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Datum

Lesedauer

16–24 Minuten

OnlineBilanzBlogArztpraxis Steuererklärung

Arztpraxis Steuererklärung 2026: Pflichten & Fristen

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Arztpraxen unterliegen besonderen steuerlichen Regelungen – abhängig von Rechtsform, Umsatzstruktur und Gewinnermittlung. Ob Einzelpraxis, Gemeinschaftspraxis oder Ärzte-GmbH: Die Steuererklärung erfordert fundierte Fachkenntnisse zu Umsatzsteuerbefreiung, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Offenlegungspflichten. Dieser Artikel erklärt alle relevanten Steuerpflichten für Arztpraxen im Jahr 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Arztpraxen müssen je nach Rechtsform unterschiedliche Steuererklärungen einreichen. Freiberufler (Einzelpraxis, Gemeinschaftspraxis) führen eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung und zahlen Einkommensteuer. Ärzte-GmbHs sind körperschaftsteuerpflichtig, müssen einen Jahresabschluss erstellen und offenlegen. Heilbehandlungen sind nach § 4 Nr. 14 UStG umsatzsteuerfrei, Wahlleistungen können umsatzsteuerpflichtig sein. Gewerbesteuer fällt nur bei gewerblicher Tätigkeit (z. B. ärztliche GmbH) an.

Welche steuerlichen Besonderheiten gelten für Arztpraxen?

Arztpraxen unterliegen einer komplexen steuerlichen Sondersituation, die sich fundamental von gewerblichen Unternehmen unterscheidet. Nach § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG zählt die ärztliche Tätigkeit zu den freiberuflichen Einkünften, nicht zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb. Diese Einordnung hat weitreichende Konsequenzen für die Steuererklärung: Arztpraxen unterliegen grundsätzlich nicht der Gewerbesteuer, müssen dafür aber besondere Anforderungen an die Gewinnermittlung und Dokumentation erfüllen.

Eine GmbH-Struktur für eine Arztpraxis ist seit der Gesundheitsreform möglich, führt jedoch zu einer vollständigen Änderung der steuerlichen Behandlung. Die Ärzte-GmbH gilt steuerlich als Gewerbebetrieb nach § 15 EStG, unterliegt der Gewerbesteuer und muss nach § 264 HGB einen Jahresabschluss erstellen und offenlegen. Für GmbH-Geschäftsführer ärztlicher MVZ (Medizinische Versorgungszentren) oder Praxis-GmbHs ergeben sich daher völlig andere Pflichten als für freiberuflich tätige Einzelpraxen oder Gemeinschaftspraxen in Form einer GbR.

Abgrenzung: Freiberufler versus GmbH

Rechtsform Einkunftsart Gewerbesteuer Jahresabschluss Offenlegung
Einzelpraxis (Freiberufler) § 18 EStG Nein EÜR oder Bilanz Nein
GbR (mehrere Ärzte) § 18 EStG Nein EÜR oder Bilanz Nein
Ärzte-GmbH / MVZ-GmbH § 15 EStG (Gewerbebetrieb) Ja § 264 HGB Pflicht § 325 HGB Pflicht

Hinweis

Wird eine Arztpraxis als GmbH geführt, entfällt die freiberufliche Privilegierung vollständig. Die Gesellschaft unterliegt dann der vollen Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und den handelsrechtlichen Publizitätspflichten – auch wenn ausschließlich approbierte Ärzte tätig sind.

Welche Rechtsformen kommen für Arztpraxen in Frage und welche Steuerpflichten ergeben sich?

Die Wahl der Rechtsform bestimmt maßgeblich den Umfang der Steuerpflichten. Während Einzelpraxen und ärztliche Gemeinschaftspraxen als GbR steuerlich als freiberuflich gelten, führt die Gründung einer GmbH, UG oder Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB) zu unterschiedlichen steuerlichen Konsequenzen.

Einzelpraxis und GbR

Einzelpraxen und ärztliche Gemeinschaftspraxen in der Rechtsform der GbR erzielen Einkünfte aus selbständiger Arbeit nach § 18 EStG. Die Gewinnermittlung erfolgt wahlweise durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG oder durch Betriebsvermögensvergleich (Bilanzierung) nach § 4 Abs. 1 EStG. Eine Bilanzierungspflicht besteht nur bei Überschreitung der Grenzen des § 141 AO (Umsatz über 800.000 Euro oder Gewinn über 80.000 Euro im Wirtschaftsjahr 2025/2026).

