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16–25 Minuten

OnlineBilanzBlogBetriebsfeier absetzen erklärt

Betriebsfeier absetzen einfach erklärt 2026

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Betriebsfeiern sind ein wichtiges Instrument der Mitarbeitermotivation – und unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich begünstigt. Wer die 110-Euro-Freigrenze korrekt anwendet, den Teilnehmerkreis richtig definiert und die Dokumentationspflichten erfüllt, kann bis zu zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr steuerfrei durchführen. Dieser Leitfaden erklärt alle relevanten Regelungen, Fallstricke und Optimierungsmöglichkeiten für 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Betriebsfeiern können bis zu 110 Euro pro Teilnehmer und Veranstaltung steuerfrei bleiben – maximal zwei Veranstaltungen pro Jahr. Überschreitet der Aufwand diese Grenze, unterliegt nur der Mehrbetrag der Besteuerung, wahlweise als Arbeitslohn oder pauschal mit 25 %. Voraussetzung: Die Feier steht allen Mitarbeitern oder einer betrieblichen Einheit offen, und alle Aufwendungen sind lückenlos dokumentiert.

Betriebsfeier steuerlich absetzen: Die rechtlichen Grundlagen

Betriebsfeiern wie Weihnachtsfeiern, Sommerfeste oder Jubiläumsveranstaltungen sind nicht nur ein Instrument zur Mitarbeiterbindung, sondern bieten auch erhebliches Potenzial für die steuerliche Gestaltung. Der Gesetzgeber erlaubt es Unternehmen, die Kosten solcher Veranstaltungen als Betriebsausgaben abzusetzen — vorausgesetzt, bestimmte Voraussetzungen sind erfüllt. Die zentrale Regelung findet sich in § 19 Abs. 1 Nr. 1a EStG in Verbindung mit § 4 Abs. 5 Nr. 1 und Nr. 2 EStG sowie dem BMF-Schreiben vom 14.10.2015 (Az. IV C 5 – S 2332/15/10001).

Für GmbH-Geschäftsführer und Gesellschafter ist die korrekte Abrechnung von Betriebsfeiern besonders relevant: Fehler führen nicht nur zu Nachzahlungen bei der Lohnsteuer, sondern können auch bei Betriebsprüfungen zu empfindlichen Zuschlägen und Verzugszinsen führen. Stand 2026 gelten verschärfte Dokumentationspflichten, insbesondere im Hinblick auf digitale Nachweise und die Zuordnung von Teilnehmern.

Praxishinweis: Freigrenzen optimal nutzen

Die 110-Euro-Freigrenze gilt pro Arbeitnehmer und pro Veranstaltung. Unternehmen können bis zu zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr steuerfrei abhalten. Wichtig: Es handelt sich um eine Freigrenze, nicht um einen Freibetrag — wird der Betrag auch nur um einen Euro überschritten, ist der gesamte Betrag lohnsteuerpflichtig.

Welche Kosten zählen zur Betriebsfeier?

  • Bewirtungskosten (Speisen, Getränke, Catering)
  • Raummiete und Dekoration
  • Künstler- und Musikerhonorare
  • Transportkosten (z. B. Bustransfer für alle Teilnehmer)
  • Geschenke an Mitarbeiter bis 60 Euro (getrennt zu behandeln)
  • Übernachtungskosten bei mehrtägigen Veranstaltungen

Nicht zu den Kosten der Betriebsfeier zählen individuelle Anreisekosten einzelner Mitarbeiter oder Geschenke, die den Rahmen von 60 Euro überschreiten. Diese sind getrennt zu erfassen und unterliegen anderen steuerlichen Regelungen.

Die 110-Euro-Freigrenze: So rechnen Sie korrekt ab

Die 110-Euro-Freigrenze nach § 19 Abs. 1 Nr. 1a EStG ist das zentrale steuerliche Instrument für die Abrechnung von Betriebsfeiern. Sie gilt pro teilnehmendem Arbeitnehmer und pro Veranstaltung, inklusive Umsatzsteuer. Entscheidend ist die Pro-Kopf-Berechnung: Die Gesamtkosten der Veranstaltung werden durch die Anzahl der Teilnehmer (Arbeitnehmer plus deren Begleitpersonen sowie Geschäftsführer) geteilt.

