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Lesedauer

16–25 Minuten

OnlineBilanzBlogBewirtungskosten absetzbar

Bewirtungskosten steuerlich absetzbar 2026

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Bewirtungskosten gehören zu den klassischen Betriebsausgaben – doch nur bei korrekter Dokumentation und unter Beachtung der 70-Prozent-Regelung sind sie steuerlich absetzbar. Dieser Artikel erläutert die gesetzlichen Vorgaben nach § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG, die formalen Anforderungen an Belege und die buchungstechnische Behandlung im Jahresabschluss 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Bewirtungskosten sind zu 70 Prozent steuerlich absetzbar, wenn sie beruflich oder betrieblich veranlasst sind und ordnungsgemäß dokumentiert werden. Voraussetzung ist ein maschineller Beleg mit allen Pflichtangaben sowie ein vollständig ausgefüllter Bewirtungsbeleg mit Anlass, Teilnehmern und Unterschrift. Die nicht abzugsfähigen 30 Prozent müssen steuerlich hinzugerechnet werden und wirken sich auf den Jahresabschluss und die Steuererklärung aus.

Was sind Bewirtungskosten und wann sind sie steuerlich absetzbar?

Bewirtungskosten sind Aufwendungen, die einem Unternehmen entstehen, wenn Geschäftspartner, Kunden oder Mitarbeiter im geschäftlichen Interesse bewirtet werden. Die steuerliche Anerkennung dieser Kosten setzt voraus, dass die Bewirtung einen klaren betrieblichen Anlass hat und ordnungsgemäß dokumentiert wird. Nicht alle Bewirtungen sind automatisch absetzbar – der Gesetzgeber unterscheidet streng zwischen geschäftlicher und privater Veranlassung.

Nach § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG sind Bewirtungskosten grundsätzlich nur zu 70 % als Betriebsausgaben abzugsfähig. Die übrigen 30 % gelten als nicht abzugsfähig und müssen dem Gewinn wieder hinzugerechnet werden. Diese Regelung gilt für alle Bewirtungen aus geschäftlichem Anlass. Voraussetzung für die Anerkennung ist, dass die Bewirtung betrieblich veranlasst ist und die formalen Anforderungen an die Dokumentation erfüllt werden.

Typische betriebliche Anlässe für Bewirtungen

  • Bewirtung von Geschäftspartnern, Kunden oder Lieferanten zur Pflege bestehender oder Anbahnung neuer Geschäftsbeziehungen
  • Geschäftsessen während Vertragsverhandlungen oder Projektbesprechungen
  • Bewirtung bei Firmenjubiläen, Betriebsfeiern oder Kundenevents mit geschäftlichem Charakter
  • Bewirtung von Mitarbeitern bei betrieblich veranlassten Anlässen (z. B. Arbeitsessen bei Überstunden, Schulungen)
  • Bewirtung im Rahmen von Messen, Kongressen oder Fachtagungen

Praxis-Tipp

Die klare Abgrenzung zwischen betrieblicher und privater Veranlassung ist entscheidend. Bei gemischten Anlässen (z. B. Geburtstagsfeier mit Geschäftspartnern) muss die betriebliche Veranlassung eindeutig im Vordergrund stehen und nachweisbar sein. Im Zweifel sollte die Dokumentation ausführlicher ausfallen, um spätere Diskussionen mit dem Finanzamt zu vermeiden.

Wie funktioniert die 70-Prozent-Regelung bei Bewirtungskosten?

Die Abzugsbeschränkung nach § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG begrenzt den steuerlichen Abzug von Bewirtungskosten auf 70 % der angefallenen Aufwendungen. Diese Regelung gilt unabhängig von der Höhe der Kosten und der Art der Bewirtung. Die verbleibenden 30 % werden steuerlich als nicht abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt und erhöhen entsprechend den zu versteuernden Gewinn.

Die Berechnung erfolgt auf Basis der Netto-Bewirtungskosten ohne Umsatzsteuer. Die enthaltene Umsatzsteuer kann – sofern das Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt ist – in voller Höhe als Vorsteuer geltend gemacht werden, sofern die formalen Anforderungen erfüllt sind. Dies bedeutet: Von den Netto-Bewirtungskosten sind 70 % als Betriebsausgaben abzugsfähig, die Umsatzsteuer kann zu 100 % als Vorsteuer abgezogen werden.

