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Datum

Lesedauer

15–23 Minuten

OnlineBilanzBlogAG GbR Vergleich

AG GbR Vergleich 2026: Rechtsformen im Überblick

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Wahl der passenden Rechtsform prägt Haftung, Steuerlast und Verwaltungsaufwand grundlegend. Während die GbR als einfachste Personengesellschaft ohne Mindestkapital auskommt, verlangt die AG ein Grundkapital von 50.000 Euro und strikte Corporate-Governance-Strukturen. Eine detaillierte Gegenüberstellung finden Sie in unserem AG vs GbR 2026: Rechtsformen im Vergleich, der alle rechtlichen, steuerlichen und buchhalterischen Unterschiede aufzeigt.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Die GbR ist die einfachste Personengesellschaft mit persönlicher Haftung der Gesellschafter, ohne Mindestkapital und mit geringem Gründungsaufwand. Die AG dagegen ist eine Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung, Mindestkapital von 50.000 Euro, strengen Publizitätspflichten und komplexer Organisationsstruktur. Die Wahl hängt von Haftungsrisiko, Kapitalbedarf und geplanter Unternehmensgröße ab.

AG vs. GbR: Grundlegender Überblick über beide Rechtsformen

Die Wahl der Rechtsform gehört zu den fundamentalen Entscheidungen bei der Unternehmensgründung und hat weitreichende Konsequenzen für Haftung, Kapitalausstattung, Buchführungspflichten und steuerliche Behandlung. Während die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) nach §§ 705 ff. BGB die einfachste Personengesellschaft darstellt, ist die Aktiengesellschaft (AG) nach §§ 1 ff. AktG eine hochformalisierte Kapitalgesellschaft mit strengen gesetzlichen Anforderungen.

Merkmal GbR AG
Rechtsgrundlage §§ 705 ff. BGB §§ 1 ff. AktG
Gesellschafteranzahl mindestens 2 Personen mindestens 1 Aktionär
Mindestkapital kein Mindestkapital 50.000 € Grundkapital (§ 7 AktG)
Haftung unbeschränkt, persönlich, gesamtschuldnerisch (§ 128 HGB analog) beschränkt auf Gesellschaftsvermögen
Gründungsaufwand formlos möglich, auch mündlich notarielle Beurkundung, Eintragung im Handelsregister
Organe keine gesetzlichen Organe Vorstand, Aufsichtsrat, Hauptversammlung (§§ 76, 95, 118 AktG)

Die GbR entsteht bereits durch schlichten Zusammenschluss von mindestens zwei Personen zur Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks. Sie ist nicht im Handelsregister einzutragen und benötigt kein Mindestkapital. Die Gesellschafter haften unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen für sämtliche Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Demgegenüber ist die AG eine juristische Person mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Gesellschafter (Aktionäre) nur mit ihrer Einlage haften.

Praxis-Hinweis

Die GbR eignet sich für kleinere, überschaubare Kooperationen (z. B. Bürogemeinschaften, Freiberufler-Zusammenschlüsse). Die AG ist typischerweise für kapitalintensive, börsenorientierte oder stark wachstumsorientierte Unternehmen relevant. Neben diesen beiden Polen existieren weitere Rechtsformen wie der eingetragene Verein – eine detaillierte Gegenüberstellung bietet der AG eV Vergleich 2026: Rechtsformen im Überblick. Für mittelständische GmbHs bleibt die GmbH selbst meist die sachgerechteste Lösung.

Gründung und Formalitäten: Vom Gesellschaftsvertrag bis zur Handelsregistereintragung

GbR: Formlose Gründung ohne Registerpflicht

Die GbR kann formlos gegründet werden — theoretisch sogar mündlich oder durch schlüssiges Verhalten. In der Praxis empfiehlt sich jedoch dringend ein schriftlicher Gesellschaftsvertrag, der Regelungen zu Gewinnverteilung, Geschäftsführung, Entnahmerechten und Ausscheiden von Gesellschaftern enthält. Eine Eintragung ins Handelsregister ist nicht erforderlich und nicht möglich, solange die GbR kein Handelsgewerbe betreibt (dann würde sie zur oHG nach § 105 HGB).