Berechnungsschema für die Freigrenze

Position Betrag Hinweis
Gesamtkosten Betriebsfeier 5.950 € (brutto) inkl. 19 % USt
Anzahl Arbeitnehmer 50 alle Mitarbeiter, auch Minijobber
Begleitpersonen 30 Ehepartner, Lebensgefährten
Geschäftsführer 2 als Arbeitnehmer
Gesamt Teilnehmer 82 Basis für Pro-Kopf-Berechnung
Pro-Kopf-Kosten 72,56 € 5.950 € / 82 = unter 110 €
Ergebnis Steuerfrei Freigrenze nicht überschritten

Im obigen Beispiel liegen die Pro-Kopf-Kosten mit 72,56 Euro deutlich unter der Freigrenze von 110 Euro. Die gesamten Kosten sind als Betriebsausgaben abzugsfähig, ohne dass Lohnsteuer anfällt. Wichtig: Auch Geschäftsführer-Gesellschafter werden als Arbeitnehmer gezählt, sofern sie in einem Dienstverhältnis zur GmbH stehen.

Achtung bei Überschreitung

Beträgt der Pro-Kopf-Betrag 111 Euro, ist der gesamte Betrag (nicht nur der übersteigende Euro) lohnsteuerpflichtig und über die Lohnabrechnung zu versteuern. Es empfiehlt sich daher, vorab eine präzise Kalkulation durchzuführen und einen Sicherheitspuffer einzuplanen.

„In der Praxis erleben wir häufig, dass Unternehmen die Freigrenze versehentlich überschreiten, weil sie Begleitpersonen nicht in die Berechnung einbeziehen oder nachträglich noch Kosten hinzukommen. Eine professionelle Vorplanung mit dem Steuerberater vermeidet solche kostspieligen Fehler.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Zwei steuerfreie Betriebsveranstaltungen pro Jahr: Die Details

Nach R 19.5 Abs. 1 LStR können Arbeitgeber bis zu zwei Betriebsveranstaltungen pro Kalenderjahr im Rahmen der 110-Euro-Freigrenze steuerfrei durchführen. Diese Regelung gilt unternehmensweit und bezieht sich auf das Kalenderjahr, nicht auf das Wirtschaftsjahr. Für GmbHs mit abweichendem Wirtschaftsjahr (z. B. 01.07.–30.06.) ist dies besonders zu beachten: Maßgeblich ist stets das Kalenderjahr.

Was zählt als Betriebsveranstaltung?

  • Weihnachtsfeier und Jahresabschlussfeier
  • Sommerfest oder Betriebsausflug
  • Jubiläumsfeiern (Firmenjubiläum, nicht individuelle Jubiläen)
  • Karnevals- oder Faschingsfeiern
  • Teamevents mit gesellschaftlichem Charakter

Nicht als Betriebsveranstaltung gelten reine Arbeitsessen, Schulungen, Vertriebstagungen oder Events, die primär geschäftlichen Charakter haben. Entscheidend ist, dass die Veranstaltung der Förderung des Betriebsklimas und der Gemeinschaft dient und allen Arbeitnehmern oder einer bestimmten Betriebsabteilung offensteht.

Was passiert bei mehr als zwei Veranstaltungen?

Führt ein Unternehmen drei oder mehr Betriebsveranstaltungen im Kalenderjahr durch, muss der Arbeitgeber bzw. die Lohnbuchhaltung die beiden günstigsten Veranstaltungen auswählen, um die Freigrenze zu nutzen. Alle weiteren Veranstaltungen sind grundsätzlich in vollem Umfang lohnsteuerpflichtig — auch wenn die Pro-Kopf-Kosten jeweils unter 110 Euro liegen.

Gestaltungstipp: Abteilungsfeiern clever nutzen

Die Zwei-Veranstaltungs-Regel gilt pro Arbeitnehmer. Unternehmen mit mehreren Abteilungen können für jede Abteilung separate Feiern organisieren. Nimmt ein Mitarbeiter nur an den Feiern seiner eigenen Abteilung teil, können so faktisch mehr als zwei Veranstaltungen steuerfrei bleiben — solange die individuelle Teilnahme pro Mitarbeiter zwei Feiern nicht überschreitet.