Rechenbeispiel: Geschäftsessen mit Kunden

Position Betrag Erläuterung
Restaurantrechnung brutto 238,00 € inkl. 19 % USt
Netto-Bewirtungskosten 200,00 € Berechnungsgrundlage
Enthaltene Umsatzsteuer 38,00 € 19 % von 200,00 €
Abzugsfähige Betriebsausgaben 140,00 € 70 % von 200,00 €
Nicht abzugsfähig 60,00 € 30 % von 200,00 €
Vorsteuerabzug 38,00 € 100 % bei ordnungsgemäßer Rechnung

„Die 70-Prozent-Regelung wird in der Praxis häufig falsch angewendet. Entscheidend ist, dass die Berechnung auf Basis der Netto-Kosten erfolgt, nicht auf den Brutto-Betrag. Zudem muss die nicht abzugsfähige Differenz von 30 % in der Gewinnermittlung wieder hinzugerechnet werden – ein Schritt, der bei der Erstellung des Jahresabschlusses durch unsere Steuerberater systematisch geprüft wird.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Welche formalen Anforderungen gelten für die Dokumentation von Bewirtungskosten?

Die steuerliche Anerkennung von Bewirtungskosten hängt maßgeblich von der ordnungsgemäßen Dokumentation ab. Nach § 4 Abs. 5 Nr. 2 Satz 2 EStG und der dazu ergangenen Rechtsprechung müssen bestimmte Angaben schriftlich festgehalten werden. Ohne vollständige Dokumentation droht die vollständige Versagung des Betriebsausgabenabzugs durch das Finanzamt – unabhängig davon, ob die Bewirtung tatsächlich betrieblich veranlasst war.

Pflichtangaben auf dem Bewirtungsbeleg

  • Ort und Tag der Bewirtung (Datum muss mit Restaurantrechnung übereinstimmen)
  • Namen der bewirteten Personen (vollständig, bei größeren Gruppen ggf. Teilnehmerliste)
  • Namen der teilnehmenden Personen des bewirtenden Unternehmens
  • Anlass der Bewirtung (konkret, nachvollziehbar, geschäftlich: z. B. ‚Vertragsverhandlung Projekt XY‘)
  • Höhe der Aufwendungen (Gesamtbetrag, muss mit Rechnung übereinstimmen)
  • Unterschrift des Gastgebers (handschriftlich auf dem Bewirtungsbeleg)

Die Angaben müssen zeitnah, vollständig und nachvollziehbar dokumentiert werden. In der Praxis hat sich die Verwendung standardisierter Bewirtungsbelegvordrucke bewährt, die auf der Rückseite der Restaurantrechnung oder als separates Formular ausgefüllt werden. Die Unterschrift des Gastgebers ist zwingend erforderlich und muss handschriftlich erfolgen – eine digitale Signatur wird vom Finanzamt regelmäßig nicht anerkannt.

Wichtig für die Betriebsprüfung

Bei Betriebsprüfungen gehören Bewirtungsbelege zu den besonders kritisch geprüften Positionen. Pauschale Angaben wie ‚Kundenessen‘ oder ‚Geschäftsbesprechung‘ reichen nicht aus. Der konkrete Anlass muss so dokumentiert sein, dass ein Dritter die betriebliche Veranlassung nachvollziehen kann. Fehlerhafte oder unvollständige Belege führen regelmäßig zur Streichung der gesamten Aufwendungen.

Anforderungen an die Restaurantrechnung

Zusätzlich zum Bewirtungsbeleg muss eine ordnungsgemäße Rechnung des Restaurants vorliegen. Diese muss den Anforderungen nach § 14 UStG genügen, insbesondere bei Rechnungen über 250 Euro. Erforderlich sind: Name und Anschrift des leistenden Unternehmens, Steuernummer oder USt-IdNr., Rechnungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Menge und Art der Leistung, Entgelt und Steuersatz sowie Steuerbetrag. Nur bei Vorliegen einer ordnungsgemäßen Rechnung ist auch der Vorsteuerabzug möglich.

Welche Besonderheiten gelten für GmbH-Geschäftsführer und Gesellschafter?

