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Datum

Lesedauer

15–23 Minuten

OnlineBilanzBlogBilanzierungspflicht

Bilanzierungspflicht 2026: Wer muss bilanzieren?

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Bilanzierungspflicht trifft Kaufleute und Kapitalgesellschaften nach HGB und AO – doch Umfang, Fristen und Offenlegungspflichten variieren je nach Rechtsform und Größenklasse. Wer zur Bilanzierung verpflichtet ist, muss dabei nicht nur Finanzkennzahlen korrekt erfassen, sondern auch Vermögensgegenstände wie die Betriebs- und Geschäftsausstattung sachgerecht ansetzen. Dieser Artikel erklärt, wer bilanzieren muss, welche Fristen gelten und welche Konsequenzen bei Verstößen drohen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Zur Bilanzierung verpflichtet sind nach § 238 HGB alle Kaufleute sowie nach § 6 HGB alle Kapitalgesellschaften (GmbH, AG, UG). Darüber hinaus besteht eine steuerliche Bilanzierungspflicht nach § 140 AO ab bestimmten Umsatz- und Gewinngrenzen. Der Umfang der Pflichten richtet sich nach der Größenklasse gemäß § 267 HGB.

Wer ist zur Bilanzierung verpflichtet?

Die Bilanzierungspflicht in Deutschland ergibt sich aus verschiedenen Rechtsgrundlagen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der handelsrechtlichen Buchführungs- und Bilanzierungspflicht nach §§ 238 ff. HGB und der steuerrechtlichen Verpflichtung nach § 140 AO. Für GmbH-Geschäftsführer ist vor allem die handelsrechtliche Pflicht relevant, da jede Kapitalgesellschaft unabhängig von Umsatz oder Gewinn bilanzierungspflichtig ist.

Handelsrechtliche Bilanzierungspflicht

Nach § 238 Abs. 1 HGB ist jeder Kaufmann verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ersichtlich zu machen. Für Kapitalgesellschaften wie die GmbH gilt diese Pflicht ausnahmslos gemäß § 6 Abs. 1 HGB – sie sind kraft Rechtsform Formkaufleute und damit immer buchführungs- und bilanzierungspflichtig.

  • Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG): Immer bilanzierungspflichtig ab Eintragung ins Handelsregister, unabhängig von Größe oder Umsatz
  • Einzelkaufleute und Personengesellschaften (OHG, KG): Bilanzierungspflicht ab Überschreiten der Schwellenwerte nach § 241a HGB (600.000 € Umsatz und 60.000 € Jahresüberschuss an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen)
  • Freiberufler und Kleingewerbetreibende: Keine handelsrechtliche Bilanzierungspflicht, sofern nicht freiwillig im Handelsregister eingetragen; steuerlich genügt die Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach § 4 Abs. 3 EStG

Praxis-Hinweis für GmbH-Geschäftsführer

Ihre GmbH ist ab dem Tag der Handelsregistereintragung bilanzierungspflichtig – auch im Gründungsjahr und unabhängig davon, ob Sie operative Geschäfte tätigen. Die Bilanzierungspflicht endet erst mit Löschung im Handelsregister nach Abschluss der Liquidation.

Umfang der Bilanzierungspflicht nach Rechtsform

Der Umfang der Bilanzierungspflicht – also welche Bestandteile des Jahresabschlusses zu erstellen und offenzulegen sind – richtet sich nach der Rechtsform und der Größenklasse des Unternehmens. Für Kapitalgesellschaften gelten dabei deutlich strengere Anforderungen als für Einzelkaufleute oder Personengesellschaften.

Jahresabschluss bei Kapitalgesellschaften

Nach § 264 Abs. 1 HGB haben die gesetzlichen Vertreter einer Kapitalgesellschaft den Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) sowie den Lagebericht in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres für das vergangene Geschäftsjahr aufzustellen. Diese Unterlagen sind anschließend im XBRL-Format elektronisch zu übermitteln. Für kleine Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB entfällt die Pflicht zur Erstellung eines Lageberichts nach § 264 Abs. 1 Satz 4 HGB.

