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Datum

Lesedauer

18–27 Minuten

OnlineBilanzBlogFührung Handelsbücher HGB

Führung der Handelsbücher HGB 2026: Pflichten & Praxis

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Führung der Handelsbücher nach HGB ist für jeden Kaufmann und jede Kapitalgesellschaft verpflichtend. Wer gegen die Buchführungspflicht verstößt, riskiert empfindliche Sanktionen – von Ordnungsgeldern bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen. Dieser Artikel erklärt die gesetzlichen Grundlagen, die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB), Aufbewahrungsfristen und gibt praktische Tipps für die digitale Buchführung nach GoBD.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Die Führung der Handelsbücher nach HGB ist in §§ 238 ff. HGB geregelt. Jeder Kaufmann muss seine Handelsgeschäfte und Vermögenslage nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) nachvollziehbar dokumentieren. Handelsbücher müssen 10 Jahre aufbewahrt werden. Verstöße können zu Ordnungsgeldern, Steuerschätzungen oder strafrechtlichen Konsequenzen führen.

Gesetzliche Grundlagen der Handelsbücher nach HGB

Die Führung der Handelsbücher ist für jeden Kaufmann gemäß § 238 HGB verpflichtend. Das Handelsgesetzbuch regelt im Ersten Buch, Sechster Abschnitt (§§ 238–263 HGB) die Pflichten zur Buchführung und zur Aufstellung von Jahresabschlüssen. Der Gesetzgeber verfolgt damit mehrere Ziele: die Dokumentation aller Geschäftsvorfälle, die Grundlage für die Besteuerung, die Information von Gesellschaftern und Gläubigern sowie die Offenlegung gegenüber der Öffentlichkeit bei bestimmten Rechtsformen. Besonders die Führung der Handelsbücher zur Bilanz erfordert die Einhaltung konkreter Fristen und formaler Anforderungen.

Nach § 238 Abs. 1 HGB ist jeder Kaufmann verpflichtet, Bücher zu führen und darin seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) ersichtlich zu machen. Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann.

Kaufmannseigenschaft als Voraussetzung

Die Buchführungspflicht knüpft an die Kaufmannseigenschaft an. Kapitalgesellschaften wie die GmbH sind nach § 6 HGB stets Formkaufleute – unabhängig von Art und Umfang ihrer Tätigkeit. Auch wenn die GmbH noch keine operative Tätigkeit aufgenommen hat, besteht die Buchführungspflicht ab Eintragung ins Handelsregister. Einzelkaufleute und Personengesellschaften unterliegen der Buchführungspflicht, wenn sie die Schwellenwerte des § 241a HGB überschreiten (Umsatzerlöse über 800.000 Euro oder Jahresüberschuss über 80.000 Euro an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen).

Praxis-Hinweis

Für GmbH-Geschäftsführer gilt: Die Buchführungspflicht beginnt mit Eintragung der GmbH ins Handelsregister – unabhängig vom Geschäftsbetrieb. Auch in der Gründungsphase müssen alle Geschäftsvorfälle ordnungsgemäß erfasst werden. Eine nachträgliche Rekonstruktion ist aufwändig und fehleranfällig.

Rechtsform Buchführungspflicht Rechtsgrundlage
GmbH, UG, AG Immer (Formkaufmann) § 6 Abs. 1 HGB
OHG, KG Immer (Formkaufmann) § 6 Abs. 1 HGB
Einzelkaufmann Bei Überschreitung § 241a-Grenzen § 1 HGB, § 241a HGB
GbR Nur bei Eintragung ins HR § 105 Abs. 2 HGB

Welche Bücher umfasst die Handelsbuchführung?

Der Begriff »Handelsbücher« im Sinne des § 238 HGB ist weit zu verstehen und umfasst alle Aufzeichnungen, die zur Erfüllung der Buchführungspflicht notwendig sind. Das HGB schreibt keine bestimmte Form oder Anzahl von Büchern vor, sondern stellt auf die vollständige und systematische Erfassung aller Geschäftsvorfälle ab. In der Praxis hat sich jedoch eine Struktur bewährt, die sich aus Grund- und Hauptbuch sowie verschiedenen Nebenbüchern zusammensetzt.

Grundbuch und Hauptbuch

Das Grundbuch (auch Journal genannt) erfasst alle Geschäftsvorfälle in zeitlicher Reihenfolge. Jede Buchung wird mit Datum, Betrag, Konten und Belegverweis dokumentiert. Das Hauptbuch (auch Sachkonten genannt) gliedert die Geschäftsvorfälle nach sachlichen Gesichtspunkten – hier werden die Buchungen auf die einzelnen Konten des Kontenrahmens (z.B. SKR 03 oder SKR 04) übertragen. Beide Bücher bilden zusammen die systematische Buchhaltung nach der doppelten Buchführung.

