hallo@onlinebilanz.de 0711 · 968 881 55 Werktags von 10:00 bis 18:00 Uhr erreichbar Steuer-Chat Login
OnlineBilanz
Jahresabschluss
ÜbersichtKosten & FestpreisFristenSelbst feststellenOhne SteuerberaterNach Geschäftsjahr202520242023202220212020
Software
DATEVLexwareLexware OfficesevdeskBuchhaltungsButlerDebitoorAccountableTaxfixMIKAeBilanz-OnlineCollmexTaxpoolMonkeyOfficeSyskaSimbaAgendaAddisonSage 50PapierkramorgaMAXWISO BuchhaltungScopevisioweclappJTL-WawimyebilanzAlle Programme →
Bestandteile
BilanzGewinn- und VerlustrechnungE-BilanzSteuererklärungenOffenlegung UnternehmensregisterFinanzbuchhaltungLohnbuchhaltungBWA
Bilanzarten
EröffnungsbilanzBilanz zum 31.12.ZwischenbilanzLiquidationsbilanzSchlussbilanzHandelsbilanzSteuerbilanzKonzernbilanzUmwandlungsbilanzInsolvenzbilanz
Für wen
GmbHUG (haftungsbeschränkt)GmbH & Co. KGHoldingAGGbRKGOHGVerein & StiftungFreiberuflerGewerbebetriebAlle 69 Branchen
Rechner & Tools
RechtsformrechnerHolding-SteuerrechnerGmbH-AusschüttungUmsatzsteuer-RechnerKleinunternehmer-GrenzeSteuernummer-UmrechnerBehördenbrief-ÜbersetzerFirmenwertschätzungSäumniszuschlag-RechnerGmbH-AusschüttungGründungskostenRückstellungsrechnerFirmenwagenrechnerVerpflegungsmehraufwandFirmenwertschätzungVergleich DATEVVergleich LexwareVergleich LexofficeVergleich sevDesk
Steuerberater & Team
SteuerberatungOnline-SteuerberaterBetriebsprüfungEinspruch FinanzamtInsolvenzberatungFirmenlöschungDas TeamKontakt & SupportAktuellesMandantenportal
hallo@onlinebilanz.de 0711 · 968 881 55 Mo – Do 10:00 – 18:00 Uhraußerhalb: KI-Assistenz am Telefon

Frist läuft?
Ihr Festpreis in 60 Sekunden.

Mehr Leistung, weniger zahlen. Buchhaltung, Jahresabschluss und Steuererklärungen: Sie laden Ihre Unterlagen ins Portal, wir bereiten alles vor. Auf Wunsch prüft und übermittelt ein Steuerberater.

  • Fester Ansprechpartner: ein Buchhalter, der Ihr Unternehmen kennt
  • Wechsel oder Import: Ihre bisherige Software wird angebunden
  • Weniger Fehlerrisiko: ein Steuerberater prüft bei Einreichung
  • Festpreis: ab 499,95 € netto pro Jahr zzgl. USt.
Fabian KlementJakob RößDr. Jeannine DinnebierUnsere KooperationspartnerFabian Klement · Jakob Röß · Dr. Jeannine DinnebierSteuerberater · Wirtschaftsprüfer | Steuerberater | Rechtsanwältin
  • Fabian KlementSteuerberater · Wirtschaftsprüfer
  • Jakob RößSteuerberater
  • Dr. Jeannine DinnebierRechtsanwältin

Datum

Lesedauer

17–26 Minuten

OnlineBilanz›Blog›Bilanz aufstellen KG

Bilanz aufstellen KG 2026: Pflichten & Fristen

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Kommanditgesellschaften (KG) müssen eine Bilanz aufstellen, wenn sie nach § 238 HGB buchführungspflichtig sind – entweder kraft Rechtsform oder aufgrund überschrittener Schwellenwerte. Dieser Leitfaden erklärt Aufbau, Bewertung, Eigenkapitalausweis, Offenlegungs- und Feststellungsfristen sowie steuerliche Besonderheiten der KG-Bilanz nach HGB. Während Kommanditgesellschaften als Personengesellschaften teils anderen Regelungen unterliegen, gelten für Kapitalgesellschaften wie die AG erweiterte Anforderungen – mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag zur Bilanz aufstellen AG. OnlineBilanz.de unterstützt mit Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für Kundinnen und Kunden. Er führt das Erstgespräch, betreut die Abläufe auf der Plattform und stimmt sich bei beauftragter Prüfung mit dem jeweils beauftragten, kooperierenden Steuerberater ab.

OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung.

