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OnlineBilanzBlogBilanzierungspflicht UG

Bilanzierungspflicht UG 2026: Fristen & Regeln

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Bilanzierungspflicht der UG (haftungsbeschränkt) umfasst neben der Buchführung auch die Erstellung, Feststellung und Offenlegung des Jahresabschlusses. Seit der Reform durch das DiRUG erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister, wobei strikte Fristen gelten. Verstöße können Ordnungsgelder von 500 bis 25.000 Euro nach sich ziehen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Die UG (haftungsbeschränkt) unterliegt als Kapitalgesellschaft der vollen Bilanzierungspflicht nach § 242 HGB. Sie muss einen Jahresabschluss erstellen, von der Gesellschafterversammlung feststellen lassen und beim Unternehmensregister offenlegen. Zusätzlich gilt die gesetzliche Thesaurierungspflicht nach § 5a Abs. 3 GmbHG, wonach ein Viertel des Jahresüberschusses in die Rücklage einzustellen ist, bis das volle Stammkapital von 25.000 Euro erreicht ist.

Welche Bilanzierungspflicht gilt für die UG (haftungsbeschränkt)?

Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) – kurz UG – unterliegt als Sonderform der GmbH der vollumfänglichen Bilanzierungspflicht nach den §§ 238 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB. Das bedeutet: Jede UG muss einen handelsrechtlichen Jahresabschluss erstellen, der aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie einem Anhang besteht.

Die Bilanzierungspflicht besteht unabhängig von der Umsatzhöhe oder Gewinnlage. Selbst wenn die UG keine Umsätze erzielt oder Verluste erwirtschaftet, muss der Jahresabschluss fristgerecht erstellt, festgestellt und offengelegt werden. Diese Pflicht ergibt sich unmittelbar aus der Rechtsform – nicht aus dem wirtschaftlichen Erfolg.

Rechtsgrundlagen für die UG-Bilanzierung

Die UG ist nach § 5a GmbHG eine GmbH mit Stammkapital zwischen 1 Euro und unter 25.000 Euro. Alle Vorschriften für die GmbH gelten entsprechend – insbesondere die Buchführungs-, Bilanzierungs- und Offenlegungspflichten nach HGB.

Bestandteile des Jahresabschlusses für die UG

  • Bilanz: Gegenüberstellung von Vermögen und Schulden zum Bilanzstichtag (i. d. R. 31.12.)
  • Gewinn- und Verlustrechnung (GuV): Übersicht über Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres
  • Anhang: Erläuterungen zu Bilanz und GuV, z. B. zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
  • Lagebericht: Nur für mittelgroße und große UGs verpflichtend (§ 264 Abs. 1 HGB)

„Die meisten UGs gelten als Kleinstkapitalgesellschaften und profitieren von erheblichen Erleichterungen – etwa beim Umfang des Anhangs oder bei der Offenlegung. Dennoch bleibt die grundsätzliche Bilanzierungspflicht bestehen, und Fristen müssen eingehalten werden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Welche Größenklasse gilt für Ihre UG und warum ist das wichtig?

Die handelsrechtliche Größenklasse Ihrer UG bestimmt den Umfang der Bilanzierungs- und Offenlegungspflichten. Die Einteilung erfolgt nach § 267 HGB anhand dreier Schwellenwerte: Bilanzsumme, Umsatzerlöse und durchschnittliche Mitarbeiterzahl. Die meisten UGs fallen unter die Kategorie Kleinstkapitalgesellschaft gemäß § 267a HGB.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Kleinstkapitalgesellschaft (§ 267a HGB) ≤ 450.000 € ≤ 900.000 € ≤ 10
Kleine Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 1 HGB) ≤ 6.000.000 € ≤ 12.000.000 € ≤ 50
Mittelgroße Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) ≤ 20.000.000 € ≤ 40.000.000 € ≤ 250
Große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) > 2 von 3 Schwellenwerten überschritten

Zwei der drei Schwellenwerte müssen an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen über- bzw. unterschritten werden, damit ein Wechsel der Größenklasse eintritt (§ 267 Abs. 4 HGB). Stand 2026 gilt für Bilanzstichtage ab 31.12.2025 die jeweils aktuelle Fassung.

