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Datum

Lesedauer

17–25 Minuten

OnlineBilanzBlogGewerbesteuererklärung Anleitung

Gewerbesteuererklärung Anleitung 2026 – Schritt für Schritt

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Gewerbesteuererklärung zählt zu den komplexesten Steuererklärungen im deutschen Unternehmensalltag – doch mit der richtigen Anleitung lässt sie sich strukturiert bewältigen. Dieser Leitfaden erklärt Schritt für Schritt, wie Sie die Gewerbesteuererklärung 2026 korrekt ausfüllen, welche Hinzurechnungen und Kürzungen zu beachten sind und welche Fristen gelten. Von der Ermittlung des Gewerbeertrags über typische Fallstricke bis hin zu digitalen Tools und Sonderfällen – hier finden Sie alle relevanten Informationen für eine fachlich fundierte Erstellung. Für Personengesellschaften und Gemeinschaften, die zusätzlich eine gesonderte Feststellungserklärung einreichen müssen, empfiehlt sich eine parallele Auseinandersetzung mit den jeweiligen Anforderungen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Die Gewerbesteuererklärung (Formular GewSt 1 A) ermittelt den Gewerbeertrag, indem der steuerliche Gewinn um Hinzurechnungen (§ 8 GewStG) erhöht und um Kürzungen (§ 9 GewStG) gemindert wird. Abgabefrist für 2025 ist grundsätzlich der 31. Juli 2026, mit Steuerberater verlängert bis 30. April 2027. Fehler bei Hinzurechnungen (z. B. Finanzierungsanteile, Miet- und Pachtzinsen) oder vergessene Kürzungen (z. B. Grundstückskürzung) führen häufig zu Nachforderungen oder verschenkten Steuervorteilen.

Was ist die Gewerbesteuererklärung und wer muss sie abgeben?

Die Gewerbesteuererklärung ist eine eigenständige Steuererklärung, mit der der Gewerbeertrag ermittelt und der Gemeinde bzw. der Finanzverwaltung mitgeteilt wird. Sie bildet die Grundlage für die Festsetzung der Gewerbesteuer nach § 1 GewStG. Verpflichtet zur Abgabe sind alle gewerblichen Unternehmen – insbesondere GmbHs, da sie kraft Rechtsform nach § 2 Abs. 2 GewStG stets als Gewerbebetrieb gelten.

Die Gewerbesteuererklärung wird für jedes Kalenderjahr bzw. Wirtschaftsjahr eingereicht und muss von der Geschäftsführung unterzeichnet werden. Unternehmen mit einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr sollten dabei besonders auf den maßgeblichen Erhebungszeitraum achten. Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 ist die Erklärung grundsätzlich bis zum 31.07.2026 einzureichen – bei steuerlicher Beratung verlängert sich die Frist regelmäßig bis 28.02.2027 bzw. bei Dauerfristverlängerung bis in den Sommer 2027.

Praxis-Hinweis: Formular GewSt 1 A

Die Gewerbesteuererklärung erfolgt auf dem amtlichen Vordruck GewSt 1 A (für Kapitalgesellschaften). Dieser enthält die zentralen Positionen zur Ermittlung des Gewerbeertrags und wird elektronisch via ELSTER an das Finanzamt übermittelt. Eine Papiereinreichung ist seit 2021 nicht mehr zulässig.

„Viele GmbH-Geschäftsführer unterschätzen den Zeitaufwand: Die Gewerbesteuererklärung baut direkt auf dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und der Körperschaftsteuererklärung auf. Ohne fertige Bilanz und GuV geht nichts. Wer den Jahresabschluss digital durch unsere Steuerberater erstellen lässt, erhält die Gewerbesteuererklärung direkt mit – koordiniert, geprüft und fristgerecht.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Aufbau und Struktur der Gewerbesteuererklärung (GewSt 1 A)

Die Gewerbesteuererklärung folgt einer klar gegliederten Systematik. Sie beginnt mit dem Gewinn aus Gewerbebetrieb (entspricht dem handelsrechtlichen Ergebnis nach Steuern bzw. dem körperschaftsteuerlichen Gewinn) und führt durch diverse Hinzurechnungen (§ 8 GewStG) und Kürzungen (§ 9 GewStG) zum Gewerbeertrag.

