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Stammkapital25.000 €
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Datum

Lesedauer

10–15 Minuten


OnlineBilanzBlogJahresabschluss Einzelunternehmer

Jahresabschluss Einzelunternehmer 2026

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Einzelunternehmer sind nicht automatisch bilanzierungspflichtig. Ob eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) ausreicht oder ein vollständiger Jahresabschluss mit Bilanz und GuV erforderlich ist, hängt von gesetzlich definierten Grenzen ab. Um die Unterschiede zwischen Bilanz und Jahresabschluss korrekt zu verstehen, ist eine genaue Kenntnis der jeweiligen Bestandteile notwendig. Bei der Bilanzierung müssen Einzelunternehmer ihr Gesamtvermögen in der Bilanz korrekt erfassen und ausweisen. Für die Erstellung des Jahresabschlusses stehen verschiedene Lösungen zur Verfügung – von reinen E-Bilanz-Tools bis hin zu Vollservice-Angeboten, wie der Vergleich OnlineBilanz vs. eBilanz+ zeigt. Dieser Leitfaden zeigt, welche Pflichten für Einzelunternehmer gelten und wie der Jahresabschluss 2026 rechtssicher erstellt wird.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Einzelunternehmer müssen einen Jahresabschluss erstellen – die Form hängt von Umsatz und Gewinn ab. Bis 600.000 Euro Umsatz oder 60.000 Euro Gewinn genügt die EÜR. Darüber hinaus besteht Bilanzierungspflicht mit Bilanz und GuV nach § 238 HGB.

Überblick: Jahresabschluss bei Einzelunternehmen

Einzelunternehmer bilden die häufigste Rechtsform in Deutschland. Anders als Kapitalgesellschaften sind sie nicht automatisch zur doppelten Buchführung verpflichtet. Die Art des Jahresabschlusses richtet sich nach der wirtschaftlichen Größe des Unternehmens.

Das deutsche Handels- und Steuerrecht unterscheidet zwei Formen des Jahresabschlusses für Einzelunternehmer: die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG für kleinere Betriebe und den vollständigen Jahresabschluss mit Bilanz und GuV nach § 242 HGB für größere Gewerbetreibende.

600.000 €

Umsatzgrenze für Buchführungspflicht

60.000 €

Gewinngrenze für Buchführungspflicht

2 Formen

EÜR oder Bilanz + GuV

Die Wahl der Abschlussform ist nicht frei wählbar, sondern ergibt sich aus gesetzlichen Vorgaben. Freiberufler sind grundsätzlich von der Bilanzierungspflicht befreit, Gewerbetreibende müssen die Grenzen des § 141 AO beachten.

Hinweis

Einzelunternehmer müssen keinen Jahresabschluss offenlegen. Anders als GmbH oder UG besteht keine Veröffentlichungspflicht beim Unternehmensregister. Der Jahresabschluss dient ausschließlich der steuerlichen Gewinnermittlung und wird dem Finanzamt eingereicht.

Wann besteht Buchführungspflicht für Einzelunternehmer?

Die Buchführungspflicht für Einzelunternehmer wird in § 238 HGB und § 141 AO geregelt. Entscheidend sind zwei Schwellenwerte, die beide Voraussetzungen für die Pflicht zur doppelten Buchführung definieren.

Grenzen nach § 141 AO (Stand 2026)

Ein gewerblicher Einzelunternehmer ist zur Buchführung verpflichtet, wenn er in zwei aufeinanderfolgenden Wirtschaftsjahren mindestens eine der folgenden Grenzen überschreitet:

Umsatzgrenze

Mehr als 600.000 Euro Umsatz im Kalenderjahr nach § 141 Abs. 1 Nr. 1 AO.

Gewinngrenze

Mehr als 60.000 Euro Gewinn aus Gewerbebetrieb nach § 141 Abs. 1 Nr. 2 AO.

Die Pflicht zur doppelten Buchführung beginnt erst ab dem Wirtschaftsjahr, das auf die Überschreitung folgt. Wird die Grenze nur in einem Jahr überschritten, besteht keine Buchführungspflicht.

