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Sachanlagen218.400 €
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Stammkapital25.000 €
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Lesedauer

11–16 Minuten

OnlineBilanzBlogGewerbesteuer Rostock

Gewerbesteuererklärung Rostock 2026: Fristen & Tipps

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

In Rostock ansässige Gewerbetreibende und Kapitalgesellschaften müssen jährlich eine Gewerbesteuererklärung beim zuständigen Finanzamt einreichen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, welche Fristen gelten, wie der Gewerbeertrag ermittelt wird und welcher Hebesatz 2026 in Rostock anzuwenden ist. Die Grundsätze der Gewerbesteuererklärung sind bundesweit ähnlich, wobei sich die kommunalen Hebesätze deutlich unterscheiden – so gelten etwa für die Gewerbesteuererklärung in Lübeck andere Hebesätze als in Rostock. OnlineBilanz.de unterstützt Sie mit Steuerberater-Expertise bei Jahresabschluss und Steuererklärungen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Jedes Gewerbe mit Sitz oder Betriebsstätte in Rostock unterliegt der Gewerbesteuerpflicht gemäß § 2 GewStG. Die Gewerbesteuererklärung ist für das Wirtschaftsjahr 2025 spätestens bis zum 31. Juli 2026 beim Finanzamt Rostock einzureichen, sofern keine Fristverlängerung beantragt wurde. Der Hebesatz in Rostock liegt 2026 bei 445 Prozent und wird auf den Steuermessbetrag angewendet.

Gewerbesteuererklärung Rostock: Wer ist verpflichtet und welche Fristen gelten?

Jede GmbH mit Sitz oder Betriebsstätte in Rostock unterliegt der Gewerbesteuerpflicht nach § 2 GewStG. Die Gewerbesteuererklärung ist für das Kalenderjahr 2025 bis zum 31. Juli 2026 beim zuständigen Finanzamt einzureichen – bei steuerlicher Beratung verlängert sich diese Frist automatisch bis zum 28. Februar 2027 (§ 149 Abs. 3 AO). Die Gewerbesteuer wird von der Stadt Rostock erhoben, die Veranlagung erfolgt jedoch durch das Finanzamt Rostock.

Wichtig für Rostocker Unternehmen

Der Gewerbesteuer-Hebesatz in Rostock beträgt 2026 unverändert 445 Prozent. Dieser liegt über dem Bundesdurchschnitt und sollte bei der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden. Die tatsächliche Steuerlast ergibt sich aus dem Gewerbeertrag multipliziert mit der Steuermesszahl (3,5 %) und dem Hebesatz.

Abgabefristen im Überblick

Steuerpflichtiger Abgabefrist 2025 Verlängerte Frist (mit StB)
GmbH ohne steuerliche Beratung 31. Juli 2026
GmbH mit Steuerberater 28. Februar 2027
Bei Dauerfristverlängerung 31. Juli 2026 28. Februar 2027

Verspätete Abgabe kann zu Verspätungszuschlägen nach § 152 AO führen. Das Finanzamt Rostock setzt diese in der Regel ab drei Monaten Verzug fest – bei einer GmbH mindestens 25 Euro pro Monat, häufig deutlich mehr je nach Steuerhöhe.

Wie wird der Gewerbeertrag für Rostocker GmbHs korrekt ermittelt?

Der Gewerbeertrag bildet die Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer und wird ausgehend vom handelsrechtlichen Gewinn (Jahresüberschuss) ermittelt. Gemäß § 7 GewStG ist der Gewinn aus Gewerbebetrieb nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes und Körperschaftsteuergesetzes anzusetzen und anschließend durch Hinzurechnungen (§ 8 GewStG) und Kürzungen (§ 9 GewStG) zu korrigieren.