Erleichterungen für Kleinstkapitalgesellschaften

  • Verkürzte Bilanz mit weniger Posten (§ 266 Abs. 1 Satz 4 HGB)
  • Keine Pflicht zur Erstellung einer GuV, wenn die Informationen im Anhang enthalten sind (§ 275 Abs. 5 HGB)
  • Stark verkürzter Anhang (§ 264 Abs. 1 Satz 5 HGB)
  • Keine Offenlegung der GuV beim Unternehmensregister (§ 326 Abs. 1 Satz 2 HGB)
  • Keine Pflicht zur Erstellung eines Lageberichts

Praxis-Hinweis: Die meisten UGs sind Kleinst-Kapitalgesellschaften

Rund 90 % der UGs überschreiten die Schwellenwerte des § 267a HGB nicht. Sie können daher die umfangreichen Erleichterungen nutzen – vorausgesetzt, die Schwellenwerte werden tatsächlich nicht überschritten und dies wird jährlich geprüft.

Welche Fristen gelten für Erstellung, Feststellung und Offenlegung?

Der UG-Geschäftsführer muss drei zentrale Fristen beachten: die Aufstellungsfrist, die Feststellungsfrist und die Offenlegungsfrist. Diese Fristen sind gesetzlich verbindlich und beginnen jeweils mit dem Ende des Geschäftsjahres (i. d. R. 31.12.).

1. Aufstellung des Jahresabschlusses durch den Geschäftsführer

Gemäß § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB haben die gesetzlichen Vertreter (d. h. die Geschäftsführung) den Jahresabschluss in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres für das vergangene Geschäftsjahr aufzustellen. Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 läuft diese Frist also bis zum 31.03.2026.

2. Feststellung durch die Gesellschafterversammlung

Nach § 42a Abs. 2 GmbHG sind die Gesellschafter verpflichtet, den Jahresabschluss binnen bestimmter Fristen festzustellen. Für kleine Kapitalgesellschaften (einschließlich Kleinstkapitalgesellschaften) beträgt die Frist 11 Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres – also bis zum 30.11.2026 bei Bilanzstichtag 31.12.2025.

Achtung: Feststellung ist nicht automatisch

Die Feststellung erfordert einen Gesellschafterbeschluss. Fehlt dieser, gilt der Jahresabschluss nicht als festgestellt – und damit beginnt die Offenlegungsfrist nicht zu laufen. Das kann zu Ordnungsgeldverfahren führen.

3. Offenlegung beim Unternehmensregister

Nach § 325 HGB muss der festgestellte Jahresabschluss binnen 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag elektronisch beim Unternehmensregister offengelegt werden. Seit dem Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich über das Unternehmensregister – nicht mehr über den Bundesanzeiger. Für das Geschäftsjahr 2025 (Stichtag 31.12.2025) endet die Frist also am 31.12.2026.

Frist Rechtsgrundlage Beispiel (Bilanzstichtag 31.12.2025)
Aufstellung durch Geschäftsführer § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB bis 31.03.2026
Feststellung durch Gesellschafter (klein) § 42a Abs. 2 GmbHG bis 30.11.2026
Offenlegung beim Unternehmensregister § 325 HGB bis 31.12.2026

„In der Praxis scheitert die fristgerechte Offenlegung oft nicht an der Aufstellung, sondern an der fehlenden Feststellung. Wer die Gesellschafterversammlung zu spät einberuft, riskiert Ordnungsgelder – auch wenn der Jahresabschluss längst fertig ist.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wie erfolgt die Offenlegung der UG-Bilanz beim Unternehmensregister?

Die Offenlegung des Jahresabschlusses ist für jede UG gesetzlich vorgeschrieben. Sie erfolgt seit dem 01.08.2022 ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister (§ 325 HGB). Der Bundesanzeiger nimmt keine Offenlegungen mehr entgegen – er ist lediglich das Publikationsorgan, das die Daten aus dem Unternehmensregister übernimmt.

Welche Unterlagen müssen offengelegt werden?

