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OnlineBilanz›Blog›GmbH Gründung Preis

GmbH Gründung Preis 2026: Kosten & Gebühren im Überblick

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Gründung einer GmbH erfordert nicht nur das Stammkapital von 25.000 Euro, sondern auch verbindliche Notarkosten, Registergebühren und weitere Ausgaben. Eine detaillierte Übersicht aller anfallenden GmbH gründen Kosten 2026 zeigt transparent, mit welchen Gesamtkosten Sie rechnen müssen – von der Beurkundung bis zu den laufenden Verpflichtungen. Erfahren Sie, wo Einsparpotenzial besteht und welche Kosten unvermeidbar sind.

Musterprotokoll oder Satzung, Bar- oder Sachgründung: Die Gebühren nach GNotKG und HRegGebV ermittelt der Gründungskostenrechner in wenigen Sekunden.

SG
Servet Gündogan

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Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für Kundinnen und Kunden. Er führt das Erstgespräch, betreut die Abläufe auf der Plattform und stimmt sich bei beauftragter Prüfung mit dem jeweils beauftragten, kooperierenden Steuerberater ab.

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Kurzantwort

Die Gründung einer GmbH kostet 2026 mindestens 600 bis 1.000 Euro an Notar- und Registergebühren, zuzüglich 25.000 Euro Stammkapital. Bei individueller Satzung und professioneller Beratung können sich die Gründungskosten auf 1.500 bis 3.000 Euro erhöhen. Ab dem ersten Geschäftsjahr kommen zudem laufende Ausgaben hinzu – darunter Gewerbeanmeldung, IHK-Beitrag, Steuerberater sowie die laufenden Kosten der Buchhaltung, die je nach Modell und Anbieter stark variieren können.

Was kostet die Gründung einer GmbH im Jahr 2026?

Die Gründung einer GmbH verursacht verschiedene Kosten, die sich aus gesetzlichen Vorgaben, Notargebühren, Registerkosten und optionalen Beratungsleistungen zusammensetzen. Die Gesamtkosten variieren je nach Gründungskonstellation, Stammkapitalhöhe und Komplexität der Satzung erheblich. Geschäftsführer sollten mit einem Mindestbetrag von rund 1.000 Euro bei Standardgründungen rechnen – bei individueller Satzungsgestaltung und mehreren Gesellschaftern können die Kosten auf 2.500 Euro und mehr steigen.

Stammkapital: Die zentrale Kapitalanforderung nach § 5 GmbHG

Das Mindeststammkapital beträgt gemäß § 5 Abs. 1 GmbHG 25.000 Euro. Dieses muss von den Gesellschaftern aufgebracht werden und steht der Gesellschaft als Haftungskapital zur Verfügung. Bei Bargründung genügt zunächst die Einzahlung von mindestens 12.500 Euro (§ 7 Abs. 2 GmbHG), die restlichen 12.500 Euro können als ausstehende Einlage verbucht werden. Bei Sachgründungen muss das gesamte Stammkapital sofort vollständig erbracht werden.

Praxishinweis: Stammkapital ist kein Kostenfaktor

Das Stammkapital stellt keine echten Gründungskosten dar, sondern bildet das Gesellschaftsvermögen. Es fließt auf das Geschäftskonto der GmbH und steht für Investitionen, Betriebsausgaben und die laufende Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Lediglich die Nutzung dieses Kapitals – etwa durch Zinsverlust oder Opportunitätskosten – kann wirtschaftlich relevant sein.

25.000 €

Mindeststammkapital GmbH

12.500 €

Mindesteinzahlung bei Bargründung

100 %

Einzahlung bei Sachgründung

Notarkosten und Registergebühren: Die verbindlichen Pflichtkosten

Die Beurkundung des Gesellschaftsvertrags durch einen Notar ist nach § 2 Abs. 1 GmbHG zwingend vorgeschrieben. Die Notarkosten richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und sind abhängig vom Geschäftswert – in der Regel dem Stammkapital, mindestens jedoch 30.000 Euro (§ 107 Abs. 1 GNotKG; nicht beim Musterprotokoll). Hinzu kommen Gebühren für die Anmeldung zum Handelsregister nach § 7 GmbHG sowie die Eintragungsgebühr.