Freiberufler: Grundsätzlich keine Bilanzierungspflicht

Freiberufler nach § 18 EStG sind unabhängig von Umsatz und Gewinn nicht zur Buchführung verpflichtet. Sie ermitteln ihren Gewinn immer mittels EÜR, es sei denn, sie betreiben zusätzlich ein Gewerbe oder wählen freiwillig die Bilanzierung.

Hinweis

Typische Freiberufler: Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten, Ingenieure, Journalisten, Dolmetscher, beratende Betriebswirte und ähnliche selbstständige Berufe nach § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG.

Kleingewerbetreibende ohne Buchführungspflicht

Gewerbetreibende unterhalb der Grenzen des § 141 AO müssen keine doppelte Buchführung führen. Sie können die EÜR nutzen und sind von der Bilanzierungspflicht befreit. Dies betrifft die Mehrheit aller Einzelunternehmer.

Die EÜR als vereinfachter Jahresabschluss

Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach § 4 Abs. 3 EStG ist die einfachste Form der Gewinnermittlung. Sie basiert auf dem Zufluss-Abfluss-Prinzip: Einnahmen und Ausgaben werden im Zeitpunkt des tatsächlichen Geld- oder Warenflusses erfasst.

Voraussetzungen für die EÜR

  • Keine Buchführungspflicht nach § 238 HGB oder § 141 AO
  • Freiberufler nach § 18 EStG oder Kleingewerbetreibende
  • Umsatz unter 600.000 Euro und Gewinn unter 60.000 Euro
  • Keine freiwillige Wahl der Bilanzierung

Bestandteile der EÜR

Die EÜR besteht aus der Anlage EÜR, die elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden muss. Sie enthält alle Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben, gegliedert nach vorgegebenen Kategorien.

  • Betriebseinnahmen (Umsatzerlöse, Entnahmen, private Kfz-Nutzung)
  • Betriebsausgaben (Personal, Miete, Abschreibungen, Kfz-Kosten, Versicherungen)
  • Gewinn als Saldo aus Einnahmen minus Ausgaben
  • Anlage AVEÜR bei Anlagevermögen über 410 Euro netto

„Die EÜR ist besonders für Gründer und kleine Betriebe geeignet. Sie erfordert keine Inventur und keine Abgrenzung von Forderungen oder Verbindlichkeiten. Wichtig ist die elektronische Übermittlung über ELSTER bis spätestens zur Steuererklärungsfrist.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Vorteile der EÜR gegenüber der Bilanz

Einfachheit

Keine doppelte Buchführung erforderlich, keine Inventur, kein Jahresabschluss im handelsrechtlichen Sinne.

Zeitersparnis

Geringerer Aufwand bei Erfassung und Erstellung, schnelle Finalisierung zum Jahresende.

Bilanzierung bei Überschreitung der Grenzen

Überschreitet ein Einzelunternehmer die Grenzen des § 141 AO, wird er zum buchführungspflichtigen Kaufmann nach § 238 HGB. Ab diesem Zeitpunkt ist ein vollständiger Jahresabschluss mit Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlich.

Beginn der Buchführungspflicht

Die Buchführungspflicht beginnt mit dem Wirtschaftsjahr, das auf die zweimalige Überschreitung der Grenzen folgt. In diesem Jahr muss eine Eröffnungsbilanz erstellt werden, die das Vermögen und die Schulden zum Stichtag auflistet.

Achtung

Bei erstmaliger Bilanzierung ist eine Inventur aller Vermögensgegenstände und Schulden erforderlich. Diese Bestandsaufnahme bildet die Grundlage der Eröffnungsbilanz und muss gewissenhaft durchgeführt werden, um spätere Fehler zu vermeiden.

Pflichtbestandteile des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss eines bilanzierungspflichtigen Einzelunternehmers besteht nach § 242 HGB aus zwei Elementen:

Bilanz

Gegenüberstellung von Aktiva (Vermögen) und Passiva (Eigenkapital und Schulden) zum Bilanzstichtag nach § 266 HGB.

Gewinn- und Verlustrechnung

Ermittlung des Jahresergebnisses durch Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen nach § 275 HGB.

Ein Anhang oder Lagebericht ist für Einzelunternehmer nicht erforderlich. Diese Pflichten gelten nur für Kapitalgesellschaften nach § 264 HGB.