Schritte zur Ermittlung des Gewerbeertrags

  1. Ausgangsgröße: Gewinn aus Gewerbebetrieb laut Körperschaftsteuererklärung (bei GmbH: zu versteuerndes Einkommen vor Verlustabzug)
  2. Hinzurechnungen nach § 8 GewStG: 25 % der Finanzierungsanteile (Zinsen, Mieten, Leasingraten, Lizenzen) soweit diese den Freibetrag von 200.000 Euro übersteigen
  3. Kürzungen nach § 9 GewStG: z. B. Kürzung für Grundbesitz (§ 9 Nr. 1 GewStG), für Anteile an Personengesellschaften oder ausländische Betriebsstätten
  4. Verlustabzug nach § 10a GewStG: Gewerbesteuerliche Verlustvorträge bis maximal 1 Mio. Euro voll, darüber hinaus zu 60 % des verbleibenden Gewerbeertrags
  5. Ergebnis: Maßgebender Gewerbeertrag (gerundet auf volle Euro nach unten)

Besonders bei GmbHs mit hohen Fremdfinanzierungskosten oder Miet- und Leasingaufwendungen entfaltet die Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1 GewStG erhebliche Wirkung. Hier lohnt sich eine genaue Analyse durch den Steuerberater, um mögliche Gestaltungsspielräume – etwa durch Gesellschafterdarlehen – auszuschöpfen.

„In der Praxis sehen wir häufig, dass bei der Ermittlung des Gewerbeertrags Hinzurechnungen unvollständig erfasst oder Kürzungen übersehen werden. Eine softwaregestützte Plausibilisierung durch den Steuerberater verhindert kostspielige Nachforderungen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Welcher Hebesatz gilt 2026 in Rostock und wie wirkt er sich aus?

Die Hansestadt Rostock erhebt 2026 einen Gewerbesteuer-Hebesatz von 445 Prozent. Dieser wird auf die bundeseinheitliche Steuermesszahl von 3,5 Prozent angewendet. Die effektive Gewerbesteuerbelastung beträgt damit 15,575 Prozent des Gewerbeertrags (3,5 % × 4,45). Im regionalen Vergleich liegt Rostock damit über Städten wie Schwerin (440 %) oder Greifswald (420 %), jedoch unter Hamburg (470 %).

445 %

Hebesatz Rostock 2026

15,575 %

Effektive GewSt-Belastung

3,5 %

Bundeseinheitliche Steuermesszahl

Beispielrechnung für eine Rostocker GmbH

Eine GmbH mit Sitz in Rostock erzielt 2025 einen maßgebenden Gewerbeertrag von 100.000 Euro (nach Hinzurechnungen, Kürzungen, Freibetrag). Die Gewerbesteuer berechnet sich wie folgt:

Position Berechnung Betrag
Gewerbeertrag (gerundet) 100.000 €
Steuermesszahl 3,5 %
Steuermessbetrag 100.000 € × 3,5 % 3.500 €
Hebesatz Rostock 445 %
Gewerbesteuerschuld 3.500 € × 4,45 15.575 €

Von dieser Gewerbesteuerschuld kann die GmbH 40 Prozent der Gewerbesteuer-Messzahl (faktisch rd. 1,4 % des Gewerbeertrags) pauschal auf die Körperschaftsteuer anrechnen – vorausgesetzt, es handelt sich um natürliche Personen als Gesellschafter. Bei reinen Kapitalgesellschaften entfällt diese Anrechnung gemäß § 35 EStG.

Welches Finanzamt ist in Rostock für die Gewerbesteuererklärung zuständig?

Für die Veranlagung der Gewerbesteuer ist grundsätzlich das Finanzamt Rostock zuständig, wenn sich der Sitz der Geschäftsleitung oder eine Betriebsstätte in Rostock befindet (§ 184 AO). Die Gewerbesteuererklärung (GewSt 1 A) wird elektronisch über ELSTER eingereicht, ebenso die erforderlichen Anlagen und der Gewerbesteuer-Messbescheid.

