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Datum

Lesedauer

11–17 Minuten

OnlineBilanzBlogHebesatz Wuppertal

Gewerbesteuer Hebesatz Wuppertal 2026 – Höhe & Berechnung

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Der Gewerbesteuer-Hebesatz in Wuppertal bestimmt maßgeblich die Steuerbelastung gewerblicher Unternehmen in der bergischen Großstadt. Für das Jahr 2026 gelten die aktuellen Sätze, die im NRW-Vergleich unterschiedlich ausfallen. Dieser Artikel erklärt die rechtlichen Grundlagen, Berechnung, Historie und steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten für Unternehmen in Wuppertal.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Der Gewerbesteuer-Hebesatz in Wuppertal liegt 2026 bei 475 Prozent. Die Gewerbesteuer berechnet sich aus dem Gewerbeertrag multipliziert mit der Steuermesszahl (3,5 %) und dem Hebesatz. Personenunternehmen können die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer anrechnen, für Kapitalgesellschaften erfolgt keine Anrechnung.

Wie hoch ist der Gewerbesteuer-Hebesatz in Wuppertal 2026?

Der Gewerbesteuer-Hebesatz in Wuppertal beträgt 475 Prozent (Stand 2026). Damit gehört Wuppertal zu den Kommunen mit einem überdurchschnittlich hohen Hebesatz in Nordrhein-Westfalen. Zum Vergleich: Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei etwa 435 Prozent, während die gesetzliche Mindesthöhe gemäß § 16 Abs. 4 Satz 2 GewStG bei 200 Prozent liegt.

475%

Hebesatz Wuppertal

435%

Bundesdurchschnitt

200%

Gesetzliches Minimum

Die Gewerbesteuer wird auf Basis des Gewerbeertrags ermittelt, der nach § 7 GewStG aus dem nach Einkommensteuer- oder Körperschaftsteuergesetz ermittelten Gewinn abgeleitet wird. Die Steuermesszahl beträgt bundeseinheitlich 3,5 Prozent (§ 11 Abs. 2 GewStG). Die Kommune multipliziert den Steuermessbetrag mit dem örtlichen Hebesatz – in Wuppertal also mit dem Faktor 4,75.

Rechenbeispiel Gewerbesteuer Wuppertal

Bei einem Gewerbeertrag von 100.000 Euro ergibt sich: Steuermessbetrag 3.500 Euro (3,5 % von 100.000 Euro) × Hebesatz 475 % = 16.625 Euro Gewerbesteuer. Die effektive Belastung beträgt damit 16,625 Prozent des Gewerbeertrags.

Wie berechnet sich die Gewerbesteuer für Wuppertaler Unternehmen?

Die Berechnung der Gewerbesteuer erfolgt in drei Schritten, die im Gewerbesteuergesetz (GewStG) detailliert geregelt sind. Grundlage ist der handelsrechtliche Gewinn, der um bestimmte Hinzurechnungen und Kürzungen modifiziert wird.

Schritt 1: Ermittlung des Gewerbeertrags

Ausgangspunkt ist der Gewinn aus Gewerbebetrieb gemäß § 7 GewStG. Bei Kapitalgesellschaften wie der GmbH ist dies der Gewinn laut Handelsbilanz nach § 7 Abs. 1 Satz 1 GewStG, modifiziert um die körperschaftsteuerlichen Korrekturen. Hinzuzurechnen sind nach § 8 GewStG unter anderem ein Viertel der Finanzierungsanteile (Zinsen, Mieten, Lizenzen) über 200.000 Euro jährlich. Gekürzt werden kann nach § 9 GewStG beispielsweise um 1,2 Prozent des Einheitswerts von Grundbesitz.