Kernbestandteile des Vordrucks GewSt 1 A

Position Inhalt Rechtsgrundlage
Zeile 1–10 Gewinn aus Gewerbebetrieb (lt. Körperschaftsteuererklärung) § 7 GewStG
Zeile 20–60 Hinzurechnungen (z. B. Finanzierungsanteile, Miet-/Pachtzinsen) § 8 GewStG
Zeile 70–110 Kürzungen (z. B. Grundbesitz, Beteiligungen, Verlustvorträge) § 9 GewStG
Zeile 120 Gewerbeertrag (Bemessungsgrundlage) § 7 GewStG
Zeile 130–150 Freibetrag, Steuermesszahl, Gewerbeertragsanteil § 11 GewStG

Das errechnete Gewerbeertragsvolumen wird mit der bundeseinheitlichen Steuermesszahl von 3,5 % multipliziert (§ 11 Abs. 2 GewStG). Der daraus resultierende Gewerbesteuermessbetrag wird dann von der Gemeinde mit ihrem Hebesatz (Stand 2026 durchschnittlich ca. 400 %) vervielfacht – das ergibt die tatsächlich zu zahlende Gewerbesteuer.

Achtung bei Organschaft und mehrstöckigen Strukturen

Bei Organschaften (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 GewStG) oder Beteiligungen an Personengesellschaften gelten Sonderregelungen. Hier müssen Ergebnisanteile anteilig berücksichtigt und in gesonderten Anlagen erklärt werden. Fehlerhafte Zuordnungen führen regelmäßig zu Rückfragen und verzögerten Festsetzungen.

Hinzurechnungen nach § 8 GewStG: Was muss dem Gewinn hinzugerechnet werden?

Die Hinzurechnungen nach § 8 GewStG sollen verhindern, dass Unternehmen durch gezielte Finanzierungsgestaltung oder bestimmte Aufwendungen die Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer künstlich senken. Seit der Unternehmensteuerreform 2008 werden insbesondere Finanzierungsanteile, Miet- und Pachtzinsen sowie Lizenzgebühren anteilig wieder hinzugerechnet.

Die wichtigsten Hinzurechnungstatbestände im Überblick

  • Finanzierungsanteile (§ 8 Nr. 1a–e GewStG): 25 % der Entgelte für Schulden (Zinsen, Diskont, Damnum), Renten, dauernde Lasten, Gewinnanteile stiller Gesellschafter sowie bestimmte Leasingraten – jedoch nur, soweit die Summe den Freibetrag von 200.000 Euro übersteigt.
  • Miet- und Pachtzinsen für bewegliche Wirtschaftsgüter (§ 8 Nr. 1d GewStG): 25 % der Aufwendungen, z. B. für Maschinen-Leasing oder Fuhrpark-Miete.
  • Miet- und Pachtzinsen für unbewegliche Wirtschaftsgüter (§ 8 Nr. 1e GewStG): 25 % der Mieten für Betriebsgebäude, soweit diese nicht im Betriebsvermögen stehen (z. B. Anmietung von Büros oder Lagerhallen).
  • Lizenzen und Konzessionen (§ 8 Nr. 1f GewStG): 25 % der Aufwendungen für die Überlassung von Rechten (z. B. Patente, Markenrechte, Software-Lizenzen).

Entscheidend ist der Freibetrag von 200.000 Euro (§ 8 Nr. 1 Satz 2 GewStG): Nur der übersteigende Betrag wird mit 25 % hinzugerechnet. Bei einer GmbH mit 500.000 Euro Zinsaufwand ergibt sich also eine Hinzurechnung von (500.000 – 200.000) × 25 % = 75.000 Euro.

25 %

Hinzurechnungsquote

200.000 €

Freibetrag

„Die Hinzurechnungen nach § 8 GewStG sind fehleranfällig: Viele Unternehmen übersehen Leasingraten, Lizenzgebühren an nahestehende Personen oder mischen verschiedene Entgeltarten. Unsere Steuerberater prüfen die Hinzurechnungspositionen systematisch im Rahmen der Jahresabschlusserstellung – so vermeiden Sie spätere Korrekturen durch das Finanzamt.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Kürzungen nach § 9 GewStG: Welche Positionen mindern den Gewerbeertrag?

Im Gegenzug zu den Hinzurechnungen erlaubt § 9 GewStG bestimmte Kürzungen, die den Gewerbeertrag mindern. Ziel ist es, Doppelbesteuerung zu vermeiden und bestimmte Ertragsarten, die bereits anderweitig besteuert werden, aus der Bemessungsgrundlage herauszunehmen.

