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Datum

Lesedauer

16–24 Minuten

OnlineBilanzBlogBauunternehmen Gewerbesteuer

Bauunternehmen Gewerbesteuer 2026: Berechnung & Optimierung

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Gewerbesteuer stellt für Bauunternehmen eine zentrale Steuerbelastung dar – mit branchenspezifischen Besonderheiten bei der Ermittlung des Gewerbeertrags, bei Vorauszahlungen und bei der Gestaltung. Dieser Beitrag erklärt, wie die Gewerbesteuer für Bauunternehmen funktioniert, welche Hinzurechnungen und Kürzungen relevant sind und wie Sie Ihre Steuerlast optimieren können. Viele der hier erläuterten Grundsätze gelten ähnlich auch für andere Bereiche wie die Gewerbesteuer im Handwerk. Erfahren Sie außerdem, wie Jahresabschluss und Gewerbesteuererklärung ineinandergreifen und welche Rolle digitale Steuerberatung dabei spielt.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Die Gewerbesteuer für Bauunternehmen wird auf Basis des Gewerbeertrags ermittelt, der aus dem steuerlichen Gewinn durch Hinzurechnungen (z. B. Finanzierungsanteile) und Kürzungen entsteht. Dieses Grundprinzip gilt branchenübergreifend – so folgt etwa auch die Gewerbesteuerberechnung für Agenturen demselben Schema, wobei jeweils branchenspezifische Besonderheiten zu beachten sind. Bauunternehmen müssen dabei insbesondere Baustellen-Gemeinkosten, Anzahlungen und das Umsatzkostenverfahren berücksichtigen. Vierteljährliche Vorauszahlungen sind fristgerecht zu leisten, und durch gezielte Gestaltungsmaßnahmen lässt sich die Steuerlast optimieren.

Wie funktioniert die Gewerbesteuer für Bauunternehmen?

Die Gewerbesteuer ist für Bauunternehmen in der Rechtsform einer GmbH, UG (haftungsbeschränkt) oder GmbH & Co. KG eine der wichtigsten laufenden Betriebssteuern. Sie wird auf den Gewerbeertrag erhoben, den das Unternehmen in einer Gemeinde erzielt. Die rechtliche Grundlage bildet das Gewerbesteuergesetz (GewStG). Bauunternehmen unterliegen grundsätzlich der unbeschränkten Gewerbesteuerpflicht gemäß § 2 Abs. 1 GewStG, wenn sie im Inland eine Geschäftsleitung oder Betriebsstätte unterhalten.

Der Gewerbeertrag wird ausgehend vom Gewinn aus Gewerbebetrieb nach § 7 GewStG ermittelt und durch Hinzurechnungen (§ 8 GewStG) sowie Kürzungen (§ 9 GewStG) modifiziert. Besonders relevant für Bauunternehmen sind Hinzurechnungen wie Miet- und Pachtzinsen für bewegliche Wirtschaftsgüter (Baumaschinen, Baugeräte) sowie Finanzierungsanteile. Der bereinigte Gewerbeertrag wird mit der Steuermesszahl von 3,5 % multipliziert und anschließend mit dem Hebesatz der Standortgemeinde versehen.

Die Formel zur Berechnung der Gewerbesteuer

  1. Gewinn aus Gewerbebetrieb (nach § 7 GewStG, i.d.R. Betriebsergebnis laut Bilanz/GuV)
  2. + Hinzurechnungen (§ 8 GewStG): z. B. 25 % der Entgelte für Schulden, Mieten/Pachten für bewegliche Wirtschaftsgüter, Miet-/Leasingraten
  3. – Kürzungen (§ 9 GewStG): z. B. Freibetrag bei Einzelunternehmen/Personengesellschaften, Schachtelprivileg
  4. = Gewerbeertrag (abgerundet auf volle 100 €)
  5. × 3,5 % = Steuermessbetrag
  6. × Hebesatz der Gemeinde = Gewerbesteuerschuld

Hinweis

In Ballungsräumen wie Stuttgart, München oder Frankfurt am Main liegen die Hebesätze häufig bei 420–490 %. Eine GmbH im Baugewerbe mit einem Gewerbeertrag von 200.000 € zahlt bei einem Hebesatz von 450 % effektiv 31.500 € Gewerbesteuer jährlich.

Welche gewerbesteuerlichen Besonderheiten gelten speziell für Bauunternehmen?

Bauunternehmen weisen branchentypische Geschäftsmodelle auf, die gewerbesteuerlich zu beachten sind. Dazu zählen insbesondere projektbezogene Auftragsfertigung, wechselnde Betriebsstätten, Einsatz von Subunternehmern, hoher Geräte- und Maschinenpark sowie lange Projektlaufzeiten mit entsprechender Umsatzrealisierung nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB (Realisationsprinzip) oder nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC) gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4a HGB.

