Buchhaltung Dortmund 2026: GmbH-Pflichten & Kosten
Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten
Wer in Dortmund ein buchführungspflichtiges Unternehmen führt, muss die Anforderungen an laufende Finanzbuchhaltung, Jahresabschluss und Offenlegung kennen. Besonders GmbHs stehen vor Fristen nach § 325 HGB und § 42a GmbHG, deren Versäumnis Ordnungsgelder nach sich zieht. Dieser Artikel zeigt, welche Pflichten 2026 gelten, was digitale Buchhaltung nach GoBD erfordert und wann die Auslagerung an einen Steuerberater sinnvoll ist. Ähnliche Rahmenbedingungen gelten auch für Unternehmen in anderen bayerischen Regionen – mehr dazu in unserem Ratgeber zur Buchhaltung Aschaffenburg.
Kurzantwort
In Dortmund gelten für GmbHs dieselben gesetzlichen Buchhaltungs- und Offenlegungspflichten wie bundesweit: laufende Finanzbuchhaltung nach § 238 HGB, Jahresabschluss innerhalb von 8 oder 11 Monaten (§ 42a GmbHG) und Offenlegung beim Unternehmensregister binnen 12 Monaten (§ 325 HGB). Die Kosten hängen von Unternehmensgröße und Belegaufkommen ab; Steuerberater bieten rechtssichere Abwicklung und Haftungsübernahme.
Inhaltsverzeichnis
- Was umfasst die laufende Finanzbuchhaltung?
- Welche Unternehmen sind buchführungspflichtig?
- Jahresabschluss und Offenlegung: Pflichten für GmbHs
- Steuerberater vs. Buchhaltungsservice
- Digitale Buchhaltung: GoBD-konforme Prozesse 2026
- Buchhaltungskosten: Womit müssen GmbHs rechnen?
- Wann lohnt sich die Auslagerung an einen Steuerberater?
- Häufige Fehler in der Buchhaltung vermeiden
Was umfasst die laufende Finanzbuchhaltung in Dortmund?
Die laufende Finanzbuchhaltung bildet das Fundament jeder ordnungsgemäßen Unternehmensführung. In Dortmund, als bedeutendem Wirtschaftsstandort mit über 6.000 GmbHs und zahlreichen weiteren Kapitalgesellschaften, gelten dieselben gesetzlichen Anforderungen wie bundesweit: § 238 HGB verpflichtet jeden Kaufmann zur Buchführung, die alle Geschäftsvorfälle vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet erfasst. Für GmbHs kommen die Bestimmungen des § 41 GmbHG hinzu, wonach der Geschäftsführer persönlich für die Einhaltung der Buchführungspflichten verantwortlich ist.
Kernaufgaben der Finanzbuchhaltung
- Erfassung aller Geschäftsvorfälle (Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Zahlungsverkehr, Bankauszüge)
- Kontierung nach dem gültigen Kontenrahmen (SKR 03 oder SKR 04)
- Umsatzsteuer-Voranmeldungen (monatlich oder quartalsweise nach § 18 UStG)
- Vorbereitung der Lohn- und Gehaltsbuchhaltung mit Sozialversicherungsmeldungen
- Abstimmung der Konten und Erstellung von Auswertungen (BWA, SuSa)
- Dokumentation und revisionssichere Archivierung gemäß GoBD
Besonders für mittelständische Unternehmen in Dortmund, die in der Logistik, im Maschinenbau oder im Dienstleistungssektor tätig sind, ist die zeitnahe und korrekte Buchhaltung entscheidend für Liquiditätsplanung und Steueroptimierung. Wer die Buchhaltung nicht inhouse bewältigen kann oder möchte, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen — ohne langes Suchen nach einem lokalen Büro.
Praxishinweis: Digitale Buchhaltung spart Zeit
Durch cloudbasierte Buchhaltungssoftware (z. B. DATEV Unternehmen online, lexoffice) können Belege direkt digital erfasst und dem Steuerberater bereitgestellt werden. Das reduziert Medienbrüche, beschleunigt die Abschlussprozesse und erleichtert die GoBD-konforme Archivierung.
Welche Unternehmen in Dortmund sind buchführungspflichtig?
