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13–19 Minuten

OnlineBilanzBlogBuchhaltung Augsburg

Buchhaltung Augsburg 2026: GmbH-Pflichten & Fristen

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Buchhaltung in Augsburg unterliegt denselben bundeseinheitlichen Vorschriften wie überall in Deutschland – doch gerade GmbH-Geschäftsführer tragen persönliche Haftungsrisiken bei Pflichtverletzungen. Dieser Ratgeber erklärt, welche rechtlichen Grundlagen nach HGB und GmbHG gelten, wie Sie GoBD-konforme Belege archivieren und welche Fristen für Aufstellung, Feststellung und Offenlegung des Jahresabschlusses 2026 zwingend einzuhalten sind. OnlineBilanz unterstützt Augsburger GmbHs mit zugelassenen Steuerberatern und transparenten Festpreisen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Für GmbHs in Augsburg gelten die bundesweiten Buchführungspflichten nach §§ 238 ff. HGB sowie die Feststellungs- und Offenlegungsfristen nach § 42a GmbHG und § 325 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 muss bis spätestens 31.12.2026 offengelegt werden. Geschäftsführer haften persönlich für Verstöße. Eine GoBD-konforme digitale Buchhaltung ist Pflicht, ebenso die Archivierung aller Belege für zehn Jahre.

Buchhaltung in Augsburg: Rechtliche Grundlagen und Besonderheiten für GmbHs

Jede GmbH mit Sitz in Augsburg unterliegt den bundesweit einheitlichen handels- und steuerrechtlichen Pflichten. Die Buchführungspflicht ergibt sich aus § 238 HGB für alle Kaufleute, während § 6 Abs. 1 EStG die steuerrechtliche Verpflichtung zur Führung von Büchern regelt. Unabhängig vom Standort Augsburg gelten für alle Kapitalgesellschaften dieselben Anforderungen an Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und zeitnahe Erfassung aller Geschäftsvorfälle.

Die Buchführung bildet die Grundlage für den Jahresabschluss nach § 242 HGB, bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Für GmbHs erweitert § 264 HGB diese Pflicht um den Anhang, mittelgroße und große Gesellschaften müssen zusätzlich einen Lagebericht erstellen (§ 264 Abs. 1 Satz 2 HGB). Die korrekte Buchführung ist somit keine isolierte Verwaltungsaufgabe, sondern die unverzichtbare Basis für alle weiteren handels- und steuerrechtlichen Verpflichtungen.

Praxis-Hinweis

Viele Augsburger GmbHs lagern die laufende Buchhaltung an externe Dienstleister aus, während der Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellt wird. Diese Aufgabenteilung funktioniert, solange die Schnittstellen klar definiert sind und die Datenübergabe strukturiert erfolgt — idealerweise über DATEV-kompatible Formate.

Regionale Besonderheiten in Augsburg

Obwohl die rechtlichen Anforderungen bundeseinheitlich sind, zeigen sich in Augsburg einige branchenspezifische Schwerpunkte: Die Stadt ist traditionell stark im Maschinenbau, der Textilwirtschaft und zunehmend in der Umwelttechnologie verankert. Buchhalter und Geschäftsführer sollten daher mit branchenüblichen Bewertungsfragen (z. B. Anlagevermögen, Vorräte, langfristige Fertigungsaufträge nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) vertraut sein.

Welche Buchführungspflichten treffen den GmbH-Geschäftsführer in Augsburg?

Der Geschäftsführer einer GmbH trägt gemäß § 43 Abs. 1 GmbHG die persönliche Verantwortung für die ordnungsgemäße Buchführung und die rechtzeitige Aufstellung des Jahresabschlusses. Diese Verantwortung ist weder delegierbar noch durch Auslagerung an Dritte aufhebbar — auch wenn die faktische Durchführung durch Mitarbeiter oder externe Dienstleister erfolgt.