Nebenbücher und Hilfsaufzeichnungen

  • Kassenbuch: Erfasst alle Bargeldbewegungen einzeln und tagesaktuell (§ 146 Abs. 1 AO). Bei Bargeldintensiven Betrieben besonders prüfungsrelevant.
  • Anlageverzeichnis: Dokumentiert alle Anlagegüter mit Anschaffungskosten, Nutzungsdauer und Abschreibungen gemäß § 240 Abs. 1 HGB.
  • Wareneingangsbuch und Warenausgangsbuch: Erfassen Ein- und Verkäufe chronologisch, insbesondere bei Handelsbetrieben.
  • Debitorenbuchhaltung und Kreditorenbuchhaltung: Überwachen offene Forderungen und Verbindlichkeiten personenbezogen.
  • Lohn- und Gehaltsbuchhaltung: Dokumentiert Arbeitsverhältnisse, Vergütungen, Sozialversicherung und Lohnsteuer.
  • Inventarlisten: Grundlage für die Inventur nach § 240 HGB, dokumentieren Bestände zum Stichtag.

„In der Praxis zeigt sich immer wieder: Gerade Kassenbuch und Anlageverzeichnis sind bei Betriebsprüfungen Schwerpunkte der Finanzverwaltung. Wer hier von Anfang an sauber arbeitet, spart später viel Ärger und Nachweisaufwand.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Moderne Finanzbuchhaltungssoftware führt diese Bücher elektronisch und automatisiert. Entscheidend ist, dass die Struktur den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entspricht und jederzeit nachvollziehbar ist.

Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB)

Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) bilden das Fundament der Handelsbuchführung. Sie sind teilweise im HGB kodifiziert (z.B. § 238, § 239 HGB), zum großen Teil aber ungeschriebenes Recht, das sich aus der Handelspraxis, Rechtsprechung und Wissenschaft entwickelt hat. Die GoB dienen der Sicherstellung von Klarheit, Nachvollziehbarkeit und Wahrheit der Buchführung.

Wesentliche GoB im Überblick

Klarheit und Übersichtlichkeit

Die Buchführung muss so strukturiert sein, dass ein sachverständiger Dritter sich innerhalb angemessener Zeit einen Überblick verschaffen kann (§ 238 Abs. 1 Satz 2 HGB). Kontenbezeichnungen müssen eindeutig sein, Buchungen nachvollziehbar.

Vollständigkeit

Alle Geschäftsvorfälle sind lückenlos zu erfassen (§ 246 Abs. 1 HGB). Keine Buchung ohne Beleg – jeder Geschäftsvorfall muss durch einen Beleg nachgewiesen werden können.

Formale Anforderungen an Buchführungsunterlagen

§ 239 HGB konkretisiert die formalen Anforderungen: Die Eintragungen in Büchern und die sonst erforderlichen Aufzeichnungen müssen vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet vorgenommen werden. Eine Veränderung darf nicht vorgenommen werden, die nicht mehr erkennen lässt, ob sie ursprünglich oder erst später gemacht worden ist. Auch bei EDV-gestützter Buchführung gilt: Änderungen müssen protokolliert werden, der ursprüngliche Inhalt muss erkennbar bleiben.

Achtung bei elektronischer Buchführung

Bei elektronischer Buchführung sind die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form) zu beachten. Buchungen müssen unveränderbar protokolliert, Belege revisionssicher archiviert werden. Nachträgliche Änderungen ohne Dokumentation führen zur Verwerfung der gesamten Buchführung durch das Finanzamt.

Aufbewahrungsfristen für Handelsbücher und Belege

Die Aufbewahrung von Handelsbüchern und Geschäftsunterlagen ist in § 257 HGB und § 147 AO geregelt. Die Aufbewahrungsfristen dienen der steuerlichen Überprüfbarkeit und der Nachvollziehbarkeit von Geschäftsvorfällen über mehrere Jahre hinweg. Verstöße gegen die Aufbewahrungspflicht können zu Schätzungen des Finanzamts, Ordnungsgeldern und im Extremfall zu strafrechtlichen Konsequenzen führen.

