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Lesedauer

16–25 Minuten

OnlineBilanzBlogAbschreibung LKW

Abschreibung LKW 2026: AfA, Nutzungsdauer & Praxis

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Abschreibung eines LKW folgt klaren handels- und steuerrechtlichen Regeln: Nutzungsdauer nach amtlicher AfA-Tabelle, Aktivierung der Anschaffungskosten, lineare oder ggf. degressive AfA. Dieser Artikel erklärt die bilanzielle Behandlung von LKW – von der Anschaffung über Leasing bis zur außerplanmäßigen Abschreibung. OnlineBilanz unterstützt Sie mit zugelassenen Steuerberatern bei Jahresabschluss und Offenlegung.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Die Abschreibung eines LKW erfolgt über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der amtlichen AfA-Tabelle (in der Regel 8 bis 9 Jahre). Anschaffungskosten inklusive Zubehör und Überführung werden aktiviert und linear über die Nutzungsdauer verteilt. Sonderabschreibungen nach § 7g EStG oder degressive AfA können unter bestimmten Voraussetzungen genutzt werden. Gebrauchte LKW und Leasing-Fahrzeuge erfordern eine individuelle Betrachtung.

Was ist die Abschreibung eines LKW und warum ist sie bilanzrechtlich relevant?

Die Abschreibung eines LKW ist die planmäßige Verteilung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer gemäß § 253 Abs. 3 HGB. Lastkraftwagen zählen zum abnutzbaren Anlagevermögen und unterliegen als bewegliche Wirtschaftsgüter der linearen oder – unter bestimmten Voraussetzungen – der degressiven Abschreibung. Die korrekte Abschreibung ist nicht nur bilanzrechtlich zwingend, sondern hat unmittelbare Auswirkungen auf den Jahresüberschuss, das zu versteuernde Einkommen und die Eigenkapitalquote der GmbH.

Für GmbH-Geschäftsführer ist die Abschreibung von LKW besonders relevant, weil sie erhebliche Liquiditätseffekte hat: Während die Anschaffungskosten sofort abfließen, wird der Aufwand steuerlich und bilanziell über mehrere Jahre verteilt. Fehlerhafte Abschreibungen führen zu falschen Buchwerten, fehlerhaften Jahresabschlüssen und können bei der Offenlegung beim Unternehmensregister zu Problemen führen.

Rechtliche Grundlagen der LKW-Abschreibung

  • § 253 Abs. 3 HGB: Planmäßige Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer
  • § 7 EStG: Steuerrechtliche Abschreibungsregeln und AfA-Tabellen
  • AfA-Tabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter: Nutzungsdauer LKW in der Regel 6–9 Jahre je nach Gewichtsklasse
  • § 6 Abs. 1 Nr. 1 EStG: Bewertung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen

Hinweis

Die Nutzungsdauer eines LKW richtet sich nach der amtlichen AfA-Tabelle. Für leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 t gelten 6 Jahre, für schwere LKW über 12 t typischerweise 8–9 Jahre. Eine kürzere Nutzungsdauer kann bei nachweislich intensiver betrieblicher Nutzung (z. B. Schwertransporte, Baustellenfahrzeuge) individuell begründet werden.

Welche Nutzungsdauer gilt für LKW nach der amtlichen AfA-Tabelle?

Die amtliche AfA-Tabelle des Bundesministeriums der Finanzen gibt für LKW unterschiedliche Nutzungsdauern vor, die sich nach Gewichtsklasse, Einsatzart und Fahrzeugtyp richten. Diese Werte sind für die steuerliche Abschreibung maßgeblich und werden auch handelsrechtlich in der Regel übernommen, sofern keine kürzere tatsächliche Nutzungsdauer nachgewiesen wird.

Fahrzeugtyp Gewichtsklasse Nutzungsdauer (Jahre) Rechtsgrundlage
Leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 t 6 AfA-Tabelle allgemein
Mittelschwere LKW 3,5 t – 7,5 t 7 AfA-Tabelle allgemein
Schwere LKW 7,5 t – 12 t 8 AfA-Tabelle allgemein
Schwere LKW / Sattelzugmaschinen über 12 t 8–9 AfA-Tabelle allgemein
Spezialfahrzeuge (Kran, Betonmischer) variabel 6–10 Branchentabelle Baugewerbe

In der Praxis wird für Standard-LKW im Güterfernverkehr häufig eine Nutzungsdauer von 8 Jahren angesetzt. Bei nachweislich höherer Abnutzung – etwa bei Baustellenfahrzeugen mit extremen Einsatzbedingungen – kann eine kürzere betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt werden, sofern diese durch Gutachten oder Erfahrungswerte belegt ist.