  • Aufstellungspflicht: Der Jahresabschluss ist nach § 264 Abs. 1 HGB innerhalb der ersten Monate des Folgejahres aufzustellen. Für kleine GmbHs gilt nach § 42a Abs. 1 GmbHG eine Feststellungsfrist von 11 Monaten, für mittelgroße und große Gesellschaften 8 Monate nach Bilanzstichtag.
  • Feststellungspflicht: Der aufgestellte Jahresabschluss muss von den Gesellschaftern förmlich festgestellt werden (§ 42a GmbHG, § 42 Abs. 2 GmbHG).
  • Offenlegungspflicht: Nach § 325 HGB muss der festgestellte Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht werden.
  • Haftung: Bei schuldhafter Pflichtverletzung haftet der Geschäftsführer persönlich gegenüber der Gesellschaft (§ 43 Abs. 2 GmbHG) und ggf. gegenüber Dritten nach § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. Schutzgesetz.

Achtung: Ordnungsgeldverfahren

Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung droht ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB. Das Bundesamt für Justiz kann Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro festsetzen. Auch der Geschäftsführer persönlich kann als Adressat betroffen sein — die Verantwortung endet nicht mit der Beauftragung eines Steuerberaters.

„In der Praxis erleben wir häufig, dass Geschäftsführer die Fristen kennen, aber die Verknüpfung der einzelnen Schritte unterschätzen: Erst muss die Buchhaltung abgeschlossen sein, dann der Jahresabschluss erstellt, anschließend von den Gesellschaftern festgestellt und schließlich offengelegt werden. Jede Verzögerung in einem Schritt gefährdet die Gesamtfrist.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Digitale Buchhaltung und GoBD-konforme Belegarchivierung in Augsburg

Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) sind für alle Unternehmen in Deutschland verbindlich. Sie konkretisieren die Anforderungen des § 238 HGB und § 146 AO an die digitale Buchführung und regeln insbesondere die Nachvollziehbarkeit, Unveränderbarkeit und Vollständigkeit elektronischer Buchführungssysteme.

Zentrale Anforderungen der GoBD

  • Unveränderbarkeit: Jede Buchung muss revisionssicher archiviert werden. Nachträgliche Änderungen sind nur durch Stornobuchung mit Protokollierung zulässig.
  • Vollständigkeit: Alle steuerlich relevanten Daten müssen lückenlos erfasst und archiviert werden — einschließlich digitaler Belege (E-Mail-Rechnungen, PDF-Dokumente).
  • Zeitgerechtheit: Geschäftsvorfälle müssen zeitnah gebucht werden. Eine Buchung Monate nach dem Belegdatum ist grundsätzlich unzulässig.
  • Ordnung: Die Buchführung muss für einen sachverständigen Dritten (z. B. Betriebsprüfer) innerhalb angemessener Zeit nachvollziehbar sein.
  • Aufbewahrungspflicht: Bücher und Belege sind nach § 147 AO zehn Jahre, Geschäftsbriefe sechs Jahre aufzubewahren.

In Augsburg setzen viele GmbHs auf cloudbasierte Buchhaltungssysteme wie DATEV Unternehmen online, lexoffice oder sevDesk. Diese Systeme bieten GoBD-konforme Schnittstellen zum Steuerberater und ermöglichen eine digitale Belegarchivierung. Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte, sollte darauf achten, dass die gewählte Software eine reibungslose Datenübergabe ermöglicht — idealerweise im DATEV-Format.

Praxis-Tipp

Die GoBD verlangen eine Verfahrensdokumentation, die beschreibt, wie die Buchhaltung organisiert ist, welche Software eingesetzt wird und wie Belege erfasst und archiviert werden. Diese Dokumentation sollte jede GmbH vorhalten — sie ist bei Betriebsprüfungen das erste Dokument, das vorgelegt werden muss.

Jahresabschluss in Augsburg: Aufstellung, Feststellung und Fristen

Die Aufstellung des Jahresabschlusses ist nach § 264 HGB die erste und wichtigste Etappe im Abschlussprozess. Der Geschäftsführer muss Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang erstellen und unterzeichnen. Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 bedeutet das: Der Jahresabschluss sollte bis spätestens Frühjahr 2026 aufgestellt sein, um die nachfolgenden Fristen einhalten zu können.

