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Datum

Lesedauer

18–27 Minuten

OnlineBilanzBloge.V. vs Stiftung

e.V. vs Stiftung 2026: Vergleich, Vor- & Nachteile

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Wahl zwischen eingetragenem Verein (e.V.) und Stiftung ist eine strategische Grundsatzentscheidung, die weitreichende Folgen für Governance, Haftung, Rechnungslegung und Gemeinnützigkeit hat. Dieser Artikel vergleicht beide Rechtsformen systematisch – von der Gründung über steuerliche Vorteile bis zur Auflösung. Eine kompakte Übersicht zur Entscheidung e.V. oder Stiftung zeigt, welche Kriterien für Geschäftsführer, Unternehmer und Gründer bei der Wahl entscheidend sind. Stand: 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Der e.V. ist eine mitgliederbasierte Rechtsform mit demokratischer Struktur, die sich für kontinuierliche gemeinnützige Aktivitäten eignet. Die Stiftung hingegen dient der dauerhaften Vermögensbindung an einen festgelegten Zweck ohne Mitglieder. Beide können gemeinnützig sein, unterscheiden sich jedoch erheblich in Gründung, Haftung, Organen und Auflösungsmöglichkeiten – die Wahl hängt von Zweck, Vermögen und gewünschter Governance ab.

e.V. oder Stiftung: Grundlegende Unterschiede in Struktur und Zweck

Die Wahl zwischen einem eingetragenen Verein (e.V.) und einer Stiftung ist eine strategische Entscheidung, die weitreichende rechtliche, steuerliche und organisatorische Konsequenzen hat. Beide Rechtsformen dienen primär gemeinnützigen oder ideellen Zwecken, unterscheiden sich jedoch grundlegend in ihrer Struktur, ihrer Governance und ihrer Eignung für verschiedene Zielsetzungen.

Der eingetragene Verein nach §§ 21 ff. BGB ist eine mitgliedergetragene Organisation. Er setzt die aktive Beteiligung mehrerer natürlicher oder juristischer Personen voraus (mindestens sieben Gründungsmitglieder nach § 56 BGB). Die Mitglieder bilden die Mitgliederversammlung als oberstes Organ, wählen den Vorstand und können jederzeit auf die Vereinspolitik Einfluss nehmen oder aus dem Verein austreten.

Die Stiftung nach §§ 80 ff. BGB ist demgegenüber eine vermögensbasierte, auf Dauer angelegte Organisation ohne Mitglieder. Der Stifter überträgt Vermögen unwiderruflich auf die Stiftung, die dieses Vermögen nach den im Stiftungsgeschäft festgelegten Zwecken verwaltet und einsetzt. Eine Stiftung ist daher besonders geeignet, wenn ein Vermögen langfristig einem bestimmten Zweck gewidmet werden soll, ohne dass Mitglieder oder Erben Einfluss nehmen können.

Merkmal Eingetragener Verein (e.V.) Stiftung
Rechtsgrundlage §§ 21 ff. BGB §§ 80 ff. BGB, Landesstiftungsgesetze
Organisationsform Mitgliederorganisation Vermögensorganisation
Gründungsvoraussetzung Mindestens 7 Gründungsmitglieder Stiftungsvermögen (meist ab ca. 50.000 €)
Oberstes Organ Mitgliederversammlung Stiftungsvorstand/-kuratorium
Einfluss der Gründer Mitglieder können ausscheiden, neue kommen hinzu Stifter legt Zweck unwiderruflich fest
Dauer Grundsätzlich unbefristet, aber auflösbar Auf Ewigkeit angelegt, schwer auflösbar

Hinweis

Praxishinweis: Für Geschäftsführer, die in ihrer GmbH soziale Projekte fördern oder gesellschaftliches Engagement institutionalisieren wollen, ist die Abgrenzung entscheidend: Ein e.V. eignet sich für gemeinschaftliche, dynamische Projekte mit wechselnden Akteuren. Eine Stiftung ist ideal, wenn ein Kapitalstock dauerhaft einem bestimmten Zweck dienen soll — etwa für Stipendien, Forschungsförderung oder soziale Projekte ohne Mitspracherecht Dritter.

Gründung und Anerkennungsverfahren: Von der Satzung bis zur Eintragung

Die Gründung eines e.V. und einer Stiftung folgen unterschiedlichen Verfahren und unterliegen verschiedenen Anforderungen. Beide Rechtsformen müssen jedoch bestimmte formale und inhaltliche Voraussetzungen erfüllen, um rechtsfähig zu werden.

