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Datum

Lesedauer

11–16 Minuten

OnlineBilanzBlogGenossenschaft Vergleich

Freiberufler Genossenschaft Vergleich 2026

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Freiberufler können seit einigen Jahren auch als Mitglied einer Freiberufler-Genossenschaft tätig werden – ein Modell zwischen klassischer Freiberuflichkeit und Festanstellung. Doch welche rechtlichen, steuerlichen und organisatorischen Unterschiede bestehen? Dieser Vergleich zeigt, welche Rechtsform 2026 für Sie passt.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Eine Freiberufler-Genossenschaft bietet Selbstständigen einen sozialversicherungsrechtlichen Angestelltenstatus bei weitgehender Autonomie. Im Vergleich zur klassischen Freiberuflichkeit ändern sich Haftung, Buchhaltungspflichten, Steuerstruktur und Verwaltungsaufwand erheblich. Die Wahl hängt von Ihren Prioritäten bei Sicherheit, Flexibilität und administrativem Aufwand ab.

Was ist eine Freiberufler-Genossenschaft und wie funktioniert das Modell?

Eine Freiberufler-Genossenschaft ist eine eingetragene Genossenschaft (eG), die als gemeinschaftliche Organisationsform für Freiberufler dient. Dabei bleiben die Mitglieder selbstständig tätig, können aber unter dem Dach der Genossenschaft gemeinsam auftreten, Ressourcen teilen und administrative Aufgaben bündeln. Rechtlich ist die Genossenschaft eine juristische Person des Privatrechts gemäß §§ 1 ff. GenG und wird von der zuständigen Genossenschaftsverbandsprüfung begleitet.

Im Gegensatz zur klassischen Solo-Selbstständigkeit oder zur GmbH verfolgt die Genossenschaft primär den Förderzweck für ihre Mitglieder (§ 1 GenG), nicht die Gewinnmaximierung. Freiberufler-Genossenschaften werden häufig in der IT-Branche, im Consulting oder in kreativen Berufen gegründet, um gemeinsam größere Projekte akquirieren zu können oder bessere Konditionen bei Versicherungen und Software zu erhalten.

Kernmerkmale der Genossenschaft

  • Mitgliedschaft durch Zeichnung von Geschäftsanteilen (§ 15 GenG)
  • Demokratisches Prinzip: Ein Mitglied, eine Stimme (§ 43 Abs. 3 GenG)
  • Pflichtprüfung durch einen Prüfungsverband (§ 53 GenG)
  • Haftungsbeschränkung auf das Genossenschaftsvermögen (keine persönliche Haftung der Mitglieder)
  • Förderzweck steht im Vordergrund, nicht die Gewinnausschüttung

Praxis-Hinweis

Die Gründung einer Freiberufler-Genossenschaft erfordert mindestens drei Gründungsmitglieder und die Aufnahme in einen Prüfungsverband. Die Satzung muss den Förderzweck konkret beschreiben. Seit 2026 profitieren kleine Genossenschaften von erleichterten Offenlegungspflichten gemäß § 336 HGB, sofern sie die Schwellenwerte des § 267 HGB nicht überschreiten.

Klassische Freiberuflichkeit vs. Genossenschaft: Rechtliche Unterschiede

Der klassische Freiberufler nach § 18 EStG (z. B. Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, Journalisten) ist grundsätzlich unbeschränkt persönlich haftbar für alle Verbindlichkeiten aus seiner Tätigkeit. Er führt eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) und ist — sofern er nicht zur Buchführung verpflichtet wird — nicht prüfungspflichtig.

Mit dem Wechsel in eine Freiberufler-Genossenschaft ändert sich die Rechtsform fundamental: Die Genossenschaft ist eine juristische Person und haftet mit ihrem eigenen Vermögen (§ 2 GenG). Das einzelne Mitglied haftet grundsätzlich nicht persönlich für Verbindlichkeiten der Genossenschaft — es sei denn, die Satzung sieht eine Nachschusspflicht vor (§ 6 Nr. 3 GenG).