Zentrale Kürzungstatbestände

  1. Grundbesitzkürzung (§ 9 Nr. 1 GewStG): Wenn die GmbH Grundbesitz im Betriebsvermögen hält und daraus Erträge erzielt (z. B. Vermietung eigener Immobilien), kann der anteilige Gewerbeertrag gekürzt werden – sofern die Tätigkeit nicht als gewerblicher Grundstückshandel gilt.
  2. Kürzung für Beteiligungserträge (§ 9 Nr. 2a und 7 GewStG): Dividenden und Gewinnanteile aus Beteiligungen an anderen Kapitalgesellschaften (mindestens 15 % Beteiligung) werden zu 95 % gekürzt, um wirtschaftliche Doppelbelastung zu vermeiden.
  3. Ausländische Betriebsstättenerträge (§ 9 Nr. 3 GewStG): Gewinne aus ausländischen Betriebsstätten werden gekürzt, da sie im Ausland der dortigen Besteuerung unterliegen.
  4. Gewerbeverlust-Vortrag (§ 10a GewStG): Verluste aus Vorjahren können – bis zu einem Sockelbetrag von 1 Mio. Euro vollständig, darüber hinaus zu 60 % – mit laufenden Gewerbeerträgen verrechnet werden.

Praxis: Beteiligungskürzung erfordert Nachweis

Für die Beteiligungskürzung nach § 9 Nr. 2a GewStG muss die Beteiligungsquote von mindestens 15 % zu Beginn des Erhebungszeitraums bestehen. Die Nachweispflicht liegt beim Steuerpflichtigen – idealerweise über Handelsregisterauszug, Gesellschafterliste und Bescheinigung der Tochtergesellschaft.

Besonders relevant für GmbHs ist der Gewerbeverlust-Vortrag: Anders als bei der Körperschaftsteuer (§ 10d EStG) gibt es bei der Gewerbesteuer eine separate Verlustverrechnungsgrenze. Diese wurde durch das Wachstumschancengesetz 2024 von 60 % auf künftig 70 % (ab Erhebungszeitraum 2024) angehoben, gilt aber erst für Verluste ab 2024. Für 2025/2026 bleibt es bei 60 % oberhalb des Sockelbetrags.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Gewerbesteuererklärung korrekt ausfüllen

Das korrekte Ausfüllen der Gewerbesteuererklärung erfordert eine systematische Vorgehensweise. Im Folgenden wird der Prozess für eine GmbH mit Bilanzstichtag 31.12.2025 Schritt für Schritt dargestellt.

Schritt 1: Datenbasis bereitstellen

  • Handelsrechtlicher Jahresabschluss (Bilanz, GuV) ist festgestellt
  • Körperschaftsteuererklärung ist erstellt oder parallel in Bearbeitung
  • Anlagenspiegel und Beteiligungsübersicht liegen vor
  • Finanzierungsverträge, Miet- und Leasingverträge sind dokumentiert
  • Bescheinigungen über Beteiligungserträge (Dividenden) sind vorhanden
  • Gewerbeverlust-Vortrag aus Vorjahren ist bekannt (letzter Gewerbesteuerbescheid)

Schritt 2: Gewinn aus Gewerbebetrieb übernehmen

Tragen Sie in Zeile 10 des Vordrucks GewSt 1 A den zu versteuernden Gewinn aus der Körperschaftsteuererklärung ein (entspricht in der Regel dem Jahresüberschuss nach Steuern zuzüglich/abzüglich steuerlicher Korrekturen). Dieser Wert ist die Ausgangsgröße für alle weiteren Berechnungen.

Schritt 3: Hinzurechnungen ermitteln und eintragen

Erfassen Sie sämtliche Hinzurechnungspositionen nach § 8 GewStG in den Zeilen 20–60. Summieren Sie zunächst alle relevanten Aufwendungen (Zinsen, Mieten, Lizenzen etc.), ziehen Sie den Freibetrag von 200.000 Euro ab und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 25 %. Wichtig: Die Aufwendungen müssen bereits in der GuV als Betriebsausgaben abgezogen worden sein.

