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Datum

Lesedauer

12–18 Minuten

OnlineBilanzBlogBescheinigung Bank Kredit

Steuerberater-Bescheinigung Bank Kredit 2026

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Banken verlangen bei Kreditanträgen von Selbstständigen und Unternehmen regelmäßig eine Steuerberater-Bescheinigung, um die wirtschaftliche Lage neutral zu prüfen. Die Bescheinigung bestätigt, dass BWA oder Jahresabschluss fachgerecht erstellt wurden. Hier erfahren Sie, welche Anforderungen gelten, wer sie ausstellen darf und worauf Sie achten müssen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Eine Steuerberater-Bescheinigung für die Bank bestätigt, dass betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) oder der Jahresabschluss durch einen zugelassenen Steuerberater geprüft und erstellt wurden. Sie dient Banken als neutrale Grundlage zur Bonitätsprüfung im Kreditantrag. Je nach Kreditvolumen und Unternehmensgröße reicht entweder eine BWA-Bescheinigung oder ein testierter Jahresabschluss.

Welche Bescheinigung verlangt die Bank beim Kreditantrag?

Banken verlangen bei Kreditanträgen von GmbHs regelmäßig eine Erstellungsbescheinigung oder Prüfungsbescheinigung des Steuerberaters. Diese Bescheinigung bestätigt, dass der vorgelegte Jahresabschluss durch einen zugelassenen Steuerberater erstellt oder geprüft wurde und die handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) erfüllt. Die Bank nutzt diese Bescheinigung als Qualitätssignal, um die Bonität des Unternehmens verlässlicher einschätzen zu können.

Neben dem testierten oder bescheinigten Jahresabschluss fordern Kreditinstitute häufig zusätzlich betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA), aktuelle Liquiditätsnachweise und eine Plausibilitätsprüfung durch den Steuerberater. Die Anforderungen variieren je nach Kreditvolumen, Bonität und Hausbankbeziehung. Kleinere Kredite bis 50.000 Euro können teilweise mit BWA ausreichen, während größere Finanzierungen ab 100.000 Euro nahezu immer einen vollständigen, steuerberaterlich erstellten Jahresabschluss erfordern.

Praxis-Tipp

Klären Sie bereits vor Kreditantragstellung mit Ihrer Hausbank, welche Unterlagen konkret benötigt werden. Ein rechtzeitig erstellter Jahresabschluss mit Steuerberater-Bescheinigung beschleunigt die Kreditprüfung erheblich und verbessert Ihre Verhandlungsposition bei Zinsen und Konditionen.

Die wichtigsten Bescheinigungsformen im Überblick

Bescheinigungsart Rechtsgrundlage Wann erforderlich
Erstellungsbescheinigung § 33 StBerG Jahresabschluss durch StB erstellt
Prüfungsbescheinigung § 323 HGB Prüfung durch Wirtschaftsprüfer (große GmbH)
BWA-Plausibilitätsbescheinigung Individuelle Bankanforderung Laufende Finanzierung, kurzfristige Kredite
Bescheinigung Offenlegung § 325 HGB Nachweis fristgerechter Veröffentlichung

Unterschied zwischen BWA-Bescheinigung und Jahresabschluss-Bescheinigung

Die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) ist eine unterjährige, vorläufige Auswertung der Buchhaltung. Sie wird üblicherweise monatlich oder quartalsweise erstellt und zeigt die aktuelle Ertragslage. Eine BWA ist nicht handelsrechtlich normiert und ersetzt keinen Jahresabschluss gemäß § 242 HGB. Banken akzeptieren BWAs häufig für kurzfristige Liquiditätslinien oder zur laufenden Bonitätsüberwachung, nicht jedoch als Grundlage für langfristige Investitionskredite.

Der Jahresabschluss nach § 242 HGB hingegen ist die rechtsverbindliche, periodengerechte Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag (meist 31.12.). Er umfasst Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie bei mittelgroßen und großen GmbHs den Anhang gemäß § 264 Abs. 1 HGB. Die Erstellungsbescheinigung des Steuerberaters nach § 33 StBerG dokumentiert, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften erstellt wurde und eine höhere Verlässlichkeit aufweist als eine interne BWA.

