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Passiva Mittelherkunft · "Wem gehört es?"
A. Eigenkapital
Stammkapital25.000 €
Gewinnrücklagen156.200 €
Jahresüberschuss184.320 €
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Lesedauer

12–19 Minuten

OnlineBilanzBlogFlug steuerlich absetzbar

Flug steuerlich absetzbar 2026: Ratgeber & Praxis-Tipps

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Geschäftsreisen per Flugzeug gehören für viele Unternehmen zum Alltag – doch auch andere Verkehrsmittel spielen bei der steuerlichen Planung eine Rolle. So stellt sich neben der Frage, wann ein Flug steuerlich absetzbar ist und welche Nachweise dafür benötigt werden, für viele Reisende auch die Frage nach der steuerlichen Behandlung der BahnCard. Dieser Ratgeber konzentriert sich auf Flugkosten 2026: Er erklärt, wie Sie diese korrekt als Betriebsausgabe buchen, welche Flugklasse als angemessen gilt und worauf das Finanzamt bei internationalen Flugreisen achtet.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Ein Flug ist steuerlich absetzbar, wenn er ausschließlich oder überwiegend betrieblich veranlasst ist. Die Kosten werden als Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 4 EStG) oder Werbungskosten (§ 9 EStG) anerkannt. Voraussetzungen sind ein klar erkennbarer betrieblicher Anlass, eine vollständige Dokumentation – etwa Bordkarte und Rechnung – sowie die Angemessenheit der gewählten Flugklasse. Ähnliche Anforderungen gelten übrigens auch für geschäftliche Bewirtungskosten absetzen: Auch dort verlangt das Finanzamt einen nachgewiesenen betrieblichen Anlass und lückenlose Belege. Bei internationalen Flugreisen kann darüber hinaus unter bestimmten Voraussetzungen auch Vorsteuer abgezogen werden.

Wann ist ein Flug steuerlich absetzbar?

Ein Flug ist steuerlich absetzbar, wenn er betrieblich veranlasst ist. Dies ist der Fall, wenn die Reise ausschließlich oder nahezu ausschließlich der Erzielung von Betriebseinnahmen dient. Die betriebliche Veranlassung muss durch Nachweise wie Einladungen, Terminbestätigungen, Protokolle oder Geschäftskorrespondenz belegt werden können. Reine Privatreisen sind dagegen nicht abzugsfähig, auch wenn am Rande einzelne geschäftliche Termine wahrgenommen werden.

Als Geschäftsführer einer UG gelten grundsätzlich alle Reisen als betrieblich, die im Interesse der Gesellschaft unternommen werden. Dazu zählen unter anderem Kundenbesuche, Messeteilnahmen, Lieferantengespräche, Weiterbildungsveranstaltungen oder Dienstreisen zu Niederlassungen. Entscheidend ist, dass die Reise objektiv erforderlich und dem Grunde nach nachvollziehbar ist. Eine Vermischung mit privaten Motiven führt zur Aufteilung oder vollständigen Nichtabzugsfähigkeit.

Praxis-Hinweis: Dokumentationspflicht

Halten Sie bereits vor Reiseantritt fest, welchen geschäftlichen Zweck die Reise verfolgt. Eine Einladung zum Kundengespräch, ein Messeprogramm oder eine schriftliche Begründung im Reisekostenantrag schaffen belastbare Nachweise. Das Finanzamt prüft im Zweifel die betriebliche Veranlassung — besonders bei Reisen in touristische Regionen.

Abgrenzung zu privat veranlassten Reisen

Sobald eine Reise auch private Zwecke verfolgt, ist eine Aufteilung erforderlich. Verlängern Sie beispielsweise eine Geschäftsreise um ein Wochenende zu touristischen Zwecken, sind nur die Kosten für die geschäftlich notwendigen Tage abzugsfähig. Bei Flügen ist die Aufteilung nach Tagen oder nach dem Verhältnis der Aufenthaltsdauer üblich. Die Beweislast für die betriebliche Veranlassung trägt die Gesellschaft.