Unterlagen Aufbewahrungsfrist Rechtsgrundlage
Handelsbücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse, Lageberichte, Konzernabschlüsse 10 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 1 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 1 AO
Buchungsbelege (Rechnungen, Kontoauszüge, Kassenberichte) 10 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 4 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 4 AO
Empfangene Handels- und Geschäftsbriefe 6 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 2 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 2 AO
Kopien abgesandter Handels- und Geschäftsbriefe 6 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 3 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 3 AO
Sonstige Unterlagen von steuerlicher Bedeutung 6 Jahre § 147 Abs. 1 Nr. 5 AO

Beginn und Berechnung der Aufbewahrungsfrist

Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung in das Buch gemacht, das Inventar aufgestellt, die Eröffnungsbilanz oder der Jahresabschluss festgestellt wurde oder der Handels- oder Geschäftsbrief empfangen oder abgesandt wurde (§ 257 Abs. 5 HGB). Für den Jahresabschluss 2025, der im Jahr 2026 festgestellt wird, beginnt die 10-jährige Aufbewahrungsfrist am 01.01.2027 und endet am 31.12.2036.

  • Jahresabschluss 2025 (festgestellt 2026): Aufbewahrung bis 31.12.2036
  • Ausgangsrechnungen aus 2025: Aufbewahrung bis 31.12.2035
  • E-Mails mit steuerlicher Relevanz aus 2025: Aufbewahrung bis 31.12.2031
  • Vertragsdokumente aus 2025 ohne laufende Rechtsfolgen: Aufbewahrung bis 31.12.2031

Form der Aufbewahrung: Papier oder elektronisch?

Nach § 257 Abs. 3 HGB können Unterlagen auch als Wiedergabe auf einem Bildträger oder auf anderen Datenträgern aufbewahrt werden, wenn dies den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entspricht. Die elektronische Archivierung ist daher zulässig und entspricht dem Stand der Technik – jedoch müssen die Daten während der gesamten Aufbewahrungsfrist verfügbar, lesbar, maschinell auswertbar und unveränderbar sein. Die GoBD konkretisieren diese Anforderungen: revisionssichere Archivierung, Schutz vor Verlust und Manipulation, technische Lesbarkeit über zehn Jahre.

„Die revisionssichere Archivierung ist kein Nice-to-have, sondern Pflicht. Wer Belege nur als PDF auf dem Desktop speichert, erfüllt die GoBD nicht. Professionelle Dokumentenmanagementsysteme oder Steuerberater-Software mit integrierter Archivierung sind heute Standard und schützen vor teuren Nachforderungen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wer ist für die ordnungsgemäße Buchführung verantwortlich?

Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Führung der Handelsbücher liegt bei der GmbH als juristische Person – faktisch aber beim Geschäftsführer. Nach § 43 Abs. 1 GmbHG haben die Geschäftsführer in den Angelegenheiten der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns anzuwenden. Dazu gehört zwingend die ordnungsgemäße Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses innerhalb der gesetzlichen Fristen.

Haftung des Geschäftsführers

Kommt der Geschäftsführer seinen Buchführungspflichten nicht oder nicht ordnungsgemäß nach, drohen mehrere Konsequenzen: Gesellschaftsrechtliche Haftung nach § 43 Abs. 2 GmbHG gegenüber der Gesellschaft bei schuldhafter Pflichtverletzung, persönliche Haftung für Steuerschulden nach § 69 AO bei nicht rechtzeitiger Abgabe von Steuererklärungen, Ordnungswidrigkeiten nach § 283b StGB (Verletzung der Buchführungspflicht) mit Geldbuße bis 25.000 Euro und Strafbarkeit bei Insolvenzstraftaten (§§ 283 ff. StGB), wenn durch fehlende Buchführung die Überschuldung nicht rechtzeitig erkannt wurde.

Insolvenzrechtliche Risiken

Besonders gefährlich: Ohne aktuelle Buchführung kann der Geschäftsführer eine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit nicht erkennen. Wird die Insolvenzantragspflicht nach § 15a InsO verletzt, haftet der Geschäftsführer persönlich für alle nach Eintritt der Insolvenzreife begründeten Verbindlichkeiten – und riskiert Strafverfolgung wegen Insolvenzverschleppung.

Delegation der Buchführung

Der Geschäftsführer darf die Durchführung der Buchführung an qualifizierte Mitarbeiter (Buchhalter, kaufmännischer Leiter) oder an externe Dienstleister (Steuerberater, Buchhaltungsbüros) delegieren. Die Gesamtverantwortung bleibt jedoch beim Geschäftsführer. Er muss sich regelmäßig über den Stand der Buchführung informieren, die Plausibilität der Zahlen prüfen und sicherstellen, dass gesetzliche Fristen eingehalten werden.