  • Kalenderjahr als Bezugszeitraum (nicht Wirtschaftsjahr)
  • Veranstaltung muss allen Arbeitnehmern oder einer Abteilung offenstehen
  • Bei mehr als zwei Veranstaltungen: günstigste auswählen
  • Dokumentation der Teilnehmerlisten für Betriebsprüfung
  • Separate Erfassung für verschiedene Standorte oder Abteilungen möglich

Teilnehmerkreis und Dokumentationspflichten: Was Sie beachten müssen

Die steuerliche Anerkennung einer Betriebsfeier steht und fällt mit der korrekten Dokumentation. Die Finanzverwaltung verlangt einen Nachweis über die tatsächlichen Teilnehmer sowie die angefallenen Kosten. Dies gilt insbesondere seit den verschärften Prüfungsrichtlinien ab 2024, die durch digitale Betriebsprüfungen (§ 147 Abs. 6 AO) intensiviert wurden.

Wer darf an der Betriebsfeier teilnehmen?

Zulässige Teilnehmer

  • Alle aktiven Arbeitnehmer (auch Teilzeit, Minijobber)
  • Geschäftsführer mit Anstellungsvertrag
  • Auszubildende und Praktikanten
  • Leiharbeitnehmer (bei längerfristiger Beschäftigung)
  • Begleitpersonen (Ehepartner, Lebensgefährten)
  • Ehemalige Mitarbeiter (in angemessenem Rahmen)

Problematische Teilnehmer

  • Externe Geschäftspartner (führen zur Bewirtung)
  • Lieferanten und Kunden (keine Betriebsveranstaltung)
  • Gesellschafter ohne Anstellungsverhältnis
  • Freiberufliche Mitarbeiter ohne Dienstverhältnis
  • Überwiegend familienfremde Dritte

Bei Gesellschafter-Geschäftsführern einer GmbH ist die Teilnahme unproblematisch, sofern ein ordnungsgemäßer Anstellungsvertrag besteht und Gehalt über die Lohnabrechnung gezahlt wird. Kritisch wird es, wenn überwiegend Gesellschafter oder deren Familienangehörige teilnehmen — dann kann die Finanzverwaltung eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) nach § 8 Abs. 3 KStG annehmen.

Welche Unterlagen müssen Sie aufbewahren?

  • Teilnehmerliste mit Namen (keine anonyme Zählung ausreichend)
  • Einladungen und interne Kommunikation zur Veranstaltung
  • Rechnungen und Zahlungsbelege (Catering, Location, etc.)
  • Kalkulation der Pro-Kopf-Kosten
  • Bei Geschenken: separate Aufstellung mit Wert pro Person
  • Fotos oder andere Nachweise zum Charakter der Veranstaltung (optional, aber empfohlen)

Aufbewahrungsfrist beachten

Alle Unterlagen zu Betriebsveranstaltungen unterliegen der regulären Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren nach § 147 Abs. 3 AO. Bei Betriebsprüfungen werden diese Unterlagen regelmäßig angefordert. Fehlende oder unvollständige Dokumentation führt zur Schätzung durch das Finanzamt — meist zu Ungunsten des Steuerpflichtigen.

„Wir erleben immer wieder, dass Unternehmen bei Betriebsprüfungen keine lückenlose Teilnehmerliste vorlegen können. Das Finanzamt schätzt dann die Teilnehmerzahl niedriger ein, was die Pro-Kopf-Kosten erhöht und die Freigrenze überschreitet. Eine saubere Dokumentation von Anfang an spart viel Ärger.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Überschreitung der Freigrenze: Pauschalversteuerung und Alternativen

Wird die 110-Euro-Freigrenze überschritten, stehen dem Arbeitgeber grundsätzlich zwei Optionen offen: die individuelle Versteuerung über die Lohnabrechnung des jeweiligen Arbeitnehmers oder die Pauschalversteuerung nach § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EStG mit 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Individuelle Versteuerung über die Lohnabrechnung

Bei der individuellen Versteuerung wird der übersteigende Betrag (oder bei Überschreitung der gesamte Betrag) als geldwerter Vorteil in der Lohnabrechnung des Arbeitnehmers erfasst. Der Betrag unterliegt dann der Lohnsteuer nach der persönlichen Steuerklasse sowie Sozialversicherungsbeiträgen. Diese Variante führt zu unterschiedlichen Belastungen je nach Steuerklasse und Einkommenshöhe des Arbeitnehmers.

