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Sachanlagen218.400 €
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Bank & Kasse96.650 €
Summe Aktiva604.320 €
Passiva Mittelherkunft · "Wem gehört es?"
A. Eigenkapital
Stammkapital25.000 €
Gewinnrücklagen156.200 €
Jahresüberschuss184.320 €
B. Fremdkapital
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offengelegt
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HandelsregisterHinterlegung · sofern erforderlich
hinterlegt
Festpreis eingehalten · Bestätigung per E-Mail

Datum

Lesedauer

12–18 Minuten


OnlineBilanzBlogBilanz GmbH selbst erstellen

Bilanz GmbH selbst erstellen 2026

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Erstellung der GmbH-Bilanz ist gesetzlich vorgeschrieben und muss jährlich erfolgen. Geschäftsführer können durch den Einsatz geeigneter Software zur Bilanzerstellung die Bilanz GmbH selbst erstellen und dabei die Kontrolle über ihre Unternehmenszahlen behalten. Wer eine Bilanz selbst erstellen möchte, sollte die rechtlichen Grundlagen, Bestandteile und erforderlichen Schritte zur eigenständigen Bilanzerstellung nach HGB kennen – dieser Leitfaden zeigt alle wesentlichen Aspekte.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Ja, Geschäftsführer können die Bilanz ihrer GmbH selbst erstellen. Nach § 242 HGB besteht für jede GmbH die Pflicht zur Aufstellung einer Bilanz als Teil des Jahresabschlusses. Mit strukturierter Vorbereitung und digitalen Tools ist die eigenständige Erstellung möglich. Wichtige Aspekte wie Kosten, Tools und Zeitaufwand sollten dabei berücksichtigt werden, wobei eine fachliche Prüfung durch einen Steuerberater empfohlen wird.

Was ist eine Bilanz?

Die Bilanz ist nach § 242 HGB ein zentraler Bestandteil des Jahresabschlusses. Sie stellt die Vermögens- und Finanzlage eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag gegenüber.

Eine Bilanz beantwortet zwei grundlegende Fragen: Welche Vermögenswerte besitzt das Unternehmen (Aktiva)? Und wie wurden diese Vermögenswerte finanziert (Passiva)?

Aktivseite

Zeigt alle Vermögenswerte des Unternehmens. Dazu gehören Anlagevermögen (z.B. Maschinen, Gebäude) und Umlaufvermögen (z.B. Vorräte, Forderungen, Bankguthaben).

Passivseite

Zeigt die Finanzierung der Vermögenswerte. Dazu gehören Eigenkapital (z.B. Stammkapital, Gewinnrücklagen) und Fremdkapital (z.B. Verbindlichkeiten, Rückstellungen).

Die Grundregel jeder Bilanz: Aktiva = Passiva. Die Bilanzsumme muss auf beiden Seiten identisch sein. Diese Struktur ermöglicht es Geschäftsführern und Gesellschaftern, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens auf einen Blick zu erfassen.

Hinweis

Wer eine Bilanz GmbH selbst erstellen möchte, erstellt damit eine strukturierte Übersicht über sämtliche Vermögenswerte und deren Finanzierung zum Bilanzstichtag – in der Regel der 31.12. eines Geschäftsjahres.

Gesetzliche Pflichten für GmbH

Für Kapitalgesellschaften wie die GmbH, UG (haftungsbeschränkt) und AG besteht eine umfassende Bilanzierungspflicht nach § 242 HGB. Diese Verpflichtung ist unabhängig von Größe oder Umsatz des Unternehmens.

Die Bilanzierungspflicht erfüllt mehrere zentrale Funktionen im Handels- und Gesellschaftsrecht:

  • Dokumentation der wirtschaftlichen Entwicklung über mehrere Geschäftsjahre
  • Grundlage für die Besteuerung des Unternehmens
  • Transparenz gegenüber Gesellschaftern nach § 42a GmbHG
  • Informationsfunktion für Gläubiger und Geschäftspartner
  • Grundlage für Gewinnverwendungsbeschlüsse

Nach § 325 HGB muss der Jahresabschluss inklusive Bilanz beim Unternehmensregister offengelegt werden. Seit dem DiRUG (Digitalisierungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz) vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister.