Finanzamt Rostock

Dienstgebäude Schwaaner Landstraße 8, 18055 Rostock Telefon: 0381 / 2020-0 Zuständig für: Gewerbesteuer-Messbescheid, Körperschaftsteuer, Umsatzsteuer

Stadtverwaltung Rostock (Stadtkasse)

Verantwortlich für: Festsetzung und Erhebung der Gewerbesteuer nach Messbescheid Kontakt über Bürgeramt oder Gewerbesteuer-Abteilung der Kämmerei

Doppelte Zuständigkeit beachten

Das Finanzamt erlässt den Gewerbesteuer-Messbescheid, die Stadt Rostock setzt auf dieser Grundlage die tatsächliche Gewerbesteuerschuld fest. Einsprüche gegen die Höhe des Gewerbeertrags sind an das Finanzamt zu richten, Einsprüche gegen den Hebesatz oder die Zahlung an die Stadt Rostock.

Bei mehreren Betriebsstätten in verschiedenen Gemeinden erfolgt eine Zerlegung des Steuermessbetrags nach § 28 ff. GewStG. Hierfür ist ein gesonderter Zerlegungsantrag einzureichen. Die Zerlegung richtet sich nach dem Verhältnis der Arbeitslöhne in den einzelnen Betriebsstätten.

Wie füllen Sie die Gewerbesteuererklärung für Rostock korrekt aus?

Die Gewerbesteuererklärung wird bundesweit einheitlich über das Formular GewSt 1 A erstellt. Bei GmbHs ist zusätzlich die Anlage zur Gewerbesteuererklärung (GewSt 1 A – Anlage) auszufüllen. Seit 2021 ist die elektronische Übermittlung über ELSTER verpflichtend (§ 149 Abs. 1 Satz 2 AO). Die Authentifizierung erfolgt über das ELSTER-Zertifikat des Geschäftsführers oder Steuerberaters.

Wichtige Bestandteile der Gewerbesteuererklärung

  • Allgemeine Angaben: Firma, Anschrift, Steuernummer, Rechtsform, Bilanzstichtag
  • Gewinn aus Gewerbebetrieb (Zeile 10): Übernahme aus Körperschaftsteuererklärung
  • Hinzurechnungen nach § 8 GewStG (Zeilen 30–60): Zinsen, Mieten, Lizenzen, Leasingraten (über Freibetrag 200.000 €)
  • Kürzungen nach § 9 GewStG (Zeilen 70–100): z. B. für Grundbesitz, Schachtelprivileg
  • Verlustabzug nach § 10a GewStG (Zeile 110 ff.): Vortrag gewerbesteuerlicher Verluste
  • Gewerbeertrag (Zeile 150): gerundet auf volle Euro nach unten
  • Anlage GewSt 1 A: Detaillierte Ermittlung der Hinzurechnungen und Kürzungen

Besondere Vorsicht ist bei der Ermittlung der Hinzurechnungen geboten: Seit der Einschränkung der Hinzurechnungsfreibeträge durch das Jahressteuergesetz 2020 wirken sich bereits mittlere Finanzierungsaufwendungen deutlich steuererhöhend aus. Hier empfiehlt sich die Nutzung spezialisierter Steuersoftware oder die Beauftragung eines Steuerberaters.

„Die korrekte Befüllung der Gewerbesteuererklärung erfordert nicht nur buchhalterische Sorgfalt, sondern auch genaue Kenntnis der aktuellen Rechtsprechung zu Hinzurechnungen. Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt, erhält die Gewerbesteuererklärung in der Regel direkt mit – digital, plausibilisiert und fristgerecht.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wie funktionieren Gewerbesteuer-Vorauszahlungen in Rostock?

Die Gewerbesteuer wird nach § 19 GewStG grundsätzlich in vierteljährlichen Vorauszahlungen erhoben. Die Vorauszahlungstermine sind jeweils der 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November. Die Höhe der Vorauszahlungen richtet sich nach der zuletzt festgesetzten Gewerbesteuerschuld – bei erstmaliger Veranlagung wird ein geschätzter Betrag angesetzt.