Der Umfang der offenzulegenden Unterlagen richtet sich nach der Größenklasse der UG:

  • Kleinstkapitalgesellschaft: Bilanz und Anhang; GuV kann entfallen (§ 326 Abs. 1 Satz 2 HGB)
  • Kleine Kapitalgesellschaft: Bilanz, GuV, Anhang; Lagebericht (falls erstellt)
  • Mittelgroße/große UG: Vollständiger Jahresabschluss inkl. Lagebericht und ggf. Bestätigungsvermerk (§ 325 Abs. 1 HGB)

Technischer Ablauf der Offenlegung

  1. Anmeldung beim Unternehmensregister mit ELSTER-Zertifikat oder anderen qualifizierten Signaturen
  2. Upload der Unterlagen im strukturierten Format (z. B. XBRL oder eXTBRL) oder als PDF
  3. Zahlung der Veröffentlichungsgebühr (ca. 47–57 Euro, Stand 2026)
  4. Elektronische Einreichung und Bestätigung der Veröffentlichung
  5. Veröffentlichung im Bundesanzeiger erfolgt automatisch durch Datenübernahme

Praxis-Tipp: Offenlegung über den Steuerberater

Die meisten Steuerberater bieten die Offenlegung als Teil des Jahresabschluss-Mandats an. Sie übernehmen die technische Einreichung, Signatur und Gebührenzahlung. Das spart Zeit und vermeidet formale Fehler, die zur Zurückweisung führen können.

Wer den Jahresabschluss digital und mit Festpreisgarantie durch zugelassene Steuerberater erstellen lassen möchte, findet auf OnlineBilanz.de eine transparente Lösung – inklusive Offenlegung beim Unternehmensregister.

Welche Konsequenzen drohen bei verspäteter oder fehlender Offenlegung?

Wird der Jahresabschluss nicht fristgerecht offengelegt, leitet das Bundesamt für Justiz (BfJ) gemäß § 335 HGB ein Ordnungsgeldverfahren ein. Das Ordnungsgeld ist eine Sanktion für die Verletzung der Offenlegungspflicht – unabhängig davon, ob die Verspätung verschuldet ist oder nicht.

Höhe des Ordnungsgeldes nach § 335 HGB

Das Ordnungsgeld beträgt mindestens 500 Euro und kann bis zu 25.000 Euro betragen. Bei wiederholten Verstößen oder besonders langen Verzögerungen werden deutlich höhere Beträge festgesetzt. Die Bemessung erfolgt durch das BfJ und orientiert sich an der Dauer der Verspätung sowie der Unternehmensgröße.

500 €

Mindest-Ordnungsgeld

25.000 €

Maximal mögliches Ordnungsgeld

12 Monate

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

Wichtig: Ordnungsgeld entbindet nicht von der Offenlegung

Die Zahlung des Ordnungsgeldes befreit nicht von der Offenlegungspflicht. Die UG muss den Jahresabschluss zusätzlich nachreichen – andernfalls kann ein weiteres Ordnungsgeld festgesetzt werden.

Weitere Folgen bei Nichtoffenlegung

  • Reputationsschaden: Fehlende Offenlegung ist öffentlich einsehbar – potenzielle Geschäftspartner und Banken können dies recherchieren
  • Kreditwürdigkeit: Banken fordern regelmäßig die Offenlegung als Voraussetzung für Kredite oder Kontokorrentlinien
  • Haftungsrisiko der Geschäftsführung: Bei grober Pflichtverletzung kann die Geschäftsführung persönlich haftbar gemacht werden (§ 43 GmbHG)
  • Strafbarkeit: In schweren Fällen (etwa bei Insolvenzverfahren) kann das Verschweigen der Bilanz auch strafrechtlich relevant sein

„Wir erleben oft, dass Geschäftsführer die Offenlegung verschieben, weil sie Kosten sparen wollen. Dabei ist das Ordnungsgeld meist höher als die Kosten für die Beauftragung eines Steuerberaters – und die Pflicht bleibt bestehen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Was ist die Thesaurierungspflicht der UG und wie wirkt sie sich auf die Bilanzierung aus?

Die UG unterliegt einer gesetzlichen Thesaurierungspflicht gemäß § 5a Abs. 3 GmbHG. Das bedeutet: Von jedem Jahresüberschuss muss die UG 25 Prozent in eine gesetzliche Rücklage einstellen – solange, bis das Stammkapital von 25.000 Euro erreicht ist oder die UG in eine reguläre GmbH umgewandelt wird.

