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Lesedauer

12–19 Minuten

OnlineBilanzBlogBau-Lohnabrechnung

Bauunternehmen Lohnabrechnung 2026: Pflichten & Praxis

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Lohnabrechnung im Bauunternehmen gehört zu den komplexesten Bereichen der Lohnbuchhaltung: SOKA-BAU-Beiträge, branchenspezifische Tarifverträge, Winterbeschäftigungs-Umlage und umfassende Dokumentationspflichten nach § 17 MiLoG und § 8 SchwarzArbG erfordern präzise Fachkenntnis. Dieser Artikel erläutert die rechtlichen und abrechnungstechnischen Besonderheiten der Bau-Lohnabrechnung 2026 – von der korrekten Berechnung der Sozialkassenbeiträge bis zur bilanziellen Erfassung der Lohnkosten nach HGB.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Die Lohnabrechnung für Bauunternehmen ist durch SOKA-BAU-Beiträge, branchenspezifische Mindest- und Tariflöhne, Winterbeschäftigungs-Umlage sowie strenge Dokumentationspflichten nach § 17 MiLoG und § 8 SchwarzArbG geprägt. Hinzu kommen besondere Anforderungen bei der Entsendung ausländischer Arbeitnehmer und die bilanzielle Erfassung nach § 266 HGB. Digitale Lohnabrechnungssoftware mit Bau-Spezialmodulen erleichtert die Einhaltung aller Vorgaben.

Welche Besonderheiten gelten für die Lohnabrechnung im Bauunternehmen?

Die Lohnabrechnung im Baugewerbe unterscheidet sich erheblich von anderen Branchen. Neben den üblichen lohnsteuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Anforderungen müssen Bauunternehmen spezifische Regelungen der Sozialkasse des Baugewerbes (SOKA-BAU), tarifvertragliche Besonderheiten sowie die Vorgaben des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (AEntG) beachten. Diese Komplexität erfordert sowohl bei GmbH-Geschäftsführern als auch in der Buchhaltung fundiertes Spezialwissen.

Zentrale Pflichten in der Bau-Lohnabrechnung

  • SOKA-BAU-Beiträge: Obligatorische Abführung von Beiträgen zur Sozialkasse für Urlaub, Altersvorsorge und Berufsbildung gemäß Tarifvertrag
  • Mindestlohn- und Tariflohnpflicht: Einhaltung der branchenspezifischen Mindestlöhne nach AEntG und den einschlägigen Bautarifverträgen
  • Winterbeschäftigungs-Umlage: Ausgleichskasse für Saison-Kurzarbeitergeld (SaisonKuG) nach § 101 SGB III
  • Elektronische Lohnmeldungen: Besondere Meldepflichten bei Entsendung, geringfügiger Beschäftigung und gewerblichen Arbeitnehmern
  • Dokumentationspflichten: Aufzeichnungspflichten nach Mindestlohngesetz (MiLoG) und Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG)

Praxis-Hinweis

Bauunternehmen müssen sämtliche Arbeitszeitnachweise für mindestens zwei Jahre aufbewahren und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) auf Verlangen vorlegen. Verstöße können zu empfindlichen Bußgeldern führen und die Vergabe öffentlicher Aufträge gefährden.

Die korrekte Abwicklung dieser Pflichten ist nicht nur aus arbeitsrechtlicher, sondern auch aus bilanzrechtlicher Sicht relevant: Fehlerhafte Lohnabrechnung führt zu Nachzahlungen, die sich als Verbindlichkeiten in der Bilanz nach § 266 Abs. 3 HGB niederschlagen und die Eigenkapitalquote verschlechtern können.

Wie werden SOKA-BAU-Beiträge korrekt berechnet und verbucht?

Die Sozialkasse des Baugewerbes (SOKA-BAU) verwaltet tarifvertragliche Ansprüche der Arbeitnehmer im Bauhauptgewerbe und baunahen Gewerken. Arbeitgeber sind verpflichtet, monatlich Beiträge für Urlaubskasse, Zusatzversorgungskasse und Berufsbildung abzuführen. Die Beitragssätze werden jährlich durch die Tarifparteien festgelegt und variieren je nach gewerblichem oder kaufmännischem Arbeitnehmer.