Rechtsform Bilanz GuV Anhang Lagebericht
GmbH klein (§ 267 Abs. 1 HGB) Ja Ja Ja Nein
GmbH mittelgroß/groß Ja Ja Ja Ja
UG (haftungsbeschränkt) Ja Ja Ja i.d.R. nein (meist klein)
Einzelkaufmann Ja Ja Nein Nein
OHG / KG Ja Ja Nein* Nein*

*Personenhandelsgesellschaften müssen einen Anhang und Lagebericht erstellen, wenn sie die Größenmerkmale einer Kapitalgesellschaft überschreiten (§ 264a HGB). Dies betrifft vor allem GmbH & Co. KG, die mindestens mittelgroß sind.

„In der Praxis sehen wir häufig Unsicherheit bei kleinen GmbHs: Viele Geschäftsführer wissen nicht, dass auch sie einen Anhang erstellen müssen – wenn auch in verkürzter Form nach § 288 HGB. Der Verzicht darauf führt zu einem nicht ordnungsgemäßen Jahresabschluss und kann Ordnungsgeldverfahren nach sich ziehen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Größenklassen nach § 267 HGB und ihre Bedeutung

Die Größenklasse einer Kapitalgesellschaft bestimmt nicht nur den Umfang der Erstellungspflichten, sondern auch die Offenlegungs- und Prüfungspflichten. § 267 HGB definiert drei Größenklassen anhand von Bilanzsumme, Umsatzerlösen und durchschnittlicher Mitarbeiterzahl. Eine Größenklasse wird erreicht, wenn mindestens zwei der drei Merkmale an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- oder unterschritten werden.

Die drei Größenklassen im Überblick (Stand 2026)

Größe Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter 2 von 3 Kriterien
Klein ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50 an 2 Stichtagen unterschritten
Mittelgroß ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250 klein überschritten, groß unterschritten
Groß > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250 mind. 2 Kriterien überschritten

Die Größenklasse hat unmittelbare Auswirkungen auf die Pflicht zur Abschlussprüfung (§ 316 HGB), den Umfang der Offenlegung (§§ 325-329 HGB) und die Möglichkeit von Erleichterungen bei Ausweis und Anhang. Kleine Kapitalgesellschaften können beispielsweise eine verkürzte Bilanz nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB und einen verkürzten Anhang nach § 288 HGB nutzen.

~95%

aller GmbHs sind kleine Kapitalgesellschaften

2 Jahre

müssen Schwellenwerte erreicht werden

3

Größenmerkmale: Bilanzsumme, Umsatz, Mitarbeiter

Wichtig bei Größenklassenwechsel

Ein Wechsel der Größenklasse tritt erst ein, wenn an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen mindestens zwei der drei Merkmale über- oder unterschritten werden. Bei Bilanzstichtag 31.12.2025 und 31.12.2026 würde ein Wechsel also erst für den Jahresabschluss 2026 greifen. Planen Sie daher rechtzeitig, wenn Ihr Unternehmen wächst – insbesondere hinsichtlich Prüfungspflicht und erweiterter Offenlegung.

Fristen: Aufstellung, Feststellung und Offenlegung

Die Bilanzierungspflicht ist an strenge gesetzliche Fristen geknüpft. Für GmbH-Geschäftsführer sind drei zentrale Fristen zu beachten: die Aufstellungsfrist für den Jahresabschluss, die Feststellungsfrist durch die Gesellschafterversammlung und die Offenlegungsfrist beim Unternehmensregister. Werden diese Fristen versäumt, drohen Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB.