Gründung eines eingetragenen Vereins

Ein Verein entsteht durch Beschluss der Gründungsmitglieder (§ 56 BGB). Die Gründung erfordert mindestens sieben Mitglieder, eine schriftliche Satzung und die Bestellung eines Vorstands. Die Satzung muss gem. § 57 BGB zwingend Angaben zu Name, Sitz, Zweck und Bildung des Vorstands enthalten. Nach der Gründung wird der Verein beim zuständigen Amtsgericht in das Vereinsregister eingetragen (§ 59 BGB). Erst mit der Eintragung erlangt der Verein Rechtsfähigkeit und darf die Bezeichnung ‚e.V.‘ führen.

Das Vereinsregister prüft im Wesentlichen formale Aspekte: Existenz der Satzung, ordnungsgemäße Bestellung des Vorstands, Unterschriften. Eine inhaltliche Prüfung der Gemeinnützigkeit erfolgt hier nicht — diese obliegt dem Finanzamt im Rahmen der steuerlichen Anerkennung nach §§ 51 ff. AO.

Gründung einer Stiftung

Die Stiftung wird durch Stiftungsgeschäft errichtet (§ 81 BGB). Dieses kann unter Lebenden (Vertrag) oder von Todes wegen (Testament) erfolgen. Das Stiftungsgeschäft muss die Widmung des Vermögens und den Stiftungszweck festlegen. Die Satzung regelt die Organe, die Vermögensverwaltung und die Zweckverwirklichung.

Die entscheidende Hürde ist die staatliche Anerkennung durch die zuständige Stiftungsaufsichtsbehörde des Landes (§ 80 Abs. 1 BGB). Diese prüft, ob das Stiftungsvermögen ausreichend ist (Richtwert meist mindestens 50.000 Euro), ob der Zweck dauerhaft erfüllt werden kann und ob die Satzung rechtskonform ist. Erst nach Erteilung der Anerkennung entsteht die Stiftung als rechtsfähige Körperschaft.

Achtung

Achtung bei Vermögensausstattung: Die Stiftungsaufsicht prüft, ob das Stiftungsvermögen dauerhaft ausreicht, um die Zwecke zu erfüllen. Ein zu geringes Grundstockvermögen führt zur Ablehnung der Anerkennung. Bei Unternehmensnachfolge oder Vermögensübertragung aus einer GmbH sollte daher frühzeitig geprüft werden, welche Beträge realistisch übertragen werden können.

  • Mindestens 7 Gründungsmitglieder für e.V., ausreichendes Vermögen für Stiftung
  • Schriftliche Satzung mit allen Pflichtangaben (§ 57 BGB / § 81 BGB)
  • Bestellung von Vorstand bzw. Stiftungsorganen
  • Eintragung Vereinsregister (e.V.) bzw. staatliche Anerkennung (Stiftung)
  • Antrag auf steuerliche Gemeinnützigkeit beim Finanzamt (§§ 51 ff. AO)

Gemeinnützigkeit und steuerliche Behandlung: Welche Vorteile bieten e.V. und Stiftung?

Sowohl der eingetragene Verein als auch die Stiftung können als gemeinnützig anerkannt werden und genießen dann erhebliche steuerliche Privilegien. Die Gemeinnützigkeit wird durch das Finanzamt nach §§ 51 ff. AO anerkannt, wenn die Körperschaft ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgt.

Gemeinnützige Körperschaften sind nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftsteuer befreit, soweit sie ihrem steuerbegünstigten Zweck dienen. Auch die Gewerbesteuer entfällt gem. § 3 Nr. 6 GewStG. Für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe gelten Freibeträge (§ 24 KStG: 5.000 Euro für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe, § 64 Abs. 3 AO: 45.000 Euro für Zweckbetriebe). Umsätze aus Zweckbetrieben sind nach § 12 Abs. 2 Nr. 8 UStG ermäßigt besteuert oder umsatzsteuerbefreit.

„Aus Sicht der Steuerberatung ist die Gemeinnützigkeit sowohl für Vereine als auch für Stiftungen ein entscheidender Vorteil — aber auch eine Daueraufgabe. Nur wenn die Mittelverwendung, die Satzung und die tatsächliche Geschäftsführung den Vorgaben der Abgabenordnung entsprechen, bleibt die Steuerprivilegierung erhalten. Bei Stiftungen kommt hinzu, dass die Vermögensverwaltung und die Erträge sorgfältig dokumentiert werden müssen, um die Dauerhaftigkeit der Zweckerfüllung nachzuweisen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Steuerliche Unterschiede in der Praxis

Zwischen e.V. und Stiftung bestehen steuerlich keine grundlegenden Unterschiede hinsichtlich der Gemeinnützigkeit. Beide Rechtsformen profitieren von denselben Befreiungen und Vergünstigungen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Unterschiede ergeben sich eher in der Verwaltung und Mittelverwendung – ähnlich wie beim AG KG Vergleich 2026: Unterschiede & Vor-/Nachteile auch Kapitalgesellschaften unterschiedliche Strukturen aufweisen.