Flugkosten als Betriebsausgabe buchen

Flugkosten, die betrieblich veranlasst sind, werden als Reisekosten bzw. Fahrtkosten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sie mindern den steuerlichen Gewinn der UG und damit die Körperschaftsteuer. Üblicherweise erfolgt die Buchung auf das Konto SKR 03: 4650 (Reisekosten Arbeitnehmer) oder 4670 (Reisekosten Unternehmer), je nachdem, ob der Geschäftsführer angestellt ist oder als Gesellschafter-Geschäftsführer reist.

Die Vorsteuer aus dem Flugticket ist abzugsfähig, sofern eine ordnungsgemäße Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer vorliegt. Dies ist bei Flügen innerhalb der EU in der Regel der Fall. Bei außereuropäischen Flügen oder wenn die Rechnung keine Umsatzsteuer ausweist, entfällt der Vorsteuerabzug. Achten Sie darauf, dass die Rechnung auf die Gesellschaft, nicht auf Sie persönlich ausgestellt ist.

Erforderliche Belege und Nachweise

  • Rechnung oder Ticket mit ausgewiesenem Flugpreis, Steuern und Gebühren
  • Buchungsbestätigung mit Datum, Strecke und Passagiername
  • Nachweis der betrieblichen Veranlassung (Einladung, Gesprächsprotokoll, Messeticket)
  • Reisekostenabrechnung mit Angabe von Zweck, Dauer und Ziel der Reise
  • Bei Auslandsreisen: Belege über weitere Aufwendungen (Hotel, Verpflegung, Transfer)

Achtung: Privatanteil bei Mischreisen

Kombinieren Sie geschäftliche und private Reiseziele oder -tage, ist eine sachgerechte Aufteilung der Flugkosten zwingend erforderlich. Das Finanzamt akzeptiert keine pauschale Vollabsetzung, wenn auch private Motive erkennbar sind. Dokumentieren Sie die Aufteilung transparent und nachvollziehbar in der Reisekostenabrechnung.

Welche Flugklasse ist steuerlich angemessen?

Das Steuerrecht verlangt, dass Betriebsausgaben angemessen sein müssen, um in voller Höhe abzugsfähig zu sein. Bei Flügen gilt die Economy-Klasse als uneingeschränkt angemessen. Business- oder First-Class-Flüge können steuerlich anerkannt werden, wenn besondere betriebliche Gründe vorliegen: sehr lange Flugstrecken (Interkontinentalflüge), kurze Regenerationszeiten vor wichtigen Terminen oder gesundheitliche Einschränkungen.

Fehlt eine nachvollziehbare betriebliche Begründung, kann das Finanzamt den Abzug auf die Kosten der Economy-Klasse kürzen. Die Differenz wird als verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) behandelt, wenn Sie gleichzeitig Gesellschafter der UG sind. Dies führt zu einer nachträglichen Versteuerung auf Gesellschafterebene und einer Gewinnerhöhung auf Ebene der UG.

„Bei Langstreckenflügen über acht Stunden und unmittelbar anschließenden Verhandlungsterminen erkennt das Finanzamt Business-Class-Flüge in der Regel als angemessen an. Dokumentieren Sie die Begründung bereits bei Buchung — das erleichtert die Prüfung im Jahresabschluss erheblich.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Kriterien für die Angemessenheit

  • Flugdauer und Zeitverschiebung (ab ca. 6–8 Stunden gilt Business-Class oft als vertretbar)
  • Zeitdruck und Terminlage direkt nach Ankunft
  • Gesundheitliche Gründe (ärztliches Attest erforderlich)
  • Branchenüblichkeit und Größe der Gesellschaft (bei größeren Unternehmen wird mehr akzeptiert)
  • Verfügbarkeit von Economy-Tickets zum Buchungszeitpunkt

Reisekostenrecht und Verpflegungspauschalen bei Flugreisen

Neben den reinen Flugkosten können Sie als Geschäftsführer auch Verpflegungsmehraufwendungen geltend machen, wenn die Reise mehr als acht Stunden dauert und Sie auswärts tätig sind. Die Pauschalen sind gesetzlich in § 9 Abs. 4a EStG geregelt und betragen 2026 für Inlandsreisen 14 Euro (8–24 Stunden) bzw. 28 Euro (über 24 Stunden, pro Kalendertag). An- und Abreisetag werden jeweils mit 14 Euro angesetzt.