AG: Streng formalisierter Gründungsprozess nach AktG

Die Gründung einer AG ist in §§ 23 ff. AktG detailliert geregelt und erfordert zwingend:

  1. Festsetzung der Satzung durch notarielle Beurkundung (§ 23 Abs. 1 AktG)
  2. Übernahme aller Aktien durch die Gründer (§ 29 AktG)
  3. Einzahlung von mindestens 25 % des Grundkapitals, mindestens jedoch 12.500 € (§ 36 Abs. 2 AktG)
  4. Bestellung des ersten Aufsichtsrats und Vorstands
  5. Prüfung der Gründung durch den Aufsichtsrat (§ 33 AktG)
  6. Anmeldung zur Eintragung ins Handelsregister (§ 36 AktG)
  7. Veröffentlichung der Eintragung im Unternehmensregister

Die Gründungskosten einer AG liegen typischerweise im mittleren bis hohen fünfstelligen Bereich, während eine GbR praktisch kostenfrei gegründet werden kann. Der administrative Aufwand unterscheidet sich fundamental.

„In unserer Beratungspraxis sehen wir regelmäßig, dass Mandanten die Gründungskosten und den laufenden administrativen Aufwand einer AG unterschätzen. Für die allermeisten mittelständischen Vorhaben ist die GmbH die wirtschaftlich sinnvollere Kapitalgesellschaftsform — die AG kommt erst bei Börsengang oder sehr komplexen Gesellschafterstrukturen in Betracht.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Haftung und Kapitalausstattung: Persönliches Risiko vs. beschränkte Haftung

Der fundamentalste Unterschied zwischen GbR und AG liegt in der Haftungsstruktur. Diese prägt das unternehmerische Risiko der Gesellschafter entscheidend und ist häufig das ausschlaggebende Kriterium bei der Rechtsformwahl.

GbR: Unbeschränkte persönliche Haftung aller Gesellschafter

Bei der GbR haften die Gesellschafter gemäß § 128 HGB analog unbeschränkt, unmittelbar und gesamtschuldnerisch mit ihrem gesamten Privatvermögen für alle Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Das bedeutet: Jeder Gläubiger kann sich aussuchen, welchen Gesellschafter er in Anspruch nimmt — unabhängig davon, wer die Verbindlichkeit begründet hat. Ein interner Ausgleich zwischen den Gesellschaftern ist davon unberührt, schützt aber nicht vor der Außenhaftung.

Haftungsrisiko GbR

Die unbeschränkte Haftung bedeutet: Immobilien, Sparvermögen, private Wertpapiere — alles kann zur Befriedigung von Gesellschaftsgläubigern herangezogen werden. Einzige Ausnahme sind unpfändbare Gegenstände nach §§ 811, 811c ZPO. Dieses Risiko ist gerade bei unternehmerischen Tätigkeiten mit hohem Haftungspotenzial (z. B. Bau, Produktion) existenzgefährdend.

AG: Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen

Die AG ist eine juristische Person (§ 1 Abs. 1 AktG) und haftet nur mit ihrem eigenen Vermögen. Die Aktionäre haften nach § 1 Abs. 1 Satz 2 AktG ausschließlich mit ihrer Einlage — das Privatvermögen bleibt geschützt. Diese Haftungsbeschränkung ist einer der Hauptgründe, warum Kapitalgesellschaften für unternehmerische Tätigkeiten bevorzugt werden.

GbR-Haftung

  • Unbeschränkt
  • Persönlich
  • Gesamtschuldnerisch
  • Privatvermögen betroffen
  • Keine Trennung Privat-/Geschäftsvermögen

AG-Haftung

  • Beschränkt auf Gesellschaftsvermögen
  • Juristische Person haftet
  • Aktionäre nur mit Einlage
  • Privatvermögen geschützt
  • Strikte Vermögenstrennung nach § 30 AktG

Das Mindestkapital von 50.000 € bei der AG (§ 7 AktG) dient der Gläubigersicherung und muss zu mindestens 25 % bei Gründung eingezahlt werden. Bei der GbR gibt es keine Kapitalanforderungen — Gesellschafter können theoretisch ohne jegliche Einlage starten, haften aber unbeschränkt.

