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Datum

Lesedauer

9–14 Minuten


OnlineBilanzBlogJahresabschluss Beispiel

Jahresabschluss Beispiel 2026: 3 Muster für GmbH & UG

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Ein konkretes Jahresabschluss-Beispiel zeigt mehr als jede theoretische Erklärung: wie sich Bilanzsumme, Jahresüberschuss und Kennzahlen in einer realen GmbH zusammensetzen. Dieser Beitrag liefert drei vollständige Muster für unterschiedliche Unternehmenstypen — Dienstleister, Handel und Handwerk — jeweils mit Bilanz, GuV und den wichtigsten Kennzahlen nach HGB. Nach der Erstellung muss der Jahresabschluss von den Gesellschaftern formal festgestellt werden; hierfür bieten wir einen Gesellschafterbeschluss Jahresabschluss GmbH Muster an. Für kleinere Gesellschaften steht zudem ein separates Jahresabschluss Bilanz Beispiel für kleine GmbH mit praxisnahen Mustern zur Verfügung.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Ein Jahresabschluss-Beispiel zeigt die konkrete Struktur von Bilanz und GuV nach § 266 und § 275 HGB. Die drei Muster für Dienstleister, Handel und Handwerk verdeutlichen branchentypische Unterschiede in Anlagenintensität, Warenbestand und Personalkosten. Alle Beispiele basieren auf der Größenklassifizierung nach § 267 HGB.

Warum konkrete Jahresabschluss-Beispiele hilfreich sind

Die theoretischen Vorgaben des HGB zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind umfangreich. Konkrete Beispiele machen die Struktur und den Aufbau greifbar.

Ein praxisnahes Jahresabschluss-Beispiel zeigt nicht nur die formale Gliederung nach § 266 HGB (Bilanz) und § 275 HGB (GuV), sondern auch typische Größenordnungen und Verhältnisse zwischen den Posten.

Besonders für kleinere GmbHs und UGs, die erstmals einen Jahresabschluss erstellen, bieten Musterbeispiele eine wertvolle Orientierung für die eigene Buchführung.

§ 266 HGB

Bilanzgliederung

§ 275 HGB

GuV-Gliederung

§ 267 HGB

Größenklassen

Hinweis

Wichtig: Alle Beispiele in diesem Beitrag beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) und die für 2026 geltenden Schwellenwerte nach § 267 HGB.

Rechtliche Grundlagen für den Jahresabschluss

Der Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft besteht nach § 242 Abs. 3 HGB aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Mittelgroße und große Gesellschaften müssen zusätzlich einen Anhang erstellen (§ 264 Abs. 1 HGB).

Die Gliederungsvorschriften sind in § 266 HGB für die Bilanz und § 275 HGB für die GuV detailliert geregelt. Kleine Kapitalgesellschaften dürfen eine verkürzte Bilanz und GuV aufstellen.

Größenklassen nach § 267 HGB (2026)

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Arbeitnehmer
Klein ≤ 7,5 Mio. € ≤ 15 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß ≤ 25 Mio. € ≤ 50 Mio. € ≤ 250
Groß > 25 Mio. € > 50 Mio. € > 250

Zwei der drei Schwellenwerte müssen an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- bzw. unterschritten werden, damit ein Wechsel der Größenklasse eintritt (§ 267 Abs. 4 HGB).

Feststellung und Offenlegung

Nach § 42a GmbHG muss der Jahresabschluss innerhalb von 11 Monaten (kleine GmbH) bzw. 8 Monaten (mittelgroße/große GmbH) nach Bilanzstichtag festgestellt werden.

Die Offenlegung erfolgt nach § 325 HGB beim Unternehmensregister innerhalb von 12 Monaten. Seit dem DiRUG (01.08.2022) ist der Bundesanzeiger nicht mehr zuständig.

Achtung

Achtung Ordnungsgeld: Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung droht nach § 335 HGB ein Ordnungsgeld zwischen 500 und 25.000 Euro.

Beispiel 1: IT-Dienstleister GmbH

Eine IT-Dienstleister GmbH mit 12 Mitarbeitern, spezialisiert auf Softwareentwicklung und IT-Beratung. Das Unternehmen ist eine kleine Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 1 HGB.

Bilanzstichtag: 31.12.2025. Das Beispiel zeigt eine typische Struktur mit geringer Anlagenintensität, hohem Personalaufwand und gutem Eigenkapitalanteil.