Achtung

Bei Nichterfüllung der Offenlegungspflicht droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB in Höhe von 500 bis 25.000 Euro. Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach dem Bilanzstichtag.

Wer eine Bilanz GmbH selbst erstellen möchte, muss daher nicht nur die Bilanz aufstellen, sondern auch die gesetzlichen Fristen für Feststellung und Offenlegung beachten.

Bestandteile der Bilanz nach § 266 HGB

Das Handelsgesetzbuch schreibt in § 266 HGB ein klares Gliederungsschema für die Bilanz von Kapitalgesellschaften vor. Diese Struktur ist verbindlich und muss beim eigenständigen Erstellen der Bilanz beachtet werden.

Aktivseite: Vermögenswerte

Die Aktivseite gliedert sich in Anlagevermögen und Umlaufvermögen:

Bilanzposition Beschreibung Beispiele
A. Anlagevermögen Langfristig gebundene Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Nicht physische Vermögenswerte Software, Lizenzen, Patente
II. Sachanlagen Physische Vermögenswerte Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung
III. Finanzanlagen Langfristige Finanzinvestitionen Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens
B. Umlaufvermögen Kurzfristig gebundene Vermögenswerte
I. Vorräte Lagergüter und Erzeugnisse Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, fertige Erzeugnisse
II. Forderungen Ansprüche gegenüber Dritten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
III. Wertpapiere Kurzfristige Finanzanlagen Aktien, Anleihen
IV. Kassenbestand und Guthaben Liquide Mittel Bankguthaben, Kassenbestand

Passivseite: Finanzierung

Die Passivseite zeigt die Herkunft der Finanzierung:

Bilanzposition Beschreibung Beispiele
A. Eigenkapital Kapital der Gesellschafter
I. Gezeichnetes Kapital Stammkapital der GmbH Mindeststammkapital: 25.000 € (GmbH), 1 € (UG)
II. Kapitalrücklage Einlagen über Nennwert hinaus Agio bei Kapitalerhöhungen
III. Gewinnrücklagen Einbehaltene Gewinne Gesetzliche Rücklage, andere Gewinnrücklagen
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag Ergebnis aus Vorjahren Nicht ausgeschüttete Gewinne
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Ergebnis des laufenden Jahres Gewinn oder Verlust
B. Rückstellungen Ungewisse Verbindlichkeiten Steuerrückstellungen, Pensionsrückstellungen
C. Verbindlichkeiten Sichere Verpflichtungen Lieferantenverbindlichkeiten, Bankdarlehen

Hinweis

Das Gliederungsschema nach § 266 HGB ist für alle Kapitalgesellschaften verbindlich. Wer eine Bilanz GmbH selbst erstellen möchte, muss diese Struktur einhalten, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

Größenklassen nach § 267 HGB

Die Größenklasse einer GmbH bestimmt den Umfang der Offenlegungspflichten und Prüfungsanforderungen. Nach § 267 HGB werden Kapitalgesellschaften in drei Größenklassen eingeteilt.

Die Einordnung erfolgt anhand von drei Kriterien. Zwei der drei Schwellenwerte müssen an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen über- bzw. unterschritten werden:

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Kleinstkapitalgesellschaft (§ 267a HGB) ≤ 350.000 € ≤ 700.000 € ≤ 10
Kleine Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 1 HGB) ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50
Mittelgroße Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250
Große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250

Die Größenklasse hat direkte Auswirkungen auf die Anforderungen:

Kleinstkapitalgesellschaften

Erleichterungen bei der Bilanzierung möglich. Keine Pflicht zur Erstellung einer Gewinn- und Verlustrechnung unter bestimmten Voraussetzungen. Vereinfachte Offenlegung.

Kleine Kapitalgesellschaften

Keine Prüfungspflicht nach § 316 HGB. Offenlegung einer verkürzten Bilanz möglich. Feststellungsfrist: 11 Monate nach § 42a GmbHG.