Die Buchführungspflicht trifft in Deutschland grundsätzlich alle Kaufleute im Sinne des § 238 Abs. 1 HGB. Dazu zählen insbesondere Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) sowie Personenhandelsgesellschaften (OHG, KG). Auch Einzelkaufleute sind buchführungspflichtig, sofern sie die Schwellenwerte des § 241a HGB überschreiten: mehr als 800.000 Euro Umsatz oder mehr als 80.000 Euro Gewinn in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren.
| Rechtsform | Buchführungspflicht | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| GmbH, UG (haftungsbeschränkt), AG | Ja, zwingend | § 238 HGB, § 41 GmbHG |
| OHG, KG, GmbH & Co. KG | Ja, zwingend | § 238 HGB |
| Einzelkaufmann (über Schwellenwerte) | Ja | § 238, § 241a HGB |
| Kleingewerbetreibende, Freiberufler | Nein (Einnahmenüberschussrechnung ausreichend) | § 4 Abs. 3 EStG |
In Dortmund sind vor allem die rund 6.200 im Handelsregister eingetragenen GmbHs sowie zahlreiche Personengesellschaften betroffen. Für sie bedeutet die Buchführungspflicht nicht nur die laufende Erfassung, sondern auch die Pflicht zur Erstellung eines Jahresabschlusses (Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung) gemäß § 242 HGB sowie bei Kapitalgesellschaften zusätzlich eines Anhangs nach § 264 HGB.
Achtung: Persönliche Haftung des Geschäftsführers
Der Geschäftsführer einer GmbH haftet nach § 43 GmbHG persönlich für Pflichtverletzungen — dazu zählt auch die Verletzung der Buchführungs- und Bilanzierungspflichten. Bei verspäteter oder fehlerhafter Buchführung drohen Ordnungsgelder und im Insolvenzfall zivilrechtliche Regressansprüche.
Jahresabschluss und Offenlegung: Pflichten für Dortmunder GmbHs
Für GmbHs in Dortmund gelten neben der laufenden Buchhaltung auch strikte Fristen für die Aufstellung, Feststellung und Offenlegung des Jahresabschlusses. Nach § 264 Abs. 1 HGB müssen die gesetzlichen Vertreter den Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Anhang) sowie den Lagebericht (bei mittelgroßen und großen Gesellschaften) innerhalb der ersten drei Monate des Geschäftsjahres aufstellen. Für Geschäftsjahre, die dem Kalenderjahr entsprechen, bedeutet das: Aufstellung bis spätestens 31. März des Folgejahres.
Feststellung durch die Gesellschafterversammlung
Anschließend muss der Jahresabschluss von der Gesellschafterversammlung festgestellt werden — gemäß § 42a Abs. 2 GmbHG innerhalb von acht Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres für mittelgroße und große GmbHs, bzw. elf Monaten für kleine GmbHs. Bei Bilanzstichtag 31.12.2025 bedeutet das: Feststellung bis spätestens 31. August 2026 (mittel/groß) bzw. 30. November 2026 (klein).
Offenlegung im Unternehmensregister
Nach der Feststellung muss der Jahresabschluss unverzüglich, spätestens jedoch zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag, beim Unternehmensregister offengelegt werden (§ 325 Abs. 1 HGB). Seit dem Inkrafttreten des DiRUG am 1. August 2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich über das Unternehmensregister — der Bundesanzeiger ist seitdem nur noch nachgelagerte Publikationsplattform. Bei Bilanzstichtag 31.12.2025 muss die Offenlegung also bis spätestens 31. Dezember 2026 erfolgen.
31.03.2026
Aufstellung Jahresabschluss (GJ 2025)
31.08./30.11.2026
Feststellung (mittel/groß bzw. klein)
31.12.2026
Offenlegung Unternehmensregister
„Viele Mandanten unterschätzen die Konsequenzen verspäteter Offenlegung: Das Bundesamt für Justiz verhängt gemäß § 335 HGB Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro — unabhängig davon, ob der Jahresabschluss bereits erstellt ist. Entscheidend ist allein die fristgerechte Einreichung beim Unternehmensregister.“
— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team
Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen und offenlegen lassen möchte, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen und direkter Koordination — ohne Vor-Ort-Termine.