Bilanz zum 31.12.2025 (in EUR)

AKTIVA Betrag
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 18.500
II. Sachanlagen 42.300
Summe Anlagevermögen 60.800
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 245.600
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 158.200
Summe Umlaufvermögen 403.800
Bilanzsumme 464.600
PASSIVA Betrag
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000
II. Gewinnrücklagen 85.000
III. Jahresüberschuss 62.400
Summe Eigenkapital 172.400
B. Rückstellungen 78.300
C. Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 95.000
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.800
III. Sonstige Verbindlichkeiten 86.100
Summe Verbindlichkeiten 213.900
Bilanzsumme 464.600

Gewinn- und Verlustrechnung 2025 (in EUR)

Position Betrag
1. Umsatzerlöse 1.245.000
2. Sonstige betriebliche Erträge 8.500
3. Materialaufwand -42.300
4. Personalaufwand -842.600
5. Abschreibungen -18.900
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -267.400
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.200
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15.700
Jahresüberschuss 62.400

Hinweis

Typisch für Dienstleister: Hoher Personalaufwand (ca. 68% vom Umsatz), geringe Anlagenintensität (13% der Bilanzsumme), hohe Liquidität und guter Eigenkapitalanteil von 37%.

Beispiel 2: Handels-GmbH (Großhandel)

Eine Großhandels-GmbH für technische Produkte mit 28 Mitarbeitern. Das Unternehmen ist eine kleine Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 1 HGB, steht aber nahe an der Grenze zur Mittelgröße.

Bilanzstichtag: 31.12.2025. Typisch für den Handel: hohe Warenbestände, hohe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, niedrigere Personalquote als bei Dienstleistern.

Bilanz zum 31.12.2025 (in EUR)

AKTIVA Betrag
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen 385.400
Summe Anlagevermögen 385.400
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.245.800
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 892.500
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 124.300
Summe Umlaufvermögen 2.262.600
Bilanzsumme 2.648.000
PASSIVA Betrag
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000
II. Gewinnrücklagen 245.000
III. Jahresüberschuss 128.600
Summe Eigenkapital 398.600
B. Rückstellungen 124.500
C. Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 685.000
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.287.400
III. Sonstige Verbindlichkeiten 152.500
Summe Verbindlichkeiten 2.124.900
Bilanzsumme 2.648.000

Gewinn- und Verlustrechnung 2025 (in EUR)

Position Betrag
1. Umsatzerlöse 8.450.000
2. Bestandsveränderungen +85.200
3. Materialaufwand -6.125.000
4. Personalaufwand -1.425.000
5. Abschreibungen -62.400
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -685.300
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -28.500
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -80.400
Jahresüberschuss 128.600

Hinweis

Typisch für Handel: Hohe Warenbestände (47% der Bilanzsumme), hohe Lieferantenverbindlichkeiten (49% der Bilanzsumme), Materialaufwand dominiert (73% vom Umsatz), niedrigere Eigenkapitalquote von 15%.

Beispiel 3: Handwerks-GmbH (Metallbau)

Eine Metallbau-GmbH mit 35 Mitarbeitern, spezialisiert auf Stahlkonstruktionen und Fassadenbau. Das Unternehmen ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB.

Bilanzstichtag: 31.12.2025. Typisch für das Handwerk: hohe Anlagenintensität (Maschinen, Fahrzeuge), hoher Personalaufwand, mittlere Vorratshaltung.

Bilanz zum 31.12.2025 (in EUR)

AKTIVA Betrag
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen 1.245.800
Summe Anlagevermögen 1.245.800
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 385.600
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 724.500
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 96.300
Summe Umlaufvermögen 1.206.400
Bilanzsumme 2.452.200
PASSIVA Betrag
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000
II. Gewinnrücklagen 380.000
III. Jahresüberschuss 145.200
Summe Eigenkapital 550.200
B. Rückstellungen 186.400
C. Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.125.000
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 412.800
III. Sonstige Verbindlichkeiten 177.800
Summe Verbindlichkeiten 1.715.600
Bilanzsumme 2.452.200

Gewinn- und Verlustrechnung 2025 (in EUR)

Position Betrag
1. Umsatzerlöse 5.840.000
2. Bestandsveränderungen +42.500
3. Aktivierte Eigenleistungen 18.200
4. Materialaufwand -2.345.000
5. Personalaufwand -2.625.000
6. Abschreibungen -185.400
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -485.600
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -45.200
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -69.300
Jahresüberschuss 145.200

Hinweis

Typisch für Handwerk: Hohe Anlagenintensität (51% der Bilanzsumme), hoher Personalaufwand (45% vom Umsatz), signifikante Abschreibungen, Eigenkapitalquote von 22%.

Als mittelgroße Kapitalgesellschaft muss diese GmbH zusätzlich einen Anhang nach § 264 Abs. 1 HGB erstellen und hat eine verkürzte Feststellungsfrist von 8 Monaten nach § 42a GmbHG.