GmbH und UG (haftungsbeschränkt)

Ärzte-GmbHs und MVZ-GmbHs unterliegen der Körperschaftsteuerpflicht nach § 1 KStG, der Gewerbesteuerpflicht nach § 2 GewStG sowie der vollen Bilanzierungspflicht nach § 13 GmbHG i.V.m. § 242 HGB. Der Jahresabschluss muss von den Gesellschaftern festgestellt werden (§ 42a GmbHG: 11 Monate bei Kleinstgesellschaften, 8 Monate bei größeren GmbHs) und anschließend beim Unternehmensregister offengelegt werden (§ 325 HGB: 12 Monate nach Bilanzstichtag).

Partnerschaftsgesellschaft (PartG / PartG mbB)

Die Partnerschaftsgesellschaft bleibt steuerlich eine Personengesellschaft mit freiberuflichen Einkünften nach § 18 EStG. Die PartG mbB (mit beschränkter Berufshaftung) bietet Haftungsbegrenzung ohne Verlust der freiberuflichen Privilegierung. Gewerbesteuer fällt nicht an, die Gewinnermittlung erfolgt wie bei der GbR durch EÜR oder Bilanz.

„In der Beratung von Ärzte-GmbHs sehen wir häufig Überraschung über den Umfang der handelsrechtlichen Pflichten. Viele Gründer unterschätzen, dass mit der GmbH nicht nur Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer anfallen, sondern auch ein vollständiger Jahresabschluss mit Offenlegungspflicht verbunden ist – inklusive möglicher Ordnungsgelder bei Versäumnis.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Müssen Arztpraxen als GmbH einen Jahresabschluss erstellen und offenlegen?

Ja. Jede Arztpraxis in der Rechtsform einer GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) ist nach § 13 GmbHG i.V.m. § 242 HGB verpflichtet, für jedes Geschäftsjahr einen Jahresabschluss aufzustellen. Dieser besteht mindestens aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Abhängig von der Größenklasse nach § 267 HGB kann zusätzlich ein Anhang und unter Umständen ein Lagebericht erforderlich sein.

Fristen für Aufstellung und Feststellung

Der Jahresabschluss muss von der Geschäftsführung aufgestellt werden. Die Gesellschafterversammlung muss ihn anschließend feststellen. Nach § 42a GmbHG gelten folgende Fristen ab Bilanzstichtag (z.B. 31.12.2025):

  • Kleinstkapitalgesellschaften (§ 267a HGB): 11 Monate
  • Kleine Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 1 HGB): 8 Monate
  • Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2, 3 HGB): 8 Monate

Für eine Ärzte-GmbH mit Bilanzstichtag 31.12.2025 bedeutet das: Feststellung bis spätestens 30.11.2026 (Kleinstgesellschaft) bzw. 31.08.2026 (kleine, mittlere, große GmbH).

Offenlegungspflicht beim Unternehmensregister

Nach § 325 HGB muss der festgestellte Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht werden. Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich über das Unternehmensregister, nicht mehr über den Bundesanzeiger. Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 endet die Frist am 31.12.2026.

Achtung

Bei Versäumnis der Offenlegungsfrist droht ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB. Das Bundesamt für Justiz kann Ordnungsgelder zwischen 500 Euro und 25.000 Euro festsetzen – und zwar gegen die Gesellschaft und persönlich gegen die Geschäftsführer.

Wer den Jahresabschluss professionell durch einen Steuerberater erstellen und die Offenlegung fristgerecht sicherstellen möchte, kann auf digitale Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz.de zurückgreifen. Dort erfolgt die Erstellung durch zugelassene Steuerberater mit transparenten Festpreisen und digitaler Prozessbegleitung.

Wie erfolgt die Gewinnermittlung bei Arztpraxen?