BWA-Bescheinigung

  • Monatlich oder quartalsweise
  • Keine GoB-Prüfung
  • Keine Unterschriftspflicht StB
  • Schnell verfügbar

Jahresabschluss-Bescheinigung

  • Jährlich zum Bilanzstichtag
  • Vollständige GoB-Prüfung
  • Unterschrift und Stempel StB
  • Rechtsverbindlich

„Viele Geschäftsführer unterschätzen den Unterschied: Eine BWA zeigt Ihnen, wo Sie stehen – der Jahresabschluss dokumentiert rechtsverbindlich, wie Sie dastehen. Banken wissen das und verlangen für ernsthafte Kreditentscheidungen immer den testierten oder steuerberaterlich erstellten Jahresabschluss.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wer darf die Steuerberater-Bescheinigung ausstellen?

Die Erstellungsbescheinigung für Jahresabschlüsse darf ausschließlich von zugelassenen Steuerberatern, Steuerbevollmächtigten, Wirtschaftsprüfern oder vereidigten Buchprüfern ausgestellt werden. Die Rechtsgrundlage bildet § 33 Steuerberatungsgesetz (StBerG). Nicht zugelassen sind Buchhalter, Bilanzbuchhalter oder Unternehmensberater ohne entsprechende Berufszulassung – auch wenn diese den Jahresabschluss faktisch erstellt haben.

Die Bescheinigung ist rechtlich ein Zeugnis im Sinne des § 323 HGB und unterliegt der Berufshaftung des Steuerberaters. Sie bestätigt, dass der Jahresabschluss nach handelsrechtlichen Vorschriften erstellt wurde, die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung eingehalten sind und die Darstellung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt (True-and-Fair-View-Grundsatz gemäß § 264 Abs. 2 HGB).

Vorsicht bei Bescheinigungen Dritter

Banken akzeptieren keine Bescheinigungen von nicht zugelassenen Personen. Legen Sie eine Bescheinigung ohne gültige StB-Zulassung vor, wird der Kreditantrag in der Regel abgelehnt oder zurückgestellt. Prüfen Sie die Zulassung Ihres Steuerberaters über die Steuerberaterkammer.

Anforderungen an die formale Bescheinigung

  • Vollständiger Name und Anschrift des Steuerberaters
  • Steuerberaternummer und Kammerzugehörigkeit
  • Bezeichnung des Mandanten (Firma, Sitz, Handelsregisternummer)
  • Bilanzstichtag und Geschäftsjahr (z. B. 01.01.2025–31.12.2025)
  • Bestätigung der Erstellung nach § 242, § 264 HGB
  • Datum und rechtsverbindliche Unterschrift mit Stempel
  • Optional: Hinweis auf Haftungsbeschränkung gemäß § 67a StBerG

Inhalt und Umfang der Steuerberater-Bescheinigung

Die Steuerberater-Bescheinigung ist kein standardisiertes Formular, sondern ein individuelles Zeugnis, das die Erstellung oder Prüfung des Jahresabschlusses dokumentiert. Sie enthält üblicherweise eine Bestätigung, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 238 ff., §§ 264 ff. HGB) erstellt wurde und die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) eingehalten sind. Zudem wird bestätigt, dass die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln.

Der Umfang variiert je nach Größenklasse der GmbH nach § 267 HGB. Kleine Kapitalgesellschaften (Bilanzsumme ≤ 6.000.000 Euro, Umsatzerlöse ≤ 12.000.000 Euro, ≤ 50 Arbeitnehmer) benötigen lediglich eine Erstellungsbescheinigung ohne Prüfungspflicht. Mittelgroße GmbHs erstellen Bilanz, GuV und Anhang; große Kapitalgesellschaften (zwei von drei Merkmalen überschritten: Bilanzsumme > 20.000.000 Euro, Umsatz > 40.000.000 Euro, > 250 Arbeitnehmer) sind zusätzlich prüfungspflichtig gemäß § 316 HGB und benötigen den Bestätigungsvermerk eines Wirtschaftsprüfers.