Für GmbH-Geschäftsführer – insbesondere wenn sie zugleich Gesellschafter sind – gelten verschärfte Anforderungen bei der Anerkennung von Bewirtungskosten. Das Finanzamt prüft hier besonders kritisch, ob die Aufwendungen tatsächlich betrieblich veranlasst sind oder ob eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) nach § 8 Abs. 3 KStG vorliegt. Dies gilt vor allem bei Bewirtungen im Kreis der Gesellschafter oder bei gemischten Anlässen.

Risiko verdeckte Gewinnausschüttung

Eine verdeckte Gewinnausschüttung liegt vor, wenn die GmbH ihrem Gesellschafter einen Vermögensvorteil zuwendet, der gesellschaftsrechtlich veranlasst ist und nicht auf einer klaren zivilrechtlichen Vereinbarung beruht. Bei Bewirtungskosten ist dies der Fall, wenn die Bewirtung nicht dem Fremdvergleich standhält – also ein fremder Dritter diese Kosten nicht übernommen hätte. Die Folge: Die Kosten werden steuerlich nicht anerkannt, gleichzeitig entsteht beim Gesellschafter-Geschäftsführer steuerpflichtiger Arbeitslohn oder Kapitalertrag.

Zulässige Bewirtungen

Geschäftsessen mit Kunden, Lieferanten oder externen Geschäftspartnern; Bewirtung von Mitarbeitern bei betrieblichen Anlässen; dokumentierte Arbeitsessen während Projektbesprechungen

Kritische Situationen

Regelmäßige Bewirtungen nur im Gesellschafterkreis; luxuriöse Bewirtungen ohne klaren Geschäftszweck; Familienfeiern mit geschäftlichem ‚Anstrich‘; fehlende oder unzureichende Dokumentation

„In der Praxis erleben wir häufig, dass Gesellschafter-Geschäftsführer die Dokumentationsanforderungen unterschätzen. Gerade bei kleineren GmbHs mit wenigen Gesellschaftern prüft das Finanzamt sehr genau, ob Bewirtungen tatsächlich betrieblich oder eher privat veranlasst sind. Eine saubere, zeitnahe Dokumentation ist hier die beste Absicherung gegen spätere Nachforderungen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Praktische Empfehlungen für Geschäftsführer

  • Konsequente Trennung zwischen geschäftlichen und privaten Anlässen – im Zweifel private Bewirtungen privat bezahlen
  • Besonders sorgfältige Dokumentation bei Bewirtungen, an denen Gesellschafter teilnehmen
  • Fremdvergleich prüfen: Würde ein fremder Geschäftspartner in gleicher Weise bewirtet werden?
  • Bei repräsentativen Bewirtungen besonders detailliert den geschäftlichen Anlass dokumentieren
  • Regelmäßige Abstimmung mit dem Steuerberater über die Angemessenheit und Dokumentation

Wie werden Bewirtungskosten bei Betriebsveranstaltungen behandelt?

Bewirtungskosten im Rahmen von Betriebsveranstaltungen unterliegen einer Sonderregelung nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG. Anders als bei üblichen Geschäftsbewirtungen gilt hier nicht die 70-Prozent-Regelung. Stattdessen können die Kosten bis zu einem Freibetrag von 110 Euro pro Mitarbeiter und Veranstaltung vollständig als Betriebsausgaben abgesetzt werden, ohne dass beim Arbeitnehmer steuerpflichtiger Arbeitslohn entsteht.

Voraussetzung ist, dass es sich um eine übliche Betriebsveranstaltung handelt, die allen Mitarbeitern oder allen Angehörigen einer Abteilung offensteht. Typische Beispiele sind Weihnachtsfeiern, Betriebsausflüge oder Jubiläumsfeiern. Pro Jahr können maximal zwei Betriebsveranstaltungen in den Genuss der Freibetragsregelung kommen. Die Teilnahme muss grundsätzlich allen Mitarbeitern oder einem bestimmten abgegrenzten Personenkreis möglich sein.

