Buchhaltung Ravensburg: GmbH-Jahresabschluss 2026
Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten
Die Buchhaltung in Ravensburg unterliegt denselben gesetzlichen Anforderungen wie bundesweit: GmbHs müssen Jahresabschlüsse erstellen, offenlegen und dabei strikte Fristen einhalten. Wie etwa auch die GmbH-Jahresabschluss-Pflichten in Gladbeck zeigen, gelten diese Vorgaben für Unternehmen in ganz Deutschland gleichermaßen. Dieser Artikel erklärt, welche Pflichten für Ravensburger Unternehmen gelten, welche Größenklassen relevant sind und wie Sie Buchhaltung und Jahresabschluss 2026 rechtskonform und effizient organisieren.
Kurzantwort
GmbHs in Ravensburg sind nach §§ 238 ff. HGB zur ordnungsgemäßen Buchführung und nach § 264 HGB zur Erstellung eines Jahresabschlusses verpflichtet. Wer dabei auf einen erfahrenen Steuerberater in Ravensburg zurückgreift, stellt sicher, dass die gesetzlichen Fristen zuverlässig eingehalten werden: Die Feststellung des Jahresabschlusses hat innerhalb von 11 Monaten (kleine GmbH) bzw. 8 Monaten (mittelgroße/große GmbH) nach § 42a GmbHG zu erfolgen, die Offenlegung beim Unternehmensregister binnen 12 Monaten nach § 325 HGB. Verstöße gegen diese Pflichten führen zu Ordnungsgeldern von 500–25.000 Euro nach § 335 HGB.
Inhaltsverzeichnis
Buchhaltung in Ravensburg: Grundlagen und gesetzliche Pflichten für GmbHs
Unternehmen mit Sitz in Ravensburg unterliegen denselben handelsrechtlichen Buchführungspflichten wie in ganz Deutschland. Nach § 238 HGB sind alle Kaufleute zur Führung von Büchern verpflichtet, die nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) erstellt werden müssen. Für GmbHs bedeutet dies: Jede Geschäftstätigkeit muss lückenlos dokumentiert, alle Geschäftsvorfälle zeitnah erfasst und sämtliche Belege zehn Jahre lang aufbewahrt werden.
Die Buchführungspflicht beginnt mit der Eintragung der GmbH ins Handelsregister beim Amtsgericht Ravensburg und endet erst mit der Löschung. Geschäftsführer tragen dabei die Verantwortung für die ordnungsgemäße Erfüllung aller buchhalterischen Pflichten gemäß § 43 GmbHG. Verstöße können persönliche Haftungsrisiken auslösen.
Welche Buchführungssysteme sind zulässig?
- Einfache Buchführung (EÜR) – nur für Kleingewerbetreibende und Freiberufler, nicht für GmbHs
- Doppelte Buchführung – verpflichtend für alle Kapitalgesellschaften nach § 238 Abs. 1 HGB
- Digitale Buchhaltungssysteme – müssen GoBD-konform sein (BMF-Schreiben vom 28.11.2019)
- Cloud-basierte Lösungen – zulässig, wenn Datensicherheit und Unveränderbarkeit gewährleistet sind
Praxis-Hinweis
Die Finanzverwaltung prüft bei Betriebsprüfungen zunehmend die GoBD-Konformität der eingesetzten Buchhaltungssoftware. Achten Sie auf aktuelle Zertifizierungen und dokumentieren Sie die Verfahrensdokumentation nach § 147 Abs. 6 AO.
Jahresabschluss-Pflichten für Ravensburger GmbHs: Fristen und Anforderungen 2026
Jede GmbH ist nach § 264 Abs. 1 HGB verpflichtet, innerhalb der ersten Monate des Folgejahres einen Jahresabschluss aufzustellen. Für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) gelten im Jahr 2026 klar definierte Fristen – unabhängig davon, ob der GmbH-Jahresabschluss digital erstellt wird oder auf traditionellem Weg entsteht: Kleine GmbHs haben gemäß § 42a Abs. 1 GmbHG elf Monate Zeit (also bis zum 30.11.2026), mittelgroße und große GmbHs hingegen lediglich acht Monate (bis zum 31.08.2026), um den Jahresabschluss durch die Gesellschafterversammlung feststellen zu lassen.