Beitragspflichtige Entgeltbestandteile

  • Bruttolohn inkl. Zuschläge für Überstunden, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit
  • Zulagen (z. B. Schmutz-, Erschwernis-, Gefahrenzulagen)
  • Prämien und vermögenswirksame Leistungen
  • Sachbezüge (z. B. Unterkunft, Verpflegung nach Sachbezugswerten 2026)
Beitragsart Beitragssatz 2026 (gewerblich) Fälligkeit
Urlaubskasse ca. 16,2 % (Richtwert) monatlich bis 15. des Folgemonats
Zusatzversorgungskasse ca. 2,0 % monatlich bis 15. des Folgemonats
Berufsbildung ca. 0,35 % monatlich bis 15. des Folgemonats
Winterbeschäftigungs-Umlage ca. 0,40 % monatlich bis 15. des Folgemonats

Wichtig

Die konkreten Beitragssätze ändern sich jährlich. Für 2026 sollten die aktuellen Tarifverträge und SOKA-BAU-Rundschreiben konsultiert werden. Falsche Beitragssätze führen zu Nachforderungen und ggf. Säumniszuschlägen.

Buchhalterische Erfassung

SOKA-BAU-Beiträge werden als Personalnebenkosten erfasst und erhöhen die Aufwendungen in der GuV (§ 275 HGB). Die Verbindlichkeit gegenüber SOKA-BAU ist unter den sonstigen Verbindlichkeiten (§ 266 Abs. 3 C Nr. 3 HGB) auszuweisen. Bei verspäteter Zahlung entstehen Zinsen und Mahngebühren, die ebenfalls ertragswirksam zu buchen sind. Wer die Lohnabrechnung nicht selbst durchführen möchte, kann auf spezialisierte Steuerberater zurückgreifen — etwa über digitale Plattformen wie OnlineBilanz.de, die Festpreis-Steuerberater-Leistungen für Bauunternehmen anbieten.

Welche Mindestlohn- und Tariflohnpflichten gelten im Baugewerbe?

Das Baugewerbe ist eine der wenigen Branchen, in denen neben dem gesetzlichen Mindestlohn nach § 1 MiLoG auch branchenspezifische Mindestlöhne gelten, die über das Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) für allgemeinverbindlich erklärt wurden. Diese Regelungen betreffen sowohl inländische als auch entsandte ausländische Arbeitnehmer und sind zwingend einzuhalten.

Aktuelle Mindestlöhne Bau 2026

Lohngruppe West (ab 01.01.2026) Ost (ab 01.01.2026)
Ungelernte Arbeiter ca. 13,50 € (Richtwert) ca. 13,25 € (Richtwert)
Facharbeiter (Lohngruppe 2) ca. 16,85 € ca. 16,50 €
Vorarbeiter, Poliere ca. 19,50 € ca. 19,00 €

Die konkreten Stundenlöhne werden durch die Tarifverträge zwischen IG BAU und dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) sowie dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) festgelegt. Abweichungen nach unten sind — selbst bei Einverständnis des Arbeitnehmers — unwirksam.

„Viele Bauunternehmen unterschätzen, dass auch Subunternehmer und ausländische Nachunternehmer an die deutschen Bau-Mindestlöhne gebunden sind. Bei Prüfungen durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit haftet der Generalunternehmer gesamtschuldnerisch für Lohnrückstände der Nachunternehmer — ein erhebliches Risiko.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Folgen von Verstößen

  • Bußgelder: Bis 500.000 € nach § 21 MiLoG bzw. § 23 AEntG
  • Nachforderungen: Arbeitnehmer können Lohndifferenzen rückwirkend geltend machen (§ 611a BGB)
  • Ausschluss von öffentlichen Aufträgen: Bei schweren Verstößen Sperrung nach § 21 SchwarzArbG
  • Haftung bei Subunternehmerketten: Gesamtschuldnerische Haftung des Auftraggebers für Mindestlohn (§ 13 AEntG, § 14 SchwarzArbG)

Aus bilanzrechtlicher Sicht können Nachforderungen als ungewisse Verbindlichkeiten (Rückstellungen) nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB zu passivieren sein, wenn eine Prüfung durch die FKS läuft oder konkrete Hinweise auf Lohnrückstände vorliegen.

Welche Dokumentationspflichten bestehen zur Schwarzarbeitsbekämpfung?

Das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG) und das Mindestlohngesetz (MiLoG) verpflichten Bauunternehmen zu umfassenden Aufzeichnungen über Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit. Diese Pflicht gilt für alle gewerblichen Arbeitnehmer — unabhängig davon, ob sie Vollzeit, Teilzeit oder geringfügig beschäftigt sind.

