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Lesedauer

10–15 Minuten


OnlineBilanzBlogGeschäftsbericht Jahresabschluss

Geschäftsbericht Jahresabschluss 2026 – Unterschiede & Pflichten

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Der Jahresabschluss bildet die finanzielle Lage ab, der Geschäftsbericht erklärt die wirtschaftliche Entwicklung. Viele Unternehmer verwechseln diese Begriffe oder setzen sie gleich – ähnlich wie bei der Abgrenzung von BWA und Jahresabschluss, die ebenfalls unterschiedliche Zwecke erfüllen. Die wichtigsten Unterschiede zwischen Geschäftsbericht und Jahresabschluss sowie die rechtlichen Anforderungen und praktische Umsetzung für GmbH, UG und AG werden im Folgenden dargestellt.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Der Jahresabschluss umfasst Bilanz, GuV und ggf. Anhang nach § 242 ff. HGB. Der Geschäftsbericht erweitert dies um Lagebericht und nicht-finanzielle Informationen. Kapitalgesellschaften müssen den Jahresabschluss nach § 325 HGB beim Unternehmensregister offenlegen. Der Geschäftsbericht ist nur für große Unternehmen verpflichtend.

Was ist ein Jahresabschluss?

Der Jahresabschluss ist die rechnerische Zusammenfassung der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens am Ende eines Geschäftsjahres. Er dokumentiert die wirtschaftliche Situation nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (§ 242 ff. HGB).

Für Kapitalgesellschaften wie GmbH, UG (haftungsbeschränkt) und AG ist der Jahresabschluss gesetzlich verpflichtend. Er dient als Grundlage für steuerliche Pflichten, Gewinnverteilung und Informationen gegenüber Gesellschaftern, Banken und Behörden.

Der Jahresabschluss beantwortet zentrale Fragen zur Unternehmensentwicklung:

  • Wie hoch waren Umsätze und Kosten im Geschäftsjahr?
  • Wurde ein Gewinn oder Verlust erwirtschaftet?
  • Wie hoch sind Vermögen und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag?
  • Wie hat sich das Eigenkapital entwickelt?

Hinweis

Bilanzstichtag 2026: Für Unternehmen mit regulärem Geschäftsjahr ist der Bilanzstichtag der 31.12.2025. Der Jahresabschluss 2025 ist damit für das Geschäftsjahr 2025 zu erstellen und 2026 offenzulegen.

Bestandteile des Jahresabschlusses

Der Umfang des Jahresabschlusses richtet sich nach der Größenklasse des Unternehmens gemäß § 267 HGB. Alle Kapitalgesellschaften müssen mindestens Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erstellen.

Bilanz nach § 266 HGB

Die Bilanz zeigt die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zum Bilanzstichtag. Sie stellt Aktiva (Vermögen) und Passiva (Kapital und Schulden) gegenüber.

Aktivseite

  • Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen, Kasse)
  • Rechnungsabgrenzungsposten

Passivseite

  • Rückstellungen (Pensionen, Steuern)
  • Verbindlichkeiten (Bankkredite, Lieferanten)

Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB

Die GuV zeigt die Ertragslage des Unternehmens während des Geschäftsjahres. Sie dokumentiert alle Erträge und Aufwendungen und ermittelt das Jahresergebnis (Gewinn oder Verlust).

Die GuV kann nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) oder Umsatzkostenverfahren (§ 275 Abs. 3 HGB) aufgestellt werden. Beide Verfahren führen zum gleichen Jahresergebnis, unterscheiden sich aber in der Darstellung.

Anhang nach § 284 HGB

Der Anhang ergänzt Bilanz und GuV um erläuternde Angaben. Kleine Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 1 HGB können bei Nutzung von Erleichterungen nach § 266 Abs. 1 Satz 4 HGB auf den Anhang verzichten.

Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen den Anhang verpflichtend erstellen. Er enthält Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zu einzelnen Posten und gesetzlich vorgeschriebene Pflichtangaben.

Was ist ein Geschäftsbericht?

Der Geschäftsbericht ist eine erweiterte Berichterstattung, die über die reinen Zahlen des Jahresabschlusses hinausgeht. Er kombiniert finanzielle Informationen mit erläuternden Texten zur Geschäftsentwicklung.