  • Verein: Mitgliedsbeiträge sind typisch und steuerbegünstigt. Spenden an gemeinnützige Vereine sind nach § 10b EStG abziehbar. Vereine haben oft dynamischere Einnahmen und Ausgaben.
  • Stiftung: Erträge aus Vermögen (Kapitalerträge, Mieten) dominieren. Spenden und Zustiftungen profitieren ebenfalls von Sonderabzugsmöglichkeiten (§ 10b Abs. 1a EStG: bis zu 1 Million Euro im Jahr der Zuwendung und im Folgejahr). Vermögen muss in der Vermögensanlage ungeschmälert erhalten bleiben (Vermögensschutz § 58 Nr. 7 AO).

Steuerliche Vorteile bei e.V.

Mitgliedsbeiträge und Spenden steuerlich begünstigt. Wirtschaftliche Betätigung im Rahmen von Zweckbetrieben und Geschäftsbetrieben möglich. Flexible Mittelverwendung bei zeitnaher Mittelverwendungspflicht (§ 55 Abs. 1 Nr. 5 AO).

Steuerliche Vorteile bei Stiftung

Kapitalerträge und Vermögenserträge im Rahmen der Vermögensverwaltung steuerfrei. Hohe Sonderabzugsmöglichkeiten für Zustifter (§ 10b Abs. 1a EStG). Vermögensstock muss erhalten bleiben, nur Erträge dürfen für Zwecke eingesetzt werden.

Hinweis

Praxishinweis für GmbH-Geschäftsführer: Wer aus einer GmbH heraus gemeinnützige Aktivitäten fördern möchte, kann entweder einen e.V. gründen (mit Mitarbeitern oder Partnern als Mitglieder) oder eine Stiftung errichten und diese mit Gesellschaftsanteilen oder liquiden Mitteln ausstatten. Die steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden und Zustiftungen macht beide Wege attraktiv — die Wahl hängt von der gewünschten Governance und der Dauerhaftigkeit ab.

Haftung und Organe: Wer entscheidet und wer haftet im e.V. und in der Stiftung?

Die Governance-Strukturen von e.V. und Stiftung unterscheiden sich fundamental. Diese Unterschiede haben direkte Auswirkungen auf Haftung, Entscheidungsprozesse und die langfristige Steuerung der Organisation.

Organe und Haftung im eingetragenen Verein

Der Verein hat zwingend zwei Organe: die Mitgliederversammlung als oberstes beschlussfassendes Organ und den Vorstand nach § 26 BGB, der den Verein gerichtlich und außergerichtlich vertritt. Der Vorstand muss aus mindestens einer Person bestehen und wird von der Mitgliederversammlung gewählt.

Der Vorstand haftet dem Verein gegenüber für Pflichtverletzungen nach § 280 BGB i.V.m. den allgemeinen Grundsätzen der Organhaftung (analog § 93 AktG). Bei Gemeinnützigkeit gilt zusätzlich die Haftung nach § 10 Abs. 1 GmbHG analog für Insolvenzverschleppung und schwere Pflichtverletzungen. Eine persönliche Haftung gegenüber Dritten besteht grundsätzlich nicht — der Verein haftet als juristische Person selbst. Nur bei deliktischem Handeln oder Durchgriffshaftung kann der Vorstand persönlich belangt werden.

Die Mitglieder haften nicht für Vereinsverbindlichkeiten (§ 54 BGB). Ihre Mitwirkung beschränkt sich auf die Mitgliederversammlung, wo sie satzungsgemäß über Grundsatzfragen, Satzungsänderungen, Vorstandswahl und Entlastung entscheiden.

Organe und Haftung in der Stiftung

Die Stiftung hat typischerweise einen Vorstand und oft ein Kuratorium oder einen Stiftungsrat als Aufsichtsorgan. Der Vorstand führt die Geschäfte und vertritt die Stiftung nach außen. Das Kuratorium kontrolliert den Vorstand, beschließt über strategische Fragen und kann je nach Satzung Weisungsrechte haben.