Feststellung durch die Gesellschafterversammlung

Nach der Aufstellung muss der Jahresabschluss von den Gesellschaftern festgestellt werden (§ 42a Abs. 2 GmbHG, § 46 Nr. 1 GmbHG). Die Feststellung erfolgt durch Gesellschafterbeschluss, der protokolliert werden muss. Erst mit der Feststellung gilt der Jahresabschluss als endgültig und bildet die Grundlage für die Offenlegung und etwaige Gewinnausschüttungen.

Größenklasse Bilanzstichtag Feststellungsfrist (§ 42a GmbHG) Offenlegungsfrist (§ 325 HGB)
Kleine GmbH 31.12.2025 bis 30.11.2026 (11 Monate) bis 31.12.2026 (12 Monate)
Mittelgroße GmbH 31.12.2025 bis 31.08.2026 (8 Monate) bis 31.12.2026 (12 Monate)
Große GmbH 31.12.2025 bis 31.08.2026 (8 Monate) bis 31.12.2026 (12 Monate)

Viele Augsburger GmbHs unterschätzen die Vorlaufzeit zwischen Aufstellung und Feststellung: Die Gesellschafter müssen eingeladen, der Abschluss erläutert und ggf. Rückfragen beantwortet werden. Auch wenn die Gesellschafterversammlung nur aus einer Person besteht, sollte der Beschluss förmlich protokolliert werden, um spätere Nachweispflichten zu erfüllen.

„Die Erfahrung zeigt: Wer die Aufstellung des Jahresabschlusses frühzeitig angeht, hat deutlich weniger Stress. Beginnen Sie im ersten Quartal 2026 mit der Vorbereitung, nicht erst im Sommer. So bleibt genügend Zeit für Rückfragen, Korrekturen und die förmliche Feststellung durch die Gesellschafter.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Offenlegung beim Unternehmensregister: Ablauf und Sanktionen

Seit dem Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung des Jahresabschlusses ausschließlich beim Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de). Der früher zuständige Bundesanzeiger ist nur noch als Publikationsmedium tätig, nicht mehr als Annahmestelle. Die Einreichung erfolgt elektronisch über das EHUG-Portal, alternativ über die Steuerberater-Software mit entsprechender Schnittstelle.

Umfang der Offenlegung nach Größenklasse

  • Kleine GmbH (§ 267 Abs. 1 HGB): Bilanz, Anhang. Die GuV darf entfallen, wenn bestimmte Angaben in den Anhang aufgenommen werden (§ 326 Abs. 1 HGB).
  • Mittelgroße GmbH (§ 267 Abs. 2 HGB): Bilanz, GuV, Anhang, Lagebericht. Die Bilanz darf in verkürzter Form offengelegt werden (§ 327 HGB).
  • Große GmbH (§ 267 Abs. 3 HGB): Vollständiger Jahresabschluss inkl. Lagebericht ohne Erleichterungen.

Die Frist von 12 Monaten nach § 325 Abs. 1 HGB ist zwingend. Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 endet die Offenlegungsfrist am 31.12.2026. Wird diese Frist versäumt, leitet das Bundesamt für Justiz (BfJ) automatisch ein Ordnungsgeldverfahren ein.

Sanktionen bei verspäteter Offenlegung

Das Ordnungsgeld nach § 335 HGB beträgt mindestens 500 Euro, kann aber bis 25.000 Euro betragen. Bei wiederholter Pflichtverletzung sind weitere Ordnungsgelder möglich. Adressat ist die Gesellschaft, aber auch der Geschäftsführer persönlich kann belangt werden. Das BfJ führt regelmäßige automatisierte Prüfungen durch.

Wer die Offenlegung selbst vornehmen möchte, muss sich beim Unternehmensregister registrieren und die Daten im XBRL-Format (Extensible Business Reporting Language) oder als strukturiertes PDF einreichen. Viele Steuerberater übernehmen diese Aufgabe im Rahmen der Jahresabschlusserstellung — das spart Zeit und vermeidet Fehler. OnlineBilanz.de bietet beispielsweise digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen, bei denen die Offenlegung standardmäßig enthalten ist.