Branchenvergleich & typische Kennzahlen

Die drei Beispiele zeigen deutlich branchentypische Unterschiede in der Vermögens- und Kapitalstruktur sowie in der Ertragsstruktur.

Strukturkennzahlen im Vergleich

Kennzahl Dienstleister Handel Handwerk
Anlagenintensität 13% 15% 51%
Eigenkapitalquote 37% 15% 22%
Umsatzrendite 5,0% 1,5% 2,5%
Personalquote 68% 17% 45%
Materialquote 3% 73% 40%

Die Anlagenintensität (Anlagevermögen / Bilanzsumme) ist im Handwerk am höchsten, da Maschinen und Fahrzeuge notwendig sind. Dienstleister benötigen kaum Sachanlagen.

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) sollte nach § 264 Abs. 2 HGB im Anhang erläutert werden, wenn sie unter 20% liegt. Der Handel zeigt hier typischerweise niedrigere Werte.

Liquiditätskennzahlen

Dienstleister

Sehr hohe Liquidität durch geringe Kapitalbindung in Anlagen und Vorräten. Quick Ratio deutlich über 1,0.

Handel

Mittlere Liquidität, hohe Kapitalbindung in Warenbeständen. Working Capital Management entscheidend.

Handwerk

Mittlere Liquidität, hohe Investitionen in Anlagen. Langfristige Finanzierung wichtig.

„Bei der Bewertung eines Jahresabschlusses kommt es nicht auf absolute Zahlen an, sondern auf branchentypische Verhältnisse. Eine Eigenkapitalquote von 15% ist im Handel durchaus üblich, im IT-Dienstleistungssektor wäre sie bedenklich niedrig.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Häufige Fehler in der Praxis

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses — besonders beim ersten Mal — treten regelmäßig typische Fehler auf, die die Aussagekraft beeinträchtigen oder sogar zu formalen Mängeln führen.

Formale Fehler bei der Gliederung

  • Falsche oder unvollständige Gliederung nach § 266 bzw. § 275 HGB
  • Fehlende Vorjahreszahlen in Bilanz und GuV (§ 265 Abs. 2 HGB)
  • Unzulässige Saldierung von Aktiv- und Passivposten (§ 246 Abs. 2 HGB)
  • Falsche Anwendung der Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften

Bewertungsfehler

  • Nicht durchgeführte oder fehlerhafte Abschreibungen nach § 253 HGB
  • Falsche Bewertung von Vorräten (Anschaffungskosten vs. Herstellungskosten)
  • Unterlassene Bildung von Rückstellungen nach § 249 HGB
  • Fehlerhafte Bewertung von Forderungen (keine Einzelwertberichtigungen)

Achtung

Häufigster Fehler: Unvollständige oder fehlende Inventur zum Bilanzstichtag. Ohne ordnungsgemäße Bestandsaufnahme nach § 240 HGB ist der Jahresabschluss formal mangelhaft.

Fehler bei Fristen und Offenlegung

  • Überschreitung der Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG (11 bzw. 8 Monate)
  • Verspätete Offenlegung beim Unternehmensregister (12 Monate nach § 325 HGB)
  • Falsche Einordnung der Größenklasse nach § 267 HGB
  • Offenlegung beim falschen Adressaten (nicht mehr beim Bundesanzeiger)

Seit dem DiRUG (in Kraft seit 01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister. Der Bundesanzeiger nimmt keine Jahresabschlüsse mehr entgegen.

Praxistipps zur Erstellung des Jahresabschlusses

Die folgenden Praxistipps helfen dabei, den Jahresabschluss effizient, rechtssicher und aussagekräftig zu erstellen.

  • Laufende Buchführung sauber führen — der Jahresabschluss ist nur so gut wie die Buchhaltung
  • Inventur rechtzeitig vorbereiten und zum Stichtag ordnungsgemäß durchführen (§ 240 HGB)
  • Vorjahresabschluss als Vorlage verwenden und Strukturen beibehalten (Vergleichbarkeit)
  • Größenklasse nach § 267 HGB prüfen und korrekte Erleichterungen anwenden
  • Bewertungsgrundsätze dokumentieren und stetig anwenden (§ 252 HGB)
  • Feststellungs- und Offenlegungsfristen im Blick behalten (Wiedervorlage einrichten)
  • Jahresabschluss vor Feststellung durch Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer prüfen lassen

Zeitplan für kleine GmbH (Bilanzstichtag 31.12.2025)

Meilenstein Frist Rechtsgrundlage
Inventur zum Bilanzstichtag 31.12.2025 § 240 HGB
Buchhaltung abschließen bis Februar 2026 § 243 HGB
Jahresabschluss erstellen bis September 2026
Feststellung durch Gesellschafter bis 30.11.2026 § 42a GmbHG
Offenlegung Unternehmensregister bis 31.12.2026 § 325 HGB

Hinweis

Tipp: Nutzen Sie spezialisierte Software wie OnlineBilanz.de, um die Gliederung nach HGB automatisch korrekt zu erstellen und die Offenlegungsfristen im Blick zu behalten.