Der Vorstand einer Stiftung haftet analog zu den Regelungen für GmbH-Geschäftsführer (§ 93 AktG analog) für Pflichtverletzungen. Besonders heikel ist die Verpflichtung zur Erhaltung des Stiftungsvermögens (§ 87 BGB). Bei Vermögensverlusten durch riskante Anlagegeschäfte oder Mittelverwendung, die gegen den Stiftungszweck verstößt, droht persönliche Haftung. Die Stiftungsaufsicht überwacht die Einhaltung der Satzung und kann bei Verstößen eingreifen.

Achtung

Haftungsrisiko für Vorstände: In beiden Rechtsformen — e.V. und Stiftung — tragen Vorstände erhebliche Verantwortung. Bei Gemeinnützigkeit müssen sie insbesondere die Mittelverwendung nach §§ 55, 58 AO sicherstellen. Verstöße können zum Verlust der Gemeinnützigkeit führen, was Nachsteuern und Säumniszuschläge zur Folge hat. Eine D&O-Versicherung für Vorstandsmitglieder ist daher dringend anzuraten.

Aspekt Eingetragener Verein Stiftung
Oberstes Organ Mitgliederversammlung Vorstand/Kuratorium (je nach Satzung)
Vertretung Vorstand (§ 26 BGB) Vorstand (§§ 80 ff. BGB)
Kontrolle Mitgliederversammlung Kuratorium/Stiftungsrat, Stiftungsaufsicht
Haftung Vorstand Ja, bei Pflichtverletzung Ja, analog GmbH-Geschäftsführer
Haftung Mitglieder/Stifter Nein (§ 54 BGB) Nein, Stifter hat kein Vermögen mehr
Aufsicht Vereinsregister, Finanzamt Stiftungsaufsicht, Finanzamt

Rechnungslegung und Publizität: Welche Pflichten gelten für e.V. und Stiftung?

Sowohl Vereine als auch Stiftungen unterliegen je nach Größe und Rechtsform unterschiedlichen Rechnungslegungs- und Publizitätspflichten. Diese Pflichten sind für Geschäftsführer und Buchhalter von hoher Bedeutung, da Verstöße Ordnungsgelder und den Verlust der Gemeinnützigkeit zur Folge haben können.

Rechnungslegung im eingetragenen Verein

Grundsätzlich ist der eingetragene Verein nicht buchführungspflichtig nach Handelsrecht, solange er kein Handelsgewerbe betreibt. Die meisten gemeinnützigen Vereine führen daher eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung (§ 4 Abs. 3 EStG). Allerdings kann eine Buchführungspflicht nach § 238 HGB entstehen, wenn der Verein einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhält, der die Grenzen des § 241a HGB überschreitet (Umsatzerlöse > 800.000 Euro, Jahresüberschuss > 80.000 Euro in zwei aufeinanderfolgenden Jahren).

Für gemeinnützige Vereine gelten zusätzlich die Dokumentationspflichten nach § 63 Abs. 3 AO: Der Verein muss die satzungsgemäße Mittelverwendung nachweisen und Aufzeichnungen über Einnahmen und Ausgaben führen. Bei größeren Vereinen oder solchen mit wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben ist eine doppelte Buchführung empfehlenswert, um die Transparenz zu gewährleisten.

Eine Offenlegungspflicht nach § 325 HGB besteht für eingetragene Vereine grundsätzlich nicht, es sei denn, sie sind als Kapitalgesellschaft i.S.d. § 264a HGB zu behandeln (z.B. e.V. als Mutterunternehmen) oder betreiben ein Handelsgewerbe im Vollbetrieb.

Rechnungslegung in der Stiftung

Stiftungen unterliegen strengeren Rechnungslegungspflichten. Die meisten Landesstiftungsgesetze verlangen eine ordnungsgemäße Buchführung und die Erstellung eines Jahresabschlusses. Viele Stiftungsaufsichtsbehörden fordern die Vorlage eines Jahresabschlusses — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und einem Anhang mit Erläuterungen zur Vermögensentwicklung und Mittelverwendung.

Größere Stiftungen (insbesondere solche, die die Schwellenwerte des § 267 HGB überschreiten) müssen einen Jahresabschluss nach HGB aufstellen und prüfen lassen. Gemeinnützige Stiftungen müssen zudem die Vermögenserhaltung gem. § 58 Nr. 7 AO nachweisen und dem Finanzamt regelmäßig Rechenschaft über die Verwendung der Mittel ablegen.

Eine Offenlegung beim Unternehmensregister ist für Stiftungen, die nicht als Kapitalgesellschaft organisiert sind, in der Regel nicht vorgeschrieben. Jedoch verlangen viele Stiftungsaufsichtsbehörden die Vorlage des Jahresabschlusses zur Prüfung.