Inhalt und Form der Aufzeichnungen

  • Name, Vorname und Geburtsdatum des Arbeitnehmers
  • Personalausweisnummer oder Sozialversicherungsnummer
  • Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit (auf die Viertelstunde genau)
  • Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden pro Tag
  • Datum und Unterschrift des Arbeitnehmers (empfohlen, nicht zwingend)
  • Aufbewahrung für mindestens zwei Jahre nach § 17 MiLoG

Die Aufzeichnungen müssen spätestens bis zum Ablauf des siebten Kalendertages nach Erbringung der Arbeitsleistung vorliegen. Elektronische Zeiterfassungssysteme sind zulässig, müssen aber manipulationssicher sein und nachträglich nicht veränderbar.

Prüfungspraxis FKS

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit führt unangekündigte Baustellenkontrollen durch. Fehlen die Arbeitszeitnachweise oder sind diese unvollständig, drohen Bußgelder ab 1.000 € pro betroffenem Arbeitnehmer. Bei systematischen Verstößen können auch strafrechtliche Konsequenzen (Sozialversicherungsbetrug, Steuerhinterziehung) folgen.

Integration in die Lohnbuchhaltung

Die Arbeitszeitdokumentation ist Grundlage für die monatliche Lohnabrechnung. Abweichungen zwischen aufgezeichneten Stunden und abgerechneten Stunden können bei Prüfungen zu Nachforderungen führen. Die Buchhaltung sollte sicherstellen, dass nur tatsächlich dokumentierte Zeiten abgerechnet und in der GuV als Personalaufwand nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB erfasst werden. Steuerberater, die auf Bauunternehmen spezialisiert sind, unterstützen bei der Implementierung rechtssicherer Zeiterfassungssysteme — solche Expertise bieten etwa die Steuerberater von OnlineBilanz.de im Rahmen ihrer digitalen Beratungsleistungen.

Wie funktioniert die Winterbeschäftigungs-Umlage und das Saison-Kurzarbeitergeld?

Das Baugewerbe ist besonders von witterungsbedingten Arbeitsausfällen betroffen. Um Entlassungen während der Wintermonate zu vermeiden, existiert ein spezielles Instrument: das Saison-Kurzarbeitergeld (SaisonKuG) nach § 101 SGB III. Finanziert wird es über die Winterbeschäftigungs-Umlage, die Arbeitgeber an die Bundesagentur für Arbeit abführen.

Winterbeschäftigungs-Umlage

  • Beitragspflichtig: alle gewerblichen Arbeitnehmer
  • Bemessungsgrundlage: Bruttolohn bis zur Beitragsbemessungsgrenze
  • Meldung: über die monatliche SV-Meldung (DEÜV)

Saison-Kurzarbeitergeld

  • Höhe: 60 % (ohne Kinder) bzw. 67 % (mit Kindern) des Netto-Entgelts
  • Voraussetzung: unvermeidbarer Arbeitsausfall durch Witterung
  • Antrag: durch Arbeitgeber bei der Agentur für Arbeit

Zusätzliche Arbeitgeberpflichten im Winter

  • Mehraufwands-Wintergeld: Tariflicher Zuschuss zum SaisonKuG, ca. 2,50 € pro Ausfallstunde (je nach Tarifgebiet)
  • Zuschuss-Wintergeld: Zusätzliche freiwillige Leistung bei tatsächlicher Weiterbeschäftigung trotz Schlechtwetter
  • Erstattungsverfahren: Arbeitgeber zahlen zunächst vor, Erstattung erfolgt durch die Bundesagentur für Arbeit nach Antragstellung

„Die korrekte Abwicklung des Saison-Kurzarbeitergeldes erfordert enge Abstimmung zwischen Bauleitung, Lohnbuchhaltung und Steuerberater. Fehler bei der Antragsstellung können dazu führen, dass Erstattungsansprüche verloren gehen — das belastet die Liquidität erheblich.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

In der Buchhaltung werden Vorauszahlungen an Arbeitnehmer zunächst als Forderungen gegen die Bundesagentur für Arbeit aktiviert (§ 266 Abs. 2 B II Nr. 4 HGB). Nach Eingang der Erstattung werden diese aufgelöst. Bleibt die Erstattung aus, ist eine Wertberichtigung (§ 253 Abs. 4 HGB) oder vollständige Abschreibung erforderlich.

