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Datum

Lesedauer

12–18 Minuten

OnlineBilanzBlogE-Bike Bilanz

E-Bike Bilanz 2026: Aktivierung, Abschreibung & Buchung

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Wer ein E-Bike als Betriebsvermögen erwirbt, muss es in der Bilanz korrekt aktivieren, abschreiben und buchen. Dieser Leitfaden erklärt die handelsrechtliche Bewertung nach HGB, die Abschreibung (AfA), die bilanzielle Behandlung von Leasing sowie die steuerlichen Folgen der Privatnutzung. Mit konkreten Buchungssätzen, Praxis-Checkliste und Hinweisen zur Offenlegung.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

E-Bikes werden als Anlagevermögen aktiviert, wenn sie dem Betrieb dauerhaft dienen. Die Anschaffungskosten werden über die Nutzungsdauer von typisch sieben Jahren abgeschrieben. Bei privater Nutzung entsteht ein geldwerter Vorteil, der in Lohnbuchhaltung und Bilanz zu erfassen ist. Leasing-E-Bikes werden je nach Vertragsart in oder außerhalb der Bilanz geführt.

E-Bike als Betriebsvermögen in der Bilanz – Grundlagen der Aktivierung

Ein E-Bike, das die GmbH erwirbt oder least, ist grundsätzlich als Vermögensgegenstand nach § 246 Abs. 1 HGB in der Bilanz zu aktivieren, sofern es dem Betriebsvermögen zuzuordnen ist. Die Zuordnung zum Betriebsvermögen setzt voraus, dass das E-Bike überwiegend betrieblich genutzt wird – eine betriebliche Nutzung von mehr als 50 % ist erforderlich. Wird das E-Bike hingegen überwiegend privat genutzt, gehört es nicht zum Betriebsvermögen und darf in der Bilanz der GmbH nicht ausgewiesen werden.

Bei der GmbH ist die Abgrenzung klar: Das E-Bike muss im Eigentum der Gesellschaft stehen oder durch einen Leasingvertrag der Gesellschaft wirtschaftlich zuzuordnen sein. Eine private Nutzung durch den Geschäftsführer oder Arbeitnehmer ist zwar möglich, führt aber zu einer lohnsteuerlichen Versteuerung des geldwerten Vorteils nach § 8 Abs. 2 EStG, berührt jedoch nicht die handelsrechtliche Aktivierungspflicht.

Kriterien für die Aktivierung in der Handelsbilanz

  • Selbstständige Bewertbarkeit: Das E-Bike muss als einzelner Vermögensgegenstand identifizierbar und bewertbar sein.
  • Wirtschaftliches Eigentum: Bei Kauf steht das E-Bike im zivilrechtlichen und wirtschaftlichen Eigentum der GmbH; bei Leasing kann wirtschaftliches Eigentum nach § 246 Abs. 1 Satz 2 HGB vorliegen.
  • Betriebliche Nutzung: Überwiegende oder ausschließliche betriebliche Nutzung ist Voraussetzung für die Zuordnung zum Betriebsvermögen.
  • Anschaffungs- oder Herstellungskosten: Das E-Bike wird mit den tatsächlichen Anschaffungskosten (Kaufpreis zzgl. Nebenkosten) angesetzt.

Praxis-Hinweis: E-Bike vs. Fahrrad

Handelsrechtlich besteht kein Unterschied zwischen herkömmlichen Fahrrädern und E-Bikes (Pedelecs bis 25 km/h). Beide werden als bewegliche Wirtschaftsgüter aktiviert. Steuerlich ist die Unterscheidung relevant: S-Pedelecs (über 25 km/h) gelten als Kraftfahrzeuge und unterliegen anderen Regelungen bei der 1-%-Methode.