Steuerberater vs. Buchhaltungsservice: Was ist der Unterschied?
In Dortmund bieten sowohl Steuerberater als auch reine Buchhaltungsdienstleister ihre Dienste an. Doch nicht jede Dienstleistung darf von jedem Anbieter rechtlich erbracht werden. Das Steuerberatungsgesetz (StBerG) regelt in § 2 und § 3, dass geschäftsmäßige Hilfeleistung in Steuersachen und die Erstellung von Jahresabschlüssen im Rahmen steuerlicher Beratung ausschließlich Steuerberatern, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und vereidigten Buchprüfern vorbehalten ist.
Steuerberater (zugelassen)
- Laufende Finanzbuchhaltung und Lohnbuchhaltung
- Erstellung Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Anhang)
- Steuerliche Beratung und Optimierung
- Steuererklärungen (Körperschaft-, Gewerbe-, Umsatzsteuer)
- Vertretung vor Finanzämtern und Gerichten
- Rechtsverbindliche Unterschrift unter Jahresabschluss
Buchhaltungsservice (ohne StB-Zulassung)
- Vorkontierung und Belegerfassung
- Unterstützung bei vorbereitenden Arbeiten
- Keine steuerliche Beratung erlaubt
- Keine Erstellung von Jahresabschlüssen
- Keine Steuererklärungen
- Keine rechtsverbindliche Vertretung
Wer also einen rechtssicheren Jahresabschluss benötigt, der von einem zugelassenen Steuerberater geprüft und unterzeichnet wird, kommt um die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater nicht herum. OnlineBilanz verbindet die Flexibilität digitaler Prozesse mit der fachlichen Expertise zugelassener Steuerberater — ohne dass Sie sich vor Ort an ein Büro binden müssen.
Achtung: Unlautere Hilfe in Steuersachen
Wer ohne Zulassung geschäftsmäßig Hilfe in Steuersachen leistet (z. B. Jahresabschlüsse erstellt), begeht eine Ordnungswidrigkeit nach § 160 StBerG. Als Mandant riskieren Sie, dass solche Abschlüsse vom Finanzamt nicht anerkannt werden.
Digitale Buchhaltung: GoBD-konforme Prozesse im Jahr 2026
Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) bilden seit 2015 (aktualisiert 2020) den verbindlichen Rahmen für digitale Buchführung in Deutschland. Sie konkretisieren die allgemeinen Anforderungen des § 238 HGB und § 146 AO für elektronische Systeme und legen fest, wie digitale Belege zu erfassen, zu speichern und zu archivieren sind.
Kernprinzipien der GoBD
- Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit: Jeder Geschäftsvorfall muss lückenlos dokumentiert sein, sodass ein sachverständiger Dritter die Buchungen innerhalb angemessener Zeit prüfen kann.
- Vollständigkeit: Alle buchungsrelevanten Belege müssen erfasst werden — keine Lücken, keine nachträglichen Löschungen ohne Protokoll.
- Richtigkeit: Belege müssen inhaltlich korrekt und fehlerfrei erfasst werden; Korrekturen müssen als solche erkennbar bleiben.
- Zeitgerechte Buchung: Belege sind zeitnah, d. h. innerhalb von zehn Tagen nach Zugang, zu erfassen.
- Unveränderbarkeit: Nach Erfassung darf kein Beleg mehr spurlos verändert oder gelöscht werden; jede Änderung erfordert ein Änderungsprotokoll.
- Ordnung: Belege müssen systematisch abgelegt und jederzeit auffindbar sein (z. B. über eindeutige Belegnummern).
Im Jahr 2026 ist die digitale Belegverarbeitung für viele Unternehmen in Dortmund bereits Standard: Eingangsrechnungen werden per E-Mail empfangen, Ausgangsrechnungen digital erstellt, Kassensysteme arbeiten mit zertifizierter technischer Sicherheitseinrichtung (TSE) gemäß § 146a AO. Entscheidend ist, dass alle Systeme GoBD-konform konfiguriert sind — das betrifft sowohl die Buchhaltungssoftware als auch das Dokumentenmanagement.