Kurzantwort

Als Handelsgesellschaft ist eine KG nach §§ 6, 238 HGB zur Buchführung und damit zum Aufstellen einer Jahresbilanz verpflichtet – unabhängig von Umsatz oder Gewinn; die Schwellenwerte des § 241a HGB (Umsatz > 800.000 €, Jahresüberschuss > 80.000 €) gelten nur für Einzelkaufleute. Der Aufbau der Bilanz richtet sich nach §§ 266, 264c HGB; das Eigenkapital wird dabei gesellschafterbezogen ausgewiesen. KG ohne natürliche Person als Vollhafter (z. B. GmbH & Co. KG) müssen ihren Jahresabschluss zudem unabhängig von der Größe innerhalb von 12 Monaten offenlegen (§§ 264a, 325 HGB).

Wer muss als KG eine Bilanz aufstellen?

Die Pflicht zur Bilanzierung einer Kommanditgesellschaft (KG) ergibt sich aus § 238 Abs. 1 HGB. Danach ist jeder Kaufmann verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ersichtlich zu machen. Die KG ist als Personenhandelsgesellschaft grundsätzlich Formkaufmann nach § 6 HGB und damit buchführungs- und bilanzierungspflichtig – unabhängig von ihrer Größe.

Die Bilanzierungspflicht gilt für alle KG, die im Handelsregister eingetragen sind. Eine Ausnahme existiert nur für sogenannte Kleingewerbetreibende nach § 241a HGB: Einzelkaufleute, die an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren nicht mehr als 800.000 Euro Umsatzerlöse und 80.000 Euro Jahresüberschuss aufweisen, können von der Buchführungspflicht befreit werden. Diese Vereinfachung gilt jedoch nicht für Personengesellschaften wie die KG.

Praxis-Hinweis: KG-Bilanz ist Pflicht

Auch kleine KG mit geringem Umsatz müssen eine vollständige Bilanz nach § 242 HGB aufstellen. Die Befreiungsregelung des § 241a HGB greift nur bei Einzelkaufleuten, nicht bei Personengesellschaften – dies gilt ebenso für andere Personengesellschaften wie die OHG, für die vergleichbare Bilanzpflichten für die OHG bestehen. Wer unsicher ist, ob alle formalen Anforderungen erfüllt sind, kann die Bilanzerstellung mit einem Steuerberater klären.

Größenklassen nach § 267 HGB für Personengesellschaften i. S. d. § 264a HGB

Für Personengesellschaften ohne natürliche Person als persönlich haftenden Gesellschafter (z. B. GmbH & Co. KG) gelten über § 264a HGB die Größenklassen des § 267 HGB (Kleinstgesellschaften: § 267a HGB). Für KG mit natürlicher Person als Komplementär sind diese Größenklassen nicht maßgeblich; sehr große Unternehmen können jedoch unter das Publizitätsgesetz fallen. Die Einteilung erfolgt nach Bilanzsumme, Umsatzerlösen und durchschnittlicher Mitarbeiterzahl.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Klein ≤ 7,5 Mio. € ≤ 15 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß ≤ 25 Mio. € ≤ 50 Mio. € ≤ 250
Groß > 25 Mio. € > 50 Mio. € > 250

Zwei der drei Kriterien müssen an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- bzw. unterschritten werden, damit ein Größenklassenwechsel eintritt (§ 267 Abs. 4 HGB).

Aufbau und Bestandteile der KG-Bilanz nach HGB

Die Bilanz einer KG besteht nach § 242 Abs. 1 HGB aus der Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Schulden (Passiva) zum Abschlussstichtag. Ergänzt wird sie durch die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) nach § 242 Abs. 2 HGB, die den Erfolg der Geschäftstätigkeit darstellt. Für Personengesellschaften i. S. d. § 264a HGB gelten die Gliederungsvorschriften der §§ 266, 275 HGB; für andere KG schreibt § 247 HGB nur eine Grundgliederung vor, § 266 HGB kann als Orientierung dienen.

Bilanzgliederung nach § 266 HGB

Die Aktivseite gliedert sich in Anlagevermögen (langfristig gebundene Vermögensgegenstände) und Umlaufvermögen (kurzfristige Positionen). Auf der Passivseite stehen das Eigenkapital, Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Bei der KG ist das Eigenkapital nach § 264c Abs. 2 HGB i. V. m. § 272 HGB besonders zu strukturieren:

  • Kapitalanteile der Komplementäre: Festes Kapital und variable Anteile (z. B. Gewinnrücklagen)
  • Kapitalanteile der Kommanditisten: Einlagen gemäß § 171 HGB, inklusive thesaurierter Gewinne
  • Rücklagen: Sofern gesellschaftsvertraglich vereinbart (z. B. gesetzliche oder freie Rücklagen)

Die Gliederungstiefe richtet sich nach der Größenklasse. Kleine KG dürfen nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB eine verkürzte Bilanz aufstellen, bei der die Posten mit arabischen Zahlen und Kleinbuchstaben zusammengefasst werden können.