Anschaffungskosten und Bewertung des E-Bikes nach HGB

Die Anschaffungskosten des E-Bikes umfassen nach § 255 Abs. 1 HGB den Kaufpreis zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten. Zu den Anschaffungsnebenkosten zählen etwa Überführungskosten, Zulassungsgebühren (soweit erforderlich) sowie Kosten für Sonderausstattung, die zusammen mit dem E-Bike angeschafft wird. Anschaffungspreisminderungen (z. B. Rabatte, Skonti) sind abzuziehen.

Position Behandlung in AK Beispiel
Kaufpreis (netto) Aktivierung 2.400 €
Überführung / Lieferung Aktivierung 50 €
Skonto 2 % Abzug – 48 €
Helm, Schloss (separat) Keine AK E-Bike 80 € (GWG oder Zubehör)
Versicherung (laufend) Keine AK Aufwand

Die Anschaffungskosten bilden die Grundlage für die planmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 HGB. Die Nutzungsdauer eines E-Bikes beträgt in der Regel 6 bis 7 Jahre nach der AfA-Tabelle des BMF. In der Praxis wird häufig eine Nutzungsdauer von 7 Jahren angesetzt. Bei intensiver gewerblicher Nutzung (z. B. Kurierfahrten) kann eine kürzere Nutzungsdauer sachgerecht sein.

„Die Anschaffungskosten müssen sauber von laufenden Betriebsausgaben getrennt werden. Wartung, Versicherung und Strom gehören nicht zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten, sondern sind sofort abzugsfähiger Aufwand.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

E-Bikes liegen in der Regel über der GWG-Grenze von 800 € netto (§ 6 Abs. 2 EStG). Sie sind daher planmäßig über die Nutzungsdauer abzuschreiben. Liegt der Nettokaufpreis ausnahmsweise unter 800 €, kann das E-Bike sofort als GWG abgeschrieben werden. In der Handelsbilanz besteht ein Wahlrecht zur Sofortabschreibung, in der Steuerbilanz ist sie zwingend.

Abschreibung des E-Bikes in der Bilanz – AfA und Nutzungsdauer

Die planmäßige Abschreibung des E-Bikes erfolgt nach § 253 Abs. 3 Satz 1 und 2 HGB linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Für E-Bikes sieht die AfA-Tabelle eine Nutzungsdauer von 7 Jahren vor. Bei einem Anschaffungspreis von 2.400 € beträgt die jährliche Abschreibung somit 343 € (2.400 € / 7 Jahre). Die Abschreibung beginnt im Monat der Anschaffung und wird im ersten und letzten Jahr zeitanteilig vorgenommen.

Lineare Abschreibung

  • 7 Jahre Nutzungsdauer (AfA-Tabelle)
  • Jährlich 14,29 % der Anschaffungskosten
  • Zeitanteilige AfA im Anschaffungsjahr

Außerplanmäßige Abschreibung

  • Dauerhafter Wertverlust erforderlich
  • Buchwert auf niedrigeren beizulegenden Wert abschreiben
  • Dokumentationspflicht im Anhang bei Kapitalgesellschaften

Beispielrechnung: E-Bike-Abschreibung über 7 Jahre

Jahr Buchwert Anfang AfA Buchwert Ende
2025 (ab 01.07.) 2.400 € 171 € (6 Monate) 2.229 €
2026 2.229 € 343 € 1.886 €
2027 1.886 € 343 € 1.543 €
2028 1.543 € 343 € 1.200 €
2029 1.200 € 343 € 857 €
2030 857 € 343 € 514 €
2031 514 € 343 € 171 €
2032 (bis 30.06.) 171 € 171 € (6 Monate) 0 €

Achtung: Verkauf oder Entnahme vor Ende der Nutzungsdauer

Wird das E-Bike vor Ablauf der Nutzungsdauer verkauft oder entnommen, ist der Restbuchwert auszubuchen. Die Differenz zwischen Verkaufserlös und Restbuchwert führt zu einem Gewinn oder Verlust, der erfolgswirksam in der GuV zu erfassen ist.