Quartal Fälligkeit Anteil
1. Quartal 15. Februar 1/4 der Jahressteuer
2. Quartal 15. Mai 1/4 der Jahressteuer
3. Quartal 15. August 1/4 der Jahressteuer
4. Quartal 15. November 1/4 der Jahressteuer

Nach Ergehen des Gewerbesteuer-Messbescheids durch das Finanzamt Rostock erlässt die Stadt Rostock den Gewerbesteuerbescheid und passt die Vorauszahlungen entsprechend an. Eine nachträgliche Verrechnung erfolgt über Nachzahlungen oder Erstattungen. Wurde die tatsächliche Steuerschuld unterschätzt, ist eine Nachzahlung zum Fälligkeitstermin (i. d. R. vier Wochen nach Bescheiddatum) zu leisten.

Anpassung der Vorauszahlungen bei Ertragsrückgang

Ist absehbar, dass die tatsächliche Gewerbesteuerschuld deutlich unter den festgesetzten Vorauszahlungen liegen wird (z. B. bei Umsatzeinbruch, Verlusten), kann ein Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen nach § 19 Abs. 3 GewStG gestellt werden. Dieser ist formlos, aber begründet und mit einer Ertragsprognose an das Finanzamt Rostock zu richten.

Praxistipp: Liquidität schonen

Stellen Sie den Herabsetzungsantrag frühzeitig – idealerweise vor dem nächsten Vorauszahlungstermin. Das Finanzamt prüft die Plausibilität und passt die Vorauszahlungen an. So vermeiden Sie Liquiditätsengpässe durch überhöhte Steuervorauszahlungen.

Welche Gestaltungsmöglichkeiten zur Gewerbesteuer-Optimierung gibt es?

Die Gewerbesteuer lässt sich zwar nicht vermeiden, aber durch gezielte Gestaltungen innerhalb des gesetzlichen Rahmens optimieren. Ansatzpunkte liegen insbesondere in der Minimierung von Hinzurechnungen nach § 8 GewStG, der Nutzung von Kürzungen nach § 9 GewStG und der strategischen Verlustnutzung gemäß § 10a GewStG.

Hinzurechnungen reduzieren

  • Gesellschafterdarlehen prüfen: Verzinsung nur unterhalb des Freibetrags von 200.000 Euro, darüber Umstellung auf Eigenkapital oder unverzinsliche Darlehen erwägen
  • Leasingverträge analysieren: Bei Operating-Leasing-Verträgen werden 25 % der Raten hinzugerechnet – ggf. Kauf über Bankkredit günstiger
  • Lizenz- und Mietverträge optimieren: Konzerninterne Verrechnung überprüfen, marktübliche Konditionen dokumentieren
  • Finanzmittelbestand berücksichtigen: Kurzfristige Verbindlichkeiten wenn möglich aus Liquidität bedienen statt über Fremdkapital

Kürzungen konsequent nutzen

  • Kürzung für Grundbesitz (§ 9 Nr. 1 GewStG): Grundstücke im Betriebsvermögen können unter bestimmten Voraussetzungen den Gewerbeertrag mindern
  • Schachtelprivileg (§ 9 Nr. 2a, 7 GewStG): Gewinnanteile aus Beteiligungen an Kapitalgesellschaften ab 15 % werden gekürzt
  • Ausländische Betriebsstätten: Gewinne ausländischer Betriebsstätten mindern den Gewerbeertrag (§ 9 Nr. 3 GewStG)

Gestaltungsmissbrauch vermeiden

Alle Gestaltungen müssen einen wirtschaftlichen Grund haben und dürfen nicht ausschließlich der Steuerersparnis dienen (§ 42 AO). Eine saubere Dokumentation und steuerliche Beratung sind unverzichtbar, um rechtssichere Strukturen zu schaffen.