Nachteil: Die individuelle Versteuerung ist administrativ aufwendig, da für jeden Arbeitnehmer der geldwerte Vorteil ermittelt und in der Lohnabrechnung berücksichtigt werden muss. Zudem können sich Mitarbeiter benachteiligt fühlen, wenn sie aufgrund ihrer höheren Steuerklasse mehr zahlen müssen als Kollegen.

Pauschalversteuerung nach § 40 Abs. 2 EStG

Die Pauschalversteuerung ist für die meisten Unternehmen die praktikablere Lösung. Der Arbeitgeber übernimmt die Steuer pauschal mit 25 Prozent, gerechnet vom übersteigenden Betrag (oder vom Gesamtbetrag, falls die Freigrenze überschritten wird). Hinzu kommen 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf die Pauschalsteuer. Kirchensteuer fällt bei der Pauschalversteuerung von Betriebsveranstaltungen nicht an.

Rechenbeispiel Wert Anmerkung
Pro-Kopf-Kosten 130 € Freigrenze überschritten
Steuerpflichtiger Betrag 130 € gesamter Betrag (Freigrenze!)
Pauschalsteuer (25 %) 32,50 € pro Arbeitnehmer
Solidaritätszuschlag (5,5 %) 1,79 € auf die Pauschalsteuer
Gesamtbelastung pro Kopf 34,29 € trägt der Arbeitgeber
Bei 50 Arbeitnehmern 1.714,50 € Gesamtsteuerbelastung

Die Pauschalversteuerung ist endgültig — der Arbeitnehmer kann die Steuer nicht im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung geltend machen. Dafür entsteht keine Sozialversicherungspflicht, was die Lösung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer attraktiv macht.

Gestaltungstipp: Pauschalversteuerung als Planungsinstrument

Wenn Sie eine hochwertige Betriebsfeier planen und die Freigrenze bewusst überschreiten möchten, kalkulieren Sie die Pauschalsteuer von vornherein ein. Ein Pro-Kopf-Budget von z. B. 150 Euro mit Pauschalversteuerung kann wirtschaftlich sinnvoller sein als der Verzicht auf eine attraktive Veranstaltung.

Betriebsausgabenabzug und Vorsteuerabzug: Steuerliche Optimierung

Die Kosten einer Betriebsfeier sind nach § 4 Abs. 4 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben abzugsfähig — unabhängig davon, ob die 110-Euro-Freigrenze eingehalten wird oder eine Pauschalversteuerung erfolgt. Dies gilt für alle unmittelbar mit der Veranstaltung zusammenhängenden Aufwendungen: Catering, Location, Künstler, Dekoration, Transport.

Abgrenzung zu Bewirtungskosten nach § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG

Bewirtungskosten sind grundsätzlich nur zu 70 Prozent abzugsfähig (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG). Diese Abzugsbeschränkung gilt jedoch nicht für Betriebsveranstaltungen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Entscheidend ist, dass die Veranstaltung allen Arbeitnehmern oder einer bestimmten Betriebsabteilung offensteht und nicht überwiegend geschäftlichen Charakter hat.

Nehmen an der Feier jedoch auch externe Geschäftspartner oder Kunden teil, ist eine Aufteilung vorzunehmen: Die auf externe Personen entfallenden Kosten sind als Bewirtungskosten zu behandeln (70-prozentiger Abzug) und müssen separat dokumentiert werden.

Vorsteuerabzug nach § 15 UStG

Die in den Rechnungen für die Betriebsfeier ausgewiesene Umsatzsteuer ist nach § 15 Abs. 1 UStG grundsätzlich als Vorsteuer abziehbar. Dies gilt unabhängig davon, ob die 110-Euro-Freigrenze überschritten wird oder nicht. Voraussetzung ist, dass eine ordnungsgemäße Rechnung nach § 14 UStG vorliegt.

  • Catering und Bewirtung: 19 % bzw. 7 % Umsatzsteuer (je nach Art der Leistung)
  • Raummiete und Dekoration: 19 % Umsatzsteuer
  • Künstlerhonorare: ggf. Sonderregelungen beachten (§ 12 Abs. 2 Nr. 7 UStG)
  • Transportkosten: 19 % Umsatzsteuer, sofern nicht ermäßigter Satz greift

Vorsicht bei Kleinbetragsrechnungen

Bei Rechnungen bis 250 Euro (Kleinbetragsrechnungen nach § 33 UStDV) gelten vereinfachte Anforderungen. Dennoch muss die Umsatzsteuer ausgewiesen sein, um den Vorsteuerabzug geltend machen zu können. Achten Sie darauf, dass alle Belege ordnungsgemäß sind — bei Betriebsprüfungen werden diese besonders kritisch geprüft.

