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12–19 Minuten

OnlineBilanzBlogEBIT Beispiel

EBIT Beispiel 2026: Berechnung & Praxis für GmbH

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Das EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) zeigt die operative Ertragskraft einer GmbH – unabhängig von Finanzierungs- und Steuereffekten. Für Geschäftsführer, Gesellschafter und Banken ist die Kennzahl zentral, um die wirtschaftliche Leistung zu beurteilen. Wer sich mit den Grundlagen der GmbH-Buchhaltung vertraut macht, kann die relevanten Daten aus der GuV präziser interpretieren. Dieser Artikel erklärt die Berechnung anhand konkreter Beispiele aus der GuV, zeigt Unterschiede zu EBITDA und typische Fehlerquellen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Das EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) zeigt das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Es wird aus der GuV berechnet, indem man vom Jahresüberschuss Steuern und Zinsen wieder hinzuaddiert. Die EBIT-Marge (EBIT / Umsatz) zeigt die Rentabilität und eignet sich für Vergleiche zwischen Unternehmen – unabhängig von deren Finanzierungs- und Steuerstruktur.

Was ist EBIT und warum ist es für GmbH-Geschäftsführer wichtig?

Das EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) bezeichnet das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und ist eine der wichtigsten Kennzahlen zur Beurteilung der operativen Ertragskraft eines Unternehmens. Anders als der Jahresüberschuss nach HGB zeigt das EBIT die Leistungsfähigkeit des Kerngeschäfts – unabhängig von der Finanzierungsstruktur (Fremd- vs. Eigenkapital) und der steuerlichen Situation.

Für GmbH-Geschäftsführer ist das EBIT besonders relevant, weil es die Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen ermöglicht – auch branchenübergreifend. Da Zinsen und Steuern herausgerechnet werden, lässt sich die operative Performance isoliert beurteilen. Das ist insbesondere bei Finanzierungsgesprächen, Rating-Verfahren und strategischen Entscheidungen von Bedeutung.

Praxishinweis

Das EBIT ist keine Pflichtangabe im HGB-Jahresabschluss, wird aber häufig in der Anlage zur Gewinn- und Verlustrechnung oder im Lagebericht ergänzend ausgewiesen. Banken und Investoren fordern es regelmäßig an.

EBIT im Unterschied zu anderen Kennzahlen

Kennzahl Was wird berücksichtigt? Verwendungszweck
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern Operative Ertragskraft, Unternehmensvergleich
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen Cashflow-Näherung, Investorenbewertung
EBT Ergebnis vor Steuern Beurteilung nach Finanzierungskosten
Jahresüberschuss Ergebnis nach Steuern Gesetzliche GuV-Position nach § 275 HGB

Wie berechnet man das EBIT aus der Gewinn- und Verlustrechnung?

Die Berechnung des EBIT erfolgt ausgehend vom Jahresüberschuss, der in der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB ausgewiesen wird. Das EBIT wird durch Hinzurechnung von Zinsen und Steuern ermittelt – hierzu zählen neben der Körperschaftsteuer auch die Gewerbesteuer mit ihrem Hebesatz. Je nach GuV-Gliederung (Gesamtkosten- oder Umsatzkostenverfahren) können die relevanten Positionen variieren.

Grundformel zur EBIT-Berechnung

Die allgemeine Formel lautet: EBIT = Jahresüberschuss + Zinsaufwendungen – Zinserträge + Steueraufwand

Alternativ kann das EBIT auch direkt aus der GuV abgeleitet werden, indem man das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (falls ausgewiesen) nimmt und das Finanzergebnis (Zinsen) wieder hinzurechnet.

Beispiel: EBIT-Berechnung nach GKV (§ 275 Abs. 2 HGB)

Position (GuV-Gliederung) Betrag (EUR)
1. Umsatzerlöse 500.000
2. Bestandsveränderungen 10.000
3. Materialaufwand −200.000
4. Personalaufwand −150.000
5. Abschreibungen −30.000
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen −50.000
= Betriebsergebnis (EBIT) 80.000
7. Zinserträge 2.000
8. Zinsaufwendungen −12.000
= EBT (Ergebnis vor Steuern) 70.000
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag −21.000
= Jahresüberschuss 49.000

In diesem Beispiel beträgt das EBIT 80.000 EUR. Alternativ lässt sich das EBIT vom Jahresüberschuss ausgehend hochrechnen: 49.000 EUR + 21.000 EUR (Steuern) + 12.000 EUR (Zinsaufwand) − 2.000 EUR (Zinsertrag) = 80.000 EUR. Der Jahresüberschuss selbst bildet dabei auch die Ausgangsgröße für den Ausweis des Bilanzgewinns, der nach Berücksichtigung von Rücklagen und Gewinnvorträgen in der Bilanz erscheint.