Bei Auslandsreisen gelten länderspezifische Pauschalen, die vom Bundesfinanzministerium jährlich veröffentlicht werden. Diese liegen meist deutlich über den Inlandspauschalen. Wichtig: Werden Mahlzeiten vom Geschäftspartner oder Hotel gestellt, müssen die Pauschalen anteilig gekürzt werden (Frühstück 20 %, Mittag- und Abendessen je 40 % der Tagespauschale).

Übernachtungskosten und Hotelrechnungen

Übernachtungskosten sind in tatsächlicher Höhe abzugsfähig, sofern sie angemessen sind. Eine Rechnung mit ausgewiesenem Übernachtungspreis ist zwingend erforderlich. Auch hier gilt: Luxushotels oder unangemessen hohe Preise können vom Finanzamt gekürzt werden. Die Vorsteuer aus der Hotelrechnung kann abgezogen werden, wenn die Rechnung den Anforderungen des § 14 UStG entspricht.

Reisedauer Verpflegungspauschale Inland Beispiel
8 bis 24 Stunden 14 Euro Eintägige Messereise mit Flug hin und zurück
Über 24 Stunden (pro Tag) 28 Euro Mehrtägige Geschäftsreise, volle Tage
An- und Abreisetag Je 14 Euro Erster und letzter Tag einer mehrtägigen Reise

Hinweis: Kürzung bei gestellten Mahlzeiten

Ist im Flugticket eine Mahlzeit enthalten oder wird im Hotel Frühstück gestellt, müssen Sie die Verpflegungspauschale entsprechend kürzen. Dokumentieren Sie, welche Mahlzeiten gestellt wurden, um Rückfragen bei der Buchhaltung oder Betriebsprüfung zu vermeiden.

Besonderheiten für Geschäftsführer einer UG

Als Geschäftsführer einer UG befinden Sie sich häufig in einer Doppelrolle: Sie sind zugleich Organ der Gesellschaft und gegebenenfalls auch Gesellschafter. Diese Konstellation hat steuerliche Besonderheiten bei der Abrechnung von Reisekosten. Sind Sie angestellter Geschäftsführer ohne Beteiligung, gelten die allgemeinen Reisekostenregelungen für Arbeitnehmer. Bei Gesellschafter-Geschäftsführern ist besondere Vorsicht geboten, da unangemessene Aufwendungen als verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) qualifiziert werden können.

Verdeckte Gewinnausschüttungen entstehen, wenn die UG Ihnen Vorteile zuwendet, die ein ordentlicher und gewissenhafter Geschäftsleiter einem Fremdgeschäftsführer nicht gewährt hätte (Fremdvergleich). Dazu zählen unangemessen hohe Flugkosten, private Reiseanteile oder fehlende Nachweise. Die Folge: Die vGA erhöht den steuerpflichtigen Gewinn der UG, unterliegt auf Ihrer Ebene der Kapitalertragsteuer (25 % zzgl. Soli) und wird vom Finanzamt nachversteuert.