1. Aufstellungsfrist (§ 264 Abs. 1 HGB)

Die gesetzlichen Vertreter – bei der GmbH also die Geschäftsführer – haben den Jahresabschluss in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres aufzustellen. Bei einem Bilanzstichtag 31.12.2025 läuft die Aufstellungsfrist also bis 31.03.2026. Der Jahresabschluss muss vollständig erstellt, unterschrieben und der Gesellschafterversammlung vorgelegt werden.

2. Feststellungsfrist (§ 42a Abs. 2 GmbHG)

Die Gesellschafterversammlung muss den Jahresabschluss innerhalb der ersten acht Monate (bei mittelgroßen und großen GmbHs) bzw. elf Monate (bei kleinen GmbHs gemäß § 264 Abs. 1 Satz 4 HGB) nach Ablauf des Geschäftsjahres feststellen. Für den Abschluss 2025 bedeutet dies:

  • Kleine GmbH: Feststellung bis 30.11.2026
  • Mittelgroße/große GmbH: Feststellung bis 31.08.2026

3. Offenlegungsfrist (§ 325 Abs. 1 HGB)

Nach § 325 Abs. 1 HGB müssen die gesetzlichen Vertreter den Jahresabschluss spätestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag beim Betreiber des Unternehmensregisters elektronisch einreichen. Seit dem DiRUG (in Kraft seit 01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich über das Unternehmensregister – der Bundesanzeiger fungiert nur noch als Bekanntmachungsmedium. Für den Jahresabschluss 2025 läuft die Frist bis 31.12.2026.

  • Jahresabschluss bis 31.03.2026 durch Geschäftsführung aufstellen (§ 264 Abs. 1 HGB)
  • Gesellschafterversammlung einberufen und Jahresabschluss feststellen lassen (bis 31.08. oder 30.11.2026)
  • Beschluss über Ergebnisverwendung fassen und im Protokoll dokumentieren
  • Jahresabschluss elektronisch beim Unternehmensregister einreichen (bis 31.12.2026)
  • Bestätigung der Offenlegung archivieren (Nachweis gegenüber Behörden)

„Die Offenlegungsfrist wird von vielen Mandanten unterschätzt. Selbst wenn der Jahresabschluss intern fertig ist, muss er noch rechtzeitig festgestellt und elektronisch eingereicht werden. Wir koordinieren bei OnlineBilanz den gesamten Prozess: von der Erstellung durch unsere Steuerberater bis zur fristgerechten Einreichung beim Unternehmensregister.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Offenlegungspflicht beim Unternehmensregister

Neben der Erstellung und Feststellung des Jahresabschlusses besteht für Kapitalgesellschaften die Pflicht zur Offenlegung. Nach § 325 HGB müssen die gesetzlichen Vertreter den Jahresabschluss beim Betreiber des Unternehmensregisters zur dauerhaften Hinterlegung einreichen. Diese Offenlegung dient dem Gläubigerschutz und der Transparenz des Wirtschaftsverkehrs, da Kapitalgesellschaften nicht mit ihrem Privatvermögen haften.

Was ist offenzulegen?

Der Umfang der Offenlegung richtet sich nach der Größenklasse der Kapitalgesellschaft. Kleine Kapitalgesellschaften profitieren von umfangreichen Erleichterungen nach § 326 HGB und können insbesondere auf die Offenlegung der Gewinn- und Verlustrechnung verzichten.

Größenklasse Bilanz GuV Anhang Lagebericht Prüfungsvermerk
Klein Ja (verkürzt möglich) Nein* Ja (verkürzt) Nein Entfällt meist
Mittelgroß Ja Ja Ja Ja Ja (falls prüfungspflichtig)
Groß Ja Ja Ja (erweitert) Ja Ja

*Kleine Kapitalgesellschaften können nach § 326 Abs. 1 HGB von der Offenlegung der GuV absehen, müssen dann aber bestimmte Angaben im Anhang machen (insbesondere Umsatzerlöse und Rohergebnis nach § 288 Abs. 1 Nr. 1 HGB).