Leasing und Finanzierung von E-Bikes – bilanzielle Behandlung

E-Bike-Leasing ist in der Praxis weit verbreitet, insbesondere im Rahmen von Gehaltsumwandlungsmodellen (Bike-Leasing für Arbeitnehmer). Handelsrechtlich ist zu prüfen, wem das wirtschaftliche Eigentum am E-Bike nach § 246 Abs. 1 Satz 2 HGB zuzurechnen ist – dem Leasingnehmer (GmbH) oder dem Leasinggeber. Die Zurechnung richtet sich nach den Kriterien des Leasing-Erlasses (BMF-Schreiben vom 21.03.1972, zuletzt geändert 2018) und des IFRS 16 (soweit anwendbar).

Operate-Leasing vs. Finance-Leasing

Operate-Leasing (Leasinggeber bilanziert)

  • Grundmietzeit < 40 % oder > 90 % der Nutzungsdauer
  • Kein Aktivierungsgebot beim Leasingnehmer
  • Leasingraten als sonstiger betrieblicher Aufwand

Finance-Leasing (Leasingnehmer bilanziert)

  • Grundmietzeit 40–90 % der Nutzungsdauer
  • Aktivierung zu Anschaffungskosten (Barwert der Raten)
  • Passivierung der Leasingverbindlichkeit
  • Planmäßige AfA über Nutzungsdauer

In der Praxis handelt es sich bei E-Bike-Leasingverträgen mit 36-monatiger Laufzeit (üblich im Bike-Leasing) in der Regel um Operate-Leasing, da die Grundmietzeit deutlich unter 40 % der 7-jährigen Nutzungsdauer liegt. Das E-Bike verbleibt somit in der Bilanz des Leasinggebers, die GmbH bucht die monatlichen Raten als Aufwand. Enthält der Vertrag jedoch eine günstige Kaufoption oder beträgt die Laufzeit mehr als 50 Monate, liegt Finance-Leasing vor.

Bike-Leasing für Arbeitnehmer: Besonderheiten

Überlässt die GmbH einem Arbeitnehmer ein geleastes E-Bike zur privaten Nutzung, entsteht ein geldwerter Vorteil. Seit 2020 ist dieser bei Anschaffung zwischen 2019 und 2030 auf 25 % der unverbindlichen Preisempfehlung reduziert (0,25-%-Regelung für E-Bikes und Fahrräder). Die Leasingraten bleiben bei Operate-Leasing Betriebsausgaben der GmbH.

„Bei E-Bike-Leasing im Rahmen von Gehaltsumwandlung ist die korrekte Zuordnung entscheidend: Operate-Leasing vereinfacht die Bilanzierung erheblich, da keine Aktivierung erfolgt. Die laufenden Raten sind sofort abzugsfähig.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Private Nutzung des E-Bikes und geldwerter Vorteil – steuerliche Folgen

Stellt die GmbH einem Geschäftsführer oder Arbeitnehmer ein betriebliches E-Bike auch zur privaten Nutzung zur Verfügung, entsteht ein geldwerter Vorteil nach § 8 Abs. 2 EStG, der lohnsteuerpflichtig ist. Die Bewertung dieses Vorteils erfolgt für E-Bikes (Pedelecs bis 25 km/h) seit 2020 begünstigt: Es gilt die 0,25-%-Regelung für E-Bikes, die zwischen dem 01.01.2019 und dem 31.12.2030 angeschafft oder geleast wurden.

Berechnung des geldwerten Vorteils

Der geldwerte Vorteil beträgt monatlich 0,25 % der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) des E-Bikes zum Zeitpunkt der Anschaffung. Bei einem E-Bike mit UVP von 3.000 € beträgt der monatliche geldwerte Vorteil 7,50 € (0,25 % × 3.000 €). Dieser Betrag ist dem Bruttolohn hinzuzurechnen und unterliegt der Lohnsteuer sowie den Sozialversicherungsbeiträgen.