Hinzurechnungen bei Baumaschinen und Leasingverträgen

Viele Bauunternehmen nutzen geleastes oder gemietetes Equipment wie Bagger, Kräne, Baufahrzeuge oder Schalungen. Gemäß § 8 Nr. 1 Buchst. d und e GewStG sind bestimmte Anteile dieser Aufwendungen dem Gewerbeertrag hinzuzurechnen. Nach aktueller Rechtslage (Stand 2026) gilt: Ein Viertel (25 %) der Summe aus Miet- und Pachtzinsen (einschließlich Leasingraten) für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens sowie ein Viertel der Aufwendungen für die zeitlich befristete Überlassung von Rechten (z. B. Software, Lizenzen) wird hinzugerechnet, sofern diese Beträge zusammen den Freibetrag von 200.000 € pro Jahr übersteigen.

Praxis-Beispiel: Hinzurechnung Baumaschinen

Ein Bauunternehmen mietet Baumaschinen für 300.000 € p.a. Hinzurechnung: (300.000 € – 200.000 €) × 25 % = 25.000 € erhöhen den Gewerbeertrag.

Hinzurechnung Finanzierungsanteile

Zinsaufwendungen für Darlehen (z. B. Projektfinanzierung) werden zu 25 % hinzugerechnet, ebenfalls nur soweit der Freibetrag überschritten ist (§ 8 Nr. 1a GewStG).

Betriebsstätten und Zerlegung der Gewerbesteuer

Bauunternehmen arbeiten häufig an mehreren Baustellen in unterschiedlichen Gemeinden. Nach § 28 GewStG wird die Gewerbesteuer bei mehreren Betriebsstätten auf die beteiligten Gemeinden verteilt (sog. Zerlegung). Entscheidend ist, ob eine Baustelle als Betriebsstätte im Sinne des § 12 AO anzusehen ist. Eine Bauausführung von mehr als sechs Monaten Dauer gilt regelmäßig als Betriebsstätte; kürzere Bauprojekte meist nicht. Der Zerlegungsmaßstab richtet sich nach Lohnsumme und Anlagevermögen (§§ 29, 31 GewStG).

Achtung

Bei überregional tätigen Bauunternehmen führt die Zerlegung oft zu Verwaltungsaufwand und Abstimmungsbedarf mit mehreren Finanzämtern. Eine saubere Lohnsummen-Dokumentation nach Projekten sowie die Erfassung von Anlagevermögen (z. B. Baucontainer, Büroeinrichtung auf Baustelle) sind unerlässlich für die korrekte Zerlegungserklärung (GewSt 1 A).

Wie wird der Gewerbeertrag für ein Bauunternehmen konkret ermittelt?

Die Ermittlung des Gewerbeertrags beginnt beim handelsrechtlichen Jahresüberschuss laut Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Dieser Gewinn wird steuerlich angepasst durch Hinzurechnungen und Kürzungen, um den Gewerbeertrag zu erhalten. Bauunternehmen in der Rechtsform einer GmbH sind nach § 264 Abs. 1 HGB buchführungspflichtig und erstellen einen Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, GuV und Anhang. Der Jahresabschluss dient als Ausgangsbasis für die Gewerbesteuererklärung (Formular GewSt 1 A).

Ausgangsgröße: Gewinn aus Gewerbebetrieb

Der Gewinn aus Gewerbebetrieb nach § 7 GewStG entspricht grundsätzlich dem Gewinn nach dem Einkommensteuergesetz (bei Kapitalgesellschaften: Einkommen nach dem Körperschaftsteuergesetz). Für eine GmbH im Baugewerbe ist das der körperschaftsteuerliche Gewinn – also das zu versteuernde Einkommen gemäß § 7 Abs. 1 Satz 2 KStG. Dieser wird um die körperschaftsteuerlichen Mehr- und Minderabführungen bereinigt. Besonders im Baugewerbe relevant sind:

  • Aktivierte Eigenleistungen (z. B. selbst erstellte Anlagen oder Baugeräte)
  • Teilgewinnrealisierung nach PoC-Methode gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4a HGB bei mehrjährigen Bauverträgen
  • Bildung und Auflösung von Rückstellungen (z. B. für Gewährleistungen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften)
  • Abschreibungen auf Baumaschinen und technisches Gerät (AfA nach § 7 EStG)

Hinzurechnungen gemäß § 8 GewStG

Position Rechtsgrundlage Hinzurechnungssatz
Entgelte für Schulden (Zinsen) § 8 Nr. 1a GewStG 25 % (Freibetrag 200.000 €)
Miet-/Pachtzinsen bewegl. Anlagevermögen § 8 Nr. 1d GewStG 25 % (Freibetrag 200.000 €)
Leasingraten für bewegl. Wirtschaftsgüter § 8 Nr. 1e GewStG 25 % (Freibetrag 200.000 €)
Konzessionsabgaben § 8 Nr. 1f GewStG 25 % (Freibetrag 200.000 €)
Spenden § 9 Nr. 5 GewStG Kürzung, keine Hinzurechnung

Der Freibetrag von 200.000 € gilt für die Summe aller genannten Positionen zusammen. Nur der übersteigende Betrag wird zu 25 % hinzugerechnet.