Klassischer Freiberufler

  • Unbeschränkte persönliche Haftung
  • EÜR oder Bilanzierung (bei Überschreitung der Grenzen § 141 AO)
  • Keine Pflichtprüfung
  • Volle unternehmerische Freiheit
  • Unmittelbare Zuordnung von Einkünften (§ 18 EStG)

Genossenschaftsmitglied

  • Haftungsbeschränkung auf Genossenschaftsvermögen
  • Genossenschaft erstellt Jahresabschluss nach § 336 HGB
  • Pflichtprüfung durch Prüfungsverband (§ 53 GenG)
  • Satzungsgebundene Organisation
  • Vergütung nach Satzung / Vertrag; ggf. Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG)

Achtung Freiberufler-Status

Mit der Mitgliedschaft in einer Genossenschaft kann der steuerliche Freiberufler-Status nach § 18 EStG verloren gehen, wenn die Genossenschaft gewerblich tätig ist. Die Einkünfte werden dann der Genossenschaft zugeordnet und unterliegen der Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (§§ 1, 2 KStG, § 2 GewStG). Dies sollte im Vorfeld mit dem Steuerberater geprüft werden.

Buchhaltung und Jahresabschluss: Was ändert sich für Freiberufler?

Die Buchhaltungsanforderungen unterscheiden sich grundlegend zwischen der klassischen Freiberuflichkeit und der Genossenschaft. Ein einzelner Freiberufler, der die Grenzen des § 141 AO nicht überschreitet (Gewinn ≤ 60.000 Euro, Umsatz ≤ 600.000 Euro), darf eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG führen — ohne Bilanz, ohne doppelte Buchführung.

Eine Genossenschaft hingegen ist immer buchführungspflichtig nach § 336 HGB i. V. m. § 238 HGB und muss einen Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) erstellen — unabhängig von Umsatz oder Gewinn. Sie unterliegt außerdem der Pflichtprüfung durch den Prüfungsverband (§ 53 GenG), was zusätzliche Kosten und Aufwand bedeutet.

Merkmal Freiberufler (EÜR) Genossenschaft (eG)
Buchführungspflicht Nein (bei Unterschreitung § 141 AO) Ja, immer (§ 238 HGB)
Jahresabschluss Nicht erforderlich (EÜR ausreichend) Pflicht: Bilanz, GuV, Anhang (§ 242, 264 HGB)
Prüfung Keine Pflichtprüfung Pflichtprüfung durch Prüfungsverband (§ 53 GenG)
Offenlegung Keine Beim Unternehmensregister (§ 339 i. V. m. § 325 HGB)
Steuererklärungen Einkommensteuer (§ 18 EStG) Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer (§ 1 KStG, § 2 GewStG)

„Viele Freiberufler unterschätzen den Buchhaltungsaufwand einer Genossenschaft. Die eG muss einen vollständigen Jahresabschluss erstellen, prüfen lassen und offenlegen — selbst wenn sie wirtschaftlich nur wenige Projekte abwickelt. Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Haftung und Risiko: Wie sicher ist die Genossenschaft wirklich?

Ein zentrales Argument für die Genossenschaft ist die Haftungsbeschränkung: Das einzelne Mitglied haftet grundsätzlich nicht mit seinem Privatvermögen für Verbindlichkeiten der Genossenschaft. Die Haftung beschränkt sich auf das Genossenschaftsvermögen (§ 2 GenG). Diese Haftungsbeschränkung ist vergleichbar mit der GmbH (§ 13 Abs. 2 GmbHG).

Allerdings gibt es wichtige Ausnahmen und Fallstricke, die Freiberufler beachten müssen:

  • Nachschusspflicht: Die Satzung kann eine Nachschusspflicht vorsehen (§ 6 Nr. 3 GenG). In diesem Fall können die Mitglieder zur Leistung weiterer Einlagen verpflichtet werden.
  • Persönliche Berufshaftung: Für eigene Fehler (z. B. als Architekt, Arzt, Anwalt) haftet das Mitglied weiterhin persönlich — die Genossenschaft schützt nur vor Verbindlichkeiten der Genossenschaft selbst.
  • Organstellung: Vorstandsmitglieder haften persönlich bei Pflichtverletzungen (§ 34 GenG analog § 43 GmbHG).
  • Insolvenzrisiko: Bei Insolvenz der Genossenschaft sind die Geschäftsanteile in der Regel wertlos.