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

Die GuV kann wahlweise nach dem Gesamtkostenverfahren oder Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 HGB erstellt werden. Kleine und mittelgroße Gesellschaften i. S. d. § 264a HGB dürfen bestimmte Posten der GuV zum Rohergebnis zusammenfassen (§ 276 HGB). In der Praxis wird häufig das Gesamtkostenverfahren gewählt, da es den Betriebsablauf transparent abbildet und die Informationen aus der Finanzbuchhaltung direkt übernommen werden können.

Gesamtkostenverfahren

Erträge werden den angefallenen Kosten (Material, Personal, Abschreibungen) gegenübergestellt. Geeignet für produzierende und handwerkliche Betriebe.

Umsatzkostenverfahren

Umsatzerlöse werden um die Herstellungskosten der verkauften Produkte vermindert. Verbreitet im Handel und bei Dienstleistungen.

Besonderheiten bei der Eigenkapitaldarstellung der KG

Das Eigenkapital einer KG wird nicht wie bei einer Kapitalgesellschaft in gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen unterteilt, sondern nach Gesellschaftern gegliedert. Jeder Gesellschafter erhält ein eigenes Kapitalkonto, auf dem Einlagen, Entnahmen, Gewinn- und Verlustanteile verbucht werden. Diese Struktur folgt aus den Regelungen des § 120 HGB (Gewinn- und Verlustverteilung) und §§ 171 ff. HGB (Haftung des Kommanditisten).

Gliederung der Gesellschafterkonten

In der Praxis wird für jeden Gesellschafter meist zwischen festem Kapitalkonto (Kapitalkonto I) und variablem Kapitalkonto (Kapitalkonto II) unterschieden:

  • Kapitalkonto I (festes Kapital): Enthält die vertraglich vereinbarte Pflichteinlage. Veränderungen erfolgen nur bei Kapitalerhöhungen oder -herabsetzungen.
  • Kapitalkonto II (variables Kapital): Hier werden laufende Gewinne, Verluste, Entnahmen und Einlagen über die Pflichteinlage hinaus gebucht. Dieses Konto schwankt mit der Geschäftsentwicklung.
  • Privatkonto: Wird unterjährig für Entnahmen und private Einlagen geführt; zum Jahresende wird der Saldo auf Kapitalkonto II umgebucht.

Die Hafteinlage des Kommanditisten nach § 171 HGB muss in der Bilanz deutlich erkennbar sein. Ist das Kapitalkonto eines Kommanditisten niedriger als seine Hafteinlage, haftet er gegenüber Gläubigern bis zur Differenz.

Achtung: Haftungsrelevanz der Kapitalkonten

Ein negatives Kapitalkonto eines Kommanditisten kann zur persönlichen Haftung führen, wenn die Hafteinlage noch nicht geleistet ist. Die saubere Buchführung und transparente Darstellung in der Bilanz sind daher auch haftungsrechtlich von großer Bedeutung. Bei Unsicherheiten sollte frühzeitig steuerlicher Rat eingeholt werden.

Gewinnverteilung und Entnahmen

Die Gewinnverteilung richtet sich nach dem Gesellschaftsvertrag. Fehlt eine Vereinbarung, gilt seit 1. Januar 2024 § 709 Abs. 3 BGB (i. V. m. § 105 Abs. 3, § 161 Abs. 2 HGB): Maßgeblich sind die vereinbarten Beteiligungsverhältnisse, hilfsweise das Verhältnis der vereinbarten Werte der Beiträge. In der Praxis werden jedoch meist individuelle Regelungen getroffen, etwa nach Kapitalanteilen, Arbeitsleistung oder gemischten Schlüsseln. Entnahmen, die über den Gewinnanteil hinausgehen, mindern das variable Kapitalkonto und müssen im Anhang oder in der Bilanz nachvollziehbar dargestellt werden.

Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in der KG-Bilanz

Die Bewertung der Bilanzposten erfolgt nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 252 ff. HGB. Grundlage ist das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 HGB): Vermögensgegenstände sind höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Für Personengesellschaften wie die KG gelten dabei grundsätzlich dieselben Bewertungsmaßstäbe wie für Kapitalgesellschaften, sofern keine Sonderregelungen greifen.