„In der Beratungspraxis sehen wir häufig, dass Mandanten die Nutzungsdauer pauschal mit 6 Jahren ansetzen – das ist bei schweren LKW über 7,5 t steuerlich nicht haltbar. Hier ist eine differenzierte Betrachtung nach Fahrzeugklasse und Einsatzzweck erforderlich, um spätere Korrekturen bei Betriebsprüfungen zu vermeiden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Achtung

Eine zu kurze Nutzungsdauer führt zu höheren Abschreibungen und damit zu einem niedrigeren Gewinn – und kann bei Betriebsprüfungen als verdeckte Gewinnausschüttung oder Steuerhinterziehung eingestuft werden. Umgekehrt führt eine zu lange Nutzungsdauer zu zu niedrigen Abschreibungen und einer Überbewertung des Anlagevermögens im Jahresabschluss.

Wie funktioniert die lineare Abschreibung eines LKW in der Praxis?

Die lineare Abschreibung verteilt die Anschaffungskosten gleichmäßig auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Sie ist sowohl handelsrechtlich nach § 253 Abs. 3 HGB als auch steuerrechtlich nach § 7 Abs. 1 EStG die Standardmethode für bewegliche Wirtschaftsgüter wie LKW. Der jährliche Abschreibungsbetrag errechnet sich durch Division der Anschaffungskosten durch die Nutzungsdauer.

Berechnungsbeispiel: Linearer Abschreibungsplan für einen schweren LKW

Ein Logistikunternehmen (GmbH) erwirbt am 15.03.2025 einen neuen Sattelzug (über 12 t) zu folgenden Konditionen:

  • Netto-Kaufpreis LKW: 95.000 €
  • Überführungskosten: 1.200 €
  • Zulassung und Erstausstattung: 800 €
  • Anschaffungskosten gesamt: 97.000 €
  • Nutzungsdauer (AfA-Tabelle): 8 Jahre
Jahr Anschaffungskosten Abschreibung p.a. Restwert
2025 (ab März) 97.000 € 10.083 € (10/12) 86.917 €
2026 97.000 € 12.125 € 74.792 €
2027 97.000 € 12.125 € 62.667 €
2028 97.000 € 12.125 € 50.542 €
2029 97.000 € 12.125 € 38.417 €
2030 97.000 € 12.125 € 26.292 €
2031 97.000 € 12.125 € 14.167 €
2032 97.000 € 12.125 € 2.042 €
2033 (bis Feb.) 97.000 € 2.042 € (2/12) 0 €

Zu beachten ist die zeitanteilige Abschreibung im Jahr der Anschaffung (2025) und im letzten Jahr der Nutzung (2033). Die Abschreibung erfolgt monatsgenau ab dem Folgemonat der Anschaffung (hier: ab April 2025). Der jährliche Abschreibungssatz beträgt 12,5 % (100 % / 8 Jahre).

Hinweis

Handelsrechtlich kann die GmbH eine kürzere tatsächliche Nutzungsdauer ansetzen, wenn der LKW nachweislich schneller verschleißt. Steuerrechtlich ist dies nur mit entsprechenden Nachweisen (z. B. Gutachten, Kilometerleistung, Einsatzprotokoll) möglich. In der Praxis empfiehlt sich die Orientierung an der AfA-Tabelle, um Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz zu vermeiden.

Welche Kosten zählen zu den Anschaffungskosten eines LKW?

Nach § 255 Abs. 1 HGB sind Anschaffungskosten alle Aufwendungen, die geleistet werden, um den LKW zu erwerben und in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Neben dem Netto-Kaufpreis gehören dazu auch Nebenkosten, die dem Erwerb unmittelbar zurechenbar sind. Die korrekte Ermittlung der Anschaffungskosten ist entscheidend für die Bemessungsgrundlage der Abschreibung und die bilanzielle Bewertung.