Vergleich der Haftungsrisiken

Freiberufler (Solo)

  • Unbeschränkte persönliche Haftung
  • Vermögensschutz nur durch Versicherung
  • Volle Kontrolle, volles Risiko

Genossenschaftsmitglied

  • Haftungsbeschränkung auf Genossenschaftsvermögen
  • Ggf. Nachschusspflicht (Satzung prüfen)
  • Persönliche Berufshaftung bleibt bestehen

GmbH-Gesellschafter

  • Haftungsbeschränkung (§ 13 Abs. 2 GmbHG)
  • Stammeinlage fix
  • Persönliche Berufshaftung bleibt bestehen

Praxis-Tipp Berufshaftpflicht

Freiberufler sollten unabhängig von der Rechtsform eine ausreichende Berufshaftpflichtversicherung abschließen. Die Haftungsbeschränkung der Genossenschaft schützt nur vor Forderungen gegen die Genossenschaft, nicht vor Ansprüchen aus eigener beruflicher Tätigkeit. Viele Kammern (z. B. Architekten-, Ingenieurkammern) schreiben eine Mindestdeckung vor.

Steuerliche Behandlung: Freiberufler vs. Genossenschaft

Die steuerliche Behandlung unterscheidet sich fundamental: Der klassische Freiberufler erzielt Einkünfte aus selbstständiger Arbeit gemäß § 18 EStG. Diese unterliegen der Einkommensteuer (progressiv bis 42 % bzw. 45 % Reichensteuer ab 277.826 Euro zu versteuerndem Einkommen im Jahr 2026). Eine Gewerbesteuer fällt nicht an.

Eine Genossenschaft hingegen ist körperschaftsteuerpflichtig (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG) und unterliegt der Gewerbesteuer (§ 2 Abs. 2 GewStG), da sie auch bei freiberuflicher Tätigkeit der Mitglieder als gewerblich gilt. Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag (effektiv 15,825 %). Hinzu kommt die Gewerbesteuer (durchschnittlich ca. 14 % bei einem Hebesatz von 400 %).

Gesamtsteuerbelastung im Vergleich (Beispielrechnung 2026)

Angenommen, ein Freiberufler erzielt 100.000 Euro Gewinn. Die Steuerbelastung hängt von der Rechtsform ab:

Rechtsform Körperschaft-/Einkommensteuer Gewerbesteuer Gesamt (vor Ausschüttung) Abgeltungsteuer bei Ausschüttung Gesamtbelastung
Freiberufler (Solo, ledig, keine Kinder) ~36.000 € (ESt + SolZ) 0 € ~36.000 € ~36 %
Genossenschaft (mit Ausschüttung) ~15.825 € (KSt + SolZ) ~14.000 € (GewSt) ~29.825 € ~18.500 € (26,375 % auf 70.175 €) ~48.325 € (~48 %)

Achtung Doppelbesteuerung

Die Genossenschaft unterliegt zunächst der Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer auf Ebene der Genossenschaft. Werden Gewinne an die Mitglieder ausgeschüttet, fällt auf Ebene des Mitglieds zusätzlich Abgeltungsteuer (25 % plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) an. Diese Doppelbelastung führt häufig zu einer höheren Gesamtsteuerbelastung als beim Solo-Freiberufler.

„Die steuerliche Strukturierung einer Freiberufler-Genossenschaft ist komplex und sollte im Vorfeld mit einem Steuerberater durchgerechnet werden. Oft lohnt sich die Genossenschaft steuerlich nur, wenn Gewinne thesauriert werden oder durch geschickte Vergütungsmodelle (Honorare statt Gewinnausschüttung) die Doppelbelastung vermieden wird.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Gründung und laufender Verwaltungsaufwand im Vergleich

Die Gründung einer Freiberufler-Genossenschaft ist deutlich aufwendiger als die Anmeldung einer freiberuflichen Tätigkeit. Es sind mindestens drei Gründungsmitglieder erforderlich (§ 4 GenG), eine notariell beurkundete Satzung (§ 8 GenG) und die Aufnahme in einen Prüfungsverband (§ 54 GenG). Die Eintragung erfolgt im Genossenschaftsregister beim zuständigen Amtsgericht.

Im laufenden Betrieb ergeben sich erhebliche administrative Pflichten, die beim Solo-Freiberufler entfallen:

  • Jahresabschluss gemäß § 336 HGB (Bilanz, GuV, Anhang)
  • Pflichtprüfung durch Prüfungsverband (§ 53 GenG) — jährlich oder alle zwei Jahre
  • Generalversammlung einberufen und Beschlüsse protokollieren (§ 43 GenG)
  • Offenlegung des Jahresabschlusses beim Unternehmensregister (§ 339 i. V. m. § 325 HGB)
  • Körperschaftsteuererklärung, Gewerbesteuererklärung, Umsatzsteuererklärung
  • Anmeldung und Abführung der Kapitalertragsteuer bei Ausschüttungen (§ 43 EStG)

Kosten im laufenden Betrieb (Richtwerte 2026)

  • Prüfungsverband: 500–2.500 € jährlich (je nach Größe und Turnus)
  • Steuerberater (Jahresabschluss + Steuererklärungen): 2.000–5.000 € jährlich
  • Notar, Register, Veröffentlichungen: 200–800 € jährlich
  • Rechtsberatung, Versicherungen: individuell

Demgegenüber benötigt der Solo-Freiberufler lediglich eine EÜR und die Einkommensteuererklärung — oft für wenige hundert Euro beim Steuerberater oder sogar in Eigenregie. Wer als Freiberufler dennoch eine professionelle Begleitung wünscht, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen.