„In der Praxis beobachten wir, dass viele Vereine und Stiftungen die Rechnungslegungspflichten unterschätzen. Gerade bei wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben oder größeren Vermögen ist eine professionelle Buchführung unerlässlich. Wer als Geschäftsführer einer GmbH eine Stiftung oder einen Verein gründet, sollte von Anfang an eine saubere Buchhaltung und einen jährlichen Abschluss durch einen Steuerberater einplanen — das schützt vor Haftungsrisiken und sichert die Gemeinnützigkeit.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Hinweis

Offenlegung seit DiRUG (01.08.2022): Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie erfolgt die Offenlegung von Jahresabschlüssen ausschließlich beim Unternehmensregister. Der Bundesanzeiger ist nicht mehr die zuständige Stelle. Dies betrifft vor allem buchführungspflichtige Vereine und Stiftungen, die als Kaufmann i.S.d. HGB gelten.

  • Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder doppelte Buchführung je nach Größe und Geschäftsbetrieb
  • Dokumentation der satzungsgemäßen Mittelverwendung nach § 63 Abs. 3 AO
  • Jahresabschluss für Stiftungen (je nach Landesstiftungsgesetz)
  • Prüfung des Jahresabschlusses bei Überschreitung der Schwellenwerte (§ 267 HGB)
  • Offenlegung beim Unternehmensregister nur bei buchführungspflichtigen Vereinen/Stiftungen

Auflösung und Vermögensverwendung: Was passiert mit dem Vermögen bei Ende der Organisation?

Die Auflösung von e.V. und Stiftung folgt unterschiedlichen Regeln. Diese sind besonders relevant für die steuerliche Behandlung und die Erhaltung der Gemeinnützigkeit bis zum Ende der Organisation.

Auflösung des eingetragenen Vereins

Ein Verein kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst werden (§ 41 BGB), wenn die Satzung dies vorsieht. Die Auflösung bedarf einer qualifizierten Mehrheit (meist drei Viertel der anwesenden Mitglieder). Weitere Auflösungsgründe sind Insolvenz, gerichtliche Auflösung oder Zeitablauf bei befristeten Vereinen.

Nach Auflösung tritt der Verein in die Liquidation ein (§§ 47 ff. BGB). Das Vereinsvermögen wird verwertet, Verbindlichkeiten werden beglichen. Das verbleibende Vermögen fällt gemäß Satzung an die Mitglieder oder — bei gemeinnützigen Vereinen — zwingend an eine andere steuerbegünstigte Körperschaft oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts (§ 55 Abs. 1 Nr. 4 AO).

Wird das Vermögen nicht satzungsgemäß verwendet, verliert der Verein rückwirkend die Gemeinnützigkeit, was zu Nachsteuern auf alle steuerfrei vereinnahmten Mittel führen kann. Die steuerliche Vermögensbindung ist daher strikt zu beachten.

Auflösung der Stiftung

Stiftungen sind auf Ewigkeit angelegt (§ 87 BGB). Eine Auflösung ist nur unter engen Voraussetzungen möglich: wenn der Stiftungszweck nicht mehr erfüllbar ist, wenn die Stiftung das Gemeinwohl gefährdet oder wenn die Satzung eine Auflösungsklausel vorsieht. Die Auflösung erfolgt durch die Stiftungsaufsichtsbehörde (§ 87 BGB).

Das Vermögen einer aufgelösten gemeinnützigen Stiftung muss gem. § 55 Abs. 1 Nr. 4 AO an eine andere steuerbegünstigte Körperschaft oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts fallen. Der Stifter oder dessen Erben haben keinen Anspruch auf Rückübertragung des Vermögens — die Vermögenswidmung ist unwiderruflich.

In der Praxis kommen Stiftungsauflösungen selten vor. Häufiger sind Stiftungszusammenlegungen oder Zweckänderungen, wenn der ursprüngliche Stiftungszweck nicht mehr sinnvoll verwirklicht werden kann. Auch diese bedürfen der Genehmigung durch die Stiftungsaufsicht.

Achtung

Achtung bei Vermögensverwendung: Sowohl bei Auflösung eines e.V. als auch einer Stiftung droht bei falscher Vermögensverwendung der Verlust der Gemeinnützigkeit mit rückwirkender Besteuerung. Geschäftsführer, die einen Verein oder eine Stiftung auflösen, sollten dies zwingend durch einen Steuerberater begleiten lassen, um die steuerliche Vermögensbindung nach § 55 AO zu wahren.

Auflösung e.V.