Zu aktivierende Anschaffungskosten (erhöhen den Buchwert)

  • Netto-Kaufpreis des LKW (ohne Umsatzsteuer, sofern vorsteuerabzugsberechtigt)
  • Überführungskosten und Transportkosten vom Händler zum Betrieb
  • Zulassungskosten (Schilder, TÜV, Erstanmeldung)
  • Sonderausstattung (z. B. Kühleinrichtung, Ladebordwand, Telematik-System), sofern bei Lieferung fest verbaut
  • Anschaffungsnahe Umbauten innerhalb der ersten 3 Monate nach Lieferung
  • Einfuhrzölle bei Importen aus Drittländern
  • Nicht abzugsfähige Umsatzsteuer (nur relevant bei nicht vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen)

Nicht aktivierungspflichtige Kosten (sofort Betriebsausgabe)

  • Finanzierungskosten (Zinsen für Darlehen)
  • Laufende Versicherungen (Kfz-Haftpflicht, Kasko) – laufender Aufwand
  • Wartungs- und Reparaturkosten nach Inbetriebnahme
  • Kfz-Steuer
  • Betriebsstoffe (Kraftstoff, AdBlue, Öl)

„Ein häufiger Fehler in der Buchhaltung: Laufende Kosten wie Versicherungen oder erste Tankfüllungen werden fälschlicherweise als Anschaffungskosten aktiviert. Das führt zu überhöhten Buchwerten und falschen Abschreibungen. Die Grenze ist klar: Alles, was nötig ist, um den LKW betriebsbereit zu machen, wird aktiviert – alles, was danach kommt, ist laufender Aufwand.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Beispiel aktivierungspflichtig

LKW-Kaufpreis 80.000 € netto + Überführung 900 € + Zulassung 250 € + fest verbaute Ladebordwand 4.500 € = Anschaffungskosten 85.650 €

Beispiel sofort abziehbar

Erste Tankfüllung 350 € + Kfz-Haftpflicht erstes Jahr 1.800 € + Winterreifen nachträglich 1.200 € = Betriebsausgaben 3.350 € (kein Anlagevermögen)

Gibt es Sonderabschreibungen oder degressive AfA für LKW?

Neben der linearen Abschreibung kennt das Steuerrecht zeitlich befristete Sonderabschreibungen und die degressive Abschreibung, die unter bestimmten Voraussetzungen auch für LKW genutzt werden können. Diese Instrumente ermöglichen es, in den ersten Jahren höhere Abschreibungen geltend zu machen und damit Liquidität zu schonen bzw. die Steuerlast zu senken. Allerdings sind die Regelungen an konkrete gesetzliche Voraussetzungen gebunden.

Degressive Abschreibung nach § 7 Abs. 2 EStG (befristet)

Die degressive Abschreibung war für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens zeitweise wieder zulässig – zuletzt für Anschaffungen zwischen dem 01.01.2020 und 31.12.2022 mit einem Abschreibungssatz von max. 25 % (höchstens das 2,5-fache der linearen AfA). Für LKW, die ab 2023 angeschafft wurden, gilt diese Regelung nicht mehr. Stand 2026 ist die degressive AfA für Neuanschaffungen ausgelaufen, kann aber für Altfälle noch in den Büchern stehen.

Sonderabschreibung nach § 7g EStG für kleine und mittlere Betriebe

§ 7g EStG ermöglicht kleinen und mittleren Betrieben (Betriebsvermögen bis 235.000 €, Stand 2026) eine Sonderabschreibung von bis zu 20 % im Jahr der Anschaffung und in den vier Folgejahren – zusätzlich zur regulären linearen Abschreibung. Voraussetzung ist, dass der LKW mindestens bis zum Ende des Folgejahres nach Inanspruchnahme im Betriebsvermögen verbleibt.