Kürzungen gemäß § 9 GewStG

Für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG) sind Kürzungen nach § 9 GewStG in der Praxis selten. Relevant können sein: Gewinnanteile aus Beteiligungen an Personengesellschaften (§ 9 Nr. 2 GewStG) oder Dividenden aus Schachtelbeteiligungen (§ 9 Nr. 2a, 7 GewStG). Ein Freibetrag nach § 11 Abs. 1 GewStG (24.500 €) steht Kapitalgesellschaften nicht zu – dieser gilt nur für natürliche Personen und Personengesellschaften.

„Viele Bauunternehmen unterschätzen die gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen bei Miete und Leasing. Wer einen umfangreichen Fuhrpark least und gleichzeitig Projektfinanzierungen laufen hat, überschreitet den Freibetrag schnell. Hier lohnt sich eine sorgfältige Planung bereits in der laufenden Buchführung, damit die Gewerbesteuerlast beim Jahresabschluss keine Überraschung wird.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Welche Vorauszahlungen und Fristen gelten bei der Gewerbesteuer?

Die Gewerbesteuer wird nicht erst nach Jahresabschluss fällig, sondern in vierteljährlichen Vorauszahlungen erhoben. Diese Vorauszahlungen sind gemäß § 19 GewStG jeweils zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November des laufenden Jahres zu leisten. Die Höhe der Vorauszahlungen richtet sich nach dem letzten Gewerbesteuermessbescheid bzw. der letzten Gewerbesteuererklärung.

Anpassung der Vorauszahlungen während des Jahres

Wenn sich abzeichnet, dass der tatsächliche Gewerbeertrag deutlich vom Vorauszahlungsbetrag abweicht (z. B. durch Großaufträge oder Projektausfälle), kann das Bauunternehmen beim Finanzamt einen Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen nach § 19 Abs. 3 GewStG stellen. Umgekehrt setzt das Finanzamt die Vorauszahlungen nach oben an, wenn der Gewerbeertrag steigt. Eine frühzeitige Anpassung vermeidet hohe Nachzahlungen oder unnötige Liquiditätsbindung.

  • Vierteljährliche Vorauszahlungen: 15.02., 15.05., 15.08., 15.11.
  • Gewerbesteuererklärung (GewSt 1 A) einreichen: in der Regel bis 31.07. des Folgejahres (ohne StB-Vertretung)
  • Mit Steuerberater-Vertretung: Verlängerung bis Ende Februar 2027 für das Veranlagungsjahr 2026 möglich
  • Festsetzung der Gewerbesteuer erfolgt durch das Finanzamt (Betriebsfinanzamt)
  • Nachzahlung oder Erstattung erfolgt zeitnah nach Bescheid; bei Nachzahlung: Fälligkeit einen Monat nach Bescheiddatum

Hinweis

Bauunternehmen mit stark schwankenden Auftragseingängen sollten die Vorauszahlungen engmaschig überwachen. Eine unterjährige betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) hilft, rechtzeitig zu erkennen, ob Anpassungsbedarf besteht. OnlineBilanz koordiniert für seine Mandanten die Kommunikation mit dem Steuerberater, um Vorauszahlungen optimal zu steuern.

Verzinsung und Säumniszuschläge

Werden Vorauszahlungen oder die festgesetzte Gewerbesteuer nicht fristgerecht entrichtet, entstehen Säumniszuschläge nach § 240 AO in Höhe von 1 % pro angefangenem Monat. Bei größeren Nachzahlungen oder Erstattungen greift zudem die Verzinsung nach § 233a AO (0,15 % pro Monat, Stand 2026), sobald die Karenzzeit von 15 Monaten nach Ende des Kalenderjahres überschritten ist. Eine rechtzeitige und vollständige Gewerbesteuererklärung minimiert Zinsrisiken.

Wie lässt sich die Gewerbesteuerbelastung für Bauunternehmen optimieren?

Die Gewerbesteuer ist eine bedeutende Kostenstelle für Bauunternehmen. Durch steuerliche Gestaltungen und bewusste Strukturentscheidungen lässt sich die Belastung jedoch oft reduzieren – immer im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Erfordernisse.