Die Art der Gewinnermittlung hängt von der Rechtsform und der Größe der Arztpraxis ab. Freiberufliche Einzelpraxen und GbRs haben grundsätzlich die Wahl zwischen Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) und Bilanzierung. Arztpraxen in der Rechtsform einer GmbH sind dagegen immer bilanzierungspflichtig.

Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)

Nach § 4 Abs. 3 EStG können Freiberufler ihren Gewinn durch Gegenüberstellung der Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben ermitteln. Die EÜR ist einfacher als die Bilanzierung, da sie dem Zufluss-Abfluss-Prinzip folgt: Einnahmen und Ausgaben werden erfasst, wenn sie tatsächlich zufließen bzw. abfließen. Für Arztpraxen mit Umsätzen unter 800.000 Euro und Gewinnen unter 80.000 Euro ist die EÜR in der Regel die praktikabelste Lösung.

Die EÜR muss seit 2017 für alle Freiberufler mit Gewinnen über 25.000 Euro elektronisch nach amtlichem Muster (Anlage EÜR) erstellt und über ELSTER an das Finanzamt übermittelt werden.

Bilanzierung nach § 4 Abs. 1 EStG

Überschreitet eine freiberufliche Arztpraxis die Grenzen des § 141 AO (Umsatz über 800.000 Euro oder Gewinn über 80.000 Euro), besteht eine Buchführungspflicht nach § 140 AO. Der Gewinn wird dann durch Betriebsvermögensvergleich ermittelt: Betriebsvermögen am Ende des Jahres minus Betriebsvermögen am Anfang, korrigiert um Entnahmen und Einlagen.

Auch freiwillig kann eine Arztpraxis zur Bilanzierung übergehen, etwa um ein besseres Controlling zu ermöglichen oder Investitionen transparent abzubilden.

Bilanzierung bei der GmbH

Ärzte-GmbHs und MVZ-GmbHs sind nach § 242 HGB stets bilanzierungspflichtig, unabhängig von Umsatz oder Gewinn. Der Jahresabschluss besteht aus Bilanz, GuV und ggf. Anhang. Die Bewertung erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 252 ff. HGB. Steuerlich ist eine separate Steuerbilanz nach § 60 EStDV zu erstellen, die von der Handelsbilanz abweichen kann (z.B. bei Abschreibungen oder Rückstellungen).

  • Umsatz und Gewinn prüfen (Schwelle § 141 AO: 800.000 / 80.000 Euro)
  • Rechtsform beachten: GmbH immer bilanzierungspflichtig
  • EÜR nur bei Freiberuflern unter den Grenzen zulässig
  • Anlage EÜR elektronisch über ELSTER einreichen (ab 25.000 Euro Gewinn)
  • Bei Bilanzierung: Handelsbilanz und Steuerbilanz unterscheiden

Ist die Arztpraxis umsatzsteuerpflichtig oder steuerbefreit?

Ärztliche Heilbehandlungen sind nach § 4 Nr. 14 UStG grundsätzlich umsatzsteuerfrei. Diese Steuerbefreiung gilt sowohl für Einzelpraxen als auch für GmbHs, sofern die Leistungen von approbierten Ärzten erbracht werden. Die Umsatzsteuerbefreiung ist ein zentraler Vorteil der ärztlichen Tätigkeit, führt aber auch zu Einschränkungen beim Vorsteuerabzug.

Umfang der Steuerbefreiung

Steuerfrei sind nach § 4 Nr. 14 Buchstabe a UStG die Heilbehandlungen im Bereich der Humanmedizin, die von Ärzten oder anderen gesetzlich anerkannten Heilberufen durchgeführt werden. Dazu zählen Diagnose, Behandlung, Therapie sowie alle damit eng verbundenen Leistungen (z.B. Laboruntersuchungen, ärztliche Gutachten im Behandlungskontext).

Nicht befreit sind jedoch rein kosmetische Leistungen ohne medizinische Indikation (z.B. Schönheitsoperationen, ästhetische Zahnkorrekturen). Diese unterliegen dem Regelsteuersatz von 19 % und berechtigen zum Vorsteuerabzug.