Nach Feststellung muss der Jahresabschluss gemäß § 325 HGB innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister offengelegt werden – also spätestens bis 31.12.2026. Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister, nicht mehr über den Bundesanzeiger.
Fristenübersicht für Bilanzstichtag 31.12.2025
| Pflicht | Kleine GmbH | Mittelgroße/Große GmbH |
|---|---|---|
| Feststellung durch Gesellschafter | Bis 30.11.2026 (11 Monate) | Bis 31.08.2026 (8 Monate) |
| Offenlegung Unternehmensregister | Bis 31.12.2026 (12 Monate) | Bis 31.12.2026 (12 Monate) |
| Ordnungsgeldverfahren bei Versäumnis | Ab 01.01.2027 möglich (§ 335 HGB) | Ab 01.01.2027 möglich (§ 335 HGB) |
Ordnungsgeld droht
Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung leitet das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Das Ordnungsgeld liegt zwischen 500 und 25.000 Euro. Eine Festsetzung erfolgt auch bei nachträglicher Offenlegung.
Größenklassen nach § 267 HGB: Was gilt für Ravensburger Unternehmen?
Die handelsrechtlichen Pflichten einer GmbH richten sich maßgeblich nach ihrer Größenklasse gemäß § 267 HGB. Die Einordnung erfolgt anhand von drei Schwellenwerten: Bilanzsumme, Umsatzerlöse und durchschnittliche Mitarbeiterzahl. Werden an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen mindestens zwei der drei Kriterien überschritten, erfolgt die Hochstufung; umgekehrt gilt dies auch für die Herabstufung.
Schwellenwerte der Größenklassen (Stand 2026)
| Größenklasse | Bilanzsumme | Umsatzerlöse | Mitarbeiter |
|---|---|---|---|
| Kleine GmbH | ≤ 7,5 Mio. € | ≤ 15 Mio. € | ≤ 50 |
| Mittelgroße GmbH | ≤ 25 Mio. € | ≤ 50 Mio. € | ≤ 250 |
| Große GmbH | > 25 Mio. € | > 50 Mio. € | > 250 |
Kleine Kapitalgesellschaften dürfen nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB eine verkürzte Bilanz aufstellen und sind von der Pflicht zur Aufstellung eines Anhangs befreit, sofern bestimmte Angaben unter der Bilanz gemacht werden (§ 264 Abs. 1 Satz 5 HGB). Kleinstkapitalgesellschaften nach § 267a HGB genießen weitere Erleichterungen.
„Viele mittelständische GmbHs in Ravensburg bewegen sich an der Grenze zwischen klein und mittelgroß. Hier ist eine vorausschauende Planung wichtig: Bei absehbarer Größenstufung ändern sich die Fristen und Offenlegungspflichten, und unter Umständen wird auch die Bestellung eines Abschlussprüfers notwendig.“
— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team
Digitale Buchhaltung und GoBD: Was Ravensburger Unternehmen beachten müssen
Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form (GoBD) bilden seit dem BMF-Schreiben vom 28.11.2019 den verbindlichen Rahmen für digitale Buchhaltung. Sie konkretisieren die §§ 146, 147 AO und die handelsrechtlichen Vorgaben zur Aufbewahrung.