Notarkosten im Detail

Für die Beurkundung des Gesellschaftsvertrags fällt bei mehreren Gesellschaftern eine 2,0-Gebühr (Nr. 21100 KV GNotKG), bei einer Ein-Personen-Gründung eine 1,0-Gebühr (Nr. 21200 KV GNotKG) an. Zusammen mit der Handelsregisteranmeldung, Beglaubigungen und Auslagen entstehen Notarkosten von etwa 400 bis 800 Euro bei Standardgründungen mit Musterprotokoll. Bei individueller Satzung und mehreren Gesellschaftern steigen die Kosten auf 800 bis 1.500 Euro.

Handelsregistergebühren

Die Eintragung ins Handelsregister kostet nach der Handelsregistergebührenverordnung 225 Euro bei Bargründung (GV 2100 HRegGebV) bzw. 360 Euro bei Sachgründung (GV 2101). Gesonderte Veröffentlichungskosten fallen seit dem 01.08.2022 nicht mehr an; die Bekanntmachung erfolgt über das Handelsregister (§ 10 HGB).

Kostenposition Betrag (ca.) Rechtsgrundlage
Notarielle Beurkundung Gesellschaftsvertrag 400–800 € § 2 GmbHG, GNotKG
Bei individueller Satzung, mehrere Gesellschafter 800–1.500 € GNotKG
Handelsregistereintragung 225 € HRegGebV (GV 2100)
Bekanntmachung der Eintragung 0 € § 10 HGB
Summe Pflichtkosten (Minimum) 600–1.000 € –

Viele Gründer unterschätzen die Notarkosten, weil sie nur die reine Beurkundungsgebühr im Blick haben. In der Praxis kommen Betreuung, Anmeldung, Beglaubigungen und Auslagen hinzu. Bei komplexen Gesellschafterstrukturen oder umfangreichen Satzungen können die Notarkosten schnell das Doppelte betragen.

Musterprotokoll vs. individuelle Satzung: Kostenfalle oder Flexibilität?

Seit 2008 ermöglicht das GmbHG die Gründung mit einem Musterprotokoll nach § 2 Abs. 1a GmbHG. Dieses vereinfacht die Gründung und senkt die Notarkosten erheblich, ist jedoch nur für bestimmte Konstellationen geeignet. Wer langfristig plant oder besondere Regelungen benötigt, sollte eine individuelle Satzung wählen – trotz höherer Gründungskosten.

Das Musterprotokoll: Schnell und günstig, aber eingeschränkt

Das Musterprotokoll kombiniert Gesellschaftsvertrag, Gesellschafterliste und Geschäftsführerbestellung in einem einzigen Dokument. Es kann jedoch nur verwendet werden, wenn maximal drei Gesellschafter beteiligt sind, nur ein Geschäftsführer bestellt wird und keine Sacheinlagen erfolgen. Die Satzung ist starr und lässt keine individuellen Regelungen zu – etwa zu Gewinnverteilung, Wettbewerbsverboten oder besonderen Kündigungsklauseln.

Vorteile Musterprotokoll

  • Geringere Notarkosten (ca. 400–600 Euro)
  • Schnelle Gründung ohne Satzungsverhandlung
  • Einfache Abwicklung, standardisierter Prozess
  • Geeignet für einfache Ein-Personen-GmbH

Nachteile Musterprotokoll

  • Keine individuelle Gestaltung möglich
  • Max. 3 Gesellschafter, 1 Geschäftsführer
  • Keine Sacheinlagen, keine besonderen Regelungen
  • Spätere Satzungsänderung verursacht erneut Notarkosten

Individuelle Satzung: Mehr Kosten, mehr Gestaltungsfreiheit

Eine individuell gestaltete Satzung ermöglicht die präzise Regelung aller gesellschaftsrechtlichen Fragen: Gewinnverwendung, Wettbewerbsverbote, Eintritts- und Austrittsklauseln, Stimmrechtsregelungen oder die Bestellung mehrerer Geschäftsführer. Die Notarkosten steigen auf 800 bis 1.500 Euro, dafür lassen sich spätere Satzungsänderungen, die ebenfalls notariell beurkundet werden müssen, oft vermeiden.

Achtung: Nachträgliche Satzungsänderungen sind teuer

Wer zunächst mit Musterprotokoll gründet und später die Satzung anpassen möchte – etwa bei Aufnahme eines weiteren Gesellschafters oder Einführung einer Gewinnverwendungsklausel – muss die Änderung notariell beurkunden lassen. Dabei fallen erneut Notar- und Registerkosten an. Eine vorausschauende Planung spart mittelfristig Geld.