100 %

Betriebsausgabenabzug für Betriebsfeiern

70 %

Abzug bei Bewirtung Geschäftspartner

19 %

Regelsteuersatz für Vorsteuerabzug

Für GmbH-Geschäftsführer ist es ratsam, die steuerliche Behandlung von Betriebsfeiern gemeinsam mit dem Steuerberater im Vorfeld zu planen. Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte und dabei digitale Prozesse schätzt, findet auf OnlineBilanz.de Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen und direkter Abstimmung.

Verdeckte Gewinnausschüttung vermeiden: Risiken für Gesellschafter-Geschäftsführer

Für GmbH-Gesellschafter und Gesellschafter-Geschäftsführer besteht bei Betriebsfeiern ein besonderes Risiko: die verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) nach § 8 Abs. 3 KStG. Eine vGA liegt vor, wenn die Gesellschaft ihrem Gesellschafter einen Vermögensvorteil zuwendet, den ein fremder Dritter unter sonst gleichen Umständen nicht erhalten hätte. Die Konsequenzen sind erheblich: Nachversteuerung auf Gesellschaftsebene (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer) und beim Gesellschafter (Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag).

Wann droht eine verdeckte Gewinnausschüttung?

  • Betriebsfeier dient überwiegend dem privaten Interesse des Gesellschafters (z. B. Familienfeier unter dem Deckmantel einer Betriebsfeier)
  • Teilnehmerkreis besteht überwiegend aus Gesellschaftern und deren Angehörigen, nicht aus Arbeitnehmern
  • Unangemessen hohe Kosten, die nicht mehr im Rahmen üblicher Betriebsfeiern liegen
  • Feier findet in privaten Räumlichkeiten des Gesellschafters statt
  • Keine Einladung an alle Arbeitnehmer, sondern selektive Auswahl zugunsten der Gesellschafter

Die Rechtsprechung des BFH (z. B. Urteil vom 30.11.2011, Az. I R 90/10) stellt klar: Eine Betriebsveranstaltung muss dem Betriebsinteresse dienen, also der Förderung des Betriebsklimas und der Mitarbeiterbindung. Steht das private Interesse des Gesellschafters im Vordergrund, liegt keine betrieblich veranlasste Veranstaltung vor.

Wie Sie sich absichern: Der Fremdvergleich

Der sogenannte Fremdvergleich ist das zentrale Kriterium zur Vermeidung einer vGA. Fragen Sie sich: Würde ein fremder Geschäftsführer ohne Gesellschafterstellung unter gleichen Umständen dieselbe Leistung erhalten? Wenn ja, ist die Veranstaltung steuerlich unproblematisch. Konkret bedeutet das:

  • Alle Arbeitnehmer sind zur Betriebsfeier eingeladen (oder eine klar definierte Abteilung)
  • Die Kosten bewegen sich im branchenüblichen Rahmen (ca. 80–150 Euro pro Kopf)
  • Ort und Zeitpunkt der Veranstaltung sind betrieblich veranlasst, nicht privat motiviert
  • Gesellschafter nehmen nur als Arbeitnehmer teil, nicht als private Gastgeber
  • Dokumentation belegt den betrieblichen Anlass eindeutig

„Die Finanzverwaltung prüft bei Gesellschafter-Geschäftsführern besonders kritisch, ob Betriebsfeiern tatsächlich dem Betrieb oder dem privaten Umfeld dienen. Eine klare Trennung von betrieblicher und privater Sphäre ist entscheidend. Im Zweifel hilft eine vorherige Abstimmung mit dem Steuerberater, um kostspielige Nachforderungen zu vermeiden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Konsequenzen einer verdeckten Gewinnausschüttung

Ebene Steuerliche Folge Steuersatz 2026
GmbH (Gesellschaft) Nachversteuerung Körperschaftsteuer 15 % + 5,5 % SolZ
GmbH (Gesellschaft) Nachversteuerung Gewerbesteuer ca. 14–17 % (je nach Hebesatz)
Gesellschafter (privat) Kapitalertragsteuer 25 % + 5,5 % SolZ + ggf. KiSt
Gesellschafter (privat) Keine Anrechnung der KSt (Teileinkünfteverfahren) Abgeltungsteuer endgültig

In der Praxis kann eine als vGA eingestufte Betriebsfeier damit zu einer Gesamtsteuerbelastung von über 40 Prozent führen — zuzüglich Zinsen nach § 233a AO bei Nachzahlungen im Rahmen von Betriebsprüfungen.