UVP E-Bike Monatlicher geldwerter Vorteil (0,25 %) Jährlich
2.000 € 5,00 € 60 €
3.000 € 7,50 € 90 €
4.000 € 10,00 € 120 €
5.000 € 12,50 € 150 €

Für S-Pedelecs (über 25 km/h), die als Kraftfahrzeuge gelten, findet die begünstigte 0,25-%-Regelung keine Anwendung. Hier greift die reguläre 1-%-Regelung nach § 8 Abs. 2 Satz 2 EStG, analog zur Dienstwagenbesteuerung, oder alternativ die Fahrtenbuchmethode.

Auswirkungen auf die Bilanz

Die private Nutzung durch den Geschäftsführer oder Arbeitnehmer hat keine Auswirkung auf die Aktivierung des E-Bikes in der Bilanz der GmbH. Das E-Bike bleibt Betriebsvermögen und wird planmäßig abgeschrieben. Der geldwerte Vorteil ist ausschließlich eine lohnsteuerliche Frage und wird als Personalaufwand (Lohnnebenkosten) verbucht, sofern die GmbH die Lohnsteuer übernimmt.

Geschäftsführer-Bezug: Dokumentation im Anstellungsvertrag

Bei Überlassung an den Gesellschafter-Geschäftsführer ist die private Nutzung im Anstellungsvertrag oder durch Gesellschafterbeschluss zu regeln, um verdeckte Gewinnausschüttungen zu vermeiden. Der geldwerte Vorteil muss marktüblich versteuert werden.

Buchungssätze: E-Bike in der Finanzbuchhaltung korrekt verbuchen

Die korrekte Verbuchung des E-Bikes in der Finanzbuchhaltung ist Grundlage für die ordnungsgemäße Bilanzierung. Nachfolgend finden Sie die relevanten Buchungssätze für Anschaffung, Abschreibung, Leasing und Veräußerung eines E-Bikes.

Anschaffung eines E-Bikes (Kauf)

Bei Barkauf oder Kauf auf Ziel wird das E-Bike auf dem Anlagenkonto aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen den Nettokaufpreis zuzüglich Anschaffungsnebenkosten.

Geschäftsvorfall Soll Haben Betrag
Kauf E-Bike (netto) Betriebs- und Geschäftsausstattung Verbindlichkeiten aus L+L 2.400 €
Vorsteuer 19 % Vorsteuer Verbindlichkeiten aus L+L 456 €
Zahlung Rechnung Verbindlichkeiten aus L+L Bank 2.856 €

Planmäßige Abschreibung (jährlich)

Die jährliche Abschreibung wird auf dem Abschreibungskonto erfasst und mindert den Buchwert des E-Bikes in der Bilanz.

Geschäftsvorfall Soll Haben Betrag
Jährliche AfA (2.400 € / 7 Jahre) Abschreibungen auf Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 343 €

Operate-Leasing (monatliche Rate)

Bei Operate-Leasing wird das E-Bike nicht aktiviert. Die monatlichen Leasingraten werden als Aufwand verbucht.

Geschäftsvorfall Soll Haben Betrag
Leasingrate (netto) Leasingaufwendungen / Miet- und Leasingkosten Verbindlichkeiten / Bank 80 €
Vorsteuer 19 % Vorsteuer Verbindlichkeiten / Bank 15,20 €

Verkauf / Ausscheiden des E-Bikes

Beim Verkauf wird der Restbuchwert ausgebucht und der Verkaufserlös erfasst. Die Differenz ergibt einen Gewinn oder Verlust.

Geschäftsvorfall Soll Haben Betrag
Verkaufserlös (netto) Bank / Forderungen Erlöse aus Anlagenabgang 800 €
Umsatzsteuer 19 % Bank / Forderungen Umsatzsteuer 152 €
Ausbuchung Restbuchwert Abgang Sachanlagen (Aufwand) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.200 €

„Saubere Buchungen sind die Basis für einen prüfungssicheren Jahresabschluss. Bei E-Bikes ist insbesondere die Abgrenzung zwischen Anschaffungskosten und laufendem Aufwand wichtig – Wartung, Versicherung und Strom sind kein aktivierungsfähiger Bestandteil.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Anhang und Offenlegungspflichten bei E-Bikes in der Bilanz

Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) sind nach § 264 Abs. 1 HGB verpflichtet, einen Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang aufzustellen. E-Bikes sind als Teil der Betriebs- und Geschäftsausstattung im Anlagenspiegel nach § 284 Abs. 3 HGB darzustellen, sofern die Größenklasse dies erfordert.