Elektronische Einreichung seit DiRUG

Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) am 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister. Die Einreichung muss im strukturierten Format (XBRL für Taxonomie-Positionen) oder als PDF erfolgen. Der Bundesanzeiger veröffentlicht die Dokumente zwar noch zur Bekanntmachung, ist aber nicht mehr die Offenlegungsstelle.

Praxis-Tipp: Offenlegung richtig durchführen

Die Einreichung beim Unternehmensregister erfordert eine elektronische Authentifizierung (ELSTER-Zertifikat oder De-Mail). Viele Steuerberater übernehmen die Einreichung für ihre Mandanten. Bei OnlineBilanz ist die fristgerechte Offenlegung im Festpreis inbegriffen – unsere Steuerberater kümmern sich um die vollständige elektronische Einreichung.

Pflicht zur Offenlegung

  • Alle Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG)
  • GmbH & Co. KG nach § 264a HGB
  • Auch bei Kleinstkapitalgesellschaften (eingeschränkt)
  • Unabhängig von Gewinn oder Verlust

Keine Offenlegungspflicht

  • Einzelkaufleute
  • OHG und KG (außer i.S.d. § 264a HGB)
  • GbR und Partnerschaftsgesellschaften
  • Freiberufler ohne Eintragung im Handelsregister

Konsequenzen bei Verstößen: Ordnungsgeld nach § 335 HGB

Die Nichteinhaltung der Offenlegungspflicht ist keine Ordnungswidrigkeit, sondern ein Verstoß gegen eine öffentlich-rechtliche Pflicht, der mit einem Ordnungsgeld geahndet wird. Das Bundesamt für Justiz (BfJ) führt systematische Prüfungen durch und leitet bei Verstößen Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Die Verfahren richten sich gegen die gesetzlichen Vertreter – bei der GmbH also persönlich gegen die Geschäftsführer.

Höhe des Ordnungsgelds

Nach § 335 Abs. 1 HGB kann gegen die Mitglieder des vertretungsberechtigten Organs ein Ordnungsgeld von mindestens 500 Euro bis maximal 25.000 Euro festgesetzt werden. Die Höhe richtet sich nach Art und Schwere des Verstoßes sowie der Dauer der Fristüberschreitung. In der Praxis bewegen sich die Erstbescheide meist zwischen 1.500 und 3.000 Euro, bei wiederholten Verstößen oder langer Verzögerung können auch deutlich höhere Beträge festgesetzt werden.

500–25.000 €

Ordnungsgeld nach § 335 HGB

~80.000

Ordnungsgeldverfahren jährlich (Schätzung)

100%

persönliche Haftung der Geschäftsführer

Ablauf des Ordnungsgeldverfahrens

Das Bundesamt für Justiz verschickt zunächst ein Erinnerungsschreiben mit Fristsetzung zur Nachholung der Offenlegung (sog. Androhungsschreiben). Kommt das Unternehmen dieser Aufforderung nicht nach, wird ein Ordnunggeldbescheid erlassen. Gegen diesen Bescheid kann innerhalb von zwei Wochen Einspruch eingelegt werden. Das Ordnungsgeld kann mehrfach festgesetzt werden, solange die Offenlegungspflicht nicht erfüllt ist.

Persönliche Haftung der Geschäftsführer

Das Ordnungsgeld richtet sich persönlich gegen die Geschäftsführer – nicht gegen die GmbH. Es handelt sich um eine persönliche Sanktion, die nicht durch die Gesellschaft erstattet werden darf. Zudem kann die verspätete oder unterlassene Offenlegung zu Schadensersatzansprüchen der Gesellschaft gegen den Geschäftsführer führen, wenn dadurch Nachteile entstehen.