Buchführung und Bilanzierung: Vom einfachen EÜR bis zur vollständigen HGB-Bilanz

Die Rechnungslegungspflichten unterscheiden sich zwischen GbR und AG fundamental und beeinflussen den administrativen Aufwand sowie die Transparenzanforderungen erheblich.

GbR: Keine handelsrechtliche Buchführungspflicht

Die GbR ist als Nicht-Kaufmann grundsätzlich nicht buchführungspflichtig nach § 238 HGB. Solange sie kein Handelsgewerbe betreibt und nicht zur oHG wird, genügt für steuerliche Zwecke eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG. Die GbR selbst ist steuerlich transparent — die Einkünfte werden den Gesellschaftern gemäß ihrer Beteiligungsquote zugerechnet und in deren persönlicher Einkommensteuererklärung erfasst.

Eine Buchführungspflicht kann allerdings entstehen, wenn:

  • die GbR die Umsatzgrenze von 800.000 € pro Jahr überschreitet (§ 141 AO)
  • der Gewinn 80.000 € pro Jahr übersteigt (§ 141 AO)
  • ein Handelsgewerbe betrieben wird (dann Umwandlung in oHG mit Pflicht nach § 238 HGB)

AG: Vollständige Buchführungs- und Publizitätspflicht

Die AG unterliegt als Kapitalgesellschaft unabhängig von Größe oder Umsatz der vollständigen handelsrechtlichen Buchführungspflicht nach § 238 HGB und muss einen Jahresabschluss nach §§ 242 ff. HGB erstellen. Dieser besteht aus:

  • Bilanz (§ 266 HGB mit vorgeschriebener Gliederung)
  • Gewinn- und Verlustrechnung (§ 275 HGB)
  • Anhang (§ 284 HGB)
  • Lagebericht (§ 289 HGB bei mittelgroßen und großen AGs)
  • ggf. Konzernabschluss bei Mutterunternehmen (§§ 290 ff. HGB)

Zusätzlich muss die AG ihren Jahresabschluss durch einen Abschlussprüfer prüfen lassen (§ 316 Abs. 1 HGB — bei kleinen AG-Ausnahmen möglich nach § 267 Abs. 1 HGB) und im Unternehmensregister offenlegen (§ 325 HGB). Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach dem Abschlussstichtag. Bei Versäumnis drohen Ordnungsgelder von 500 bis 25.000 € nach § 335 HGB.

0 €

Mindestkapital GbR

50.000 €

Mindestkapital AG

12 Monate

Offenlegungsfrist AG (§ 325 HGB)

„Die Erstellung eines ordnungsgemäßen AG-Jahresabschlusses nach HGB erfordert umfassende Fachkenntnisse in Bilanzierung, Bewertung und Offenlegung. Mandanten, die ihre Rechnungslegung professionell aufstellen wollen, profitieren von digitalen Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz — hier erhalten sie den vollständigen Jahresabschluss durch zugelassene Steuerberater zu transparenten Festpreisen, ohne lange Wartezeiten.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Steuerliche Behandlung: Transparenzprinzip vs. Körperschaftsteuer

Die steuerliche Behandlung von GbR und AG unterscheidet sich grundlegend und hat erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtsteuerbelastung und die Gestaltungsmöglichkeiten.

GbR: Steuerliche Transparenz (Mitunternehmerschaft)

Die GbR selbst ist kein Steuersubject — sie wird steuerlich als Personengesellschaft behandelt und ist transparent. Der Gewinn wird auf Ebene der Gesellschaft ermittelt (einheitliche und gesonderte Gewinnfeststellung nach § 179 AO, sofern gewerblich tätig oder buchführungspflichtig), aber direkt den Gesellschaftern zugerechnet. Diese versteuern ihren Gewinnanteil mit ihrem persönlichen Einkommensteuersatz (0–45 % zzgl. Solidaritätszuschlag).