Typische Inhalte der Erstellungsbescheinigung

  • Mandatsbeziehung: Bestätigung, dass der Steuerberater mit der Erstellung beauftragt wurde
  • Rechnungslegungsrahmen: Anwendung von HGB, ggf. EStG, GmbHG
  • Vollständigkeit der Unterlagen: Erklärung der Geschäftsführung wurde eingeholt
  • GoB-Konformität: Einhaltung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
  • Abgrenzung: Keine Prüfung im Sinne des § 316 HGB (außer bei großen GmbHs)
  • Haftungsbeschränkung: Optional gemäß § 67a StBerG

„Die Erstellungsbescheinigung ist nicht nur ein formaler Akt, sondern dokumentiert die fachliche Verantwortung des Steuerberaters. Banken wissen: Wo ein Steuerberater unterschreibt, haftet er mit seiner Zulassung und Berufshaftpflicht – das ist Vertrauenskapital, das Sie für bessere Kreditkonditionen nutzen können.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wann reicht eine BWA, wann ist der Jahresabschluss erforderlich?

Ob eine BWA ausreicht oder ein vollständiger, steuerberaterlich bescheinigter Jahresabschluss erforderlich ist, hängt von Kreditvolumen, Laufzeit, Besicherung und Bonität ab. Kleinere Betriebsmittelkredite bis 25.000 Euro werden von Hausbanken oft auf Basis aktueller BWAs und Kontoumsätze vergeben, wenn die Geschäftsbeziehung eingespielt ist und regelmäßige Geldeingänge nachweisbar sind. Hier reicht häufig eine Plausibilitätsbescheinigung des Steuerberaters zur BWA.

Sobald das Kreditvolumen 50.000 Euro übersteigt, die Laufzeit mehrere Jahre beträgt oder Investitionsgüter finanziert werden sollen, verlangen Banken regelmäßig den vollständigen Jahresabschluss mit Steuerberater-Bescheinigung. Dies gilt insbesondere für KfW-Förderkredite, Investitionsdarlehen, Immobilienfinanzierungen und alle Finanzierungen über 100.000 Euro. Auch bei erstmaliger Kreditaufnahme oder nach Gesellschafterwechsel fordert die Bank standardmäßig den testierten Jahresabschluss.

Kreditart Typisches Volumen Erforderliche Unterlagen
Kontokorrentkredit bis 25.000 € Aktuelle BWA + Kontoumsätze
Betriebsmittelkredit 25.000–100.000 € BWA + StB-Plausibilitätsbescheinigung
Investitionskredit ab 50.000 € Jahresabschluss + Erstellungsbescheinigung
KfW-Förderkredit ab 25.000 € Jahresabschluss + Erstellungsbescheinigung
Immobilienfinanzierung ab 100.000 € Jahresabschluss (3 Jahre) + StB-Bescheinigung
Großkredit ab 250.000 € Geprüfter Jahresabschluss (WP-Testat)

Faustregel für GmbH-Geschäftsführer

Planen Sie Kredite über 50.000 Euro oder langfristige Finanzierungen, lassen Sie den Jahresabschluss frühzeitig durch einen Steuerberater erstellen. Ein aktueller, bescheinigter Jahresabschluss ist das wichtigste Bonitätsdokument und beschleunigt die Kreditentscheidung erheblich. Wer digital und mit Festpreis arbeiten möchte, findet auf OnlineBilanz.de Steuerberater-Leistungen mit transparenten Konditionen.

Welche Unterlagen werden zusätzlich zur Bescheinigung benötigt?