Mittelgroße/Große

Pflichtprüfung durch Wirtschaftsprüfer bei großen Gesellschaften. Erweiterte Offenlegungspflichten. Feststellungsfrist: 8 Monate nach § 42a GmbHG.

„Die korrekte Einordnung in die Größenklasse ist entscheidend für den Umfang der Jahresabschlussarbeiten. Viele kleine GmbHs können von Erleichterungen profitieren, wenn sie die Schwellenwerte beachten und die zweijährige Stabilitätsregel berücksichtigen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Schritt-für-Schritt: Bilanz GmbH selbst erstellen

Die eigenständige Erstellung einer GmbH-Bilanz erfordert eine systematische Vorgehensweise. Mit der richtigen Struktur und digitalen Unterstützung können Geschäftsführer diesen Prozess effizient gestalten.

Schritt 1: Buchführung abschließen

Die Grundlage jeder Bilanz ist eine vollständige und korrekte Buchführung nach § 238 HGB. Alle Geschäftsvorfälle des abgelaufenen Geschäftsjahres müssen erfasst sein.

  • Alle Eingangs- und Ausgangsrechnungen gebucht
  • Bankkontenbewegungen vollständig erfasst
  • Kassenbuch geführt und abgestimmt
  • Private Einlagen und Entnahmen dokumentiert
  • Offene Posten mit Kontoauszügen abgeglichen

Schritt 2: Inventur durchführen

Nach § 240 HGB ist zum Bilanzstichtag eine Inventur durchzuführen. Dabei werden alle Vermögensgegenstände und Schulden mengen- und wertmäßig erfasst.

  • Anlagevermögen: Erfassung aller Maschinen, Fahrzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit Anschaffungswerten und Abschreibungen
  • Vorräte: Bestandsaufnahme von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie fertigen Erzeugnissen
  • Forderungen: Aufstellung aller offenen Kundenforderungen mit Fälligkeitsdaten
  • Verbindlichkeiten: Erfassung aller Lieferantenverbindlichkeiten und Darlehen

Schritt 3: Bewertung vornehmen

Die Bewertung erfolgt nach den Grundsätzen der §§ 252-256 HGB. Dabei sind die Bewertungsgrundsätze zu beachten:

Bilanzposition Bewertungsansatz Rechtsgrundlage
Anlagevermögen Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen § 253 Abs. 1, 3 HGB
Umlaufvermögen Anschaffungskosten oder niedrigerer Tageswert § 253 Abs. 4 HGB
Forderungen Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen § 253 Abs. 4 HGB
Verbindlichkeiten Erfüllungsbetrag § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB
Rückstellungen Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB

Schritt 4: Jahresabschlussbuchungen

Vor der Bilanzerstellung sind abschließende Buchungen vorzunehmen:

  • Abschreibungen auf Anlagevermögen buchen
  • Rückstellungen für Urlaub, ausstehende Rechnungen und Steuern bilden
  • Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten erfassen
  • Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) nach § 6 Abs. 2 EStG behandeln
  • Eventuelle Zuschreibungen oder außerplanmäßige Abschreibungen vornehmen

Schritt 5: Bilanz aufstellen

Nach Abschluss aller Buchungen wird die Bilanz nach dem Schema des § 266 HGB erstellt. Die Salden aus der Buchführung werden in die vorgegebene Gliederung übertragen.

Hinweis

Digitale Tools wie OnlineBilanz übernehmen die Übertragung der Kontensalden automatisch in das HGB-Bilanzschema. Geschäftsführer müssen lediglich die Ausgangsdaten prüfen und bestätigen.

Schritt 6: Gewinn- und Verlustrechnung erstellen

Parallel zur Bilanz wird die GuV nach § 275 HGB erstellt. Sie zeigt die Ertrags- und Aufwandspositionen des Geschäftsjahres und ermittelt den Jahresüberschuss oder -fehlbetrag.

Schritt 7: Anhang erstellen (wenn erforderlich)

Kleine Kapitalgesellschaften müssen nach § 264 Abs. 1 HGB einen Anhang erstellen. Kleinstkapitalgesellschaften können unter bestimmten Voraussetzungen darauf verzichten.