Buchführung nach HGB

Die doppelte Buchführung erfasst jeden Geschäftsvorfall auf mindestens zwei Konten. Die Buchungen müssen den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) entsprechen und eine vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Erfassung ermöglichen.

  • Alle Geschäftsvorfälle müssen zeitnah gebucht werden
  • Belege sind Grundlage jeder Buchung (keine Buchung ohne Beleg)
  • Buchungen dürfen nicht nachträglich verändert werden
  • Die Buchführung muss für sachverständige Dritte nachvollziehbar sein

Bestandteile des Jahresabschlusses im Detail

Je nach Abschlussform unterscheiden sich die erforderlichen Dokumente erheblich. Die folgende Übersicht zeigt, welche Bestandteile für EÜR und Bilanz erforderlich sind.

Jahresabschluss mit EÜR

Dokument Pflicht Rechtliche Grundlage
Anlage EÜR Ja § 60 Abs. 4 EStDV
Anlage AVEÜR Bei Anlagevermögen § 4 Abs. 3 EStG
Umsatzsteuer-Voranmeldungen Ja § 18 UStG
Aufzeichnungen Kasse Bei Bargeschäften § 146 AO

Die Anlage EÜR muss elektronisch über ELSTER an das Finanzamt übermittelt werden. Eine Papierform ist nicht zulässig. Die Daten werden direkt aus der Buchhaltungssoftware exportiert oder manuell eingetragen.

Jahresabschluss mit Bilanz und GuV

Dokument Pflicht Rechtliche Grundlage
Bilanz Ja § 242 Abs. 1 HGB
Gewinn- und Verlustrechnung Ja § 242 Abs. 2 HGB
Inventar Ja § 240 HGB
Kontennachweise Ja § 238 HGB
Umsatzsteuer-Voranmeldungen Ja § 18 UStG

Die Bilanz muss nach dem Schema des § 266 HGB gegliedert werden, die GuV nach § 275 HGB. Einzelunternehmer dürfen verkürzte Formen verwenden, sofern sie die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen.

Zusätzliche Unterlagen für das Finanzamt

  • Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) bei Bedarf
  • Anlageverzeichnis mit Abschreibungen nach § 6 EStG
  • Aufstellung nicht abziehbarer Betriebsausgaben
  • Dokumentation privater Kfz-Nutzung (Fahrtenbuch oder 1%-Methode)
  • Nachweis über Forderungen und Verbindlichkeiten (bei Bilanz)

Fristen und Offenlegungspflichten 2026

Einzelunternehmer unterliegen anderen Fristen als Kapitalgesellschaften. Sie müssen ihren Jahresabschluss nicht offenlegen, sondern lediglich beim Finanzamt einreichen.

Steuerliche Abgabefristen

Für das Wirtschaftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) gelten folgende Fristen für die Einreichung der Steuererklärung beim Finanzamt:

Ohne steuerliche Beratung

Abgabe bis 31. Juli 2026. Diese Frist gilt für Einzelunternehmer, die ihre Steuererklärung selbst erstellen.

Mit Steuerberater

Abgabe bis 28. Februar 2027. Steuerberater haben eine verlängerte Abgabefrist für ihre Mandanten.

Achtung

Bei verspäteter Abgabe der Steuererklärung kann das Finanzamt Verspätungszuschläge nach § 152 AO festsetzen. Diese betragen 0,25 % der festgesetzten Steuer pro Monat, mindestens jedoch 25 Euro pro Monat.

Aufbewahrungsfristen

Einzelunternehmer müssen Geschäftsunterlagen nach § 147 AO und § 257 HGB aufbewahren. Die Fristen beginnen mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgt ist.

Dokument Aufbewahrungsfrist Rechtsgrundlage
Jahresabschlüsse (Bilanzen) 10 Jahre § 147 Abs. 1 Nr. 1 AO
Buchungsbelege 10 Jahre § 147 Abs. 1 Nr. 4 AO
Rechnungen 10 Jahre § 14b UStG
Geschäftsbriefe 6 Jahre § 147 Abs. 1 Nr. 5 AO
Lohnunterlagen 6 Jahre § 147 Abs. 1 Nr. 5 AO

Keine Offenlegungspflicht beim Unternehmensregister

Im Gegensatz zu Kapitalgesellschaften müssen Einzelunternehmer ihren Jahresabschluss nicht veröffentlichen. Es besteht keine Pflicht zur Offenlegung nach § 325 HGB. Der Jahresabschluss wird ausschließlich dem Finanzamt eingereicht.