Anlagevermögen: Abschreibungen und Zuschreibungen

Das Anlagevermögen umfasst alle Gegenstände, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen (§ 247 Abs. 2 HGB). Dazu zählen Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie immaterielle Vermögensgegenstände wie Lizenzen und erworbene Software. Abnutzbare Anlagegüter sind über ihre Nutzungsdauer abzuschreiben (§ 253 Abs. 3 HGB). Bei dauerhafter Wertminderung besteht eine außerplanmäßige Abschreibungspflicht (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB). Ist der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, besteht nach § 253 Abs. 5 HGB ein Zuschreibungsgebot bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten.

Umlaufvermögen: Strenges Niederstwertprinzip

Beim Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen, liquide Mittel) gilt das strenge Niederstwertprinzip nach § 253 Abs. 4 HGB: Es ist der niedrigere Wert aus Anschaffungskosten und dem Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag anzusetzen. Für Vorräte bedeutet dies: Sinkt der Marktwert unter die Anschaffungskosten, muss eine Abwertung vorgenommen werden – auch wenn der Wertverlust nur vorübergehend ist. Entfallen die Gründe später, ist eine Zuschreibung vorzunehmen (§ 253 Abs. 5 HGB).

  • Anlagevermögen: Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen (AfA)
  • Außerplanmäßige Abschreibung bei dauerhafter Wertminderung (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB)
  • Zuschreibungsgebot bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibung (§ 253 Abs. 5 HGB)
  • Umlaufvermögen: Strenges Niederstwertprinzip – niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten und Stichtagswert
  • Einzelbewertung: Jeder Vermögensgegenstand ist gesondert zu bewerten (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB)

Schulden und Rückstellungen

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag anzusetzen (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und im Geschäftsjahr unterlassene Instandhaltungen gebildet (§ 249 HGB). Seit dem BilMoG (2009) ist die Bewertung von Rückstellungen nach § 253 Abs. 2 HGB zu Erfüllungsbeträgen unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen vorzunehmen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind abzuzinsen.

Offenlegungspflichten für KG: Wann und was muss publiziert werden?

Seit dem Inkrafttreten des DiRUG am 1. August 2022 erfolgt die Offenlegung von Rechnungslegungsunterlagen ausschließlich über das Unternehmensregister (§ 325 HGB). Der Bundesanzeiger dient seitdem nur noch als Bekanntmachungsmedium, nicht mehr als Hinterlegungsstelle. Für die KG gelten je nach Rechtsform und Größe differenzierte Offenlegungspflichten.

Unterscheidung: Offenlegungspflichtige und nicht offenlegungspflichtige KG

Grundsätzlich sind nur KG ohne natürliche Person als persönlich haftenden Gesellschafter offenlegungspflichtig nach § 264a HGB. Das betrifft vor allem die GmbH & Co. KG, bei der die Komplementär-GmbH persönlich haftet, aber keine natürliche Person unbeschränkt haftet. Für diese KG gelten die Offenlegungs- und Prüfungspflichten der Kapitalgesellschaften entsprechend.

Klassische KG mit mindestens einer natürlichen Person als Vollhafter (Komplementär) sind hingegen nicht offenlegungspflichtig nach § 325 HGB – sie müssen ihre Bilanz also nicht beim Unternehmensregister einreichen (Ausnahme: sehr große Unternehmen nach dem Publizitätsgesetz). Allerdings besteht weiterhin die Pflicht zur Aufstellung und Aufbewahrung der Bilanz sowie zur steuerlichen Erklärung gegenüber dem Finanzamt.

KG-Typ Persönlich haftende Gesellschafter Offenlegungspflicht § 325 HGB
Klassische KG Natürliche Person(en) Nein
GmbH & Co. KG Nur GmbH (juristische Person) Ja (§ 264a HGB)
UG & Co. KG Nur UG (juristische Person) Ja (§ 264a HGB)
AG & Co. KG Nur AG (juristische Person) Ja (§ 264a HGB)

Umfang der Offenlegung nach Größenklasse

Für offenlegungspflichtige KG bestimmt § 326 HGB den Umfang der einzureichenden Unterlagen. Kleine KG dürfen die Bilanz in verkürzter Form offenlegen und sind von der Offenlegung der GuV befreit (§ 326 Abs. 1 HGB). Mittelgroße und große KG müssen Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht vollständig einreichen. Bei mittelgroßen KG können Bilanz und Anhang in verkürzter Form offengelegt werden (§ 327 HGB).