Neben der Steuerberater-Bescheinigung verlangt die Bank für die Kreditprüfung regelmäßig eine Reihe weiterer Unterlagen, um ein vollständiges Bild der wirtschaftlichen Verhältnisse zu erhalten. Dazu gehören in jedem Fall die vollständige Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie – bei mittelgroßen und großen GmbHs – der Anhang gemäß § 264 Abs. 1 HGB. Zusätzlich wird häufig die aktuelle BWA des laufenden Geschäftsjahres angefordert, um die Entwicklung seit dem letzten Bilanzstichtag beurteilen zu können.

Weitere typische Anforderungen umfassen die Summen- und Saldenliste (SuSa), betriebswirtschaftliche Auswertungen der letzten 12 Monate, Liquiditätsplanung, bestehende Kreditverträge, Gesellschafterliste, Handelsregisterauszug (nicht älter als drei Monate) sowie bei größeren Finanzierungen eine Rentabilitätsvorschau und Investitionsplanung. Bei erstmaliger Kreditaufnahme oder Rating-Erstellung verlangen viele Institute auch die Jahresabschlüsse der letzten drei Geschäftsjahre.

Checkliste: Unterlagen für den Kreditantrag (GmbH)

  • Jahresabschluss (Bilanz, GuV, ggf. Anhang) mit Steuerberater-Bescheinigung
  • Aktuelle BWA des laufenden Geschäftsjahres
  • Summen- und Saldenliste (SuSa) zum Bilanzstichtag
  • Gesellschafterliste und Handelsregisterauszug (aktuell)
  • Bestehende Kreditverträge und Sicherheitenverzeichnis
  • Liquiditätsplanung und Rentabilitätsvorschau (bei Investitionskrediten)
  • Steuerbescheide (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer) der letzten zwei Jahre
  • Nachweis der Offenlegung beim Unternehmensregister (§ 325 HGB)
  • Bei Neugründung: Businessplan, Gesellschaftsvertrag, Eröffnungsbilanz

Offenlegungspflicht nicht vergessen

Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung des Jahresabschlusses ausschließlich beim Unternehmensregister, nicht mehr beim Bundesanzeiger. Viele Banken verlangen einen Nachweis der fristgerechten Offenlegung gemäß § 325 HGB (12 Monate nach Bilanzstichtag). Bei Verstoß drohen Ordnungsgelder von 500 bis 25.000 Euro nach § 335 HGB.

„Die vollständige, rechtzeitige Bereitstellung aller Unterlagen ist entscheidend für Tempo und Konditionen der Kreditzusage. Wir erleben regelmäßig, dass Kreditanträge verzögert oder teurer werden, weil der Jahresabschluss fehlt oder nicht ordnungsgemäß offengelegt wurde. Eine saubere, steuerberaterlich begleitete Dokumentation zahlt sich aus.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Kosten und Bearbeitungszeit für die Steuerberater-Bescheinigung

Die Kosten für die Erstellung eines Jahresabschlusses mit Steuerberater-Bescheinigung richten sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) und werden anhand des Gegenstandswerts (in der Regel die Bilanzsumme oder der Jahresumsatz) sowie der Komplexität der Buchhaltung berechnet. Für eine kleine GmbH (Bilanzsumme bis 1.000.000 Euro) liegen die Kosten typischerweise zwischen 1.200 und 2.500 Euro netto, für mittelgroße GmbHs zwischen 2.500 und 6.000 Euro netto. Zusatzleistungen wie Anhangerstellung, Lagebericht oder umfangreiche Abstimmungsarbeiten erhöhen die Gebühr.

Die Bearbeitungszeit hängt von der Qualität der Vorbuchhaltung, der Vollständigkeit der Belege und der Komplexität der Geschäftsvorfälle ab. Bei gut vorbereiteter, digitaler Buchhaltung und klarer Belegstruktur kann ein Jahresabschluss innerhalb von 2 bis 4 Wochen erstellt werden. Sind umfangreiche Nacharbeiten, Klärungen oder Inventurbereinigungen erforderlich, verlängert sich die Frist auf 6 bis 8 Wochen. Wichtig: Die gesetzliche Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG beträgt 11 Monate bei kleinen GmbHs, 8 Monate bei mittelgroßen und großen – danach droht die Nichtigkeit der Feststellung.