Bilanzierung der gesetzlichen Rücklage

Die gesetzliche Rücklage wird auf der Passivseite der Bilanz im Eigenkapital ausgewiesen (§ 266 Abs. 3 A. III. HGB). Sie erhöht das Eigenkapital der UG und dient langfristig dem Aufbau eines Mindestkapitals, das dem einer GmbH entspricht.

Position Beispiel (in €)
Stammkapital 5.000
Gesetzliche Rücklage (§ 5a GmbHG) 3.200
Gewinnvortrag / Verlustvortrag –1.500
Jahresüberschuss 4.000
Bilanzgewinn 5.500

Im obigen Beispiel beträgt der Jahresüberschuss 4.000 Euro. Davon müssen 25 % (= 1.000 Euro) in die gesetzliche Rücklage eingestellt werden. Nur der verbleibende Betrag ist ausschüttungsfähig – sofern weitere Ausschüttungssperren (etwa aus dem GmbHG oder der Satzung) dem nicht entgegenstehen.

Ausnahmen und Ende der Thesaurierungspflicht

  • Die Thesaurierungspflicht endet, sobald die Summe aus Stammkapital und gesetzlicher Rücklage 25.000 Euro erreicht
  • Bei Umwandlung in eine reguläre GmbH (Kapitalerhöhung auf mindestens 25.000 Euro Stammkapital) entfällt die Pflicht
  • Verlustvorträge mindern den Jahresüberschuss – die 25 % werden erst vom verbleibenden Bilanzgewinn berechnet
  • Die Rücklage ist nicht ausschüttungsfähig, solange die UG besteht

Praxis-Hinweis: Auswirkung auf Gewinnverwendungsbeschluss

Der Gesellschafterbeschluss zur Gewinnverwendung muss die Thesaurierungspflicht berücksichtigen. Wird mehr ausgeschüttet als zulässig, haften Geschäftsführer und Gesellschafter persönlich (§ 43 Abs. 3, § 31 GmbHG).

„Die Thesaurierungspflicht wird häufig übersehen – besonders bei der ersten Gewinnausschüttung. Wir prüfen im Rahmen des Jahresabschlusses immer, ob die gesetzliche Rücklage korrekt gebildet wurde und dokumentieren dies im Anhang.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Welche Buchführungs- und Aufbewahrungspflichten gelten für die UG?

Die UG ist als Kapitalgesellschaft nach §§ 238 ff. HGB buchführungspflichtig. Das bedeutet: Sie muss eine ordnungsgemäße Buchführung führen, alle Geschäftsvorfälle lückenlos dokumentieren und die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen einhalten.

Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB)

Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und die Lage der Gesellschaft vermitteln kann (§ 238 Abs. 1 Satz 2 HGB). Dazu gehören insbesondere:

  • Vollständigkeit: Alle Geschäftsvorfälle müssen erfasst werden
  • Richtigkeit: Buchungen müssen sachlich und rechnerisch korrekt sein
  • Zeitgerechtigkeit: Buchungen sind zeitnah vorzunehmen
  • Ordnung: Belege, Konten und Buchungen müssen systematisch geordnet und nachvollziehbar sein
  • Unveränderbarkeit: Eintragungen dürfen nicht nachträglich verändert werden, ohne dass dies erkennbar ist (§ 239 Abs. 3 HGB)

Aufbewahrungsfristen nach § 257 HGB und § 147 AO

Die UG muss sämtliche Geschäftsunterlagen nach den gesetzlichen Vorgaben aufbewahren. Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung in das Buch gemacht wurde bzw. der Beleg entstanden ist.

Unterlagen Aufbewahrungsfrist Rechtsgrundlage
Jahresabschlüsse, Eröffnungsbilanz, Inventare 10 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 1 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 1 AO
Buchungsbelege (Rechnungen, Kontoauszüge, etc.) 10 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 4 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 4 AO
Handelsbriefe, E-Mails mit Geschäftsbezug 6 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 2–3 HGB
Sonstige für die Besteuerung relevante Unterlagen 6 Jahre § 147 Abs. 1 Nr. 5 AO

Achtung: Verstöße gegen Aufbewahrungspflichten

Werden Unterlagen nicht ordnungsgemäß aufbewahrt, kann dies steuerliche und handelsrechtliche Konsequenzen haben – etwa Schätzungen durch das Finanzamt, Bußgelder oder im schlimmsten Fall den Vorwurf der Steuerhinterziehung.

