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11–17 Minuten


OnlineBilanzBlogGesellschafterprotokoll Jahresabschluss

Gesellschafterprotokoll Jahresabschluss 2026: Pflicht & Muster

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Das Gesellschafterprotokoll zum Jahresabschluss dokumentiert die Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafter und ist rechtlich zwingend erforderlich. Ohne ordnungsgemäßes Protokoll können Beschlüsse anfechtbar sein und die Offenlegung scheitern. Der Gesellschafterbeschluss zum Jahresabschluss bildet dabei die materielle Grundlage für das Protokoll und muss alle wesentlichen Beschlusspunkte enthalten. Ergänzend wird in der Praxis häufig eine Vollständigkeitserklärung zum Jahresabschluss von der Geschäftsführung abgegeben. Dieser Leitfaden erklärt Inhalt, Fristen und Ablauf der Protokollierung nach § 42a GmbHG und § 48 GmbHG.

SG
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Kurzantwort

Das Gesellschafterprotokoll zum Jahresabschluss dokumentiert die Feststellung des Jahresabschlusses gemäß § 42a GmbHG durch die Gesellschafterversammlung. Es enthält Beschlüsse zur Feststellung, Ergebnisverwendung und Entlastung. Die Protokollierung ist rechtlich zwingend und Voraussetzung für die Offenlegung beim Unternehmensregister nach § 325 HGB.

Grundlagen: Was ist ein Gesellschafterprotokoll zum Jahresabschluss?

Das Gesellschafterprotokoll zum Jahresabschluss ist ein schriftliches Dokument, das die Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung über den Jahresabschluss dokumentiert. Es hält fest, dass die Gesellschafter den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss geprüft, beraten und förmlich festgestellt haben.

Bei einer GmbH ist die Feststellung des Jahresabschlusses gemäß § 42a Abs. 2 GmbHG grundsätzlich Aufgabe der Gesellschafterversammlung, sofern der Gesellschaftsvertrag nichts anderes bestimmt. Die Geschäftsführung stellt den Jahresabschluss auf (§ 264 Abs. 1 HGB), die Gesellschafter stellen ihn fest.

Das Protokoll dient als rechtsverbindlicher Nachweis, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Beschlüsse ordnungsgemäß gefasst wurden. Es ist Grundlage für die spätere Offenlegung beim Unternehmensregister und schützt sowohl die Gesellschaft als auch die einzelnen Gesellschafter.

Hinweis

Die Feststellung des Jahresabschlusses ist der formelle Akt, durch den die Gesellschafter den Jahresabschluss verbindlich anerkennen. Erst danach kann der Jahresabschluss offengelegt werden.

§ 42a GmbHG

Feststellungspflicht Gesellschafter

§ 48 GmbHG

Protokollierungspflicht

§ 325 HGB

Offenlegungspflicht

Rechtliche Pflichten: Warum ist das Protokoll zwingend erforderlich?

Die Protokollierung von Gesellschafterbeschlüssen ist nach § 48 Abs. 1 GmbHG gesetzlich vorgeschrieben. Jeder Gesellschafterbeschluss muss protokolliert und von der Versammlungsleitung unterzeichnet werden. Dies gilt unabhängig davon, ob die Beschlüsse in einer Präsenzversammlung oder im Umlaufverfahren gefasst wurden.

Das Protokoll erfüllt mehrere rechtliche Funktionen: Es schafft Rechtssicherheit über gefasste Beschlüsse, dient als Beweismittel bei Streitigkeiten und ist Voraussetzung für die Wirksamkeit bestimmter Beschlüsse. Fehlt ein ordnungsgemäßes Protokoll, können Beschlüsse anfechtbar sein.

Achtung

Ohne ordnungsgemäß protokollierten Feststellungsbeschluss kann der Jahresabschluss nicht beim Unternehmensregister offengelegt werden. Dies führt zu Ordnungsgeldern nach § 335 HGB zwischen 500 und 25.000 Euro.

Aufbewahrungspflicht und Einsichtsrechte

Gesellschafterprotokolle müssen dauerhaft im Unternehmen aufbewahrt werden. Nach § 47 Abs. 4 GmbHG hat jeder Gesellschafter das Recht, die Protokolle einzusehen. Die Geschäftsführung muss sicherstellen, dass Protokolle ordnungsgemäß archiviert und bei Bedarf vorgelegt werden können.

„Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung einer sauberen Protokollierung. Bei Betriebsprüfungen oder gesellschaftsrechtlichen Auseinandersetzungen werden Gesellschafterprotokolle regelmäßig angefordert. Lücken oder formelle Mängel können erhebliche rechtliche Konsequenzen haben.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Inhalt: Was muss das Gesellschafterprotokoll enthalten?

Das Gesellschafterprotokoll zum Jahresabschluss muss bestimmte Mindestangaben enthalten, um rechtlich wirksam zu sein. Die formalen Anforderungen ergeben sich aus § 48 GmbHG und der gesellschaftsrechtlichen Praxis.

Formale Protokollangaben

  • Firma und Sitz der Gesellschaft
  • Datum und Ort der Gesellschafterversammlung
  • Name des Versammlungsleiters und des Protokollführers
  • Vollständige Anwesenheitsliste aller Gesellschafter mit Geschäftsanteilen
  • Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit
  • Tagesordnung mit allen behandelten Punkten
  • Beschlusstexte im Wortlaut mit Abstimmungsergebnissen
  • Unterschrift des Versammlungsleiters

Inhaltliche Beschlüsse zum Jahresabschluss

Im Rahmen der Jahresabschlussfeststellung werden typischerweise mehrere zusammenhängende Beschlüsse gefasst. Diese sollten im Protokoll klar getrennt und einzeln mit Abstimmungsergebnis dokumentiert werden.

Beschluss Rechtsgrundlage Inhalt
Feststellung Jahresabschluss § 42a Abs. 2 GmbHG Verbindliche Feststellung von Bilanz und GuV
Ergebnisverwendung § 29 GmbHG Gewinnausschüttung oder Einstellung in Rücklagen
Entlastung Geschäftsführung § 46 Nr. 5 GmbHG Anerkennung der ordnungsgemäßen Geschäftsführung
Entlastung Aufsichtsrat § 52 Abs. 1 GmbHG Falls Aufsichtsrat vorhanden

Hinweis

Bei Einpersonen-Gesellschaften (Ein-Mann-GmbH, Ein-Mann-UG) ist ebenfalls ein Protokoll erforderlich. Der alleinige Gesellschafter fasst die Beschlüsse und unterzeichnet das Protokoll selbst.

Ablauf: Wie läuft die Gesellschafterversammlung ab?

Die ordnungsgemäße Durchführung der Gesellschafterversammlung ist Voraussetzung für rechtswirksame Beschlüsse. Der Ablauf folgt einem strukturierten Verfahren, das im Gesellschaftsvertrag konkretisiert sein kann.

1. Einberufung der Gesellschafterversammlung

Die Geschäftsführung beruft die Gesellschafterversammlung ein. Im Gesellschaftsvertrag sind in der Regel Form und Frist der Einberufung geregelt. Üblich sind schriftliche Einladungen mit mindestens einer Woche Vorlauf. Die Tagesordnung muss die Feststellung des Jahresabschlusses als Punkt enthalten.

Den Gesellschaftern sollten der Jahresabschluss, der Lagebericht (falls erforderlich) und gegebenenfalls der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vorab zugänglich gemacht werden, damit sie sich auf die Beschlussfassung vorbereiten können.

2. Durchführung der Versammlung

  1. Eröffnung durch den Versammlungsleiter (meist Geschäftsführer)
  2. Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung
  3. Feststellung der Beschlussfähigkeit anhand der Anwesenheitsliste
  4. Vortrag der Geschäftsführung zum Jahresabschluss
  5. Bericht des Aufsichtsrats (falls vorhanden)
  6. Aussprache und Fragen der Gesellschafter
  7. Abstimmung über die Beschlüsse
  8. Protokollierung der Beschlüsse

Beschlussfassung im Umlaufverfahren

Alternativ zur Präsenzversammlung können Gesellschafterbeschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst werden, sofern der Gesellschaftsvertrag dies zulässt. Alle Gesellschafter müssen der Beschlussfassung im Umlaufverfahren zustimmen oder darauf verzichten, dieser zuzustimmen.

Auch bei Umlaufbeschlüssen ist ein Protokoll gemäß § 48 GmbHG anzufertigen. Dieses muss die Beschlusstexte, die Abstimmungsergebnisse und die Zustimmung zum Umlaufverfahren dokumentieren.

Fristen und Termine 2026: Wann muss das Protokoll vorliegen?