Schritt 8: Feststellung und Offenlegung

Der fertige Jahresabschluss muss von der Gesellschafterversammlung festgestellt werden. Anschließend erfolgt die Offenlegung beim Unternehmensregister gemäß § 325 HGB.

Häufige Fehler beim Bilanzerstellen vermeiden

Beim eigenständigen Erstellen der GmbH-Bilanz können verschiedene Fehlerquellen auftreten. Die Kenntnis typischer Fehler hilft, diese von vornherein zu vermeiden.

Fehler bei der Bewertung

Achtung

Fehlende Abschreibungen: Anlagevermögen muss planmäßig nach § 253 Abs. 3 HGB abgeschrieben werden. Vergessene Abschreibungen führen zu einer überhöhten Bilanz und falschen Gewinnausweis.

  • Falsche Nutzungsdauern bei Abschreibungen angesetzt
  • Niedrigerer Tageswert beim Umlaufvermögen nicht berücksichtigt
  • Forderungsbewertung ohne Berücksichtigung von Ausfallrisiken
  • Verbindlichkeiten in Fremdwährung nicht zum Stichtagskurs bewertet

Fehler bei Rückstellungen

Rückstellungen werden häufig vergessen oder falsch bewertet. Typische Fehlerquellen:

  • Keine Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen gebildet
  • Urlaubsrückstellungen für nicht genommenen Urlaub fehlen
  • Steuerrückstellungen nicht oder falsch gebildet
  • Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften übersehen

Formelle Fehler

Auch formale Anforderungen müssen beachtet werden:

  • Gliederungsschema nach § 266 HGB eingehalten
  • Vorjahreswerte zum Vergleich ausgewiesen
  • Bilanz und GuV mit Datum und Unterschrift versehen
  • Anhangangaben vollständig (wenn erforderlich)
  • Größenklasse korrekt ermittelt

Fehler bei Fristen

Die Nichteinhaltung gesetzlicher Fristen kann zu erheblichen Konsequenzen führen:

Frist Rechtsgrundlage Folgen bei Versäumnis
Feststellung: 11 Monate (klein) / 8 Monate (mittel/groß) § 42a GmbHG Geschäftsführerhaftung möglich
Offenlegung: 12 Monate § 325 HGB Ordnungsgeld 500-25.000 € nach § 335 HGB
Aufbewahrung: 10 Jahre § 257 HGB Bußgeld bei Nichtvorlage möglich

„Die meisten Fehler entstehen bei der Bewertung und bei Rückstellungen. Eine strukturierte Checkliste und die Nutzung digitaler Tools reduzieren das Fehlerrisiko erheblich. Trotz eigenständiger Erstellung sollte eine abschließende Prüfung durch einen Steuerberater erfolgen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Fristen und Termine für das Geschäftsjahr 2025/2026

Für GmbHs mit dem Bilanzstichtag 31.12.2025 gelten im Jahr 2026 folgende gesetzliche Fristen:

31.12.2025

Bilanzstichtag (üblich)

11 Monate

Feststellungsfrist (klein)

12 Monate

Offenlegungsfrist

Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG

Die Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafterversammlung muss innerhalb folgender Fristen erfolgen:

Größenklasse Frist Deadline für Bilanzstichtag 31.12.2025
Kleine Kapitalgesellschaft 11 Monate 30.11.2026
Mittelgroße Kapitalgesellschaft 8 Monate 31.08.2026
Große Kapitalgesellschaft 8 Monate 31.08.2026

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

Nach der Feststellung muss der Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister offengelegt werden.

Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 bedeutet dies: Offenlegung spätestens bis zum 31.12.2026.

Achtung

Die Offenlegung erfolgt ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister. Seit dem DiRUG (01.08.2022) ist der Bundesanzeiger nicht mehr die zuständige Stelle für die Offenlegung. Bei Fristversäumnis droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB.