Zentrale Anforderungen der GoBD
- Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit: Jede Buchung muss vom Beleg bis zum Jahresabschluss lückenlos nachvollziehbar sein
- Vollständigkeit: Alle Geschäftsvorfälle müssen erfasst werden
- Richtigkeit: Sachliche und rechnerische Korrektheit aller Buchungen
- Zeitgerechtheit: Erfassung möglichst zeitnah zum Geschäftsvorfall
- Ordnung: Systematische Ablage und eindeutige Zuordnung
- Unveränderbarkeit: Nachträgliche Änderungen müssen protokolliert werden, Original-Eintragungen bleiben erkennbar
Wer digitale Belege empfängt (z. B. PDF-Rechnungen per E-Mail), muss diese im Originalformat aufbewahren. Ein nachträgliches Ausdrucken und Vernichten der digitalen Version ist nicht zulässig. Die Aufbewahrungsfrist beträgt zehn Jahre nach § 147 Abs. 3 AO bzw. § 257 HGB.
Verfahrensdokumentation erforderlich
Nach § 147 Abs. 6 AO müssen die eingesetzten IT-Verfahren dokumentiert werden. Diese Verfahrensdokumentation beschreibt, wie die Buchhaltung organisiert ist, welche Software verwendet wird und wie die GoBD-Anforderungen erfüllt werden. Sie muss aktuell gehalten und bei Betriebsprüfungen vorgelegt werden.
Moderne Cloud-Buchhaltungslösungen bieten automatische GoBD-Compliance, sofern sie zertifiziert sind. Geschäftsführer sollten bei der Auswahl der Software auf aktuelle Zertifizierungen achten und die Verfahrensdokumentation vom Anbieter einfordern oder selbst erstellen.
Steuerberater oder Inhouse-Buchhaltung: Was ist für Ravensburger GmbHs sinnvoll?
Die Entscheidung, ob die Buchhaltung intern geführt oder an einen Steuerberater delegiert wird, hängt von mehreren Faktoren ab: Unternehmensgröße, Komplexität der Geschäftsvorfälle, verfügbare personelle Ressourcen und nicht zuletzt Kosten. Beide Modelle haben spezifische Vor- und Nachteile.
Inhouse-Buchhaltung: Voraussetzungen und Risiken
Eine eigene Buchhaltungsabteilung bietet maximale Kontrolle und unmittelbaren Zugriff auf Finanzdaten. Voraussetzung ist jedoch qualifiziertes Personal mit aktuellen Kenntnissen in HGB, Steuerrecht und GoBD. Die laufende Fortbildung, Softwarekosten und Personalkosten summieren sich erheblich. Zudem tragen Geschäftsführer das volle Haftungsrisiko bei Fehlern.
Steuerberater: Rechtssicherheit und Fachexpertise
Die Delegation an einen Steuerberater entlastet den Geschäftsführer und schafft Rechtssicherheit. Steuerberater sind gemäß § 3 StBerG zur Verschwiegenheit verpflichtet, haften für Fehler und verfügen über aktuelle Fachkenntnisse. Die Kosten richten sich nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) und sind transparent kalkulierbar. Moderne Plattformen wie OnlineBilanz verbinden die Fachexpertise zugelassener Steuerberater mit digitalen Prozessen und transparenten Festpreisen – ohne lange Wartezeiten und ohne räumliche Bindung an eine lokale Kanzlei in Ravensburg.
Inhouse-Buchhaltung
- Volle Kontrolle und direkte Verfügbarkeit
- Hohe Personalkosten und Fortbildungsaufwand
- Haftungsrisiko beim Geschäftsführer
- Urlaubsvertretung und Krankheit problematisch
Steuerberater
- Fachexpertise und aktuelle Rechtskenntnisse
- Haftung liegt beim Steuerberater
- Transparente Kosten (StBVV oder Festpreis)
- Entlastung der Geschäftsführung
„Viele Geschäftsführer wählen einen hybriden Ansatz: Die laufende Buchführung wird intern vorerfasst, die qualifizierte Prüfung, der Jahresabschluss und die Steuererklärungen erstellt der Steuerberater. So verbindet man Kosteneffizienz mit Rechtssicherheit.“
— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart
Ravensburg als Wirtschaftsstandort: Besonderheiten für Buchhaltung und Jahresabschluss
Ravensburg ist Wirtschaftszentrum der gleichnamigen Region in Oberschwaben und beheimatet eine vielfältige Unternehmenslandschaft: vom traditionsreichen Mittelstand über innovative Technologieunternehmen bis hin zu Dienstleistungs- und Handelsunternehmen. Die Stadt liegt im Zuständigkeitsbereich des Finanzamts Ravensburg, das für die steuerliche Veranlagung der hier ansässigen Unternehmen zuständig ist.
