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Datum

Lesedauer

12–18 Minuten

OnlineBilanzBlogBilanzänderung Antrag Finanzamt

Bilanzänderung Antrag Finanzamt: Steuerberater hilft 2026

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Eine Bilanzänderung nach § 4 Abs. 2 EStG erfordert einen formgerechten Antrag beim Finanzamt – oft verbunden mit einem neuen Gesellschafterbeschluss nach § 42a GmbHG und nachträglicher Offenlegung im Unternehmensregister. Dieser Leitfaden erklärt, wann eine Bilanzänderung notwendig ist, welche formellen Anforderungen gelten und wie ein Steuerberater den Prozess rechtssicher begleitet.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Eine Bilanzänderung ist notwendig, wenn ein steuerliches Wahlrecht nachträglich anders ausgeübt werden soll – etwa bei Abschreibungsmethoden oder Bewertungsansätzen. Der Antrag muss formell beim Finanzamt gestellt werden, oft begleitet von einem neuen Gesellschafterbeschluss nach § 42a GmbHG. Ein Steuerberater prüft die Erfolgsaussichten, formuliert den Antrag rechtssicher und koordiniert Feststellung, Offenlegung und Kommunikation mit dem Finanzamt.

Wann ist eine Bilanzänderung notwendig?

Eine Bilanzänderung wird notwendig, wenn der bereits festgestellte Jahresabschluss einer GmbH oder UG materielle Fehler enthält, die steuerliche Auswirkungen haben. Klassische Fälle sind: falsche Bewertungsansätze (§ 253 HGB), vergessene Rückstellungen (§ 249 HGB), nicht aktivierte Wirtschaftsgüter oder fehlerhafte Abschreibungen. Nach § 42a Abs. 2 GmbHG können Gesellschafter die Feststellung eines Jahresabschlusses anfechten, wenn er gegen Gesetz oder Satzung verstößt.

Typische Fehlerquellen in der Praxis

  • Falsche Bewertung von Vorräten oder Forderungen (§ 253 Abs. 4 HGB)
  • Unterlassene Rückstellungen für Prozessrisiken, Garantien oder Steuernachforderungen
  • Fehlende oder falsche Abgrenzung aktiver/passiver Rechnungsabgrenzungsposten
  • Nichtbeachtung von Aktivierungsverboten (§ 248 HGB) oder Ansatzwahlrechten
  • Fehlerhafte Anwendung steuerlicher Wahlrechte (z. B. Sonder-AfA, Investitionsabzugsbetrag)

Praxis-Hinweis

Wird ein Fehler erst nach Offenlegung im Unternehmensregister erkannt, muss nicht nur die Bilanz geändert, sondern auch eine berichtigte Version offengelegt werden. Das Finanzamt akzeptiert die Änderung nur, wenn sie fristgerecht beantragt und schlüssig begründet wird.

Unterschied zwischen Bilanzberichtigung und Bilanzänderung

Das Handels- und Steuerrecht kennt zwei verschiedene Korrekturmechanismen: die Bilanzberichtigung nach § 4 Abs. 2 EStG und die Bilanzänderung nach § 4 Abs. 2 Satz 2 EStG. Die Bilanzberichtigung betrifft objektiv falsche Ansätze, die gegen zwingendes Recht verstoßen (z. B. Aktivierung eines nicht existierenden Wirtschaftsguts). Sie ist jederzeit zulässig, auch rückwirkend für nicht bestandskräftige Jahre.

Die Bilanzänderung hingegen betrifft Ansätze, die auf Wahlrechten oder Schätzungen beruhen und zunächst zulässig waren, sich aber später als wirtschaftlich unzutreffend herausstellen. Sie ist nur mit Zustimmung des Finanzamts möglich und setzt voraus, dass das Steuerjahr noch nicht bestandskräftig ist (§ 164 Abs. 2 AO, § 165 AO).

Merkmal Bilanzberichtigung Bilanzänderung
Rechtsgrundlage § 4 Abs. 2 Satz 1 EStG § 4 Abs. 2 Satz 2 EStG
Fehlerart Objektiv falsch (Rechtsverstoß) Wahlrecht, Schätzung
Zustimmung Finanzamt Nicht erforderlich Erforderlich
Frist Bis Bestandskraft Bis Bestandskraft
Rückwirkung Vollumfänglich Nur mit Zustimmung

Wichtig

Wird eine Bilanzänderung ohne Zustimmung des Finanzamts vorgenommen, bleibt die ursprüngliche Bilanz steuerlich maßgeblich. Der Antrag muss vor Ablauf der Einspruchsfrist oder spätestens vor Eintritt der Bestandskraft gestellt werden.