  • Kleine KG: Verkürzte Bilanz, keine GuV-Offenlegung, verkürzter Anhang (§ 326 Abs. 1 HGB)
  • Mittelgroße KG: Verkürzte Bilanz, GuV, verkürzter Anhang, Lagebericht (§ 327 HGB); Prüfung durch Abschlussprüfer (§ 316 HGB)
  • Große KG: Vollständige Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht; zusätzlich Prüfung durch Wirtschaftsprüfer erforderlich (§ 316 HGB)

Praxis-Tipp: Fristen und Ordnungsgeld

Die Offenlegung muss innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erfolgen (§ 325 HGB). Bei Versäumnis droht ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB mit Ordnungsgeldern zwischen 2.500 und 25.000 Euro. Mit OnlineBilanz.de erstellen Sie einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung.

Fristen für Feststellung und Offenlegung der KG-Bilanz

Die Fristenkette beginnt mit dem Bilanzstichtag (meist 31.12.) und gliedert sich in zwei zentrale Pflichten: die gesellschaftsrechtliche Feststellung des Jahresabschlusses und – bei offenlegungspflichtigen KG – die Offenlegung im Unternehmensregister. Die Offenlegungsfrist ist gesetzlich geregelt und sanktioniert; eine ausdrückliche gesetzliche Feststellungsfrist besteht für die KG nicht.

Feststellung: Orientierung an § 42a GmbHG

§ 42a GmbHG gilt für die KG nicht; seine Fristen können aber – insbesondere bei der GmbH & Co. KG – als Orientierung dienen: 11 Monate für kleine und 8 Monate für mittelgroße und große Gesellschaften nach Ablauf des Geschäftsjahres. Bei einem Bilanzstichtag 31.12.2025 bedeutet das:

  • Kleine KG: Feststellung möglichst bis 30.11.2026
  • Mittelgroße und große KG: Feststellung möglichst bis 31.08.2026

Die Feststellung erfolgt durch Gesellschafterbeschluss. Erst nach Feststellung kann die Bilanz rechtsverbindlich offengelegt oder im Rahmen der Steuererklärung eingereicht werden. Eine verspätete Feststellung hat zwar keine direkte Sanktion nach § 335 HGB, kann aber bei offenlegungspflichtigen KG dazu führen, dass die Offenlegungsfrist nicht eingehalten wird.

Offenlegungsfrist: 12 Monate nach § 325 HGB

Offenlegungspflichtige KG (insbesondere GmbH & Co. KG) müssen die Rechnungslegungsunterlagen innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag elektronisch beim Unternehmensregister einreichen (§ 325 Abs. 1a HGB). Für das Geschäftsjahr 2025 (Stichtag 31.12.2025) läuft die Frist also bis zum 31.12.2026. Die Einreichung erfolgt ausschließlich elektronisch über das Portal www.unternehmensregister.de.

Ordnungsgeld bei Fristversäumnis

Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung leitet das Bundesamt für Justiz von Amts wegen ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Die Höhe des Ordnungsgeldes liegt zwischen 2.500 und 25.000 Euro. Erfolgt die Offenlegung erst nach Ablauf der in der Androhung gesetzten Sechswochenfrist, schützt dies nicht vor der Festsetzung (§ 335 Abs. 3, 4 HGB). Die Frist sollte daher mit ausreichendem Vorlauf eingehalten werden.

11 Mon.

Feststellung kleine KG (Orientierung § 42a GmbHG)

8 Mon.

Feststellung mittelgroße/große KG (Orientierung)

12 Mon.

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

Wird die Buchhaltung erst im Spätsommer fertig, bleibt für Korrekturen, Gesellschafterbeschluss und elektronische Einreichung kaum Zeit. Es empfiehlt sich daher, frühzeitig mit der Jahresabschlusserstellung zu beginnen.

Prüfungspflicht für KG: Wann ist ein Wirtschaftsprüfer erforderlich?

Nicht jede KG muss ihren Jahresabschluss durch einen Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer prüfen lassen. Die Prüfungspflicht richtet sich nach § 316 HGB und § 264a HGB und hängt von der Größenklasse sowie der Rechtsform ab. Für klassische KG mit natürlicher Person als Vollhafter besteht grundsätzlich keine Prüfungspflicht, wohl aber für kapitalmarktorientierte sowie mittelgroße und große KG ohne natürliche Person als persönlich haftenden Gesellschafter (z. B. große GmbH & Co. KG).