  • Offenlegungsfrist im Kalender vormerken (12 Monate nach Bilanzstichtag)
  • Frühzeitig mit Steuerberater abstimmen, wer die Einreichung übernimmt
  • Bei Androhungsschreiben vom BfJ sofort reagieren – Nachholung hat Vorrang
  • Bestätigung des Unternehmensregisters archivieren (Nachweis der fristgerechten Offenlegung)
  • Bei Geschäftsführerwechsel: Verantwortlichkeiten klar regeln und dokumentieren

„Ordnungsgeldverfahren sind für Geschäftsführer nicht nur ärgerlich, sondern auch persönlich belastend. Die beste Strategie ist Prävention: Wer den Jahresabschluss rechtzeitig durch einen Steuerberater erstellen und offenlegen lässt, vermeidet Stress und Sanktionen. Bei OnlineBilanz übernehmen unsere Steuerberater die fristgerechte Einreichung – inklusive elektronischer Authentifizierung.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Steuerliche Bilanzierungspflicht nach § 140 AO

Neben der handelsrechtlichen Bilanzierungspflicht nach HGB existiert eine eigenständige steuerliche Buchführungs- und Bilanzierungspflicht nach § 140 AO in Verbindung mit § 141 AO. Während die handelsrechtliche Pflicht vor allem dem Gläubigerschutz und der Information der Gesellschafter dient, zielt die steuerrechtliche Pflicht auf die zutreffende Gewinnermittlung für Zwecke der Besteuerung ab.

Wer ist steuerlich buchführungspflichtig?

Nach § 140 AO sind alle Gewerbetreibenden, die nach anderen Gesetzen als den Steuergesetzen (also insbesondere nach dem HGB) buchführungspflichtig sind, auch für steuerliche Zwecke zur Buchführung verpflichtet. Darüber hinaus ordnet § 141 AO die Buchführungspflicht an, wenn bestimmte Schwellenwerte überschritten werden:

  • Umsatz: mehr als 800.000 Euro im Kalenderjahr (erhöht durch das Wachstumschancengesetz ab 2024, zuvor 600.000 Euro)
  • Gewinn aus Gewerbebetrieb: mehr als 80.000 Euro im Wirtschaftsjahr (erhöht ab 2024, zuvor 60.000 Euro)
  • Land- und forstwirtschaftlicher Betrieb: Wirtschaftswert über 25.000 Euro oder Gewinn über 50.000 Euro

Für Kapitalgesellschaften wie die GmbH ist diese Differenzierung praktisch ohne Bedeutung, da sie aufgrund ihrer Rechtsform bereits handelsrechtlich buchführungspflichtig sind und diese Pflicht automatisch auch steuerlich gilt. Relevant wird die steuerliche Buchführungspflicht nach § 141 AO vor allem für Einzelunternehmer und Personengesellschaften, die die Schwellenwerte überschreiten.

Steuerliche vs. handelsrechtliche Bilanz

Grundsätzlich gilt das Prinzip der Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die Steuerbilanz (§ 5 Abs. 1 EStG): Die handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sind auch für die steuerliche Gewinnermittlung maßgebend. Allerdings existieren zahlreiche steuerliche Sondervorschriften (z.B. zur Abschreibung, Rückstellungsbildung, Bewertung), die zu Abweichungen führen. In der Praxis wird daher häufig eine separate Steuerbilanz erstellt oder es werden Überleitungsrechnungen (sog. Mehr-Weniger-Rechnung) angefertigt.

Praxis-Hinweis für GmbH-Geschäftsführer

Für Ihre GmbH ist die handelsrechtliche Bilanz Ausgangspunkt für die Steuererklärung. Ihr Steuerberater erstellt auf Basis der Handelsbilanz die steuerlichen Anpassungen und übermittelt die Daten elektronisch an das Finanzamt (E-Bilanz nach § 5b EStG). Bei OnlineBilanz erstellen unsere Steuerberater sowohl die Handelsbilanz als auch die E-Bilanz – abgestimmt auf die gesetzlichen Anforderungen 2026.