Digitale Buchführung und elektronische Aufbewahrung

Die UG darf ihre Buchführung elektronisch führen und Unterlagen digital aufbewahren (§ 239 Abs. 4 HGB, § 147 Abs. 2 AO). Voraussetzung ist, dass die Aufzeichnungen jederzeit verfügbar, unveränderbar und maschinell auswertbar sind. Seit 2026 gelten erweiterte Anforderungen an die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form).

  • Alle Geschäftsvorfälle zeitnah und vollständig buchen
  • Belege systematisch ablegen (digital oder physisch)
  • Jahresabschluss und Inventar erstellen und 10 Jahre aufbewahren
  • Buchungsbelege und Rechnungen 10 Jahre aufbewahren
  • Handelsbriefe und E-Mails mit Geschäftsbezug 6 Jahre aufbewahren
  • Digitale Buchführung nach GoBD-Anforderungen organisieren

Wie kann die UG die Bilanzierungspflicht effizient erfüllen?

Die Erstellung des Jahresabschlusses, die Einhaltung aller Fristen und die Offenlegung erfordern Fachkenntnisse in Rechnungslegung, Handels- und Steuerrecht. Viele Geschäftsführer entscheiden sich daher für die Beauftragung eines Steuerberaters – nicht nur, um Fehler zu vermeiden, sondern auch um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Vorteile der Beauftragung eines Steuerberaters für die UG-Bilanz

  • Rechtssicherheit: Der Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet – das schafft Vertrauen bei Banken, Behörden und Geschäftspartnern
  • Fristensicherheit: Der Steuerberater überwacht alle Fristen (Aufstellung, Feststellung, Offenlegung) und sorgt für rechtzeitige Einreichung
  • Vermeidung von Ordnungsgeldern: Durch fristgerechte Offenlegung werden Sanktionen nach § 335 HGB vermieden
  • Optimierung der Steuerlast: Der Steuerberater nutzt alle steuerlichen Gestaltungsspielräume (z. B. bei Abschreibungen, Rückstellungen, Bewertung)
  • Dokumentation und Aufbewahrung: Alle Unterlagen werden revisionssicher archiviert und stehen bei Betriebsprüfungen zur Verfügung

Digitale Steuerberater-Leistungen mit Festpreis-Transparenz

Moderne Plattformen wie OnlineBilanz.de verbinden die Qualität und Rechtssicherheit einer Steuerberater-Kanzlei mit den Vorteilen digitaler Prozesse: Mandanten laden ihre Unterlagen online hoch, kommunizieren über ein digitales Dashboard mit dem Steuerberater-Team und erhalten den fertigen Jahresabschluss innerhalb weniger Wochen – zu transparenten Festpreisen, ohne versteckte Kosten.

Klassische Steuerberater-Kanzlei

  • Persönlicher Termin vor Ort erforderlich
  • Honorar nach Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) – oft intransparent
  • Bearbeitungszeit abhängig von Auslastung
  • Dokumentenaustausch per Post oder E-Mail

Digitale Steuerberater-Plattform (z. B. OnlineBilanz)

  • Komplett digitale Abwicklung, kein Vor-Ort-Termin nötig
  • Transparente Festpreise – kalkulierbar und planbar
  • Kurze Bearbeitungszeiten durch spezialisierte Prozesse
  • Digitales Dashboard für Upload, Kommunikation und Fortschritt

„Viele UG-Geschäftsführer schätzen die Kombination aus digitaler Effizienz und persönlicher Steuerberater-Kompetenz. Sie wollen keine Stunden in der Kanzlei verbringen, aber auch nicht auf fachliche Sicherheit verzichten. Genau das bieten wir.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Ablauf bei OnlineBilanz: Von der Beauftragung bis zur Offenlegung