Empfohlener Zeitplan

Für eine strukturierte Jahresabschlusserstellung empfiehlt sich folgender Zeitplan:

  1. Januar-Februar 2026: Abschluss der Buchführung, Inventur durchführen
  2. März-April 2026: Bilanz und GuV erstellen, Bewertungen vornehmen
  3. Mai-Juni 2026: Anhang erstellen, Jahresabschluss prüfen lassen
  4. Juli-September 2026: Gesellschafterversammlung einberufen, Jahresabschluss feststellen
  5. Oktober-November 2026: Offenlegung beim Unternehmensregister vorbereiten und durchführen

Hinweis

Wer eine Bilanz GmbH selbst erstellen möchte, sollte frühzeitig mit der Vorbereitung beginnen. Digitale Tools ermöglichen eine kontinuierliche Erfassung während des gesamten Geschäftsjahres, sodass der Jahresabschluss deutlich schneller erstellt werden kann.

Digitale Tools für die Bilanzerstellung nutzen

Die Digitalisierung hat die Jahresabschlusserstellung grundlegend verändert. Moderne Tools ermöglichen es Geschäftsführern, die Bilanz GmbH selbst zu erstellen, ohne auf fachliche Unterstützung verzichten zu müssen.

Vorteile digitaler Jahresabschluss-Tools

Zeitersparnis

Automatische Übertragung von Kontensalden in das HGB-Schema. Vordefinierte Bewertungsansätze und Berechnungen. Deutlich schnellere Erstellung im Vergleich zur manuellen Methode.

Rechtssicherheit

Aktuelle Gliederungsschemata nach § 266 und § 275 HGB. Integrierte Plausibilitätsprüfungen. Automatische Berücksichtigung aktueller Rechtsänderungen.

Qualitätskontrolle

Steuerberater-Prüfung der erstellten Unterlagen. Vier-Augen-Prinzip bei allen relevanten Positionen. Rechtssichere Offenlegung beim Unternehmensregister.

Funktionsweise von OnlineBilanz

OnlineBilanz verbindet die Vorteile eigenständiger Arbeit mit professioneller Qualitätssicherung:

  1. Datenerfassung: Import von Buchführungsdaten aus DATEV, Lexoffice oder anderen Systemen
  2. Automatische Bilanzierung: Das System erstellt automatisch Bilanz und GuV nach HGB-Vorgaben
  3. Individuelle Anpassung: Geschäftsführer können Bewertungen und Positionen anpassen
  4. Steuerberater-Prüfung: Fachliche Prüfung durch qualifizierte Steuerberater
  5. Elektronische Offenlegung: Direkte Übermittlung an das Unternehmensregister

Integration in bestehende Systeme

Moderne Jahresabschluss-Tools lassen sich nahtlos in bestehende Buchhaltungssoftware integrieren:

  • Schnittstellen zu DATEV, Lexware, sevDesk und anderen Buchhaltungsprogrammen
  • Import von Kontensalden und Saldenbilanzen
  • Automatische Übernahme von Stammdaten und Gesellschafterinformationen
  • Export der fertigen Jahresabschlussunterlagen für eigene Archivierung

Wann sich digitale Tools besonders lohnen

Der Einsatz digitaler Tools ist besonders sinnvoll für:

  • Kleine GmbHs ohne komplexe Bilanzierungssachverhalte
  • Unternehmen mit strukturierter, digitaler Buchführung
  • Geschäftsführer, die Kontrolle über ihre Zahlen behalten möchten
  • GmbHs, die Steuerberatungskosten optimieren wollen
  • Unternehmen mit standardisierten Geschäftsvorfällen

„Digitale Tools demokratisieren den Zugang zu professioneller Jahresabschlusserstellung. Geschäftsführer können ihre Bilanz eigenständig vorbereiten und behalten die Kontrolle über ihre Unternehmenszahlen. Die abschließende Prüfung durch unsere Steuerberater stellt sicher, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Kostenvergleich: Traditional vs. Digital

Die Kosten für die Jahresabschlusserstellung unterscheiden sich erheblich:

Leistung Traditioneller Steuerberater Digitale Tools (OnlineBilanz)
Jahresabschluss kleine GmbH 1.500 – 3.500 € Ab 390 € inkl. Prüfung
Bearbeitungszeit 4-8 Wochen 1-2 Wochen
Transparenz der Kosten Abrechnung nach StBVV Fixpreismodell
Einflussnahme Begrenzt Vollständige Kontrolle

Hinweis

Mit OnlineBilanz können Geschäftsführer die Bilanz GmbH selbst erstellen und dabei bis zu 70% der Kosten im Vergleich zur traditionellen Steuerberatung einsparen – bei gleicher Rechtssicherheit durch die integrierte Steuerberater-Prüfung.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich als Geschäftsführer die Bilanz meiner GmbH selbst erstellen?