Bei gewerblicher Tätigkeit fällt zusätzlich Gewerbesteuer an (§ 2 GewStG). Die Gesellschafter können sich die Gewerbesteuer bis zu einem Hebesatz von 380 % auf ihre Einkommensteuer anrechnen lassen (§ 35 EStG). Freiberufliche GbRs (z. B. Rechtsanwalts-Sozietäten, Ärzte-Gemeinschaften) sind gewerbesteuerfrei.

Steuerart GbR (gewerblich) GbR (freiberuflich) AG
Einkommensteuer/Körperschaftsteuer ESt beim Gesellschafter ESt beim Gesellschafter KSt 15 % auf Unternehmensebene
Gewerbesteuer Ja, anrechenbar § 35 EStG Nein Ja, keine Anrechnung
Solidaritätszuschlag 5,5 % auf ESt (mit Freigrenze) 5,5 % auf ESt (mit Freigrenze) 5,5 % auf KSt
Besteuerung Ausschüttung Abgeltungsteuer 25 % oder teileinkünfteverfahren
Gesamtbelastung (ca.) 24–48 % je nach pers. Steuersatz 24–48 % ca. 30 % + 25 % bei Ausschüttung = ~48 %

AG: Körperschaftsteuer und Abgeltungsteuer (Doppelbelastung)

Die AG unterliegt als Kapitalgesellschaft der Körperschaftsteuer mit einem festen Satz von 15 % (§ 23 KStG) zzgl. Solidaritätszuschlag 5,5 % und Gewerbesteuer (effektiv ca. 30 % Gesamtbelastung auf Unternehmensebene). Wenn Gewinne an die Aktionäre ausgeschüttet werden, unterliegen diese der Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag (bei Privatpersonen, § 32d EStG) oder dem Teileinkünfteverfahren (bei Kapitalgesellschaften als Aktionär, § 8b KStG).

Diese Doppelbelastung führt bei vollständiger Ausschüttung zu einer Gesamtsteuerbelastung von rund 48 %. Allerdings ermöglicht die AG durch Thesaurierung (Gewinneinbehalt) eine niedrigere laufende Belastung von ca. 30 % — ein Vorteil bei wachstumsorientierten Unternehmen.

Thesaurierungsvorteil

Unternehmen, die Gewinne reinvestieren statt auszuschütten, profitieren bei der AG von einer niedrigeren laufenden Steuerbelastung (ca. 30 %) im Vergleich zu Personengesellschaften wie der OHG, wo der volle persönliche Steuersatz greift — auch wenn die Gewinne nicht entnommen werden. Ein detaillierter AG OHG Vergleich zeigt, dass dieser Thesaurierungsvorteil bei wachstumsstarken, kapitalintensiven Geschäftsmodellen von hoher Relevanz ist.

Organe und Geschäftsführung: Flexible Partnerschaft vs. strikte Gewaltenteilung

Die Unternehmensführung und Willensbildung sind bei GbR und AG vollständig unterschiedlich organisiert — von maximaler Flexibilität bis zu gesetzlich vorgeschriebener Gewaltenteilung.

GbR: Flexible Selbstorganisation ohne zwingende Organe

Die GbR kennt keine gesetzlich vorgeschriebenen Organe. Grundsätzlich sind alle Gesellschafter gemeinschaftlich zur Geschäftsführung berechtigt und verpflichtet (§ 709 BGB). Jeder Gesellschafter kann die gewöhnlichen Geschäfte führen, außergewöhnliche Geschäfte bedürfen der Zustimmung aller Gesellschafter (§ 711 BGB). Vertretungsberechtigt sind grundsätzlich alle Gesellschafter gemeinschaftlich (§ 714 BGB).