Handelsbilanz

  • Vorsichtsprinzip
  • Niederstwertprinzip
  • Bilanzierungshilfen möglich

Steuerbilanz

  • Maßgeblichkeit der Handelsbilanz (§ 5 EStG)
  • Steuerliche Korrekturen (§ 60 EStDV)
  • E-Bilanz-Pflicht (§ 5b EStG)

Überleitungsrechnung

  • Mehr-Weniger-Rechnung
  • Außerbilanzielle Korrekturen
  • Teil der Steuererklärung

Befreiungen und Erleichterungen von der Bilanzierungspflicht

Das Handelsrecht sieht für bestimmte Unternehmensformen und Größenklassen Befreiungen oder Erleichterungen von der Bilanzierungspflicht vor. Diese zielen darauf ab, kleinere Unternehmen von übermäßigem bürokratischem Aufwand zu entlasten, ohne den Gläubigerschutz grundlegend zu gefährden. Für Kapitalgesellschaften sind diese Befreiungen jedoch stark eingeschränkt.

Befreiung für Kleinstunternehmer (§ 241a HGB)

Nach § 241a HGB sind Einzelkaufleute, die an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen nicht mehr als 600.000 Euro Umsatzerlöse und nicht mehr als 60.000 Euro Jahresüberschuss aufweisen, von der Pflicht zur Buchführung und Bilanzierung befreit. Diese Befreiung gilt ausdrücklich nicht für Kapitalgesellschaften – auch nicht für Kleinstkapitalgesellschaften im Sinne des § 267a HGB. Eine GmbH bleibt also unabhängig von ihrer Größe immer buchführungs- und bilanzierungspflichtig.

Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften

Kleine Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 1 HGB profitieren von umfangreichen Erleichterungen bei der Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses:

  • Kein Lagebericht: Kleine Kapitalgesellschaften müssen nach § 264 Abs. 1 Satz 4 HGB keinen Lagebericht erstellen (außer sie sind kapitalmarktorientiert)
  • Verkürzte Bilanz: Nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB dürfen nur die in § 266 Abs. 2 und 3 mit Buchstaben bezeichneten Posten ausgewiesen werden (also A, B, C, D, E statt der detaillierteren römischen und arabischen Gliederung)
  • Verkürzter Anhang: § 288 HGB erlaubt einen deutlich reduzierten Anhang mit weniger Pflichtangaben
  • Verzicht auf GuV-Offenlegung: Nach § 326 Abs. 1 HGB kann auf die Offenlegung der Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet werden (allerdings müssen bestimmte Angaben im Anhang gemacht werden)
  • Keine Prüfungspflicht: Kleine Kapitalgesellschaften sind nach § 316 Abs. 1 HGB grundsätzlich nicht prüfungspflichtig (außer bei freiwilliger Prüfung oder gesellschaftsvertraglicher Pflicht)

Kleinstkapitalgesellschaften (§ 267a HGB)

Für Kleinstkapitalgesellschaften – definiert durch eine Bilanzsumme von maximal 350.000 Euro, Umsatzerlöse von maximal 700.000 Euro und maximal 10 Mitarbeiter – gelten seit dem Kleinstkapitalgesellschaften-Bilanzrechtsänderungsgesetz noch weiterreichende Erleichterungen. Diese können unter anderem eine stark verkürzte Bilanz nach § 266 Abs. 1 Satz 4 HGB und einen Mindestanhang nach § 264 Abs. 1 Satz 5 HGB nutzen. Die Offenlegungspflicht besteht jedoch auch für Kleinstkapitalgesellschaften – wenn auch in reduziertem Umfang.

Merkmal Kleinstkapitalgesellschaft Kleine Kapitalgesellschaft Einzelkaufmann (§ 241a)
Rechtsform GmbH, UG GmbH, UG e.K.
Bilanzierungspflicht Ja Ja Nein (bei Unterschreitung)
Lagebericht Nein Nein
Offenlegung Ja (reduziert) Ja
Prüfungspflicht Nein Nein

Achtung bei Erleichterungen

Die Nutzung von Erleichterungen (z.B. verkürzte Bilanz, Verzicht auf GuV-Offenlegung) ist ein Wahlrecht, keine Pflicht. Viele GmbHs verzichten bewusst auf diese Erleichterungen, um gegenüber Banken, Lieferanten und Geschäftspartnern ein transparentes Bild zu vermitteln. Besprechen Sie mit Ihrem Steuerberater, welche Variante für Ihr Unternehmen strategisch sinnvoll ist.