Hinweis

Einzelunternehmer sind nicht im Handelsregister eingetragen, sofern sie nicht als Kaufmann nach § 1 HGB gelten. Auch bei Eintragung besteht keine Offenlegungspflicht wie bei GmbH oder UG.

Erstellung des Jahresabschlusses in der Praxis

Die praktische Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt in mehreren Schritten. Je nach gewählter Abschlussform unterscheiden sich Aufwand und Komplexität erheblich.

Vorbereitung: Erforderliche Unterlagen

  • Alle Eingangs- und Ausgangsrechnungen des Geschäftsjahres
  • Kontoauszüge des Geschäftskontos (vollständig)
  • Kassenbuch bei Bargeschäften
  • Belege über Anschaffungen von Anlagevermögen
  • Nachweis über private Kfz-Nutzung
  • Verträge (Miete, Leasing, Versicherungen)
  • Lohnabrechnungen bei Mitarbeitern

Bei Bilanzierung zusätzlich erforderlich: Inventurlisten für Waren, Forderungen und Verbindlichkeiten zum Stichtag, Nachweise über Rückstellungen und Abgrenzungen.

Erstellung der EÜR

Die EÜR kann mit einfachen Tabellenkalkulationen oder spezialisierter Software erstellt werden. Wichtig ist die korrekte Zuordnung aller Einnahmen und Ausgaben zu den vorgegebenen Kategorien der Anlage EÜR.

  1. Erfassung aller Betriebseinnahmen nach Zahlungseingang
  2. Erfassung aller Betriebsausgaben nach Zahlungsabgang
  3. Berechnung der Abschreibungen für Anlagevermögen
  4. Ermittlung des Gewinns (Einnahmen minus Ausgaben)
  5. Übertragung in die Anlage EÜR
  6. Elektronische Übermittlung über ELSTER

Erstellung von Bilanz und GuV

Die Bilanzierung erfordert Fachkenntnisse in doppelter Buchführung. Der Jahresabschluss wird aus der laufenden Buchhaltung entwickelt und durch Abschlussbuchungen ergänzt.

  1. Durchführung der Inventur zum Bilanzstichtag (§ 240 HGB)
  2. Erfassung aller Abschlussbuchungen (Abschreibungen, Rückstellungen, Abgrenzungen)
  3. Erstellung der Bilanz nach § 266 HGB
  4. Erstellung der GuV nach § 275 HGB
  5. Prüfung der Vollständigkeit und Richtigkeit
  6. Übermittlung an das Finanzamt mit der Steuererklärung

„Die meisten Fehler entstehen bei der Abgrenzung von Wirtschaftsjahren und bei Bewertungsfragen. Besonders kritisch sind Rückstellungen und die Aktivierung von Wirtschaftsgütern. Eine Prüfung durch einen Steuerberater ist bei erstmaliger Bilanzierung dringend zu empfehlen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Digitale Tools und Software

Moderne Buchhaltungssoftware unterstützt Einzelunternehmer bei der Erstellung des Jahresabschlusses. Für die EÜR gibt es zahlreiche einfache Lösungen, für die Bilanzierung sind professionelle Systeme erforderlich.

EÜR-Software

Einfache Programme für Freiberufler und Kleingewerbetreibende mit automatischer Anlage EÜR.

Buchhaltungssoftware

Doppelte Buchführung mit automatischer Bilanz- und GuV-Erstellung für bilanzierungspflichtige Betriebe.

Steuerberater-Portal

Schnittstellen für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater, DATEV-Export und ELSTER-Anbindung.

Häufige Fehler vermeiden

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses unterlaufen Einzelunternehmern typische Fehler, die zu Nachforderungen des Finanzamts oder zu fehlerhaften Gewinnermittlungen führen können.