Prüfungspflicht bei großen und kapitalmarktorientierten KG

Nach § 264a HGB i. V. m. § 316 HGB sind offenlegungspflichtige KG (also KG ohne natürliche Person als Vollhafter) prüfungspflichtig, wenn sie die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft überschreiten. Konkret bedeutet das:

  • Bilanzsumme > 7,5 Mio. Euro
  • Umsatzerlöse > 15 Mio. Euro
  • Durchschnittlich > 50 Arbeitnehmer

Sobald zwei dieser drei Kriterien an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen überschritten werden, ist der Jahresabschluss nach § 316 Abs. 1 HGB durch einen Abschlussprüfer zu prüfen. Kapitalmarktorientierte KG (z. B. mit gehandelten Anleihen) sind unabhängig von der Größe immer prüfungspflichtig, da sie stets als groß gelten (§ 267 Abs. 3 Satz 2 HGB). Die Prüfung muss durch einen Wirtschaftsprüfer oder eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erfolgen; vereidigte Buchprüfer dürfen nur kleine und mittelgroße Gesellschaften prüfen (§ 319 Abs. 1 HGB).

Freiwillige Prüfung und Steuerberater-Erstellung

Auch wenn keine gesetzliche Prüfungspflicht besteht, können Gesellschafter oder Kreditgeber eine freiwillige Prüfung vereinbaren – etwa zur Erhöhung der Aussagekraft gegenüber Banken oder im Rahmen von Due-Diligence-Prozessen. Von der Prüfung zu unterscheiden ist die Erstellung des Jahresabschlusses: Diese kann – etwa bei KG ohne eigene Buchhaltungsabteilung – durch einen Steuerberater erfolgen. Die Erstellung durch einen Steuerberater ist keine Prüfung im Sinne des § 316 HGB.

Praxis: Erstellung bei nicht prüfungspflichtigen KG

Für KG ohne Prüfungspflicht genügt ein ordnungsgemäß aufgestellter Jahresabschluss; ob dieser intern oder von einem Steuerberater erstellt wird, entscheidet die Gesellschaft. Mit OnlineBilanz.de erstellen Sie einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf; auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung.

Größenklasse Prüfungspflichtig nach § 316 HGB? Wer darf prüfen?
Kleine KG Nein (außer kapitalmarktorientiert) —
Mittelgroße KG Ja, wenn ohne natürliche Person als Vollhafter (§ 264a HGB) Wirtschaftsprüfer / vereid. Buchprüfer
Große KG (§ 267 HGB) Ja, wenn ohne natürliche Person als Vollhafter (§ 264a HGB) Nur Wirtschaftsprüfer
Kapitalmarktorientierte KG Ja (unabhängig von Größe) Nur Wirtschaftsprüfer

Steuerliche Besonderheiten bei der KG-Bilanz: Transparenzprinzip und Sonderbetriebsvermögen

Die KG ist steuerlich eine transparente Personengesellschaft. Das bedeutet: Die Gesellschaft selbst ist nicht körperschaftsteuerpflichtig, sondern der Gewinn wird den Gesellschaftern unmittelbar zugerechnet und bei diesen mit Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer belegt (§ 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG); Schuldnerin der Gewerbesteuer ist die KG selbst (§ 5 Abs. 1 Satz 3 GewStG). Die KG erstellt zwar eine einheitliche Handelsbilanz, für steuerliche Zwecke ist jedoch zusätzlich eine Steuerbilanz erforderlich, die ggf. von der Handelsbilanz abweicht.

Unterschied Handelsbilanz und Steuerbilanz

Die Handelsbilanz wird nach §§ 238 ff. HGB aufgestellt und dient der Information von Gesellschaftern, Gläubigern und (bei offenlegungspflichtigen KG) der Öffentlichkeit. Die Steuerbilanz hingegen ist Grundlage für die Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 EStG und muss den steuerlichen Vorschriften folgen. Abweichungen entstehen etwa durch:

  • Unterschiedliche Abschreibungsmethoden (handelsrechtlich vs. steuerlich)
  • Bilanzierungswahlrechte (z. B. Disagio, Rückstellungen)
  • Steuerliche Sonderposten oder Bewertungsvorgaben (§ 5 EStG, § 6 EStG)
  • Sonderbetriebsvermögen der Gesellschafter (siehe unten)

In der Praxis wird häufig die Handelsbilanz als Ausgangspunkt genommen und durch eine Überleitungsrechnung zur Steuerbilanz überführt. Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2012 beginnen, muss die Steuerbilanz elektronisch über die E-Bilanz an das Finanzamt übermittelt werden (§ 5b EStG).

Sonderbetriebsvermögen der Gesellschafter

Neben dem Gesamthandsvermögen der KG (das in der Gesellschaftsbilanz abgebildet wird) kann bei jedem Gesellschafter Sonderbetriebsvermögen entstehen. Das sind Wirtschaftsgüter, die im Eigentum des Gesellschafters stehen, aber betrieblich genutzt werden – etwa ein vom Gesellschafter privat erworbenes Grundstück, das er der KG zur Nutzung überlässt, oder ein Darlehen, das der Gesellschafter der KG gewährt.

