichtangaben, ist der Vorsteuerabzug des Empfängers gefährdet — genau das wird in der Betriebsprüfung geprüft.

PflichtangabeWorauf es ankommt
01 · LeistenderVollständiger Name und Anschrift; ein Postfach genügt nicht
02 · EmpfängerName und Anschrift wie im Handelsregister eingetragen
03 · SteuernummerSteuernummer oder USt-IdNr.; bei EU-Umsätzen zwingend die USt-IdNr.
04 · AusstellungsdatumNicht zu verwechseln mit dem Leistungsdatum
05 · RechnungsnummerFortlaufend und einmalig; Lücken müssen erklärbar sein
06 · LeistungsbeschreibungMenge und handelsübliche Bezeichnung — „Beratung" reicht nicht
07 · LeistungszeitpunktAuch dann zu nennen, wenn er dem Rechnungsdatum entspricht
08 · EntgeltNach Steuersätzen aufgeschlüsselt, einschließlich vereinbarter Minderungen
09 · Steuersatz und BetragOder der Hinweis auf die Steuerbefreiung
10 · Besondere Hinweise§ 13b, Gutschrift oder Differenzbesteuerung ausdrücklich benennen
§
Kleinbetrag, E-Rechnung und Aufbewahrung.

Bis 250 € brutto genügen vier Angaben (§ 33 UStDV). Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes inländische Unternehmen E-Rechnungen nach EN 16931 empfangen können; für den Versand gelten Übergangsfristen, ab 2028 ist sie im B2B verpflichtend — ein einfaches PDF ist keine E-Rechnung. Rechnungen sind acht Jahre aufzubewahren, bei E-Rechnungen im strukturierten Originalformat.

§ 15 UStG

Wann Sie die Vorsteuer ziehen dürfen.

Der Vorsteuerabzug ist das Herzstück des Systems und die häufigste Streitfrage in der Prüfung. Vier Voraussetzungen entscheiden — eine fehlende Angabe kippt den Abzug.

Bezug für das Unternehmen

Bei gemischter Nutzung gilt die 10-%-Grenze: Unter 10 % unternehmerischer Nutzung ist kein Abzug möglich (§ 15 Abs. 1 S. 2 UStG).

Ordnungsgemäße Rechnung

Fehlt eine Pflichtangabe, ist der Abzug zu versagen. Eine Berichtigung wirkt auf den ursprünglichen Zeitpunkt zurück, wenn das Ursprungsdokument die Mindestangaben enthielt.

Keine Ausschlussumsätze

Steuerfreie Umsätze nach § 4 UStG schließen den Abzug anteilig aus; bei gemischter Verwendung ist aufzuteilen (§ 15 Abs. 2, 4 UStG).

Berichtigung über zehn Jahre

Ändert sich die Verwendung, ist der Abzug zu berichtigen — bei Grundstücken über zehn Jahre. Häufigster Auslöser ist der Wechsel zur steuerfreien Vermietung (§ 15a UStG).

!
Zuordnung bis zum 31. Juli dokumentieren.

Bei gemischt genutzten Grundstücken und Fahrzeugen entscheidet die Zuordnungsentscheidung über den Abzug. Sie muss bis zum 31. Juli des Folgejahres dokumentiert sein, sonst ist der Abzug endgültig verloren. Nicht abziehbar bleibt die Vorsteuer auf Aufwendungen des § 4 Abs. 5 EStG — Geschenke über 50 €, unangemessene Repräsentation.

§ 18 UStG

Wann Sie melden müssen.

Der Rhythmus richtet sich nach der Zahllast des Vorjahres. Wer hier falsch liegt, produziert Verspätungs- und Säumniszuschläge, ohne es zu merken.

Zahllast VorjahrZeitraumFälligBesonderheit
über 9.000 €monatlich10. des FolgemonatsMit Dauerfristverlängerung einen Monat später, gegen Sondervorauszahlung
2.000 bis 9.000 €vierteljährlich10.04. · 10.07. · 10.10. · 10.01.Dauerfristverlängerung ohne Sondervorauszahlung möglich
unter 2.000 €Befreiung möglichnur JahreserklärungDas Finanzamt kann von den Voranmeldungen befreien
Neugründungnach Prognose10. des FolgemonatsDie monatliche Pflicht war bis 2026 ausgesetzt, ab 2027 gilt sie wieder
Jahreserklärungjährlich31.07. des FolgejahresMit Steuerberater bis Ende Februar des übernächsten Jahres (§ 149 AO)
Zusammenfassende Meldungmonatlich oder quartalsweise25. des FolgemonatsVoraussetzung für die Steuerbefreiung bei EU-Umsätzen (§ 18a UStG)
!
Der 10. ist der teuerste Tag im Monat.

