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13–20 Minuten

OnlineBilanzBlogAnlage S 2026

Anlage S 2026: Ausfüllen, Fristen & Gewinnermittlung

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Anlage S 2026 ist für alle Selbstständigen und Freiberufler ein zentrales Formular der Einkommensteuererklärung – hier werden Einkünfte aus selbstständiger Arbeit nach § 18 EStG erklärt. Ob Einnahmen-Überschuss-Rechnung, Investitionsabzugsbetrag oder GWG-Abschreibung: Wer die Anlage S korrekt ausfüllt, vermeidet Rückfragen und nutzt alle steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten. Ähnlich wie bei der Anlage R für Rentner gelten auch hier präzise Fristen und Dokumentationspflichten. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Aufbau, Pflichtangaben, Fristen und häufige Fehlerquellen für die Steuererklärung 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Die Anlage S ist das Formular für Einkünfte aus selbstständiger Arbeit gemäß § 18 EStG und muss von Freiberuflern, Gewerbetreibenden ohne Gewerbebetrieb sowie bestimmten anderen Selbstständigen ausgefüllt werden. Sie dient der Gewinnermittlung entweder durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung (§ 4 Abs. 3 EStG) oder Bilanzierung und muss für 2026 grundsätzlich bis zum 31. Juli 2027 (bzw. bei Steuerberatereinbindung bis 30. April 2028) elektronisch beim Finanzamt eingereicht werden.

Was ist die Anlage S und wofür wird sie benötigt?

Die Anlage S ist ein Formular der Einkommensteuererklärung, in dem Einkünfte aus selbstständiger Arbeit gemäß § 18 Einkommensteuergesetz (EStG) erklärt werden. Sie betrifft insbesondere Freiberufler wie Steuerberater, Rechtsanwälte, Ärzte, Architekten, Ingenieure und vergleichbare Berufsgruppen. Auch GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer können betroffen sein, wenn sie atypische Tätigkeiten ausüben, die über die normale Geschäftsführung hinausgehen und freiberuflichen Charakter haben.

Für GmbH-Geschäftsführer ist die Anlage S grundsätzlich nicht relevant, da ihr Geschäftsführergehalt als Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit (§ 19 EStG) gilt und in der Anlage N erklärt wird. Anders verhält es sich bei Gesellschaftern einer Personengesellschaft oder bei Freiberuflern, die zusätzlich zur GmbH-Tätigkeit selbstständig tätig sind.

Praxis-Hinweis

Die Anlage S 2026 wird für Einkünfte des Veranlagungszeitraums 2025 verwendet. Das Formular wurde durch die Finanzverwaltung aktualisiert und enthält Anpassungen zu digitalen Meldepflichten sowie zur Berücksichtigung von Energiepreispauschalen und Inflationsausgleichsprämien. Die Abgabe erfolgt elektronisch über ELSTER.

Typische Berufsgruppen für die Anlage S

  • Freiberufler nach § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG (Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten, Ingenieure)
  • Selbstständige Künstler, Schriftsteller, Journalisten
  • Beratende Betriebswirte, Unternehmensberater
  • Sachverständige, Dolmetscher, Übersetzer
  • Mitunternehmer einer freiberuflichen Personengesellschaft (z. B. Partnerschaftsgesellschaft)

Aufbau und Struktur der Anlage S 2026

Die Anlage S 2026 gliedert sich in mehrere Hauptabschnitte, die systematisch alle Einkunftsbestandteile erfassen. Der Aufbau folgt der steuerlichen Gewinnermittlungslogik: Betriebseinnahmen werden erfasst, Betriebsausgaben abgezogen, und Sonderfälle wie Investitionsabzugsbeträge oder geringwertige Wirtschaftsgüter werden gesondert ausgewiesen.