Anhangsangaben bei E-Bikes

  • Anlagenspiegel (§ 284 Abs. 3 HGB): Für kleine Kapitalgesellschaften freiwillig, für mittelgroße und große verpflichtend. Der Anlagenspiegel zeigt Anschaffungskosten, Zugänge, Abgänge, Abschreibungen und Buchwerte der Sachanlagen.
  • Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB): Angabe der angewandten Abschreibungsmethode (z. B. lineare AfA über 7 Jahre).
  • Abweichungen von Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB): Falls eine kürzere oder längere Nutzungsdauer angesetzt wird, ist dies zu erläutern.
  • Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 285 Nr. 29 HGB): Bei dauerhafter Wertminderung (z. B. Unfallschaden) sind Grund und Höhe anzugeben.

Kleine Kapitalgesellschaften: Erleichterungen nutzen

Kleine Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 1 HGB können auf die Erstellung eines Anlagesspiegels im Anhang verzichten und diesen stattdessen freiwillig unter der Bilanz darstellen. Die Erleichterungen nach § 288 HGB sind auch für E-Bikes anwendbar.

Offenlegung beim Unternehmensregister

Der Jahresabschluss ist gemäß § 325 HGB innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister offenzulegen. Für Bilanzstichtag 31.12.2025 endet die Offenlegungsfrist somit am 31.12.2026. Seit dem Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG, in Kraft seit 01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister – der Bundesanzeiger ist nicht mehr die zuständige Stelle.

Ordnungsgeld bei verspäteter Offenlegung

Bei Versäumnis der Offenlegungsfrist droht ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB. Das Bundesamt für Justiz kann Ordnungsgelder zwischen 500 € und 25.000 € festsetzen. Die Offenlegung bleibt auch nach Zahlung des Ordnungsgeldes verpflichtend.

Wer die Erstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses durch einen Steuerberater durchführen lassen möchte, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen. Unser Steuerberater-Team übernimmt die vollständige Erstellung, Prüfung und rechtsverbindliche Unterzeichnung des Jahresabschlusses – inklusive Anlagenspiegel, Anhang und fristgerechter Offenlegung beim Unternehmensregister.

Praxis-Checkliste: E-Bike ordnungsgemäß bilanzieren

Die Bilanzierung eines E-Bikes erfordert sorgfältige Dokumentation und korrekte Umsetzung der handelsrechtlichen Vorschriften. Die folgende Checkliste hilft Geschäftsführern und Buchhaltern, alle relevanten Schritte zu beachten.

  • Kaufvertrag oder Leasingvertrag vollständig vorliegen und archivieren
  • Zuordnung zum Betriebsvermögen prüfen: > 50 % betriebliche Nutzung?
  • Anschaffungskosten nach § 255 HGB ermitteln (Kaufpreis + Nebenkosten, abzgl. Rabatte)
  • Prüfung GWG-Grenze: Nettokaufpreis über oder unter 800 €?
  • Nutzungsdauer festlegen (i. d. R. 7 Jahre nach AfA-Tabelle)
  • Bei Leasing: Operate- oder Finance-Leasing? Zurechnung prüfen
  • Aktivierung auf Konto ‚Betriebs- und Geschäftsausstattung‘ (SKR 03: 0480, SKR 04: 4980)
  • Jährliche planmäßige Abschreibung buchen (linear über Nutzungsdauer)
  • Bei privater Nutzung durch Arbeitnehmer: Geldwerten Vorteil (0,25 %-Regelung) ermitteln und versteuern
  • Bei Geschäftsführer-Nutzung: Regelung im Anstellungsvertrag oder Gesellschafterbeschluss dokumentieren
  • Anlagenspiegel im Anhang aktualisieren (falls erforderlich nach Größenklasse)
  • Verkauf oder Verschrottung: Restbuchwert ausbuchen, Gewinn/Verlust erfassen
  • Jahresabschluss fristgerecht feststellen (11 Monate kleine GmbH, 8 Monate mittelgroße/große)
  • Jahresabschluss fristgerecht beim Unternehmensregister offenlegen (12 Monate nach Bilanzstichtag)