Berechnung des 110-Euro-Freibetrags

Der Freibetrag von 110 Euro bezieht sich auf die gesamten Kosten der Veranstaltung pro teilnehmendem Mitarbeiter, einschließlich Umsatzsteuer. Zu berücksichtigen sind nicht nur die Bewirtungskosten, sondern sämtliche Aufwendungen wie Raummiete, Musikprogramm, Transport oder Übernachtung. Die Gesamtkosten werden durch die Anzahl der Teilnehmer (Mitarbeiter plus ggf. Begleitpersonen) geteilt. Liegt der Betrag pro Kopf unter 110 Euro, entsteht kein steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Kostenart Betrag Anmerkung
Bewirtung (inkl. Getränke) 3.500 € Restaurant, Buffet
Raummiete Veranstaltungsort 800 € Inkl. Ausstattung
Musikprogramm 600 € Live-Band
Gesamtkosten 4.900 € Alle Kosten inkl. USt
Anzahl Teilnehmer 50 Personen Mitarbeiter + Begleitung
Kosten pro Person 98 € 4.900 € ÷ 50
Freibetrag pro Person 110 € Gesetzlicher Freibetrag
Steuerpflichtiger Arbeitslohn 0 € Freibetrag nicht überschritten

Praxis-Hinweis

Wird der Freibetrag von 110 Euro pro Person überschritten, ist nur der übersteigende Betrag als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu erfassen. Das Unternehmen kann diesen pauschal mit 25 % versteuern (§ 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EStG), wodurch der Mitarbeiter selbst keine Steuerlast trägt. Diese Option sollte bei der Planung von Betriebsveranstaltungen berücksichtigt werden.

Abgrenzung zu Geschäftsbewirtungen

Nehmen an einer Veranstaltung sowohl Mitarbeiter als auch Geschäftspartner teil, ist eine Aufteilung erforderlich. Die Kosten für Geschäftspartner unterliegen der 70-Prozent-Regelung nach § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG, während die Kosten für Mitarbeiter nach den Regeln für Betriebsveranstaltungen zu behandeln sind. In der Praxis sollte die Aufteilung nachvollziehbar dokumentiert werden, z. B. durch getrennte Abrechnungen oder eine klare Aufschlüsselung der Teilnehmerzahlen.

Welche häufigen Fehler sollten bei der Abrechnung von Bewirtungskosten vermieden werden?

In der Praxis führen bestimmte Fehler bei der Abrechnung von Bewirtungskosten immer wieder zu Problemen mit dem Finanzamt. Viele dieser Fehler lassen sich durch konsequente Dokumentation und klare interne Prozesse vermeiden. Besonders kritisch wird es, wenn Belege unvollständig sind oder die betriebliche Veranlassung nicht nachvollziehbar dokumentiert wurde.

Die häufigsten Fehlerquellen in der Praxis

Fehler Konsequenz Richtige Vorgehensweise
Unvollständige Bewirtungsbelege Vollständige Streichung der Betriebsausgaben Alle Pflichtangaben zeitnah und vollständig dokumentieren
Pauschale Anlassangaben (‚Kundenessen‘) Anerkennung wird verweigert Konkreten Anlass benennen (z. B. ‚Vertragsverhandlung Projekt XY mit Firma Mustermann‘)
Fehlende Unterschrift Beleg wird nicht anerkannt Handschriftliche Unterschrift des Gastgebers zwingend erforderlich
Bewirtung nur im Gesellschafterkreis Verdacht auf verdeckte Gewinnausschüttung Betriebliche Veranlassung besonders sorgfältig dokumentieren
70-%-Regelung auf Brutto angewendet Fehlerhafte Gewinnermittlung Berechnung immer auf Netto-Basis durchführen
Keine ordnungsgemäße Rechnung Kein Vorsteuerabzug möglich Rechnung nach § 14 UStG mit allen Pflichtangaben

Organisatorische Maßnahmen zur Fehlervermeidung

  • Standardisierte Bewirtungsbelegvordrucke für alle Mitarbeiter bereitstellen und deren Verwendung verbindlich machen
  • Regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter zu den Dokumentationsanforderungen durchführen
  • Zeitnahe Prüfung der Belege durch die Buchhaltung – unvollständige Belege sofort zurückweisen
  • Klare interne Richtlinien, welche Bewirtungen in welcher Höhe angemessen sind
  • Digitale Belegerfassung mit Pflichtfeldern, die eine unvollständige Dokumentation verhindern
  • Regelmäßige Abstimmung mit dem Steuerberater, insbesondere bei größeren oder ungewöhnlichen Bewirtungen

Vorsicht bei nachträglichen Korrekturen

Das nachträgliche Ergänzen oder Korrigieren von Bewirtungsbelegen wird vom Finanzamt sehr kritisch gesehen. Wenn ein Beleg bei einer Betriebsprüfung vorgelegt wird, der offensichtlich nachträglich vervollständigt wurde, kann dies als Indiz für eine insgesamt unzuverlässige Buchführung gewertet werden. Deshalb gilt: Dokumentation muss zeitnah, vollständig und authentisch erfolgen.