Schritt 4: Kürzungen eintragen

Prüfen Sie, welche Kürzungen nach § 9 GewStG Ihnen zustehen, und tragen Sie diese in den Zeilen 70–110 ein. Bei Beteiligungserträgen: 95 % der Dividenden abziehen. Bei Gewerbeverlust-Vortrag: Sockelbetrag 1 Mio. Euro voll, darüber 60 % des verbleibenden Gewerbeertrags.

Schritt 5: Gewerbeertrag und Steuermessbetrag berechnen

In Zeile 120 ergibt sich der Gewerbeertrag (= Gewinn + Hinzurechnungen – Kürzungen). Dieser wird auf volle 100 Euro abgerundet (§ 11 Abs. 1 Satz 3 GewStG). Multiplizieren Sie den Gewerbeertrag mit der Steuermesszahl von 3,5 % – das Ergebnis ist der Gewerbesteuermessbetrag, der an die Gemeinde weitergeleitet wird.

Schritt 6: Elektronische Übermittlung via ELSTER

Die Gewerbesteuererklärung muss zwingend elektronisch übermittelt werden. Nutzen Sie ELSTER oder eine Steuersoftware mit ELSTER-Schnittstelle. Nach Übermittlung erhalten Sie eine Bestätigung mit Transferticket – bewahren Sie diese als Nachweis auf.

Papierform nicht mehr zulässig

Seit 2021 ist die Abgabe per Papier nicht mehr möglich (§ 31 Abs. 1a GewStDV). Ausnahmen gelten nur in Härtefällen nach gesondertem Antrag.

Unterschrift erforderlich

Die elektronische Erklärung muss durch qualifizierte elektronische Signatur oder registriertes ELSTER-Zertifikat authentifiziert werden – oder vom Steuerberater mit Bevollmächtigung übermittelt werden.

„Die technische Übermittlung ist oft nicht das Problem – sondern die inhaltliche Vollständigkeit und Richtigkeit. Wir erleben regelmäßig, dass Mandanten einzelne Hinzurechnungen vergessen oder Kürzungen falsch berechnen. Wenn der Jahresabschluss und die Gewerbesteuererklärung aus einer Hand durch unsere Steuerberater erstellt werden, ist die Konsistenz gewährleistet und die Fehlerquote sinkt erheblich.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Fristen, Abgabetermine und Verjährung bei der Gewerbesteuererklärung

Die Abgabe der Gewerbesteuererklärung unterliegt strengen Fristen. Verstöße können zu Verspätungszuschlägen, Zwangsgeldern und im Extremfall zu Schätzungen durch das Finanzamt führen. Für das Wirtschaftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) gelten folgende Termine.

Gesetzliche Abgabefrist

Nach § 149 Abs. 2 AO ist die Gewerbesteuererklärung grundsätzlich bis zum 31. Juli des Folgejahres einzureichen – für das Jahr 2025 also bis zum 31.07.2026. Diese Frist gilt jedoch nur, wenn keine steuerliche Beratung in Anspruch genommen wird.

Verlängerte Frist bei steuerlicher Beratung

Wird die Erklärung durch einen Steuerberater erstellt oder mitgewirkt, verlängert sich die Abgabefrist nach § 149 Abs. 3 AO i. V. m. den Erlassen der Finanzverwaltung bis zum letzten Tag des Februars des übernächsten Jahres, also für 2025 bis zum 28.02.2027. Bei besonderen Umständen (z. B. viele Mandate, komplexe Strukturen) kann die Frist auf Antrag weiter bis zum Sommer 2027 verlängert werden.

Bilanzstichtag Ohne Steuerberater Mit Steuerberater Max. Verlängerung
31.12.2025 31.07.2026 28.02.2027 ca. 31.08.2027

Verspätungszuschlag ab dem ersten Tag

Nach § 152 AO kann das Finanzamt für jeden angefangenen Monat der Verspätung einen Verspätungszuschlag von 0,25 % der festgesetzten Steuer, mindestens aber 25 Euro pro Monat, festsetzen. Bei einer Gewerbesteuerlast von 50.000 Euro können so schnell 125 Euro pro Monat bzw. 1.500 Euro pro Jahr anfallen.

Festsetzungsfrist und Verjährung

Die Festsetzungsfrist für die Gewerbesteuer beträgt nach § 169 Abs. 2 Nr. 2 AO grundsätzlich vier Jahre. Sie beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuererklärung eingereicht wurde, spätestens jedoch drei Jahre nach Ablauf des Erhebungszeitraums. Bei leichtfertiger Steuerverkürzung verlängert sich die Frist auf fünf Jahre (§ 169 Abs. 2 Satz 2 AO), bei Steuerhinterziehung auf zehn Jahre (§ 169 Abs. 2 Satz 3 AO).