  1. Festpreis-Angebot: Der Mandant wählt das passende Paket (z. B. Jahresabschluss UG Kleinst) und erhält einen verbindlichen Festpreis
  2. Upload der Unterlagen: Belege, Kontoauszüge und Vorjahresabschluss werden über ein sicheres Portal hochgeladen
  3. Erstellung durch Steuerberater: Das OnlineBilanz Steuerberater-Team erstellt Bilanz, GuV und Anhang nach HGB
  4. Abstimmung und Freigabe: Der Mandant erhält eine Entwurfsversion zur Prüfung und gibt diese frei
  5. Offenlegung beim Unternehmensregister: OnlineBilanz übernimmt die elektronische Einreichung und Zahlung der Gebühren
  6. Abschluss: Der Mandant erhält alle Unterlagen revisionssicher und kann sie jederzeit im Dashboard abrufen

Praxis-Tipp: Jahresabschluss frühzeitig beauftragen

Wer den Jahresabschluss frühzeitig in Auftrag gibt (idealerweise im Januar oder Februar), hat ausreichend Zeit für Rückfragen und vermeidet Stress kurz vor Fristablauf. Zudem sind Steuerberater zu Jahresbeginn oft weniger ausgelastet.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine UG auf die Erstellung eines Jahresabschlusses verzichten?

Nein, eine UG (haftungsbeschränkt) kann nicht auf die Erstellung eines Jahresabschlusses verzichten. Als Kapitalgesellschaft unterliegt sie der unbedingten Bilanzierungspflicht nach § 242 HGB und § 264 HGB, unabhängig von Größe oder Umsatz. Auch wenn keine wirtschaftliche Tätigkeit stattgefunden hat, muss ein Jahresabschluss erstellt und offengelegt werden.

Wer darf den Jahresabschluss einer UG erstellen?

Der Jahresabschluss der UG kann vom Geschäftsführer selbst oder durch einen beauftragten Steuerberater erstellt werden. Bei kleinen UGs ist keine gesetzliche Pflicht zur Beauftragung eines Steuerberaters vorgeschrieben. Allerdings empfiehlt sich die professionelle Unterstützung, um Fehler zu vermeiden und die Thesaurierungspflicht sowie alle Formvorschriften korrekt zu erfüllen.

Muss eine UG einen Lagebericht erstellen?

Kleine UGs sind nach § 264 Abs. 1 Satz 4 HGB von der Pflicht zur Erstellung eines Lageberichts befreit. Mittelgroße und große UGs müssen hingegen einen Lagebericht nach § 289 HGB aufstellen, der die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft darstellt. Die Größenklasse bestimmt sich nach den Schwellenwerten des § 267 HGB.

Was passiert, wenn die UG in eine GmbH umgewandelt wird?

Bei Umwandlung einer UG in eine GmbH durch Kapitalerhöhung auf mindestens 25.000 Euro endet die Thesaurierungspflicht nach § 5a Abs. 3 GmbHG. Die allgemeine Bilanzierungspflicht bleibt bestehen. Der Jahresabschluss im Umwandlungsjahr muss sorgfältig erstellt werden, da die Kapitalveränderung im Eigenkapitalspiegel und gegebenenfalls im Anhang erläutert werden muss.

Gilt für ruhende UGs ebenfalls die Offenlegungspflicht?

Ja, auch ruhende UGs ohne wirtschaftliche Tätigkeit müssen einen Jahresabschluss erstellen und beim Unternehmensregister offenlegen. Die Offenlegungspflicht besteht solange, wie die UG im Handelsregister eingetragen ist. Eine ruhende UG kann zwar keine Umsätze aufweisen, muss aber die Bilanz mit vorhandenen Vermögen und Verbindlichkeiten sowie die GuV einreichen.

Kann die UG eine EÜR statt Bilanz erstellen?

Nein, eine UG kann keine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG erstellen. Als Kapitalgesellschaft ist sie nach § 140 AO und § 242 HGB zur doppelten Buchführung und damit zur Erstellung einer Bilanz verpflichtet. Die EÜR ist nur für Einzelunternehmen und Personengesellschaften unter bestimmten Voraussetzungen zulässig.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 242 HGB – Pflicht zur Aufstellung, § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht, § 5a GmbHG – Unternehmergesellschaft, § 325 HGB – Offenlegung. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Rechts­anwalts­kammerFachbereich Steuerrecht
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DATEV‑PartnerSchnittstellen­zertifiziert
Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
Ben
KI-Steuerberater