Das Amtsgericht Ravensburg führt das Handelsregister für die Region. Hier werden alle GmbHs mit Sitz in Ravensburg eingetragen. Die Offenlegung des Jahresabschlusses erfolgt jedoch nicht beim Amtsgericht, sondern – wie bundesweit einheitlich seit dem DiRUG – beim Unternehmensregister über das elektronische Portal www.unternehmensregister.de.
Relevante Anlaufstellen für Ravensburger GmbHs
| Behörde/Institution | Zuständigkeit | Kontakt |
|---|---|---|
| Finanzamt Ravensburg | Steuerliche Veranlagung, Betriebsprüfung | Schwanenstraße 6, 88212 Ravensburg |
| Amtsgericht Ravensburg | Handelsregister, Registereintragungen | Marienplatz 30, 88212 Ravensburg |
| IHK Bodensee-Oberschwaben | Beratung, Sachverständigenwesen, Ausbildung | Lindenstraße 2, 88250 Weingarten |
| Unternehmensregister | Offenlegung Jahresabschlüsse (bundesweit) | www.unternehmensregister.de |
Die IHK Bodensee-Oberschwaben bietet regelmäßig Informationsveranstaltungen zu Themen wie Jahresabschluss, Rechnungslegung und digitale Buchhaltung an. Eine persönliche Beratung zu konkreten Jahresabschlussfragen kann sie jedoch nicht leisten – hier sind Steuerberater die richtigen Ansprechpartner.
Digitale Steuerberater-Leistungen ohne Ortsbindung
Durch digitale Plattformen sind Unternehmen nicht mehr auf lokale Steuerberaterkanzleien in Ravensburg angewiesen. OnlineBilanz verbindet die Qualität zugelassener Steuerberater mit transparenten Festpreisen und vollständig digitalen Prozessen – ideal für modern aufgestellte GmbHs.
Häufige Fehler in der Buchhaltung und wie Sie diese vermeiden
Auch erfahrene Buchhalter machen gelegentlich Fehler, die bei Betriebsprüfungen oder im Jahresabschluss zu Problemen führen können. Typische Fehlerquellen lassen sich jedoch mit systematischen Kontrollen und klaren Prozessen weitgehend vermeiden.
Die häufigsten Buchhaltungsfehler in der Praxis
-
Fehlende oder unvollständige Belege – jede Buchung erfordert einen Beleg nach § 238 Abs. 2 HGB
-
Privatentnahmen nicht ordnungsgemäß dokumentiert – führt zu verdeckten Gewinnausschüttungen
-
Verwechslung von Netto- und Bruttobeträgen bei Umsatzsteuer
-
Fehlende Abgrenzung von Aufwendungen und Erträgen bei Jahresüberschneidung (§ 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB)
-
Nicht GoBD-konforme Archivierung digitaler Belege
-
Verspätete Erfassung von Geschäftsvorfällen – verletzt Grundsatz der Zeitgerechtheit
-
Fehlende Abstimmung von Haupt- und Nebenbüchern
-
Unterlassene Inventur oder fehlerhafte Bewertung des Vorratsvermögens
Besonders kritisch sind Fehler bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung. Falsche oder verspätete Meldungen führen nicht nur zu Nachzahlungen mit Zinsen nach § 233a AO, sondern können auch steuerstrafrechtliche Konsequenzen haben. Die monatliche bzw. vierteljährliche Umsatzsteuer-Voranmeldung muss fristgerecht elektronisch über ELSTER übermittelt werden.
