OnlineBilanz vs. eBilanz-Online 2026
Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten
Viele Unternehmer verwechseln OnlineBilanz.de mit eBilanz-Online – dabei handelt es sich um unterschiedliche Angebote. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; eBilanz-Online ist ein kostenpflichtiges, webbasiertes Tool der Bundesanzeiger Verlag GmbH zur Erstellung und Übermittlung der E-Bilanz an die Finanzverwaltung. Ähnliche Verwechslungen treten auch bei anderen Plattformen auf, wie unser digitaler Vergleich mit Steuerberaten.de zeigt.
Kurzantwort
OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung. eBilanz-Online ist ein kostenpflichtiges, webbasiertes Tool der Bundesanzeiger Verlag GmbH zur Erstellung und Übermittlung der E-Bilanz an die Finanzverwaltung. Zu den Unterschieden zwischen einem Jahresabschluss nach HGB oder IFRS lesen Sie unseren gesonderten Beitrag.
Inhaltsverzeichnis
Der grundlegende Unterschied
Die Verwechslung zwischen OnlineBilanz.de und eBilanz-Online ist kein Zufall – beide Begriffe klingen ähnlich und bewegen sich im Bereich der digitalen Bilanzierung. Beide sind Angebote privater Unternehmen; sie unterscheiden sich in Funktion und Leistungsumfang.
Mit OnlineBilanz.de erstellen Sie einen KI-gestützten Entwurf des Jahresabschlusses (§ 242 HGB) inklusive Bilanz nach § 266 HGB und Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB. eBilanz-Online dient laut Anbieter der webbasierten Erstellung und Übermittlung der E-Bilanz.
KI-Entwurf
OnlineBilanz-Ansatz
E-Bilanz-Tool
eBilanz-Online-Funktion
§ 325 HGB
Offenlegungspflicht
Wichtig
eBilanz-Online ist ein kostenpflichtiges, webbasiertes Tool der Bundesanzeiger Verlag GmbH zur Erstellung und Übermittlung der E-Bilanz an die Finanzverwaltung. Ein solches Tool ersetzt keine steuerliche oder bilanzielle Beratung.
Was ist OnlineBilanz.de?
OnlineBilanz.de richtet sich an Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG). OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung.
Seit dem DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie, in Kraft seit 01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich über das Unternehmensregister. Die Offenlegung obliegt der Gesellschaft.
Leistungsumfang OnlineBilanz
-
KI-gestützter Entwurf der Bilanz nach § 266 HGB
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KI-gestützter Entwurf der GuV nach § 275 HGB
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Anhang nach § 284 HGB (bei Offenlegungspflicht)
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Lagebericht nach § 289 HGB (falls erforderlich)
-
Technische Übermittlung der E-Bilanz nach § 87d AO
-
Hinweise zu den Fristen nach § 325 HGB (12 Monate)
-
Feststellung und Offenlegung durch die Gesellschaft
-
Auf Wunsch gegen Aufpreis Prüfung und Freigabe durch einen mit OnlineBilanz kooperierenden Steuerberater
Welche Lösung passt, hängt davon ab, ob der Jahresabschluss bereits vorliegt und welche Unterstützung benötigt wird.
Was ist eBilanz-Online?
eBilanz-Online ist ein kostenpflichtiges, webbasiertes Tool der Bundesanzeiger Verlag GmbH zur Erstellung und Übermittlung der E-Bilanz an die Finanzverwaltung. Die Übermittlung erfolgt im XBRL-Format; die E-Bilanz-Pflicht nach § 5b EStG gilt grundsätzlich für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2011 beginnen (Nichtbeanstandung für das erste Jahr).
Die Übermittlung der E-Bilanz an das Finanzamt ersetzt nicht die handelsrechtliche Offenlegung beim Unternehmensregister nach § 325 HGB.