Wer den Jahresabschluss und die Steuererklärungen durch einen Steuerberater erstellen lässt, profitiert von der laufenden Beratung zu Optimierungsmöglichkeiten. Plattformen wie OnlineBilanz.de verbinden dabei die Qualität eines zugelassenen Steuerberaters mit transparenten Festpreisen und digitaler Abwicklung.

Welche Fehler sollten Sie bei der Gewerbesteuererklärung unbedingt vermeiden?

Fehler in der Gewerbesteuererklärung führen häufig zu Nachforderungen, Verspätungszuschlägen oder sogar Steuerstrafverfahren. Die häufigsten Stolpersteine lassen sich durch sorgfältige Prüfung und fachliche Begleitung vermeiden.

Die sieben häufigsten Fehler in der Praxis

  1. Unvollständige Hinzurechnungen: Zinsen auf Gesellschafterdarlehen, Leasingraten oder Lizenzgebühren werden übersehen oder falsch berechnet
  2. Freibetrag falsch angesetzt: Der Freibetrag von 200.000 € gilt für die Summe aller Finanzierungsanteile, nicht je Position
  3. Kürzungen nicht beantragt: Mögliche Kürzungen nach § 9 GewStG (z. B. Schachtelprivileg, Grundbesitz) bleiben ungenutzt
  4. Verlustvorträge fehlerhaft ermittelt: Gewerbesteuerliche Verluste sind getrennt von körperschaftsteuerlichen Verlusten zu verfolgen
  5. Zerlegung bei mehreren Betriebsstätten vergessen: Ohne Zerlegungsantrag erfolgt keine Aufteilung auf verschiedene Gemeinden
  6. Fristversäumnisse: Verspätete Abgabe führt ab drei Monaten Verzug zu Verspätungszuschlägen, ab sechs Monaten zu Schätzungen
  7. Elektronische Übermittlung unterlassen: Seit 2021 ist ELSTER verpflichtend – Papierformulare werden nicht mehr bearbeitet

„Mandanten kommen oft mit Problemen zu uns, die durch eine frühzeitige Einbindung eines Steuerberaters vermeidbar gewesen wären. Gerade bei der Gewerbesteuer summieren sich kleine Fehler schnell zu vierstelligen Nachforderungen – insbesondere bei hohen Hebesätzen wie in Rostock.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Eine professionelle Softwareunterstützung oder die Beauftragung eines Steuerberaters stellt sicher, dass alle Positionen vollständig erfasst, Fristen eingehalten und Optimierungspotenziale genutzt werden. Bei OnlineBilanz erhalten Mandanten den kompletten Jahresabschluss inklusive aller Steuererklärungen – fachlich geprüft durch zugelassene Steuerberater, digital koordiniert und zu transparenten Festpreisen.

Wie hängen Gewerbesteuererklärung und Jahresabschluss zusammen?

Die Gewerbesteuererklärung baut unmittelbar auf dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und der steuerlichen Gewinnermittlung auf. Ohne einen ordnungsgemäß erstellten Jahresabschluss nach § 242 ff. HGB ist eine korrekte Gewerbesteuererklärung nicht möglich. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss bildet die Grundlage für die steuerliche Gewinnermittlung, aus der wiederum der Gewerbeertrag abgeleitet wird.

Ablauf: Vom Jahresabschluss zur Gewerbesteuererklärung

  1. Buchführung und Belegerfassung: Laufende Erfassung aller Geschäftsvorfälle gemäß § 239 HGB
  2. Jahresabschluss erstellen: Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, ggf. Anhang nach § 264 HGB (GmbH)
  3. Feststellung des Jahresabschlusses: Gesellschafterbeschluss nach § 42a GmbHG (Frist: 8 Monate bei mittelgroßen/großen GmbHs)
  4. Steuerliche Überleitungsrechnung: Anpassung des handelsrechtlichen Gewinns an steuerliche Vorschriften (z. B. § 8b KStG, § 4 ff. EStG)
  5. Körperschaftsteuererklärung: Ermittlung des zu versteuernden Einkommens
  6. Gewerbesteuererklärung: Hinzurechnungen und Kürzungen ausgehend vom Gewinn aus Gewerbebetrieb
  7. Umsatzsteuererklärung: Parallel zur Gewerbesteuer, aber eigenständige Bemessungsgrundlage