Was ist bei der Entsendung ausländischer Arbeitnehmer zu beachten?

Bauunternehmen setzen häufig ausländische Arbeitnehmer ein — entweder über eigene Niederlassungen im Ausland oder durch Subunternehmer aus dem EU-Ausland. In beiden Fällen gelten strenge Melde-, Dokumentations- und Lohnpflichten nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) und der EU-Entsenderichtlinie.

Zentrale Pflichten bei Entsendung

  • A1-Bescheinigung: Nachweis über anwendbares Sozialversicherungsrecht (Herkunftsland oder Deutschland)
  • Meldepflicht an die Zollverwaltung: spätestens bei Arbeitsaufnahme (elektronisch über ELBA-Portal)
  • Bereithalten deutscher Lohnunterlagen: am Arbeitsort oder bei einem inländischen Empfangsbevollmächtigten
  • Einhaltung deutscher Mindestlöhne: auch wenn Arbeitsvertrag nach ausländischem Recht geschlossen wurde
  • Arbeitszeitdokumentation: wie bei inländischen Arbeitnehmern nach MiLoG und SchwarzArbG

Empfangsbevollmächtigter

Ausländische Arbeitgeber müssen einen inländischen Empfangsbevollmächtigten benennen, der Unterlagen bereithält und als Ansprechpartner für Behörden dient. Dies kann eine natürliche Person, eine Anwaltskanzlei oder auch ein Steuerberater sein.

Sozialversicherung und Besteuerung

Ob entsandte Arbeitnehmer in Deutschland sozialversicherungspflichtig sind, hängt von der Dauer der Entsendung und dem Herkunftsland ab. Innerhalb der EU gelten die Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 und 987/2009. Eine A1-Bescheinigung bestätigt, dass weiterhin das Sozialversicherungsrecht des Entsendestaats gilt. Fehlt diese, besteht volle Sozialversicherungspflicht in Deutschland — inklusive Nachzahlung sämtlicher Beiträge.

Steuerlich unterliegen entsandte Arbeitnehmer der beschränkten Steuerpflicht nach § 1 Abs. 4 EStG, wenn sie in Deutschland tätig sind. Der ausländische Arbeitgeber muss in diesen Fällen einen steuerlichen Vertreter nach § 39d EStG benennen oder selbst ein Lohnsteuerabzugsverfahren durchführen. Bei kurzzeitigen Einsätzen (unter 183 Tage) kann ggf. ein Doppelbesteuerungsabkommen greifen.

Haftungsrisiko Generalunternehmer

Nach § 14 SchwarzArbG und § 28e SGB IV haftet der inländische Auftraggeber (Generalunternehmer) gesamtschuldnerisch für nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge und Mindestlöhne seiner Subunternehmer. Eine sorgfältige Prüfung und vertragliche Absicherung ist daher unerlässlich.

Die komplexe Materie der Entsendung erfordert spezialisierte steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Beratung. Steuerberater mit Schwerpunkt Baugewerbe — wie sie etwa über OnlineBilanz.de zu Festpreisen verfügbar sind — unterstützen bei der rechtssicheren Abwicklung und Vermeidung von Haftungsrisiken.

Welche Rolle spielen Digitalisierung und Software in der Bau-Lohnabrechnung?

Die Komplexität der Lohnabrechnung im Baugewerbe erfordert professionelle Softwarelösungen, die branchenspezifische Anforderungen abbilden können. Neben der reinen Entgeltabrechnung müssen SOKA-BAU-Meldungen, Zeiterfassung, Winterbeschäftigungs-Umlage und Entsendungsmeldungen integriert werden. Moderne Lohnsoftware reduziert Fehlerquellen und beschleunigt Prozesse erheblich.

Anforderungen an Bau-Lohnsoftware

  • SOKA-BAU-Integration: Automatische Berechnung und Übermittlung der Beiträge, Import von Beitragssätzen
  • Zeiterfassung: Mobile Apps für Baustellen, GPS-Tracking (optional), Export für FKS-Prüfungen
  • DEÜV-Meldungen: Automatische Erstellung und Übermittlung an Krankenkassen und Unfallversicherung
  • Winterbeschäftigungs-Abrechnung: Berechnung SaisonKuG, Mehraufwands- und Zuschuss-Wintergeld
  • Entsendungsmeldungen: Schnittstelle zum ELBA-Portal der Zollverwaltung
  • Revisionssichere Archivierung: GoBD-konforme Aufbewahrung aller Lohnunterlagen