Ein vollständiger Geschäftsbericht umfasst typischerweise:

  • Den Jahresabschluss (Bilanz, GuV, ggf. Anhang)
  • Den Lagebericht nach § 289 HGB
  • Informationen zur Unternehmensstrategie und Marktentwicklung
  • Erläuterungen zu wesentlichen Geschäftsvorfällen
  • Prognosen zur zukünftigen Entwicklung

„Der Geschäftsbericht ist kein eigenständiges Pflichtdokument. Die gesetzliche Pflicht besteht nur für den Jahresabschluss und bei mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften zusätzlich für den Lagebericht nach § 264 Abs. 1 HGB.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Der Lagebericht nach § 289 HGB

Der Lagebericht ist das zentrale nicht-finanzielle Element eines Geschäftsberichts. Er muss von mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften verpflichtend erstellt werden.

Nach § 289 Abs. 1 HGB muss der Lagebericht den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft so darstellen, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird. Er muss auch auf Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung eingehen.

  • Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
  • Wesentliche Chancen und Risiken
  • Prognosebericht zur voraussichtlichen Entwicklung
  • Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten
  • Zweigniederlassungen der Gesellschaft
  • Bei großen Kapitalgesellschaften: Nichtfinanzielle Erklärung (§ 289b HGB)

Unterschiede zwischen Geschäftsbericht und Jahresabschluss

In der Praxis werden die Begriffe häufig verwechselt. Rechtlich und inhaltlich gibt es jedoch klare Unterschiede zwischen Jahresabschluss und Geschäftsbericht.

Merkmal Jahresabschluss Geschäftsbericht
Rechtliche Grundlage § 242 ff. HGB (Pflicht) Keine eigenständige Pflicht
Bestandteile Bilanz, GuV, ggf. Anhang Jahresabschluss + Lagebericht + weitere Infos
Verpflichtung Alle Kapitalgesellschaften Lagebericht nur mittelgroß/groß
Charakter Zahlenwerk Zahlen + Erläuterungen
Offenlegungspflicht Ja, nach § 325 HGB Lagebericht nur bei mittelgroß/groß
Prüfungspflicht Ab mittelgroß (§ 316 HGB) Zusammen mit Jahresabschluss

Der Jahresabschluss ist die gesetzliche Mindestanforderung. Er besteht aus den Zahlenwerken Bilanz und GuV sowie bei den meisten Kapitalgesellschaften dem Anhang.

Der Geschäftsbericht erweitert den Jahresabschluss um erläuternde Texte. Der wichtigste Bestandteil ist der Lagebericht, der für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften verpflichtend ist (§ 264 Abs. 1 HGB).

Hinweis

Wichtig: Kleine Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 1 HGB sind vom Lagebericht befreit. Sie müssen nur den Jahresabschluss erstellen und offenlegen.

Rechtliche Pflichten nach Unternehmensgröße

Die Pflichten zur Erstellung von Jahresabschluss und Geschäftsbericht richten sich nach der Größenklasse des Unternehmens gemäß § 267 HGB. Die Schwellenwerte wurden zuletzt durch das MicroBilG angepasst.

Größenklassen nach § 267 HGB (Stand 2026)

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Arbeitnehmer
Kleinst (§ 267a) ≤ 350.000 € ≤ 700.000 € ≤ 10
Klein (§ 267 Abs. 1) ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß (§ 267 Abs. 2) ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250
Groß (§ 267 Abs. 3) > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250

Die Größenklasse wird an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen überschritten bzw. unterschritten (§ 267 Abs. 4 HGB).

Pflichten nach Größenklasse

Kleine Kapitalgesellschaften

  • Anhang entfällt bei Nutzung von Erleichterungen
  • Kein Lagebericht erforderlich
  • Keine Prüfungspflicht
  • Erleichterte Offenlegung möglich (§ 326 HGB)

Mittelgroße Kapitalgesellschaften

  • Bilanz, GuV und Anhang verpflichtend
  • Lagebericht nach § 289 HGB
  • Prüfungspflicht nach § 316 HGB
  • Vollständige Offenlegung nach § 325 HGB

Große Kapitalgesellschaften

  • Jahresabschluss mit allen Bestandteilen
  • Erweiterter Lagebericht (§ 289 HGB)
  • Ggf. nichtfinanzielle Erklärung (§ 289b HGB)
  • Prüfungspflicht und Offenlegung

Achtung

Prüfungspflicht beachten: Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen den Jahresabschluss und Lagebericht durch einen Abschlussprüfer prüfen lassen (§ 316 HGB). Der Bestätigungsvermerk ist Teil der Offenlegung.

Fristen und Offenlegung

Für die Erstellung, Feststellung und Offenlegung von Jahresabschluss und Geschäftsbericht gelten gesetzliche Fristen. Verstöße können zu empfindlichen Ordnungsgeldern führen.

Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG

Der Jahresabschluss muss von den Gesellschaftern festgestellt werden. Die Frist richtet sich nach der Größenklasse:

11 Monate

Kleine Kapitalgesellschaften

8 Monate

Mittelgroße Kapitalgesellschaften

8 Monate

Große Kapitalgesellschaften

Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 bedeutet dies: Kleine Kapitalgesellschaften müssen den Jahresabschluss bis spätestens 30.11.2026 feststellen, mittelgroße und große bis 31.08.2026.

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

Nach § 325 Abs. 1 HGB müssen Kapitalgesellschaften den Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister einreichen.

Seit dem Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister. Die elektronische Einreichung muss im XHTML- oder ESEF-Format erfolgen.

Hinweis

Offenlegungsfrist 2026: Für Jahresabschlüsse mit Bilanzstichtag 31.12.2025 endet die Offenlegungsfrist am 31.12.2026. Die Einreichung muss elektronisch beim Unternehmensregister erfolgen.

Ordnungsgeld bei Fristversäumnis

Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung verhängt das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB. Die Höhe beträgt zwischen 500 Euro und 25.000 Euro.

Das Ordnungsgeld richtet sich gegen die Gesellschaft und die verantwortlichen Geschäftsführer persönlich. Auch nach Zahlung des Ordnungsgelds bleibt die Offenlegungspflicht bestehen.

Achtung

Achtung: Das Ordnungsgeldverfahren beginnt automatisch bei Fristversäumnis. Eine Mahnung erfolgt nicht. Geschäftsführer haften persönlich für die rechtzeitige Offenlegung.

Praktische Umsetzung für Unternehmer

Die fristgerechte Erstellung und Offenlegung von Jahresabschluss und Geschäftsbericht erfordert eine strukturierte Vorgehensweise. Folgende Schritte haben sich in der Praxis bewährt:

1. Größenklasse bestimmen

Prüfen Sie zunächst, welcher Größenklasse Ihr Unternehmen nach § 267 HGB angehört. Davon hängen Umfang der Berichtspflichten, Prüfungspflicht und Offenlegungserleichterungen ab.

2. Buchhaltung abschließen

Schließen Sie die laufende Buchhaltung vollständig ab. Alle Geschäftsvorfälle des Geschäftsjahres müssen erfasst und kontiert sein. Bankauszüge, Kreditoren und Debitoren müssen abgestimmt werden.

3. Inventur durchführen

Führen Sie eine körperliche Inventur durch oder nutzen Sie anerkannte Verfahren wie die permanente Inventur. Die Bestandsaufnahme ist Grundlage für die Bewertung von Vorräten und Anlagevermögen.

4. Jahresabschluss erstellen

Erstellen Sie Bilanz und GuV nach den Gliederungsschemata des § 266 und § 275 HGB. Bei mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften ist zusätzlich der Anhang zu erstellen.

Kleine Kapitalgesellschaften können Erleichterungen bei der Gliederung nutzen (§ 266 Abs. 1 Satz 4 HGB). In diesem Fall entfällt die Pflicht zur Erstellung eines Anhangs.

5. Lagebericht verfassen (wenn erforderlich)

Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften erstellen zusätzlich den Lagebericht nach § 289 HGB. Dieser beschreibt Geschäftsverlauf, wirtschaftliche Lage, Risiken, Chancen und Prognosen.

6. Jahresabschluss feststellen

Der Jahresabschluss muss in der Gesellschafterversammlung festgestellt werden. Bei mittelgroßen und großen GmbHs muss zuvor die Prüfung durch einen Abschlussprüfer erfolgen (§ 316 HGB).

7. Elektronische Offenlegung

Reichen Sie den Jahresabschluss elektronisch beim Unternehmensregister ein. Die Einreichung muss im strukturierten Format (XHTML/ESEF) erfolgen. OnlineBilanz übernimmt die vollständige elektronische Einreichung.

„Viele Unternehmer unterschätzen den Zeitaufwand für die Jahresabschlusserstellung. Planen Sie mindestens 4-6 Wochen zwischen Beginn der Arbeiten und Feststellung ein. Bei prüfungspflichtigen Gesellschaften verdoppelt sich dieser Zeitraum.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

  • Größenklasse nach § 267 HGB bestimmt
  • Buchhaltung vollständig abgeschlossen
  • Inventur durchgeführt und dokumentiert
  • Bilanz nach § 266 HGB erstellt
  • GuV nach § 275 HGB erstellt
  • Anhang erstellt (falls erforderlich)
  • Lagebericht verfasst (mittelgroß/groß)
  • Abschlussprüfung durchgeführt (falls erforderlich)
  • Feststellung in Gesellschafterversammlung
  • Offenlegung beim Unternehmensregister fristgerecht eingereicht

Häufige Fehler vermeiden

Bei der Erstellung von Jahresabschluss und Geschäftsbericht kommt es in der Praxis immer wieder zu typischen Fehlern. Diese können zu rechtlichen Problemen und finanziellen Nachteilen führen.