Sonderfälle: Geschenke, Incentives und Jubiläumsfeiern

Neben klassischen Betriebsfeiern wie Weihnachts- oder Sommerfesten gibt es weitere Veranstaltungen und Zuwendungen, die steuerlich besondere Beachtung erfordern. Die Abgrenzung zwischen Betriebsveranstaltung, Sachzuwendung und Incentive ist in der Praxis häufig unklar — mit erheblichen steuerlichen Konsequenzen bei Fehleinschätzung.

Geschenke im Rahmen von Betriebsfeiern

Werden im Rahmen einer Betriebsfeier Geschenke an Mitarbeiter verteilt, sind diese getrennt von den Kosten der Betriebsfeier zu behandeln. Es gilt die Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro pro Monat nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG (Stand 2026: Erhöhung auf 50 Euro ab 2022, vorher 44 Euro). Geschenke bis zu diesem Wert bleiben steuer- und sozialversicherungsfrei, sofern sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden.

Werden jedoch Geschenke im Wert von über 50 Euro verteilt, ist der gesamte Wert (nicht nur der übersteigende Betrag) lohnsteuerpflichtig. Dies gilt auch, wenn die Geschenke während einer ansonsten steuerfreien Betriebsfeier übergeben werden. Die Kosten der Geschenke zählen nicht zu den Kosten der Betriebsveranstaltung im Sinne der 110-Euro-Freigrenze.

Steuerfreie Sachzuwendungen (bis 50 €/Monat)

  • Gutscheine für Tankstellen, Supermärkte
  • Sachgeschenke (z. B. Weinpräsente, Körbe)
  • Blumensträuße zu persönlichen Anlässen
  • Bücher und andere Sachleistungen

Steuerpflichtige Zuwendungen

  • Bargeld und Geldgeschenke
  • Gutscheine ohne konkrete Zweckbindung
  • Geschenke über 50 Euro Wert
  • Nutzungsüberlassung von Firmeneigentum

Incentive-Reisen und Teamevents

Incentive-Reisen und Teambuilding-Events sind keine Betriebsveranstaltungen im steuerlichen Sinne, wenn sie primär der Leistungsförderung oder Belohnung dienen. Hier greift die 110-Euro-Freigrenze nicht. Solche Veranstaltungen sind entweder als Arbeitslohn zu versteuern oder — wenn sie überwiegend im betrieblichen Interesse liegen (z. B. Fortbildungscharakter) — als Betriebsausgaben ohne Lohnsteuerpflicht.

Die Abgrenzung erfolgt anhand des Schwerpunkts der Veranstaltung: Liegt der Fokus auf Schulung, Training oder betriebsnotwendiger Kommunikation, ist keine Versteuerung erforderlich. Überwiegt hingegen der Freizeit- und Erholungscharakter, entsteht geldwerter Vorteil.

Jubiläumsfeiern: Betriebsjubiläum vs. persönliches Jubiläum

Jubiläumsfeiern anlässlich eines Firmenjubiläums (z. B. 25 Jahre Unternehmensbestehen) sind als Betriebsveranstaltungen anerkannt, sofern alle Arbeitnehmer eingeladen sind. Hier gilt die 110-Euro-Freigrenze wie bei anderen Betriebsfeiern.

Anders sieht es bei persönlichen Jubiläen einzelner Mitarbeiter aus (z. B. 25-jähriges Dienstjubiläum). Geschenke und Feiern zu diesem Anlass können nach R 19.6 LStR unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei bleiben, wenn sie anlässlich eines besonderen persönlichen Ereignisses erfolgen und im Rahmen des Üblichen liegen. Die Grenze liegt hier bei etwa 60 Euro für Sachzuwendungen.

Praxistipp: Kombination von Freibeträgen

Geschenke im Rahmen einer Betriebsfeier können mit der monatlichen Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro kombiniert werden — vorausgesetzt, diese wurde im betreffenden Monat noch nicht ausgeschöpft. So lässt sich ein Präsent im Rahmen der Weihnachtsfeier steuerfrei übergeben.