  • Interne Buchführung: Geschäftsführer muss qualifiziertes Personal einsetzen, angemessene Software bereitstellen und regelmäßige Kontrollen durchführen.
  • Externe Buchführung durch Steuerberater: Geschäftsführer muss Belege vollständig und zeitnah übermitteln, den Steuerberater mit allen relevanten Informationen versorgen und die erstellten Auswertungen kritisch würdigen.
  • Mischformen: Oft führt das Unternehmen die laufende Finanzbuchhaltung selbst, während der Steuerberater Monatsabschlüsse prüft und den Jahresabschluss erstellt.

Hinweis für Geschäftsführer

Wer die Buchführung an einen Steuerberater delegiert, sollte dessen digitale Prozesse nutzen. Plattformen wie OnlineBilanz.de bieten eine durchgängig digitale Zusammenarbeit: Belege hochladen, Buchführung überwachen, Jahresabschluss durch zugelassene Steuerberater erhalten – transparent, mit Festpreisen und ohne Vor-Ort-Termine.

43 GmbHG

Sorgfaltspflicht Geschäftsführer

69 AO

Persönliche Haftung für Steuerschulden

15a InsO

Insolvenzantragspflicht

Wie hängen Buchführung und Jahresabschluss zusammen?

Die Buchführung ist die Grundlage des Jahresabschlusses. Während die laufende Buchführung alle Geschäftsvorfälle des Jahres chronologisch und systematisch erfasst, bildet der Jahresabschluss das Ergebnis dieser Aufzeichnungen zum Abschlussstichtag ab. Der Jahresabschluss besteht bei Kapitalgesellschaften nach § 264 Abs. 1 HGB aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang; bei mittelgroßen und großen Gesellschaften kommt nach § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB der Lagebericht hinzu.

Von der Buchung zum Jahresabschluss: Die Ablaufschritte

  1. Laufende Buchführung: Alle Geschäftsvorfälle werden während des Geschäftsjahres erfasst – Rechnungen, Bankauszüge, Kassenbelege, Lohn, Anlagen.
  2. Vorbereitende Abschlussbuchungen: Zum Bilanzstichtag (z.B. 31.12.2025) werden Abgrenzungen vorgenommen (§ 250 HGB: aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten), Rückstellungen gebildet (§ 249 HGB), Forderungen und Verbindlichkeiten abgestimmt.
  3. Inventur und Bestandsaufnahme: Nach § 240 HGB muss zum Abschlussstichtag ein Inventar erstellt werden – Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind zu erfassen und zu bewerten.
  4. Bewertung: Die Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB bewertet: Anschaffungskosten, Abschreibungen, Teilwertabschreibungen, Rückstellungen.
  5. Aufstellung des Jahresabschlusses: Aus den bewerteten Beständen wird die Bilanz erstellt, aus den Aufwendungen und Erträgen die Gewinn- und Verlustrechnung. Der Anhang erläutert die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
  6. Feststellung des Jahresabschlusses: Bei der GmbH stellt die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss innerhalb von 8 Monaten (mittelgroße/große GmbH) bzw. 11 Monaten (kleine GmbH) nach Bilanzstichtag fest (§ 42a Abs. 2 GmbHG).
  7. Offenlegung: Offenlegungspflichtige Gesellschaften müssen den Jahresabschluss beim Unternehmensregister einreichen (§ 325 HGB) – Frist 12 Monate nach Bilanzstichtag.

„In der Praxis erleben wir häufig, dass Unternehmen die laufende Buchführung gut im Griff haben, aber bei den vorbereitenden Abschlussbuchungen und der Bewertung ins Stocken geraten. Gerade Rückstellungen, latente Steuern und komplexe Bewertungen erfordern steuerliche Expertise. Eine frühzeitige Einbindung des Steuerberaters – idealerweise schon bei den Quartalsabschlüssen – vermeidet Zeitdruck und Fehler zum Jahresende.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Abgrenzung: Buchführung vs. Jahresabschluss

Merkmal Buchführung Jahresabschluss
Zeitbezug Laufend während des Geschäftsjahres Stichtag (z.B. 31.12.2025)
Zweck Dokumentation aller Geschäftsvorfälle Rechenschaft, Gewinnermittlung, Information
Bestandteile Grundbuch, Hauptbuch, Nebenbücher Bilanz, GuV, Anhang, ggf. Lagebericht
Rechtsgrundlage § 238 HGB, GoB §§ 242 ff., 264 ff. HGB
Verantwortung Laufend: Geschäftsführer / Buchhalter Aufstellung: Geschäftsführer, Feststellung: Gesellschafter
Fristen Zeitnah, fortlaufend Feststellung: 8–11 Monate, Offenlegung: 12 Monate

Digitale Buchführung: Was Sie bei der EDV-gestützten Buchführung beachten müssen

Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen führt die Handelsbücher heute elektronisch. Moderne Finanzbuchhaltungssoftware, Cloud-Lösungen und digitale Belegerfassung haben die papierbasierte Buchführung weitgehend abgelöst. Doch die Digitalisierung bringt neue Anforderungen mit sich: Die Finanzverwaltung hat mit den GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) einen detaillierten Katalog von Anforderungen veröffentlicht, der für alle Unternehmen verbindlich ist.