1.200–2.500 €

Kosten kleine GmbH (Bilanzsumme bis 1 Mio. €)

2–4 Wochen

Bearbeitungszeit bei digitaler, sauberer Buchhaltung

11 Monate

Feststellungsfrist kleine GmbH (§ 42a GmbHG)

Kostenfaktoren und Einsparpotenziale

  • Digitale Buchhaltung: Spart bis zu 30 % der Bearbeitungszeit und senkt die Gebühr
  • Vollständige Belege: Fehlende oder unklare Belege erhöhen den Zeitaufwand erheblich
  • Vorbereitung durch Geschäftsführung: Kontenabstimmung, Inventurlisten, Rückstellungslisten sollten vorab erstellt werden
  • Festpreisangebote: Einige Steuerberater bieten Pauschalpreise nach Größenklasse, z. B. auf Plattformen wie OnlineBilanz.de
  • Jahresabschluss + Steuererklärung: Kombination kann Synergien schaffen und Gebühren senken

Festpreis-Transparenz nutzen

Klassische Steuerberater rechnen nach Zeitaufwand und Gegenstandswert ab – das führt oft zu unklaren Kostenstrukturen. Digitale Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz bieten transparente Festpreise je nach Größenklasse und erstellen den Jahresabschluss inklusive Bescheinigung innerhalb von 2–3 Wochen. Das schafft Planungssicherheit und beschleunigt den Kreditantrag.

Häufige Fehler bei der Bescheinigung vermeiden

Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung von Erstellungsbescheinigung und Prüfungsbescheinigung. Die Erstellungsbescheinigung nach § 33 StBerG bestätigt lediglich, dass der Steuerberater den Jahresabschluss erstellt hat – sie ist keine Prüfung im Sinne des § 316 HGB. Große Kapitalgesellschaften benötigen zusätzlich den Bestätigungsvermerk eines Wirtschaftsprüfers. Banken lehnen Kreditanträge ab, wenn die falsche Bescheinigungsart vorgelegt wird.

Ein weiterer Fehler ist die verspätete Beauftragung des Steuerberaters. Viele Geschäftsführer beauftragen den Jahresabschluss erst, wenn die Bank ihn anfordert – zu diesem Zeitpunkt ist die gesetzliche Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG (11 Monate bei kleinen GmbHs, 8 Monate bei mittelgroßen) oft bereits abgelaufen. Das führt zu Zeitdruck, höheren Kosten durch Eilzuschläge und im schlimmsten Fall zur Nichtigkeit der Feststellung. Planen Sie den Jahresabschluss daher frühzeitig, idealerweise im ersten Quartal nach Bilanzstichtag.

Die sieben häufigsten Fehler im Überblick

  1. Fehlende Offenlegung: Jahresabschluss nicht fristgerecht beim Unternehmensregister eingereicht (Frist: 12 Monate, § 325 HGB) – Ordnungsgeld bis 25.000 Euro droht
  2. Unvollständige Unterlagen: Inventurlisten, Anlageverzeichnis, Rückstellungsnachweise fehlen – verzögert Erstellung erheblich
  3. Falsche Größenklasse: Anhang fehlt, obwohl GmbH mittelgroß ist (§ 267 Abs. 2 HGB) – Jahresabschluss formal mangelhaft
  4. Keine Unterschrift/Stempel: Bescheinigung ohne rechtsverbindliche Unterschrift und Steuerberater-Stempel wird von Banken nicht akzeptiert
  5. Veraltete Bescheinigung: Jahresabschluss älter als 12 Monate – Bank verlangt aktuellen Abschluss
  6. Keine Gesellschafterbeschlüsse: Feststellung und Ergebnisverwendung nicht protokolliert (§ 42a GmbHG) – rechtlich unwirksam
  7. Buchhaltung nicht abgeschlossen: Offene Posten, fehlende Abgrenzungen – Steuerberater kann Jahresabschluss nicht erstellen

Ordnungsgeld und Haftungsrisiken

Bei Verstoß gegen die Offenlegungspflicht (§ 325 HGB) drohen Ordnungsgelder von 500 bis 25.000 Euro gemäß § 335 HGB. Zudem können Geschäftsführer persönlich haften, wenn durch verspätete oder fehlerhafte Jahresabschlüsse Schäden für die GmbH oder Gläubiger entstehen (§ 43 GmbHG).