31.07.2026

Abgabefrist ohne StB

28.02.2027

Abgabefrist mit StB

4 Jahre

Festsetzungsfrist

Häufige Fehler und Fallstricke bei der Gewerbesteuererklärung

Trotz klarer gesetzlicher Vorgaben entstehen bei der Gewerbesteuererklärung immer wieder typische Fehler, die zu Rückfragen, Nachforderungen oder sogar Bußgeldern führen können. Im Folgenden die häufigsten Problemfelder aus der Praxis.

1. Falsche Zuordnung von Finanzierungsaufwand

Zinsaufwendungen, die bereits in der Körperschaftsteuer außerbilanziell hinzugerechnet wurden (z. B. wegen Zinsschranke nach § 4h EStG), dürfen nicht nochmals bei der Gewerbesteuer-Hinzurechnung angesetzt werden. Hier besteht Doppelerfassungsgefahr.

2. Übersehene Leasingraten und Lizenzgebühren

Viele Unternehmen erfassen nur Bankzinsen, vergessen aber Leasingraten für bewegliche Wirtschaftsgüter (z. B. Fuhrpark, IT-Hardware) oder Lizenzgebühren für Software und Markenrechte – diese sind jedoch nach § 8 Nr. 1d und 1f GewStG hinzurechnungspflichtig.

3. Fehlende oder fehlerhafte Beteiligungsnachweise

Für die Beteiligungskürzung nach § 9 Nr. 2a GewStG muss die Mindestbeteiligung von 15 % zu Beginn des Erhebungszeitraums bestehen und nachgewiesen werden. Fehlt die Bescheinigung oder liegt die Beteiligung nur knapp darunter, wird die Kürzung versagt.

4. Verlustvorträge falsch angesetzt

Der Gewerbeverlust-Vortrag nach § 10a GewStG wird oft mit dem körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag verwechselt. Beide sind getrennt zu führen und unterliegen unterschiedlichen Verrechnungsgrenzen. Zudem können Verlustvorträge bei Anteilseignerwechseln nach § 8c KStG (analog) untergehen.

5. Unvollständige Angaben zu Organschaften

Liegt eine ertragsteuerliche Organschaft vor (§ 14 ff. KStG), muss dies auch in der Gewerbesteuererklärung berücksichtigt werden. Das Einkommen der Organgesellschaft ist beim Organträger zu erklären – Fehler führen zu Doppelbesteuerung oder Nichterfassung.

  • Finanzierungsaufwand sauber abgrenzen (keine Doppelerfassung mit Zinsschranke)
  • Leasingraten, Mieten und Lizenzen vollständig erfassen
  • Beteiligungsnachweise rechtzeitig einholen und beifügen
  • Gewerbeverlust-Vortrag getrennt von KSt-Verlust führen
  • Organschaft korrekt abbilden und Anlagen vollständig ausfüllen
  • Plausibilitätsprüfung: Gewerbeertrag sollte mit KSt-Gewinn korrelieren

„Die meisten Fehler entstehen an der Schnittstelle zwischen Handelsrecht, Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Wer diese drei Ebenen nicht konsistent verzahnt, riskiert zeitraubende Rückfragen und Korrekturen. Bei OnlineBilanz erstellen unsere Steuerberater Jahresabschluss, Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuererklärung in einem Durchgang – so ist die fachliche Konsistenz sichergestellt.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Zusammenspiel von Gewerbesteuererklärung und Jahresabschluss

Die Gewerbesteuererklärung ist nicht isoliert zu betrachten: Sie baut unmittelbar auf dem handelsrechtlichen Jahresabschluss (Bilanz, GuV) und der Körperschaftsteuererklärung auf. Ohne fertiggestellten Jahresabschluss kann die Gewerbesteuererklärung nicht korrekt erstellt werden.