Verwechslung von Jahresabschluss und Geschäftsbericht

Viele Unternehmer setzen beide Begriffe gleich. Tatsächlich ist der Jahresabschluss ein Zahlenwerk (Bilanz, GuV, Anhang), während der Geschäftsbericht zusätzlich den Lagebericht und weitere Informationen enthält.

Kleine Kapitalgesellschaften benötigen in der Regel keinen Geschäftsbericht im erweiterten Sinne, sondern nur den Jahresabschluss.

Falsche Größenklasse angenommen

Die Größenklasse ändert sich erst, wenn die Schwellenwerte an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- bzw. unterschritten werden (§ 267 Abs. 4 HGB). Ein einmaliges Überschreiten führt noch nicht zu einem Größenklassenwechsel.

Fristen nicht eingehalten

Die Offenlegungsfrist von 12 Monaten nach § 325 HGB wird häufig übersehen. Viele Unternehmer orientieren sich fälschlicherweise an der Feststellungsfrist oder an steuerlichen Fristen.

Die Feststellungsfrist (11 bzw. 8 Monate nach § 42a GmbHG) und die Offenlegungsfrist (12 Monate nach § 325 HGB) sind unterschiedliche Fristen mit verschiedenen Rechtsfolgen.

Falsches Format bei Offenlegung

Seit DiRUG (01.08.2022) muss die Offenlegung elektronisch in strukturiertem Format erfolgen. Einfache PDF-Dateien werden vom Unternehmensregister nicht akzeptiert.

Prüfungspflicht übersehen

Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen den Jahresabschluss durch einen Abschlussprüfer prüfen lassen (§ 316 HGB). Dies muss vor der Feststellung erfolgen und verlängert den Gesamtprozess erheblich.

Achtung

Häufigster Fehler: Unternehmer verwechseln die Offenlegungsstelle. Seit August 2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister – nicht mehr beim Bundesanzeiger.

Unvollständige Offenlegung

Je nach Größenklasse müssen unterschiedliche Dokumente offengelegt werden. Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen neben Jahresabschluss auch den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk einreichen.

Kleine Kapitalgesellschaften können von Offenlegungserleichterungen nach § 326 HGB Gebrauch machen und eine verkürzte Bilanz einreichen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Jahresabschluss und Geschäftsbericht?

Der Jahresabschluss besteht aus den Zahlenwerken Bilanz, GuV und ggf. Anhang nach § 242 ff. HGB. Der Geschäftsbericht erweitert den Jahresabschluss um erläuternde Texte, insbesondere den Lagebericht nach § 289 HGB. Während der Jahresabschluss für alle Kapitalgesellschaften verpflichtend ist, müssen nur mittelgroße und große Kapitalgesellschaften einen Lagebericht erstellen.

Muss jede GmbH einen Geschäftsbericht erstellen?

Nein. Kleine Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 1 HGB müssen nur den Jahresabschluss erstellen (Bilanz und GuV). Der Lagebericht als zentraler Bestandteil eines Geschäftsberichts ist nur für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften verpflichtend nach § 264 Abs. 1 HGB. Kleine GmbHs können bei Nutzung von Erleichterungen auch auf den Anhang verzichten.

Wo muss der Jahresabschluss 2026 offengelegt werden?

Der Jahresabschluss muss seit dem DiRUG (01.08.2022) ausschließlich beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht werden. Die Offenlegung erfolgt im strukturierten Format (XHTML oder ESEF). Die Frist beträgt 12 Monate nach dem Bilanzstichtag gemäß § 325 HGB. Für den Stichtag 31.12.2025 endet die Frist am 31.12.2026.

Welche Fristen gelten für Jahresabschluss und Geschäftsbericht?

Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG: 11 Monate für kleine, 8 Monate für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften. Offenlegungsfrist nach § 325 HGB: 12 Monate für alle Größenklassen. Bei Fristversäumnis droht ein Ordnungsgeld zwischen 500 und 25.000 Euro nach § 335 HGB. Die Fristen beginnen jeweils am Ende des Geschäftsjahres (üblicherweise 31.12.).

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 242 HGB – Pflicht zur Aufstellung, § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht, § 267 HGB – Größenklassen, § 325 HGB – Offenlegung, § 289 HGB – Inhalt des Lageberichts. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

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Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

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Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

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Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

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Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

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Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

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Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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KI-Assistenz