Im Gesellschaftsvertrag können jedoch individuelle Regelungen getroffen werden:

  • Bestellung einzelner Geschäftsführer (auch externe möglich)
  • Einzelvertretungsbefugnis oder Gesamtvertretung
  • Mehrheitsbeschlüsse statt Einstimmigkeit
  • Stimmengewichtung nach Kapitalbeteiligung
  • Beiräte oder Gesellschafterausschüsse

AG: Zwingende Dreiteilung in Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung

Die AG muss zwingend drei Organe haben, deren Zuständigkeiten gesetzlich festgelegt und nicht disponibel sind:

Organ Rechtsgrundlage Aufgaben
Vorstand §§ 76 ff. AktG Leitung der Gesellschaft, alleinige Vertretung nach außen, Geschäftsführung unter eigener Verantwortung
Aufsichtsrat §§ 95 ff. AktG Überwachung des Vorstands, Bestellung/Abberufung Vorstand, Prüfung Jahresabschluss, Zustimmung zu wichtigen Geschäften
Hauptversammlung §§ 118 ff. AktG Wahl Aufsichtsrat, Gewinnverwendung, Satzungsänderungen, Kapitalmaßnahmen, Entlastung Vorstand/Aufsichtsrat

Der Vorstand wird vom Aufsichtsrat bestellt (§ 84 AktG) und führt die Geschäfte eigenverantwortlich — die Aktionäre haben kein direktes Weisungsrecht. Der Aufsichtsrat bei einer nicht mitbestimmungspflichtigen AG besteht aus mindestens drei Mitgliedern (§ 95 AktG), bei mitbestimmungspflichtigen AGs (über 500 bzw. 2.000 Arbeitnehmer) ist eine paritätische oder Drittelbeteiligung der Arbeitnehmerseite vorgeschrieben (§§ 76 ff. MitbestG, § 1 DrittelbG).

Vorstand

  • Eigenverantwortliche Leitung
  • Keine Weisungen durch HV
  • Bestellung durch AR
  • Mindestens 1 Person

Aufsichtsrat

  • Bestellung/Abberufung Vorstand
  • Prüfung Jahresabschluss
  • Zustimmung zu Grundlagengeschäften
  • Mindestens 3 Mitglieder

Hauptversammlung

  • Wahl Aufsichtsrat
  • Gewinnverwendung
  • Satzungsänderungen
  • Kapitalmaßnahmen

Diese strikte Gewaltenteilung führt zu hoher Rechtssicherheit und klarer Verantwortungsabgrenzung, erfordert aber auch erheblichen administrativen Aufwand — insbesondere durch Sitzungen, Protokollierung, Beschlussfassungen und Dokumentation.

Offenlegungspflichten: Von voller Vertraulichkeit bis zur öffentlichen Bekanntmachung

Die Transparenz- und Publizitätspflichten sind bei GbR und AG diametral entgegengesetzt — von vollständiger Vertraulichkeit bis zu umfassenden Offenlegungspflichten gegenüber der Öffentlichkeit.

GbR: Keine Offenlegungspflicht

Die GbR ist nicht im Handelsregister eingetragen und unterliegt keinerlei Publizitätspflichten. Jahresabschlüsse (sofern erstellt) und Gesellschaftsverträge sind vertraulich und müssen nicht veröffentlicht werden. Auch gegenüber dem Finanzamt genügt die Abgabe der Gewinnfeststellung bzw. EÜR — ohne dass diese öffentlich zugänglich würde. Diese Vertraulichkeit ist für viele kleinere Unternehmen und Freiberufler ein wesentlicher Vorteil.

AG: Umfassende Offenlegungspflicht im Unternehmensregister

Die AG muss gemäß § 325 HGB ihren Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht, Bestätigungsvermerk) sowie weitere Unterlagen elektronisch beim Unternehmensregister offenlegen. Seit dem Inkrafttreten des DiRUG am 01.08.2022 ist das Unternehmensregister die zentrale Offenlegungsstelle — der Bundesanzeiger nimmt keine eigenständigen Einreichungen mehr entgegen.

