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Passiva Mittelherkunft · "Wem gehört es?"
A. Eigenkapital
Stammkapital25.000 €
Gewinnrücklagen156.200 €
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Datum

Lesedauer

11–17 Minuten


OnlineBilanzBlogDigitale Buchhaltung 2026

Digitale Buchhaltung 2026 – GoBD, E-Rechnung & KI-Einsatz

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die digitale Buchhaltung ist 2026 durch neue Pflichten zur E-Rechnung, verschärfte GoBD-Anforderungen und den Einsatz von KI-Systemen geprägt. Der strategische Einsatz von KI im Rechnungswesen eröffnet Chancen zur Automatisierung, erfordert jedoch zugleich die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zur Archivierung, Unveränderbarkeit und Nachvollziehbarkeit digitaler Belege. Besondere Herausforderungen stellen sich dabei für Branchen mit hohem Belegaufkommen – hier ist die digitale Buchhaltung in der Gastronomie ein typisches Beispiel für komplexe Anforderungen an Kassensysteme und Belegorganisation. Dieser Artikel erläutert die wichtigsten Regelungen nach § 238 HGB, § 147 AO und die praktischen Anforderungen für 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Ab 2026 müssen Unternehmen die GoBD-Vorgaben zur ordnungsgemäßen digitalen Buchführung einhalten, E-Rechnungen im B2B-Verkehr empfangen können und bei KI-Einsatz Nachvollziehbarkeit und Unveränderbarkeit der Buchführung gewährleisten. Verstöße können zu Ordnungsgeldern bis 25.000 Euro und Schätzungen des Finanzamts führen.

Grundlagen der digitalen Buchhaltung

Die digitale Buchhaltung umfasst die elektronische Erfassung, Verarbeitung und Archivierung aller buchführungspflichtigen Geschäftsvorfälle. Nach § 238 HGB müssen Kaufleute ihre Bücher so führen, dass ein sachverständiger Dritter sich innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle verschaffen kann.

Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form (GoBD) konkretisieren diese Anforderungen für digitale Systeme. Sie gelten für alle buchführungspflichtigen Unternehmen sowie für Betriebe, die freiwillig Bücher führen.

10 Jahre

Aufbewahrungsfrist § 147 AO

6 Jahre

Frist für Geschäftsbriefe

100%

Vollständigkeit erforderlich

Die digitale Transformation der Buchhaltung ist keine freiwillige Modernisierung mehr, sondern gesetzliche Realität. Mit der E-Rechnungspflicht ab 2026 und den verschärften GoBD-Anforderungen müssen auch kleinere Unternehmen ihre Prozesse anpassen.

Hinweis

Wichtig: Digitale Buchhaltung bedeutet nicht nur die Nutzung von Software, sondern die vollständige Einhaltung der GoBD-Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Unveränderbarkeit und Vollständigkeit aller Aufzeichnungen.

GoBD-Anforderungen 2026 im Detail

Die GoBD in der aktuellen Fassung vom 28.11.2019 definieren sechs zentrale Anforderungen an elektronische Buchführungssysteme. Diese Grundsätze werden von der Finanzverwaltung streng geprüft und bei Verstößen können Hinzuschätzungen drohen.

Die sechs GoBD-Grundsätze

  • Nachvollziehbarkeit: Jeder Geschäftsvorfall muss von der Entstehung bis zur Verbuchung lückenlos dokumentiert sein
  • Vollständigkeit: Alle buchführungspflichtigen Vorgänge müssen erfasst werden, keine Lücken in den Aufzeichnungen
  • Richtigkeit: Buchungen müssen sachlich und rechnerisch korrekt sein und den tatsächlichen Geschäftsvorfällen entsprechen
  • Zeitgerechtheit: Erfassung muss zeitnah erfolgen, bei Kassenbuchführung täglich
  • Ordnung: Systematische Ablage nach einem nachvollziehbaren System mit eindeutiger Belegorganisation
  • Unveränderbarkeit: Keine nachträgliche Änderung von Buchungen ohne Protokollierung der Ursprungsdaten

Besonders kritisch ist das Prinzip der Unveränderbarkeit. Jede nachträgliche Änderung einer Buchung muss protokolliert werden, sodass sowohl die ursprüngliche als auch die korrigierte Version nachvollziehbar bleiben.