Schritt 2: Berechnung des Steuermessbetrags

Der Gewerbeertrag wird mit der bundeseinheitlichen Steuermesszahl von 3,5 Prozent multipliziert (§ 11 Abs. 2 GewStG). Bei einem Freibetrag von 24.500 Euro für Einzelunternehmen und Personengesellschaften (§ 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG) – für Kapitalgesellschaften entfällt dieser Freibetrag.

Schritt 3: Anwendung des Hebesatzes

Der Steuermessbetrag wird mit dem kommunalen Hebesatz multipliziert. In Wuppertal beträgt dieser 475 Prozent. Die Formel lautet: Gewerbesteuer = Steuermessbetrag × Hebesatz (4,75).

Gewerbeertrag Steuermessbetrag (3,5%) Gewerbesteuer Wuppertal (475%)
50.000 € 1.750 € 8.313 €
100.000 € 3.500 € 16.625 €
250.000 € 8.750 € 41.563 €
500.000 € 17.500 € 83.125 €

Wie schneidet Wuppertal im Hebesatz-Vergleich mit anderen NRW-Städten ab?

Im Vergleich der nordrhein-westfälischen Großstädte liegt Wuppertal mit seinem Hebesatz von 475 Prozent im oberen Mittelfeld. Die Spreizung der Hebesätze in NRW ist erheblich und hat direkte Auswirkungen auf die Standortwahl von Unternehmen.

Stadt Hebesatz 2026 Gewerbesteuer bei 100.000 € Ertrag
Mönchengladbach 510 % 17.850 €
Oberhausen 500 % 17.500 €
Wuppertal 475 % 16.625 €
Düsseldorf 460 % 16.100 €
Köln 455 % 15.925 €
Bonn 450 % 15.750 €
Dortmund 445 % 15.575 €
Leverkusen 400 % 14.000 €
Monheim am Rhein 250 % 8.750 €

Die Differenz zwischen dem niedrigsten (Monheim: 250 %) und höchsten (Mönchengladbach: 510 %) Hebesatz in NRW führt bei einem Gewerbeertrag von 100.000 Euro zu einer Mehrbelastung von über 9.000 Euro jährlich. Für größere Unternehmen kann dies ein entscheidender Standortfaktor sein.

„Die Hebesatzdifferenz zwischen benachbarten Kommunen wie Wuppertal (475 %) und dem angrenzenden Remscheid (450 %) beträgt 25 Prozentpunkte. Bei einem mittleren Gewerbeertrag von 200.000 Euro macht das bereits 1.750 Euro Unterschied pro Jahr aus. Gerade für Unternehmen in Standortentscheidungsprozessen lohnt sich die genaue Kalkulation.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wie hat sich der Gewerbesteuer-Hebesatz in Wuppertal entwickelt?

Der Gewerbesteuer-Hebesatz in Wuppertal war in den vergangenen Jahren relativ stabil, unterliegt jedoch grundsätzlich den kommunalen Haushaltsbeschlüssen. Jede Kommune kann ihren Hebesatz eigenständig durch Ratsbeschluss festlegen oder ändern (§ 16 Abs. 4 GewStG).

Zeitraum Hebesatz Änderung
bis 2010 440 %
2011–2016 450 % + 10 Prozentpunkte
2017–2023 470 % + 20 Prozentpunkte
ab 2024 475 % + 5 Prozentpunkte
2026 (aktuell) 475 % unverändert

Die sukzessive Erhöhung von 440 Prozent (bis 2010) auf aktuell 475 Prozent entspricht einem Anstieg um rund 8 Prozent über einen Zeitraum von etwa 15 Jahren. Diese Entwicklung spiegelt die angespannte Haushaltslage vieler nordrhein-westfälischer Kommunen wider, die ihre Gewerbesteuereinnahmen zur Finanzierung kommunaler Aufgaben erhöhen mussten.