Geschäftsführerhaftung beachten
Geschäftsführer haften persönlich für nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer (§ 69 AO, § 823 BGB). Bei Liquiditätsengpässen ist unbedingt eine rechtzeitige Abstimmung mit Steuerberater und Insolvenzberater erforderlich – eine Insolvenzverschleppung nach § 15a InsO verschärft die Haftung erheblich.
Systematische Fehlervermeidung: Best Practices
- Implementieren Sie ein Vier-Augen-Prinzip bei der Belegprüfung und Buchungskontrolle
- Führen Sie monatliche Kontenabstimmungen durch (Banken, Debitoren, Kreditoren)
- Nutzen Sie GoBD-zertifizierte Software mit automatischen Plausibilitätsprüfungen
- Dokumentieren Sie alle Prozesse in einer Verfahrensdokumentation nach § 147 Abs. 6 AO
- Lassen Sie den Jahresabschluss durch einen Steuerberater prüfen und erstellen – das minimiert Haftungsrisiken
- Planen Sie ausreichend Zeit für die Jahresabschlussvorbereitung ein, insbesondere für Inventur und Bewertung
„Die meisten Fehler entstehen durch Zeitdruck und fehlende Routine. Wer die Buchhaltung konsequent monatlich abschließt statt quartalsweise, erkennt Unstimmigkeiten früher und hat zum Jahresende deutlich weniger Aufwand.“
— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team
Kosten für Buchhaltung und Jahresabschluss: Was Ravensburger GmbHs einplanen sollten
Die Kosten für Buchhaltung und Jahresabschluss variieren je nach Unternehmensgröße, Komplexität und gewähltem Dienstleister. Während interne Lösungen durch Personalkosten geprägt sind, richten sich die Honorare von Steuerberatern nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) oder werden als Festpreise vereinbart.
Honorarberechnung nach StBVV
Die StBVV sieht für verschiedene Tätigkeiten Gebührenrahmen vor, die sich am sogenannten Gegenstandswert orientieren. Für die laufende Buchführung ist dies der Jahresumsatz bzw. die Summe der Betriebseinnahmen. Bei der Jahresabschlusserstellung ist es die Bilanzsumme. Der Steuerberater darf innerhalb des gesetzlichen Rahmens (zwischen 1/10 und 6/10 der Mittelgebühr) je nach Schwierigkeit und Umfang abrechnen.
| Leistung | Gebührenbasis (StBVV) | Typische Kosten (Orientierung) |
|---|---|---|
| Laufende Buchführung (monatlich) | 10/10 bis 30/10 nach Tabelle A | 150 – 800 € pro Monat je nach Beleganzahl |
| Jahresabschluss (kleine GmbH) | 10/10 bis 40/10 nach Tabelle B | 1.500 – 4.000 € je nach Bilanzsumme |
| Körperschaftsteuererklärung | 10/10 bis 30/10 nach Tabelle C | 500 – 1.500 € |
| Gewerbesteuererklärung | 10/10 bis 30/10 nach Tabelle C | 300 – 800 € |
| Umsatzsteuer-Jahreserklärung | 10/10 bis 30/10 nach Tabelle C | 250 – 600 € |
Neben den reinen Honorarkosten können Auslagen (z. B. Porto, Kopien) und Gebühren für die elektronische Offenlegung (ca. 37 Euro beim Unternehmensregister) hinzukommen. Viele Steuerberater bieten inzwischen auch Festpreismodelle an, die für beide Seiten Planungssicherheit schaffen.
Digitale Steuerberater-Plattformen: Transparenz und Effizienz
Moderne Plattformen wie OnlineBilanz bieten Jahresabschlüsse zum transparenten Festpreis. Die Zusammenarbeit läuft vollständig digital ab: Belege werden über eine gesicherte Cloud-Plattform hochgeladen, unsere zugelassenen Steuerberater erstellen den Jahresabschluss, prüfen ihn fachlich und unterzeichnen ihn rechtsverbindlich. Servet Gündogan koordiniert als Büroleiter in Stuttgart den Ablauf und ist erster Ansprechpartner für alle Mandanten. So verbindet OnlineBilanz Steuerberater-Qualität mit digitaler Effizienz – ohne lange Wartezeiten und ohne Überraschungen bei der Abrechnung.