Praktische Umsetzung der Bilanzierungspflicht in der GmbH

Die Bilanzierungspflicht ist für viele GmbH-Geschäftsführer eine jährliche Herausforderung. Neben der fachlichen Komplexität von Bilanzierung und Bewertung nach HGB müssen zahlreiche organisatorische Schritte koordiniert und Fristen eingehalten werden. Eine strukturierte Vorgehensweise und die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater sind entscheidend, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

Die wichtigsten Schritte zum Jahresabschluss

  1. Vorbereitung der Buchhaltung: Alle Geschäftsvorfälle des abgelaufenen Geschäftsjahres müssen vollständig und ordnungsgemäß erfasst sein. Die laufende Buchhaltung sollte zeitnah geführt werden, um Jahresabschlussarbeiten zu erleichtern.
  2. Abstimmung und Klärung offener Posten: Bankkonten, Forderungen, Verbindlichkeiten und Bestandskonten werden abgestimmt. Unklare Positionen müssen vor Jahresabschluss bereinigt werden.
  3. Inventur und Bewertung: Zum Bilanzstichtag ist eine körperliche Bestandsaufnahme (Inventur) durchzuführen (§ 240 HGB). Wirtschaftsgüter werden nach handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften (§§ 252 ff. HGB) bewertet.
  4. Erstellung des Jahresabschlusses: Der Steuerberater erstellt Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang. Bei mittelgroßen und großen GmbHs kommt der Lagebericht hinzu.
  5. Vorlage und Feststellung: Die Geschäftsführung legt den Jahresabschluss der Gesellschafterversammlung vor, die ihn feststellt und über die Ergebnisverwendung beschließt (§ 42a GmbHG).
  6. Offenlegung: Der festgestellte Jahresabschluss wird elektronisch beim Unternehmensregister eingereicht (§ 325 HGB).
  7. Steuerliche Verarbeitung: Der Steuerberater erstellt die Steuerbilanz, E-Bilanz und die Körperschaftsteuererklärung sowie Gewerbesteuererklärung.

„Die Abstimmung zwischen Geschäftsführer, Buchhaltung und Steuerberater ist erfolgskritisch. Bei OnlineBilanz koordinieren wir als Büroleitung diesen Prozess zentral: Unsere Mandanten laden ihre Unterlagen digital hoch, unsere Steuerberater bearbeiten den Jahresabschluss zeitnah, und wir sorgen für die fristgerechte Feststellung und Offenlegung. Transparente Festpreise und klare Fristen geben Planungssicherheit.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Rolle des Steuerberaters bei der Bilanzierung

Die Erstellung des Jahresabschlusses einer GmbH ist komplex und erfordert fundierte Kenntnisse im Handels- und Steuerrecht. Aus diesem Grund lassen die meisten GmbHs ihren Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen. Dieser trägt nicht nur die fachliche Verantwortung, sondern unterzeichnet den Jahresabschluss und haftet für dessen Richtigkeit im Rahmen der Berufshaftpflicht.