Dieses Sonderbetriebsvermögen wird nicht in der Gesellschaftsbilanz, sondern in einer Sonderbilanz des jeweiligen Gesellschafters erfasst. Die Erträge und Aufwendungen aus dem Sonderbetriebsvermögen (z. B. Miete, Zinsen, Abschreibungen) fließen in die Gewinnermittlung des Gesellschafters ein und erhöhen oder mindern dessen steuerlichen Gewinnanteil.

Gesamthandsvermögen

Vermögen der KG, das in der Gesellschaftsbilanz ausgewiesen wird. Gehört allen Gesellschaftern gemeinschaftlich.

Sonderbetriebsvermögen

Wirtschaftsgüter im Eigentum des einzelnen Gesellschafters, die betrieblich genutzt werden. Werden in Sonderbilanzen erfasst.

E-Bilanz und elektronische Übermittlung

Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2012 beginnen, sind KG verpflichtet, ihre Steuerbilanz elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln (§ 5b EStG). Die E-Bilanz muss nach dem amtlich vorgeschriebenen Datensatz durch Datenfernübertragung übertragen werden (§ 51 Abs. 4 EStG). Das betrifft sowohl die Bilanz als auch die GuV. Die Übermittlung erfolgt über die ELSTER-Schnittstelle oder durch den Steuerberater.

Häufige Fehler bei der KG-Bilanz – und wie Sie sie vermeiden

Die Bilanzerstellung einer KG birgt zahlreiche Fallstricke, insbesondere wenn keine professionelle Beratung hinzugezogen wird. Viele Fehler sind vermeidbar, führen aber bei Aufdeckung – etwa im Rahmen einer Betriebsprüfung – zu erheblichen Nachforderungen, Zinsen und im Extremfall zu haftungsrechtlichen Konsequenzen. Nachfolgend eine Übersicht über die häufigsten Fehlerquellen.

Fehlerhafte Kapitalkontenführung

Die Kapitalkonten der Gesellschafter müssen laufend und sauber geführt werden – inklusive Einlagen, Entnahmen, Gewinn- und Verlustanteilen. Häufige Fehler sind:

  • Vermischung von festem und variablem Kapitalkonto ohne klare Trennung
  • Entnahmen werden nicht korrekt gebucht oder vergessen
  • Gewinnverteilung entspricht nicht dem Gesellschaftsvertrag
  • Hafteinlage des Kommanditisten nicht transparent ausgewiesen (Haftungsrisiko!)

Tipp: Führen Sie für jeden Gesellschafter ein Kapitalkonto I (fest) und ein Kapitalkonto II (variabel). Entnahmen sollten monatlich gebucht und zum Jahresende mit dem Gewinnanteil abgeglichen werden.

Sonderbetriebsvermögen nicht erfasst oder falsch bewertet

Überlässt ein Gesellschafter der KG ein Wirtschaftsgut (z. B. Immobilie, Fahrzeug, Darlehen), entsteht Sonderbetriebsvermögen. Wird dieses nicht in einer Sonderbilanz erfasst, fehlt ein Teil der steuerlichen Gewinnermittlung. Auch die Bewertung – etwa bei privat erworbenen, aber betrieblich genutzten Grundstücken – führt häufig zu Diskussionen mit dem Finanzamt.

Falsche oder unvollständige Abgrenzung

Rechnungsabgrenzungsposten (§ 250 HGB) sind erforderlich, wenn Ausgaben oder Einnahmen das kommende Geschäftsjahr betreffen. Klassische Beispiele: Miete im Voraus gezahlt, Versicherungsbeiträge, Lizenzen. Werden diese nicht periodengerecht abgegrenzt, wird der Gewinn verzerrt. Auch Rückstellungen für Jahresabschlusskosten, Urlaubsansprüche oder ausstehende Rechnungen werden häufig vergessen.

  • Kapitalkonten für jeden Gesellschafter sauber führen (Konto I + II)
  • Sonderbetriebsvermögen in Sonderbilanzen erfassen und bewerten
  • Rechnungsabgrenzung für Vorauszahlungen und periodenübergreifende Posten vornehmen
  • Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten bilden (z. B. Jahresabschlusskosten, ausstehende Rechnungen)
  • Vollständigkeit der Belege prüfen – fehlende Belege nachfordern oder schätzen
  • E-Bilanz fristgerecht und formal korrekt übermitteln (§ 5b EStG)
  • Offenlegungsfrist bei GmbH & Co. KG beachten (12 Monate nach Bilanzstichtag)

Fristversäumnis und fehlende Feststellung

Viele KG erstellen die Bilanz zwar rechtzeitig, vergessen aber die formale Feststellung durch Gesellschafterbeschluss. Ohne Feststellung ist der Jahresabschluss nicht rechtswirksam. Bei offenlegungspflichtigen KG kann das zur Fristversäumnis und zum Ordnungsgeld führen. Auch die E-Bilanz muss fristgerecht bis zur Abgabe der Steuererklärung (meist bis 31.07. des Folgejahres, bei Steuerberater-Mandaten bis 28.02. des übernächsten Jahres) eingereicht werden.