Funktion von eBilanz-Online
- Webbasierte Erstellung der E-Bilanz (laut Anbieter)
- Aktuelle XBRL-Taxonomien (laut Anbieter)
- Übertragung an die Finanzverwaltung
- Datenübernahme aus gängigen Buchhaltungsprogrammen (laut Anbieter)
- Keine steuerliche Beratung
- Kostenpflichtig je Übertragung (laut Anbieter)
Achtung
Die Übermittlung der E-Bilanz ans Finanzamt erfüllt NICHT die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB. Diese muss separat beim Unternehmensregister erfolgen – andernfalls droht ein Ordnungsgeld von 2.500 bis 25.000 Euro nach § 335 HGB.
Leistungsvergleich im Detail
Um die Unterschiede deutlich zu machen, lohnt sich ein direkter Vergleich der Leistungen. Die folgende Übersicht zeigt, welche Aufgaben von welchem Angebot abgedeckt werden.
| Leistung | OnlineBilanz.de | eBilanz-Online |
|---|---|---|
| Bilanz nach § 266 HGB (Entwurf) | ✓ (KI-Entwurf) | siehe Anbieter |
| GuV nach § 275 HGB (Entwurf) | ✓ (KI-Entwurf) | siehe Anbieter |
| Anhang nach § 284 HGB (Entwurf) | ✓ (KI-Entwurf) | siehe Anbieter |
| Offenlegung beim Unternehmensregister | durch die Gesellschaft | siehe Anbieter |
| E-Bilanz ans Finanzamt übermitteln | ✓ | ✓ |
| XBRL-Format | ✓ | ✓ |
| Steuerliche Beratung | optional durch kooperierenden Steuerberater gegen Aufpreis | — |
| Fristenhinweise § 325 HGB | ✓ | siehe Anbieter |
| Feststellung/Offenlegung | durch die Gesellschaft | siehe Anbieter |
| Kosten | ab 499,95 € netto (zzgl. USt.) | ab 10 € zzgl. USt. je Übertragung (laut Anbieter) |
Beide Angebote decken die E-Bilanz-Übermittlung im XBRL-Format ab; den genauen Funktionsumfang von eBilanz-Online entnehmen Sie den Angaben des Anbieters.
OnlineBilanz.de
KI-gestützter Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf, technische Übermittlung nach § 87d AO; optional gegen Aufpreis Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung durch einen kooperierenden Steuerberater.
eBilanz-Online
Kostenpflichtiges, webbasiertes Tool der Bundesanzeiger Verlag GmbH zur Erstellung und Übermittlung der E-Bilanz (laut Anbieter).
Rechtliche Grundlagen
Zu unterscheiden sind zwei rechtliche Verpflichtungen: die handelsrechtliche Offenlegungspflicht nach § 325 HGB und die steuerrechtliche Übermittlungspflicht nach § 5b EStG.
Handelsrechtliche Offenlegung
Nach § 325 HGB müssen Kapitalgesellschaften ihren Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister offenlegen. Bei einem Bilanzstichtag 31.12.2025 läuft die Frist am 31.12.2026 ab. Wird diese Frist versäumt, verhängt das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB (2.500 bis 25.000 Euro).
Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister. Der Bundesanzeiger ist nicht mehr zuständig.
Steuerrechtliche E-Bilanz-Pflicht
Die E-Bilanz-Pflicht verpflichtet bilanzierende Unternehmen zur elektronischen Übermittlung ihrer steuerlichen Gewinnermittlung an das Finanzamt. Diese Übermittlung erfolgt über die ELSTER-Schnittstelle mit geeigneter Software (z. B. eBilanz-Online). Sie erfolgt im Rahmen der Steuererklärung und hat nichts mit der Offenlegung nach § 325 HGB zu tun.
Wichtig zu wissen
Die E-Bilanz-Übermittlung ans Finanzamt und die Offenlegung beim Unternehmensregister sind zwei getrennte Pflichten. Wer nur seine E-Bilanz übermittelt hat, hat seine Offenlegungspflicht noch nicht erfüllt.