Hauptabschnitte der Anlage S

Zeile Bereich Inhalt
4–10 Betriebseinnahmen Umsätze, Entnahmen, Investitionszulagen, sonstige Einnahmen
11–39 Betriebsausgaben Personalkosten, Raumkosten, Abschreibungen, Versicherungen, Fahrtkosten, sonstige Ausgaben
40–46 Gewinnermittlung Gewinn/Verlust aus selbstständiger Arbeit, Hinzurechnungen, Kürzungen
47–52 Investitionsabzugsbetrag Inanspruchnahme und Auflösung nach § 7g EStG
53–62 Weitere Angaben Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG), Pool-Abschreibung, Umsatzsteuer-Option

Neu in der Version 2026 sind erweiterte Angaben zur digitalen Betriebsprüfung (§ 147a AO) sowie zur Dokumentation von Photovoltaikanlagen, die seit 2022 unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei gestellt werden können. Zudem wurden die Zeilen zur Homeoffice-Pauschale und zur Energiepreispauschale aktualisiert.

„Die Anlage S ist eines der komplexeren Formulare der Einkommensteuererklärung. Für Freiberufler empfiehlt sich eine saubere Buchhaltung nach § 4 Abs. 3 EStG (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) oder nach § 4 Abs. 1 EStG (Bilanzierung), um alle Angaben korrekt und nachvollziehbar ausfüllen zu können. Fehlerhafte oder unvollständige Angaben führen regelmäßig zu Rückfragen durch das Finanzamt.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wer muss die Anlage S 2026 ausfüllen?

Die Pflicht zur Abgabe der Anlage S besteht für alle natürlichen Personen, die im Veranlagungszeitraum 2025 Einkünfte aus selbstständiger Arbeit gemäß § 18 EStG erzielt haben. Dies gilt unabhängig davon, ob die Tätigkeit haupt- oder nebenberuflich ausgeübt wird. Auch Mitunternehmer einer Personengesellschaft (z. B. Partnerschaftsgesellschaft, GbR) müssen die Anlage S einreichen, wenn die Gesellschaft freiberuflich tätig ist.

Abgrenzung zur Anlage G und Anlage N

Anlage S

Für Einkünfte aus selbstständiger Arbeit nach § 18 EStG (Freiberufler, verkammerte Berufe, künstlerische Tätigkeit).

Anlage G

Für Einkünfte aus Gewerbebetrieb nach § 15 EStG (z. B. Einzelunternehmer, Mitunternehmer einer gewerblichen Personengesellschaft).

GmbH-Geschäftsführer, die ausschließlich angestellt sind, verwenden die Anlage N für ihre Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit. Die Anlage S wird nur relevant, wenn der Geschäftsführer zusätzlich freiberuflich tätig ist – etwa als beratender Ingenieur oder Steuerberater – und diese Tätigkeit nicht über die GmbH abgewickelt wird.

Achtung bei Doppeltätigkeit

Wer sowohl freiberuflich als auch gewerblich tätig ist, muss beide Anlagen (S und G) ausfüllen. Die strikte Trennung der Einkunftsarten ist steuerlich zwingend und hat erhebliche Auswirkungen auf Gewerbesteuer und Umsatzsteuerpflicht. Bei Unklarheiten sollte frühzeitig steuerlicher Rat eingeholt werden.

  • Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit nach § 18 EStG vorhanden
  • Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) oder Bilanz für 2025 erstellt
  • Alle Betriebseinnahmen und -ausgaben dokumentiert
  • Umsatzsteuervoranmeldungen für 2025 vollständig abgegeben
  • Investitionsabzugsbeträge und Sonderabschreibungen geprüft

Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben in der Anlage S

Die Gewinnermittlung in der Anlage S erfolgt nach dem Zufluss-Abfluss-Prinzip gemäß § 11 EStG, sofern der Steuerpflichtige nicht bilanzierungspflichtig ist. Betriebseinnahmen sind alle Einnahmen, die im Rahmen der selbstständigen Tätigkeit erzielt werden – dazu zählen Honorare, Provisionen, Erstattungen und auch private Nutzungsentnahmen (z. B. bei Firmen-Pkw).