Ablaufkette: Vom Jahresabschluss zur Gewerbesteuererklärung

  1. Jahresabschluss erstellen: Bilanz und GuV werden nach HGB aufgestellt (§ 242, § 264 HGB). Der Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag ist Ausgangsbasis.
  2. Körperschaftsteuer ermitteln: Der handelsrechtliche Gewinn wird durch steuerliche Korrekturen (§ 60 EStDV, § 8 KStG etc.) zum zu versteuernden Einkommen überleitet. Dieses ist Grundlage für die Körperschaftsteuer.
  3. Gewerbesteuer berechnen: Der Gewinn aus Gewerbebetrieb (= KSt-Gewinn) wird durch Hinzurechnungen und Kürzungen zum Gewerbeertrag überleitet. Daraus resultiert der Gewerbesteuermessbetrag.
  4. Rückwirkung auf Jahresabschluss: Die Gewerbesteuer ist Betriebsausgabe und muss in der GuV als Steueraufwand gebucht werden. Gleichzeitig entsteht eine Verbindlichkeit in der Bilanz.

Dieser Kreislauf erfordert eine enge Abstimmung: Änderungen im Jahresabschluss (z. B. nachträgliche Korrekturen, Rückstellungsanpassungen) ziehen automatisch Anpassungen in der Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuererklärung nach sich.

Praxis: Gewerbesteuerrückstellung bilden

Die zu erwartende Gewerbesteuerlast muss zum Bilanzstichtag als Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten (§ 249 Abs. 1 Satz 1 HGB) passiviert werden. Grundlage ist die voraussichtliche Steuerlast nach § 11 GewStG unter Berücksichtigung des kommunalen Hebesatzes. Diese Rückstellung mindert den handelsrechtlichen Gewinn und damit mittelbar die KSt- und GewSt-Bemessungsgrundlage des Folgejahres.

Feststellungsfristen für den Jahresabschluss

Der Jahresabschluss einer GmbH muss nach § 42a Abs. 2 GmbHG innerhalb von acht Monaten nach Bilanzstichtag (bei kleinen GmbHs: elf Monate) von der Gesellschafterversammlung festgestellt werden. Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 bedeutet dies: Feststellung spätestens bis 31.08.2026 (mittelgroße/große GmbH) bzw. 30.11.2026 (kleine GmbH). Erst nach Feststellung kann die Gewerbesteuererklärung final erstellt werden.

Kleine GmbH (§ 267 Abs. 1 HGB)

Feststellung innerhalb von 11 Monaten nach Bilanzstichtag. Für 2025: bis 30.11.2026.

Mittelgroße/große GmbH (§ 267 Abs. 2/3 HGB)

Feststellung innerhalb von 8 Monaten. Für 2025: bis 31.08.2026.

Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt, kann den gesamten Prozess – von der Bilanz über die Körperschaftsteuer bis zur Gewerbesteuer – aus einer Hand koordinieren lassen. Plattformen wie OnlineBilanz.de bieten hier digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen und direkter Betreuung durch das Büroteam in Stuttgart.

Software und digitale Tools für die Gewerbesteuererklärung

Die Erstellung der Gewerbesteuererklärung wird durch den Einsatz geeigneter Software erheblich erleichtert. Neben dem amtlichen ELSTER-Portal stehen professionelle Steuerprogramme und cloudbasierte Plattformen zur Verfügung, die den Prozess automatisieren und Fehlerquellen minimieren.

ELSTER: Das amtliche Portal der Finanzverwaltung

ELSTER (Elektronische Steuererklärung) ist die kostenlose Plattform der Finanzverwaltung für die elektronische Übermittlung von Steuererklärungen. Die Gewerbesteuererklärung kann über das Modul ElsterFormular oder Mein ELSTER ausgefüllt und versendet werden. Voraussetzung ist ein registriertes Benutzerkonto mit Zertifikatsdatei oder elektronischer Signatur.

Professionelle Steuersoftware für Unternehmen

Für Unternehmen mit komplexeren Strukturen empfiehlt sich der Einsatz professioneller Steuersoftware wie DATEV Unternehmen online, Lexware, WISO Unternehmer oder Agenda. Diese Programme bieten:

  • Automatische Übernahme von Daten aus Finanzbuchhaltung und Jahresabschluss
  • Plausibilitätsprüfungen und Warnhinweise bei typischen Fehlern
  • Integrierte Berechnung von Hinzurechnungen und Kürzungen
  • Direkte ELSTER-Schnittstelle für die elektronische Übermittlung
  • Archivierung und Versionierung für Prüfungszwecke

Cloudbasierte Steuerberater-Plattformen

Eine moderne Alternative ist die Nutzung cloudbasierter Plattformen, bei denen der Jahresabschluss und die Steuererklärungen durch zugelassene Steuerberater digital erstellt werden. OnlineBilanz.de bietet hier eine integrierte Lösung: Mandanten laden ihre Buchhaltungsdaten hoch, das Büroteam in Stuttgart koordiniert die Erstellung, und die Steuerberater fertigen Jahresabschluss, Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuererklärung rechtsverbindlich an – zu transparenten Festpreisen und mit klaren Fristen.