1.500–4.000 €
Jahresabschluss kleine GmbH (Orientierung)
12 Monate
Offenlegungsfrist nach § 325 HGB
37 €
Gebühr Unternehmensregister (ca.)
Festpreis-Transparenz
Bei OnlineBilanz wissen Sie vorab, was Ihr Jahresabschluss kostet. Keine Nachkalkulationen, keine versteckten Gebühren – nur transparente Festpreise für Steuerberater-Leistungen auf Kanzleiniveau.
Häufig gestellte Fragen
Wo finde ich einen Steuerberater für Buchhaltung in Ravensburg?
Steuerberater in Ravensburg finden Sie über die Steuerberaterkammer Baden-Württemberg, lokale Verzeichnisse oder digitale Plattformen wie OnlineBilanz.de. Wichtig ist, dass der Steuerberater Erfahrung mit Ihrer Branche und Unternehmensgröße hat. Prüfen Sie Referenzen, Festpreise und digitale Zusammenarbeit, um Wartezeiten zu vermeiden.
Welche Software ist für die Buchhaltung in Ravensburg zu empfehlen?
Ravensburger GmbHs nutzen häufig DATEV, Lexware, sevDesk oder DATEV Unternehmen online. Entscheidend ist die GoBD-Konformität, Schnittstellen zu Banken und Steuerberatern sowie Skalierbarkeit. Viele Steuerberater bieten eigene Plattformen oder arbeiten direkt mit DATEV. Wählen Sie Software, die zu Ihrer Unternehmensgröße und Ihrem Digitalisierungsgrad passt.
Kann ich die Buchhaltung als GmbH-Geschäftsführer selbst machen?
Ja, grundsätzlich dürfen Sie als Geschäftsführer die Buchhaltung selbst führen, sofern Sie über die nötige Fachkenntnis verfügen. Für den Jahresabschluss ist jedoch bei mittelgroßen und großen GmbHs ein Bestätigungsvermerk durch einen Wirtschaftsprüfer vorgeschrieben (§ 316 HGB). Viele GmbHs lagern Buchhaltung und Jahresabschluss an Steuerberater aus, um Haftungsrisiken zu minimieren und steuerliche Optimierungen zu nutzen.
Was passiert bei verspäteter Offenlegung des Jahresabschlusses in Ravensburg?
Das Bundesamt für Justiz verhängt ein Ordnungsgeld zwischen 500 und 25.000 Euro nach § 335 HGB. Die Höhe richtet sich nach Unternehmensgröße, Verschuldensgrad und Wiederholungsfällen. Die Offenlegungspflicht besteht unabhängig von regionalen Besonderheiten bundesweit. Seit 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister, nicht mehr beim Bundesanzeiger.
Welche Aufbewahrungsfristen gelten für Buchhaltungsunterlagen in Ravensburg?
Nach § 257 HGB gelten 10 Jahre für Bücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse, Lageberichte, Konzernabschlüsse und Buchungsbelege. Für Handelsbriefe und sonstige Unterlagen gilt eine Frist von 6 Jahren nach § 147 AO. Die Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgte. Diese Fristen gelten bundesweit, auch in Ravensburg.
Muss ich als Ravensburger GmbH eine E-Bilanz einreichen?
Ja, seit 2012 sind alle bilanzierungspflichtigen Unternehmen verpflichtet, ihre Bilanz und GuV elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln (§ 5b EStG). Die E-Bilanz muss im XBRL-Format nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz (Taxonomie) erstellt werden. Die meisten Buchhaltungsprogramme und Steuerberater unterstützen die automatische E-Bilanz-Erstellung und -Übermittlung via ELSTER.
Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), GmbH-Gesetz (GmbHG), Einkommensteuergesetz (EStG), GoBD (BMF-Schreiben). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.