Gewerbeanmeldung und IHK-Beitrag: Laufende Kosten ab Gründung

Nach der Eintragung ins Handelsregister muss die GmbH beim zuständigen Gewerbeamt angemeldet werden (§ 14 GewO). Die Gewerbeanmeldung kostet je nach Gemeinde zwischen 20 und 60 Euro. Das Gewerbeamt informiert automatisch das Finanzamt, die Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie die Berufsgenossenschaft.

IHK-Grundbeitrag: Pflichtmitgliedschaft für alle Kapitalgesellschaften

Jede GmbH ist kraft Gesetzes Mitglied der zuständigen IHK (§ 2 IHKG). Der Beitrag besteht aus einem Grundbeitrag und einer Umlage nach dem Gewerbeertrag (§ 3 Abs. 3 IHKG); die Höhe legt jede IHK in ihrer Beitragsordnung fest. Die Beitragsbefreiung für Existenzgründer gilt nur für natürliche Personen, nicht für die GmbH.

  • Gewerbeanmeldung: 20–60 Euro einmalig
  • IHK-Grundbeitrag: Grundbeitrag zzgl. Umlage nach Gewerbeertrag (je nach IHK)
  • Berufsgenossenschaft: Anmeldung Pflicht, Beitrag abhängig von Lohnsumme und Gefahrenklasse
  • Handelsregisterauszug: Abruf über das Registerportal seit 01.08.2022 kostenfrei (oft für Geschäftspartner erforderlich)

Steuerberater und Gründungsberatung: Optional, aber empfehlenswert?

Die Einschaltung eines Steuerberaters ist bei der GmbH-Gründung rechtlich nicht vorgeschrieben, in der Praxis aber oft sinnvoll. Ein Steuerberater unterstützt bei der Wahl der optimalen Rechtsform, der steuerlichen Gestaltung, der Erstellung des Jahresabschlusses nach § 242 HGB und der Erfüllung der Buchführungspflicht nach § 238 HGB. Gerade bei der Eröffnungsbilanz, der Anmeldung beim Finanzamt und der Beantragung einer Steuernummer ist fachliche Begleitung wertvoll.

Kosten für Gründungsberatung durch Steuerberater

Die Honorare für steuerliche Gründungsberatung richten sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) oder werden als Zeithonorar vereinbart. Üblich sind Pauschalpreise zwischen 500 und 1.500 Euro für die Erstberatung, Erstellung der Eröffnungsbilanz und Unterstützung bei Finanzamtsanmeldung. Wer langfristig plant, schließt eine laufende Steuerberatung ab – die monatlichen Kosten beginnen bei etwa 150 Euro für einfache Buchhaltung und Lohnabrechnung.

OnlineBilanz: Software für den Jahresabschluss

OnlineBilanz.de stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf ab 499,95 € netto (zzgl. USt.) sowie die technische Übermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen der Gesellschaft. Auf Wunsch prüft und unterzeichnet gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater.

Rechtsberatung und Gesellschaftsvertrag: Wann ist ein Anwalt sinnvoll?

Bei komplexen Gesellschafterstrukturen, Joint Ventures oder besonderen Haftungsregelungen kann die Einschaltung eines Fachanwalts für Gesellschaftsrecht sinnvoll sein. Die Kosten liegen je nach Aufwand zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Für Standardgründungen genügt in der Regel die notarielle Beratung, da Notare auch gesellschaftsrechtlich beraten dürfen.

  • Steuerberater für Eröffnungsbilanz und Finanzamtsanmeldung beauftragen
  • Klärung: Ist eine laufende Steuerberatung erforderlich oder nur projektbezogen?
  • Bei mehreren Gesellschaftern: Gesellschaftervereinbarung rechtlich prüfen lassen
  • Kosten für erste Buchhaltung und Lohnabrechnung einkalkulieren (falls Mitarbeiter ab Tag 1)
  • Vergleich verschiedener Angebote (Steuerberater, Software-Lösungen)

UG (haftungsbeschränkt): Die günstigere Alternative zur GmbH?

Seit 2008 bietet das GmbHG mit der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) eine Variante der GmbH, die mit einem Stammkapital von mindestens 1 Euro gegründet werden kann (§ 5a GmbHG). Die UG ist rechtlich eine GmbH, unterliegt jedoch besonderen Vorschriften zur Kapitalbildung und muss jährlich 25 Prozent des Jahresüberschusses in eine gesetzliche Rücklage einstellen, bis 25.000 Euro erreicht sind.