Beschluss der Mitgliederversammlung, Liquidation durch Liquidatoren, Vermögen fällt an steuerbegünstigte Körperschaft oder jPöR. Relativ einfach durchführbar, wenn Satzung es vorsieht.

Auflösung Stiftung

Nur bei Unmöglichkeit oder Gefährdung des Gemeinwohls, durch Stiftungsaufsicht. Vermögen fällt an steuerbegünstigte Körperschaft. Stifter hat keinen Rückübertragungsanspruch. Sehr hohe Hürden.

e.V. oder Stiftung: Entscheidungskriterien für Geschäftsführer und Unternehmer

Die Wahl zwischen e.V. und Stiftung hängt von strategischen, organisatorischen und persönlichen Faktoren ab. Für Geschäftsführer einer GmbH, die gesellschaftliches Engagement institutionalisieren oder Vermögen für gemeinnützige Zwecke einsetzen möchten, sind folgende Entscheidungskriterien maßgeblich.

Wann ist ein e.V. die richtige Wahl?

  • Gemeinschaftliches Engagement: Wenn mehrere Personen (Mitarbeiter, Partner, Stakeholder) aktiv mitwirken und mitentscheiden sollen, ist der e.V. ideal. Die demokratische Struktur mit Mitgliederversammlung und Vorstandswahl ermöglicht breite Partizipation.
  • Dynamische Zielsetzung: Vereine können ihre Zwecke und Aktivitäten durch Satzungsänderungen relativ flexibel anpassen. Dies ist vorteilhaft, wenn sich gesellschaftliche Bedarfe ändern oder neue Projekte hinzukommen.
  • Geringe Anfangsinvestition: Ein e.V. benötigt kein Mindestvermögen. Die Gründung ist kostengünstig und kann auch mit bescheidenen Mitteln erfolgen.
  • Mitgliedsbeiträge und Spenden: Vereine leben oft von regelmäßigen Beiträgen und Spenden. Diese Einnahmenstruktur ist gut planbar und transparent.
  • Auflösbarkeit: Ein e.V. kann durch Beschluss aufgelöst werden, wenn das Projekt beendet ist oder die Ziele erreicht sind.

Wann ist eine Stiftung die richtige Wahl?

  • Langfristige Vermögensbindung: Wer Kapital dauerhaft einem Zweck widmen möchte, ohne dass Erben, Mitglieder oder Dritte Einfluss nehmen können, wählt die Stiftung. Das Vermögen bleibt in der Stiftung und dient auf Dauer dem festgelegten Zweck.
  • Unternehmensnachfolge: Bei Übertragung von Gesellschaftsanteilen oder Betriebsvermögen in eine Stiftung kann die Kontinuität des Unternehmens gesichert und gleichzeitig ein gemeinnütziger Zweck gefördert werden (z.B. Mitarbeiterstiftung, Forschungsförderung).
  • Persönliches Vermächtnis: Stiftungen sind ideal, um den eigenen Namen oder das Andenken an Familienmitglieder zu bewahren und gleichzeitig nachhaltig Gutes zu tun.
  • Vermögensverwaltung: Stiftungen eignen sich für Kapitalanleger, die Erträge aus Vermögen für gemeinnützige Zwecke einsetzen wollen (z.B. Stipendien, Preise, Forschungsprojekte).
  • Keine Mitglieder gewünscht: Wer Entscheidungen nicht demokratisieren, sondern durch ein Gremium (Vorstand, Kuratorium) professionell steuern möchte, findet in der Stiftung die passende Struktur.

ca. 600.000

eingetragene Vereine in Deutschland (2026)

ca. 24.000

rechtsfähige Stiftungen in Deutschland (2026)

50.000 €

übliche Mindestausstattung für Stiftungsgründung

„Aus der Beratungspraxis heraus lässt sich sagen: Wer flexibel bleiben und viele Menschen einbinden will, wählt den Verein. Wer Vermögen dauerhaft und geschützt einem Zweck widmen will, wählt die Stiftung. Beide Rechtsformen können nebeneinander bestehen — etwa eine operative Stiftung, die einen Förderverein als Partner hat. Die Kombination aus institutioneller Stabilität und bürgerschaftlichem Engagement ist oft die beste Lösung.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Hinweis

Für GmbH-Geschäftsführer: Wenn Ihre GmbH gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und ein CSR-Projekt institutionalisieren möchte, können Sie entweder gemeinsam mit Mitarbeitern einen e.V. gründen oder eine Stiftung mit Unternehmenskapital ausstatten. Beide Wege sind steuerlich begünstigt und ermöglichen professionelle Strukturen. Eine detaillierte Gegenüberstellung der beiden Rechtsformen finden Sie in unserem e.V. oder Stiftung Vergleich. OnlineBilanz unterstützt Sie gerne bei der steuerlichen Begleitung und Jahresabschlusserstellung für beide Rechtsformen — digital, transparent und durch zugelassene Steuerberater.