Größenklassen nach § 267 HGB: Schwellenwerte und Konsequenzen für 2026

Die Einordnung einer GmbH in eine der drei Größenklassen nach § 267 HGB hat weitreichende Folgen für Umfang und Fristen von Jahresabschluss, Offenlegung und Prüfungspflicht. Die Größenklasse bestimmt sich nach den Schwellenwerten für Bilanzsumme, Umsatzerlöse und Arbeitnehmerzahl — wobei zwei von drei Kriterien an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen überschritten sein müssen (§ 267 Abs. 4 HGB).

Größenklasse Bilanzsumme (€) Umsatzerlöse (€) Arbeitnehmer
Kleine GmbH (§ 267 Abs. 1) ≤ 6.000.000 ≤ 12.000.000 ≤ 50
Mittelgroße GmbH (§ 267 Abs. 2) ≤ 20.000.000 ≤ 40.000.000 ≤ 250
Große GmbH (§ 267 Abs. 3) > 20.000.000 > 40.000.000 > 250

Für die Abschlusserstellung 2025/2026 sind die Werte der Geschäftsjahre 2024 und 2025 maßgeblich. Eine GmbH gilt erst als mittelgroß oder groß, wenn sie an zwei aufeinanderfolgenden Stichtagen die Schwellenwerte überschreitet — und umgekehrt bleibt sie groß, bis sie an zwei aufeinanderfolgenden Stichtagen unterschritten wird.

Konsequenzen der Größenklasse

  • Prüfungspflicht: Mittelgroße und große GmbHs müssen den Jahresabschluss durch einen Wirtschaftsprüfer prüfen lassen (§ 316 Abs. 1 HGB).
  • Lageberichtspflicht: Ab mittelgroßer Größenklasse ist ein Lagebericht nach § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB verpflichtend.
  • Offenlegungsumfang: Kleine GmbHs profitieren von Erleichterungen nach § 326 HGB, große GmbHs müssen den vollständigen Abschluss offenlegen.
  • Feststellungsfrist: Kleine GmbHs haben 11 Monate, mittelgroße und große 8 Monate nach § 42a GmbHG.

Praxis-Hinweis für Augsburger GmbHs

Viele wachsende Unternehmen überschreiten die Schwellenwerte zur mittelgroßen GmbH, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. Planen Sie rechtzeitig die Beauftragung eines Wirtschaftsprüfers und kalkulieren Sie die zusätzlichen Kosten und Zeitaufwände ein — eine Abschlussprüfung dauert mehrere Wochen.

Buchhaltung in Eigenregie oder mit Steuerberater: Was lohnt sich für Augsburger GmbHs?

Viele Geschäftsführer stehen vor der Frage, ob sie die laufende Buchhaltung selbst führen oder an einen Steuerberater oder Buchhalter auslagern. Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab: Unternehmensgröße, Transaktionsvolumen, Komplexität der Geschäftsvorfälle, eigene Fachkenntnisse und verfügbare Zeit.

Buchhaltung in Eigenregie

  • Kostenersparnis bei laufenden Steuerberaterkosten
  • Volle Kontrolle und unmittelbarer Einblick in die Zahlen
  • Erfordert Zeit, Fachkenntnis und GoBD-konforme Software
  • Fehlerrisiko bei komplexen Sachverhalten (z. B. Bewertungsfragen, Rückstellungen)

Auslagerung an Steuerberater

  • Professionelle, rechtssichere Buchführung durch Fachkräfte
  • Steueroptimierung und laufende Beratung inklusive
  • Zeitersparnis für operative Geschäftsführung
  • Planbare Kosten, oft als monatliche Pauschale oder Festpreis

In Augsburg gibt es zahlreiche Steuerberaterkanzleien, die laufende Buchhaltung und Jahresabschluss anbieten. Für GmbHs, die Wert auf transparente Preise, digitale Zusammenarbeit und keine Wartezeiten legen, kann eine Plattform wie OnlineBilanz.de eine sinnvolle Alternative sein: Der Jahresabschluss wird durch zugelassene Steuerberater erstellt, digital koordiniert über Servet Gündogan als Büroleiter, mit festen Preisen und klaren Fristen.