Fehler bei der EÜR

  • Falsche Periodenabgrenzung: Einnahmen werden dem falschen Jahr zugeordnet, wenn Zahlungseingang und Rechnungsdatum auseinanderfallen
  • Private Kfz-Nutzung nicht erfasst: Die private Nutzung des Firmenwagens ist als Betriebseinnahme zu erfassen
  • Abschreibungen vergessen: Wirtschaftsgüter über 800 Euro (GWG-Grenze 2025) müssen abgeschrieben werden
  • Umsatzsteuer falsch behandelt: Bei Ist-Versteuerung muss die tatsächlich gezahlte Umsatzsteuer berücksichtigt werden
  • Privatentnahmen nicht dokumentiert: Entnahmen müssen in der EÜR erfasst werden

Fehler bei der Bilanzierung

  • Unvollständige Inventur: Fehlende oder ungenaue Bestandsaufnahme führt zu falschen Bilanzwerten
  • Bewertungsfehler: Falsche Anwendung von Bewertungsmethoden bei Vorräten oder Forderungen
  • Rückstellungen fehlen: Verpflichtungen aus laufenden Verträgen oder Prozessen nicht berücksichtigt
  • Abgrenzungen unterlassen: Transitorische Posten wie vorausbezahlte Mieten nicht abgegrenzt
  • Eigenkapital falsch dargestellt: Privatentnahmen und Einlagen nicht korrekt erfasst

Achtung

Fehlerhafte Jahresabschlüsse können zu Steuernachzahlungen, Zinsen nach § 233a AO und bei Vorsatz sogar zu strafrechtlichen Konsequenzen führen. Eine sorgfältige Erstellung und Prüfung ist daher unverzichtbar.

Kontrolle und Plausibilität

Vor Abgabe des Jahresabschlusses sollten folgende Plausibilitätsprüfungen durchgeführt werden:

  • Gewinn liegt in realistischer Höhe im Vergleich zum Vorjahr
  • Umsatzsteuervoranmeldungen stimmen mit Jahreswerten überein
  • Kontensalden sind nachvollziehbar (keine ungewöhnlich hohen Abweichungen)
  • Alle Belege sind vollständig und geordnet archiviert
  • Privatentnahmen und Einlagen sind vollständig erfasst

Bei Unsicherheiten sollte ein Steuerberater hinzugezogen werden. Die Kosten für steuerliche Beratung sind als Betriebsausgaben absetzbar und oft geringer als die Risiken fehlerhafter Erklärungen.

Häufig gestellte Fragen

Muss jeder Einzelunternehmer einen Jahresabschluss erstellen?

Ja, jeder Einzelunternehmer muss eine Gewinnermittlung vornehmen. Ob eine EÜR ausreicht oder ein Jahresabschluss mit Bilanz und GuV erforderlich ist, hängt von der Überschreitung der Grenzen nach § 141 AO ab: 600.000 Euro Umsatz oder 60.000 Euro Gewinn. Freiberufler nutzen immer die EÜR.

Wann ist ein Einzelunternehmer zur Bilanzierung verpflichtet?

Ein Einzelunternehmer muss bilanzieren, wenn er in zwei aufeinanderfolgenden Jahren mehr als 600.000 Euro Umsatz oder mehr als 60.000 Euro Gewinn erzielt. Die Buchführungspflicht beginnt ab dem folgenden Wirtschaftsjahr. Freiberufler sind grundsätzlich nicht buchführungspflichtig.

Muss ein Einzelunternehmer seinen Jahresabschluss offenlegen?

Nein, Einzelunternehmer müssen ihren Jahresabschluss nicht beim Unternehmensregister offenlegen. Die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB gilt nur für Kapitalgesellschaften wie GmbH, UG oder AG. Der Jahresabschluss wird ausschließlich dem Finanzamt eingereicht.

Welche Frist gilt für die Abgabe des Jahresabschlusses 2026?

Für das Wirtschaftsjahr 2025 (Stichtag 31.12.2025) muss die Steuererklärung mit Jahresabschluss bis zum 31. Juli 2026 beim Finanzamt eingereicht werden. Bei steuerlicher Beratung verlängert sich die Frist bis zum 28. Februar 2027. Verspätete Abgabe kann Verspätungszuschläge nach § 152 AO auslösen.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), Abgabenordnung (AO), Einkommensteuergesetz (EStG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

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Ben
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