95 %

der Bauunternehmen nutzen digitale Zeiterfassung

40 %

Zeitersparnis durch automatisierte SOKA-BAU-Meldungen

< 1 %

Fehlerquote bei softwaregestützter Lohnabrechnung

Outsourcing an Steuerberater oder Lohnbüro

Viele Bauunternehmen lagern die Lohnabrechnung vollständig an spezialisierte Steuerberater oder Lohnbüros aus. Dies reduziert nicht nur den internen Aufwand, sondern minimiert auch Haftungsrisiken: Ein erfahrener Steuerberater kennt aktuelle Rechtsentwicklungen, Beitragssätze und Meldefristen. Fehler bei SOKA-BAU-Meldungen, Mindestlöhnen oder Entsendungsdokumentationen werden so vermieden.

„Die Lohnabrechnung im Bau ist eine der komplexesten in Deutschland. Wer hier auf Eigenregie setzt, riskiert teure Fehler. Unsere Steuerberater prüfen jeden Monat die Beitragssätze, Tarifänderungen und Meldepflichten — das gibt unseren Mandanten Sicherheit und Zeit für ihr Kerngeschäft.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Moderne Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz.de bieten Lohnabrechnung als digitale Dienstleistung zu transparenten Festpreisen an. Die Schnittstellen zu gängiger Bau-Software (z. B. DATEV, Lexware, RZL) ermöglichen eine nahtlose Integration in die bestehende Buchhaltung. Die Zeitdaten werden digital übermittelt, die fertigen Lohnabrechnungen und Meldungen automatisch zurückgespielt.

Wie werden Lohnkosten und Lohnverbindlichkeiten in der Bilanz erfasst?

Die ordnungsgemäße bilanzielle Erfassung von Lohnkosten und Lohnverbindlichkeiten ist für GmbH-Geschäftsführer und Buchhalter im Baugewerbe von zentraler Bedeutung. Personalaufwendungen stellen in der Regel den größten Kostenblock dar und beeinflussen sowohl die GuV nach § 275 HGB als auch die Bilanzstruktur nach § 266 HGB erheblich.

Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung

Nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB sind Personalaufwendungen gesondert auszuweisen. Diese gliedern sich in:

  • a) Löhne und Gehälter: Bruttolöhne inklusive aller Zuschläge, Prämien und Sachbezüge
  • b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung: Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, SOKA-BAU-Beiträge, Winterbeschäftigungs-Umlage, Berufsgenossenschaft, betriebliche Altersvorsorge

Die Zuordnung muss klar getrennt erfolgen. SOKA-BAU-Beiträge, Winterbeschäftigungs-Umlage und Berufsgenossenschaftsbeiträge fallen unter die sozialen Abgaben (b), nicht unter Löhne und Gehälter (a).

Ausweis in der Bilanz (Passivseite)

Position Bilanzposten nach § 266 HGB Beispiele
Lohnverbindlichkeiten C. Verbindlichkeiten Nr. 3 (sonstige Verbindlichkeiten) Noch nicht ausgezahlte Nettolöhne zum Bilanzstichtag
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern C. Verbindlichkeiten Nr. 3 Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile zur SV, fällig bis 15. des Folgemonats
Verbindlichkeiten gegenüber SOKA-BAU C. Verbindlichkeiten Nr. 3 Urlaubs-, Zusatzversorgungs-, Berufsbildungs- und Winterbeschäftigungsbeiträge
Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer C. Verbindlichkeiten Nr. 3 Einbehaltene Lohnsteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag

Alle Lohnverbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag (z. B. 31.12.2025) bereits entstanden, aber noch nicht bezahlt sind, müssen passiviert werden. Dies gilt auch dann, wenn die Zahlung erst im Januar 2026 fällig wird (§ 246 Abs. 1 HGB — Vollständigkeitsgrundsatz).

Rückstellungen für ungewisse Lohnverbindlichkeiten

In bestimmten Fällen sind Rückstellungen nach § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB zu bilden:

  • Urlaubsrückstellungen: Ansprüche auf nicht genommenen Urlaub, bewertet mit Bruttolohn plus Arbeitgeberanteil SV
  • Überstundenrückstellungen: Guthabenstunden auf Arbeitszeitkonten
  • Tantiemen und variable Vergütungen: Wenn wirtschaftlich im alten Jahr verursacht
  • Drohende Nachforderungen aus Betriebsprüfungen: Bei laufenden FKS-Prüfungen oder erkannten Lohnfehlern

Praxis-Tipp

Urlaubsansprüche im Baugewerbe werden über SOKA-BAU abgegolten — dennoch kann eine Rückstellung notwendig sein, wenn zusätzliche tarifliche Ansprüche (z. B. Übertarifzahlungen) bestehen oder nicht alle Arbeitnehmer unter SOKA-BAU fallen (z. B. kaufmännische Angestellte).