Praxistipp: Cloud-Buchhaltung und TSE-Kassen
Cloud-basierte DATEV-Lösungen, lexoffice oder sevDesk erfüllen die GoBD-Anforderungen bereits systemseitig. Achten Sie darauf, dass auch Ihre Kassensysteme seit 2020 über eine zertifizierte TSE verfügen und die Daten regelmäßig gesichert werden. Bei Betriebsprüfungen wird dies als erstes geprüft.
„Die GoBD-Konformität ist kein Add-on, sondern Pflicht. Bei Verstößen kann das Finanzamt Hinzuschätzungen vornehmen oder im Extremfall die Buchführung als nicht ordnungsgemäß verwerfen. Wir empfehlen allen Mandanten, ihre digitalen Prozesse regelmäßig zu dokumentieren und durch den Steuerberater prüfen zu lassen.“
— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team
Buchhaltungskosten in Dortmund: Womit müssen GmbHs rechnen?
Die Kosten für Buchhaltung und Jahresabschluss hängen vom Umfang der Geschäftsvorfälle, der Größenklasse nach § 267 HGB und dem gewählten Dienstleister ab. Steuerberater orientieren sich in der Regel an der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV), die Gebührenspannen für einzelne Tätigkeiten vorsieht — allerdings sind seit der Liberalisierung 2021 auch individuelle Honorarvereinbarungen zulässig.
Typische Kostenbausteine
| Leistung | Typischer Aufwand (StBVV-orientiert) | Hinweis |
|---|---|---|
| Laufende Finanzbuchhaltung (pro Monat) | 150–500 Euro | Abhängig von Belegzahl und Komplexität |
| Umsatzsteuer-Voranmeldung (pro Monat/Quartal) | 50–150 Euro | Pflicht nach § 18 UStG |
| Lohn- und Gehaltsabrechnung (pro Mitarbeiter/Monat) | 20–40 Euro | Inklusive SV-Meldungen |
| Jahresabschluss kleine GmbH (§ 267 Abs. 1 HGB) | 1.500–3.500 Euro | Bilanz, GuV, Anhang, Offenlegung |
| Jahresabschluss mittelgroße GmbH (§ 267 Abs. 2 HGB) | 3.000–8.000 Euro | Inkl. erweitertem Anhang, ggf. Lagebericht |
| Körperschaftsteuererklärung | 500–1.500 Euro | Abhängig von Komplexität |
| Gewerbesteuererklärung | 300–800 Euro | Je nach Anzahl der Hebesätze |
In Dortmund bewegen sich die Honorare im bundesdeutschen Durchschnitt. Größere Kanzleien verlangen tendenziell höhere Stundensätze (120–180 Euro/h), bieten aber auch umfangreichere Beratungsleistungen. Kleinere Büros sind oft günstiger, haben jedoch mitunter längere Bearbeitungszeiten. OnlineBilanz bietet als digitale Steuerberater-Plattform transparente Festpreise ohne versteckte Zuschläge — der Jahresabschluss wird von zugelassenen Steuerberatern erstellt, koordiniert durch Büroleiter Servet Gündogan und sein Team.
2–4 %
Buchhaltungskosten vom Jahresumsatz (Richtwert)
StBVV
Gesetzliche Gebührenordnung (optional)
Festpreis
Alternative: transparente Pauschalpreise
Kostentransparenz von Anfang an
Bei OnlineBilanz.de erhalten Sie vor Beauftragung einen verbindlichen Festpreis für Ihren Jahresabschluss — ohne Überraschungen. So können Sie Ihre Budgetplanung sicher kalkulieren und behalten die Kosten im Griff.
Wann lohnt sich die Auslagerung der Buchhaltung an einen Steuerberater?
Die Entscheidung, ob die Buchhaltung inhouse geführt oder an einen Steuerberater ausgelagert wird, hängt von mehreren Faktoren ab: Unternehmensgröße, Komplexität der Geschäftsvorfälle, verfügbare Personalressourcen und nicht zuletzt die strategische Ausrichtung der Geschäftsführung. Für viele GmbHs in Dortmund ist die Auslagerung nicht nur eine Frage der Kosteneffizienz, sondern auch der Rechtssicherheit und Konzentration aufs Kerngeschäft.