Die Voranmeldung ist bis zum 10. abzugeben und die Zahllast bis dahin zu zahlen. Verspätete Abgabe kostet Verspätungszuschlag (§ 152 AO), verspätete Zahlung 1 % Säumniszuschlag je angefangenem Monat — nachzurechnen im Säumniszuschlag-Rechner. Wer regelmäßig knapp dran ist, beantragt die Dauerfristverlängerung.

Über den Standardfall hinaus

Die Sonderfälle, an denen Buchhaltungen scheitern.

Sobald Auslandsbezug, Bauleistungen oder gebrauchte Waren im Spiel sind, gilt nicht mehr die einfache Formel. Diese sechs Regime kommen am häufigsten vor.

Reverse Charge

Die Steuerschuld geht auf den Leistungsempfänger über — bei Bauleistungen, ausländischen Unternehmern, Gebäudereinigung und Schrott. Der Leistende rechnet ohne Steuer ab (§ 13b UStG).

Istversteuerung

Auf Antrag entsteht die Steuer erst mit Zahlungseingang — möglich bis 800.000 € Vorjahresumsatz sowie bei Freiberuflern. Ein Liquiditätsvorteil, der oft ungenutzt bleibt (§ 20 UStG).

Innergemeinschaftliche Lieferung

Steuerfrei nur mit gültiger USt-IdNr., korrekter Zusammenfassender Meldung und Gelangensbestätigung. Fehlt eines davon, ist die Steuer aus dem Preis herauszurechnen (§ 6a UStG).

One-Stop-Shop

Bei Fernverkäufen an Privatkunden gilt ab 10.000 € EU-weit der Satz des Bestimmungslandes. Über das OSS-Verfahren beim BZSt melden Sie zentral (§ 18j UStG).

Differenzbesteuerung

Beim Wiederverkauf gebrauchter Waren ohne Vorsteuerabzug wird nur die Marge besteuert. Auf der Rechnung darf keine Umsatzsteuer stehen (§ 25a UStG).

Änderung der Bemessungsgrundlage

Bei Skonto, Rabatt, Rückgabe oder Forderungsausfall ist die Steuer im Zeitraum der Änderung zu berichtigen. Bei Uneinbringlichkeit holen Sie abgeführte Steuer zurück (§ 17 UStG).

§
Die Istversteuerung ist der am häufigsten übersehene Liquiditätsvorteil.

Bei der Sollversteuerung führen Sie die Steuer ab, sobald die Leistung erbracht ist — auch wenn der Kunde 60 Tage später zahlt. Ein formloser Antrag nach § 20 UStG verschiebt die Entstehung auf den Zahlungseingang. Bei 500.000 € Umsatz und 45 Tagen Zahlungsziel sind das dauerhaft rund 12.000 € mehr Liquidität.

Aufzeichnung & Prüfung

Aufzeichnen, kassieren, geprüft werden.

Die richtige Berechnung nützt nichts, wenn die Aufzeichnung nicht standhält. Das Umsatzsteuerrecht kennt eigene Pflichten — samt Nachschau ohne Ankündigung.

Aufzeichnungspflichten

Entgelte getrennt nach Steuersätzen, steuerfreie Umsätze, unentgeltliche Wertabgaben, Vorsteuerbeträge und § 13b-Fälle — nachprüfbar für einen sachverständigen Dritten (§ 22 UStG).

Kasse, TSE und Belegpflicht

Elektronische Kassen brauchen eine zertifizierte Sicherheitseinrichtung, dazu Belegausgabe- und Meldepflicht. Verstöße führen zur Hinzuschätzung (§ 146a AO).

Umsatzsteuer-Nachschau

Ein Amtsträger darf ohne Ankündigung Räume betreten und Unterlagen einsehen; bei Anlass wird nahtlos zur Außenprüfung übergegangen (§ 27b UStG).

USt-IdNr. bestätigen lassen

Vor jeder steuerfreien EU-Lieferung gehört die qualifizierte Bestätigungsabfrage beim BZSt dazu, dokumentiert und archiviert (§ 18e UStG).

!
Die Nachschau ist keine Betriebsprüfung — das macht sie gefährlich.