„Die korrekte Abrechnung von Bewirtungskosten ist ein Klassiker in der Betriebsprüfung. Wir stellen in der Zusammenarbeit mit Mandanten immer wieder fest, dass viele Fehler vermeidbar wären, wenn die Dokumentation systematisch erfolgt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses prüfen wir die Bewirtungsbelege deshalb besonders sorgfältig und weisen auf Schwachstellen hin, bevor das Finanzamt aktiv wird.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wie werden Bewirtungskosten buchungstechnisch korrekt erfasst?

Die buchhalterische Erfassung von Bewirtungskosten erfordert eine differenzierte Kontierung, um sowohl die steuerliche Abzugsbeschränkung als auch den Vorsteuerabzug korrekt abzubilden. In der Praxis haben sich getrennte Konten für abzugsfähige und nicht abzugsfähige Bewirtungsaufwendungen bewährt, um die spätere Gewinnermittlung zu erleichtern und Fehler bei der Steuererklärung zu vermeiden.

Kontenstruktur nach SKR 03 und SKR 04

In den gängigen Kontenrahmen SKR 03 und SKR 04 werden Bewirtungskosten typischerweise auf getrennten Konten erfasst. Die abzugsfähigen 70 % werden auf dem Konto ‚Bewirtungskosten abzugsfähig‘ (SKR 03: 4650 / SKR 04: 6640) gebucht, die nicht abzugsfähigen 30 % auf dem Konto ‚Bewirtungskosten nicht abzugsfähig‘ (SKR 03: 4654 / SKR 04: 6644). Die Vorsteuer wird unabhängig von der Abzugsbeschränkung in voller Höhe auf dem Vorsteuerkonto (SKR 03: 1576 / SKR 04: 1406) erfasst.

Buchungsbeispiel: Geschäftsessen 238 Euro brutto

Buchungssatz Soll Haben Betrag
Abzugsfähiger Teil (70 %) Bewirtungskosten abzugsfähig (4650) Bank (1200) 140,00 €
Nicht abzugsfähiger Teil (30 %) Bewirtungskosten n. abzb. (4654) Bank (1200) 60,00 €
Vorsteuer Vorsteuer 19 % (1576) Bank (1200) 38,00 €
Gesamt 238,00 €

Alternativ kann die Buchung auch zunächst gesamt auf einem Sammelkonto erfolgen, wobei die Aufteilung in abzugsfähige und nicht abzugsfähige Anteile dann im Rahmen der Jahresabschlusserstellung oder durch eine monatliche Umbuchung vorgenommen wird. Diese Methode erfordert jedoch eine sorgfältige Dokumentation und birgt ein höheres Fehlerrisiko, weshalb die direkte Aufteilung bei der Erfassung vorzuziehen ist.

Besonderheiten bei DATEV und digitaler Buchhaltung

Moderne Buchhaltungssoftware wie DATEV bietet die Möglichkeit, die Aufteilung der Bewirtungskosten automatisch vorzunehmen. Hierfür wird die Gesamtrechnung erfasst, und die Software splittet automatisch in die abzugsfähigen 70 %, die nicht abzugsfähigen 30 % und die Vorsteuer. Voraussetzung ist die korrekte Hinterlegung der Automatik-Konten und Steuerschlüssel. Bei der Erfassung sollte zusätzlich ein Link zum digitalisierten Bewirtungsbeleg und zur Restaurantrechnung hinterlegt werden, um eine lückenlose Dokumentation zu gewährleisten.

Digitale Prozesse optimieren

Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt, profitiert von standardisierten digitalen Prozessen. Bei OnlineBilanz werden Bewirtungsbelege digital erfasst, automatisch auf Vollständigkeit geprüft und korrekt kontiert. Dies minimiert Fehlerquellen und stellt sicher, dass sowohl die 70-Prozent-Regelung als auch der Vorsteuerabzug korrekt abgebildet werden.