Gesellschafter-Geschäftsführer: Fremdvergleich beachten

  • Flugkosten müssen betrieblich veranlasst und angemessen sein (Fremdvergleich)
  • Reisekostenabrechnungen sollten wie bei einem fremden Dritten dokumentiert werden
  • Keine überhöhten Verpflegungspauschalen oder Spesenabrechnungen ohne Beleg
  • Bei Mischreisen strikte Trennung zwischen betrieblichem und privatem Anteil
  • Gesellschafterbeschlüsse über Reisekostenregelungen empfehlenswert (erhöht Rechtssicherheit)

„In der Praxis sehen wir oft, dass Gesellschafter-Geschäftsführer die Dokumentation von Reisekosten unterschätzen. Eine klare, schriftliche Reisekostenrichtlinie und saubere Belege sind das beste Mittel, um verdeckte Gewinnausschüttungen zu vermeiden und im Fall einer Betriebsprüfung abgesichert zu sein.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Achtung: Verdeckte Gewinnausschüttung

Unangemessene Flugkosten oder nicht belegte Reisezwecke führen bei Gesellschafter-Geschäftsführern regelmäßig zu verdeckten Gewinnausschüttungen. Diese werden doppelt besteuert: einmal auf Ebene der UG (Gewinnerhöhung) und einmal bei Ihnen persönlich (Kapitalertragsteuer). Halten Sie daher alle Nachweise sorgfältig bereit.

Internationale Flugreisen und Vorsteuerabzug

Bei Flügen ins Ausland gelten besondere umsatzsteuerliche Regelungen. Innerhalb der EU sind Flugtickets in der Regel mit Umsatzsteuer des jeweiligen Landes belegt, sodass ein Vorsteuerabzug nach § 15 UStG grundsätzlich möglich ist. Voraussetzung ist eine ordnungsgemäße Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer und die Zuordnung zum Unternehmen. Bei Flügen in Drittstaaten außerhalb der EU entfällt häufig die Umsatzsteuer, entsprechend ist kein Vorsteuerabzug möglich.

Wird die Rechnung von einer ausländischen Fluggesellschaft ausgestellt, prüfen Sie, ob die Umsatzsteuer korrekt ausgewiesen ist und ob die Rechnung auf die UG lautet. Bei fehlerhaften Rechnungen kann der Vorsteuerabzug versagt werden. Buchen Sie über Reisebüros oder Online-Portale, achten Sie darauf, dass die Rechnung nicht als Kleinbetragsrechnung ausgestellt wird, wenn der Betrag über 250 Euro liegt — sonst fehlen notwendige Pflichtangaben.

Reverse-Charge bei ausländischen Dienstleistern

In bestimmten Fällen kann bei Flugbuchungen über ausländische Vermittler oder Portale das Reverse-Charge-Verfahren nach § 13b UStG zur Anwendung kommen. Dann weist der Leistende keine Umsatzsteuer aus, und die UG muss die Umsatzsteuer selbst berechnen, in der Umsatzsteuervoranmeldung anmelden und kann sie gleichzeitig als Vorsteuer abziehen (Neutralität). Dies ist insbesondere bei sonstigen Leistungen im B2B-Bereich relevant. Prüfen Sie Rechnungen daher sorgfältig.

Flüge innerhalb der EU

In der Regel mit Umsatzsteuer des Abfluglands. Vorsteuerabzug möglich bei ordnungsgemäßer Rechnung auf die UG.

Flüge in Drittstaaten

Oft ohne Umsatzsteuer. Kein Vorsteuerabzug möglich. Kosten bleiben als Betriebsausgabe voll abzugsfähig.

Tipp: Rechnungen prüfen und zentral archivieren

Fordern Sie bei jeder Flugbuchung eine vollständige Rechnung an — nicht nur die Buchungsbestätigung. Achten Sie auf Ihren Firmennamen, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und korrekten Ausweis der Umsatzsteuer. Archivieren Sie alle Belege digital und revisionssicher, um im Fall einer Betriebsprüfung schnell Nachweise vorlegen zu können.