12 Monate
Offenlegungsfrist § 325 HGB
8–11 Monate
Feststellungsfrist § 42a GmbHG
2.500–25.000 €
Ordnungsgeld § 335 HGB
Für wen ist was geeignet?
Die Wahl zwischen OnlineBilanz und eBilanz-Online ist keine Entscheidung zwischen zwei Alternativen – oft benötigt man beide oder keines der beiden Angebote, je nach individueller Situation.
OnlineBilanz ist geeignet für:
- Kapitalgesellschaften ohne eigene Buchhaltungsabteilung
- Unternehmen ohne Steuerberater mit Jahresabschluss-Mandat
- GmbHs und UGs, die einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf suchen
- Gesellschaften, die die E-Bilanz technisch nach § 87d AO übermitteln möchten
- Unternehmer, die optional eine Prüfung durch einen kooperierenden Steuerberater wünschen
eBilanz-Online ist geeignet für:
- Unternehmen, die ihre E-Bilanz selbst webbasiert erstellen und übermitteln möchten
- Unternehmen mit eigener Buchhaltung (Datenübernahme aus gängigen Programmen laut Anbieter)
- Bilanzierende Einzelunternehmen ohne Offenlegungspflicht
- Fälle, in denen nur die steuerliche Übermittlung fehlt
Achtung
Viele Unternehmen glauben, mit der E-Bilanz-Übermittlung ihre Pflicht erfüllt zu haben. Das ist ein teurer Irrtum: Die Offenlegung beim Unternehmensregister bleibt bestehen und muss separat erfolgen – andernfalls droht Ordnungsgeld.
Eine häufige Rückfrage lautet: ‚Ich habe doch schon die E-Bilanz abgegeben – warum soll ich jetzt noch etwas offenlegen?‘ Die Antwort: E-Bilanz geht ans Finanzamt, Offenlegung geht ans Unternehmensregister. Beides sind separate Pflichten.
Häufige Verwechslungen
Verwechslungen wie diese sind symptomatisch für eine allgemeine Unsicherheit bei der Jahresabschlusspflicht. Folgende Irrtümer treten besonders häufig auf:
Irrtum 1: E-Bilanz = Offenlegung
Viele Unternehmer glauben, mit der E-Bilanz-Übermittlung ans Finanzamt ihre Pflicht erfüllt zu haben. Tatsächlich ist die E-Bilanz Teil der Steuererklärung und hat nichts mit der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB zu tun. Diese muss separat beim Unternehmensregister erfolgen.
Irrtum 2: Bundesanzeiger = Unternehmensregister
Seit dem DiRUG (01.08.2022) ist der Bundesanzeiger nicht mehr für die Offenlegung zuständig. Alle Offenlegungen erfolgen ausschließlich über das Unternehmensregister. Alte Anleitungen, die auf den Bundesanzeiger verweisen, sind veraltet.
Irrtum 3: E-Bilanz = Jahresabschluss
Die E-Bilanz ist die steuerliche Übermittlung der Bilanz- und GuV-Daten nach § 5b EStG. Sie ersetzt nicht den handelsrechtlichen Jahresabschluss mit Bilanz, GuV und ggf. Anhang, der aufgestellt und festgestellt werden muss.
E-Bilanz
Steuerrechtliche Übermittlung an das Finanzamt nach § 5b EStG über die ELSTER-Schnittstelle.
Offenlegung
Handelsrechtliche Veröffentlichung beim Unternehmensregister nach § 325 HGB.
Jahresabschluss
Erstellung nach § 242 HGB mit Bilanz, GuV und ggf. Anhang – Grundlage für beides.
Kosten und Aufwand
Die Kostenfrage ist für viele Unternehmen entscheidend. Beide Angebote sind kostenpflichtig; maßgeblich sind die jeweiligen Preisangaben der Anbieter.