Typische Betriebseinnahmen

  • Honorare und Gebühren aus der freiberuflichen Tätigkeit
  • Provisionen, Vermittlungsgebühren, Lizenzeinnahmen
  • Erstattungen von Betriebsausgaben durch Auftraggeber
  • Private Nutzung von Betriebsvermögen (Entnahme, z. B. Pkw, Arbeitszimmer)
  • Investitionszulagen, Zuschüsse, Corona-Soforthilfen

Typische Betriebsausgaben

Betriebsausgaben sind gemäß § 4 Abs. 4 EStG alle Aufwendungen, die durch die betriebliche Tätigkeit veranlasst sind. Sie mindern den steuerlichen Gewinn. Wichtig: Private Aufwendungen dürfen nicht abgezogen werden – bei gemischter Nutzung ist eine sachgerechte Aufteilung erforderlich.

Ausgabenart Beispiele Besonderheit
Personalkosten Gehälter, Sozialabgaben, Minijobber Arbeitgeberpflichten beachten
Raumkosten Miete, Strom, Reinigung, Arbeitszimmer Arbeitszimmer: 1.260 € oder 2.100 € Höchstbetrag (ab 2023)
Abschreibungen AfA auf Anlagegüter, GWG bis 800 € GWG-Grenze seit 2018: 800 € netto
Fahrzeugkosten Pkw-Kosten, 1-%-Regelung, Fahrtenbuch Privatnutzung Firmen-Pkw: Entnahme buchen
Versicherungen Betriebshaftpflicht, Berufshaftpflicht Nur betrieblich veranlasste Policen
Fortbildung Fachliteratur, Seminare, Konferenzen Keine Erstausbildungskosten

Homeoffice-Pauschale 2025

Seit 2023 beträgt die Homeoffice-Pauschale 6 € pro Tag (maximal 1.260 € pro Jahr). Sie kann alternativ zum tatsächlichen Arbeitszimmer angesetzt werden, wenn kein steuerlich anerkanntes Arbeitszimmer vorhanden ist. In der Anlage S 2026 wird diese Pauschale in Zeile 28 eingetragen.

Gewinnermittlung: Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder Bilanzierung?

Freiberufler können ihren Gewinn grundsätzlich durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG ermitteln, sofern keine Buchführungspflicht nach § 141 AO besteht. Die EÜR ist einfacher als die Bilanzierung, erfasst nur Zahlungsströme (Zufluss-Abfluss-Prinzip) und verzichtet auf Aktivierung von Forderungen oder Verbindlichkeiten.

Eine Buchführungspflicht entsteht für Freiberufler nur in Ausnahmefällen: Wenn die Tätigkeit zusätzlich gewerbliche Züge annimmt (z. B. Handel, Produktion) oder wenn die GmbH-Beteiligung zu Mitunternehmereigenschaft führt. In diesen Fällen muss eine Bilanz nach § 4 Abs. 1 EStG i. V. m. § 5 EStG erstellt werden.

EÜR (§ 4 Abs. 3 EStG)

  • Formular EÜR (Anlage EÜR) muss elektronisch eingereicht werden
  • Umsatzgrenze für vereinfachte EÜR: keine
  • Geeignet für kleine und mittlere Freiberufler-Praxen

Bilanzierung (§ 4 Abs. 1 EStG)

  • Bilanz und GuV nach Handelsrecht (§§ 242 ff. HGB)
  • Steuerliche Überleitungsrechnung (§ 60 EStDV)
  • Komplexer, aber genauere Gewinnermittlung

Wahl der Gewinnermittlung

  • Steuerberater prüft optimale Methode
  • Wechsel hat Auswirkung auf Liquidität (Forderungen)
  • Bei Betriebsübergabe oder Verkauf: Bilanz oft erforderlich

„Viele Freiberufler starten mit der EÜR, wechseln aber bei wachsendem Umsatz freiwillig zur Bilanzierung. Der Vorteil: bessere Übersicht über Forderungen und Verbindlichkeiten, höhere Akzeptanz bei Banken und Investoren. Der Nachteil: höherer Aufwand. Wir empfehlen, die Gewinnermittlungsmethode frühzeitig mit dem Steuerberater abzustimmen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wer die Gewinnermittlung durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen. Die EÜR wird dort durch zugelassene Steuerberater geprüft, rechtsverbindlich unterzeichnet und elektronisch an das Finanzamt übermittelt.

Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibungen nach § 7g EStG

Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g EStG ermöglicht es Freiberuflern, bis zu 50 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten einer geplanten Investition gewinnmindernd abzuziehen – und zwar bereits vor der Anschaffung. Die Investition muss innerhalb der nächsten drei Jahre erfolgen. Der IAB ist ein wirksames Instrument zur Steuergestaltung und Liquiditätssteuerung.

Voraussetzungen für den Investitionsabzugsbetrag

  • Betriebsvermögen: Das Wirtschaftsgut muss mindestens 90 % betrieblich genutzt werden
  • Gewinngrenze: Der Gewinn darf 200.000 € im Jahr der Inanspruchnahme nicht überschreiten (§ 7g Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b EStG)
  • Drei-Jahres-Frist: Die Investition muss in den folgenden drei Wirtschaftsjahren getätigt werden
  • Investitionssumme: Mindestens 800 € netto (Abgrenzung zu GWG)

Wird die Investition tatsächlich getätigt, muss der IAB im Jahr der Anschaffung rückgängig gemacht (Gewinnerhöhung) und die Anschaffungskosten um den IAB gemindert werden. Zusätzlich kann eine Sonderabschreibung von 20 % in den ersten fünf Jahren genutzt werden (§ 7g Abs. 5 EStG).

Jahr Vorgang Gewinnauswirkung
2023 IAB gebildet: 50.000 € (für geplante Maschine 100.000 €) − 50.000 €
2025 Maschine angeschafft: 100.000 € + 50.000 € (IAB-Auflösung)
2025 Anschaffungskosten gemindert: 100.000 − 50.000 = 50.000 €
2025 Sonderabschreibung (20 % von 50.000 €) − 10.000 €
2025 Reguläre AfA (z. B. 10 % von 50.000 €) − 5.000 €
2025 Gesamtwirkung im Jahr 2025 + 50.000 − 10.000 − 5.000 = + 35.000 €

Achtung: Auflösungspflicht bei Nichtinvestition

Wird die Investition nicht innerhalb von drei Jahren getätigt, muss der IAB mit Zinsen (6 % pro Jahr) rückgängig gemacht werden. Die Nachversteuerung erfolgt im Jahr des Fristablaufs. Deshalb: IAB nur bilden, wenn die Investition realistisch geplant ist.

In der Anlage S 2026 werden IAB und Sonderabschreibungen in den Zeilen 47 bis 52 eingetragen. Die Berechnung und Dokumentation sollte sorgfältig erfolgen, um Rückfragen des Finanzamts zu vermeiden.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) und Pool-Abschreibung

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) sind selbstständig nutzbare, abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten 800 € netto (seit 2018) nicht übersteigen. Sie können im Jahr der Anschaffung sofort in voller Höhe als Betriebsausgabe abgesetzt werden (§ 6 Abs. 2 EStG).

GWG-Grenzen und Wahlrechte

Anschaffungskosten (netto) Steuerliche Behandlung Rechtsgrundlage
Bis 250 € Sofortabzug ohne Einzelnachweis (Vereinfachung) § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG
251 € bis 800 € Sofortabzug als GWG oder Aufnahme in Pool § 6 Abs. 2 Satz 1 + 2a EStG
801 € bis 1.000 € Pool-Abschreibung über 5 Jahre (Wahlrecht) § 6 Abs. 2a EStG
Über 1.000 € Reguläre AfA über Nutzungsdauer § 7 EStG, AfA-Tabellen

Alternativ zum Sofortabzug kann ein Sammelposten (Pool) gebildet werden. In diesen werden alle Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 1.000 € eingestellt. Der Pool wird dann über fünf Jahre linear abgeschrieben (20 % pro Jahr). Diese Methode ist verpflichtend, wenn man sich einmal dafür entscheidet – ein Wechsel ist nicht jährlich möglich.