Vorsicht bei kombinierten Veranstaltungen

Wird eine Betriebsfeier mit einem Incentive oder einer Reise kombiniert, ist eine klare Trennung der Kostenblöcke erforderlich. Andernfalls kann die gesamte Veranstaltung als steuerpflichtiger geldwerter Vorteil eingestuft werden. Eine vorherige steuerliche Beratung ist hier dringend empfohlen.

Checkliste und Best Practices: So setzen Sie Betriebsfeiern rechtskonform ab

Die steuerlich korrekte Abrechnung einer Betriebsfeier erfordert sorgfältige Planung, präzise Dokumentation und Kenntnis der aktuellen rechtlichen Vorgaben. Die folgende Checkliste fasst die wichtigsten Punkte zusammen, die Geschäftsführer und Verantwortliche in GmbH und UG beachten sollten, um Risiken zu minimieren und Steuervorteile optimal zu nutzen.

Checkliste: Vor der Betriebsfeier

  • Budget festlegen und Pro-Kopf-Kosten kalkulieren (inkl. 19 % USt)
  • Teilnehmerkreis definieren: alle Arbeitnehmer oder bestimmte Abteilung?
  • Prüfen, ob bereits eine oder zwei Betriebsveranstaltungen im Kalenderjahr stattgefunden haben
  • Einladungen dokumentieren (E-Mail, Aushang, Intranet)
  • Angebote von Dienstleistern einholen und Rechnungsstellung sicherstellen
  • Bei geplanter Überschreitung der 110-Euro-Freigrenze: Pauschalversteuerung einkalkulieren
  • Gesellschafter-Geschäftsführer: Fremdvergleich prüfen, um vGA-Risiko auszuschließen

Checkliste: Während und nach der Betriebsfeier

  • Teilnehmerliste führen (Namen, Begleitpersonen)
  • Fotos oder sonstige Nachweise zum Charakter der Veranstaltung anfertigen
  • Alle Rechnungen sammeln und auf ordnungsgemäßen Ausweis der Umsatzsteuer achten
  • Pro-Kopf-Kosten exakt berechnen (Gesamtkosten / Anzahl Teilnehmer)
  • Bei Überschreitung: Pauschalversteuerung in der Lohnbuchhaltung veranlassen
  • Geschenke separat erfassen und mit Sachbezugsfreigrenze abgleichen
  • Alle Unterlagen zehn Jahre aufbewahren (§ 147 Abs. 3 AO)

Best Practices aus der Steuerberaterpraxis

Planung

Betriebsfeiern im Jahresverlauf strategisch planen: zwei Veranstaltungen mit je 110 Euro sind steuerlich günstiger als eine große Feier mit Überschreitung.

Dokumentation

Digitale Teilnehmerlisten (z. B. über Anmeldetool) erleichtern die Dokumentation und machen die Anzahl der Teilnehmer für Betriebsprüfungen nachvollziehbar.

Kommunikation

Transparente Kommunikation an alle Mitarbeiter: Einladung muss allen offenstehen. Vermeiden Sie den Eindruck, dass nur bestimmte Personen bevorzugt werden.

„Aus der täglichen Zusammenarbeit mit Mandanten wissen wir: Die meisten Probleme bei Betriebsfeiern entstehen nicht aus böser Absicht, sondern aus Unwissenheit oder unvollständiger Dokumentation. Wer von Anfang an sauber arbeitet, hat bei Betriebsprüfungen nichts zu befürchten.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Fehler Folge Lösung
Keine Teilnehmerliste Finanzamt schätzt Teilnehmerzahl niedriger → höhere Pro-Kopf-Kosten Teilnehmerliste mit Namen führen
Begleitpersonen nicht eingerechnet Pro-Kopf-Kosten zu hoch kalkuliert → unnötige Versteuerung Alle Teilnehmer (inkl. Begleitpersonen) einbeziehen
Geschenke nicht separat erfasst Gesamtkosten überschreiten Freigrenze Geschenke getrennt dokumentieren (Sachbezugsfreigrenze)
Mehr als zwei Veranstaltungen ohne Planung Dritte Veranstaltung voll steuerpflichtig Jahresplanung: max. zwei Veranstaltungen pro Arbeitnehmer
Externe Gäste ohne Aufteilung Gesamtveranstaltung als Bewirtung (70 % Abzug) Kosten für Externe separat ausweisen
Fehlende Rechnungen oder Belege Betriebsausgaben nicht anerkannt Alle Belege ordnungsgemäß aufbewahren (10 Jahre)