Vorsteuerabzug eingeschränkt

Da steuerfreie Umsätze nach § 15 Abs. 2 UStG grundsätzlich nicht zum Vorsteuerabzug berechtigen, kann die Arztpraxis die in Rechnungen ausgewiesene Umsatzsteuer (z.B. für medizinische Geräte, Praxisbedarf, Softwarelizenzen) nicht als Vorsteuer geltend machen. Die Umsatzsteuer wird damit zu einem echten Kostenfaktor.

Erbringt die Praxis sowohl steuerfreie (Heilbehandlungen) als auch steuerpflichtige Umsätze (z.B. kosmetische Leistungen, Vermietung von Praxisräumen), ist eine Vorsteueraufteilung nach § 15 Abs. 4 UStG erforderlich. Der abzugsfähige Anteil richtet sich nach dem Verhältnis der steuerpflichtigen zu den Gesamtumsätzen.

Hinweis

Die Umsatzsteuerbefreiung für Heilbehandlungen ist keine Option, sondern zwingendes Recht. Eine Arztpraxis kann nicht freiwillig auf die Steuerbefreiung verzichten, um den Vorsteuerabzug zu erhalten.

Steuerfreie Umsätze

  • Heilbehandlungen nach § 4 Nr. 14 UStG
  • Diagnose, Therapie, Nachsorge
  • Ärztliche Gutachten (im Behandlungskontext)
  • Laborleistungen im Rahmen der Heilbehandlung

Steuerpflichtige Umsätze

  • Rein kosmetische Leistungen ohne medizinische Indikation
  • Ästhetische Zahnbehandlungen
  • Schönheitsoperationen
  • Vermietung von Praxisräumen an Dritte

Unterliegt die Arztpraxis der Gewerbesteuer?

Die Gewerbesteuerpflicht hängt entscheidend von der Rechtsform ab. Freiberufliche Arztpraxen (Einzelpraxis, GbR, PartG) sind nach § 2 Abs. 1 GewStG nicht gewerbesteuerpflichtig, da ärztliche Tätigkeit nach § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG als freiberuflich gilt. Wird die Praxis jedoch als GmbH oder UG geführt, entfällt die freiberufliche Privilegierung vollständig.

Freiberufliche Praxen: keine Gewerbesteuer

Einzelpraxen, Gemeinschaftspraxen in Form einer GbR oder Partnerschaftsgesellschaften erzielen Einkünfte aus selbständiger Arbeit und unterliegen nicht der Gewerbesteuer. Dies gilt unabhängig von der Höhe des Gewinns oder Umsatzes. Auch die Anstellung nichtärztlichen Personals (Medizinische Fachangestellte, Verwaltung) ändert nichts am freiberuflichen Charakter, solange die ärztliche Leistung im Vordergrund steht.

Ärzte-GmbH: volle Gewerbesteuerpflicht

Eine Ärzte-GmbH oder MVZ-GmbH ist nach § 2 Abs. 2 GewStG stets gewerbesteuerpflichtig, auch wenn ausschließlich approbierte Ärzte tätig sind und nur Heilbehandlungen erbracht werden. Die GmbH gilt kraft Rechtsform als Gewerbebetrieb nach § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG. Der Gewerbeertrag unterliegt der Gewerbesteuer, wobei ein Freibetrag von 24.500 Euro nach § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG gilt.

Die Gewerbesteuer wird von der Gemeinde erhoben, in der die Praxis ihre Betriebsstätte hat. Der effektive Steuersatz hängt vom Gewerbesteuerhebesatz der Gemeinde ab und liegt in Deutschland typischerweise zwischen 7 % und 17,5 % des Gewerbeertrags (nach Hinzurechnungen und Kürzungen gemäß § 8, 9 GewStG).

0 %

Gewerbesteuer bei freiberuflichen Praxen

24.500 €

Freibetrag GmbH (§ 11 GewStG)

7–17,5 %

Typischer effektiver Hebesatz

„Die Umwandlung einer freiberuflichen Gemeinschaftspraxis in eine GmbH bringt erhebliche steuerliche Mehrbelastungen mit sich. Neben der Gewerbesteuer kommen Körperschaftsteuer und die volle handelsrechtliche Buchführungs- und Offenlegungspflicht hinzu. Diese Entscheidung sollte steuerlich sorgfältig durchgerechnet werden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wie wird die Körperschaftsteuer bei Ärzte-GmbHs berechnet?