Praxis-Tipp: GWG oder Pool?

Der Sofortabzug von GWG führt zu einer schnelleren Steuerentlastung. Die Pool-Methode ist administrativ einfacher, wenn viele kleine Anschaffungen anfallen. Wer hohe Gewinne glätten möchte, wählt den Pool. Wer Liquidität schonen will, wählt den Sofortabzug. Die Entscheidung sollte mit dem Steuerberater abgestimmt werden.

Eintragung in der Anlage S

In der Anlage S 2026 werden GWG in Zeile 53 eingetragen (Sofortabzug), der Sammelposten in Zeile 54 (Pool-Abschreibung). Die Dokumentation muss ein Verzeichnis der angeschafften Wirtschaftsgüter enthalten – dies prüft das Finanzamt bei Bedarf.

  • Beispiel Sofortabzug: Notebook 750 € netto → Zeile 53, voller Abzug 2025
  • Beispiel Pool: Drucker 900 €, Bürostuhl 400 €, Regal 600 € = 1.900 € → Pool, Abschreibung 380 € (20 %) pro Jahr über 5 Jahre
  • Beispiel reguläre AfA: Server 3.500 € → Zeile 18 (AfA), Abschreibung über Nutzungsdauer (z. B. 5 Jahre)

Abgabefristen und elektronische Übermittlung der Anlage S 2026

Die Einkommensteuererklärung für 2025 – einschließlich der Anlage S 2026 – muss grundsätzlich bis zum 31. Juli 2026 beim Finanzamt eingereicht werden (§ 149 Abs. 2 AO). Wird die Erklärung durch einen Steuerberater erstellt, verlängert sich die Frist automatisch bis zum 30. April 2027 (§ 149 Abs. 3 AO, Steuerberaterverlängerung).

31.07.2026

Abgabefrist ohne Steuerberater

30.04.2027

Abgabefrist mit Steuerberater

ELSTER

Elektronische Übermittlung verpflichtend

Die Übermittlung der Einkommensteuererklärung muss seit 2019 elektronisch über ELSTER (Elektronische Steuererklärung) erfolgen. Eine Papierabgabe ist nur noch in begründeten Härtefällen zulässig (§ 150 Abs. 8 AO). Die Anlage S sowie die Anlage EÜR (bei Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG) sind Pflichtbestandteil der elektronischen Übermittlung.

Verspätungszuschlag und Zwangsgeld

Wird die Einkommensteuererklärung nicht fristgerecht abgegeben, kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag nach § 152 AO festsetzen. Dieser beträgt 0,25 % der festgesetzten Steuer pro Monat, mindestens 25 € pro Monat. Zusätzlich kann ein Zwangsgeld nach § 328 AO angedroht und festgesetzt werden.

Achtung: Schätzung bei Nichtabgabe

Wird die Erklärung auch nach Aufforderung nicht eingereicht, schätzt das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen nach § 162 AO. Die Schätzung fällt in der Regel zuungunsten des Steuerpflichtigen aus. Zudem entfällt die Möglichkeit, Betriebsausgaben nachträglich geltend zu machen.

Checkliste zur Abgabe der Anlage S 2026

  • EÜR oder Bilanz für 2025 fertiggestellt
  • Alle Belege und Rechnungen digital archiviert (GoBD-konform)
  • Umsatzsteuererklärung 2025 abgegeben (Frist meist zeitgleich)
  • Investitionsabzugsbeträge und GWG dokumentiert
  • Anlage S elektronisch über ELSTER oder Steuerberater eingereicht
  • Festsetzungsbescheid geprüft (Einspruchsfrist 1 Monat)

Wer die Einkommensteuererklärung samt Anlage S durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte, profitiert von der automatischen Fristverlängerung bis April 2027 und von der fachlichen Prüfung aller Eintragungen. OnlineBilanz bietet hier digitale Steuerberater-Leistungen mit Festpreisen und transparenter Kommunikation – ohne lange Wartezeiten.