Sie kommt unangekündigt, braucht keine Prüfungsanordnung und richtet sich häufig an Neugründer mit hohen Vorsteuererstattungen oder an bargeldintensive Betriebe. Wer keine geordneten Aufzeichnungen vorlegt, riskiert eine Hinzuschätzung. Rufen Sie uns an, bevor Sie Unterlagen herausgeben — Sie dürfen Ihren Berater hinzuziehen.

Rückwirkend · ohne Vorwürfe

Auch wenn es schon falsch gebucht ist.

Falscher Steuersatz über zwei Jahre, ungezogene Vorsteuer, § 14c-Rechnungen im Umlauf, eine vergessene Meldung — reparierbar, solange die Festsetzungsfrist läuft.

Vorjahre aufarbeiten

Nicht gezogene Vorsteuer nachholen, falsche Steuersätze korrigieren, § 14c-Rechnungen bereinigen. Häufig ergibt sich dabei eine Erstattung.

Aufarbeitung
Berichtigen statt verschweigen

Die Anzeige nach § 153 AO ist Pflicht und schützt vor dem Vorwurf der Steuerhinterziehung. Die Abgrenzung zur Selbstanzeige übernehmen wir.

§ 153 AO
Wiederholung verhindern

Sauberer Kontenrahmen, richtig hinterlegte Steuerschlüssel, E-Rechnungs-Workflow und ein Fristenkalender, der vor dem 10. erinnert.

laufend
Wechsel zu OnlineBilanz?

Wir holen die Unterlagen von Ihrer bisherigen Kanzlei, arbeiten offene Zeiträume auf und übernehmen Buchhaltung, Voranmeldungen und Jahreserklärung zum Festpreis. Sie unterschreiben einmal die Vollmacht.

So läuft es ab

Von der Rechnung zur Meldung — in fünf Schritten.

Ihr Aufwand: Belege hochladen. Den Rest übernehmen wir.

Laufend
1

Belege digital

Sie laden Ein- und Ausgangsrechnungen hoch oder lassen sie automatisch aus Ihrem Rechnungstool einlesen.

UploadDATEV
Prüfung
2

Rechnungen kontrolliert

Wir prüfen jede Eingangsrechnung auf die Pflichtangaben, bevor der Vorsteuerabzug daran scheitert.

§ 14 UStG§ 15 UStG
Buchung
3

Richtiger Steuerschlüssel

19 %, 7 %, § 13b, innergemeinschaftlich oder steuerfrei — jede Buchung mit dem korrekten Schlüssel.

§ 12 UStG§ 13b UStG
Bis zum 10.
4

Voranmeldung raus

Elektronisch authentifiziert über ELSTER, fristgerecht, inklusive Zusammenfassender Meldung.

§ 18 UStGELSTER
Jährlich
5

Erklärung und Abschluss

Jahreserklärung, Abgleich mit der Buchhaltung und Jahresabschluss aus einer Hand, ohne Übergabeverluste.

Festpreis§ 149 AO
Häufige Fragen

Was zur Umsatzsteuer gefragt wird.