1. Hinzurechnungen minimieren: Eigenkapital statt Fremdkapital

Zinsen für Darlehen und Leasingraten für Baumaschinen erhöhen über die Hinzurechnungen nach § 8 GewStG den Gewerbeertrag. Eine höhere Eigenkapitalquote reduziert Zinsaufwendungen und damit die Hinzurechnungen. Alternativ können Gesellschafter der GmbH Darlehen gewähren; hier sind jedoch Fremdvergleichsgrundsätze (§ 1 Abs. 1 AStG) und verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA) zu beachten.

2. Kauf statt Leasing bei hohen Freibetragsüberschreitungen

Wenn die Summe aus Miete, Leasing und Zinsen den Freibetrag von 200.000 € deutlich überschreitet, kann der Kauf von Baumaschinen gegenüber Leasing attraktiver werden. Abschreibungen (AfA nach § 7 EStG) mindern zwar den Gewinn, führen aber nicht zu Hinzurechnungen. Hier ist eine Liquiditäts- und Investitionsplanung durch den Steuerberater sinnvoll.

3. Standortwahl und Hebesatz beachten

Die Höhe der Gewerbesteuer hängt maßgeblich vom Hebesatz der Gemeinde ab, in der die Geschäftsleitung oder Betriebsstätte liegt. Großstädte wie München (490 %), Frankfurt (500 %) oder Stuttgart (420 %) haben hohe Hebesätze, ländliche Gemeinden oft nur 200–300 %. Bei Neugründung oder Standortverlagerung kann die Gewerbesteuer ein Entscheidungskriterium sein – allerdings dürfen keine missbräuchlichen Gestaltungen (§ 42 AO) vorliegen.

4. Personengesellschaft als Holding-Struktur

Durch eine GmbH & Co. KG-Struktur oder Gewinnabführungsverträge zwischen verbundenen Unternehmen lassen sich gewerbesteuerliche Effekte steuern. So können Verluste innerhalb einer Organschaft verrechnet werden (§ 2 Abs. 2 Satz 2 GewStG). Derartige Umstrukturierungen erfordern jedoch eine umfassende steuerliche Beratung und sind nur bei entsprechender Unternehmensgröße wirtschaftlich sinnvoll.

Gewerbesteueranrechnung auf Einkommensteuer

Für natürliche Personen (z. B. bei GmbH & Co. KG) ist die Gewerbesteuer teilweise auf die Einkommensteuer anrechenbar (§ 35 EStG). Bei einer reinen GmbH entfällt diese Anrechnung; die Gesellschafter zahlen auf Dividenden Abgeltungsteuer (25 %).

Verlustvortrag und Verlustrücktrag

Gewerbesteuerliche Verluste können gemäß § 10a GewStG vorgetragen werden (unbegrenzt, aber Mindestbesteuerung ab 1 Mio. €). Ein Verlustrücktrag von bis zu 10 Mio. € auf das Vorjahr ist möglich (§ 10d EStG analog, Anwendung über § 7 Abs. 1 GewStG).

„Gewerbesteueroptimierung ist kein Hexenwerk, aber sie muss auf das individuelle Bauunternehmen zugeschnitten sein. Pauschalrezepte gibt es nicht. Wir analysieren bei jedem Jahresabschluss die Hinzurechnungen, prüfen Investitions- und Finanzierungsalternativen und stimmen die Vorauszahlungen ab – so bleibt die Liquidität im Unternehmen und Überraschungen bleiben aus.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wie hängen Jahresabschluss und Gewerbesteuererklärung zusammen?

Für eine GmbH im Baugewerbe ist der Jahresabschluss nach § 242 HGB die Basis für alle steuerlichen Erklärungen – darunter die Körperschaftsteuererklärung, die Gewerbesteuererklärung (GewSt 1 A) und gegebenenfalls die Umsatzsteuerjahreserklärung. Der Jahresabschluss muss gemäß § 264 Abs. 1 HGB aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang bestehen und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) entsprechen.

Ablauf: Vom Jahresabschluss zur Gewerbesteuererklärung

  1. Buchhaltung abschließen: Alle Geschäftsvorfälle des Wirtschaftsjahres (Bilanzstichtag 31.12.2025) erfassen, Konten abstimmen, Belege prüfen.
  2. Jahresabschluss erstellen: Bilanz, GuV und Anhang aufstellen. Bei mittelgroßen/großen Bauunternehmen: ggf. Lagebericht nach § 264 Abs. 1 Satz 2 HGB.
  3. Steuerliche Überleitungsrechnung: Handelsrechtlicher Gewinn wird auf den steuerlichen Gewinn überleitet (§ 60 Abs. 2 EStDV, sog. tax reconciliation).
  4. Gewerbesteuererklärung ausfüllen: Formular GewSt 1 A mit Hinzurechnungen (§ 8 GewStG), Kürzungen (§ 9 GewStG), Ermittlung des Gewerbeertrags.
  5. Feststellung und Bescheid: Das Finanzamt setzt den Gewerbesteuermessbetrag fest; die Gemeinde erlässt den Gewerbesteuerbescheid unter Anwendung ihres Hebesatzes.
  6. Offenlegung: GmbHs müssen den Jahresabschluss gemäß § 325 HGB beim Unternehmensregister einreichen (Frist: 12 Monate nach Bilanzstichtag, hier also bis 31.12.2026).