Gründungskosten UG im Vergleich zur GmbH

Die Notarkosten bei der UG-Gründung sind nur bei Verwendung des Musterprotokolls niedriger, weil dann der Mindestgeschäftswert von 30.000 Euro nicht gilt (§ 107 Abs. 1 Satz 2, § 105 Abs. 6 GNotKG); bei individueller Satzung entsprechen sie weitgehend denen der GmbH. Bei einem Stammkapital von 1 Euro fallen Notarkosten von etwa 300 bis 500 Euro an, bei Verwendung des Musterprotokolls. Die Handelsregistergebühr ist mit 225 Euro identisch. Insgesamt liegen die Gründungskosten einer UG bei 500 bis 700 Euro – etwa 200 bis 300 Euro weniger als bei der klassischen GmbH.

Rechtsform Stammkapital Notarkosten Registergebühr Gesamt
GmbH (Musterprotokoll) 25.000 € 400–800 € 225 € 600–1.000 €
GmbH (individuelle Satzung) 25.000 € 800–1.500 € 225 € 1.000–1.700 €
UG (Musterprotokoll) ab 1 € 300–500 € 225 € 500–700 €
UG (individuelle Satzung) ab 1 € 800–1.500 € 225 € 1.000–1.700 €

Langfristige Kostenperspektive: UG vs. GmbH

Die UG spart bei den Gründungskosten, verursacht jedoch langfristig höhere Verwaltungskosten. Die Pflicht zur Rücklagenbildung nach § 5a Abs. 3 GmbHG reduziert die Liquidität und kann die Gewinnausschüttung über mehrere Jahre blockieren. Zudem wird die UG von Geschäftspartnern und Banken häufig kritisch betrachtet, was die Kreditwürdigkeit und Vertragsverhandlungen belasten kann. Geschäftsführer sollten die Gründungsersparnis gegen diese Nachteile abwägen.

Achtung: Rücklagenpflicht mindert Liquidität

Die UG muss jährlich 25 Prozent des Jahresüberschusses (nach Verlustvortrag) in die gesetzliche Rücklage einstellen, bis das Stammkapital – etwa durch Kapitalerhöhung aus der Rücklage – auf mindestens 25.000 Euro erhöht wurde; erst dann kann die UG als GmbH firmieren (§ 5a Abs. 5 GmbHG). Diese Thesaurierungspflicht kann die Liquidität erheblich belasten – gerade in der Wachstumsphase, in der Gewinne oft reinvestiert werden sollen.

Laufende Kosten nach der Gründung: Was kommt jährlich auf die GmbH zu?

Die Gründungskosten sind nur der Anfang. Nach der Eintragung ins Handelsregister entstehen laufende Kosten für Buchhaltung, Jahresabschluss, Steuererklärungen, Registerführung und gesetzliche Veröffentlichungen. Geschäftsführer müssen diese Kosten in die Liquiditätsplanung einbeziehen, um Zahlungsunfähigkeit und persönliche Haftungsrisiken zu vermeiden.

Jahresabschluss und Steuererklärungen

Jede GmbH ist nach § 242 HGB zur Erstellung eines Jahresabschlusses verpflichtet, bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung; Kapitalgesellschaften müssen ihn um einen Anhang erweitern (Kleinstkapitalgesellschaften können unter Voraussetzungen darauf verzichten), mittelgroße und große GmbHs zusätzlich einen Lagebericht aufstellen (§ 264 Abs. 1 HGB). Viele GmbHs beauftragen einen Steuerberater mit der Erstellung – die Kosten für die Bilanzerstellung liegen je nach Komplexität zwischen 1.500 und 5.000 Euro jährlich. Hinzu kommen Steuererklärungen (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer): etwa 800 bis 2.000 Euro jährlich.

Offenlegung im Unternehmensregister

Nach § 325 HGB muss der Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag im Unternehmensregister offengelegt werden. Die Offenlegung erfolgt seit dem DiRUG (01.08.2022) ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister – nicht mehr über den Bundesanzeiger. Bei verspäteter Offenlegung droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB zwischen 2.500 und 25.000 Euro.