Ärzte-GmbHs und MVZ-GmbHs sind nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtig. Anders als freiberufliche Praxen, deren Gewinn direkt bei den Gesellschaftern der Einkommensteuer unterliegt, wird der Gewinn der GmbH zunächst auf Ebene der Gesellschaft mit Körperschaftsteuer belastet. Der Körperschaftsteuersatz beträgt bundesweit einheitlich 15 % nach § 23 Abs. 1 KStG. Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer, effektiv also 0,825 % auf den Gewinn.

Bemessungsgrundlage: zu versteuerndes Einkommen

Bemessungsgrundlage für die Körperschaftsteuer ist das zu versteuernde Einkommen nach § 7 Abs. 1 KStG. Ausgangspunkt ist der handelsrechtliche Jahresüberschuss, der durch steuerliche Korrekturen (Hinzurechnungen, Kürzungen, Abschreibungsunterschiede) angepasst wird. Typische Korrekturen bei Ärzte-GmbHs betreffen:

  • Abweichende Abschreibungen (steuerlich oft degressiv oder AfA-Tabellen, handelsrechtlich planmäßig)
  • Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben nach § 4 Abs. 5 EStG (z.B. Bewirtungskosten zu 30 %, Geschenke über 50 Euro)
  • Rückstellungen (handelsrechtlich weiter gefasst als steuerlich nach § 5 EStG)
  • Gewerbesteuerrückstellung (nicht abzugsfähig nach § 10 Nr. 2 KStG)

Gewinnausschüttung und Kapitalertragsteuer

Wird der nach Körperschaftsteuer verbleibende Gewinn an die Gesellschafter ausgeschüttet, unterliegt die Ausschüttung auf Gesellschafterebene der Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer) von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Die GmbH ist verpflichtet, die Kapitalertragsteuer nach § 43 Abs. 1 Nr. 1 EStG einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen.

Alternativ kann die Ausschüttung im Rahmen des Teileinkünfteverfahrens nach § 3 Nr. 40 EStG besteuert werden, wenn der Gesellschafter mindestens 25 % an der GmbH hält oder beruflich für die GmbH tätig ist. Dann sind 40 % der Ausschüttung steuerfrei, 60 % unterliegen dem persönlichen Einkommensteuersatz.

Ebene Steuerart Satz Bemessungsgrundlage
Gesellschaft Körperschaftsteuer 15 % Zu versteuerndes Einkommen
Gesellschaft Solidaritätszuschlag 5,5 % auf KSt Körperschaftsteuer
Gesellschafter Kapitalertragsteuer (Abgeltung) 25 % + SolZ Ausschüttung
Gesellschafter Teileinkünfteverfahren (alternativ) 60 % × pers. Satz Ausschüttung

Hinweis

Die Gesamtsteuerbelastung von Gewinn und Ausschüttung kann bei der GmbH deutlich höher liegen als bei einer freiberuflichen Praxis, wenn der persönliche Einkommensteuersatz des Freiberuflers unter 42 % liegt. Eine detaillierte Steuerplanung ist daher unverzichtbar.

Welche Besonderheiten gelten bei Lohnsteuer und Sozialversicherung?

Arztpraxen beschäftigen regelmäßig Medizinische Fachangestellte (MFA), Verwaltungspersonal und teilweise angestellte Ärzte. Für alle Arbeitnehmer ist die Praxis verpflichtet, Lohnsteuer nach § 38 Abs. 3 EStG einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Zudem bestehen umfassende Sozialversicherungspflichten als Arbeitgeber.

Lohnsteuerabzug und Abführung

Die Arztpraxis ist Arbeitgeber und muss für alle Angestellten monatlich die Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer berechnen und an das Betriebsstättenfinanzamt abführen. Die Fälligkeit richtet sich nach § 41a EStG und ist abhängig von der Höhe der abzuführenden Lohnsteuer:

  • Monatlich: Lohnsteuer über 5.000 Euro im Vorjahr
  • Vierteljährlich: Lohnsteuer zwischen 1.080 und 5.000 Euro
  • Jährlich: Lohnsteuer unter 1.080 Euro

Zusätzlich muss die Praxis jährlich Lohnsteuerbescheinigungen nach § 41b EStG elektronisch an die Finanzverwaltung übermitteln (bis 28. Februar des Folgejahres).