Feststellung des Jahresabschlusses nach § 42a GmbHG

Der Jahresabschluss einer GmbH muss durch die Gesellschafterversammlung förmlich festgestellt werden (§ 42a Abs. 1 GmbHG). Die Fristen sind größenabhängig: Kleine GmbHs haben 11 Monate, mittelgroße und große 8 Monate Zeit ab dem Bilanzstichtag (hier bis 31.10.2026 bzw. 31.07.2026). Ohne fristgerechte Feststellung droht ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB (500–25.000 €).

Achtung

Die Gewerbesteuererklärung kann erst nach Feststellung des Jahresabschlusses korrekt erstellt werden, da der handelsrechtliche Gewinn die Ausgangsgröße bildet. Verzögert sich die Feststellung, verschiebt sich auch die Abgabe der Steuererklärungen – mit der Folge von Verspätungszuschlägen (§ 152 AO) und Verzugszinsen.

Digitale Übermittlung (ELSTER) und Belegeinreichung

Die Gewerbesteuererklärung ist grundsätzlich elektronisch über ELSTER an das Finanzamt zu übermitteln. Bei Vertretung durch einen Steuerberater erfolgt die Übermittlung über dessen ELSTER-Zugang. Zusätzlich sind die E-Bilanz (taxonomiekonforme elektronische Übermittlung der Bilanz- und GuV-Daten nach § 5b EStG) sowie ggf. weitere Anlagen (z. B. Anlage WA für Auslandssachverhalte) einzureichen. OnlineBilanz koordiniert diese Prozesse digital: Die Buchhaltungsdaten werden über Schnittstellen eingelesen, der Jahresabschluss wird durch unsere zugelassenen Steuerberater geprüft und unterzeichnet, alle steuerlichen Erklärungen – einschließlich der Gewerbesteuererklärung – werden fristgerecht elektronisch eingereicht.

12 Monate

Offenlegungsfrist § 325 HGB (bis 31.12.2026)

8–11 Monate

Feststellungsfrist § 42a GmbHG (je nach Größe)

31.07.

Regelabgabefrist Steuererklärung (ohne StB)

Welche häufigen Fehler sollten Bauunternehmen bei der Gewerbesteuer vermeiden?

Die Gewerbesteuererklärung ist komplex – insbesondere für Bauunternehmen mit projektbezogener Tätigkeit, mehreren Betriebsstätten und umfangreichem Anlage- und Umlaufvermögen. Aus der Praxis lassen sich typische Fehlerquellen identifizieren, die zu Nachforderungen, Verzögerungen oder Bußgeldern führen können.

1. Falsche oder unvollständige Hinzurechnungen

Häufig werden Leasingraten, Miet- und Pachtzinsen nicht korrekt erfasst oder die Freibetragsgrenze von 200.000 € wird übersehen. Auch Finanzierungsanteile in Miet- oder Leasingraten (z. B. bei Sale-and-lease-back-Modellen) werden gelegentlich nicht herausgerechnet, obwohl nur der Zinsanteil der Hinzurechnung unterliegt. Eine präzise Erfassung der Verträge und Aufspaltung nach Zins- und Tilgungsanteil ist notwendig.

2. Falsche Betriebsstättenzuordnung und Zerlegung

Wenn ein Bauunternehmen in mehreren Gemeinden tätig ist, muss die Zerlegung nach § 28 ff. GewStG korrekt vorgenommen werden. Fehler entstehen, wenn Baustellen nicht als Betriebsstätte qualifiziert werden (obwohl sie länger als sechs Monate dauern) oder wenn Lohnsummen falsch zugeordnet werden. Die Zerlegungserklärung (Anlage GewSt 1 A) erfordert detaillierte Aufzeichnungen über Lohnkosten und Anlagevermögen pro Standort.

3. Verspätete Feststellung und Abgabe der Erklärungen

Wird der Jahresabschluss nicht fristgerecht festgestellt (§ 42a GmbHG), verzögern sich auch die Steuererklärungen. Das Finanzamt setzt dann Verspätungszuschläge nach § 152 AO fest (mindestens 25 € pro Monat pro Erklärung, bei großen GmbHs oft mehrere tausend Euro). Zusätzlich droht das Ordnungsgeldverfahren wegen verspäteter Offenlegung (§ 335 HGB).