Häufige Fehler und Fallstricke bei der Anlage S

Die Anlage S gehört zu den Formularen, bei denen Finanzämter besonders häufig Rückfragen stellen. Typische Fehlerquellen sind unvollständige Angaben, fehlende Belege, unzulässige Betriebsausgaben und fehlerhafte Abschreibungen. Nachfolgend die wichtigsten Fallstricke und wie Sie diese vermeiden.

Typische Fehler bei Betriebsausgaben

  • Privatanteil nicht abgezogen: Bei gemischt genutzten Wirtschaftsgütern (z. B. Pkw, Telefon) muss der private Nutzungsanteil ausgeschieden werden. Fehlt die Aufteilung, erkennt das Finanzamt die Kosten nicht oder nur teilweise an.
  • Arbeitszimmer falsch berechnet: Die Abzugsfähigkeit richtet sich nach § 4 Abs. 5 Nr. 6b EStG. Ein häusliches Arbeitszimmer ist nur abziehbar, wenn es den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit bildet (dann unbegrenzt) oder kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht (dann bis 1.260 € bzw. 2.100 € ab 2023).
  • Bewirtungskosten ohne Nachweis: Bewirtungsaufwendungen sind nur zu 70 % abziehbar und erfordern einen detaillierten Bewirtungsbeleg (§ 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG). Ohne ordnungsgemäßen Beleg droht vollständige Kürzung.
  • Geschenke über 50 €: Geschenke an Geschäftspartner sind nur bis 50 € pro Person und Jahr abziehbar (§ 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG). Höhere Beträge sind nicht abzugsfähig.
  • Anlagevermögen falsch abgeschrieben: Viele verwechseln GWG-Grenzen oder wählen falsche Nutzungsdauern. Die AfA-Tabellen der Finanzverwaltung sind verbindlich.

Typische Fehler bei Betriebseinnahmen

Auch bei den Einnahmen lauern Fehler: Nicht erfasste Honorare, fehlende Privatentnahmen (z. B. Pkw-Nutzung), oder vergessene Sachbezüge. Besonders kritisch: Wenn Einnahmen in verschiedenen Jahren gemeldet werden (z. B. durch Kunden beim Betriebsausgabenabzug), das Finanzamt aber nur eine Seite erfasst.

„In der Praxis sehen wir immer wieder, dass Freiberufler ihre privaten Entnahmen nicht korrekt buchen – insbesondere bei Firmenfahrzeugen. Die 1-%-Regelung oder das Fahrtenbuch müssen lückenlos geführt werden. Fehlt die Dokumentation, schätzt das Finanzamt großzügig zugunsten der eigenen Kasse. Wir empfehlen, alle Privatentnahmen monatlich zu erfassen und die EÜR regelmäßig zu aktualisieren.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Checkliste: So vermeiden Sie Rückfragen

  • Alle Betriebseinnahmen vollständig und zeitgerecht erfasst (Zufluss-Abfluss-Prinzip)
  • Privatanteile bei gemischt genutzten Wirtschaftsgütern dokumentiert und abgezogen
  • Belege digital archiviert und GoBD-konform aufbewahrt (10 Jahre)
  • Arbeitszimmer: Quadratmeterzahl, Nutzung, Fotos dokumentiert
  • Fahrtenbuch oder 1-%-Regelung lückenlos geführt
  • Investitionsabzugsbeträge nur für realistische Investitionen gebildet
  • Umsatzsteuervoranmeldungen und Jahreserklärung abgegeben (Konsistenz prüfen)

Wer sich bei der Anlage S unsicher ist oder Rückfragen vermeiden möchte, sollte die Erstellung einem Steuerberater überlassen. OnlineBilanz bietet hier digitale Lösungen mit Festpreisen – die Anlage S wird durch zugelassene Steuerberater geprüft, rechtsverbindlich erstellt und fristgerecht über ELSTER eingereicht.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich die Anlage S auch handschriftlich einreichen?