Sozialversicherung der Angestellten

Die Arztpraxis ist verpflichtet, für alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abzuführen. Der Arbeitgeberanteil beträgt etwa 20 % des Bruttogehalts (Stand 2026). Die Anmeldung und Beitragsabführung erfolgt über die zuständige Krankenkasse des Arbeitnehmers.

Geschäftsführer der Ärzte-GmbH

Ist ein Arzt zugleich Gesellschafter-Geschäftsführer einer Ärzte-GmbH, ist er in der Regel nicht sozialversicherungspflichtig, sondern gilt als Selbständiger. Dies gilt insbesondere, wenn er über eine Sperrminorität oder Mehrheitsbeteiligung verfügt. In diesem Fall muss er sich privat krankenversichern und erhält kein Gehalt, sondern Gewinnausschüttungen oder ein Geschäftsführergehalt, das steuerlich als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (§ 19 EStG) behandelt wird.

Angestellte Ärzte ohne Gesellschafterstellung sind hingegen regulär sozialversicherungspflichtig.

Achtung

Die Abgrenzung zwischen sozialversicherungspflichtigem Angestellten und selbständigem Gesellschafter-Geschäftsführer ist komplex und wird von den Rentenversicherungsträgern im Rahmen von Statusfeststellungsverfahren geprüft. Bei fehlerhafter Einordnung drohen Nachforderungen.

Welche Steuererklärungen muss die Arztpraxis einreichen und welche Fristen gelten?

Art und Umfang der einzureichenden Steuererklärungen hängen von der Rechtsform ab. Freiberufliche Arztpraxen reichen andere Erklärungen ein als Ärzte-GmbHs. Auch die Fristen unterscheiden sich, je nachdem, ob die Praxis steuerlich beraten wird oder nicht.

Freiberufliche Einzelpraxis und GbR

Freiberufliche Ärzte müssen jährlich folgende Steuererklärungen einreichen:

  • Einkommensteuererklärung (Mantelbogen und Anlage S für Einkünfte aus selbständiger Arbeit)
  • Anlage EÜR (ab 25.000 Euro Gewinn elektronisch über ELSTER)
  • Umsatzsteuererklärung (auch bei vollständiger Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 14 UStG, da Umsätze zu melden sind)
  • Umsatzsteuer-Voranmeldungen (monatlich oder vierteljährlich, wenn steuerpflichtige Umsätze vorliegen)

Die reguläre Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung endet am 31. Juli des Folgejahres. Wird die Erklärung durch einen Steuerberater erstellt, verlängert sich die Frist auf den 28. Februar des übernächsten Jahres (für 2025 also bis 28.02.2027).

Ärzte-GmbH

Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich folgende Steuererklärungen einreichen:

  • Körperschaftsteuererklärung (inkl. Anlage zur Ermittlung des zu versteuernden Einkommens)
  • Gewerbesteuererklärung (GewSt 1 A und ggf. Zerlegungserklärung bei mehreren Betriebsstätten)
  • Umsatzsteuererklärung
  • Lohnsteueranmeldungen (monatlich, vierteljährlich oder jährlich)

Für die Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuererklärung gilt dieselbe Frist wie für die Einkommensteuererklärung: 31. Juli (ohne Steuerberater) bzw. 28. Februar des übernächsten Jahres (mit Steuerberater).

Steuererklärung Freiberufler GmbH Frist (ohne StB) Frist (mit StB)
Einkommensteuer Ja (Anlage S) Nein 31.07. 28.02. +2J
Körperschaftsteuer Nein Ja 31.07. 28.02. +2J
Gewerbesteuer Nein Ja 31.07. 28.02. +2J
Umsatzsteuer Ja Ja 31.07. 28.02. +2J
Lohnsteueranmeldung Bei Angestellten Bei Angestellten 10. d. Folgemonats

„Viele Arztpraxen unterschätzen den administrativen Aufwand der monatlichen Lohnsteueranmeldungen und Sozialversicherungsmeldungen. Gerade bei wachsenden Praxen mit mehreren Angestellten lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater, der auch die Lohnbuchhaltung übernimmt.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Für GmbH-Geschäftsführer, die den Jahresabschluss und sämtliche Steuererklärungen professionell und fristgerecht abwickeln möchten, bietet OnlineBilanz.de eine digitale Steuerberater-Plattform mit transparenten Festpreisen. Der gesamte Prozess – von der Buchhaltung über die Erstellung des Jahresabschlusses bis zur Offenlegung – wird von zugelassenen Steuerberatern begleitet.