Ja, als Geschäftsführer können Sie die Bilanz Ihrer GmbH grundsätzlich selbst erstellen. Nach § 242 HGB besteht die Pflicht zur Aufstellung, aber keine Verpflichtung zur Beauftragung eines Steuerberaters. Mit strukturierter Vorbereitung, Kenntnis der HGB-Vorschriften und digitalen Tools wie OnlineBilanz ist die eigenständige Erstellung möglich. Empfehlenswert ist jedoch eine fachliche Prüfung durch einen Steuerberater, um Rechtssicherheit zu gewährleisten. Kleine Kapitalgesellschaften ohne Prüfungspflicht nach § 316 HGB haben dabei größere Freiheiten als große Gesellschaften.

Welche Fristen gelten für die Bilanzerstellung und Offenlegung 2026?

Für GmbHs mit Bilanzstichtag 31.12.2025 gelten folgende Fristen: Die Feststellung durch die Gesellschafterversammlung muss bei kleinen Kapitalgesellschaften innerhalb von 11 Monaten (bis 30.11.2026) erfolgen, bei mittelgroßen und großen innerhalb von 8 Monaten (bis 31.08.2026) nach § 42a GmbHG. Die Offenlegung beim Unternehmensregister muss innerhalb von 12 Monaten (bis 31.12.2026) nach § 325 HGB erfolgen. Bei Fristversäumnis droht ein Ordnungsgeld von 500 bis 25.000 Euro nach § 335 HGB.

Welche Bestandteile muss eine GmbH-Bilanz nach HGB enthalten?

Eine GmbH-Bilanz muss nach § 266 HGB ein vorgeschriebenes Gliederungsschema einhalten. Die Aktivseite umfasst Anlagevermögen (immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Finanzanlagen) und Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen, Wertpapiere, Kasse/Bank). Die Passivseite zeigt Eigenkapital (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Gewinnvortrag, Jahresergebnis), Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Zusätzlich zur Bilanz gehören zum Jahresabschluss die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB und bei kleinen Kapitalgesellschaften ein Anhang nach § 264 HGB.

Wo muss ich den Jahresabschluss 2026 offenlegen?

Die Offenlegung erfolgt ausschließlich beim Unternehmensregister in elektronischer Form. Seit dem DiRUG (Digitalisierungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz) vom 01.08.2022 ist der Bundesanzeiger nicht mehr die zuständige Stelle für die Offenlegung nach § 325 HGB. Die Übermittlung erfolgt im strukturierten Format (XBRL oder PDF). Digitale Tools wie OnlineBilanz übernehmen die elektronische Offenlegung automatisch. Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach dem Bilanzstichtag, bei Versäumnis droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB.

Was sind die häufigsten Fehler beim Erstellen einer GmbH-Bilanz?

Zu den häufigsten Fehlern gehören: fehlende oder falsch berechnete Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 HGB, nicht gebildete Rückstellungen (insbesondere für Urlaub, ausstehende Rechnungen, Steuern), falsche Bewertung des Umlaufvermögens ohne Berücksichtigung des Niederstwertprinzips, Nichtbeachtung des Gliederungsschemas nach § 266 HGB, fehlende Vorjahresvergleichswerte und Fristversäumnisse bei Feststellung und Offenlegung. Eine strukturierte Checkliste und digitale Tools mit integrierten Plausibilitätsprüfungen helfen, diese Fehler zu vermeiden.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: Jahresabschluss erstellen, Jahresabschluss offenlegen, Bilanz erstellen, OnlineBilanz Startseite. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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