Für die Feststellung des Jahresabschlusses und die damit verbundene Protokollierung gelten gesetzliche Fristen, die sich nach der Größenklasse der Gesellschaft richten. Für Jahresabschlüsse mit Bilanzstichtag 31.12.2025 gelten folgende Fristen im Jahr 2026.

Feststellungsfristen nach § 42a GmbHG

Größenklasse Frist Spätester Termin 2026
Kleine GmbH/UG 11 Monate 30.11.2026
Mittelgroße GmbH 8 Monate 31.08.2026
Große GmbH 8 Monate 31.08.2026

Die Feststellungsfrist beginnt mit dem Ende des Geschäftsjahres. Bei einem Bilanzstichtag 31.12.2025 muss die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss also spätestens bis 30.11.2026 (kleine Gesellschaften) bzw. 31.08.2026 (mittelgroße und große Gesellschaften) feststellen.

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

Nach der Feststellung muss der Jahresabschluss beim Unternehmensregister offengelegt werden. Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach dem Bilanzstichtag. Für Jahresabschlüsse zum 31.12.2025 endet die Frist am 31.12.2026.

Achtung

Bei Versäumung der Offenlegungsfrist verhängt das Bundesamt für Justiz Ordnungsgelder gemäß § 335 HGB. Die Höhe liegt zwischen 500 und 25.000 Euro und kann bei wiederholten Verstößen erhöht werden.

30.11.2026

Feststellung kleine GmbH/UG

31.08.2026

Feststellung mittelgroß/groß

31.12.2026

Offenlegung beim Unternehmensregister

Besonderheiten nach Gesellschaftsform

Die Anforderungen an das Gesellschafterprotokoll unterscheiden sich je nach Rechtsform. Während bei GmbH und UG die Regelungen weitgehend identisch sind, gelten für AG und andere Gesellschaftsformen abweichende Vorschriften.

GmbH und UG (haftungsbeschränkt)

Für GmbH und UG gelten die Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgt nach § 42a Abs. 2 GmbHG durch die Gesellschafterversammlung, sofern der Gesellschaftsvertrag nicht ausnahmsweise die Feststellung der Geschäftsführung übertragen hat.

Bei der Ein-Mann-GmbH oder Ein-Mann-UG fasst der alleinige Gesellschafter die Beschlüsse allein. Auch hier ist ein Protokoll nach § 48 GmbHG erforderlich, das vom alleinigen Gesellschafter unterzeichnet wird.

Aktiengesellschaft (AG)

Bei der AG stellt der Vorstand den Jahresabschluss auf (§ 264 Abs. 1 HGB). Die Feststellung erfolgt durch Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam nach § 172 AktG. Nur wenn Aufsichtsrat und Vorstand den Jahresabschluss nicht feststellen, ist die Hauptversammlung zuständig.

Die Hauptversammlung beschließt in jedem Fall über die Ergebnisverwendung nach § 174 AktG und die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 120 AktG. Diese Beschlüsse werden im Hauptversammlungsprotokoll nach § 130 AktG dokumentiert.

GmbH & Co. KG

Bei der GmbH & Co. KG ist die Komplementär-GmbH geschäftsführungsbefugt. Der Jahresabschluss der KG wird von der Geschäftsführung der Komplementär-GmbH aufgestellt. Für den Jahresabschluss der Komplementär-GmbH selbst gelten die GmbH-Vorschriften.

Hinweis

Bei Holdingstrukturen und Unternehmensgruppen ist zu beachten, dass für jede Kapitalgesellschaft ein separater Jahresabschluss und ein separates Gesellschafterprotokoll erforderlich ist.

Häufige Fehler vermeiden: Typische Stolpersteine

In der Praxis kommt es bei der Erstellung von Gesellschafterprotokollen zum Jahresabschluss immer wieder zu Fehlern, die die Wirksamkeit der Beschlüsse gefährden oder rechtliche Probleme verursachen können.

Formelle Mängel

Fehlerhafte Protokolle

  • Fehlende Unterschrift des Versammlungsleiters
  • Unvollständige Anwesenheitsliste
  • Keine Feststellung der Beschlussfähigkeit
  • Fehlende Abstimmungsergebnisse
  • Datum oder Ort nicht angegeben

Korrekte Protokollierung

  • Vollständige Unterschrift mit Datum
  • Alle Gesellschafter mit Geschäftsanteilen aufgeführt
  • Beschlussfähigkeit explizit festgestellt
  • Genaue Stimmenzählung dokumentiert
  • Alle formalen Angaben vollständig

Inhaltliche Fehler

Ein häufiger Fehler ist die ungenaue Formulierung der Beschlusstexte. Der Beschluss muss eindeutig erkennen lassen, welcher Jahresabschluss (Geschäftsjahr, Bilanzstichtag) festgestellt wird. Pauschale Formulierungen wie „der vorgelegte Jahresabschluss wird festgestellt“ sind unzureichend.