Praxisbeispiel: EBIT-Berechnung für eine mittelständische GmbH

Um die Berechnung des EBIT noch anschaulicher zu machen, betrachten wir eine mittelständische GmbH mit einem Bilanzstichtag zum 31.12.2025. Die Gesellschaft erstellt ihren Jahresabschluss nach § 264 HGB und legt ihn gemäß § 325 HGB im Unternehmensregister offen.

Ausgangsdaten der Muster-GmbH

Eckdaten

  • Größenklasse: mittelgroß (§ 267 Abs. 2 HGB)
  • Bilanzsumme: 8,5 Mio. EUR
  • Umsatzerlöse 2025: 12,3 Mio. EUR
  • Mitarbeiter: 85

GuV-Gliederung

  • Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB)
  • Jahresabschluss erstellt durch Steuerberater
  • Feststellung: 31.08.2026 (8 Monate nach Stichtag)
  • Offenlegung: bis 31.12.2026

GuV-Auszug und EBIT-Ermittlung (vereinfacht)

Position EUR
Umsatzerlöse 12.300.000
Bestandsveränderungen fertige/unfertige Erzeugnisse 50.000
Andere aktivierte Eigenleistungen 20.000
Sonstige betriebliche Erträge 180.000
Materialaufwand −6.200.000
Personalaufwand −4.100.000
Abschreibungen auf immaterielle VG und Sachanlagen −520.000
Sonstige betriebliche Aufwendungen −1.230.000
= Betriebsergebnis (EBIT) 500.000
Erträge aus Beteiligungen 15.000
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.000
Zinsen und ähnliche Aufwendungen −143.000
= EBT (Ergebnis vor Steuern) 380.000
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag −114.000
= Jahresüberschuss 266.000

Das EBIT beträgt 500.000 EUR. Dieses operative Ergebnis zeigt, dass die GmbH – vor Berücksichtigung der Finanzierungskosten und Steuern – eine solide Ertragskraft aufweist. Die EBIT-Marge beträgt ca. 4,1 % (500.000 EUR / 12.300.000 EUR).

In der Praxis fordern Banken bei Kreditgesprächen regelmäßig das EBIT an, um die Zins- und Tilgungsfähigkeit eines Unternehmens zu beurteilen. Eine EBIT-Marge von 4–6 % gilt für mittelständische Produktionsunternehmen als realistischer Richtwert – Dienstleister erzielen häufig höhere Werte. Wer verstehen möchte, wie sich solche Kennzahlen rechnerisch herleiten, findet in einem konkreten Praxisbeispiel zur Gewinnmarge eine nützliche Ergänzung.

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

EBIT-Marge: Wie interpretiert man die Kennzahl richtig?

Die EBIT-Marge setzt das EBIT ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen und wird in Prozent ausgedrückt. Sie ist eine zentrale Steuerungsgröße für die Unternehmensführung und ermöglicht Vergleiche mit Wettbewerbern, Branchendurchschnitten und eigenen Vorjahreswerten.

Formel: EBIT-Marge = (EBIT / Umsatzerlöse) × 100

Richtwerte nach Branchen (Stand 2026)

Branche Typische EBIT-Marge Anmerkung
Handel (Groß-/Einzelhandel) 2–4 % Niedrige Margen, hoher Umschlag
Produktion (Maschinenbau, Metall) 5–8 % Kapitalintensiv, zyklisch
Software & IT-Dienstleistungen 10–20 % Hohe Margen, geringe Materialkosten
Beratung, Steuerberatung 15–25 % Personalintensiv, geringe Fixkosten
Gastronomie 3–6 % Hoher Personaleinsatz, volatile Nachfrage

Eine EBIT-Marge unter 2 % deutet auf strukturelle Probleme hin – etwa zu hohe Fixkosten, mangelnde Preissetzungsmacht oder ineffiziente Prozesse. Eine Marge über 10 % signalisiert eine starke Marktposition oder Skaleneffekte.

Achtung bei einmaligen Effekten

Das EBIT kann durch außerordentliche Erträge oder Aufwendungen (z. B. Verkauf von Anlagevermögen, Restrukturierungskosten) verzerrt werden. Für die Trendanalyse sollte das bereinigte EBIT (adjusted EBIT) herangezogen werden.