Achtung

Achtung Prüfungsrisiko: Bei Betriebsprüfungen prüft das Finanzamt seit 2026 standardmäßig die GoBD-Konformität der eingesetzten Software. Unzulässige Änderungen oder fehlende Protokolle können zu Hinzuschätzungen führen.

Anforderung Praxisbeispiel Häufiger Fehler
Nachvollziehbarkeit Belegkette vom Eingangsrechnungsscan bis zur Zahlung Fehlende Verknüpfung zwischen Beleg und Buchung
Unveränderbarkeit Stornobuchung statt Überschreiben Direktes Löschen von Buchungen
Zeitgerechtheit Tägliche Kassenerfassung Monatliche Sammelbuchung von Barbelegen
Vollständigkeit Lückenlose Rechnungsnummern Fehlende Belege ohne Nachweis

E-Rechnung-Pflicht ab 2026

Mit dem Wachstumschancengesetz wurde die verpflichtende Einführung der E-Rechnung im B2B-Bereich ab dem 1. Januar 2025 beschlossen. Ab 2026 gelten die Übergangsfristen nur noch eingeschränkt, sodass nahezu alle Unternehmen E-Rechnungen empfangen können müssen.

Was ist eine E-Rechnung?

Eine E-Rechnung ist eine Rechnung, die in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, übermittelt und empfangen wird und eine elektronische Verarbeitung ermöglicht. PDF-Rechnungen gelten nicht als E-Rechnungen im Sinne des Gesetzes.

✓ Zulässige Formate

  • XRechnung (XML-basiert)
  • ZUGFeRD ab Version 2.0.1
  • EN 16931-konforme Formate
  • Factur-X (französischer Standard)

✗ Keine E-Rechnungen

  • PDF-Rechnung per E-Mail
  • Eingescannte Papierrechnung
  • Word- oder Excel-Dateien
  • Fotografierte Rechnungen

Zeitplan und Übergangsfristen

Zeitraum Empfang E-Rechnung Versand E-Rechnung
Ab 01.01.2025 Pflicht für alle Unternehmen Übergangsregelung möglich
01.01.2026 Pflicht ohne Ausnahme Umsatz > 800.000 €: Pflicht
01.01.2027 Pflicht ohne Ausnahme Alle Umsätze: Pflicht
Ab 01.01.2028 Vollständige Pflicht Vollständige Pflicht

Für das Jahr 2026 bedeutet dies: Alle Unternehmen müssen E-Rechnungen empfangen können. Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz über 800.000 Euro müssen zudem E-Rechnungen versenden.

Hinweis

Praxistipp: Die Umstellung auf E-Rechnungen erfordert Anpassungen in der Buchhaltungssoftware, Schulung der Mitarbeiter und ggf. neue Schnittstellen zu Lieferanten und Kunden. Beginnen Sie rechtzeitig mit der Implementierung.

„Die E-Rechnungspflicht ist nicht nur eine technische Umstellung, sondern erfordert eine Anpassung der gesamten Prozesse vom Rechnungseingang bis zur Archivierung. Unternehmen sollten ihre Software bis Mitte 2026 vollständig umgestellt haben.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

KI-Einsatz in der Buchhaltung

Künstliche Intelligenz (KI) hält zunehmend Einzug in Buchhaltungssoftware. Automatische Belegerfassung, Kontierungsvorschläge und Plausibilitätsprüfungen werden durch Machine Learning-Algorithmen unterstützt. Dabei müssen die GoBD-Grundsätze weiterhin eingehalten werden.