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„Software kann die Erstellung beschleunigen und Fehler reduzieren – aber sie ersetzt nicht die steuerliche Beratung. Gerade bei Hinzurechnungen, Kürzungen und Sonderfällen wie Organschaft oder Beteiligungen ist Fachwissen unverzichtbar. Unsere Steuerberater nutzen professionelle DATEV-Software und erstellen die Gewerbesteuererklärung direkt im Rahmen der Jahresabschluss-Erstellung – so ist die Konsistenz garantiert.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Sonderfälle: Organschaft, Beteiligungen und internationale Strukturen

Neben dem Standardfall der eigenständigen GmbH gibt es zahlreiche Sonderkonstellationen, die bei der Gewerbesteuererklärung besondere Regelungen erfordern. Im Folgenden werden die wichtigsten Sonderfälle dargestellt.

1. Gewerbesteuerliche Organschaft (§ 2 Abs. 2 Satz 2 GewStG)

Eine gewerbesteuerliche Organschaft liegt vor, wenn eine Organgesellschaft (meist Tochter-GmbH) finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch in das Unternehmen des Organträgers (meist Mutter-GmbH oder natürliche Person) eingegliedert ist. Rechtsfolge: Der Gewerbeertrag der Organgesellschaft wird dem Organträger zugerechnet und dort versteuert. Die Organgesellschaft selbst gibt eine Nullmeldung ab oder nur eine Feststellungserklärung.

Wichtig: Die gewerbesteuerliche Organschaft ist nicht identisch mit der ertragsteuerlichen Organschaft nach § 14 KStG. Beide müssen getrennt geprüft und dokumentiert werden. Die Gewerbesteuererklärung des Organträgers muss eine gesonderte Anlage zum Organkreis enthalten.

2. Beteiligungen an Personengesellschaften

Ist die GmbH an einer Personengesellschaft (z. B. GmbH & Co. KG, OHG) beteiligt, muss der anteilige Gewinn aus der Personengesellschaft in die Gewerbesteuererklärung der GmbH übernommen werden. Hierfür ist eine gesonderte und einheitliche Feststellung nach § 180 Abs. 1 Nr. 2a AO erforderlich, die das Finanzamt für die Personengesellschaft erstellt.

3. Ausländische Betriebsstätten

Unterhält die GmbH eine Betriebsstätte im Ausland, sind die daraus erzielten Gewinne nach § 9 Nr. 3 GewStG vom Gewerbeertrag zu kürzen – vorausgesetzt, sie unterliegen im Ausland einer der deutschen Gewerbesteuer vergleichbaren Steuer. Die Kürzung erfolgt pauschal oder im Verhältnis der ausländischen Lohnsumme zur Gesamt-Lohnsumme.

4. Gewerblicher Grundstückshandel

Erwirbt und veräußert die GmbH innerhalb von fünf Jahren mehr als drei Grundstücke, gilt dies als gewerblicher Grundstückshandel (sog. Drei-Objekt-Grenze). Die Erträge sind dann voll gewerbesteuerpflichtig, eine Grundbesitzkürzung nach § 9 Nr. 1 GewStG ist ausgeschlossen.

Achtung: Dokumentationspflichten bei Organschaft

Für die Anerkennung einer gewerbesteuerlichen Organschaft muss die Eingliederung der Organgesellschaft lückenlos nachgewiesen werden. Fehlt die finanzielle Eingliederung (Mehrheitsbeteiligung) oder der Gewinnabführungsvertrag, wird die Organschaft versagt – mit erheblichen steuerlichen Nachteilen.