EBIT-Marge im Zeitvergleich

Eine sinkende EBIT-Marge über mehrere Jahre kann auf steigende Kosten (Material, Personal), Preisdruck oder sinkende Auslastung hinweisen. GmbH-Geschäftsführer sollten die Entwicklung quartalsweise oder jährlich monitoren und mit den Planwerten abgleichen.

EBIT vs. EBITDA: Wo liegen die Unterschiede und wann nutzt man welche Kennzahl?

Neben dem EBIT wird häufig auch das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) verwendet. Der wesentliche Unterschied: Beim EBITDA werden zusätzlich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sowie gegebenenfalls Abschreibungen auf Finanzanlagen herausgerechnet.

Formel: EBITDA = EBIT + Abschreibungen

Vergleich EBIT und EBITDA

Kriterium EBIT EBITDA
Berücksichtigt Abschreibungen? Ja Nein
Näherung an Cashflow? Nein Ja (grobe Näherung)
Nutzung bei M&A-Bewertung Mittel Sehr häufig
Vergleichbarkeit kapitalintensiver Branchen Eingeschränkt Gut
Aussagekraft für operative Ertragskraft Hoch Eingeschränkt (da Abschreibungen ignoriert)

Das EBITDA wird vor allem von Investoren und bei Unternehmensbewertungen (z. B. Multiple-Verfahren) verwendet, weil es eine grobe Annäherung an den operativen Cashflow darstellt und unabhängig von der Abschreibungspolitik vergleichbar ist. Für die interne Steuerung ist das EBIT oft aussagekräftiger, da Abschreibungen reale Werteverzehre darstellen.

Beispiel: EBIT und EBITDA im Vergleich

80.000 €

EBIT

30.000 €

Abschreibungen

110.000 €

EBITDA

In diesem Beispiel liegt das EBITDA um 37,5 % über dem EBIT – ein typisches Bild für kapitalintensive Branchen mit hohen Abschreibungen (Maschinenbau, Logistik).

„Viele Mandanten fragen, welche Kennzahl ‚besser‘ ist. Die Antwort: Es kommt auf den Zweck an. Für Bankgespräche ist das EBIT oft wichtiger, für Investorenpräsentationen das EBITDA. Wir empfehlen, beide Kennzahlen im Management-Reporting auszuweisen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wie wird das EBIT in der Unternehmenssteuerung und im Controlling eingesetzt?

Das EBIT ist nicht nur eine Kennzahl für externe Adressaten (Banken, Investoren), sondern ein zentrales Steuerungsinstrument im operativen Controlling. GmbH-Geschäftsführer nutzen das EBIT, um die Profitabilität einzelner Geschäftsbereiche, Produkte oder Standorte zu bewerten – unabhängig von der Finanzierungs- und Steuerstruktur.

Einsatzbereiche des EBIT im Controlling

  • Segmentberichterstattung: Vergleich der operativen Performance einzelner Geschäftsbereiche oder Tochtergesellschaften
  • Plan-Ist-Vergleich: Abgleich des tatsächlichen EBIT mit der Budgetplanung (monatlich/quartalsweise)
  • Break-Even-Analyse: Ermittlung des Umsatzes, ab dem ein positives EBIT erreicht wird
  • Benchmarking: Vergleich mit Branchendurchschnitten oder Wettbewerbern (z. B. über Bundesbank-Statistiken)
  • Investitionsentscheidungen: Beurteilung der Rentabilität von Projekten oder Akquisitionen

EBIT-Planung und Forecast

Im Rahmen der integrierten Unternehmensplanung wird das EBIT top-down (ausgehend von strategischen Zielen) oder bottom-up (ausgehend von Kostenstellenplanung) geplant. Typische Planungshorizonte sind 12 Monate (Budgetjahr) sowie 3–5 Jahre (Mittelfristplanung).

Praxistipp

Viele mittelständische GmbHs arbeiten mit monatlichen EBIT-Forecasts, um frühzeitig Abweichungen zu erkennen. Software wie DATEV Mittelstand oder spezialisierte BI-Tools ermöglichen automatisierte Auswertungen aus der Finanzbuchhaltung.

EBIT-basierte Kennzahlen

Kennzahl Formel Bedeutung
EBIT-Marge (EBIT / Umsatz) × 100 Operative Rentabilität in %
Return on Capital Employed (ROCE) (EBIT / Capital Employed) × 100 Verzinsung des eingesetzten Kapitals
Zinsdeckungsgrad EBIT / Zinsaufwand Fähigkeit, Zinsen aus dem operativen Ergebnis zu decken
EBIT pro Mitarbeiter EBIT / Anzahl Mitarbeiter Produktivität und Effizienz

Ein Zinsdeckungsgrad von unter 2 gilt als kritisch – das EBIT deckt die Zinslast dann weniger als zweimal ab. Banken fordern häufig einen Mindestwert von 3 oder höher.