Die Offenlegungsfrist beträgt gemäß § 325 Abs. 1 HGB 12 Monate nach dem Bilanzstichtag. Bei einem Bilanzstichtag 31.12.2025 muss die Offenlegung somit spätestens bis zum 31.12.2026 erfolgen. Für die Feststellung des Jahresabschlusses durch die Hauptversammlung gelten kürzere Fristen nach § 175 AktG (innerhalb der ersten 8 Monate bei großen, 11 Monate bei kleinen AGs).

Ordnungsgeldverfahren bei verspäteter Offenlegung

Bei Verstoß gegen die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB leitet das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Das Ordnungsgeld beträgt mindestens 500 € und kann bis zu 25.000 € betragen. Das Verfahren ist unabhängig von der nachträglichen Offenlegung — das Ordnungsgeld wird auch dann festgesetzt, wenn die Unterlagen nachgereicht werden.

  • Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Anhang) erstellen und feststellen
  • Bei mittelgroßen/großen AGs: Lagebericht erstellen (§ 289 HGB)
  • Prüfung durch Abschlussprüfer (§ 316 HGB)
  • Feststellung durch Hauptversammlung (§ 173 AktG) bzw. Aufsichtsrat (§ 172 AktG bei Zustimmung)
  • Elektronische Offenlegung im Unternehmensregister binnen 12 Monaten (§ 325 HGB)
  • Vollständigkeit und Format gemäß ESEF-Verordnung bei kapitalmarktorientierten AGs

Für große und kapitalmarktorientierte AGs gelten zusätzliche Publizitätspflichten wie die Erstellung von Konzernabschlüssen (§§ 290 ff. HGB), Quartalsberichten oder Ad-hoc-Mitteilungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz. Diese Anforderungen erfordern professionelle Rechnungslegungsabteilungen oder die Beauftragung spezialisierter Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

Laufende Kosten und Verwaltungsaufwand: Praktische Unterschiede im Betrieb

Neben den Gründungskosten unterscheiden sich GbR und AG erheblich in den laufenden Betriebskosten und dem administrativen Aufwand — ein wesentlicher Faktor bei der Rechtsformwahl.

GbR: Minimaler administrativer Aufwand

Die GbR verursacht — sofern sie unter den Buchführungsgrenzen bleibt — minimale laufende Kosten. Es fallen an:

  • Erstellung der Einnahmenüberschussrechnung (EÜR): kann selbst oder durch Steuerberater erfolgen, Kosten ca. 500–1.500 € p.a.
  • Einkommensteuererklärungen der Gesellschafter: individuell je nach Komplexität
  • ggf. Gewinnfeststellung nach § 179 AO bei gewerblicher Tätigkeit
  • keine Handelsregistergebühren, keine Offenlegungskosten, keine Pflichtprüfung

Die Gesamtkosten für Steuerberatung und Verwaltung liegen bei einer typischen kleinen GbR oft unter 2.000 € pro Jahr.

AG: Erhebliche laufende Pflichtkosten

Die AG verursacht selbst bei kleiner Größe erhebliche jährliche Kosten:

Kostenposition Größenordnung p.a.
Jahresabschlusserstellung (Steuerberater) 5.000–20.000 €
Abschlussprüfung (Wirtschaftsprüfer, § 316 HGB) 10.000–50.000 € (kleine AG ggf. befreit)
Offenlegung Unternehmensregister ca. 50–200 €
Handelsregisteranmeldungen (Organwechsel, Satzungsänderungen) je 200–500 € zzgl. Notar
Aufsichtsratsvergütung individuell, häufig 5.000–50.000 €
Vorstandsvergütung individuell, marktüblich ab 60.000 € p.a.
Versicherungen (D&O-Versicherung) 2.000–10.000 €
Rechts- und Steuerberatung (laufend) 5.000–20.000 €

Die jährlichen Gesamtkosten für Verwaltung, Rechnungslegung, Prüfung und Beratung liegen selbst bei einer kleinen AG regelmäßig im fünfstelligen Bereich — häufig zwischen 30.000 und 100.000 €, bei großen AGs deutlich höher.