Jahresabschlussanpassungen und außerbilanzielle Korrekturen

Im Rahmen der Gewinnermittlung für die Steuererklärung muss sichergestellt werden, dass die nicht abzugsfähigen 30 % dem steuerlichen Gewinn wieder hinzugerechnet werden. Dies erfolgt entweder durch die getrennte Kontierung während des Jahres (dann erfolgt die Hinzurechnung automatisch) oder durch eine außerbilanzielle Korrektur in der Anlage zur Steuererklärung. Die zweite Variante erfordert eine sorgfältige Nachkalkulation und birgt höhere Fehlerrisiken, weshalb die getrennte Kontierung der Vorzug gebührt.

Welche Rolle spielen Bewirtungskosten im Jahresabschluss und in der Steuererklärung?

Im Jahresabschluss einer GmbH werden Bewirtungskosten als Betriebsausgaben in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) nach § 275 HGB ausgewiesen. Die Darstellung erfolgt typischerweise im Posten ’sonstige betriebliche Aufwendungen‘. Für die steuerliche Gewinnermittlung ist jedoch entscheidend, dass die nicht abzugsfähigen Anteile korrekt ermittelt und dem Gewinn wieder hinzugerechnet werden – dies geschieht außerhalb der handelsrechtlichen GuV in der steuerlichen Überleitungsrechnung.

Darstellung im handelsrechtlichen Jahresabschluss

Handelsrechtlich werden Bewirtungskosten als Aufwand in voller Höhe erfasst. Die steuerliche Abzugsbeschränkung auf 70 % ist handelsrechtlich irrelevant – die GuV zeigt also den tatsächlich angefallenen Gesamtaufwand. Dies bedeutet: Im handelsrechtlichen Jahresergebnis sind Bewirtungskosten in voller Höhe gewinnmindernd berücksichtigt. Erst bei der Überleitung vom handelsrechtlichen zum steuerlichen Gewinn erfolgt die Korrektur.

Steuerliche Überleitungsrechnung

Für die Körperschaftsteuererklärung (und ggf. Gewerbesteuererklärung) ist eine Überleitung vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss zum steuerlichen Einkommen erforderlich. Hier werden die nicht abzugsfähigen 30 % der Bewirtungskosten als außerbilanzielle Hinzurechnung erfasst. Diese Korrektur erhöht das zu versteuernde Einkommen und führt dazu, dass auf die nicht abzugsfähigen Anteile Körperschaftsteuer (15 %) und Gewerbesteuer (je nach Hebesatz) anfallen.

Handelsrechtliche Behandlung

Bewirtungskosten werden als Aufwand in voller Höhe erfasst und mindern das handelsrechtliche Jahresergebnis. Keine Unterscheidung zwischen abzugsfähig und nicht abzugsfähig in der GuV.

Steuerliche Behandlung

30 % der Bewirtungskosten werden außerbilanziell dem steuerlichen Gewinn hinzugerechnet. Dies erhöht die Bemessungsgrundlage für Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Praktische Bedeutung für die Steuerlast

Die steuerliche Nichtabzugsfähigkeit von 30 % der Bewirtungskosten führt zu einer tatsächlichen Mehrbelastung. Bei einer GmbH mit einem kombinierten Steuersatz von ca. 30 % (Körperschaftsteuer 15 %, Solidaritätszuschlag 0,825 %, Gewerbesteuer ca. 14 %) bedeutet dies: Auf jeden Euro nicht abzugsfähige Bewirtungskosten fallen etwa 30 Cent Steuern an. Bei Bewirtungskosten von 10.000 Euro netto im Jahr sind 3.000 Euro nicht abzugsfähig, woraus eine Steuermehrbelastung von ca. 900 Euro resultiert.