Ebenfalls problematisch: Die Vermischung von Feststellungs- und Ergebnisverwendungsbeschluss. Beide Beschlüsse sollten getrennt formuliert und einzeln abgestimmt werden, auch wenn sie inhaltlich zusammenhängen.

Fehlende Dokumentation bei Einpersonen-Gesellschaften

Ein weitverbreiteter Irrtum ist die Annahme, bei einer Ein-Mann-GmbH oder Ein-Mann-UG sei kein Protokoll erforderlich. Tatsächlich gilt die Protokollierungspflicht nach § 48 GmbHG auch für den alleinigen Gesellschafter. Das Fehlen eines Protokolls kann die Offenlegung gefährden.

Achtung

Bei nachträglichen Änderungen am Jahresabschluss nach der Feststellung ist ein neuer Feststellungsbeschluss erforderlich. Einfache Korrekturen am bereits festgestellten Jahresabschluss sind nicht zulässig.

„Immer wieder erleben wir, dass Gesellschaften die Feststellung des Jahresabschlusses informell durchführen und erst bei der Offenlegung bemerken, dass kein ordnungsgemäßes Protokoll vorliegt. Die nachträgliche Protokollierung ist zwar möglich, birgt aber rechtliche Risiken. Besser ist eine saubere Dokumentation von Anfang an.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Muster und Vorlagen: Protokoll richtig erstellen

Ein korrekt strukturiertes Protokoll erleichtert die Dokumentation und minimiert rechtliche Risiken. Die folgenden Musterformulierungen können als Orientierung dienen und sollten an die individuellen Verhältnisse der Gesellschaft angepasst werden.

Protokollkopf: Formale Angaben

Hinweis

Protokoll der Gesellschafterversammlung der [Firma], [Sitz] HRB [Nummer], Amtsgericht [Ort] Datum: [TT.MM.2026] Ort: [Geschäftsräume / Ort] Beginn: [Uhrzeit] Uhr Ende: [Uhrzeit] Uhr Versammlungsleiter: [Name] Protokollführer: [Name]

Anwesenheit und Beschlussfähigkeit

„Anwesend waren folgende Gesellschafter:“

Gesellschafter Geschäftsanteil Nennbetrag Stimmen
[Name 1] Nr. 1 12.500 EUR 50%
[Name 2] Nr. 2 12.500 EUR 50%
Summe 25.000 EUR 100%

„Der Versammlungsleiter stellte fest, dass die Gesellschafterversammlung ordnungsgemäß einberufen wurde und beschlussfähig ist. Alle Gesellschafter mit 100% der Stimmen sind anwesend bzw. vertreten.“

Beschlusstexte zum Jahresabschluss

Tagesordnungspunkt 1: Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2025

„Der Geschäftsführer legte den Jahresabschluss zum 31.12.2025, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang [und Lagebericht], vor und erläuterte die wesentlichen Positionen. [Optional: Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurde vorgelegt.]“

„Die Gesellschafterversammlung beschließt:“

„Der vorgelegte Jahresabschluss zum 31.12.2025 mit einer Bilanzsumme von [Betrag] EUR und einem Jahresüberschuss von [Betrag] EUR wird festgestellt.“

„Abstimmungsergebnis: [Anzahl] Ja-Stimmen, [Anzahl] Nein-Stimmen, [Anzahl] Enthaltungen.“

Tagesordnungspunkt 2: Verwendung des Jahresergebnisses

„Die Gesellschafterversammlung beschließt:“

„Der Jahresüberschuss in Höhe von [Betrag] EUR wird wie folgt verwendet: [Betrag] EUR werden an die Gesellschafter ausgeschüttet, [Betrag] EUR werden in die Gewinnrücklagen eingestellt, [Betrag] EUR werden auf neue Rechnung vorgetragen.“

„Abstimmungsergebnis: [Anzahl] Ja-Stimmen, [Anzahl] Nein-Stimmen, [Anzahl] Enthaltungen.“