Muss das EBIT im HGB-Jahresabschluss ausgewiesen werden?

Das EBIT ist keine Pflichtposition in der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 HGB. Weder das Gesamtkostenverfahren (Abs. 2) noch das Umsatzkostenverfahren (Abs. 3) sehen eine explizite Zeile ‚EBIT‘ vor. Dennoch kann das EBIT freiwillig als Zwischensumme oder im Anhang bzw. Lagebericht ergänzend angegeben werden.

Rechtliche Grundlagen und Wahlrechte

Nach § 265 Abs. 5 HGB dürfen in der GuV zusätzliche Posten aufgenommen werden, sofern ihr Inhalt nicht von einem vorgeschriebenen Posten gedeckt wird. Das EBIT kann daher problemlos als Zwischensumme eingefügt werden, z. B. zwischen dem Betriebsergebnis und dem Finanzergebnis.

Kapitalmarktorientierte Unternehmen (die nach IFRS bilanzieren) sind verpflichtet, das EBIT bzw. das Operating Profit auszuweisen. Für GmbHs, die nach HGB bilanzieren, besteht diese Pflicht nicht – die freiwillige Angabe erhöht jedoch die Transparenz für Stakeholder.

Ausweis im Anhang oder Lagebericht

Mittelgroße und große GmbHs (§ 267 Abs. 2 und 3 HGB) sind zur Aufstellung eines Lageberichts gemäß § 289 HGB verpflichtet. Im Lagebericht werden häufig ergänzende Kennzahlen – darunter EBIT und EBITDA – dargestellt, um die wirtschaftliche Lage und Ertragsentwicklung zu erläutern.

  • EBIT ist keine Pflichtangabe in der GuV nach § 275 HGB
  • Freiwilliger Ausweis als Zwischensumme ist nach § 265 Abs. 5 HGB zulässig
  • Empfehlenswert bei Bankfinanzierungen, Rating-Verfahren oder Investorenkommunikation
  • Im Lagebericht (§ 289 HGB) können EBIT und EBITDA zur Erläuterung der Ertragslage angegeben werden
  • Steuerberater sollten die Angabe mit dem Mandanten abstimmen

„Wir empfehlen unseren Mandanten, das EBIT zumindest intern zu ermitteln – selbst wenn es nicht im veröffentlichten Jahresabschluss erscheint. Für Bankgespräche und strategische Planung ist es unverzichtbar.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Häufige Fehler bei der EBIT-Berechnung und wie man sie vermeidet

Obwohl die EBIT-Berechnung im Grundsatz einfach erscheint, schleichen sich in der Praxis immer wieder Fehler ein – insbesondere bei der Zuordnung von Positionen oder bei der Bereinigung um Sondereffekte. Nachfolgend die häufigsten Stolpersteine und wie Sie diese vermeiden.

Fehler 1: Falsche Abgrenzung von Zinsen

Nicht alle Finanzaufwendungen sind Zinsen im engeren Sinne. Zinsähnliche Aufwendungen (z. B. Diskont auf Rückstellungen nach § 253 Abs. 2 HGB, Währungsverluste) sollten kritisch geprüft werden. Für eine saubere EBIT-Berechnung werden nur tatsächliche Fremdkapitalzinsen herausgerechnet.

Fehler 2: Steueraufwand unvollständig erfasst

Der Steueraufwand umfasst nicht nur die Körperschaftsteuer, sondern auch Gewerbesteuer und gegebenenfalls latente Steuern (§ 274 HGB). Alle diese Positionen müssen zum Jahresüberschuss hinzugerechnet werden, um das EBIT korrekt zu ermitteln.

Fehler 3: Außerordentliche Erträge/Aufwendungen nicht bereinigt

Einmalige Effekte – etwa der Verkauf einer Immobilie, Restrukturierungsaufwendungen oder außerordentliche Wertberichtigungen – verzerren das EBIT. Für die Trendanalyse sollte ein bereinigtes EBIT (adjusted EBIT) berechnet werden, das diese Sondereffekte eliminiert.

Vorsicht bei Beteiligungserträgen

Erträge aus Beteiligungen (§ 275 Abs. 2 Nr. 9 HGB) gehören zum Finanzergebnis und nicht zum operativen Ergebnis. Sie sollten beim EBIT nicht berücksichtigt werden – es sei denn, die Beteiligung ist Teil des Kerngeschäfts (z. B. Holding).