Checkliste vor der Offenlegung

  • Vollständigkeit: Sind alle Pflichtbestandteile enthalten (Bilanz, GuV, ggf. Anhang)?
  • Gliederung: Entspricht die Struktur § 266 und § 275 HGB bzw. den Erleichterungen für kleine KapG?
  • Vorjahreszahlen: Sind Vergleichszahlen vollständig ausgewiesen (§ 265 Abs. 2 HGB)?
  • Feststellung: Liegt ein Feststellungsbeschluss der Gesellschafter vor?
  • Unterschriften: Ist der Jahresabschluss von allen Geschäftsführern unterzeichnet (§ 245 HGB)?
  • Format: Liegt der Jahresabschluss im elektronischen Format für das Unternehmensregister vor?

„Die häufigsten Probleme in der Praxis entstehen nicht bei der technischen Erstellung, sondern bei der Einhaltung der Fristen. Ein fester Zeitplan mit Wiedervorlagen ist Gold wert und verhindert teure Ordnungsgelder.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Software-Unterstützung nutzen

Spezialisierte Jahresabschluss-Software hilft, formale Fehler zu vermeiden und die gesetzlichen Anforderungen einzuhalten. OnlineBilanz.de bietet branchenspezifische Vorlagen und automatische Gliederungsprüfung.

Automatische Gliederung

Die Software erstellt automatisch die korrekte Gliederung nach § 266 und § 275 HGB unter Berücksichtigung der Größenklasse.

Fristenmanagement

Integrierte Erinnerungen für Feststellung (§ 42a GmbHG) und Offenlegung (§ 325 HGB) verhindern Ordnungsgelder.

Häufig gestellte Fragen

Welche Bestandteile muss ein Jahresabschluss-Beispiel für eine GmbH enthalten?

Ein Jahresabschluss einer GmbH besteht nach § 242 Abs. 3 HGB mindestens aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich einen Anhang nach § 264 Abs. 1 HGB erstellen. Kleine GmbHs können nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB eine verkürzte Bilanz aufstellen.

Wie unterscheiden sich die Jahresabschlüsse verschiedener Branchen?

Branchentypische Unterschiede zeigen sich in der Vermögensstruktur: Dienstleister haben geringe Anlagenintensität und hohen Personalaufwand (ca. 68%), Handelsunternehmen hohe Warenbestände (bis 47% der Bilanzsumme) und niedrige Personalquoten (ca. 17%), Handwerksbetriebe hohe Sachanlagen (bis 51%) und mittlere Personalquoten (ca. 45%). Diese Strukturen sind bei der Bewertung und im Branchenvergleich zu berücksichtigen.

Welche Fristen gelten für Feststellung und Offenlegung des Jahresabschlusses 2025?

Für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) gelten folgende Fristen: Feststellung nach § 42a GmbHG bis 30.11.2026 (kleine GmbH, 11 Monate) bzw. bis 31.08.2026 (mittelgroße/große GmbH, 8 Monate). Offenlegung beim Unternehmensregister nach § 325 HGB bis 31.12.2026 (12 Monate). Bei Verstoß droht ein Ordnungsgeld von 500 bis 25.000 Euro nach § 335 HGB.

Wo wird der Jahresabschluss 2026 offengelegt — Bundesanzeiger oder Unternehmensregister?

Seit dem DiRUG (in Kraft seit 01.08.2022) erfolgt die Offenlegung nach § 325 HGB ausschließlich beim Unternehmensregister. Der Bundesanzeiger ist nicht mehr zuständig. Die elektronische Einreichung erfolgt direkt über das Portal des Unternehmensregisters oder über spezialisierte Software wie OnlineBilanz.de.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 266 HGB – Gliederung der Bilanz, § 275 HGB – Gliederung der GuV, § 267 HGB – Größenklassen, § 42a GmbHG – Feststellungsfrist, § 325 HGB – Offenlegung. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

Die für die Umsatzrendite-Berechnung benötigten Daten wie Umsatzerlöse und Jahresüberschuss finden Sie im Jahresabschluss des Unternehmens, konkret in der Gewinn- und Verlustrechnung.

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In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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