Buchführung & Jahresabschluss

  • Laufende Buchhaltung
  • Erstellung Jahresabschluss nach § 242 HGB
  • Prüfung und Feststellung durch Gesellschafter

Steuererklärungen

  • Körperschaftsteuererklärung
  • Gewerbesteuererklärung
  • Umsatzsteuervoranmeldungen und -jahreserklärung

Offenlegung & Register

  • Offenlegung im Unternehmensregister (§ 325 HGB)
  • Ggf. Gesellschafterliste bei Änderungen
  • Handelsregisteränderungen bei Bedarf

Weitere laufende Posten

  • IHK-Beitrag: Grundbeitrag und Umlage nach Gewerbeertrag, je nach IHK
  • Berufsgenossenschaft: Beitrag abhängig von Lohnsumme und Gefahrenklasse
  • Geschäftskonto: 5–20 Euro monatlich, je nach Bank
  • Versicherungen: Betriebshaftpflicht, D&O-Versicherung für Geschäftsführer (empfohlen), ca. 500–2.000 Euro jährlich
  • Lohnbuchhaltung: falls Mitarbeiter beschäftigt werden, ca. 30–80 Euro pro Mitarbeiter und Monat

Kostenoptimierung und Fördermöglichkeiten: So senken Sie die Gründungskosten

Gründer können durch gezielte Planung und Nutzung von Förderprogrammen die Kosten der GmbH-Gründung deutlich senken. Bund, Länder und EU bieten verschiedene Zuschüsse, Kredite und Beratungsförderungen – oft werden jedoch die Antragsfristen und Voraussetzungen übersehen.

Beratungsförderung durch BAFA und Landesförderbanken

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Beratungen kleiner und mittlerer Unternehmen mit Zuschüssen; Fördersätze, Höchstbeträge und Voraussetzungen ergeben sich aus der jeweils geltenden Förderrichtlinie. Viele Bundesländer bieten zusätzliche Programme zur Gründungsberatung.

Gründungszuschuss und Einstiegsgeld für Existenzgründer aus Arbeitslosigkeit

Gründer, die aus der Arbeitslosigkeit heraus eine GmbH gründen, können beim zuständigen Jobcenter oder der Agentur für Arbeit einen Gründungszuschuss (bei ALG I) oder Einstiegsgeld (bei Bürgergeld) beantragen. Diese Leistungen decken zwar nicht direkt die Gründungskosten, sichern aber die Lebenshaltung in der Startphase und entlasten damit indirekt die Liquidität.

Praktische Spartipps bei der Gründung

  • Musterprotokoll nutzen, wenn keine individuellen Regelungen erforderlich sind – senkt die Notarkosten
  • Ein-Personen-GmbH gründen, falls möglich – vereinfacht Gesellschafterbeschlüsse und senkt Notarkosten
  • Software für den Jahresabschluss prüfen – z. B. OnlineBilanz.de mit KI-gestütztem Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf ab 499,95 € netto (zzgl. USt.); Prüfung durch einen kooperierenden Steuerberater optional gegen Aufpreis
  • Buchhaltungssoftware selbst nutzen und nur Jahresabschluss durch Steuerberater erstellen lassen
  • Förderprogramme frühzeitig prüfen – Anträge müssen oft vor Gründung oder Beratungsbeginn gestellt werden
  • UG statt GmbH prüfen, wenn Kapitalausstattung gering und Rücklagenbildung akzeptabel ist

Achtung: Förderanträge vor Maßnahmenbeginn stellen

Die meisten öffentlichen Förderprogramme setzen voraus, dass der Antrag vor Beginn der geförderten Maßnahme gestellt wird. Wer erst nach der Gründung oder nach Beauftragung des Steuerberaters einen Antrag einreicht, riskiert, die Förderung zu verlieren. Eine frühzeitige Recherche und Planung ist daher entscheidend.

Fazit: Mit welchen Gesamtkosten müssen Gründer 2026 rechnen?

Die Gründungskosten einer GmbH im Jahr 2026 setzen sich aus Stammkapital (25.000 Euro, keine echten Kosten), Notarkosten (400–1.500 Euro), Registergebühren (225 Euro bei Bargründung) sowie optionalen Beratungskosten (500–1.500 Euro) zusammen. Bei Standardgründungen mit Musterprotokoll liegen die reinen Gründungskosten bei etwa 1.000 bis 1.200 Euro. Individuelle Satzungen und mehrere Gesellschafter erhöhen die Kosten auf 2.000 bis 3.000 Euro.