Sonderfall Rechtsgrundlage Besonderheit in GewSt-Erklärung
Organschaft § 2 Abs. 2 S. 2 GewStG Zurechnung zum Organträger, Anlage Organkreis
Beteiligung PersGes § 180 Abs. 1 Nr. 2a AO Übernahme Gewinnanteil aus gesonderter Feststellung
Ausländische Betriebsstätte § 9 Nr. 3 GewStG Kürzung des ausländischen Gewerbeertrags
Gewerblicher Grundstückshandel § 9 Nr. 1 GewStG Keine Grundbesitzkürzung

„Sonderfälle wie Organschaft oder internationale Strukturen erfordern tiefgehende Kenntnisse im Steuerrecht. Hier stoßen Standard-Software und Selbstausfüller schnell an Grenzen. Unsere Steuerberater prüfen solche Konstellationen systematisch und erstellen die Gewerbesteuererklärung rechtssicher – inklusive aller erforderlichen Anlagen und Nachweise.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Häufig gestellte Fragen

Kann ich die Gewerbesteuererklärung auch ohne Steuerberater abgeben?

Ja, grundsätzlich können Sie die Gewerbesteuererklärung selbst erstellen und über ELSTER einreichen. Allerdings erfordert die korrekte Ermittlung von Hinzurechnungen und Kürzungen fundierte Kenntnisse des § 8 und § 9 GewStG. Fehler führen häufig zu Nachzahlungen oder verschenkten Steuervorteilen. Bei komplexeren Sachverhalten (z. B. Beteiligungen, Immobilien, Organschaften) ist die Beauftragung eines Steuerberaters empfehlenswert – Sie gewinnen dadurch auch mehr Zeit durch die verlängerte Abgabefrist bis 30. April 2027.

Was passiert, wenn ich die Gewerbesteuererklärung zu spät abgebe?

Bei verspäteter Abgabe kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag nach § 152 AO festsetzen – mindestens 25 Euro pro angefangenen Monat der Verspätung, bei Körperschaften 0,25 % der festgesetzten Steuer (mindestens 25 Euro pro Monat). Zusätzlich können Zwangsgelder und Schätzungsbescheide drohen. Eine frühzeitige Fristverlängerung sollte rechtzeitig beantragt werden, wenn absehbar ist, dass die Frist nicht eingehalten werden kann.

Wie hoch ist der Freibetrag bei der Gewerbesteuer 2026?

Der Freibetrag nach § 11 Abs. 1 GewStG beträgt für Einzelunternehmen und Personengesellschaften 24.500 Euro. Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) haben keinen Freibetrag. Der Freibetrag mindert den Gewerbeertrag vor Anwendung der Messzahl von 3,5 %, so dass bei einem Gewerbeertrag unter 24.500 Euro keine Gewerbesteuer anfällt.

Muss ich eine Gewerbesteuererklärung abgeben, wenn ich unter dem Freibetrag liege?

Ja, die Abgabepflicht besteht grundsätzlich unabhängig davon, ob der Freibetrag überschritten wird. Ausnahme: Das Finanzamt kann bei dauerhaft niedrigen Erträgen auf die jährliche Abgabe verzichten. GmbHs und andere Kapitalgesellschaften müssen immer eine Gewerbesteuererklärung abgeben, da für sie kein Freibetrag gilt. Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem zuständigen Finanzamt oder Steuerberater.

Wird die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer angerechnet?

Ja, nach § 35 EStG wird die Gewerbesteuer teilweise auf die Einkommensteuer angerechnet – allerdings nur bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften, nicht bei Kapitalgesellschaften. Die Anrechnung erfolgt pauschal mit dem 4-fachen des Gewerbesteuermessbetrags, begrenzt auf die tatsächlich gezahlte Gewerbesteuer. Dadurch wird die Doppelbelastung durch Gewerbe- und Einkommensteuer teilweise abgemildert. Die Anrechnung wird automatisch in der Einkommensteuererklärung berücksichtigt.

Welche Unterlagen benötige ich für die Gewerbesteuererklärung?

Für die Gewerbesteuererklärung benötigen Sie: den Jahresabschluss (Bilanz und GuV) oder die Einnahmen-Überschuss-Rechnung, die Einkommensteuererklärung bzw. Körperschaftsteuererklärung (als Basis für den Gewinn), Nachweise zu Hinzurechnungen (Kreditverträge, Miet-/Leasingverträge, Lizenzverträge), Belege für Kürzungen (Grundstücks- und Beteiligungsnachweise), sowie ggf. Organschaftsverträge oder ausländische Steuerbescheinigungen. Eine sorgfältige Vorbereitung dieser Unterlagen erleichtert die Erstellung erheblich.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Gewerbesteuergesetz (GewStG), Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung (GewStDV), Abgabenordnung (AO), Einkommensteuergesetz (EStG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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