Da die einzelnen Erklärungen aufeinander aufbauen, führen Fehler im Jahresabschluss zwangsläufig zu Fehlern in allen Steuererklärungen. Eine integrierte Erstellung durch einen Steuerberater stellt sicher, dass alle Dokumente konsistent und fristgerecht erstellt werden.

Jahresabschluss

  • Handelsrechtlicher Gewinn
  • Grundlage für alle Steuererklärungen
  • Feststellung bis 31.08.2026 (mittelgroß/groß)

Körperschaftsteuer

  • Zu versteuerndes Einkommen
  • Ausgangsgröße für Gewerbeertrag
  • Frist: 28.02.2027 (mit StB)

Gewerbesteuer

  • Maßgebender Gewerbeertrag
  • Hebesatz Rostock: 445 %
  • Frist: 28.02.2027 (mit StB)

OnlineBilanz bietet GmbH-Geschäftsführern eine integrierte Lösung: Der Jahresabschluss wird durch zugelassene Steuerberater erstellt, die Steuererklärungen (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer) werden direkt mitgeliefert – digital, fristgerecht und zu transparenten Festpreisen. So entstehen keine Schnittstellenverluste, und alle Unterlagen sind konsistent.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer anrechnen lassen?

Ja, bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften ist gemäß § 35 EStG eine Anrechnung des 3,8-fachen des Gewerbesteuermessbetrags auf die Einkommensteuerschuld möglich. Bei Kapitalgesellschaften wie der GmbH erfolgt keine Anrechnung, da diese Körperschaftsteuer zahlen.

Was passiert, wenn ich die Gewerbesteuererklärung zu spät einreiche?

Bei verspäteter Abgabe kann das Finanzamt gemäß § 152 AO einen Verspätungszuschlag von mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat festsetzen. Zusätzlich können Säumniszuschläge nach § 240 AO anfallen, wenn fällige Gewerbesteuerzahlungen nicht rechtzeitig beglichen werden.

Muss ich auch eine Gewerbesteuererklärung abgeben, wenn ich einen Verlust erwirtschaftet habe?

Ja, die Abgabepflicht besteht unabhängig vom Ergebnis. Bei einem Verlust wird dieser als Gewerbeverlust festgestellt und kann gemäß § 10a GewStG vorgetragen werden, um künftige Gewerbeerträge zu mindern. Die Erklärung ist daher wichtig für die Verlustdokumentation.

Gilt der Rostocker Hebesatz auch für Betriebsstätten außerhalb der Stadt?

Nein, der Hebesatz wird stets von der Gemeinde festgesetzt, in der die Betriebsstätte liegt. Unterhält Ihr Unternehmen Betriebsstätten in mehreren Gemeinden, erfolgt gemäß § 28 GewStG eine Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags nach dem Verhältnis der Arbeitslöhne.

Kann ich als GmbH-Geschäftsführer meine Geschäftsführervergütung gewerbesteuerlich geltend machen?

Ja, angemessene Geschäftsführergehälter sind als Betriebsausgaben abzugsfähig und mindern den Gewinn vor Steuern. Sie werden jedoch nicht als Hinzurechnung gemäß § 8 GewStG erfasst, sofern sie tatsächlich gezahlt und angemessen sind. Überhöhte Vergütungen können hingegen verdeckte Gewinnausschüttungen darstellen.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Gewerbesteuergesetz (GewStG), Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung (GewStDV), Abgabenordnung (AO), Einkommensteuergesetz (EStG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

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Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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