Abschreibungsart Höchstsatz Gültig ab Anschaffung Voraussetzungen
Linear nach § 7 Abs. 1 EStG 100 % / Nutzungsdauer Unbegrenzt Keine
Degressiv nach § 7 Abs. 2 EStG 25 % (max. 2,5-fach linear) 2020–2022 (ausgelaufen) Anschaffung in diesem Zeitraum
Sonder-AfA § 7g EStG +20 % über 5 Jahre Unbegrenzt Betriebsvermögen max. 235.000 €
IAB (Investitionsabzugsbetrag) Bis 50 % Vorabzug Unbegrenzt Betriebsvermögen max. 235.000 €, geplante Investition

Achtung

Die Sonderabschreibung nach § 7g EStG ist nur steuerrechtlich zulässig, nicht handelsrechtlich. Das führt zu latenten Steuern und erfordert eine saubere Überleitung zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz. Für GmbHs bedeutet das: Der Jahresabschluss muss diese Differenzen in der Bilanz (bzw. im Anhang) abbilden.

„Viele Mandanten fragen nach der degressiven AfA für LKW-Neuanschaffungen 2025 oder 2026 – hier müssen wir enttäuschen: Die Regelung ist ausgelaufen. Wer aber unter die Schwellenwerte des § 7g EStG fällt, kann mit der Sonderabschreibung dennoch erhebliche Steuervorteile realisieren. Das lohnt sich insbesondere für wachsende Logistik-GmbHs mit begrenztem Betriebsvermögen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wie werden gebrauchte LKW abgeschrieben?

Auch gebrauchte LKW unterliegen der Abschreibungspflicht nach § 253 Abs. 3 HGB und § 7 EStG. Entscheidend ist hier die Ermittlung der Restnutzungsdauer, die sich nicht mehr an der AfA-Tabelle orientiert, sondern an der individuell verbleibenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Diese hängt ab vom Alter des Fahrzeugs, dem Zustand, der Laufleistung und der geplanten Einsatzdauer im eigenen Betrieb.

Ermittlung der Restnutzungsdauer bei gebrauchten LKW

Die Restnutzungsdauer ist individuell zu schätzen. Hierbei können folgende Anhaltspunkte herangezogen werden:

  • Technischer Zustand: Gutachten, TÜV-Bericht, Werkstattprotokolle
  • Kilometerstand: LKW mit über 500.000 km haben typischerweise eine deutlich kürzere Restnutzungsdauer
  • Alter des Fahrzeugs: 3 Jahre alt → ggf. noch 5 Jahre Restnutzungsdauer
  • Geplante betriebliche Nutzung: Fernverkehr vs. regionale Auslieferung
  • Erfahrungswerte vergleichbarer Fahrzeuge im eigenen Betrieb

Beispiel: Ein 4 Jahre alter LKW (ursprünglich 8 Jahre Nutzungsdauer) wird gebraucht erworben. Die Restnutzungsdauer beträgt nicht automatisch 4 Jahre, sondern muss individuell bewertet werden – je nach Zustand können 3–5 Jahre realistisch sein.

Szenario Anschaffungskosten (gebraucht) Restnutzungsdauer Jährliche Abschreibung
LKW 4 Jahre alt, guter Zustand 42.000 € 5 Jahre 8.400 €
LKW 6 Jahre alt, hoher Kilometerstand 28.000 € 3 Jahre 9.333 €
LKW 2 Jahre alt, Werkstatt-geprüft 68.000 € 6 Jahre 11.333 €

Hinweis

Die Restnutzungsdauer sollte nachvollziehbar dokumentiert werden – etwa durch ein Wertgutachten, TÜV-Bericht oder eine interne Kalkulation. Bei Betriebsprüfungen wird das Finanzamt die Plausibilität der gewählten Restnutzungsdauer prüfen. Eine zu kurze Dauer ohne Begründung kann zu Nachversteuerung führen.

„Bei gebrauchten LKW sehen wir in der Praxis oft, dass die Restnutzungsdauer zu optimistisch angesetzt wird – das führt zu zu niedrigen Abschreibungen und späteren Abschreibungslücken. Besser: Eine realistische, eher konservative Schätzung, die sich an Kilometerstand, Alter und Einsatzzweck orientiert.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

LKW-Leasing: Wer schreibt ab – Leasingnehmer oder Leasinggeber?

Beim Leasing von LKW entscheidet die steuerliche und bilanzielle Zurechnung darüber, wer den Leasinggegenstand in seiner Bilanz aktiviert und abschreibt. Die Zurechnung richtet sich nach den Kriterien des § 39 AO (wirtschaftliches Eigentum) und den sogenannten Leasing-Erlassen des BMF. Entscheidend ist, ob es sich um ein Finanzierungsleasing oder ein Operating-Leasing handelt.