Kernprinzipien der GoBD

Die GoBD konkretisieren die GoB für die elektronische Buchführung. Sie wurden zuletzt 2019 überarbeitet und gelten für alle Besteuerungszeiträume ab 01.01.2020. Die zentralen Anforderungen lassen sich in sechs Prinzipien zusammenfassen:

  • Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit: Jede Buchung muss vom Beleg bis zum Jahresabschluss lückenlos nachvollziehbar sein. Änderungen müssen protokolliert werden, der ursprüngliche Inhalt muss erkennbar bleiben.
  • Vollständigkeit: Alle steuerlich relevanten Daten müssen erfasst werden – keine Lücken, keine selektiven Löschungen.
  • Richtigkeit: Die gebuchten Daten müssen den tatsächlichen Geschäftsvorfällen entsprechen. Systematische Manipulationen führen zur Verwerfung der Buchführung.
  • Zeitgerechtheit: Buchungen sind zeitnah vorzunehmen. Kasseneinnahmen sind täglich zu erfassen, andere Geschäftsvorfälle zeitnah (in der Regel innerhalb von zehn Tagen).
  • Unveränderbarkeit: Ursprüngliche Aufzeichnungen und Belege dürfen nicht unkenntlich überschrieben oder gelöscht werden. Änderungen müssen als solche erkennbar sein (Versionierung, Änderungsprotokoll).
  • Ordnung: Die Daten müssen systematisch strukturiert und innerhalb angemessener Zeit auswertbar sein.

Revisionssichere Archivierung digitaler Belege

Besonders kritisch ist die Archivierung elektronischer Belege. Eingangsrechnungen, die per E-Mail oder als PDF-Download eingehen, müssen im Original-Datenformat aufbewahrt werden – ein Ausdruck reicht nicht. Die Belege müssen während der gesamten Aufbewahrungsfrist (10 Jahre) jederzeit lesbar, maschinell auswertbar und vor Verlust und Manipulation geschützt sein. Ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) mit GoBD-Zertifizierung ist heute Standard für professionelle Buchführung.

Anforderung

Revisionssichere Archivierung elektronischer Belege über 10 Jahre

Umsetzung

GoBD-zertifiziertes DMS oder Steuerberater-Software mit integrierter Belegarchivierung

Risiko bei Nichtbeachtung

Verwerfung der Buchführung, Zuschätzungen durch das Finanzamt, Ordnungsgelder

Kassensysteme und Kassennachschau

Für elektronische Kassensysteme gelten seit dem 01.01.2020 verschärfte Anforderungen: Pflicht zur technischen Sicherheitseinrichtung (TSE), die jede Buchung unveränderbar protokolliert, und die Verpflichtung zur Anbindung an ein Kassensystem mit zertifizierter Software. Die Finanzverwaltung kann ohne Vorankündigung eine Kassennachschau durchführen (§ 146b AO) – unangemeldete Kontrollen direkt im Betrieb. Wer hier nicht GoBD-konform arbeitet, riskiert Schätzungen mit erheblichen Steuernachzahlungen.

Kassennachschau ohne Ankündigung

Seit 2018 kann das Finanzamt ohne Vorankündigung eine Kassennachschau durchführen. Die Prüfer erscheinen während der Geschäftszeiten und verlangen sofortigen Zugriff auf Kassensystem, Belege und Aufzeichnungen. Wer nicht GoBD-konform arbeitet, dessen Kassenführung wird verworfen – mit drastischen steuerlichen Folgen.

Wer die Buchführung extern durch einen Steuerberater durchführen lässt, profitiert von dessen professioneller Software-Infrastruktur. Moderne Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz.de bieten digitale Belegerfassung, GoBD-konforme Archivierung und Schnittstellen zu Bank- und Kassensystemen – die technischen Anforderungen werden vom Steuerberater erfüllt, der Mandant muss lediglich Belege hochladen.