Wie rechne ich die Umsatzsteuer aus einem Bruttobetrag heraus?
Der Bruttobetrag wird bei 19 % durch 1,19 geteilt, bei 7 % durch 1,07 — das Ergebnis ist das Netto, die Differenz die Umsatzsteuer. Aus 1.190 € brutto werden so 1.000 € netto und 190 € Steuer. Ein Abzug von 19 % vom Brutto führt zu einem um 3,6 % zu niedrigen Ergebnis.
Wann gelten 7 % statt 19 %?
Nur für die in § 12 Abs. 2 UStG und der Anlage 2 abschließend genannten Umsätze: Lebensmittel, Bücher, E-Books, Personennahverkehr, Beherbergung, kulturelle Leistungen, Zahntechnik. Seit dem 1. Januar 2026 gilt der ermäßigte Satz dauerhaft für Speisen in der Gastronomie; Getränke bleiben bei 19 %.
Was ist die Zahllast?
Die Differenz zwischen der Umsatzsteuer aus Ihren Ausgangsrechnungen und der abziehbaren Vorsteuer aus Eingangsrechnungen (§ 16 UStG). Ist die Vorsteuer höher, entsteht ein Erstattungsanspruch — typisch in Investitions- und Gründungsphasen.
Welche Grenzen gelten seit 2025 für Kleinunternehmer?
25.000 € Vorjahresumsatz und 100.000 € im laufenden Jahr. Die Umsätze sind echt steuerfrei, Voranmeldungen und Jahreserklärung entfallen. Wird die 100.000-€-Grenze überschritten, endet die Befreiung sofort mit diesem Umsatz — er ist bereits steuerpflichtig.
Lohnt der Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung?
Das hängt an der Kundenstruktur. Bei überwiegend unternehmerischen Kunden kostet der Verzicht nichts und der Vorsteuerabzug bleibt erhalten. Bei Privatkunden verteuert er das Angebot um 19 %. Der Verzicht nach § 19 Abs. 3 UStG bindet fünf Kalenderjahre.
Was ist Reverse Charge?
Bei bestimmten Umsätzen schuldet nicht der Leistende, sondern der Leistungsempfänger die Steuer (§ 13b UStG) — bei Bauleistungen zwischen Bauunternehmern, Leistungen ausländischer Unternehmer, Gebäudereinigung und Schrott. Die Rechnung wird ohne Steuer ausgestellt, mit dem Hinweis auf die Steuerschuldnerschaft des Empfängers.
Wann darf ich die Vorsteuer nicht ziehen?
Wenn die Rechnung nicht ordnungsgemäß ist, die Leistung nicht für das Unternehmen bezogen wurde, Sie steuerfreie Ausschlussumsätze ausführen oder ein Abzugsverbot greift — etwa bei Geschenken über 50 €. Bei unter 10 % unternehmerischer Nutzung entfällt der Abzug vollständig.
Wie oft muss ich die Voranmeldung abgeben?
Nach der Zahllast des Vorjahres: über 9.000 € monatlich, zwischen 2.000 und 9.000 € vierteljährlich, darunter kann das Finanzamt befreien. Abgabe und Zahlung sind jeweils zum 10. fällig; die Dauerfristverlängerung verschafft einen Monat mehr.
Können Sie falsch gebuchte Zeiträume rückwirkend korrigieren?
Ja, solange die Festsetzungsfrist läuft. Wir arbeiten die Vorjahre auf, holen nicht gezogene Vorsteuer nach, korrigieren Steuersätze und § 14c-Rechnungen und berichtigen nach § 153 AO. Häufig ergibt sich dabei eine Erstattung statt einer Nachzahlung.
Ihre Berufsträger

Ihre Umsatzsteuer, persönlich verantwortet.

Kein anonymer Rechner: Jede Voranmeldung und jede Berichtigung trägt einen Namen.

Fabian Klement, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
WPStBM.A.
Fabian Klement
Wirtschaftsprüfer · Steuerberater

Verantwortet die Abstimmung der Umsatzsteuerkonten mit dem Jahresabschluss und die Verprobung vor der Betriebsprüfung.

fabian.klement@onlinebilanz.de
Jakob Röß, Steuerberater
StBDipl.-Kfm.
Jakob Röß
Steuerberater

Steuert Buchhaltung, Steuerschlüssel und Voranmeldungen, dazu Auslandsfälle, Istversteuerung und die Aufarbeitung offener Zeiträume.

jakob.roess@onlinebilanz.de
Dr. Jeannine Dinnebier, Rechtsanwältin
RADr. iur.
Dr. Jeannine Dinnebier
Rechtsanwältin · Steuerrecht

Übernimmt § 14c-Berichtigungen, Einspruchsverfahren und die Abgrenzung von Berichtigung zu Selbstanzeige.

jeannine.dinnebier@onlinebilanz.de
Rechtsgrundlagen & Quellen

Auf welchen Vorschriften die Umsatzsteuer steht.

Steuersätze, Vorsteuerabzug, Rechnungsanforderungen, Meldepflichten und umsatzsteuerliche Sonderfälle im amtlichen Volltext.

Rechtsstand: Juli 2026Fachlich geprüft am: 09.08.2026Nächste Prüfung: Februar 2027
Fabian Klement, M.A., Wirtschaftsprüfer · Steuerberater
Fachlich geprüft & freigegeben
Fabian Klement, M.A.
Wirtschaftsprüfer · Steuerberater
Berufsbezeichnung
Wirtschaftsprüfer · Steuerberater
verliehen in der Bundesrepublik Deutschland
Zuständige Kammer
Wirtschaftsprüferkammer, Berlin — Körperschaft des öffentlichen Rechts
Berufsregister
Im Berufsregister der WPK geführt
Berufsrecht
WPO · StBerG · DVStB · BOStB · StBVV

Alle Angaben nach bestem Wissen und geltendem Recht (Rechtsstand Juli 2026). Der Rechner ist ein vereinfachtes Modell zur Orientierung. Keine Steuerberatung im Einzelfall — Ihre konkrete Voranmeldung erstellen wir.

Umsatzsteuer abgeben lassen?Belege geprüft · richtig gebucht · fristgerecht über ELSTER
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