Hebesatzänderungen beachten

Kommunale Hebesätze können sich jährlich ändern, in der Regel durch Beschluss des Stadtrats im Rahmen der Haushaltssatzung. Für die Steuerfestsetzung ist der Hebesatz am Ende des Erhebungszeitraums maßgeblich (§ 16 Abs. 2 GewStG). Unternehmen sollten daher bei mehrjähriger Planung mögliche Hebesatzänderungen einkalkulieren.

Wird die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer angerechnet?

Für Einzelunternehmer und Gesellschafter von Personengesellschaften besteht gemäß § 35 EStG die Möglichkeit, die gezahlte Gewerbesteuer teilweise auf die Einkommensteuer anzurechnen. Diese Regelung soll die Doppelbelastung mit Gewerbe- und Einkommensteuer abmildern.

Anrechnung nach § 35 EStG

Die Anrechnung erfolgt durch Multiplikation des Gewerbeertrags mit dem 3,8-fachen der Steuermesszahl, also 3,8 × 3,5 % = 13,3 % des Gewerbeertrags. Dieser Betrag wird direkt von der tariflichen Einkommensteuer abgezogen. Die Anrechnung ist auf die tatsächlich gezahlte Gewerbesteuer begrenzt.

Bei Hebesatz 475 % (Wuppertal)

Effektive Gewerbesteuerbelastung: 16,625 % Anrechnung: 13,3 % Verbleibende Belastung: 3,325 %

Bei Hebesatz 400 % (z. B. Leverkusen)

Effektive Gewerbesteuerbelastung: 14,0 % Anrechnung: 13,3 % Verbleibende Belastung: 0,7 %

Je höher der Hebesatz über 400 Prozent liegt, desto geringer ist der Entlastungseffekt durch die Anrechnung. In Wuppertal mit 475 Prozent verbleibt eine faktische Zusatzbelastung von 3,325 Prozent des Gewerbeertrags, die nicht angerechnet werden kann.

Keine Anrechnung bei Kapitalgesellschaften

Für Kapitalgesellschaften wie die GmbH oder AG besteht keine Anrechnungsmöglichkeit. Die Gewerbesteuer ist hier Betriebsausgabe und mindert den körperschaftsteuerpflichtigen Gewinn gemäß § 4 Abs. 5b EStG i. V. m. § 8 Abs. 1 KStG. Die effektive Gesamtsteuerbelastung aus Körperschaftsteuer (15 %), Solidaritätszuschlag (5,5 % auf KSt) und Gewerbesteuer (16,625 % bei Hebesatz 475 %) beträgt damit rund 30,5 Prozent – ohne Berücksichtigung von Ausschüttungen und Abgeltungsteuer.

Wo und wie wird die Gewerbesteuer in Wuppertal angemeldet und gezahlt?

Die Gewerbesteuer wird beim zuständigen Finanzamt erklärt, jedoch direkt an die Stadt Wuppertal gezahlt. Diese Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen Finanzamt und Kommune ist gesetzlich in § 4 GewStG geregelt.

Zuständiges Finanzamt

Für Wuppertaler Unternehmen ist das Finanzamt Wuppertal-Barmen (Steuernummer-Bereich 133) oder das Finanzamt Wuppertal-Elberfeld (Steuernummer-Bereich 134) zuständig, abhängig vom Sitz der Betriebsstätte. Die Gewerbesteuererklärung wird über ELSTER elektronisch übermittelt oder in Papierform eingereicht. Das Finanzamt setzt den Gewerbesteuermessbetrag fest (§ 14 GewStG) und übermittelt diesen an die Stadt Wuppertal.

Festsetzung und Zahlung durch die Kommune

Die Stadt Wuppertal erlässt auf Basis des Steuermessbescheids den Gewerbesteuerbescheid und setzt die Vorauszahlungen fest (§ 19 GewStG). Die Zahlung erfolgt vierteljährlich zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November.