Finanzierungsleasing (Zurechnung beim Leasingnehmer)

Liegt ein Finanzierungsleasing vor, muss der Leasingnehmer (GmbH) den LKW in seiner Bilanz aktivieren und über die Nutzungsdauer abschreiben. Das ist der Fall, wenn:

  • Die Grundmietzeit mindestens 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer beträgt (z. B. 7,2 Jahre bei 8 Jahren Nutzungsdauer)
  • Der Leasingnehmer eine Kaufoption zu einem Preis deutlich unter dem Verkehrswert hat
  • Die Leasingraten den Anschaffungswert zuzüglich Finanzierungskosten im Wesentlichen abdecken
  • Der LKW nach Vertragsende beim Leasingnehmer verbleibt (faktisches Eigentum)

Operating-Leasing (Zurechnung beim Leasinggeber)

Beim Operating-Leasing bleibt der LKW in der Bilanz des Leasinggebers, der ihn abschreibt. Der Leasingnehmer bucht die Leasingraten als laufenden Aufwand (Mietaufwand). Typische Merkmale:

  • Grundmietzeit unter 90 % (bzw. 40–90 %) der Nutzungsdauer
  • Keine Kaufoption oder nur zu marktüblichem Preis
  • Leasinggeber trägt das Restwertrisiko
  • Leasingnehmer kann den Vertrag ggf. vorzeitig kündigen
Kriterium Finanzierungsleasing Operating-Leasing
Bilanzierung LKW Beim Leasingnehmer (GmbH) Beim Leasinggeber
Abschreibung GmbH schreibt ab Leasinggeber schreibt ab
Buchung Leasingrate Zins- und Tilgungsanteil Aufwand (Miete)
Bilanzausweis Anlagevermögen + Verbindlichkeit Kein Ausweis (Off-Balance)
Typische Laufzeit ≥ 90 % Nutzungsdauer 40–90 % Nutzungsdauer

Achtung

Seit IFRS 16 (international) und der zunehmenden HGB-Annäherung müssen auch Operating-Leasingverhältnisse unter Umständen in der Bilanz abgebildet werden (Nutzungsrecht + Leasingverbindlichkeit). Das betrifft vor allem kapitalmarktorientierte GmbHs oder solche, die freiwillig IFRS anwenden. Bei klassischer HGB-Bilanzierung ist Operating-Leasing weiterhin off-balance möglich.

„Die Abgrenzung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasing ist in der Praxis oft komplex. Wir prüfen jeden Leasingvertrag individuell anhand der BMF-Erlasse und der vertraglichen Gestaltung. Fehlerhafte Zurechnung führt zu Bilanzfehlern und kann bei der Offenlegung beim Unternehmensregister problematisch werden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Außerplanmäßige Abschreibung bei dauerhafter Wertminderung eines LKW

Neben der planmäßigen Abschreibung nach § 253 Abs. 3 HGB kann eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB erforderlich werden, wenn der beizulegende Zeitwert des LKW den Buchwert dauerhaft unterschreitet. Dies ist insbesondere bei Unfallschäden, außergewöhnlichem Verschleiß oder starkem Marktwertverlust (z. B. durch neue Umweltzonen, Fahrverbote für ältere Diesel-LKW) relevant.

Voraussetzungen für außerplanmäßige Abschreibungen

  • Dauerhafte Wertminderung: Der Wertverlust ist nicht nur vorübergehend (§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB)
  • Beizulegender Zeitwert < Buchwert: Der aktuelle Marktwert bzw. Wiederbeschaffungswert liegt unter dem fortgeführten Buchwert
  • Nachweispflicht: Die Wertminderung muss objektiv belegt werden (Gutachten, Unfallschaden, behördliche Fahrverbote)
  • Dokumentation: Der Grund und die Höhe der Abschreibung müssen im Anhang erläutert werden (§ 284 HGB)

Typische Fälle außerplanmäßiger Abschreibung bei LKW

Unfallschaden / Totalschaden

LKW mit Buchwert 40.000 € erleidet Unfallschaden. Reparaturkosten 55.000 €, Wiederbeschaffungswert 38.000 €. → Außerplanmäßige Abschreibung auf 38.000 € (bzw. auf Schrottwert bei wirtschaftlichem Totalschaden).