Die korrekte Abgrenzung und Bewertung von Lohnverbindlichkeiten und Rückstellungen ist essenziell für einen den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Jahresabschluss. Steuerberater prüfen im Rahmen der Jahresabschlusserstellung, ob alle Verbindlichkeiten und Rückstellungen vollständig erfasst sind — ein Service, den etwa die Steuerberater von OnlineBilanz.de bei der Festpreis-Jahresabschlusserstellung standardmäßig erbringen.

Häufig gestellte Fragen

Muss jedes Bauunternehmen bei SOKA-BAU Mitglied sein?

Ja, grundsätzlich sind alle gewerblichen Arbeitgeber im Baugewerbe nach dem Tarifvertragsgesetz (TVG) und dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) verpflichtet, die SOKA-BAU-Beiträge zu zahlen – unabhängig von einer Tarifbindung. Die Pflicht zur Mitgliedschaft gilt auch für Betriebe, die nicht dem Arbeitgeberverband angehören, sofern sie unter den Geltungsbereich des Bautarifvertrags fallen.

Welche Fristen gelten für die Meldung und Zahlung der SOKA-BAU-Beiträge?

Die SOKA-BAU-Beiträge sind quartalsweise zu melden und zu zahlen. Die Meldefristen enden jeweils am 15. des auf das Quartal folgenden Monats (z. B. 15. April für das erste Quartal). Verspätete oder fehlerhafte Meldungen können zu Säumniszuschlägen und Nachforderungen führen. Eine fristgerechte und korrekte Abrechnung ist daher essentiell.

Können Bauunternehmen mit ausschließlich kaufmännischen Angestellten von SOKA-BAU befreit werden?

Beschäftigt ein Bauunternehmen ausschließlich kaufmännische oder technische Angestellte, die nicht im gewerblichen Baubereich tätig sind, kann unter Umständen eine Befreiung von der SOKA-BAU-Pflicht beantragt werden. Die Abgrenzung ist jedoch im Einzelfall zu prüfen; reine Verwaltungstätigkeiten ohne direkten Bezug zur Bauausführung können befreiungsfähig sein.

Was passiert bei Verstößen gegen die Mindestlohnpflicht im Baugewerbe?

Verstöße gegen die Mindestlohnpflicht nach MiLoG oder die branchenspezifischen Tariflöhne können Bußgelder bis zu 500.000 Euro nach sich ziehen. Zudem haften Generalunternehmer nach § 14 AEntG gesamtschuldnerisch für Nachforderungen ihrer Subunternehmer. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) der Zollverwaltung führt regelmäßig Prüfungen durch.

Wie lange müssen Lohnabrechnungsunterlagen im Bauunternehmen aufbewahrt werden?

Nach § 257 HGB und § 147 AO beträgt die allgemeine Aufbewahrungsfrist für Lohnabrechnungsunterlagen sechs Jahre. Im Baugewerbe gelten jedoch zusätzliche Dokumentationspflichten nach § 17 MiLoG und § 8 SchwarzArbG: Arbeitszeitnachweise sind mindestens zwei Jahre, bei grenzüberschreitender Entsendung bis zu fünf Jahre aufzubewahren.

Welche Rolle spielt der Steuerberater bei der Bau-Lohnabrechnung?

Ein Steuerberater mit Bau-Erfahrung übernimmt nicht nur die monatliche Lohnabrechnung, sondern prüft auch die korrekte SOKA-BAU-Meldung, Einhaltung der Mindestlohnpflichten, Winterumlage-Berechnung und bilanzielle Verbuchung. Bei OnlineBilanz.de koordinieren Steuerberater die Lohnbuchhaltung digital – mit transparenten Festpreisen und ohne Wartezeiten.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Mindestlohngesetz (MiLoG), Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG), Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG), Handelsgesetzbuch (HGB). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

Weiterführend: Bauunternehmen Kassenbuch 2026: Pflichten & Praxis

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Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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