4. Unzureichende Dokumentation von Subunternehmerleistungen

Bauunternehmen setzen häufig Subunternehmer ein. Gewerbesteuerlich relevant ist hier die Abgrenzung zwischen Werkleistungen (durchlaufende Posten) und eigenen Betriebsausgaben. Zudem greift bei Bauleistungen die Bauabzugsteuer (§ 48 ff. EStG). Eine saubere Vertragsdokumentation und Rechnungsprüfung ist zwingend erforderlich, um Nachforderungen und Haftungsrisiken zu vermeiden.

  • Alle Leasingverträge und Finanzierungen erfassen, Zinsanteile aufschlüsseln
  • Betriebsstättenliste führen: Standort, Dauer, Lohnsumme, Anlagevermögen
  • Jahresabschluss rechtzeitig feststellen lassen (Gesellschafterbeschluss dokumentieren)
  • Buchhaltung monatlich führen und abstimmen, nicht erst zum Jahresende
  • Steuerberater frühzeitig einbinden – idealerweise digital über Plattformen wie OnlineBilanz
  • E-Bilanz und Gewerbesteuererklärung vor Abgabefrist prüfen lassen

„Bauunternehmen haben oft komplexe Sachverhalte, die sich nicht mit Standard-Software abbilden lassen. Wir sehen immer wieder Fälle, in denen Hinzurechnungen oder die Zerlegung falsch berechnet wurden – und das Finanzamt Jahre später nachfordert, inklusive Zinsen. Eine saubere, laufende Buchhaltung und ein Steuerberater, der die Baubranche kennt, sind hier Gold wert.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Praxisbeispiel: Gewerbesteuerberechnung für ein mittelständisches Bauunternehmen

Um die Berechnung der Gewerbesteuer anschaulich zu machen, betrachten wir ein mittelständisches Bauunternehmen in der Rechtsform einer GmbH mit Sitz in Stuttgart (Hebesatz 420 %). Zum Vergleich: Für Unternehmen mit Sitz in der Hansestadt gelten andere Konditionen, die in unserem Beitrag zur Gewerbesteuer in Hamburg detailliert erläutert werden. Bilanzstichtag ist der 31.12.2025, der Jahresabschluss wird im Juli 2026 festgestellt.

Ausgangsdaten für das Geschäftsjahr 2025

Position Betrag (€)
Jahresüberschuss laut GuV (handelsrechtlich) 450.000
Steuerliche Korrekturen (Mehr-/Minderabführungen) + 20.000
Gewinn aus Gewerbebetrieb (§ 7 GewStG) 470.000
Zinsaufwendungen für Darlehen 80.000
Leasingraten für Baumaschinen 180.000
Miete für Bürocontainer auf Baustellen 50.000
Summe hinzurechnungsfähige Aufwendungen 310.000

Berechnung der Hinzurechnungen (§ 8 GewStG)

Die Summe aus Zinsen, Leasingraten und Mieten beträgt 310.000 €. Abzüglich des Freibetrags von 200.000 € verbleiben 110.000 €. Hiervon sind 25 % hinzuzurechnen:

Hinzurechnung = (310.000 € – 200.000 €) × 25 % = 27.500 €

Ermittlung des Gewerbeertrags und der Gewerbesteuer

Rechenschritt Betrag (€)
Gewinn aus Gewerbebetrieb 470.000
+ Hinzurechnungen (§ 8 GewStG) + 27.500
– Kürzungen (§ 9 GewStG) 0
= Gewerbeertrag (gerundet) 497.500
× Steuermesszahl 3,5 % = 17.412,50
× Hebesatz Stuttgart 420 % × 4,20
= Gewerbesteuer 2025 73.132 €

Die Gewerbesteuer beträgt 73.132 €. Wurden im Laufe des Jahres 2025 bereits Vorauszahlungen in Höhe von beispielsweise 60.000 € geleistet, ergibt sich eine Nachzahlung von 13.132 €, fällig einen Monat nach Zustellung des Gewerbesteuerbescheids.

Optimierungspotenzial im Folgejahr

Das Unternehmen könnte erwägen, einen Teil der geleasten Baumaschinen zu kaufen, um die Hinzurechnungen zu reduzieren. Alternativ könnte eine Umstrukturierung der Finanzierung (z. B. Gesellschafterdarlehen statt Bankdarlehen) geprüft werden – allerdings nur im Einklang mit den Fremdvergleichsgrundsätzen und unter Vermeidung verdeckter Gewinnausschüttungen.