Nein. Seit dem Veranlagungszeitraum 2019 ist die elektronische Übermittlung der Einkommensteuererklärung und damit auch der Anlage S verpflichtend (§ 25 Abs. 4 EStG). Eine handschriftliche Einreichung ist nur noch in begründeten Härtefällen nach vorheriger Genehmigung durch das Finanzamt möglich.

Was passiert, wenn ich die Anlage S verspätet einreiche?

Bei verspäteter Abgabe der Anlage S kann das Finanzamt Verspätungszuschläge gemäß § 152 AO festsetzen. Diese betragen 0,25 % der festgesetzten Steuer, mindestens jedoch 25 Euro pro verspätetem Monat. Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz drohen zusätzlich Zwangsgelder oder Steuerhinterziehungsvorwürfe.

Muss ich als Freiberufler auch eine Umsatzsteuererklärung abgeben?

Ja, wenn Sie nicht unter die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG fallen. Die Umsatzsteuererklärung ist unabhängig von der Anlage S und muss separat beim Finanzamt eingereicht werden. Kleinunternehmer mit einem Vorjahresumsatz unter 25.000 Euro (ab 2025) sind von der Umsatzsteuerpflicht befreit, können aber zur Regelbesteuerung optieren.

Kann ich als Selbstständiger auch Verluste in der Anlage S geltend machen?

Ja, Verluste aus selbstständiger Tätigkeit können in der Anlage S erklärt und mit anderen positiven Einkünften verrechnet werden (§ 10d EStG). Nicht ausgeglichene Verluste werden in das Vorjahr zurückgetragen (bis 10 Mio. Euro bzw. 20 Mio. Euro bei Zusammenveranlagung) oder zeitlich unbegrenzt vorgetragen. Allerdings greifen seit 2024 strengere Mindestbesteuerungsregeln nach § 10d Abs. 2 EStG.

Wo finde ich die aktuelle Version der Anlage S für 2026?

Die offizielle Anlage S 2026 steht auf der Website des Bundesministeriums der Finanzen (www.bundesfinanzministerium.de) sowie auf den Portalen der Landesfinanzverwaltungen zum Download bereit. Zudem ist sie in gängige Steuersoftware-Lösungen (ELSTER, kommerzielle Programme) integriert und wird dort automatisch aktualisiert.

Gilt die Anlage S auch für Personengesellschaften wie GbR oder Partnerschaftsgesellschaft?

Nein. Personengesellschaften wie GbR oder Partnerschaftsgesellschaft (PartG) geben eine gesonderte und einheitliche Feststellung der Einkünfte ab (§ 180 AO). Die einzelnen Gesellschafter tragen ihren Gewinnanteil dann in der Anlage S oder Anlage G (bei gewerblichen Einkünften) ein, nicht jedoch die gesamte Gesellschaft.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Einkommensteuergesetz (EStG), Abgabenordnung (AO), Bundesministerium der Finanzen. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Guten Morgen Herr Müller — ich habe Ihre Rückfrage zum Reverse‑Charge bei dem spanischen Dienstleister gesehen. 09:12
Moin! Genau. Die Rechnung kam netto rein, MwSt steht nicht drauf. Muss ich da was tun? 09:14 · gelesen
Kurz: ja — das ist §13b UStG. Sie schulden die USt, dürfen sie aber gleichzeitig als Vorsteuer ziehen. Cashflow‑neutral, aber muss in die UStVA. 09:15
Merkblatt_§13b_UStG.pdf 2 Seiten · von F. Klement geteilt
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FK
F. Klement ● online
Heute · 9:15
Kurze Frage unterwegs — darf ich das Mittagessen mit Kunde X als BK absetzen? 9:15
Ja, 70 % wenn Bewirtungsbeleg korrekt. Foto vom Beleg genügt, lade es im Portal hoch ? 9:16 ✓✓
Top, danke! ? 9:16
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Verpasste Fristen, unbeantwortete Fragen, unklare Rechnungen – das kennen viele. Bei OnlineBilanz ist das anders. Ihr Steuerberater behält den Überblick, hält Fristen ein und meldet sich, bevor Probleme entstehen.

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Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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