Einsatzgebiete von KI in der Buchhaltung

  • Belegerfassung: Automatisches Auslesen von Rechnungsdaten mittels OCR und maschinellem Lernen
  • Kontierungsvorschläge: KI schlägt auf Basis historischer Daten Konten vor
  • Anomalie-Erkennung: Automatische Identifikation ungewöhnlicher Buchungen
  • Prognosen: Liquiditätsplanung und Forecast auf Basis von Vergangenheitsdaten
  • Compliance-Prüfung: Automatische Prüfung auf GoBD-Konformität und Vollständigkeit

Der Einsatz von KI ist grundsätzlich zulässig, solange die Nachvollziehbarkeit und die Verantwortung des Unternehmens gewahrt bleiben. Jede automatisierte Buchung muss im Nachhinein nachvollziehbar und überprüfbar sein.

Achtung

Rechtliche Grenzen: Die Verantwortung für die Richtigkeit der Buchführung liegt immer beim Unternehmen. KI-gestützte Buchungen müssen protokolliert und überprüfbar sein. Eine vollautomatische Buchführung ohne menschliche Kontrolle ist nicht GoBD-konform.

Anforderungen an KI-Systeme

  • Dokumentation der verwendeten KI-Algorithmen und Trainingsgrundlagen
  • Nachvollziehbarkeit jeder automatisierten Entscheidung
  • Möglichkeit der manuellen Überprüfung und Korrektur
  • Unveränderbarkeit der Ursprungsdaten
  • Protokollierung aller KI-gestützten Prozesse
  • Regelmäßige Validierung der KI-Ergebnisse durch Fachpersonal

Die Finanzverwaltung hat in einem BMF-Schreiben vom 17.02.2024 klargestellt, dass KI-Systeme die GoBD-Anforderungen erfüllen müssen. Insbesondere muss die Verfahrensdokumentation den Einsatz von KI beschreiben und die Nachvollziehbarkeit gewährleisten.

Digitale Archivierung und Aufbewahrung

Nach § 147 AO müssen Buchungsbelege, Rechnungen und andere aufbewahrungspflichtige Unterlagen grundsätzlich 10 Jahre aufbewahrt werden. Bei digitalen Belegen gelten besondere Anforderungen an die Archivierung.

Aufbewahrungsfristen im Überblick

Dokument Frist Rechtsgrundlage
Buchungsbelege, Rechnungen 10 Jahre § 147 Abs. 1 AO
Jahresabschlüsse, Bilanzen 10 Jahre § 147 Abs. 1 AO
Inventare, Eröffnungsbilanzen 10 Jahre § 147 Abs. 1 AO
Geschäftsbriefe, E-Mails 6 Jahre § 147 Abs. 2 AO
Lohnunterlagen 6 Jahre § 147 Abs. 2 AO

Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung gemacht, das Inventar aufgestellt oder der Jahresabschluss festgestellt wurde. Für Belege zum Jahresabschluss 2025 läuft die Frist bis 31.12.2035.

Technische Anforderungen an digitale Archive

  • Unveränderbarkeit: Einsatz von WORM-Speichern (Write Once, Read Many) oder gleichwertigen Verfahren
  • Verfügbarkeit: Schneller Zugriff bei Betriebsprüfungen, maximal angemessene Wiederherstellungszeit
  • Nachvollziehbarkeit: Dokumentation der Archivierungsprozesse und -zeitpunkte
  • Vollständigkeit: Alle aufbewahrungspflichtigen Unterlagen müssen archiviert sein
  • Lesbarkeit: Auch nach Jahren müssen Daten lesbar und auswertbar bleiben
  • Ordnung: Systematische Ablage mit eindeutigen Index- und Suchfunktionen

Hinweis

Cloud-Archivierung: Die Archivierung in Cloud-Systemen ist grundsätzlich zulässig, wenn die GoBD-Anforderungen erfüllt sind. Bei Servern außerhalb der EU müssen zusätzliche datenschutzrechtliche Anforderungen beachtet werden.