Vorsicht: Betriebsprüfung deckt Fehler oft Jahre später auf

Fehler in der Bilanzierung und Gewinnermittlung fallen häufig erst bei einer Betriebsprüfung auf – die oft mehrere Jahre zurückliegt. Dann drohen nicht nur Nachzahlungen, sondern auch Zinsen nach § 233a AO (0,15 % pro Monat). Wer unsicher ist, sollte frühzeitig einen Steuerberater hinzuziehen.

OnlineBilanz.de stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine KG freiwillig eine Bilanz aufstellen, auch wenn keine Buchführungspflicht besteht?

Die Frage stellt sich bei der KG praktisch nicht: Als Handelsgesellschaft ist sie stets buchführungs- und bilanzierungspflichtig (§§ 6, 238, 242 HGB). Eine freiwillige Bilanzierung kommt nur für Gesellschaften ohne Kaufmannseigenschaft, etwa eine GbR, in Betracht.

Was passiert, wenn die KG die Bilanz nicht fristgerecht aufstellt?

Eine verspätete Aufstellung oder Feststellung ist nicht unmittelbar mit Ordnungsgeld bedroht; versäumt eine offenlegungspflichtige KG dadurch die Offenlegungsfrist, setzt das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB von 2.500 bis 25.000 Euro fest. Zudem drohen steuerliche Konsequenzen wie Schätzungen durch das Finanzamt und mögliche Verzögerungen bei der Steuerfestsetzung.

Muss eine KG ohne persönlich haftende natürliche Person (z. B. GmbH & Co. KG) eine Bilanz offenlegen?

Ja, eine GmbH & Co. KG ist nach § 264a HGB grundsätzlich offenlegungspflichtig, da kein persönlich haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist. Die Offenlegung erfolgt unabhängig von der Größenklasse beim Unternehmensregister innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag.

Wie wirkt sich die Entnahme eines Kommanditisten auf die Bilanz aus?

Entnahmen eines Kommanditisten mindern dessen Kapitalkonto in der Bilanz. Sie werden im Eigenkapitalbereich unter dem jeweiligen Gesellschafterkonto erfasst. Übersteigen Entnahmen die Einlagen und Gewinnanteile, kann ein negatives Kapitalkonto entstehen, das gesondert ausgewiesen werden muss.

Welche Rolle spielt der Gesellschaftsvertrag bei der KG-Bilanzierung?

Der Gesellschaftsvertrag regelt die Gewinn- und Verlustverteilung, Entnahmerechte, Vergütungen und die Kapitalausstattung der Gesellschafter. Diese Vereinbarungen beeinflussen direkt die Eigenkapitaldarstellung und müssen bei der Bilanzerstellung beachtet werden. Fehlen vertragliche Regelungen, gelten die gesetzlichen Vorschriften des HGB.

Kann die KG eine E-Bilanz verwenden?

Ja, die KG ist nach § 5b EStG verpflichtet, ihre Steuerbilanz elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln (E-Bilanz). Die Übermittlung erfolgt im XBRL-Format über die ELSTER-Schnittstelle (ERiC) mittels geeigneter Software oder über den Steuerberater. Die E-Bilanz ersetzt jedoch nicht die handelsrechtliche Bilanz, die weiterhin nach HGB aufzustellen ist.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. OnlineBilanz stellt Software für einen KI-gestützten Jahresabschlussentwurf sowie die technische Datenübermittlung nach § 87d AO bereit; Prüfung, Entscheidung und Feststellung obliegen Ihnen. Auf Wunsch übernimmt gegen Aufpreis ein mit OnlineBilanz kooperierender Steuerberater Prüfung, Freigabe und Unterzeichnung in eigener beruflicher Verantwortung. Gesetzliche Grundlagen: § 238 HGB – Buchführungspflicht, § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses, § 267 HGB – Größenklassen, § 325 HGB – Offenlegung. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

Ben
Ben
KI-Assistenz
Kennenlerntermin15 Min · Raphael Diener