< 2.000 €

Typische Jahreskosten GbR

30.000–100.000 €

Typische Jahreskosten AG

12 Monate

Offenlegungsfrist § 325 HGB

Effizienz durch digitale Steuerberater-Plattformen

Gerade bei Kapitalgesellschaften wie der AG ist eine professionelle, effiziente Rechnungslegung essenziell. Plattformen wie OnlineBilanz bieten digitale Steuerberater-Leistungen zu transparenten Festpreisen — Mandanten erhalten ihren Jahresabschluss durch zugelassene Steuerberater, digital koordiniert und ohne lange Wartezeiten. Das reduziert den administrativen Aufwand erheblich und schafft Planungssicherheit.

Wann ist welche Rechtsform sinnvoll? Entscheidungskriterien für die Praxis

Die Wahl zwischen GbR und AG ist keine theoretische Frage, sondern muss sich an den konkreten unternehmerischen Zielen, der Risikostruktur, der Kapitalausstattung und den Wachstumsplänen orientieren. In der Praxis sind beide Rechtsformen für sehr unterschiedliche Szenarien geeignet.

GbR: Ideal für kleine, überschaubare Kooperationen

Die GbR eignet sich besonders für:

  • Freiberufler-Zusammenschlüsse: Rechtsanwälte, Ärzte, Steuerberater, Architekten — hier ist die GbR (bzw. PartG) die klassische Rechtsform
  • Kleine Projekte mit begrenztem Haftungsrisiko: z. B. gemeinsame Softwareentwicklung, Beratungsprojekte
  • Nebenerwerbstätigkeiten: wenn kein Vollzeitunternehmen aufgebaut wird
  • Niedrige Kapitalintensität: wenn keine größeren Investitionen oder Fremdfinanzierungen nötig sind
  • Maximale Flexibilität: einfache Gründung, einfache Auflösung, keine Formalitäten

Entscheidend ist, dass das Haftungsrisiko überschaubar bleibt — bei haftungsträchtigen Tätigkeiten (Produktion, Bau, medizinische Behandlung mit hohem Risiko) ist die unbeschränkte persönliche Haftung existenzgefährdend.

AG: Für kapitalintensive, wachstumsorientierte oder börsenorientierte Unternehmen

Die AG ist sinnvoll, wenn:

  • Börsengang geplant ist: nur die AG (bzw. SE) kann an der Börse notiert werden
  • Großes Wachstum und Kapitalbedarf: Eigenkapitalaufnahme durch Aktienausgabe, breite Streuung möglich
  • Komplexe Gesellschafterstrukturen: viele Investoren, institutionelle Anleger, Family Offices
  • Prestige und Außenwirkung: die AG signalisiert Größe und Professionalität (z. B. im internationalen Geschäft)
  • Nachfolgeplanung: Aktien können einfacher übertragen werden als GmbH-Anteile (keine notarielle Beurkundung nötig)

In der Praxis ist die AG in Deutschland deutlich seltener als die GmbH — die GmbH vereint Haftungsbeschränkung mit geringerem Formalismus und niedrigeren Kosten. Die AG kommt fast ausschließlich bei sehr großen, börsennotierten oder stark wachstumsorientierten Unternehmen zum Einsatz.

GbR passt, wenn:

  • Kleine, überschaubare Zusammenarbeit
  • Geringe Kapitalausstattung ausreichend
  • Haftungsrisiko vertretbar
  • Maximale Flexibilität gewünscht
  • Freiberufliche oder nebenerwerbliche Tätigkeit
  • Minimaler Verwaltungsaufwand

AG passt, wenn:

  • Börsengang geplant oder möglich
  • Hoher Kapitalbedarf
  • Viele Investoren/Gesellschafter
  • Internationale Außenwirkung wichtig
  • Professionelle Governance gewünscht
  • Nachfolge durch Aktienübertragung geplant

„Für die allermeisten mittelständischen Unternehmen ist weder die GbR (wegen Haftungsrisiko) noch die AG (wegen Kosten und Formalismus) die optimale Wahl — hier ist die GmbH der Goldstandard. Die GbR nutzen wir in der Praxis vor allem bei Freiberuflern, die AG fast ausschließlich bei börsennotierten oder sehr großen Familienunternehmen. Die Rechtsformwahl sollte immer individuell erfolgen — wir begleiten unsere Mandanten dabei umfassend.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Häufig gestellte Fragen

Kann eine GbR in eine AG umgewandelt werden?