Die steueroptimale Gestaltung von Betriebsfeiern ist ein Beispiel für legale Steuergestaltung, die Unternehmen nutzen sollten. Wer die Regelungen kennt und sauber dokumentiert, spart nicht nur Steuern, sondern vermeidet auch Risiken bei Betriebsprüfungen. Geschäftsführer, die ihre Buchhaltung und den Jahresabschluss professionell aufstellen möchten, finden auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen — ohne Wartezeiten und mit direkter Abstimmung.

Häufig gestellte Fragen

Zählen Betriebsausflüge und Weihnachtsfeiern beide zu den zwei steuerfreien Veranstaltungen?

Ja. Die Finanzverwaltung unterscheidet nicht nach Art der Veranstaltung. Ob Sommerfest, Weihnachtsfeier oder Betriebsausflug – jede Veranstaltung, die den Rahmen einer Betriebsveranstaltung nach R 19.5 LStR erfüllt, zählt. Pro Kalenderjahr sind maximal zwei Veranstaltungen begünstigt; ab der dritten ist die 110-Euro-Freigrenze nicht mehr anwendbar.

Kann ich die 110-Euro-Freigrenze auch bei virtuellen oder hybriden Betriebsfeiern nutzen?

Ja, auch virtuelle oder hybride Veranstaltungen können begünstigt sein, sofern sie allen Mitarbeitern offenstehen und überwiegend geselligen Charakter haben. Die Kosten (z. B. Care-Pakete, Streaming-Plattform, Moderator) sind pro Teilnehmer zu ermitteln und unterliegen derselben 110-Euro-Grenze. Wichtig: Die Dokumentation muss Teilnehmerliste, Rechnungen und Veranstaltungskonzept umfassen.

Was passiert, wenn ich die dritte Betriebsfeier im Jahr durchführe?

Ab der dritten Veranstaltung im Kalenderjahr entfällt die Steuerbefreiung nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG vollständig. Der gesamte geldwerte Vorteil ist als Arbeitslohn zu versteuern – eine Pauschalversteuerung nach § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 EStG ist dann nicht möglich. Betriebsausgabenabzug und Vorsteuerabzug bleiben jedoch erhalten.

Darf ich bei einer Betriebsfeier nur bestimmte Abteilungen einladen, ohne die Steuerfreiheit zu gefährden?

Ja, sofern die Abteilung eine hinreichend große betriebliche Einheit bildet. Nach R 19.5 Abs. 2 LStR können auch Teilbereiche (z. B. Standort, Niederlassung, Kostenstelle) eine begünstigte Veranstaltung durchführen. Entscheidend ist, dass innerhalb dieser Einheit alle Mitarbeiter – unabhängig von Hierarchie oder Entgelt – eingeladen werden.

Kann ich die Kosten für Begleitpersonen (Ehepartner) steuerlich geltend machen?

Begleitpersonen (z. B. Ehepartner, Lebenspartner) dürfen teilnehmen; ihre Kosten werden dem jeweiligen Arbeitnehmer zugerechnet. Das erhöht den individuellen Aufwand pro Mitarbeiter und kann dazu führen, dass die 110-Euro-Grenze überschritten wird. In diesem Fall ist der Mehrbetrag als Arbeitslohn zu erfassen oder pauschal zu versteuern. Betriebsausgabenabzug ist für Begleitpersonen-Kosten uneingeschränkt möglich.

Muss ich die 110-Euro-Grenze netto oder brutto betrachten?

Die 110-Euro-Freigrenze bezieht sich auf den Bruttobetrag inklusive Umsatzsteuer. Alle Aufwendungen – Catering, Location, Unterhaltung, Fahrtkosten – sind mit ihrem Bruttowert anzusetzen und durch die Teilnehmerzahl zu teilen. Nur wenn dieser Pro-Kopf-Betrag 110 Euro nicht übersteigt, bleibt die Veranstaltung steuerfrei.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 19 EStG (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit), § 40 EStG (Pauschalierung der Lohnsteuer), Lohnsteuer-Richtlinien (LStR) R 19.5, § 8 EStG (Einnahmen). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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