Leistungen des Steuerberaters

  • Erstellung von Bilanz, GuV und Anhang nach HGB
  • Bewertung von Wirtschaftsgütern und Rückstellungen
  • Steuerliche Optimierung innerhalb gesetzlicher Spielräume
  • Erstellung der E-Bilanz und Steuererklärungen
  • Beratung zu Ausschüttungen und Ergebnisverwendung
  • Offenlegung beim Unternehmensregister

Aufgaben des Geschäftsführers

  • Vollständige und ordnungsgemäße Buchhaltung sicherstellen
  • Belege und Unterlagen bereitstellen
  • Inventur durchführen und dokumentieren
  • Gesellschafterversammlung einberufen und Beschlüsse fassen
  • Festgestellten Jahresabschluss unterzeichnen
  • Einhaltung der gesetzlichen Fristen überwachen

OnlineBilanz: Jahresabschluss mit Steuerberater-Qualität

OnlineBilanz verbindet die Vorteile einer modernen digitalen Plattform mit der fachlichen Expertise zugelassener Steuerberater. Sie erhalten Ihren Jahresabschluss zum transparenten Festpreis, ohne Wartezeiten und mit persönlichem Ansprechpartner. Unsere Steuerberater erstellen Ihren Jahresabschluss fristgerecht, prüfen ihn fachlich und reichen ihn beim Unternehmensregister ein – alles aus einer Hand.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine GmbH freiwillig auf die Bilanzierung verzichten?

Nein. Kapitalgesellschaften wie die GmbH sind nach § 6 HGB ausnahmslos zur Buchführung und Bilanzierung verpflichtet – unabhängig von Umsatz oder Gewinn. Ein freiwilliger Verzicht ist gesetzlich nicht vorgesehen.

Was passiert, wenn der Jahresabschluss zu spät festgestellt wird?

Bei verspäteter Feststellung des Jahresabschlusses drohen keine direkten Sanktionen durch das Handelsregister. Allerdings können gesellschaftsinterne Konsequenzen (Haftung der Geschäftsführung) sowie steuerliche Nachteile (Schätzung durch das Finanzamt) entstehen. Zudem verschiebt sich die Offenlegungsfrist, was Ordnungsgelder nach § 335 HGB nach sich ziehen kann.

Müssen auch gemeinnützige GmbHs bilanzieren und offenlegen?

Ja. Auch gemeinnützige GmbHs (gGmbH) sind als Kapitalgesellschaften nach § 6 HGB buchführungs- und bilanzierungspflichtig. Die Offenlegungspflicht beim Unternehmensregister besteht ebenfalls – nur bei Kleinstkapitalgesellschaften können gewisse Erleichterungen greifen.

Wann endet die Bilanzierungspflicht für Einzelunternehmer?

Die handelsrechtliche Bilanzierungspflicht für Einzelkaufleute endet, wenn die Schwellenwerte nach § 241a HGB unterschritten werden (Umsatz ≤ 800.000 €, Gewinn ≤ 80.000 € in zwei aufeinanderfolgenden Jahren). Die steuerliche Pflicht nach § 140 AO endet bei dauerhaftem Unterschreiten der Grenzen (Umsatz ≤ 800.000 €, Gewinn ≤ 80.000 €).

Gilt die Bilanzierungspflicht auch im ersten Geschäftsjahr einer Neugründung?

Ja. Die Bilanzierungspflicht beginnt mit der Aufnahme der gewerblichen Tätigkeit bzw. mit Eintragung ins Handelsregister. Für Kapitalgesellschaften ist bereits für das erste – oft verkürzte – Rumpfgeschäftsjahr ein Jahresabschluss aufzustellen, festzustellen und offenzulegen.

Was ist der Unterschied zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz?

Die Handelsbilanz wird nach HGB für externe Adressaten (Gesellschafter, Gläubiger) erstellt. Die Steuerbilanz folgt steuerlichen Vorschriften (EStG, KStG) und dient der Ermittlung des zu versteuernden Gewinns. Grundlage ist die Maßgeblichkeit der Handelsbilanz (§ 5 EStG), doch steuerliche Modifikationen (z. B. außerbilanzielle Korrekturen) sind üblich.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 238 HGB – Buchführungspflicht, § 267 HGB – Größenklassen, § 325 HGB – Offenlegung, § 140 AO – Steuerliche Buchführungspflicht. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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