70 %

Betriebsausgabenabzug

30 %

nicht abzugsfähig

~30 %

Steuersatz auf nicht abzugsfähige Anteile

„Die korrekte Überleitung vom handelsrechtlichen zum steuerlichen Gewinn ist einer der komplexeren Aspekte bei der Erstellung des Jahresabschlusses. Bewirtungskosten sind hier nur eine von vielen Positionen, die außerbilanziell korrigiert werden müssen. Bei OnlineBilanz erfolgt diese Überleitung systematisch durch unsere Steuerberater, sodass die Steuererklärungen auf einer soliden, geprüften Datenbasis beruhen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Dokumentation und Nachweispflichten

Im Rahmen der Jahresabschlusserstellung muss eine vollständige Dokumentation aller Bewirtungsaufwendungen vorliegen. Dies umfasst die ordnungsgemäßen Bewirtungsbelege, die Restaurantrechnungen sowie eine nachvollziehbare Aufstellung der Gesamtkosten. Bei einer Betriebsprüfung werden diese Unterlagen angefordert und detailliert geprüft. Fehlerhafte oder unvollständige Dokumentationen führen regelmäßig zu Hinzuschätzungen durch das Finanzamt, die den steuerlichen Gewinn erhöhen und entsprechende Nachzahlungen zur Folge haben.

Wie unterstützen digitale Prozesse und Steuerberater bei der korrekten Abrechnung?

Die korrekte Abrechnung von Bewirtungskosten erfordert Fachkenntnis, Sorgfalt und systematische Prozesse. Moderne Buchhaltungssoftware und die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater können dabei erheblich zur Fehlervermeidung beitragen. Digitale Lösungen ermöglichen eine strukturierte Erfassung, automatische Prüfungen und eine lückenlose Dokumentation, während der Steuerberater die fachliche Beurteilung und Absicherung liefert.

Vorteile digitaler Belegerfassung

  • Automatische Texterkennung (OCR) erfasst Rechnungsdaten und minimiert manuelle Eingabefehler
  • Pflichtfelder für Bewirtungsbelege erzwingen vollständige Dokumentation (Teilnehmer, Anlass, etc.)
  • Automatische Aufteilung in abzugsfähige (70 %) und nicht abzugsfähige (30 %) Anteile durch hinterlegte Regeln
  • Digitale Archivierung gewährleistet, dass alle Belege revisionssicher und GoBD-konform gespeichert werden
  • Workflow-basierte Freigabeprozesse stellen sicher, dass Belege vor der Verbuchung geprüft werden
  • Schnittstellen zur Steuerberatung ermöglichen direkten Datenaustausch ohne Medienbrüche

Die Rolle des Steuerberaters bei Bewirtungskosten

Der Steuerberater übernimmt bei der Abrechnung von Bewirtungskosten mehrere wichtige Funktionen: Er prüft die formelle Ordnungsmäßigkeit der Belege, beurteilt die betriebliche Veranlassung aus steuerrechtlicher Sicht und stellt sicher, dass die Verbuchung und steuerliche Behandlung korrekt erfolgen. Insbesondere bei kritischen Konstellationen – etwa Bewirtungen im Gesellschafterkreis oder größeren repräsentativen Veranstaltungen – ist die fachliche Einschätzung des Steuerberaters unverzichtbar, um das Risiko einer verdeckten Gewinnausschüttung oder einer Nicht-Anerkennung zu minimieren.

Erfassung & Dokumentation

Digitale Tools erfassen Belege strukturiert und vollständig, Pflichtfelder verhindern Lücken

Prüfung & Beurteilung

Steuerberater prüft betriebliche Veranlassung, Angemessenheit und steuerrechtliche Risiken

Verbuchung & Jahresabschluss

Korrekte Kontierung, Überleitungsrechnung und Darstellung in Steuererklärungen

Die Kombination aus digitalen Prozessen und steuerlicher Fachkompetenz ist besonders effizient: Die Software übernimmt die strukturierte Erfassung und standardisierte Prüfungen, während der Steuerberater sich auf die fachliche Beurteilung und kritische Einzelfälle konzentrieren kann. Dies spart Zeit, reduziert Fehlerquellen und gibt dem Mandanten die Sicherheit, dass die steuerliche Behandlung korrekt erfolgt.

Digitale Steuerberatung nutzen

Bei OnlineBilanz werden digitale Buchhaltungsprozesse mit der Fachkompetenz zugelassener Steuerberater verbunden. Mandanten erfassen ihre Belege digital, unsere Software prüft auf Vollständigkeit, und das Steuerberater-Team übernimmt die fachliche Bewertung und Erstellung des Jahresabschlusses. Das Ergebnis: Rechtssichere Dokumentation, korrekte steuerliche Behandlung und transparente Festpreise ohne Wartezeiten.