Ja, eine Umwandlung ist möglich, allerdings nicht direkt. Die GbR muss zunächst in eine Kapitalgesellschaft (z. B. GmbH) formwechselnd umgewandelt werden, die dann wiederum in eine AG umgewandelt werden kann. Alternativ kann die AG neu gegründet und das Vermögen der GbR auf diese übertragen werden. Beide Wege erfordern notarielle Beurkundung, Handelsregistereintragung und die Aufbringung des Mindestkapitals von 50.000 Euro.

Wie viele Gesellschafter sind bei AG und GbR mindestens erforderlich?

Eine GbR benötigt nach § 705 BGB mindestens zwei Gesellschafter, die einen gemeinsamen Zweck verfolgen. Bei der AG ist nach § 2 AktG ebenfalls mindestens ein Gründer erforderlich – die Einmann-AG ist seit 1994 zulässig. Während die GbR maximal nur aus natürlichen oder juristischen Personen bestehen kann, dürfen AG-Aktionäre sowohl natürliche als auch juristische Personen sein.

Welche Rolle spielt die Mitbestimmung bei AG und GbR?

Die GbR unterliegt keinen gesetzlichen Mitbestimmungsvorschriften. Bei der AG greifen ab bestimmten Arbeitnehmerzahlen die Regelungen des Drittelbeteiligungsgesetzes (ab 500 Arbeitnehmer) oder des Mitbestimmungsgesetzes (ab 2.000 Arbeitnehmer). Dann müssen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat vertreten sein, was die Unternehmensführung erheblich beeinflusst.

Wie unterscheidet sich die Gewinnverteilung bei AG und GbR?

Bei der GbR erfolgt die Gewinnverteilung nach § 722 BGB grundsätzlich zu gleichen Teilen, sofern der Gesellschaftsvertrag nichts anderes regelt. Die Gesellschafter können aber frei abweichende Verteilungsschlüssel vereinbaren. Bei der AG erfolgt die Gewinnausschüttung nach § 60 AktG strikt nach dem Verhältnis der Anteile am Grundkapital – eine unterschiedliche Behandlung von Aktionären ist grundsätzlich nicht möglich, es sei denn, es existieren unterschiedliche Aktiengattungen.

Kann eine GbR börsennotiert werden?

Nein, eine GbR kann nicht an der Börse notiert werden, da sie keine handelbaren Anteile in Form von Wertpapieren ausgibt. Die AG ist dagegen speziell für den Kapitalmarkt konzipiert: Sie kann als börsennotierte Gesellschaft Aktien öffentlich handeln lassen. Dies ermöglicht Kapitalbeschaffung über den Kapitalmarkt, unterliegt dann aber zusätzlichen Publizitäts- und Transparenzpflichten nach dem Wertpapierhandelsgesetz.

Welche Rechtsform haftet für Sozialversicherungsbeiträge der Mitarbeiter?

Beide Rechtsformen haften als Arbeitgeber für die ordnungsgemäße Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen. Bei der GbR haften die Gesellschafter persönlich und gesamtschuldnerisch, auch mit ihrem Privatvermögen. Bei der AG haftet grundsätzlich nur die Gesellschaft selbst mit ihrem Vermögen. Allerdings können Vorstand und Aufsichtsrat bei Pflichtverletzungen persönlich in Haftung genommen werden, etwa bei vorsätzlicher Nichtabführung von Beiträgen.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), Aktiengesetz (AktG), Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), GmbH-Gesetz (GmbHG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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