  • Gewerbesteuererklärung bis spätestens 31. Juli des Folgejahres (bei StB-Mandaten: verlängerte Frist)
  • Gewerbesteuermessbescheid durch das Finanzamt Wuppertal
  • Gewerbesteuerbescheid durch die Stadt Wuppertal (Stadtkasse)
  • Vierteljährliche Vorauszahlungen an die Stadt Wuppertal
  • Bei Dauerfristverlängerung (§ 46 EStDV analog): Antrag beim Finanzamt

Fristen bei Steuerberater-Mandaten

Wird die Gewerbesteuererklärung durch einen Steuerberater erstellt, verlängert sich die Abgabefrist automatisch. Für das Wirtschaftsjahr 2025 gilt bei StB-Mandaten eine Abgabefrist bis zum 30. April 2027 (§ 149 Abs. 3 AO i. V. m. der Anordnung zur Abgabefrist). Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt, etwa über spezialisierte Plattformen wie OnlineBilanz.de, profitiert von dieser verlängerten Frist ohne gesonderten Antrag.

„Viele Mandanten übersehen, dass Gewerbesteuererklärung und Körperschaftsteuererklärung zwar beim Finanzamt eingereicht werden, die Zahlungen aber an unterschiedliche Kassen gehen. Die Gewerbesteuer fließt direkt in den Haushalt der Stadt Wuppertal – das sollte bei der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden, insbesondere bei den quartalsweisen Vorauszahlungen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Welche Gestaltungsmöglichkeiten bestehen zur Optimierung der Gewerbesteuer?

Obwohl der Hebesatz durch die Kommune vorgegeben ist und nicht beeinflusst werden kann, bestehen verschiedene legale Gestaltungsmöglichkeiten zur Optimierung der Gewerbesteuerbelastung. Diese setzen an der Ermittlung des Gewerbeertrags und der Rechtsformwahl an.

1. Kürzungen nach § 9 GewStG nutzen

§ 9 GewStG sieht verschiedene Kürzungstatbestände vor, die den Gewerbeertrag mindern. Bedeutsam sind insbesondere die Kürzung für Grundbesitz (§ 9 Nr. 1 GewStG: 1,2 % des Einheitswerts) sowie die Kürzung für Beteiligungen an Kapitalgesellschaften (§ 9 Nr. 2a, 7, 8 GewStG). Bei Holdingstrukturen kann durch geschickte Gestaltung der Schachtelbeteiligungen die Gewerbesteuerbelastung erheblich reduziert werden.

2. Hinzurechnungen nach § 8 GewStG minimieren

Nach § 8 GewStG sind Finanzierungsanteile (Zinsen, Mieten, Leasingraten, Lizenzgebühren) zu einem Viertel hinzuzurechnen, soweit sie insgesamt 200.000 Euro jährlich übersteigen. Durch Optimierung der Finanzierungsstruktur – etwa Eigenkapitalstärkung statt Fremdfinanzierung – kann diese Hinzurechnung vermieden werden.

3. Rechtsformwahl und Organschaft

Bei Unternehmensgruppen kann eine gewerbesteuerliche Organschaft gemäß § 2 Abs. 2 Satz 2 GewStG vorteilhaft sein. Verluste der Organgesellschaft werden dann dem Organträger zugerechnet und können mit dessen Gewinnen verrechnet werden. Dies erfordert jedoch eine finanzielle Eingliederung (Mehrheit der Stimmrechte) und einen Gewinnabführungsvertrag.

Personengesellschaft

Anrechnung nach § 35 EStG Freibetrag 24.500 € Transparenzprinzip

GmbH

Keine Anrechnung Kein Freibetrag Gewerbesteuer als Betriebsausgabe

GmbH & Co. KG

Anrechnung für Gesellschafter Kombination beider Vorteile Komplexere Struktur

4. Verlustverrechnung

Gewerbeverluste können nach § 10a GewStG mit künftigen Gewerbeerträgen verrechnet werden (Verlustvortrag). Der Verlustvortrag ist unbegrenzt möglich, die Verrechnung jedoch ab einem Gewerbeertrag von 1 Mio. Euro auf 60 Prozent des übersteigenden Betrags begrenzt (§ 10a Satz 2 GewStG). Ein Verlustrücktrag ist in Höhe von bis zu 10 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung 20 Mio. Euro) möglich.