Argumente für die Auslagerung
-
Rechtssicherheit: Der Steuerberater kennt alle aktuellen Gesetze, Fristen und Rechtsprechung — Fehler und Versäumnisse werden vermieden.
-
Fristenmanagement: Jahresabschluss, Offenlegung, Steuererklärungen — der Steuerberater übernimmt die Einhaltung aller Fristen und haftet für Fehler.
-
Kosteneffizienz: Ein eigener Buchhalter in Vollzeit kostet inkl. Lohnnebenkosten ca. 45.000–60.000 Euro/Jahr — oft teurer als die externe Vergabe.
-
Fokus aufs Kerngeschäft: Geschäftsführer können sich auf Vertrieb, Produktion und Strategie konzentrieren statt auf Kontierung und Belegverwaltung.
-
Digitale Effizienz: Moderne Steuerberater bieten cloudbasierte Prozesse, die Medienbrüche vermeiden und Echtzeit-Reporting ermöglichen.
-
Haftungsschutz: Der Steuerberater haftet im Rahmen seiner Berufshaftpflicht für steuerliche Fehler — Geschäftsführer sind entlastet.
Wann kann inhouse sinnvoll sein?
Unternehmen mit sehr hoher Belegfrequenz (z. B. Handel mit tausenden Transaktionen/Monat), eigener ERP-Integration und spezialisiertem Controlling profitieren mitunter von einer internen Buchhaltungsabteilung. Doch selbst dann empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater für Jahresabschluss, Steuererklärungen und strategische Beratung.
„Viele Geschäftsführer in Dortmund kommen zu uns, nachdem sie jahrelang versucht haben, die Buchhaltung selbst zu managen. Meist stellen sie fest, dass sie nicht nur Zeit, sondern auch Geld verlieren — durch verpasste Abschreibungen, nicht genutzte Gestaltungsspielräume oder teure Fehler bei der Umsatzsteuer. Die Auslagerung an einen Steuerberater ist in den meisten Fällen die wirtschaftlich klügere Entscheidung.“
— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart
OnlineBilanz verbindet die Vorteile eines lokalen Steuerberaters mit der Flexibilität einer digitalen Plattform: Sie erhalten Ihren Jahresabschluss durch zugelassene Steuerberater, koordiniert von Servet Gündogan und seinem Team — ohne Vor-Ort-Termine, mit transparenten Festpreisen und direkter Ansprechbarkeit.
Häufige Fehler in der Buchhaltung und wie Sie sie vermeiden
Auch in Dortmund begegnen uns als Steuerberater immer wieder typische Fehlerquellen, die zu Nachfragen des Finanzamts, Ordnungsgeldern oder im schlimmsten Fall zur Verwerfung der Buchführung führen können. Die gute Nachricht: Die meisten dieser Fehler lassen sich durch klare Prozesse und fachkundige Unterstützung vermeiden.
Die fünf häufigsten Fehler
1. Verspätete Erfassung
Belege werden nicht zeitnah gebucht, sondern monatelang gesammelt. Das verstößt gegen die GoBD und erschwert Liquiditätsplanung und Controlling.
2. Fehlende Belege
Ausgaben ohne ordnungsgemäßen Beleg (§ 14 UStG) werden nicht anerkannt. Fehlende Pflichtangaben (Steuernummer, Leistungsbeschreibung) führen zum Vorsteuerabzugs-Verlust.
3. Falsche Kontierung
Private Ausgaben auf Geschäftskonten, Verwechslung von Betriebs- und Privatvermögen oder falsche Umsatzsteuersätze führen zu Nachversteuerungen und Strafzinsen.
Durch strukturierte Prozesse, regelmäßige Abstimmungen und die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater lassen sich diese Fehler wirksam vermeiden. OnlineBilanz setzt auf digitale Workflows und zeitnahe Kommunikation, um Mandanten bereits während des Jahres auf Kurs zu halten — nicht erst bei der Jahresabschlusserstellung.