Welche häufigen Fehler sollten Arztpraxen bei der Steuererklärung vermeiden?

In der steuerlichen Praxis von Arztpraxen treten wiederkehrende Fehlerquellen auf, die zu Nachforderungen, Strafzuschlägen oder Ordnungsgeldern führen können. Viele dieser Fehler lassen sich durch sorgfältige Vorbereitung, professionelle Beratung und digitale Prozesse vermeiden.

Fehler 1: Unvollständige oder verspätete Steuererklärungen

Insbesondere Arztpraxen ohne steuerliche Beratung verpassen häufig die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung (31. Juli). Bei verspäteter Abgabe kann das Finanzamt nach § 152 AO einen Verspätungszuschlag festsetzen (0,25 % der festgesetzten Steuer pro Monat, mindestens 25 Euro). Zudem drohen Zwangsgelder nach § 328 AO.

Fehler 2: Falsche Zuordnung steuerfreier und steuerpflichtiger Umsätze

Die Abgrenzung zwischen steuerfreien Heilbehandlungen (§ 4 Nr. 14 UStG) und steuerpflichtigen kosmetischen Leistungen wird häufig fehlerhaft vorgenommen. Bei Betriebsprüfungen führt dies regelmäßig zu Nachforderungen, wenn steuerpflichtige Umsätze nicht erklärt wurden. Ebenso problematisch: fehlerhafte Vorsteueraufteilung bei gemischten Umsätzen.

Fehler 3: Nichtbeachtung der Offenlegungspflicht bei GmbHs

Ärzte-GmbHs übersehen häufig, dass sie nach § 325 HGB verpflichtet sind, den Jahresabschluss beim Unternehmensregister offenzulegen – innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag. Die Nichtbeachtung führt zu Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB mit Bußgeldern von 500 bis 25.000 Euro, die sowohl gegen die Gesellschaft als auch persönlich gegen die Geschäftsführer verhängt werden können.

Fehler 4: Fehlende Trennung Privat- und Betriebsvermögen

Gerade bei Einzelpraxen und GbRs vermischen Ärzte häufig private und betriebliche Ausgaben. Private Kfz-Nutzung, Reisekosten oder Arbeitszimmer müssen korrekt aufgeteilt werden. Fehlt die Dokumentation, erkennt das Finanzamt Betriebsausgaben nicht an oder schätzt die private Nutzung großzügig.

Fehler 5: Unzureichende Dokumentation von Betriebsausgaben

Bewirtungsbelege, Fortbildungskosten, Fachliteratur und Kongressreisen müssen nach § 4 Abs. 5 EStG und den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) vollständig dokumentiert werden. Fehlende Belege, unvollständige Angaben (z.B. fehlender Anlass bei Bewirtungen) führen zum Abzugsverbot.

  • Steuererklärungen fristgerecht einreichen (Steuerberater-Frist nutzen: 28.02. +2 Jahre)
  • Umsatzsteuerfreie und -pflichtige Leistungen korrekt trennen
  • Offenlegungspflicht bei GmbH beachten (12 Monate nach Bilanzstichtag)
  • Strikte Trennung von Privat- und Betriebsvermögen
  • Vollständige Belegsammlung und -dokumentation (digital oder analog)
  • Lohnsteueranmeldungen und Sozialversicherungsmeldungen termingerecht abgeben
  • Gewerbesteuer bei GmbH nicht vergessen (auch bei kleinen Gewinnen)
  • Vorsteueraufteilung bei gemischten Umsätzen korrekt durchführen

Wer Fehlerquellen systematisch ausschließen möchte, sollte auf professionelle Unterstützung setzen. OnlineBilanz.de bietet GmbH-Geschäftsführern eine digitale Steuerberater-Plattform, bei der zugelassene Steuerberater den gesamten Jahresabschluss erstellen, die Offenlegung fristgerecht durchführen und alle steuerlichen Pflichten koordinieren – zu transparenten Festpreisen und ohne Wartezeiten.