Kriterium e.V. besser geeignet Stiftung besser geeignet
Anzahl Akteure Viele Mitglieder, demokratisch Einzelstifter, professionelles Gremium
Vermögensausstattung Gering, keine Anforderung Hoch, mind. 50.000 € empfohlen
Flexibilität Satzungsänderungen möglich Zweck weitgehend unveränderlich
Dauer Auflösbar Auf Ewigkeit angelegt
Mitsprache Dritter Mitglieder entscheiden Keine Mitglieder, Stifter gibt Kontrolle ab
Typische Einnahmen Mitgliedsbeiträge, Spenden Vermögenserträge, Zustiftungen

Jahresabschluss und Steuererklärung: Welche Anforderungen gelten für e.V. und Stiftung?

Sowohl Vereine als auch Stiftungen unterliegen steuerlichen Erklärungs- und Dokumentationspflichten. Die Komplexität hängt von Größe, Rechtsform und Art der Geschäftstätigkeit ab. Für Geschäftsführer und Buchhalter, die mit gemeinnützigen Organisationen zu tun haben, ist es wichtig, die Anforderungen zu kennen und professionell zu erfüllen.

Steuererklärungspflichten für gemeinnützige Vereine

Auch gemeinnützige Vereine müssen grundsätzlich eine Körperschaftsteuererklärung abgeben, wenn sie wirtschaftliche Geschäftsbetriebe unterhalten oder steuerpflichtige Einkünfte erzielen. Die Körperschaftsteuererklärung enthält Angaben zum ideellen Bereich, zur Vermögensverwaltung, zu Zweckbetrieben und zu steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben.

Bei wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben mit Umsätzen über 45.000 Euro (Zweckbetriebe) bzw. 5.000 Euro (wirtschaftliche Geschäftsbetriebe ohne Zweckbetriebsprivileg) ist zudem eine Gewerbesteuererklärung erforderlich. Umsatzsteuerpflichtig sind Vereine, wenn sie unternehmerische Leistungen erbringen — auch hier gelten Sonderregelungen für Zweckbetriebe.

Alle drei Jahre (bei Einnahmen < 45.000 Euro alle fünf Jahre) ist zudem eine Gemeinnützigkeitsprüfung durch das Finanzamt fällig. Hierbei wird geprüft, ob die satzungsmäßigen Voraussetzungen eingehalten werden und die Mittel satzungsgemäß verwendet wurden (§ 63 Abs. 4 AO).

Steuererklärungspflichten für Stiftungen

Stiftungen unterliegen ähnlichen Steuererklärungspflichten wie Vereine. Die Körperschaftsteuererklärung ist zwingend, auch wenn keine Steuerlast entsteht. Stiftungen müssen besonders sorgfältig die Trennung zwischen Vermögensverwaltung (steuerfrei) und wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben (steuerpflichtig) dokumentieren.

Zudem verlangen viele Stiftungsaufsichtsbehörden die Vorlage eines Tätigkeitsberichts und eines Jahresabschlusses mit detaillierter Darstellung der Vermögensentwicklung und Mittelverwendung. Dies dient der Kontrolle, ob das Stiftungsvermögen erhalten bleibt und die Zwecke ordnungsgemäß erfüllt werden.

  • Körperschaftsteuererklärung für e.V. und Stiftung (auch bei Steuerbefreiung)
  • Gewerbesteuererklärung bei wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben > 5.000 Euro
  • Umsatzsteuererklärung bei unternehmerischer Tätigkeit
  • Gemeinnützigkeitsprüfung alle 3 (bzw. 5) Jahre nach § 63 Abs. 4 AO
  • Jahresabschluss und Tätigkeitsbericht für Stiftungen (Stiftungsaufsicht)
  • Sorgfältige Dokumentation der Mittelverwendung (§ 55, 58 AO)

Hinweis

OnlineBilanz für Vereine und Stiftungen: Die Erstellung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen für gemeinnützige Organisationen erfordert spezialisiertes Wissen. OnlineBilanz arbeitet mit zugelassenen Steuerberatern zusammen, die Erfahrung im Gemeinnützigkeitsrecht haben. Wir erstellen Ihren Jahresabschluss, prüfen die steuerliche Mittelverwendung und begleiten Sie bei der Gemeinnützigkeitsprüfung — digital, transparent und zu Festpreisen.