Fehler 4: Verwechslung von EBIT und EBITDA

In der Praxis werden die Begriffe manchmal synonym verwendet – das ist jedoch falsch. Das EBITDA liegt stets über dem EBIT (sofern Abschreibungen vorhanden sind). Achten Sie darauf, in Berichten und Präsentationen klar zu kennzeichnen, welche Kennzahl gemeint ist.

Checkliste: So vermeiden Sie Rechenfehler

  • GuV-Positionen exakt nach § 275 HGB zuordnen
  • Nur tatsächliche Zinsen (keine zinsähnlichen Aufwendungen) herausrechnen
  • Gesamten Steueraufwand (inkl. Gewerbesteuer, latente Steuern) erfassen
  • Einmalige/außerordentliche Effekte dokumentieren und ggf. bereinigen
  • Beteiligungserträge kritisch prüfen (operative vs. Finanzergebnis)
  • EBIT und EBITDA klar unterscheiden und separat ausweisen

Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt – etwa über digitale Plattformen wie OnlineBilanz.de –, profitiert von der fachlichen Prüfung und kann sicherstellen, dass EBIT und andere Kennzahlen korrekt ermittelt werden.

Häufig gestellte Fragen

Kann das EBIT negativ sein und was bedeutet das für die GmbH?

Ja, ein negatives EBIT bedeutet, dass die operative Tätigkeit Verluste erwirtschaftet – vor Berücksichtigung von Zinsen und Steuern. Dies ist ein deutliches Warnsignal für die Ertragskraft. Geschäftsführer sollten dann rasch operative Maßnahmen prüfen: Kostensenkung, Preisanpassung oder Geschäftsmodell-Optimierung. Banken und Investoren bewerten ein negatives EBIT kritisch, da es die Fähigkeit zur Schuldentilgung und Eigenkapitalbildung einschränkt.

Welche EBIT-Marge gilt als gut für eine GmbH?

Die Beurteilung hängt stark von der Branche ab. Im Handel gelten 3–5 % oft als solide, im Maschinenbau oder in der IT können 10–15 % üblich sein. Wichtig ist der Vergleich mit Wettbewerbern und der Trend über mehrere Jahre. Eine steigende EBIT-Marge zeigt Effizienzgewinne oder Preissetzungsmacht, eine sinkende deutet auf Margendruck oder steigende Kosten hin. Absolute Benchmarks sind weniger aussagekräftig als die branchenspezifische Einordnung.

Muss ich als Geschäftsführer das EBIT in der GuV nach HGB ausweisen?

Nein, das HGB schreibt keinen expliziten Ausweis des EBIT in der GuV vor. Die Gliederung nach § 275 HGB endet beim Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag. Das EBIT ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die aus den GuV-Posten abgeleitet wird – vor allem für interne Steuerung, Bankgespräche und Management-Reports. Im Anhang oder Lagebericht kann das EBIT freiwillig erläutert werden, insbesondere bei größeren GmbH oder kapitalmarktorientierten Unternehmen.

Wie wirken sich außerordentliche Erträge oder Aufwendungen auf das EBIT aus?

Grundsätzlich fließen außerordentliche Posten ins EBIT ein, da sie vor Zinsen und Steuern liegen. Für Analyse und Controlling empfiehlt es sich jedoch, ein bereinigtes EBIT zu berechnen: Man eliminiert einmalige, nicht operative Effekte wie Verkaufsgewinne, Restrukturierungskosten oder Abschreibungen auf Firmenwerte. So entsteht eine vergleichbare, nachhaltige Ertragskennzahl. In Management-Reports sollte man beide Werte ausweisen: EBIT reported und EBIT adjusted.

Kann ich das EBIT auch für Einzelunternehmen und Personengesellschaften nutzen?

Ja, die Logik des EBIT gilt grundsätzlich auch für Einzelunternehmen, GbR oder OHG. Allerdings sind dort Unternehmerlohn und Eigenkapitalverzinsung oft nicht klar abgegrenzt, was die Vergleichbarkeit erschwert. Bei Personengesellschaften wird ein kalkulatorischer Unternehmerlohn häufig als Betriebsausgabe behandelt, um die operative Leistung besser zu messen. Für interne Steuerung ist das EBIT auch hier sinnvoll, für externe Benchmarks sollte man auf die Besonderheiten der Rechtsform achten.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 275 HGB – Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung, § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses, § 289 HGB – Lagebericht. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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