Gestaltungsmissbrauch vermeiden

Alle Gestaltungsmaßnahmen müssen wirtschaftlich begründet sein und dürfen nicht ausschließlich der Steuerersparnis dienen (§ 42 AO: Missbrauch rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten). Insbesondere bei Umstrukturierungen, Holdingkonstruktionen oder konzerninternen Verrechnungen ist eine fundierte steuerliche Beratung durch einen Steuerberater unverzichtbar.

Welche gewerbesteuerlichen Pflichten hat eine GmbH in Wuppertal?

Jede GmbH mit Sitz oder Betriebsstätte in Wuppertal unterliegt der unbeschränkten Gewerbesteuerpflicht gemäß § 2 Abs. 2 Satz 1 GewStG. Kapitalgesellschaften gelten kraft Rechtsform als Gewerbebetrieb, unabhängig von der tatsächlichen Tätigkeit.

Pflicht zur Abgabe der Gewerbesteuererklärung

Gemäß § 14a GewStG i. V. m. § 149 AO ist die GmbH verpflichtet, jährlich eine Gewerbesteuererklärung abzugeben. Die Erklärung muss von einem vertretungsberechtigten Geschäftsführer unterzeichnet werden. Bei Steuerberater-Mandaten besteht die Pflicht zur elektronischen Übermittlung über ELSTER (§ 5b EStDV).

  • Jährliche Gewerbesteuererklärung (GewSt 1 A) inkl. Anlagen
  • Elektronische Übermittlung via ELSTER bei StB-Mandat
  • Berechnung des Gewerbeertrags mit Hinzurechnungen/Kürzungen
  • Angaben zu Beteiligungen und Organschaftsverhältnissen
  • Unterzeichnung durch vertretungsberechtigten Geschäftsführer
  • Aufbewahrung gewerbesteuerrelevanter Unterlagen (10 Jahre nach § 147 AO)

Vorauszahlungen und Jahresabstimmung

Die Stadt Wuppertal setzt auf Basis des vorherigen Gewerbesteuermessbetrags vierteljährliche Vorauszahlungen fest (§ 19 GewStG). Nach Abgabe der Gewerbesteuererklärung erfolgt die Jahresabstimmung: Wurden zu hohe Vorauszahlungen geleistet, erfolgt eine Erstattung; bei Nachzahlungen ist der Differenzbetrag innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheids fällig.

Zusammenhang mit Jahresabschluss und Körperschaftsteuer

Die Ermittlung des Gewerbeertrags basiert auf dem handelsrechtlichen Jahresabschluss der GmbH. Der Jahresabschluss muss gemäß § 325 HGB binnen 12 Monaten nach Bilanzstichtag im Unternehmensregister offengelegt werden (für Bilanzstichtag 31.12.2025 also bis spätestens 31.12.2026). Die Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafterversammlung muss bei kleinen GmbHs binnen 11 Monaten, bei mittelgroßen und großen GmbHs binnen 8 Monaten nach Bilanzstichtag erfolgen (§ 42a Abs. 2 GmbHG).

Digitale Steuerberater-Leistungen

Die koordinierte Erstellung von Jahresabschluss, Körperschaftsteuererklärung und Gewerbesteuererklärung durch einen Steuerberater sichert nicht nur die fristgerechte Einreichung, sondern auch die korrekte Nutzung aller Kürzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Plattformen wie OnlineBilanz.de bieten GmbH-Geschäftsführern transparente Festpreise für das komplette Jahresabschluss-Paket – digital koordiniert durch Servet Gündogan und fachlich erstellt durch zugelassene Steuerberater.