Jahresabschluss: Steuerberater ist Pflicht ab Prüfungspflicht

Während die laufende Buchhaltung grundsätzlich auch durch eigene Mitarbeiter oder externe Buchhalter erledigt werden kann, ist der Jahresabschluss bei mittelgroßen und großen GmbHs prüfungspflichtig (§ 316 HGB). Spätestens hier wird die Beauftragung eines Steuerberaters (für Aufstellung) und Wirtschaftsprüfers (für Prüfung) zwingend notwendig. Kleine GmbHs profitieren ebenfalls von der Fachexpertise eines Steuerberaters, insbesondere bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten.

„Die Frage ist nicht ob, sondern wann ein Steuerberater eingebunden wird. Wer den Jahresabschluss selbst erstellt, trägt das volle Haftungsrisiko für Fehler — und die können teuer werden. Ein Steuerberater bringt nicht nur Fachkenntnis, sondern auch Berufshaftpflichtversicherung mit. Das ist gerade bei Betriebsprüfungen oder Gesellschafterstreitigkeiten Gold wert.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Häufige Fehler in der Buchhaltung: Was Augsburger GmbHs vermeiden sollten

Trotz klarer gesetzlicher Vorgaben treten in der Praxis immer wieder typische Fehler auf, die zu Nachforderungen bei Betriebsprüfungen, Ordnungsgeldern oder sogar persönlicher Haftung des Geschäftsführers führen können. Die folgenden Fehlerquellen sollten Augsburger GmbHs systematisch vermeiden.

1. Verspätete oder fehlende Buchungen

Die GoBD verlangen eine zeitnahe Buchung aller Geschäftsvorfälle. Wer Belege monatelang sammelt und erst zum Jahresende bucht, verstößt gegen § 238 Abs. 1 HGB und § 146 AO. Im Fall einer Betriebsprüfung kann das Finanzamt die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung anzweifeln und Schätzungsbescheide erlassen.

2. Fehlende Belege oder unvollständige Archivierung

Jede Buchung muss durch einen Beleg nachgewiesen werden können (§ 238 Abs. 2 HGB). Digitale Belege (E-Mail-Rechnungen, PDF-Dokumente) müssen revisionssicher archiviert werden. Wer Belege nur ausgedruckt ablegt oder gar nicht archiviert, riskiert die Aberkennung des Betriebsausgabenabzugs und Hinzuschätzungen.

3. Fehlerhafte Umsatzsteuer-Voranmeldungen

Die Umsatzsteuer-Voranmeldung muss monatlich oder quartalsweise abgegeben werden (§ 18 UStG). Fehler bei der Zuordnung von Vorsteuern, bei Reverse-Charge-Fällen oder bei innergemeinschaftlichen Lieferungen führen zu Nachforderungen und Zinsen. Eine saubere laufende Buchhaltung ist die Voraussetzung für korrekte USt-Voranmeldungen.

4. Nichtbeachtung von Bewertungsvorschriften

Die Bewertung von Anlagevermögen, Vorräten und Forderungen folgt strengen Regeln (§ 252 ff. HGB). Typische Fehler: fehlende Abschreibungen, zu hohe Wertansätze bei Vorräten, fehlende Rückstellungen für drohende Verluste. Solche Fehler fallen spätestens bei einer Abschlussprüfung oder Betriebsprüfung auf.

  • Alle Belege zeitnah erfassen und GoBD-konform archivieren
  • Umsatzsteuer-Voranmeldungen fristgerecht und korrekt abgeben
  • Regelmäßige Abstimmung von Debitoren-, Kreditoren- und Bankkonten
  • Inventur zum Bilanzstichtag durchführen und dokumentieren (§ 240 HGB)
  • Rückstellungen und Abgrenzungen korrekt bilden (§ 249 HGB, § 250 HGB)
  • Jahresabschluss rechtzeitig aufstellen, feststellen und offenlegen

Wer diese Punkte systematisch abarbeitet und bei Unsicherheiten frühzeitig einen Steuerberater hinzuzieht, minimiert das Fehlerrisiko erheblich. Eine professionelle Buchhaltung ist keine lästige Pflicht, sondern die Basis für steueroptimierte Gestaltungen und fundierte unternehmerische Entscheidungen.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es in Augsburg besondere lokale Anforderungen an die Buchhaltung?