„Wir sehen immer wieder, dass Geschäftsführer den Jahresabschluss erst erstellen lassen, wenn die Bank ihn verlangt. Dann ist es oft zu spät für optimale Konditionen. Wer seinen Jahresabschluss rechtzeitig, vollständig und sauber vorlegt, signalisiert der Bank Professionalität – das verbessert die Verhandlungsposition spürbar.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Häufig gestellte Fragen

Kann ich die Bescheinigung auch von einem Buchhalter oder Bilanzbuchhalter ausstellen lassen?

Nein. Banken verlangen in der Regel eine Bescheinigung von einem zugelassenen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer gemäß § 3 StBerG bzw. § 2 WPO. Buchhalter oder Bilanzbuchhalter dürfen zwar die Buchhaltung führen, eine rechtsverbindliche Bescheinigung für Kreditinstitute ausstellen jedoch nur Berufsträger mit entsprechender Zulassung.

Wie lange ist eine Steuerberater-Bescheinigung gültig?

Eine Bescheinigung verliert ihre Aussagekraft mit zunehmendem Zeitabstand. Banken verlangen meist aktuelle Unterlagen, die nicht älter als drei bis sechs Monate sind. Bei einem Kreditantrag im Jahr 2026 sollte die BWA oder der Jahresabschluss 2025 vorliegen, idealerweise mit Bescheinigung aus dem laufenden Quartal.

Muss die Bescheinigung notariell beglaubigt werden?

Nein. Die Bescheinigung wird vom Steuerberater auf seinem Briefpapier mit Stempel und Unterschrift ausgestellt. Eine notarielle Beglaubigung ist nicht erforderlich. Die Berufszulassung des Steuerberaters und seine Haftpflichtversicherung genügen der Bank als Gewähr für die Richtigkeit.

Was passiert, wenn die Bank die Bescheinigung ablehnt?

Die Bank kann die Vorlage ergänzender Unterlagen oder eine detailliertere Bescheinigung anfordern. In seltenen Fällen wird ein vollständiger Jahresabschluss mit Prüfungsvermerk verlangt. Ihr Steuerberater kann dann nacharbeiten oder die Bescheinigung erweitern. Eine Ablehnung der Bescheinigung ist meist inhaltlich begründet und sollte mit dem Steuerberater besprochen werden.

Können digitale oder elektronisch signierte Bescheinigungen eingereicht werden?

Ja. Viele Banken akzeptieren mittlerweile PDF-Dokumente mit qualifizierter elektronischer Signatur gemäß eIDAS-Verordnung. Die meisten Steuerberater stellen Bescheinigungen jedoch weiterhin in Papierform mit handschriftlicher Unterschrift aus. Bei Einreichung per E-Mail oder Online-Portal sollten Sie im Vorfeld die technischen Anforderungen der Bank klären.

Kann ich die Bescheinigung selbst erstellen und vom Steuerberater nur unterschreiben lassen?

Nein. Der Steuerberater muss die zugrundeliegenden Daten selbst geprüft oder erstellt haben. Eine reine Unterschriftsleistung ohne fachliche Prüfung widerspricht der Berufspflicht gemäß § 57 StBerG und kann haftungsrechtliche Folgen haben. Die Bescheinigung muss die tatsächliche fachliche Mitwirkung des Steuerberaters dokumentieren.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Steuerberatungsgesetz (StBerG), Handelsgesetzbuch (HGB), Wirtschaftsprüferordnung (WPO), GmbH-Gesetz (GmbHG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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