Besondere Vorsicht ist bei der Umstellung von Buchhaltungssoftware geboten. Die Migration muss GoBD-konform erfolgen und alle Altdaten müssen weiterhin unveränderbar und nachvollziehbar archiviert bleiben.

Achtung

Achtung bei Softwarewechsel: Bei einem Wechsel der Buchhaltungssoftware müssen die Altdaten einschließlich aller Verknüpfungen und Strukturen vollständig übernommen oder in einem zugreifbaren Altsystem verfügbar bleiben.

Rechtliche Grundlagen und Sanktionen

Die digitale Buchhaltung unterliegt einem komplexen Geflecht aus handels- und steuerrechtlichen Vorschriften. Die wichtigsten Rechtsgrundlagen sind § 238 ff. HGB für die Handelsbilanz und § 140 ff. AO für die Steuerbilanz.

Zentrale Rechtsvorschriften

Vorschrift Regelungsinhalt Sanktion bei Verstoß
§ 238 HGB Buchführungspflicht für Kaufleute Ordnungsgeld bis 25.000 €
§ 239 HGB Führung der Handelsbücher Schätzung durch Finanzamt
§ 257 HGB Aufbewahrung von Unterlagen Ordnungsgeld, Strafverfahren
§ 146 AO Ordnungsvorschriften Verwerfung der Buchführung
§ 147 AO Aufbewahrungspflichten Geldbuße bis 25.000 €
§ 158 AO Ordnungsmäßigkeit der Buchführung Hinzuschätzung von Besteuerungsgrundlagen

Bei schwerwiegenden Verstößen gegen die Buchführungspflicht kann das Finanzamt die Buchführung als formell nicht ordnungsgemäß verwerfen und die Besteuerungsgrundlagen schätzen. Dies führt regelmäßig zu erheblichen Steuernachforderungen.

Ordnungsgelder und Bußgelder

Nach § 335 HGB können Kapitalgesellschaften, die ihre Buchführungspflichten verletzen, mit einem Ordnungsgeld zwischen 500 und 25.000 Euro belegt werden. Bei vorsätzlichen Verstößen gegen steuerliche Aufzeichnungspflichten drohen nach § 379 AO Geldbußen bis zu 25.000 Euro.

25.000 €

Maximales Ordnungsgeld

10 Jahre

Verjährungsfrist Steuerhinterziehung

6 Monate

Reaktionszeit bei Prüfungsanordnung

„Verstöße gegen die GoBD werden von der Finanzverwaltung zunehmend ernst genommen. Eine nicht ordnungsgemäße digitale Buchführung kann nicht nur zu Hinzuschätzungen, sondern auch zu erheblichen Ordnungsgeldern führen. Prävention durch konforme Systeme ist deutlich günstiger als nachträgliche Sanierungen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Anforderungen an Buchhaltungssoftware

Die eingesetzte Buchhaltungssoftware muss die GoBD-Anforderungen vollständig erfüllen. Dies betrifft sowohl Kaufprogramme als auch Cloud-Lösungen und Eigenentwicklungen. Eine Zertifizierung der Software ist nicht verpflichtend, erleichtert aber die Nachweisführung.

Mindestanforderungen an GoBD-konforme Software

  • Unveränderbarkeit gebuchter Datensätze oder vollständige Änderungshistorie
  • Protokollierung aller Änderungen mit Zeitstempel und Benutzerkennung
  • Vergabe eindeutiger und fortlaufender Belegnummern
  • Vollständige Verknüpfung zwischen Belegen und Buchungen
  • Export der Daten in auswertbarem Format (GDPdU, GoBD-Export)
  • Datensicherungskonzept mit regelmäßigen Backups
  • Verfahrensdokumentation der Softwarefunktionen
  • Berechtigungskonzept mit Zugriffsbeschränkungen

Besonders wichtig ist die Exportfunktion nach § 147 Abs. 6 AO. Bei Betriebsprüfungen muss das Unternehmen in der Lage sein, die digitalen Daten in maschinell auswertbarer Form zur Verfügung zu stellen.