Hinweis

Dieses Beispiel zeigt: Selbst ein mittelständisches Bauunternehmen zahlt schnell einen fünfstelligen Betrag an Gewerbesteuer. Eine sorgfältige Planung der Finanzierung und Investitionen kann die Steuerlast merklich senken – ohne die betriebswirtschaftliche Flexibilität zu gefährden.

Wie unterstützt digitale Steuerberatung Bauunternehmen bei der Gewerbesteuer?

Die Komplexität der Gewerbesteuer – gerade für Bauunternehmen mit projektbezogener Tätigkeit, wechselnden Betriebsstätten und hohem Investitionsbedarf – erfordert kontinuierliche steuerliche Begleitung. Klassische Steuerberatung stößt hier oft an Grenzen: Wartezeiten, mangelnde Transparenz bei Honoraren, umständliche Belegübermittlung per Post oder E-Mail. Moderne, digital organisierte Steuerberatung bietet hier deutliche Vorteile.

OnlineBilanz: Steuerberater-Qualität, digital koordiniert

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform, die Bauunternehmen mit zugelassenen Steuerberatern verbindet – komplett digital, mit transparenten Festpreisen und ohne Wartezeiten. Der Jahresabschluss wird durch unsere Steuerberater erstellt, fachlich geprüft und rechtsverbindlich unterzeichnet. Servet Gündogan, Büroleiter in Stuttgart, koordiniert als erster Ansprechpartner zwischen Mandant und Steuerberater-Team und sorgt für reibungslose Abläufe.

Vorteile für Bauunternehmen

  • Laufende Buchhaltung digital: Belege werden per Upload oder Schnittstelle (DATEV, lexoffice, sevDesk etc.) übertragen. Keine Ordner mehr, keine verlorenen Rechnungen.
  • Gewerbesteuer-Vorauszahlungen im Blick: Durch unterjährige BWA erkennen unsere Steuerberater frühzeitig, ob Anpassungen nötig sind – so vermeiden Sie hohe Nachzahlungen oder unnötige Liquiditätsbindung.
  • Hinzurechnungen automatisch erfassen: Leasing- und Finanzierungsverträge werden systematisch ausgewertet, die Hinzurechnungen nach § 8 GewStG korrekt berechnet.
  • Zerlegung bei mehreren Betriebsstätten: Wir dokumentieren Lohnsummen und Anlagevermögen pro Standort, erstellen die Zerlegungserklärung (Anlage GewSt 1 A) und reichen sie fristgerecht ein.
  • Jahresabschluss und alle Steuererklärungen aus einer Hand: Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, E-Bilanz – alles wird koordiniert und elektronisch über ELSTER übermittelt.
  • Offenlegung beim Unternehmensregister: Nach Feststellung des Jahresabschlusses übernehmen wir die fristgerechte Offenlegung gemäß § 325 HGB – Ordnungsgelder werden so vermieden.

Transparente Festpreise

Keine Überraschungen: Sie wissen vorab, was der Jahresabschluss kostet – inklusive aller Steuererklärungen und Offenlegung.

Zugelassene Steuerberater

Ihr Jahresabschluss wird von StB-Kammer-Mitgliedern geprüft und unterzeichnet – volle rechtliche Sicherheit.

Digitale Koordination

Servet Gündogan als Büroleiter ist Ihr erster Ansprechpartner und koordiniert alle Schritte zwischen Ihnen und dem Steuerberater-Team.

„Gerade Bauunternehmen profitieren von unserer digitalen Arbeitsweise: Belege direkt von der Baustelle hochladen, BWA jederzeit abrufbar, Steuerberater-Team immer erreichbar. Und das Wichtigste: Keine bösen Überraschungen bei der Gewerbesteuer, weil wir unterjährig steuern und beraten.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wer als Bauunternehmen den Jahresabschluss und die Gewerbesteuererklärung professionell, fristgerecht und kostentransparent erstellen lassen möchte, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit klaren Festpreisen – ohne lange Wartezeiten, ohne versteckte Kosten.

Häufig gestellte Fragen

Sind Bauunternehmen immer gewerbesteuerpflichtig?

Ja, Bauunternehmen in der Rechtsform GmbH, UG oder OHG/KG sind grundsätzlich gewerbesteuerpflichtig gemäß § 2 GewStG. Auch Einzelunternehmer im Baugewerbe unterliegen der Gewerbesteuer, sofern sie einen stehenden Gewerbebetrieb unterhalten. Lediglich freiberufliche Architekten und Ingenieure können unter bestimmten Voraussetzungen gewerbesteuerfrei bleiben.

Kann ein Bauunternehmen die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer anrechnen lassen?