Sanktionen bei Verstößen gegen die Buchführungspflicht

Verstöße gegen die Buchführungspflicht können schwerwiegende Konsequenzen haben – von steuerlichen Nachteilen über Ordnungsgelder bis hin zu strafrechtlichen Sanktionen. Der Gesetzgeber hat ein mehrstufiges Sanktionssystem geschaffen, das von ordnungsrechtlichen Maßnahmen über Bußgelder bis zur Strafbarkeit reicht.

Steuerrechtliche Folgen

Wenn die Buchführung formell oder materiell so mangelhaft ist, dass sie nicht als Grundlage der Besteuerung dienen kann, verwirft das Finanzamt die Buchführung und schätzt die Besteuerungsgrundlagen nach § 162 AO. Die Schätzung erfolgt in der Regel nicht zu Gunsten des Steuerpflichtigen – das Finanzamt setzt Umsätze und Gewinne tendenziell höher an. Typische Mängel, die zur Verwerfung führen: fehlende oder lückenhafte Kassenführung, fehlende Belege, nachträgliche Änderungen ohne Protokoll, nicht GoBD-konforme EDV-Systeme, fehlende Inventur, Nichtbeachtung der zeitnahen Buchung.

Ordnungsgelder und Zwangsgelder

Kapitalgesellschaften, die ihrer Offenlegungspflicht nach § 325 HGB nicht nachkommen, müssen mit Ordnungsgeldverfahren rechnen. Das Bundesamt für Justiz (BfJ) setzt nach § 335 HGB Ordnungsgelder zwischen mindestens 500 Euro und höchstens 25.000 Euro fest. Die Höhe richtet sich nach Größe der Gesellschaft, Dauer der Versäumnis und Anzahl der Wiederholungen. Auch wenn der Jahresabschluss später nachgereicht wird, bleibt das Ordnungsgeld bestehen.

500 €

Mindestordnungsgeld nach § 335 HGB

25.000 €

Höchstordnungsgeld bei Offenlegungsverstößen

162 AO

Schätzung bei verworfener Buchführung

Ordnungswidrigkeiten und Straftaten

Die Verletzung der Buchführungspflicht kann als Ordnungswidrigkeit nach § 283b StGB (Verletzung der Buchführungspflicht) mit Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Strafbar macht sich, wer in der Krise eines Unternehmens die Bücher nicht ordnungsgemäß führt und dadurch die Übersicht über den Vermögensstand erschwert (§ 283 Abs. 1 Nr. 5 StGB – Bankrott). Noch gravierender: Wer durch fehlende Buchführung die Überschuldung nicht rechtzeitig erkennt und die Insolvenzantragspflicht verletzt, haftet persönlich für alle danach begründeten Verbindlichkeiten und riskiert eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren (§§ 15a InsO, 283 StGB).

Verstoß Rechtsfolge Rechtsgrundlage
Formelle oder materielle Mängel der Buchführung Verwerfung, Schätzung durch Finanzamt § 162 AO
Fehlende Offenlegung des Jahresabschlusses Ordnungsgeld 500–25.000 Euro § 335 HGB
Verletzung der Buchführungspflicht (allgemein) Ordnungswidrigkeit, Geldbuße bis 25.000 Euro § 283b StGB
Buchführungsmängel in der Unternehmenskrise Strafbarkeit wegen Bankrott § 283 StGB
Nichterfüllung der Insolvenzantragspflicht Persönliche Haftung, Freiheitsstrafe bis 3 Jahre §§ 15a InsO, 283 StGB

„Die häufigsten Fehler in der Praxis: Geschäftsführer unterschätzen die Konsequenzen fehlender oder mangelhafter Buchführung. Wer Belege verliert, Kassenbuchführung vernachlässigt oder Fristen verstreichen lässt, riskiert nicht nur Steuernachzahlungen, sondern auch persönliche Haftung. Eine professionelle, laufend aktuelle Buchführung ist Geschäftsführer-Pflicht – und im digitalen Zeitalter mit dem richtigen Partner kein Problem mehr.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Praxis-Tipp

Wer unsicher ist, ob die eigene Buchführung den gesetzlichen Anforderungen entspricht, sollte frühzeitig steuerlichen Rat einholen. Eine Betriebsprüfung ist kein geeigneter Zeitpunkt, um Mängel zu entdecken. Steuerberater prüfen die Buchführung im Rahmen von Jahresabschlüssen oder auf Wunsch auch isoliert – und zeigen Verbesserungspotenziale auf, bevor das Finanzamt kommt.