Prüfungsrisiko: Kassennachschau nach § 146b AO
Das Finanzamt darf seit 2018 unangekündigt in Ihr Unternehmen kommen und die Kasse sowie die digitalen Aufzeichnungen prüfen. Wer nicht GoBD-konform arbeitet, riskiert Hinzuschätzungen in fünfstelliger Höhe. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kassensysteme TSE-zertifiziert sind und alle Belege lückenlos archiviert werden.
„Die meisten Fehler entstehen nicht aus bösem Willen, sondern aus Unwissenheit oder Zeitmangel. Wer frühzeitig einen Steuerberater einbindet, spart nicht nur Steuern, sondern vermeidet auch teure Nachversteuerungen und Ordnungsgelder. Prävention ist immer günstiger als Korrektur.“
— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team
Häufig gestellte Fragen
Muss ich als Kleinunternehmer in Dortmund eine Bilanz erstellen?
Nein. Kleinunternehmer im Sinne der Umsatzsteuer (§ 19 UStG) sind in der Regel Einzelunternehmer oder Freiberufler, die nicht zur doppelten Buchführung verpflichtet sind. Sie erstellen eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG. Eine Bilanz ist erst erforderlich, wenn Sie die Schwellenwerte des § 241a HGB überschreiten oder eine Kapitalgesellschaft gründen.
Kann ich meine Buchhaltung in Dortmund selbst erledigen oder brauche ich zwingend einen Steuerberater?
Rechtlich dürfen Sie Ihre Buchhaltung selbst führen, sofern Sie die Anforderungen nach § 238 HGB und die GoBD-Richtlinien erfüllen. Ein Steuerberater ist nicht zwingend vorgeschrieben, aber empfehlenswert: Er haftet für Fehler, sichert Rechtskonformität und entlastet Sie organisatorisch. Besonders bei GmbHs mit komplexen Geschäftsvorfällen lohnt sich die Auslagerung.
Welche Software ist für die GoBD-konforme Buchhaltung in Dortmund zu empfehlen?
Wichtig ist, dass die Software eine GoBD-Zertifizierung besitzt, unveränderbare Protokollierung bietet und eine Verfahrensdokumentation ermöglicht. Gängige Lösungen sind DATEV, Lexoffice, sevDesk oder DATEV Unternehmen online. OnlineBilanz arbeitet mit DATEV, sodass Mandanten und Steuerberater auf dieselben Daten zugreifen und rechtskonform zusammenarbeiten.
Was passiert, wenn ich als GmbH in Dortmund die Offenlegungsfrist verpasse?
Das Bundesamt für Justiz leitet ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Das Ordnungsgeld beträgt mindestens 500 Euro, kann aber bis zu 25.000 Euro betragen. Zudem wird der Geschäftsführer persönlich in Anspruch genommen. Eine nachträgliche Offenlegung beendet das Verfahren nicht automatisch; bereits festgesetzte Gelder bleiben bestehen.
Gibt es in Dortmund lokale Besonderheiten bei der Buchhaltung oder Gewerbesteuer?
Die Buchhaltungspflichten sind bundeseinheitlich geregelt. Lokale Unterschiede betreffen vor allem die Gewerbesteuer: Dortmund hat einen Gewerbesteuer-Hebesatz, der jährlich angepasst werden kann. Dieser beeinflusst die Steuerlast, nicht aber die Buchhaltungspflichten. Für aktuelle Hebesätze konsultieren Sie die Stadt Dortmund oder Ihren Steuerberater.
Wie lange muss ich Buchhaltungsunterlagen in Dortmund aufbewahren?
Nach § 147 AO gelten 10 Jahre Aufbewahrungspflicht für Bücher, Inventare, Jahresabschlüsse, Lageberichte, Eröffnungsbilanz und Buchungsbelege. Handelsbriefe und sonstige Unterlagen müssen 6 Jahre aufbewahrt werden. Die Frist beginnt mit Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgte. Elektronische Belege müssen in unveränderter Form archiviert werden (GoBD).
Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 238 HGB – Buchführungspflicht, § 325 HGB – Offenlegung Jahresabschluss, § 42a GmbHG – Feststellung Jahresabschluss, GoBD – Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.