Kostenvergleich
| Position | OnlineBilanz.de | eBilanz-Online |
|---|---|---|
| Nutzung | ab 499,95 € netto (zzgl. USt.) | ab 10 € zzgl. USt. je Übertragung (laut Anbieter) |
| Jahresabschluss | KI-gestützter Entwurf | siehe Anbieter |
| Offenlegung Unternehmensregister | durch die Gesellschaft | siehe Anbieter |
| Steuerberater-Prüfung | optional gegen Aufpreis | — |
| Support | siehe Anbieter | siehe Anbieter |
| Gesamtaufwand | abhängig vom Einzelfall | abhängig vom Einzelfall |
Den handelsrechtlichen Jahresabschluss kann die Gesellschaft selbst aufstellen oder durch hierzu Befugte (z. B. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer) erstellen lassen. Die Offenlegung beim Unternehmensregister ist zusätzlich gebührenpflichtig.
Zeitaufwand
Bei OnlineBilanz lädt der Kunde seine Buchhaltungsdaten hoch und erhält einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf; Prüfung, Entscheidung, Feststellung und Offenlegung obliegen der Gesellschaft. Der Aufwand bei eBilanz-Online richtet sich nach den Funktionen des Anbieters.
Praxis-Tipp
Bei OnlineBilanz zeigt der Kostenrechner vorab die Kosten des KI-gestützten Jahresabschlussentwurfs (ab 499,95 € netto (zzgl. USt.)). Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung durch einen kooperierenden Steuerberater sind optional gegen Aufpreis möglich.
ab 499,95 €
netto, zzgl. USt. · nach Umsatzstaffel
nach StBVV
ab 10 €
eBilanz-Online je Übertragung, zzgl. USt. (laut Anbieter)
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen OnlineBilanz und eBilanz-Online?
OnlineBilanz.de stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschluss- und E-Bilanz-Entwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung. eBilanz-Online ist ein kostenpflichtiges, webbasiertes Tool der Bundesanzeiger Verlag GmbH zur Erstellung und Übermittlung der E-Bilanz an die Finanzverwaltung.
Erfülle ich mit eBilanz-Online meine Offenlegungspflicht nach § 325 HGB?
Nein. Die Übermittlung der steuerlichen E-Bilanz an das Finanzamt ersetzt die Offenlegung nicht. Die handelsrechtliche Offenlegung nach § 325 HGB muss separat beim Unternehmensregister erfolgen. Andernfalls droht ein Ordnungsgeld von 2.500 bis 25.000 Euro nach § 335 HGB.
Kann ich eBilanz-Online nutzen, wenn ich noch keinen Jahresabschluss habe?
Grundlage der E-Bilanz sind die Daten des Jahresabschlusses (Bilanz nach § 266 HGB, GuV nach § 275 HGB); welche Funktionen eBilanz-Online im Einzelnen bietet, ergibt sich aus den Angaben des Anbieters. Ein Unternehmen darf seinen Jahresabschluss selbst aufstellen und die E-Bilanz selbst übermitteln. Bei OnlineBilanz prüft und zeichnet auf Wunsch gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater.
Wann sollte ich OnlineBilanz statt eBilanz-Online nutzen?
OnlineBilanz eignet sich, wenn Sie einen KI-gestützten Entwurf für Ihren Jahresabschluss erstellen lassen und die E-Bilanz technisch nach § 87d AO übermitteln möchten; auf Wunsch prüft und unterzeichnet gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater. Feststellung und Offenlegung beim Unternehmensregister obliegen der Gesellschaft.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. eBilanz-Online ist eine Marke des jeweiligen Herstellers. OnlineBilanz steht in keiner geschäftlichen Verbindung zu diesem Unternehmen; die Nennung dient allein der Beschreibung und dem Vergleich. Gesetzliche Grundlagen: Impressum, Datenschutz. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.









Fabian Klement
Jakob Röß
Dr. Jeannine Dinnebier