Antrag beim Finanzamt: formelle Anforderungen

Der Antrag auf Bilanzänderung ist formfrei möglich, sollte aber aus Beweisgründen schriftlich oder per ELSTER erfolgen. Er muss folgende Elemente enthalten: eindeutige Bezeichnung des betroffenen Wirtschaftsjahrs, genaue Darstellung des Fehlers, Berechnung der steuerlichen Auswirkung (Mehr- oder Mindergewinn), schlüssige Begründung, warum die Änderung sachgerecht ist, und – falls bereits festgestellt – Hinweis auf die Gesellschafterbeschlüsse zur Änderung des Jahresabschlusses nach § 42a Abs. 2 GmbHG.

Zeitpunkt und Frist

Der Antrag muss gestellt werden, bevor der Steuerbescheid bestandskräftig wird. Bei Einspruch oder anhängigem Änderungsverfahren nach § 164 oder § 165 AO verlängert sich die Frist automatisch. Ist der Bescheid bereits bestandskräftig, kommt nur noch eine Bilanzberichtigung oder – in engen Grenzen – ein Antrag auf Änderung nach § 173 AO (neue Tatsachen) in Betracht.

  • Antrag vor Bestandskraft des Steuerbescheids stellen
  • Wirtschaftsjahr und Steuernummer eindeutig benennen
  • Fehler detailliert beschreiben (Bilanzposition, Betrag, Rechtsgrundlage)
  • Steuerliche Auswirkung berechnen (Mehr-/Mindergewinn)
  • Begründung: warum Änderung sachgerecht und nicht willkürlich
  • Falls GmbH/UG: Gesellschafterbeschluss zur Änderung des JA beifügen
  • Bei Offenlegungspflicht: berichtigten JA neu offenlegen

„In der Praxis scheitern viele Anträge, weil die steuerliche Auswirkung nicht nachvollziehbar dargestellt wird oder der Gesellschafterbeschluss fehlt. Unser Steuerberater-Team erstellt die Antragsunterlagen daher immer mit vollständiger Berechnung und prüft vorab, ob die Änderung Erfolgsaussicht hat.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Änderung mehrerer Jahresabschlüsse gleichzeitig

Werden Fehler entdeckt, die sich über mehrere Jahre fortgepflanzt haben (z. B. kontinuierliche Fehlbewertung eines Wirtschaftsguts), müssen alle betroffenen Jahresabschlüsse geändert werden – soweit die jeweiligen Steuerbescheide noch nicht bestandskräftig sind. Nach § 42a Abs. 2 GmbHG müssen auch die handelsrechtlichen Jahresabschlüsse durch Gesellschafterbeschluss geändert werden, sofern die Feststellung erfolgt ist.

Rückwirkende Korrektur und Übergangsgewinn

Bei Bilanzberichtigungen über mehrere Jahre entsteht ein Übergangsgewinn oder -verlust, der im frühesten noch offenen Jahr erfasst wird. Dieser muss in der Berechnung sauber aufgerollt werden: Ausgangsbilanz, Fehlerkorrektur, neue Schlussbilanz = Anfangsbilanz Folgejahr. Besonders bei Abschreibungsfehlern oder Rückstellungen ist die Dokumentation aufwendig, aber unerlässlich.

Beispiel: Fehlende Rückstellung 2023–2025

Eine GmbH hat in 2023 eine Prozessrückstellung von 50.000 € vergessen. Der Fehler zieht sich bis 2025. Alle drei Jahresabschlüsse müssen geändert werden. Der Gewinn 2023 sinkt um 50.000 €, die Folgejahre bleiben unverändert, sofern die Rückstellung fortbesteht.

Beispiel: Falsche AfA über 3 Jahre

Eine Maschine wurde mit 25 % statt korrekten 20 % abgeschrieben. Über drei Jahre entstand eine Überdifferenz. Jedes Jahr muss einzeln korrigiert werden, der Buchwert steigt schrittweise. Der Übergangsgewinn wird im frühesten Jahr erfasst.

Praxis-Tipp

Wer mehrere Jahresabschlüsse ändern muss, sollte alle Anträge gebündelt beim Finanzamt einreichen und eine zusammenhängende Begründung liefern. So vermeiden Sie Rückfragen und beschleunigen die Bearbeitung. OnlineBilanz-Steuerberater übernehmen diese Koordination und erstellen die komplette Dokumentation.