Langfristige Kostenperspektive

Entscheidend ist die langfristige Kostenplanung: Jahresabschluss (1.500–5.000 Euro), Steuererklärungen (800–2.000 Euro), Offenlegung und IHK-Beiträge (ab dem dritten Jahr variabel) summieren sich auf 3.000 bis 8.000 Euro jährlich. Geschäftsführer sollten diese laufenden Kosten von Beginn an einkalkulieren und Rücklagen bilden, um Liquiditätsengpässe und Haftungsrisiken zu vermeiden.

1.000–1.200 €

Gründungskosten GmbH (Musterprotokoll)

2.000–3.000 €

Gründungskosten (individuelle Satzung)

3.000–8.000 €

Jährliche laufende Kosten

Empfehlung: Vorausschauend planen, professionell begleiten lassen

Die GmbH-Gründung ist eine Investition in die unternehmerische Zukunft. Wer bei Notarkosten und Steuerberatung spart, riskiert langfristig teure Fehler – etwa durch fehlerhafte Satzungen, verspätete Offenlegung oder Verletzung der Buchführungspflicht. Eine Begleitung durch Steuerberater oder andere nach dem StBerG befugte Personen kann Fehler vermeiden und den Geschäftsführer entlasten. OnlineBilanz.de stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf bereit; auf Wunsch prüft und unterzeichnet gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich eine GmbH auch ohne Notar gründen?

Nein. Nach § 2 Abs. 1 GmbHG ist die notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags zwingend vorgeschrieben. Ohne Notar ist die GmbH-Gründung rechtlich nicht möglich. Der Notar prüft zudem die Identität der Gesellschafter, die Satzung und reicht die Unterlagen beim Handelsregister ein.

Muss das Stammkapital sofort vollständig eingezahlt werden?

Bei der Bargründung müssen gemäß § 7 Abs. 2 GmbHG mindestens 12.500 Euro (die Hälfte des Stammkapitals) vor der Anmeldung zum Handelsregister eingezahlt werden. Der Restbetrag kann später eingefordert werden. Bei Sacheinlagen gelten Sonderregelungen mit vollständiger Einbringung vor Eintragung.

Welche Kosten entstehen bei mehreren Gesellschaftern?

Bei mehreren Gesellschaftern fällt für die Beurkundung des Gesellschaftsvertrags eine 2,0-Gebühr an (Nr. 21100 KV GNotKG), bei der Ein-Personen-Gründung nur eine 1,0-Gebühr (Nr. 21200 KV GNotKG). Eine umfangreichere Satzung (z. B. Sonderrechte) kann den Gesamtaufwand zusätzlich erhöhen.

Gibt es staatliche Zuschüsse für die GmbH-Gründung?

Direkte Zuschüsse für Notarkosten gibt es nicht. Gründer können jedoch Förderprogramme wie den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit (für Arbeitslose), ERP-Gründerkredit oder regionale Fördermittel (z. B. über die KfW) in Anspruch nehmen. Auch Beratungsförderung (BAFA) kann einen Teil der Gründungsberatung abdecken.

Was passiert, wenn ich die IHK-Beiträge nicht zahle?

Die IHK-Mitgliedschaft ist nach § 2 IHKG für gewerbliche Unternehmen Pflicht. Die Beiträge sind öffentlich-rechtliche Abgaben; unbezahlte Beiträge werden nach den landesrechtlichen Vorschriften über die Beitreibung von Gemeindeabgaben eingezogen und vollstreckt (§ 3 Abs. 8 IHKG). Die Beitragsbefreiungen nach § 3 Abs. 3 IHKG gelten nur für bestimmte natürliche Personen und Personengesellschaften, nicht für die GmbH.

Kann ich die Gründungskosten steuerlich absetzen?

Ja. Gründungskosten wie Notar-, Beratungs- und Registergebühren sind nach § 4 Abs. 4 EStG i. V. m. § 8 Abs. 1 KStG als Betriebsausgaben der GmbH absetzbar, sofern der Gesellschaftsvertrag die Übernahme der Gründungskosten durch die GmbH vorsieht; andernfalls droht eine verdeckte Gewinnausschüttung. Die Belege sollten sauber dokumentiert und in der Buchhaltung erfasst werden. Der Steuerberater berät zur optimalen Geltendmachung.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung. Gesetzliche Grundlagen: GmbH-Gesetz (GmbHG), Handelsgesetzbuch (HGB), Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG), Einkommensteuergesetz (EStG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Kennenlerntermin15 Min · Raphael Diener