Cloud-Buchhaltung vs. lokale Software

Cloud-Lösungen

  • Automatische Updates und GoBD-Anpassungen
  • Zugriff von überall
  • Automatische Backups
  • Skalierbarkeit

Lokale Software

  • Vollständige Datenkontrolle
  • Keine Abhängigkeit von Internetverbindung
  • Einmalige Anschaffungskosten
  • Keine Datenweitergabe an Dritte

Beide Lösungen können GoBD-konform sein. Entscheidend ist, dass die Software die technischen und organisatorischen Anforderungen erfüllt und eine Verfahrensdokumentation vorliegt.

Hinweis

Verfahrensdokumentation: Jedes Unternehmen muss eine schriftliche Dokumentation führen, die beschreibt, wie die Buchführung organisiert ist, welche Software eingesetzt wird und wie die GoBD-Anforderungen erfüllt werden.

Schnittstellen und Integration

Moderne Buchhaltungssoftware muss Schnittstellen zu Banken (EBICS, FinTS), Online-Shops, Warenwirtschaftssystemen und ab 2026 zu E-Rechnungsplattformen bieten. Alle automatisierten Datenübernahmen müssen protokolliert und nachvollziehbar sein.

  • DATEV-Schnittstelle für Steuerberater-Kommunikation
  • Banking-Schnittstellen (EBICS, FinTS, PSD2)
  • E-Rechnungs-Formate (XRechnung, ZUGFeRD)
  • Export für Betriebsprüfung (GDPdU, IDEA, DATEV)
  • API für Warenwirtschafts- und ERP-Systeme

Umsetzung in der Praxis

Die Umstellung auf eine vollständig GoBD-konforme digitale Buchhaltung erfordert eine strukturierte Vorgehensweise. Eine schrittweise Implementierung reduziert Risiken und ermöglicht es, Mitarbeiter rechtzeitig zu schulen.

Checkliste: Umstellung auf digitale Buchhaltung

  1. Ist-Analyse: Prüfung der aktuellen Prozesse und Identifikation von GoBD-Lücken
  2. Software-Auswahl: Vergleich GoBD-konformer Lösungen nach Funktionsumfang und Budget
  3. Verfahrensdokumentation: Erstellung oder Aktualisierung der Dokumentation aller Prozesse
  4. Datenmigration: GoBD-konforme Überführung der Altdaten in das neue System
  5. Schulung: Einweisung aller Mitarbeiter in neue Prozesse und Software
  6. Testphase: Parallelbetrieb alter und neuer Systeme zur Fehleridentifikation
  7. Go-Live: Vollständige Umstellung mit dokumentiertem Stichtag
  8. Kontrolle: Regelmäßige Überprüfung der GoBD-Konformität

Besonders wichtig ist die Erstellung einer Verfahrensdokumentation. Diese muss die Organisation der Buchführung, die verwendete Software, Zugriffsberechtigungen und alle Schnittstellen beschreiben.

Typische Fehler bei der Umstellung

Fehler Konsequenz Vermeidung
Fehlende Verfahrensdokumentation Verwerfung der Buchführung Dokumentation vor Go-Live erstellen
Datenmigration ohne Protokoll Lücken in Belegkette Vollständigen Migrationsnachweis führen
Keine Schulung der Mitarbeiter Fehlerhafte Buchungen Strukturierte Einweisung vor Umstellung
Unvollständige Altdatenarchivierung Fehlende Nachweise bei Prüfung Altsystem verfügbar halten oder vollständig migrieren

Achtung

Stichtagswechsel dokumentieren: Der Übergang von einem Buchführungssystem zum anderen muss exakt dokumentiert werden. Beide Systeme müssen für den Übergangszeitraum verfügbar und nachvollziehbar sein.