Häufig gestellte Fragen

Kann ein angestellter Arzt in einer GmbH gleichzeitig als Freiberufler tätig sein?

Ja, ein angestellter Arzt kann zusätzlich eine freiberufliche Nebentätigkeit ausüben, etwa als Gutachter oder Honorararzt. Voraussetzung ist, dass beide Tätigkeiten steuerlich getrennt erfasst werden und kein Wettbewerbsverbot im Arbeitsvertrag besteht. Die freiberuflichen Einkünfte sind in der persönlichen Einkommensteuererklärung als Einkünfte aus selbständiger Arbeit nach § 18 EStG anzugeben.

Welche Rolle spielt die Einheitsbewertung bei Arztpraxen für die Gewerbesteuer?

Die Einheitsbewertung betrifft primär die Grundsteuer, nicht die Gewerbesteuer. Bei Arztpraxen ist für die Gewerbesteuer entscheidend, ob eine freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit vorliegt. Freiberufliche Arztpraxen sind nach § 18 EStG gewerbesteuerfrei. Nur wenn die Praxis als GmbH oder ähnliche Kapitalgesellschaft geführt wird, entsteht automatisch Gewerbesteuerpflicht nach § 2 Abs. 2 GewStG.

Müssen Ärzte bei der Praxisübergabe oder -verkauf Steuern zahlen?

Ja. Der Veräußerungsgewinn nach § 18 Abs. 3 EStG unterliegt der Einkommensteuer, kann aber nach § 34 EStG begünstigt besteuert werden (Fünftelregelung oder ermäßigter Steuersatz bei Vollendung des 55. Lebensjahres). Wichtig ist die Bewertung des Praxiswerts (Goodwill, Geräte, Patientenstamm). Eine steuerliche Beratung ist hier unerlässlich, um Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen.

Können Fortbildungskosten von Ärzten steuerlich abgesetzt werden?

Ja, Fortbildungskosten sind als Betriebsausgaben nach § 4 Abs. 4 EStG bzw. Werbungskosten nach § 9 EStG voll abzugsfähig, wenn sie der Erhaltung oder Verbesserung der beruflichen Qualifikation dienen. Dazu zählen Seminargebühren, Fachliteratur, Kongressreisen und auch Kosten für die Erlangung von Zusatzbezeichnungen. Bei angestellten Ärzten erfolgt der Abzug als Werbungskosten, bei selbständigen Ärzten als Betriebsausgaben.

Welche Aufbewahrungsfristen gelten für steuerliche Unterlagen in der Arztpraxis?

Nach § 147 AO gelten für Buchungsbelege, Jahresabschlüsse, Inventare und Buchführungsunterlagen eine Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren. Empfangene Handels- und Geschäftsbriefe sowie Kopien abgesandter Briefe sind 6 Jahre aufzubewahren. Die Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgt ist. Für Patientenunterlagen gelten zusätzlich berufsrechtliche und datenschutzrechtliche Aufbewahrungspflichten (mindestens 10 Jahre nach § 630f BGB).

Kann eine Arztpraxis die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzen?

Theoretisch ja, wenn der Vorjahresumsatz unter 25.000 Euro lag und im laufenden Jahr voraussichtlich 100.000 Euro nicht übersteigt. Praktisch ist dies bei laufenden Arztpraxen kaum relevant, da die meisten ärztlichen Heilbehandlungen nach § 4 Nr. 14 UStG ohnehin umsatzsteuerfrei sind. Die Kleinunternehmerregelung wird daher in der Regel nur bei Neugründungen oder sehr kleinen Praxen geprüft.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Einkommensteuergesetz (EStG), Umsatzsteuergesetz (UStG), Körperschaftsteuergesetz (KStG), Gewerbesteuergesetz (GewStG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

Weiterführend: Apotheke Steuererklärung 2026: Pflichten & Fristen

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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