Praxis-Hinweis Offenlegung

Seit dem Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung des Jahresabschlusses ausschließlich beim Unternehmensregister, nicht mehr beim Bundesanzeiger. Die Frist beträgt 12 Monate nach Bilanzstichtag (§ 325 HGB). Bei Versäumnis droht ein Ordnungsgeld von 500 bis 25.000 Euro gemäß § 335 HGB.

Wann lohnt sich welches Modell? Entscheidungshilfe für Freiberufler

Die Wahl zwischen klassischer Freiberuflichkeit und Genossenschaft hängt von mehreren Faktoren ab: Größe der Projekte, gewünschte Haftungsbeschränkung, steuerliche Situation, Bereitschaft zu administrativem Aufwand und Gemeinschaftsgedanke. Folgende Tabelle gibt eine strukturierte Entscheidungshilfe:

Kriterium Solo-Freiberufler empfehlenswert Genossenschaft empfehlenswert
Projektgröße Klein bis mittel, überschaubare Haftungsrisiken Großprojekte, gemeinsame Akquise, hohe Auftragswerte
Haftungsschutz Berufshaftpflicht ausreichend Hohe Haftungsrisiken, Wunsch nach Vermögensschutz
Steuerliche Situation Gewinne werden privat entnommen Gewinne können thesauriert werden, langfristiger Vermögensaufbau
Verwaltungsaufwand Möglichst gering, Fokus auf Kerngeschäft Bereitschaft zu Jahresabschluss, Prüfung, Generalversammlung
Gemeinschaft Unabhängigkeit gewünscht Kooperation, gemeinsame Ressourcen, Förderzweck
Anzahl Beteiligte 1 Person Mindestens 3 Personen (§ 4 GenG)

Typische Anwendungsfälle

In der Praxis haben sich folgende Konstellationen als sinnvoll erwiesen:

  • Solo-Freiberufler: Einzelkämpfer in Beratung, Design, Journalismus, Coaching — überschaubare Projekte, geringe Haftungsrisiken, Wunsch nach einfacher Verwaltung.
  • Freiberufler-Genossenschaft: IT-Kollektive, Ingenieurbüros, Architekten-Kooperationen — gemeinsame Großprojekte, Haftungsschutz wichtig, Bereitschaft zu gemeinschaftlicher Organisation und höherem Verwaltungsaufwand.
  • GmbH (Alternative): Wenn nur 1–2 Personen beteiligt sind und Haftungsschutz gewünscht wird, ist oft eine GmbH die praktikablere Wahl (geringere Gründungshürden, keine Pflichtprüfung durch Verband, flexiblere Gewinnverteilung).

„Die Genossenschaft ist eine Nischenlösung für Freiberufler. Sie lohnt sich vor allem, wenn mehrere Partner langfristig kooperieren wollen, Haftungsschutz benötigen und den Verwaltungsaufwand akzeptieren. Für die meisten Solo-Freiberufler bleibt die klassische Freiberuflichkeit die einfachere und steuerlich oft günstigere Wahl.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Checkliste: Ihre nächsten Schritte beim Vergleich der Modelle

Wer als Freiberufler eine Genossenschaft in Erwägung zieht, sollte systematisch vorgehen. Die folgende Checkliste unterstützt Sie bei der Entscheidungsfindung und bei den ersten Schritten:

  • Geschäftsmodell und Kooperationswunsch klären: Benötige ich wirklich eine gemeinschaftliche Struktur?
  • Haftungsrisiken analysieren: Reicht eine Berufshaftpflichtversicherung oder ist Haftungsbeschränkung zwingend?
  • Steuerliche Gesamtbelastung berechnen lassen (Steuerberater konsultieren)
  • Satzungsentwurf prüfen: Nachschusspflicht, Förderzweck, Gewinnverteilung, Austrittsregelungen
  • Prüfungsverband kontaktieren und Aufnahmevoraussetzungen klären
  • Kosten für Gründung, laufende Prüfung, Steuerberatung, Buchhaltung kalkulieren
  • Alternativen prüfen: GmbH, Partnerschaftsgesellschaft (PartG), klassische Freiberuflichkeit
  • Gründungsmitglieder verbindlich festlegen (mind. 3 Personen, § 4 GenG)
  • Jahresabschluss und Offenlegungspflichten organisieren (Steuerberater beauftragen)