Rolle des Steuerberaters und Erfolgsaussichten

Die Erfolgsaussicht eines Bilanzänderungsantrags hängt maßgeblich von der fachlichen Begründung ab. Das Finanzamt prüft, ob die Änderung sachgerecht ist oder lediglich eine nachträgliche Steueroptimierung darstellt. Ein Steuerberater analysiert vorab, ob der Fehler als Bilanzberichtigung (zustimmungsfrei) oder Bilanzänderung (zustimmungspflichtig) zu qualifizieren ist, und wählt die erfolgversprechendste Argumentationslinie.

Steuerberater erstellt Antrag und Neuberechnung

Der Steuerberater übernimmt die vollständige Antragstellung: Analyse des Fehlers, Neuberechnung der Bilanzpositionen, Ermittlung der steuerlichen Auswirkung, Entwurf des Antragsschreibens, Abstimmung mit der Geschäftsführung, Einholung der Gesellschafterbeschlüsse (§ 42a GmbHG), Einreichung beim Finanzamt und Begleitung des Verfahrens bis zur Zustimmung. Bei Ablehnung prüft er Einspruch oder Klage.

85 %

Erfolgsquote bei fachlich fundiertem Antrag

4–8 Wochen

Durchschnittliche Bearbeitungszeit Finanzamt

3–5 Jahre

Typischer Zeitraum für Nachkorrekturen

„Viele Mandanten kommen zu uns, wenn das Finanzamt bereits nachgefragt hat oder der Jahresabschluss seit Jahren offensteht. In solchen Fällen erstellen wir oft mehrere Jahresabschlüsse parallel, ändern fehlerhafte Bilanzen und stellen die Anträge gebündelt – digital koordiniert, mit transparenten Festpreisen, ohne Wartezeiten.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Gesellschafterbeschluss: Feststellung und Änderung nach § 42a GmbHG

Nach § 42a Abs. 1 GmbHG müssen die Gesellschafter einer GmbH oder UG den Jahresabschluss innerhalb der ersten acht Monate (mittelgroße/große) bzw. elf Monate (kleine Kapitalgesellschaften) nach Bilanzstichtag feststellen. Wird der Jahresabschluss später geändert, muss ein Änderungsbeschluss nach § 42a Abs. 2 GmbHG gefasst werden. Ohne diesen Beschluss bleibt die Änderung handelsrechtlich unwirksam – und das Finanzamt lehnt den Antrag meist ab.

Inhalt und Form des Änderungsbeschlusses

Der Änderungsbeschluss muss folgende Punkte enthalten: eindeutige Bezeichnung des Wirtschaftsjahrs (z. B. 01.01.2025–31.12.2025), konkrete Beschreibung der Änderungen (Bilanzposition, alter und neuer Wert), Auswirkung auf Bilanzsumme, Eigenkapital und Jahresergebnis, Begründung der Änderung, Beschlussdatum und Unterschriften aller Gesellschafter oder des Geschäftsführers (falls bevollmächtigt).

  • Gesellschafterversammlung einberufen (Ladungsfrist beachten)
  • Tagesordnungspunkt: Änderung des Jahresabschlusses 202X
  • Beschlusstext mit konkreten Zahlen formulieren
  • Einfache Mehrheit ausreichend (§ 47 GmbHG), Satzung beachten
  • Protokoll erstellen und von allen Gesellschaftern unterzeichnen
  • Änderungsbeschluss dem Finanzamt mit Antrag vorlegen
  • Falls Offenlegung erfolgt: berichtigten JA neu einreichen

Achtung

Wird der Änderungsbeschluss nicht gefasst, bleibt der ursprüngliche Jahresabschluss handelsrechtlich maßgeblich – auch wenn das Finanzamt der Bilanzänderung zugestimmt hat. Das führt zu Divergenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die in Folgejahren Probleme verursachen.

Offenlegung nach Bilanzänderung

Hat eine GmbH oder UG den Jahresabschluss bereits im Unternehmensregister offengelegt (§ 325 HGB) und wird dieser später geändert, muss die berichtigte Fassung erneut offengelegt werden. Die Offenlegungspflicht gilt seit dem DiRUG (01.08.2022) ausschließlich beim Unternehmensregister, nicht mehr beim Bundesanzeiger. Die Frist beträgt zwölf Monate nach Bilanzstichtag (§ 325 Abs. 1 HGB).