Praktische Tipps: So erfüllen Sie als Geschäftsführer die Buchführungspflicht sicher

Die Führung ordnungsgemäßer Handelsbücher ist eine Kernpflicht des GmbH-Geschäftsführers – und zugleich die Grundlage für unternehmerische Entscheidungen. Wer die Buchführung systematisch organisiert, profitiert nicht nur von Rechtssicherheit, sondern auch von aktuellen Kennzahlen, belastbaren Planungsgrundlagen und einem positiven Eindruck bei Banken, Investoren und Geschäftspartnern.

Organisatorische Grundlagen schaffen

  • Professionelle Software einsetzen: Moderne Finanzbuchhaltungssoftware mit GoBD-Zertifizierung, DATEV-Schnittstelle und digitaler Belegerfassung ist heute Standard. Cloud-Lösungen ermöglichen ortsunabhängiges Arbeiten und automatische Backups.
  • Klare Verantwortlichkeiten definieren: Wer erfasst Belege? Wer kontiert? Wer überwacht Fristen? Wer kommuniziert mit dem Steuerberater? Eindeutige Zuständigkeiten vermeiden Lücken.
  • Belegmanagement digitalisieren: Eingangsrechnungen per E-Mail direkt ins DMS übernehmen, Papierbelege scannen, zentral archivieren. Kein Beleg darf verloren gehen.
  • Bankkontenbewegungen zeitnah verarbeiten: Täglicher oder wöchentlicher Import der Kontoauszüge, Abgleich mit offenen Posten, Klärung ungeklärter Buchungen innerhalb weniger Tage.
  • Kassenbuch täglich führen: Bei Bargeschäften Kassenbuch täglich schließen, Belege zuordnen, Kassenbestand mit Ist-Bestand abgleichen. Differenzen sofort dokumentieren und klären.
  • Monatliche Auswertungen erstellen: Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA), Summen- und Saldenlisten, offene Posten regelmäßig prüfen. Nur so erkennen Sie Abweichungen frühzeitig.
  • Inventur vorbereiten: Anlageverzeichnis laufend pflegen, Warenbestände mindestens einmal jährlich körperlich erfassen, Forderungen und Verbindlichkeiten vor Bilanzstichtag abstimmen.

Zusammenarbeit mit dem Steuerberater optimieren

Viele Unternehmen delegieren die Buchhaltung teilweise oder vollständig an einen Steuerberater. Diese Zusammenarbeit funktioniert am besten, wenn beide Seiten professionell aufgestellt sind. Der Mandant ist verantwortlich für die vollständige, zeitnahe Übermittlung aller Belege und Informationen – der Steuerberater für die fachlich korrekte Verarbeitung, die Beratung und die Einhaltung gesetzlicher Fristen.

Pflichten des Mandanten

Belege vollständig, geordnet und zeitnah übermitteln – Bankauszüge, Rechnungen, Verträge, Gehaltsunterlagen. Besondere Vorgänge proaktiv ansprechen (Investitionen, Finanzierungen, Sonderabschreibungen). Rückfragen des Steuerberaters zeitnah beantworten.

Leistungen des Steuerberaters

Kontierung und Verbuchung nach GoB und GoBD, monatliche oder quartalsweise BWA, Klärung steuerlicher Fragen, Jahresabschluss und Steuererklärungen, Überwachung gesetzlicher Fristen, Vertretung bei Betriebsprüfungen.

Moderne Steuerberater arbeiten heute digital. Plattformen wie OnlineBilanz.de verbinden die Vorteile klassischer Steuerberater-Qualität mit digitalen Prozessen: Mandanten laden Belege direkt in ein Portal hoch, erhalten zeitnah BWAs und können den Status ihrer Buchführung jederzeit einsehen. Der Jahresabschluss wird durch zugelassene Steuerberater erstellt – transparent kalkuliert, mit Festpreisen und ohne lange Wartezeiten. Das Ergebnis: Geschäftsführer erfüllen ihre Buchführungspflicht sicher, haben jederzeit Zugriff auf aktuelle Zahlen und profitieren von der Expertise erfahrener Steuerberater.

Fristen im Blick behalten

Die Buchführungspflicht ist kein einmaliger Akt, sondern eine laufende Verpflichtung mit konkreten Fristen. Für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) gelten folgende Termine:

Frist Kleine GmbH Mittelgroße/große GmbH
Aufstellung Jahresabschluss durch Geschäftsführer Innerhalb 3 Monate (bis 31.03.2026) Innerhalb 3 Monate (bis 31.03.2026)
Feststellung Jahresabschluss durch Gesellschafter Innerhalb 11 Monate (bis 30.11.2026) Innerhalb 8 Monate (bis 31.08.2026)
Offenlegung beim Unternehmensregister Innerhalb 12 Monate (bis 31.12.2026) Innerhalb 12 Monate (bis 31.12.2026)
Abgabe Körperschaftsteuererklärung (mit StB-Mandat) Bis 31.07.2027 Bis 31.07.2027

Fristversäumnis vermeiden

Die Offenlegungsfrist von 12 Monaten ist hart. Wer bis 31.12.2026 den Jahresabschluss 2025 nicht beim Unternehmensregister eingereicht hat, riskiert Ordnungsgelder ab 500 Euro. Das Bundesamt für Justiz prüft automatisiert und leitet Ordnungsgeldverfahren ein – ohne vorherige Mahnung.