Ja, bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen können die Gesellschafter bzw. der Inhaber die Gewerbesteuer auf ihre persönliche Einkommensteuer anrechnen lassen (§ 35 EStG). Die Anrechnung ist auf das 4-Fache der Gewerbesteuer-Messzahl begrenzt und wird pauschal mit einem Hebesatz von 400 % berechnet. Bei Kapitalgesellschaften ist keine Anrechnung möglich.

Wie wirken sich Verlustvorträge auf die Gewerbesteuer von Bauunternehmen aus?

Gewerbesteuerliche Verlustvorträge können mit künftigen Gewerbeerträgen verrechnet werden (§ 10a GewStG). Seit 2024 gilt: Bis 1 Mio. Euro Gewerbeertrag ist die Verrechnung unbegrenzt möglich, darüber hinaus nur bis zu 60 % des übersteigenden Betrags. Verlustvorträge aus Vorjahren mindern so die aktuelle Gewerbesteuerbelastung erheblich – besonders wichtig für Bauunternehmen mit schwankenden Jahresergebnissen.

Welche Rolle spielt der Hebesatz für Bauunternehmen?

Der Hebesatz wird von der jeweiligen Gemeinde festgelegt und variiert erheblich (oft zwischen 200 % und 900 %). Er wird auf den Gewerbesteuermessbetrag angewendet und bestimmt so die endgültige Gewerbesteuerlast. Bauunternehmen mit Betriebsstätten in mehreren Gemeinden müssen die Zerlegung des Messbetrags nach § 28 ff. GewStG beachten, da jede Gemeinde ihren eigenen Hebesatz anwendet.

Gibt es einen Freibetrag bei der Gewerbesteuer für kleine Bauunternehmen?

Ja, für Einzelunternehmen und Personengesellschaften gilt ein Freibetrag von 24.500 Euro pro Jahr (§ 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG). Nur der darüber hinausgehende Gewerbeertrag unterliegt der Besteuerung. Für Kapitalgesellschaften wie die Bau-GmbH oder Bau-UG gilt dieser Freibetrag jedoch nicht.

Was passiert, wenn ein Bauunternehmen die Gewerbesteuererklärung verspätet abgibt?

Bei verspäteter Abgabe der Gewerbesteuererklärung kann das Finanzamt Verspätungszuschläge nach § 152 AO festsetzen – mindestens 25 Euro pro angefangenen Monat der Verspätung, bei größeren Unternehmen deutlich mehr. Zudem können Zwangsgelder und Schätzungen der Besteuerungsgrundlagen drohen. Eine rechtzeitige Fristverlängerung beim zuständigen Finanzamt ist daher ratsam.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Gewerbesteuergesetz (GewStG), Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung (GewStDV), Abgabenordnung (AO), Handelsgesetzbuch (HGB). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

Haben Sie Fragen? Jetzt erreichbar
SG
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Büroleitung & Support
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Mo–Fr · 10:00 – 18:00 Uhr · info@onlinebilanz.de
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Jahresabschlüsse, die seit Jahren beim Finanzamt fehlen. Honorare, die kommen – ohne dass man weiß, wofür. Rückfragen, die im Nichts verschwinden. Fristen, die niemand im Blick hat. Irgendwann reicht es.

Die Antwort auf all das ist denkbar einfach: Unternehmer und Steuerberater arbeiten in einem gemeinsamen Portal zusammen – transparent, in Echtzeit und zu einem festen Preis. Belege hochladen, kommunizieren, Jahresabschlüsse erstellen, Steuererklärungen einreichen.

Alles an einem Ort, ohne Umwege, ohne Wartezeit. Künstliche Intelligenz übernimmt die Routine – damit der Steuerberater das tun kann, wofür er wirklich da ist: beraten, prüfen, verantworten.

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Lernen Sie uns unverbindlich kennen. Im kurzen Kennenlerngespräch klären wir Ihre Situation und Sie erfahren, was Ihr Jahresabschluss bei uns kostet – zum Festpreis, ohne Kleingedrucktes.

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    Ihre SituationRechtsform, Geschäftsjahr, Stand der Buchhaltung – wir hören zu.
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    Ihr FestpreisSie erhalten eine ehrliche Einschätzung, was die Erstellung kostet.
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Erstellen Sie einfach gleich Ihr Konto – wir rufen Sie in jedem Fall für ein persönliches Kennenlernen an. Und auch danach können Sie jederzeit ein Gespräch direkt im Mandantenportal buchen.

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Verpasste Fristen, unbeantwortete Fragen, unklare Rechnungen – das kennen viele. Bei OnlineBilanz ist das anders. Ihr Steuerberater behält den Überblick, hält Fristen ein und meldet sich, bevor Probleme entstehen.

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Kein Steuerberater. Verantwortet Strategie, Produkt und Mandats­beziehung. Die steuerliche Beratung erfolgt ausschließlich durch die drei Berufsträger rechts.

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Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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