„In der Praxis sehen wir häufig, dass Geschäftsführer die Gewerbesteuer als isolierte Größe betrachten. Dabei ist sie eng mit dem Jahresabschluss, der Körperschaftsteuer und teilweise auch der Umsatzsteuer verknüpft. Eine ganzheitliche Betrachtung durch den Steuerberater – vom Jahresabschluss über alle Steuererklärungen bis zur Offenlegung – vermeidet Fehler und nutzt alle legalen Optimierungsmöglichkeiten.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Häufig gestellte Fragen

Muss ich als Freiberufler in Wuppertal Gewerbesteuer zahlen?

Nein. Freiberufler im Sinne des § 18 EStG (z. B. Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten, Journalisten) unterliegen grundsätzlich nicht der Gewerbesteuerpflicht, auch nicht in Wuppertal. Voraussetzung ist, dass die Tätigkeit ausschließlich freiberuflich ausgeübt wird und keine gewerblichen Einkünfte hinzutreten.

Gibt es einen Freibetrag bei der Gewerbesteuer in Wuppertal?

Ja. Nach § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG gilt für Einzelunternehmen und Personengesellschaften ein Freibetrag von 24.500 Euro auf den Gewerbeertrag. Kapitalgesellschaften wie die GmbH oder UG haben keinen Freibetrag. Der Hebesatz in Wuppertal von 475 Prozent wird erst auf den Betrag oberhalb des Freibetrags angewandt.

Kann ich den Gewerbesteuer-Hebesatz vor der Standortwahl verbindlich prüfen?

Ja. Die aktuellen Hebesätze werden von den Städten öffentlich bekannt gegeben und können beim Finanzamt Wuppertal-Barmen, auf der Website der Stadt Wuppertal oder über die Statistischen Landesämter abgerufen werden. Bei Standortentscheidungen empfiehlt sich eine steuerliche Beratung, da neben dem Hebesatz auch andere Faktoren wie Grundsteuer, Infrastruktur und Förderungen relevant sind.

Was passiert, wenn ich die Gewerbesteuer-Vorauszahlungen nicht leiste?

Bei Nichtleistung der vierteljährlichen Vorauszahlungen entstehen Säumniszuschläge nach § 240 AO in Höhe von 1 Prozent des rückständigen Betrags pro angefangenem Monat. Zusätzlich kann das Finanzamt Vollstreckungsmaßnahmen einleiten. Es empfiehlt sich, bei Liquiditätsengpässen frühzeitig eine Stundung oder Anpassung der Vorauszahlungen beim Finanzamt Wuppertal zu beantragen.

Wie wirkt sich eine Betriebsaufspaltung auf die Gewerbesteuer in Wuppertal aus?

Bei einer Betriebsaufspaltung entsteht kraft Gesetz ein Gewerbebetrieb auch für die Besitzgesellschaft (meist vermögensverwaltend). Beide Gesellschaften – Betriebs- und Besitzgesellschaft – unterliegen dann der Gewerbesteuerpflicht in Wuppertal mit Hebesatz 475 Prozent. Die Strukturierung erfordert eine sorgfältige steuerliche Planung, um ungewollte Mehrbelastungen zu vermeiden.

Kann ich gegen die Höhe des Hebesatzes in Wuppertal Einspruch einlegen?

Nein. Der Hebesatz wird durch Satzungsbeschluss des Stadtrats Wuppertal festgesetzt und ist eine hoheitliche Maßnahme nach § 16 GewStG. Gegen die Höhe des Hebesatzes selbst ist kein Einspruch möglich. Einspruch kann nur gegen den konkreten Gewerbesteuermessbescheid oder Gewerbesteuerbescheid eingelegt werden, wenn dessen Berechnung fehlerhaft ist.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Gewerbesteuergesetz (GewStG), Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung (GewStDV), Abgabenordnung (AO), Einkommensteuergesetz (EStG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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