Fahrverbote / Umweltzonen

Diesel-LKW Euro 4 verliert durch neue Umweltzonenregelungen ab 2026 erheblich an Einsatzfähigkeit. Marktwert sinkt um 30 %. → Außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert erforderlich.

Die außerplanmäßige Abschreibung ist handelsrechtlich verpflichtend, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Steuerrechtlich ist sie nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG ebenfalls zulässig. Wird die Wertminderung später rückgängig (z. B. Marktwert steigt wieder), besteht ein Zuschreibungsgebot bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten (§ 253 Abs. 5 HGB).

Hinweis

Außerplanmäßige Abschreibungen wirken sich unmittelbar auf den Jahresüberschuss und die Eigenkapitalquote aus. Bei GmbHs, die den Jahresabschluss im Bundesanzeiger (veraltet) bzw. seit DiRUG im Unternehmensregister offenlegen, müssen diese Abschreibungen im Anhang erläutert werden, sofern sie wesentlich sind.

„Ein häufiger Fehler: Unfallschäden oder Marktwertverluste werden nicht zeitnah bilanziert, sondern erst bei Verkauf des LKW. Das führt zu überhöhten Buchwerten und falschen Jahresabschlüssen. Die Wertminderung muss im Jahr ihres Eintritts erfasst werden – nicht erst bei Abgang des Fahrzeugs.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Abgrenzung PKW vs. LKW: Welche Fahrzeuge gelten steuerlich als LKW?

Die Abgrenzung zwischen PKW und LKW ist steuerlich und bilanzrechtlich hochrelevant, da unterschiedliche Abschreibungsregeln, Vorsteuerabzugsmöglichkeiten und Privatnutzungsregelungen gelten. Maßgeblich ist nicht die umgangssprachliche Bezeichnung, sondern die Fahrzeugklasse nach Zulassungsbescheinigung Teil I sowie die tatsächliche Nutzung des Fahrzeugs.

Kriterien für die Einordnung als LKW (steuerlich)

  • Zulassungsbescheinigung Teil I: Eintrag im Feld J.1 als „N1“, „N2“ oder „N3“ (Güterbeförderung)
  • Bauartbedingte Nutzung: Fahrzeug ist primär für Gütertransport konstruiert (Ladefläche, Pritsche, Kastenwagen mit fest verbauter Trennwand)
  • Gewicht: Typischerweise zulässiges Gesamtgewicht über 3,5 t (aber auch leichte Nutzfahrzeuge 2,8–3,5 t können LKW sein)
  • Sitzplätze: Maximal 3 Sitzplätze inkl. Fahrer (Ausnahme: Doppelkabinen mit Pritsche können LKW sein)
  • Vorsteuerabzug: Bei als LKW zugelassenen Fahrzeugen ist der Vorsteuerabzug in der Regel möglich (bei PKW nur bei nachweislich ausschließlich betrieblicher Nutzung)

Typische Fahrzeugtypen und ihre Einordnung

Fahrzeugtyp Zulassungsklasse Steuerliche Einordnung Vorsteuerabzug
Mercedes Sprinter Kastenwagen (Trennwand) N1 LKW Ja
VW Transporter mit Pritsche N1 LKW Ja
Pick-up Doppelkabine (überwiegend Ladefläche) N1 LKW (wenn Ladefläche überwiegt) Ja
SUV (z. B. BMW X5) M1 PKW Nur bei 100 % betrieblicher Nutzung
VW Caddy (ohne Trennwand, Fensterscheiben) M1 PKW (trotz Transporter-Optik) Nur bei 100 % betrieblicher Nutzung
Sattelzugmaschine / 40-Tonner N3 LKW Ja

Achtung

Die Abgrenzung ist besonders bei leichten Nutzfahrzeugen (z. B. Kastenwagen, Pick-ups) fehleranfällig. Wird ein Fahrzeug fälschlicherweise als LKW behandelt, obwohl es steuerlich ein PKW ist, drohen Nachforderungen beim Vorsteuerabzug und bei der Privatnutzungsversteuerung. Im Zweifel sollte die Zulassungsbescheinigung Teil I geprüft werden.