„Unser Tipp aus der täglichen Praxis: Beginnen Sie frühzeitig mit der Vorbereitung des Jahresabschlusses. Wer Belege laufend erfasst, die Inventur rechtzeitig plant und den Steuerberater spätestens im ersten Quartal mandatiert, hat alle Fristen sicher im Griff – und vermeidet den Stress der letzten Monate vor Fristablauf.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Häufig gestellte Fragen

Können Einzelunternehmer die Buchführungspflicht nach HGB vermeiden?

Ja, Einzelunternehmer und Personengesellschaften können unter bestimmten Voraussetzungen von der handelsrechtlichen Buchführungspflicht befreit sein, wenn sie die Schwellenwerte nach § 241a HGB nicht überschreiten (max. 800.000 Euro Umsatz und 80.000 Euro Jahresüberschuss in zwei aufeinanderfolgenden Jahren). Sie können dann eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG führen. Kapitalgesellschaften sind jedoch immer buchführungspflichtig.

Wie lange dauert es, eine ordnungsgemäße Buchführung nachträglich zu rekonstruieren?

Die Rekonstruktion einer fehlenden oder mangelhaften Buchführung kann je nach Umfang und Qualität der vorhandenen Belege mehrere Wochen bis Monate dauern. Der Aufwand und die Kosten steigen erheblich, wenn Belege fehlen oder unvollständig sind. Steuerberater berechnen für Rekonstruktionsarbeiten in der Regel höhere Honorare als für laufende Buchführung, da der Arbeitsaufwand deutlich größer ist.

Welche Software-Lösungen erfüllen die GoBD-Anforderungen 2026?

GoBD-konforme Buchhaltungssoftware muss unveränderbare Protokollierung, revisionssichere Archivierung, Datensicherheit und Nachvollziehbarkeit gewährleisten. Zu den marktüblichen Lösungen gehören DATEV, Lexware, Sage, sevDesk und weitere. Wichtig ist eine Verfahrensdokumentation, die beschreibt, wie Belege erfasst, verarbeitet und archiviert werden. Eine reine Excel-Liste ohne Protokollierung erfüllt die GoBD-Anforderungen nicht.

Was passiert, wenn die Buchführung im Insolvenzverfahren geprüft wird?

Im Insolvenzverfahren prüft der Insolvenzverwalter die Buchführung der letzten Jahre auf Vollständigkeit und Ordnungsmäßigkeit. Fehlerhafte oder fehlende Handelsbücher können zur Versagung der Restschuldbefreiung führen und strafbare Insolvenzverschleppung indizieren. Der Geschäftsführer haftet persönlich für Schäden, die durch mangelhafte Buchführung entstehen. Eine ordnungsgemäße Dokumentation ist daher auch im Krisenfall essenziell.

Muss ich als Geschäftsführer die Buchführung selbst durchführen?

Nein. Der Geschäftsführer darf die Buchführung an qualifiziertes Personal oder externe Dienstleister (z. B. Steuerberater) delegieren. Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Erfüllung der Buchführungspflicht bleibt jedoch beim Geschäftsführer. Er muss sicherstellen, dass die Buchführung tatsächlich ordnungsgemäß erfolgt, und trägt im Zweifel die Haftung nach § 43 GmbHG.

Wie erkenne ich, ob meine Buchführung den GoB entspricht?

Eine GoB-konforme Buchführung ist vollständig, richtig, zeitgerecht, geordnet und unveränderbar. Sie sollten regelmäßig prüfen, ob alle Belege erfasst sind, Buchungen innerhalb angemessener Frist erfolgen, ein Kontenplan strukturiert ist und keine nachträglichen Änderungen ohne Protokoll möglich sind. Eine jährliche Plausibilitätsprüfung durch den Steuerberater oder eine interne Revision hilft, Mängel frühzeitig zu erkennen.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 238 HGB – Buchführungspflicht, § 239 HGB – Führung der Handelsbücher, § 257 HGB – Aufbewahrung von Unterlagen, BMF – GoBD-Verwaltungsanweisung. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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