Die Fristen für die Abgabe der Steuererklärungen richten sich nach den allgemeinen Regelungen: Bei steuerlicher Beratung gilt die verlängerte Frist bis zum 31. Juli des Folgejahres (für Bilanzstichtag 31.12.2025 also bis 31.07.2027). Vereine und Stiftungen sollten jedoch intern früher planen, um die Prüfung durch das Finanzamt und die Stiftungsaufsicht rechtzeitig zu ermöglichen.

„Viele Vorstände unterschätzen den Aufwand für die steuerliche und aufsichtsrechtliche Dokumentation. Gerade bei größeren Stiftungen oder Vereinen mit wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben ist eine professionelle Buchhaltung und ein strukturierter Jahresabschluss unverzichtbar. Wer hier sauber arbeitet, schützt sich vor Haftungsrisiken und sichert die Gemeinnützigkeit langfristig.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Häufig gestellte Fragen

Kann ein e.V. später in eine Stiftung umgewandelt werden?

Eine direkte Umwandlung ist rechtlich nicht vorgesehen. Ein e.V. kann jedoch als Stifter auftreten und sein Vermögen in eine neu gegründete Stiftung einbringen, sofern die Mitgliederversammlung zustimmt und die Satzung dies zulässt. Nach Vermögensübertragung kann der e.V. aufgelöst werden. Diese Konstruktion erfordert stiftungsrechtliche Genehmigung der zuständigen Landesbehörde und steuerliche Begleitung, um Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden.

Welche Mindestausstattung an Vermögen benötigt eine Stiftung bei Gründung?

Das Stiftungsrecht des Bundes und der Länder schreibt kein festes Mindestvermögen vor. In der Praxis verlangen Stiftungsbehörden jedoch häufig mindestens 50.000 bis 100.000 Euro Grundstockvermögen, damit die Erträge den Stiftungszweck nachhaltig erfüllen können. Kleinere Vermögen können unter Umständen als unselbstständige Treuhandstiftung unter dem Dach einer bestehenden Stiftung verwaltet werden.

Sind e.V. und Stiftung zur Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer verpflichtet?

Für e.V. besteht keine gesetzliche Prüfungspflicht nach HGB, sofern sie nicht freiwillig als e.V. im Handelsregister eingetragen sind oder bestimmte Größenkriterien nach Landesrecht überschreiten. Stiftungen unterliegen der Aufsicht der Stiftungsbehörde; diese kann im Einzelfall eine Wirtschaftsprüfung anordnen, insbesondere bei größerem Vermögen oder wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb. Landesstiftungsgesetze regeln dies unterschiedlich.

Können e.V. und Stiftung Spendenbescheinigungen ausstellen?

Ja, sofern beide vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt sind und einen Freistellungsbescheid nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG besitzen, dürfen sie Zuwendungsbestätigungen gemäß § 50 EStDV ausstellen. Spender können diese Bescheinigungen steuerlich als Sonderausgaben geltend machen. Die Berechtigung zur Ausstellung wird im Freistellungsbescheid ausdrücklich vermerkt und gilt unabhängig von der Rechtsform.

Was passiert, wenn eine Stiftung ihren Zweck nicht mehr erfüllen kann?

Bei Unmöglichkeit oder Wegfall des Stiftungszwecks kann die Stiftungsbehörde nach § 87 BGB eine Zweckänderung genehmigen, wenn sie dem mutmaßlichen Willen des Stifters entspricht. Ist auch das nicht möglich, kann die Stiftung aufgehoben und das Vermögen einer anderen gemeinnützigen Organisation mit ähnlichem Zweck zugeführt werden. Die Entscheidung liegt bei der Stiftungsbehörde unter Wahrung der Gemeinnützigkeit und des Stifterwillens.

Haftet der Vorstand eines e.V. persönlich bei Verstößen gegen die Gemeinnützigkeit?

Ja. Verletzt der Vorstand schuldhaft die Gemeinnützigkeitsvorschriften – etwa durch unzulässige Mittelverwendung oder fehlende satzungsgemäße Verwendung – haftet er dem Verein nach § 280 BGB auf Schadensersatz. Zudem droht persönliche Haftung für rückständige Steuern nach § 69 AO, wenn die Aberkennung der Gemeinnützigkeit zu Steuernachforderungen führt. Eine D&O-Versicherung für Organmitglieder ist daher empfehlenswert.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 21 BGB – Rechtsfähiger Verein, § 80 BGB – Entstehung der Stiftung, § 51 AO – Allgemeines zur Gemeinnützigkeit, § 5 KStG – Befreiungen. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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