Tagesordnungspunkt 3: Entlastung der Geschäftsführung

„Die Gesellschafterversammlung beschließt:“

„Den Geschäftsführern [Namen] wird für das Geschäftsjahr 2025 Entlastung erteilt.“

„Abstimmungsergebnis: [Anzahl] Ja-Stimmen, [Anzahl] Nein-Stimmen, [Anzahl] Enthaltungen.“

Protokollabschluss

„Der Versammlungsleiter schloss die Versammlung um [Uhrzeit] Uhr.“

„[Ort], den [Datum]“

„___________________________ [Name], Versammlungsleiter“

Hinweis

Bei der Ein-Mann-GmbH oder Ein-Mann-UG entfallen Angaben zur Beschlussfähigkeit. Der alleinige Gesellschafter unterzeichnet das Protokoll selbst. Die Beschlusstexte bleiben inhaltlich identisch.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein Gesellschafterprotokoll zum Jahresabschluss gesetzlich vorgeschrieben?

Ja, nach § 48 Abs. 1 GmbHG müssen alle Gesellschafterbeschlüsse protokolliert und vom Versammlungsleiter unterzeichnet werden. Dies gilt auch für die Feststellung des Jahresabschlusses nach § 42a GmbHG. Ohne ordnungsgemäßes Protokoll können Beschlüsse anfechtbar sein und die Offenlegung beim Unternehmensregister scheitern.

Welche Fristen gelten für die Feststellung des Jahresabschlusses 2026?

Für Jahresabschlüsse zum 31.12.2025 gelten nach § 42a GmbHG folgende Fristen: Kleine Gesellschaften haben 11 Monate Zeit (bis 30.11.2026), mittelgroße und große Gesellschaften 8 Monate (bis 31.08.2026). Die Offenlegung beim Unternehmensregister muss bis 31.12.2026 erfolgen (§ 325 HGB). Bei Fristversäumnis drohen Ordnungsgelder nach § 335 HGB.

Muss bei einer Ein-Mann-GmbH auch ein Gesellschafterprotokoll erstellt werden?

Ja, auch bei einer Ein-Mann-GmbH oder Ein-Mann-UG ist ein Protokoll nach § 48 GmbHG erforderlich. Der alleinige Gesellschafter fasst die Beschlüsse zur Feststellung des Jahresabschlusses, zur Ergebnisverwendung und zur Entlastung der Geschäftsführung selbst und unterzeichnet das Protokoll. Das Protokoll ist Voraussetzung für die Offenlegung beim Unternehmensregister.

Welche Beschlüsse müssen im Protokoll zur Jahresabschlussfeststellung enthalten sein?

Das Protokoll sollte mindestens drei Beschlüsse dokumentieren: (1) Feststellung des Jahresabschlusses nach § 42a Abs. 2 GmbHG, (2) Verwendung des Jahresergebnisses nach § 29 GmbHG (Gewinnausschüttung oder Einstellung in Rücklagen), (3) Entlastung der Geschäftsführung nach § 46 Nr. 5 GmbHG. Jeder Beschluss muss mit genauem Wortlaut und Abstimmungsergebnis protokolliert werden.

Was passiert, wenn das Gesellschafterprotokoll Fehler enthält oder fehlt?

Formelle Mängel im Protokoll können die Wirksamkeit der Beschlüsse gefährden und diese anfechtbar machen. Fehlt das Protokoll ganz oder ist es unvollständig, kann der Jahresabschluss nicht beim Unternehmensregister offengelegt werden. Dies führt zu Ordnungsgeldern nach § 335 HGB zwischen 500 und 25.000 Euro. Eine nachträgliche Protokollierung ist zwar möglich, birgt aber rechtliche Risiken.

Kann die Gesellschafterversammlung auch im Umlaufverfahren beschließen?

Ja, sofern der Gesellschaftsvertrag dies zulässt, können Gesellschafterbeschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst werden. Alle Gesellschafter müssen dem Umlaufverfahren zustimmen oder auf die Zustimmung verzichten. Auch bei Umlaufbeschlüssen ist ein Protokoll nach § 48 GmbHG anzufertigen, das die Beschlusstexte, Abstimmungsergebnisse und die Zustimmung zum Umlaufverfahren dokumentiert.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 42a GmbHG (Feststellung des Jahresabschlusses), § 48 GmbHG (Protokollierung von Gesellschafterbeschlüssen), § 325 HGB (Offenlegung des Jahresabschlusses), § 335 HGB (Ordnungsgeldverfahren). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
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Ben
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