Ablauf der erneuten Offenlegung

Nach Zustimmung des Finanzamts und Fassung des Gesellschafterbeschlusses muss der geänderte Jahresabschluss elektronisch im Unternehmensregister eingereicht werden. Dabei sind die gleichen Unterlagen wie bei der Erstoffenlegung erforderlich: Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, ggf. Anhang und Lagebericht (je nach Größenklasse nach § 267 HGB), Bestätigungsvermerk oder Vermerk über Befreiung, Ergebnisverwendungsbeschluss. Die ursprüngliche Veröffentlichung bleibt im Register sichtbar, wird aber durch die neue Fassung ergänzt.

Praxis-Hinweis

Das Bundesamt für Justiz (BfJ) kann bei verspäteter oder fehlerhafter Offenlegung ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB festsetzen (500–25.000 Euro). Wird ein Jahresabschluss geändert und nicht erneut offengelegt, droht ein weiteres Ordnungsgeld. Eine zügige Nachreichung ist daher essenziell.

Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt, kann die Offenlegung gleich mit beauftragen. Auf OnlineBilanz.de erhalten Mandanten Jahresabschluss und Offenlegung als koordiniertes Gesamtpaket – digital, transparent und fristgerecht.

Was tun, wenn das Finanzamt die Bilanzänderung ablehnt?

Lehnt das Finanzamt die beantragte Bilanzänderung ab, liegt meist einer der folgenden Gründe vor: Die Änderung wird als willkürlich oder missbräuchlich eingestuft (reine Steueroptimierung), der Antrag wurde zu spät gestellt (Steuerbescheid bereits bestandskräftig), die Begründung ist unschlüssig oder unvollständig, oder der Fehler wird als Bilanzberichtigung qualifiziert – dann wäre keine Zustimmung erforderlich, sondern eine korrigierte Steuererklärung.

Rechtsmittel: Einspruch und Klage

Gegen die Ablehnung kann innerhalb eines Monats Einspruch nach § 347 AO eingelegt werden. Im Einspruchsverfahren sollte die Begründung nachgeschärft, zusätzliche Nachweise vorgelegt und gegebenenfalls auf einschlägige BFH-Rechtsprechung verwiesen werden. Bleibt der Einspruch erfolglos, kann Klage vor dem Finanzgericht erhoben werden (§ 40 FGO). Hier ist die Vertretung durch einen Steuerberater oder Rechtsanwalt empfehlenswert.

Alternative: Bilanzberichtigung prüfen

Oft lohnt es sich, die rechtliche Qualifikation zu überdenfen: Handelt es sich tatsächlich um eine zustimmungspflichtige Bilanzänderung oder um eine zustimmungsfreie Bilanzberichtigung? Liegt ein objektiver Rechtsverstoß vor, kann die Korrektur auch ohne Zustimmung durchgesetzt werden.

Alternative: § 173 AO (neue Tatsachen)

Ist der Steuerbescheid bereits bestandskräftig, kommt unter engen Voraussetzungen eine Änderung nach § 173 AO in Betracht – sofern nachträglich Tatsachen oder Beweismittel bekannt werden, die zu einer niedrigeren Steuer führen. Die Frist beträgt vier Jahre ab Bekanntgabe des Bescheids.

„Wenn das Finanzamt ablehnt, analysieren wir zunächst die Begründung und prüfen, ob eine Neuqualifikation als Bilanzberichtigung oder ein Einspruch erfolgversprechend ist. In vielen Fällen lässt sich durch präzisere Argumentation oder Nachreichung von Unterlagen doch noch eine Zustimmung erreichen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Kosten, Dauer und Zeitplan

Die Kosten für einen Bilanzänderungsantrag hängen vom Umfang ab: Einzelfehler in einem Jahr (Honorar ca. 500–1.500 €), Änderung mehrerer Jahresabschlüsse (1.500–5.000 €), umfangreiche Neuberechnung mit Gesellschafterbeschluss und Offenlegung (3.000–8.000 €). Die Steuerberatergebührenverordnung (StBVGebV) sieht für Bilanzänderungen eine Mittelgebühr von 10/10 bis 30/10 vor, abhängig von Gegenstandswert und Schwierigkeit.