Kosten und Nutzen

Einmalige Kosten

  • Software-Anschaffung oder Setup
  • Datenmigration
  • Schulungen
  • Verfahrensdokumentation
  • Beratung

Laufende Kosten

  • Software-Lizenzen oder Abo
  • Updates und Wartung
  • Archivierung
  • Support
  • Backup-Systeme

Einsparungen

  • Zeitersparnis bei Buchungen
  • Weniger Fehler
  • Schnellere Auswertungen
  • Reduzierter Papierverbrauch
  • Effizientere Prüfungen

Die Investition in eine GoBD-konforme digitale Buchhaltung amortisiert sich in der Regel innerhalb von 12 bis 24 Monaten durch Effizienzgewinne und Fehlerreduktion. Hinzu kommt die Rechtssicherheit bei Betriebsprüfungen.

„Eine gut implementierte digitale Buchhaltung ist nicht nur gesetzliche Pflicht, sondern bietet erhebliche wirtschaftliche Vorteile. Unternehmen sollten die Umstellung als Chance begreifen, ihre Prozesse zu optimieren und Ressourcen für wertschöpfende Tätigkeiten freizusetzen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Hinweis

OnlineBilanz-Tipp: Nutzen Sie die Umstellung auf digitale Buchhaltung, um auch Ihre Jahresabschlusserstellung zu digitalisieren. Mit OnlineBilanz.de können Sie Bilanz, GuV und Anhang direkt online erstellen und die Offenlegung beim Unternehmensregister vornehmen.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet GoBD-Konformität in der digitalen Buchhaltung?

GoBD-Konformität bedeutet, dass die Buchführung die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form erfüllt. Dies umfasst insbesondere Nachvollziehbarkeit, Vollständigkeit, Richtigkeit, Zeitgerechtheit, Ordnung und Unveränderbarkeit aller Aufzeichnungen. Die eingesetzte Software muss diese Anforderungen technisch gewährleisten und alle Prozesse müssen in einer Verfahrensdokumentation beschrieben sein.

Müssen ab 2026 alle Unternehmen E-Rechnungen verwenden?

Ab 2026 müssen alle Unternehmen im B2B-Bereich E-Rechnungen empfangen können. Die Versandpflicht gilt ab 2026 nur für Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz über 800.000 Euro. Ab 2027 sind alle Unternehmen verpflichtet, E-Rechnungen im strukturierten Format (XRechnung, ZUGFeRD) zu versenden. PDF-Rechnungen gelten nicht als E-Rechnungen im Sinne des Gesetzes.

Ist der Einsatz von KI in der Buchhaltung erlaubt?

Ja, KI-Systeme dürfen in der Buchhaltung eingesetzt werden, solange die GoBD-Anforderungen erfüllt bleiben. Jede automatisierte Entscheidung muss nachvollziehbar und protokolliert sein. Die Verantwortung für die Richtigkeit der Buchführung liegt trotz KI-Einsatz beim Unternehmen. In der Verfahrensdokumentation muss der Einsatz von KI beschrieben werden und alle KI-gestützten Buchungen müssen manuell überprüfbar sein.

Wie lange müssen digitale Buchhaltungsunterlagen aufbewahrt werden?

Buchungsbelege, Rechnungen, Jahresabschlüsse und Inventare müssen nach § 147 Abs. 1 AO grundsätzlich 10 Jahre aufbewahrt werden. Geschäftsbriefe und Lohnunterlagen unterliegen einer 6-jährigen Aufbewahrungsfrist nach § 147 Abs. 2 AO. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres der letzten Eintragung oder Feststellung. Digitale Unterlagen müssen unveränderbar archiviert und während der gesamten Frist lesbar und auswertbar bleiben.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 238 HGB – Buchführungspflicht, § 147 AO – Ordnungsvorschriften für die Aufbewahrung, BMF-Schreiben zu den GoBD (28.11.2019), § 335 HGB – Ordnungsgeldvorschriften. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

Weiterführend: Minijob & Midijob — Was Arbeitgeber jetzt wissen müssen

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
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  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
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Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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KI-Assistenz