„In der Praxis sehen wir häufig, dass E-Bikes nicht konsequent als Anlagevermögen erfasst werden. Die korrekte Aktivierung, Abschreibung und Dokumentation im Anlagenspiegel ist jedoch Pflicht – und wird bei Betriebsprüfungen regelmäßig kontrolliert.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

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Häufig gestellte Fragen

Kann ein E-Bike sofort als geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG) abgeschrieben werden?

Ja, wenn die Anschaffungskosten netto 800 Euro nicht übersteigen, kann das E-Bike nach § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben werden. Bei höheren Beträgen ist eine Sofortabschreibung bis 1.000 Euro (seit 2024) möglich, wenn die Voraussetzungen der Sofortabschreibung erfüllt sind. Ansonsten erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer.

Welche Unterlagen müssen für die Aktivierung eines E-Bikes aufbewahrt werden?

Erforderlich sind die Rechnung mit vollständigem Ausweis der Anschaffungskosten, Nachweise über Nebenkosten (z. B. Zubehör, Lieferung), ein Fahrtenbuch bei privater Nutzung sowie die Dokumentation der betrieblichen Zuordnung. Diese Belege sind nach § 147 AO zehn Jahre aufbewahrungspflichtig.

Muss ein E-Bike im Anlageverzeichnis geführt werden?

Ja, jedes aktivierte E-Bike ist gemäß § 238 HGB im Anlageverzeichnis zu erfassen. Dort werden Anschaffungsdatum, -kosten, Abschreibungsmethode, Nutzungsdauer und jährliche Abschreibungsbeträge dokumentiert. Das Anlageverzeichnis dient als Nachweis gegenüber Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Finanzverwaltung.

Was geschieht bilanziell beim Verkauf oder bei Diebstahl des E-Bikes?

Beim Verkauf wird der Restbuchwert ausgebucht und die Differenz zum Veräußerungserlös als Gewinn oder Verlust erfasst. Bei Diebstahl erfolgt ebenfalls die Ausbuchung des Restbuchwertes; eine etwaige Versicherungsleistung mindert den Verlust. Beides ist im Jahresabschluss unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen auszuweisen.

Können E-Bikes unterschiedlicher Modelle in einer Sammelposition bilanziert werden?

Gleichartige E-Bikes mit vergleichbaren Anschaffungskosten und Nutzungsdauern dürfen zu einer Sammelposition im Anlageverzeichnis zusammengefasst werden. Die Einzelnachweise (Rechnungen, AfA-Tabelle) sind jedoch getrennt zu führen. Bei unterschiedlichen Nutzungsarten (z. B. Dienstrad für Außendienst vs. Poolfahrzeug) empfiehlt sich eine getrennte Erfassung.

Wie wirkt sich die 1-%-Regelung bei E-Bikes auf die Bilanz aus?

Die 1-%-Regelung bei E-Bikes (steuerlich oft 0,25 % oder 0,5 % des Bruttolistenpreises) betrifft primär die Lohnsteuer und den geldwerten Vorteil beim Arbeitnehmer. In der Bilanz des Arbeitgebers wird das E-Bike weiterhin nach Anschaffungskosten aktiviert und abgeschrieben; der geldwerte Vorteil erhöht die Lohnnebenkosten und wird als Personalaufwand verbucht.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), Einkommensteuergesetz (EStG), Abgabenordnung (AO), AfA-Tabelle für allgemeine Anlagegüter (BMF). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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