Nein. Die Buchführungspflichten für GmbHs sind bundeseinheitlich im HGB und GmbHG geregelt. Augsburger Unternehmen unterliegen denselben Vorschriften wie GmbHs in anderen Städten. Auch die Offenlegung erfolgt zentral beim Unternehmensregister, nicht bei einer lokalen Behörde.

Welche Software ist für GoBD-konforme Buchhaltung in Augsburg empfehlenswert?

Empfehlenswert sind cloudbasierte Lösungen wie DATEV Unternehmen online, Lexoffice oder sevDesk, die eine revisionssichere Archivierung, Unveränderbarkeit der Buchungen und lückenlose Dokumentation gewährleisten. Wichtig ist, dass die Software eine GoBD-Verfahrensdokumentation unterstützt und Schnittstellen zum Steuerberater bietet.

Kann ich als Augsburger GmbH die Buchhaltung komplett remote durch einen Steuerberater erledigen lassen?

Ja. Moderne Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz arbeiten vollständig digital: Belege werden per Upload übermittelt, die Buchhaltung erfolgt durch zugelassene Steuerberater, und der Jahresabschluss wird elektronisch bereitgestellt. Ein persönliches Büro vor Ort ist nicht zwingend erforderlich, solange die Kommunikation und Dokumentation sichergestellt sind.

Was passiert, wenn ich die Offenlegungsfrist für 2026 verpasse?

Das Bundesamt für Justiz leitet automatisch ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Das Ordnungsgeld beträgt mindestens 500 Euro und kann bis zu 25.000 Euro betragen. Zudem haftet der Geschäftsführer persönlich. Nach Zahlung des Ordnungsgeldes bleibt die Offenlegungspflicht bestehen – sie entfällt nicht durch die Sanktion.

Muss ich als Augsburger Kleinunternehmer auch einen Jahresabschluss offenlegen?

Nur, wenn Sie eine Kapitalgesellschaft (z. B. UG oder GmbH) führen. Einzelunternehmer und GbRs, die nicht im Handelsregister eingetragen sind, unterliegen keiner Offenlegungspflicht. Freiwillig eingetragene Kaufleute (e. K.) müssen den Jahresabschluss erstellen, aber nicht zwingend offenlegen – es sei denn, sie überschreiten die Schwellenwerte nach § 267 HGB.

Wie lange muss ich Buchhaltungsunterlagen in Augsburg aufbewahren?

Für Buchungsbelege, Rechnungen, Jahresabschlüsse und Inventare gilt eine gesetzliche Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren gemäß § 257 HGB und § 147 AO. Geschäftsbriefe und sonstige Unterlagen müssen sechs Jahre aufbewahrt werden. Die Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgte.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), GmbH-Gesetz (GmbHG), GoBD – Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, Unternehmensregister. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

Ähnlich wie in Bonn gelten auch in anderen deutschen Städten die gleichen gesetzlichen Buchhaltungspflichten für GmbHs. Einen detaillierten Überblick über die Buchhaltung Augsburg 2026: GmbH-Pflichten & Fristen finden Sie in unserem entsprechenden Ratgeber. Die Anforderungen unterscheiden sich jedoch je nach Rechtsform – so unterliegt beispielsweise die Buchhaltung UG zwar denselben grundsätzlichen Prinzipien, weist aber spezifische Besonderheiten auf.

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Guten Morgen Herr Müller — ich habe Ihre Rückfrage zum Reverse‑Charge bei dem spanischen Dienstleister gesehen. 09:12
Moin! Genau. Die Rechnung kam netto rein, MwSt steht nicht drauf. Muss ich da was tun? 09:14 · gelesen
Kurz: ja — das ist §13b UStG. Sie schulden die USt, dürfen sie aber gleichzeitig als Vorsteuer ziehen. Cashflow‑neutral, aber muss in die UStVA. 09:15
Merkblatt_§13b_UStG.pdf 2 Seiten · von F. Klement geteilt
Nachricht an F. Klement… Senden
9:16
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F. Klement ● online
Heute · 9:15
Kurze Frage unterwegs — darf ich das Mittagessen mit Kunde X als BK absetzen? 9:15
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Rechts­anwalts­kammerFachbereich Steuerrecht
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DATEV‑PartnerSchnittstellen­zertifiziert
Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
Ben
KI-Steuerberater