„Wir erleben häufig, dass Mandanten einen VW Transporter als LKW behandeln, obwohl er als M1 (PKW) zugelassen ist. Entscheidend ist die bauartbedingte Nutzung und die Zulassungsklasse – nicht, was auf dem Fahrzeug steht. Bei Zweifelsfällen empfehlen wir eine Abstimmung mit dem Steuerberater vor der Anschaffung.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Die korrekte Einordnung hat Auswirkungen auf die Nutzungsdauer (LKW: 6–9 Jahre, PKW: 6 Jahre), den Vorsteuerabzug (LKW: i. d. R. voll, PKW: nur bei 100 % betrieblicher Nutzung) und die Privatnutzung (1-%-Regelung nur bei PKW, bei LKW i. d. R. keine private Nutzung unterstellt).

LKW-Abschreibung im Jahresabschluss: Ausweis und Offenlegungspflicht

Die korrekte Abschreibung von LKW muss im Jahresabschluss der GmbH ordnungsgemäß ausgewiesen werden. Nach § 264 HGB sind GmbHs verpflichtet, einen Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) aufzustellen und gemäß § 325 HGB beim Unternehmensregister offenzulegen. Seit dem Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie (DiRUG) vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister – nicht mehr beim Bundesanzeiger.

Ausweis der LKW-Abschreibung in der Bilanz und GuV

LKW werden in der Bilanz unter dem Posten „II. Sachanlagen“ → „Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung“ (bei kleineren GmbHs) oder als eigener Posten „Fuhrpark“ ausgewiesen. Die Abschreibungen werden kumuliert vom Anschaffungswert abgezogen, sodass der Restbuchwert (Nettoausweis) erscheint. In der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) werden die Abschreibungen unter Posten 7a „Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen“ erfasst.

Bilanzposten Anschaffungskosten Kumulierte Abschreibungen Buchwert (Bilanzausweis)
LKW 1 (2023 angeschafft) 97.000 € 36.375 € (3 Jahre) 60.625 €
LKW 2 (2025 angeschafft) 68.000 € 8.500 € (1 Jahr) 59.500 €
LKW 3 (2020 angeschafft) 82.000 € 61.500 € (6 Jahre) 20.500 €
Summe Fuhrpark 247.000 € 106.375 € 140.625 €

Offenlegungspflicht beim Unternehmensregister nach § 325 HGB

Alle GmbHs sind nach § 325 HGB verpflichtet, ihren Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag beim Unternehmensregister offenzulegen. Für den Bilanzstichtag 31.12.2025 läuft die Offenlegungsfrist also bis zum 31.12.2026. Vor der Offenlegung muss der Jahresabschluss durch die Gesellschafterversammlung festgestellt sein (§ 42a GmbHG: 11 Monate bei kleinen, 8 Monate bei mittelgroßen/großen GmbHs).

Achtung

Versäumnisse bei der Offenlegung werden mit Ordnungsgeld nach § 335 HGB geahndet (Regelfall: 500–25.000 €). Die Offenlegung erfolgt seit DiRUG (01.08.2022) ausschließlich beim Unternehmensregister – nicht mehr beim Bundesanzeiger. Fehlerhafte Abschreibungen (z. B. falsche Nutzungsdauer) fallen bei der Offenlegung auf und können zu Nachfragen oder Bußgeldern führen.

  • Jahresabschluss aufstellen (Bilanz, GuV, Anhang) gemäß § 264 HGB
  • LKW-Abschreibungen korrekt nach § 253 Abs. 3 HGB und AfA-Tabelle berechnen
  • Feststellung durch Gesellschafterversammlung innerhalb der Fristen nach § 42a GmbHG
  • Offenlegung beim Unternehmensregister innerhalb 12 Monate nach Bilanzstichtag (§ 325 HGB)
  • Anhang-Angaben bei wesentlichen außerplanmäßigen Abschreibungen (§ 284 HGB)
  • Bei Leasing: Zurechnung prüfen und ggf. im Anhang erläutern

Wer den Jahresabschluss nicht selbst erstellen möchte oder kann, kann digitale Steuerberater-Leistungen in Anspruch nehmen. OnlineBilanz bietet GmbH-Geschäftsführern Jahresabschlüsse durch zugelassene Steuerberater zu transparenten Festpreisen – inklusive Offenlegung beim Unternehmensregister. So wird sichergestellt, dass alle Fristen und Vorschriften eingehalten werden.