Häufige Fehler bei der Absetzung von Flugkosten

In der Praxis zeigen sich bei Betriebsprüfungen immer wieder typische Fehlerquellen im Zusammenhang mit Flugkosten. Besonders häufig sind fehlende oder unvollständige Nachweise über die betriebliche Veranlassung. Wird ein Flug zu einer Messe oder einem Kundentermin nicht durch Einladung, Messeticket oder Gesprächsprotokoll belegt, kann das Finanzamt den Abzug vollständig versagen. Auch die Vermischung von geschäftlichen und privaten Reisezwecken führt regelmäßig zu Nachforderungen.

Ein weiterer häufiger Fehler: Die Rechnung lautet auf den Namen des Geschäftsführers privat, nicht auf die UG. In diesem Fall ist weder der Vorsteuerabzug noch die Anerkennung als Betriebsausgabe möglich. Achten Sie daher bereits bei der Buchung darauf, dass die Rechnung korrekt auf die Gesellschaft ausgestellt wird. Bei Online-Buchungen ist die Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer hilfreich.

Typische Prüfungsschwerpunkte des Finanzamts

  • Betriebliche Veranlassung: Liegt ein konkreter Anlass vor?
  • Angemessenheit der Kosten: Ist die Flugklasse nachvollziehbar?
  • Private Mitveranlassung: Wurde eine Aufteilung vorgenommen?
  • Ordnungsgemäße Rechnung: Name der UG, Umsatzsteuer, Leistungsbeschreibung?
  • Dokumentation: Reisekostenabrechnung, Belege, Protokolle vorhanden?
  • Gesellschafter-Geschäftsführer: Fremdvergleich eingehalten?

Vorsicht: Fehlende Belege gefährden Betriebsausgabenabzug

Ohne ordnungsgemäße Rechnung und Nachweis der betrieblichen Veranlassung kann das Finanzamt den Abzug der Flugkosten vollständig streichen. Dies führt zu einer Gewinnerhöhung und Nachzahlung von Körperschaftsteuer. Investieren Sie daher in eine saubere Reisekostenverwaltung — das zahlt sich im Prüfungsfall aus.

Viele Geschäftsführer unterschätzen den Aufwand einer ordnungsgemäßen Reisekostenabrechnung und Belegverwaltung. Wer den Jahresabschluss und die laufende Buchhaltung durch einen Steuerberater begleiten lässt, profitiert von einer fachgerechten Prüfung bereits im laufenden Jahr. Auf OnlineBilanz.de erhalten Sie digitale Steuerberater-Leistungen mit Festpreisen und Unterstützung bei der Einrichtung einer rechtssicheren Reisekostenverwaltung.

Praxis-Tipps: So organisieren Sie Ihr Reisekostenmanagement

Ein strukturiertes Reisekostenmanagement spart Zeit, vermeidet Fehler und schafft Rechtssicherheit. Definieren Sie intern klare Regeln, wann Flüge in welcher Klasse gebucht werden dürfen, welche Belege erforderlich sind und wie die Abrechnung erfolgt. Eine schriftliche Reisekostenrichtlinie, die alle Beteiligten kennen, ist besonders für Gesellschafter-Geschäftsführer empfehlenswert, um den Fremdvergleich zu dokumentieren.

Nutzen Sie digitale Tools zur Erfassung von Belegen und zur Reisekostenabrechnung. Fotografieren Sie Rechnungen direkt nach Erhalt ab, speichern Sie sie in einer Cloud oder einem Buchhaltungssystem und erfassen Sie Reisedaten zeitnah. So vermeiden Sie, dass Belege verloren gehen oder die Erinnerung an den Reisezweck verblasst. Viele moderne Buchhaltungssoftware-Lösungen bieten Schnittstellen zur automatischen Übernahme von Reisedaten.