Betriebsprüfungssicherheit durch professionelle Aufbereitung

Bei einer Betriebsprüfung gehören Bewirtungskosten zu den regelmäßig geprüften Positionen. Eine professionelle Aufbereitung durch den Steuerberater – mit vollständiger Dokumentation, nachvollziehbarer Systematik und fachlich fundierter Beurteilung – erhöht die Prüfungssicherheit erheblich. Prüfer erkennen schnell, ob ein Unternehmen seine Buchhaltung im Griff hat oder ob systematische Schwächen vorliegen. Eine saubere Dokumentation reduziert den Prüfungsumfang und minimiert das Risiko von Hinzuschätzungen und Nachforderungen.

„Mandanten, die ihre Buchhaltung digital und systematisch führen, haben bei Betriebsprüfungen einen klaren Vorteil. Die Prüfer sehen sofort, dass professionell gearbeitet wird. Gerade bei Bewirtungskosten, wo oft Grauzonen bestehen, macht eine durchgängig saubere Dokumentation den entscheidenden Unterschied. Wir bereiten die Unterlagen so auf, dass sie einer Prüfung jederzeit standhalten.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Häufig gestellte Fragen

Können Bewirtungskosten bei privaten Anlässen steuerlich abgesetzt werden?

Nein. Bewirtungskosten sind nur dann steuerlich absetzbar, wenn sie betrieblich oder beruflich veranlasst sind. Private Anlässe wie Geburtstagsfeiern oder Familientreffen sind nicht abzugsfähig, selbst wenn Geschäftspartner teilnehmen. Entscheidend ist der überwiegende betriebliche Charakter des Anlasses.

Was passiert, wenn der Bewirtungsbeleg nicht vollständig ausgefüllt ist?

Ist der Bewirtungsbeleg unvollständig oder fehlt die Unterschrift des Gastgebers, erkennt das Finanzamt die Bewirtungskosten in der Regel nicht an. Die Kosten sind dann weder als Betriebsausgabe abzugsfähig noch kann die Vorsteuer geltend gemacht werden. Eine nachträgliche Korrektur ist möglich, wird aber oft vom Finanzamt kritisch geprüft.

Sind Trinkgelder bei Bewirtungen steuerlich absetzbar?

Ja, angemessene Trinkgelder gehören zu den abzugsfähigen Bewirtungskosten und unterliegen ebenfalls der 70-Prozent-Regelung. Wichtig ist, dass das Trinkgeld auf der Rechnung oder dem Bewirtungsbeleg separat ausgewiesen und dokumentiert wird. Bar gezahlte Trinkgelder sollten auf dem Beleg handschriftlich ergänzt werden.

Wie werden Bewirtungskosten im Ausland behandelt?

Bewirtungskosten im Ausland sind nach denselben Grundsätzen absetzbar wie im Inland: 70 Prozent sind abzugsfähig, wenn die betriebliche Veranlassung nachgewiesen wird. Bei ausländischen Belegen ist besonders auf die Vollständigkeit der Angaben zu achten. Umrechnungskurse müssen dokumentiert werden. Die Vorsteuer kann nur geltend gemacht werden, wenn ein Vorsteuerabzugsrecht im jeweiligen Land besteht.

Gibt es eine Höchstgrenze für absetzbare Bewirtungskosten?

Es gibt keine gesetzliche Höchstgrenze für den Betrag der Bewirtungskosten, allerdings muss die Angemessenheit gewahrt bleiben. Das Finanzamt prüft, ob die Höhe der Kosten im Verhältnis zum Anlass und zu den Teilnehmern steht. Besonders bei GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführern wird die Angemessenheit streng geprüft, um verdeckte Gewinnausschüttungen auszuschließen.

Können Bewirtungskosten pauschal geschätzt werden?

Nein. Bewirtungskosten dürfen grundsätzlich nicht geschätzt werden. Das Finanzamt verlangt stets einen ordnungsgemäßen maschinellen Beleg sowie einen ausgefüllten Bewirtungsbeleg. Nur in Ausnahmefällen, etwa bei nachweislichem Belegverlust durch höhere Gewalt, kann eine Schätzung akzeptiert werden – allerdings mit erheblichem Nachweisaufwand und ohne Vorsteuerabzug.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 4 EStG – Einkommensteuergesetz, § 264 HGB – Handelsgesetzbuch, § 15 UStG – Umsatzsteuergesetz, § 147 AO – Abgabenordnung. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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