Wichtige Ansprechpartner

  • Steuerberater: Steuerliche Gesamtbelastung, Jahresabschluss, laufende Deklaration
  • Rechtsanwalt (Genossenschaftsrecht): Satzungsentwurf, Haftungsfragen, Mitgliederrechte
  • Prüfungsverband: Aufnahme, Pflichtprüfung, laufende Begleitung
  • Notar: Beurkundung der Satzung, Handelsregisteranmeldung
  • IHK / Berufskammer: Branchenspezifische Anforderungen (z. B. Architekten-, Ingenieurkammer)

Wer eine professionelle Begleitung bei Jahresabschluss und Steuererklärungen sucht — egal ob als Solo-Freiberufler oder Genossenschaft — findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen. Unser Steuerberater-Team erstellt den Jahresabschluss rechtssicher, prüft ihn fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich.

Praxis-Tipp

Viele Freiberufler überschätzen die Vorteile der Genossenschaft und unterschätzen den laufenden Verwaltungsaufwand. Es empfiehlt sich, zunächst als klassischer Freiberufler zu starten und erst bei konkretem Bedarf (größere Projekte, mehrere Partner, Haftungsrisiken) den Wechsel in eine Genossenschaft oder GmbH zu prüfen. Eine nachträgliche Umwandlung ist möglich, erfordert aber steuerliche Begleitung (§§ 20 ff. UmwStG).

Häufig gestellte Fragen

Kann ich als Mitglied einer Freiberufler-Genossenschaft weiterhin andere Mandate annehmen?

Das hängt von der Satzung der jeweiligen Genossenschaft ab. Viele Genossenschaften erlauben parallele freiberufliche Tätigkeiten außerhalb, sofern keine Konkurrenz- oder Interessenkonflikte bestehen. Prüfen Sie vor Beitritt die Satzung und Geschäftsbedingungen sowie etwaige Exklusivitätsklauseln.

Wie verlasse ich eine Freiberufler-Genossenschaft wieder?

Der Austritt aus einer eingetragenen Genossenschaft (eG) erfolgt durch schriftliche Kündigung gemäß § 65 GenG. Die Satzung regelt die Kündigungsfrist – üblich sind drei bis sechs Monate zum Geschäftsjahresende. Ihr Geschäftsanteil wird nach Austritt und Genehmigung der Bilanz ausgezahlt, oft mit zeitlicher Verzögerung.

Benötige ich als Genossenschaftsmitglied noch eine eigene Berufshaftpflichtversicherung?

In der Regel schließt die Genossenschaft eine Betriebshaftpflicht ab, die alle Mitglieder einschließt. Prüfen Sie jedoch die Deckungssummen und ob diese für Ihr Tätigkeitsfeld ausreichen – insbesondere bei beratenden oder technischen Berufen. Manche Freiberufler behalten zusätzlich eine persönliche Berufshaftpflicht bei.

Wird mein Einkommen in der Genossenschaft öffentlich einsehbar?

Nein. Die Genossenschaft legt ihren Jahresabschluss nach § 325 HGB offen, nicht jedoch die individuellen Gehälter oder Honorare der Mitglieder. Gegenüber Finanzamt und Sozialversicherungsträgern sind Sie als Arbeitnehmer erfasst; Dritte haben keinen Zugriff auf Ihre persönlichen Einkommensdaten.

Kann ich in einer Freiberufler-Genossenschaft Mitarbeiter einstellen?

Als Mitglied der Genossenschaft sind Sie selbst Arbeitnehmer der eG, nicht selbstständiger Unternehmer. Eigene Mitarbeiter können Sie daher nicht direkt einstellen. Wenn Ihr Projekt zusätzliche Kapazitäten benötigt, erfolgt dies meist über die Genossenschaft, die weitere Mitglieder hinzuzieht oder externe Subunternehmer beauftragt.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), Genossenschaftsgesetz (GenG), Einkommensteuergesetz (EStG), GmbH-Gesetz (GmbHG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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KI-Assistenz