Checkliste für jede Geschäftsreise

  • Vor der Reise: Zweck schriftlich festhalten, Einladung/Terminbestätigung einholen
  • Bei Buchung: Rechnung auf die UG ausstellen lassen, USt-ID angeben
  • Während der Reise: Alle Belege sammeln (Flug, Hotel, Taxi, Verpflegung)
  • Nach der Reise: Reisekostenabrechnung erstellen, Zweck dokumentieren
  • Archivierung: Belege digital und revisionssicher speichern (GoBD-konform)
  • Bei Mischreisen: Private Anteile herausrechnen und dokumentieren

„Eine saubere Reisekostenabrechnung beginnt mit der Vorbereitung. Wer bereits vor der Reise den Zweck dokumentiert und eine Struktur für die Belegsammlung hat, erspart sich im Jahresabschluss viel Arbeit. Unsere Steuerberater prüfen die Reisekosten dann nur noch formal — das beschleunigt den gesamten Abschlussprozess.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Software und Tools für die Reisekostenverwaltung

Es gibt zahlreiche spezialisierte Tools für Reisekostenmanagement, die Belege per App erfassen, Kilometergeld berechnen und automatisch Verpflegungspauschalen anwenden. Diese lassen sich oft mit DATEV, lexoffice oder anderen Buchhaltungsprogrammen verbinden. Auch einfache Excel-Vorlagen oder strukturierte Cloud-Ordner können genügen, solange die GoBD-Anforderungen an die Unveränderbarkeit und Nachvollziehbarkeit gewahrt bleiben.

Hinweis: GoBD-konforme Archivierung

Digitale Belege müssen nach den Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form (GoBD) unveränderbar und maschinell auswertbar archiviert werden. Eine einfache Ablage in einem Ordner ohne Versionskontrolle genügt nicht. Nutzen Sie geeignete Systeme oder lassen Sie sich von Ihrem Steuerberater beraten.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich auch Flüge für Fortbildungen steuerlich absetzen?

Ja, Flüge zu beruflichen Fortbildungsveranstaltungen sind als Werbungskosten (Arbeitnehmer) oder Betriebsausgaben (Selbstständige) absetzbar, sofern die Fortbildung in unmittelbarem Zusammenhang mit Ihrer aktuellen beruflichen Tätigkeit steht. Reine Privatreisen oder Erststudium sind nicht absetzbar.

Was ist bei Bonusmeilen und Vielfliegerprogrammen zu beachten?

Bonusmeilen aus betrieblich veranlassten Flügen, die privat eingelöst werden, stellen grundsätzlich einen geldwerten Vorteil dar. In der Praxis verzichtet die Finanzverwaltung jedoch häufig auf die Versteuerung, solange die Meilen nicht systematisch monetarisiert werden. Eine klare Dokumentation ist empfehlenswert.

Sind Stornokosten und Umbuchungsgebühren absetzbar?

Ja, Stornokosten und Umbuchungsgebühren sind steuerlich absetzbar, sofern die ursprüngliche Reise betrieblich veranlasst war und die Stornierung aus betrieblichen Gründen erfolgte. Bei privat veranlassten Stornierungen (z. B. Erkrankung ohne Bezug zum Betrieb) können die Kosten nicht geltend gemacht werden.

Wie behandle ich Flüge, die teilweise privat und teilweise geschäftlich genutzt werden?

Bei gemischt veranlassten Reisen muss eine Aufteilung nach objektiven Kriterien erfolgen. Steuerlich anerkannt wird nur der betriebliche Anteil. Liegt der betriebliche Anteil unter 10 %, erkennt das Finanzamt die Reise in der Regel als rein privat an. Eine detaillierte Reisekostenabrechnung mit Nachweis der geschäftlichen Termine ist erforderlich.

Kann ich CO₂-Kompensationszahlungen für Geschäftsflüge absetzen?

Ja, freiwillige CO₂-Kompensationszahlungen im Zusammenhang mit Geschäftsflügen können als Betriebsausgaben abgesetzt werden, sofern sie im betrieblichen Interesse liegen (z. B. im Rahmen einer Nachhaltigkeitsstrategie). Die Zahlungen müssen dokumentiert und dem jeweiligen Flug zugeordnet werden können.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Einkommensteuergesetz (EStG), Umsatzsteuergesetz (UStG), Bundesministerium der Finanzen (BMF). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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