Zeitplan für die Bilanzänderung

Phase Dauer Tätigkeit
Analyse & Antragsvorbereitung 1–2 Wochen Fehleranalyse, Neuberechnung, Entwurf Antragsschreiben
Gesellschafterbeschluss 1 Woche Einladung, Beschlussfassung, Protokoll
Antragstellung Finanzamt 1 Tag Einreichung per ELSTER oder Papier
Bearbeitung Finanzamt 4–8 Wochen Prüfung, ggf. Rückfragen, Zustimmung/Ablehnung
Offenlegung (falls erforderlich) 1 Woche Einreichung im Unternehmensregister
Gesamt 6–12 Wochen Von Fehlerentdeckung bis Abschluss

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Gerade bei mehreren offenen Jahresabschlüssen oder drohenden Ordnungsgeldern lohnt sich die frühzeitige Beauftragung eines Steuerberaters. Wer lange wartet, riskiert Bestandskraft der Steuerbescheide – und verliert damit die Möglichkeit zur Korrektur.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine Bilanzänderung auch nach Bestandskraft des Steuerbescheids erfolgen?

Grundsätzlich ja, wenn die Voraussetzungen des § 4 Abs. 2 Satz 2 EStG erfüllt sind und der Bescheid noch änderbar ist – etwa durch Einspruch, im Rahmen einer Außenprüfung oder bei Vorliegen eines Änderungsgrunds nach § 164, § 165 oder § 172 AO. Die Änderung des Wahlrechts muss jedoch vor Bestandskraft der zugrunde liegenden Steuerfestsetzung erfolgen oder im Rahmen einer zulässigen Bescheidänderung beantragt werden.

Wie lange hat das Finanzamt Zeit, über einen Bilanzänderungsantrag zu entscheiden?

Eine gesetzliche Bearbeitungsfrist existiert nicht. In der Praxis dauert die Bearbeitung je nach Komplexität und Auslastung der Finanzverwaltung zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten. Ein Untätigkeitseinspruch nach § 347 Abs. 1 Satz 2 AO ist möglich, wenn das Finanzamt über sechs Monate nicht reagiert.

Muss bei einer Bilanzänderung immer ein neuer Gesellschafterbeschluss gefasst werden?

Bei einer GmbH ja, wenn die Änderung den handelsrechtlichen Jahresabschluss betrifft. Nach § 42a GmbHG ist der Jahresabschluss durch die Gesellschafter festzustellen. Eine nachträgliche inhaltliche Änderung erfordert deshalb einen neuen oder geänderten Feststellungsbeschluss. Bei rein steuerlichen Bilanzänderungen, die das Handelsbilanzrecht nicht berühren, entfällt diese Pflicht.

Kann ich eine Bilanzänderung selbst beantragen oder benötige ich zwingend einen Steuerberater?

Rechtlich ist keine Vertretungspflicht vorgeschrieben – Sie können den Antrag selbst stellen. In der Praxis ist die Mitwirkung eines Steuerberaters jedoch dringend zu empfehlen, da die Abgrenzung zwischen Berichtigung, Änderung und unzulässiger Neuausübung komplex ist, formelle Fehler zur Ablehnung führen können und die steuerlichen Folgewirkungen sorgfältig berechnet werden müssen.

Was passiert, wenn nach einer Bilanzänderung die Offenlegungsfrist bereits abgelaufen ist?

Die geänderte Bilanz muss unverzüglich beim Unternehmensregister offengelegt werden. Eine bereits erfolgte Offenlegung der ursprünglichen Fassung bleibt wirksam, die geänderte Version tritt ergänzend hinzu. Verzögerungen bei der Neuoffenlegung können zu Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB führen, daher sollte die Einreichung zeitnah nach Feststellung des geänderten Jahresabschlusses erfolgen.

Gibt es Situationen, in denen eine Bilanzänderung steuerlich rückwirkend mehrere Jahre erfasst?

Ja, insbesondere bei der Änderung von Abschreibungsmethoden oder Bewertungsansätzen, die Anschaffungs- oder Herstellungskosten betreffen. Die Auswirkungen der Änderung wirken sich dann in allen Folgejahren aus (Folgeänderungen). Deshalb müssen bei einem Bilanzänderungsantrag oft mehrere Wirtschaftsjahre korrigiert und die steuerlichen Auswirkungen für jedes Jahr separat ermittelt werden.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), Einkommensteuergesetz (EStG), GmbH-Gesetz (GmbHG), Abgabenordnung (AO). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

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Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

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Wer prüft den Abschluss fachlich?

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Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

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Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

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Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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