„Die Offenlegungspflicht wird von vielen Mandanten unterschätzt. Wir stellen sicher, dass der Jahresabschluss nicht nur fachlich korrekt ist, sondern auch fristgerecht beim Unternehmensregister eingereicht wird. Gerade bei komplexen Anlagevermögen wie Fuhrparks mit mehreren LKW ist eine saubere Dokumentation und Abschreibungsplanung entscheidend.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Häufig gestellte Fragen

Kann ich einen LKW sofort vollständig abschreiben?

Nein, eine sofortige Vollabschreibung ist nach § 255 HGB und § 7 EStG nicht zulässig. LKW sind planmäßig über die Nutzungsdauer abzuschreiben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 Euro (§ 6 Abs. 2 EStG) oder Sammelposten bis 1.000 Euro (§ 6 Abs. 2a EStG) können sofort abgesetzt werden – dies betrifft jedoch keine LKW, da deren Anschaffungskosten regelmäßig weit darüber liegen.

Wie wirken sich Unfallschäden auf die Abschreibung eines LKW aus?

Bei einem Unfallschaden ist zu prüfen, ob eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 3 HGB erforderlich ist. Liegt eine dauerhafte Wertminderung vor (z. B. Totalschaden ohne vollständige Versicherungsdeckung), muss der Buchwert auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben werden. Reparaturkosten, die den Nutzungswert wiederherstellen, sind als Erhaltungsaufwand sofort abzugsfähig oder aktivierungspflichtig, falls sie den Wert erhöhen.

Unterscheidet sich die Abschreibung bei E-LKW und Diesel-LKW?

Grundsätzlich gelten für Elektro-LKW dieselben AfA-Regeln wie für Diesel-LKW (Nutzungsdauer 8–9 Jahre nach amtlicher AfA-Tabelle). Allerdings können für E-LKW höhere Sonderabschreibungen, Investitionsabzugsbeträge oder Förderungen (z. B. BAFA) in Anspruch genommen werden. Die Batterie kann unter Umständen separat aktiviert und mit kürzerer Nutzungsdauer abgeschrieben werden, falls sie austauschbar ist und eigenständig bewertet wird.

Muss ich bei einem LKW-Verkauf vor Ende der Nutzungsdauer eine Gewinn- oder Verlustrechnung erstellen?

Ja. Wird ein LKW vor Ablauf der Nutzungsdauer verkauft, ist die Differenz zwischen Verkaufserlös und Restbuchwert (Anschaffungskosten abzüglich bisheriger Abschreibungen) als Veräußerungsgewinn (§ 16 EStG) oder Veräußerungsverlust zu erfassen. Der Gewinn/Verlust ist in der GuV auszuweisen und unterliegt der Besteuerung bzw. ist steuerlich abzugsfähig. Eine ordnungsgemäße Dokumentation ist Pflicht.

Kann ich bei mehreren LKW unterschiedliche Abschreibungsmethoden anwenden?

Grundsätzlich ja, solange die gewählte Methode (linear, degressiv, leistungsbezogen) für das jeweilige Wirtschaftsgut sachgerecht ist und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (§ 238 HGB, § 252 HGB) entspricht. Innerhalb eines Wirtschaftsjahres und einer Anlagengruppe sollte jedoch Stetigkeit gewahrt werden (§ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB). Unterschiedliche Methoden für verschiedene LKW müssen nachvollziehbar begründet sein.

Was passiert, wenn ich die Nutzungsdauer eines LKW falsch geschätzt habe?

Eine nachträgliche Korrektur der Nutzungsdauer ist nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB möglich, wenn sich die tatsächliche Nutzungsdauer von der ursprünglichen Schätzung unterscheidet. Die Restbuchwerte sind dann prospektiv über die verbleibende, neu geschätzte Nutzungsdauer zu verteilen. Eine rückwirkende Änderung ist nicht zulässig; die Anpassung erfolgt ab dem Zeitpunkt der Erkenntnis. Die Änderung ist im Anhang zu erläutern.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), Einkommensteuergesetz (EStG), Amtliche AfA-Tabellen (BMF), GmbH-Gesetz (GmbHG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Kontakt & häufige Fragen

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Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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