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Datum

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17–25 Minuten

OnlineBilanzBlogAbschreibung berechnen

Abschreibung berechnen 2026: Methoden & Praxisbeispiele

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die korrekte Berechnung von Abschreibungen ist eine Kernaufgabe im Jahresabschluss jeder Kapitalgesellschaft. Wer die Methoden nach § 253 HGB beherrscht, vermeidet Bilanzierungsfehler und stellt die handelsrechtliche Ordnungsmäßigkeit sicher. Dabei ist auch die Anlagenintensität der Kapitalgesellschaft eine wichtige Kennzahl für die Bewertung des Anlagevermögens. Dieser Leitfaden erklärt lineare, degressive und außerplanmäßige Abschreibungen – mit konkreten Formeln, Praxisbeispielen und Software-Empfehlungen für 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Abschreibungen verteilen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Vermögensgegenstands systematisch auf seine Nutzungsdauer. Nach § 253 Abs. 3 HGB sind planmäßige Abschreibungen (linear, degressiv, leistungsbezogen) und außerplanmäßige Abschreibungen (bei dauerhafter Wertminderung) zu unterscheiden. Die häufigste Methode ist die lineare Abschreibung: Anschaffungskosten geteilt durch Nutzungsdauer. Korrekte Abschreibungsberechnung ist Pflicht für den ordnungsgemäßen Jahresabschluss.

Was ist eine Abschreibung und warum muss sie berechnet werden?

Abschreibungen bilden den Wertverzehr von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens planmäßig ab. Nach § 253 Abs. 3 HGB sind Vermögensgegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen anzusetzen. Die Abschreibung ist somit keine bloße Buchungstechnik, sondern zwingende bilanzrechtliche Pflicht zur periodengerechten Aufwandsverteilung.

Für die GmbH hat die korrekte Berechnung der Abschreibung unmittelbare Konsequenzen: Sie mindert den Jahresüberschuss und damit die Steuerlast, beeinflusst die Eigenkapitalquote und bestimmt die Ausschüttungsfähigkeit. Fehlerhafte Abschreibungen können zur Versagung des Betriebsausgabenabzugs oder zur Bilanzberichtigung nach § 4 Abs. 2 EStG führen.

Handels- vs. Steuerbilanz

Während § 253 HGB in der Handelsbilanz ein Wahlrecht zwischen linearer und leistungsbezogener Abschreibung vorsieht, kennt die Steuerbilanz nach § 7 EStG strengere Vorgaben. Die lineare Abschreibung ist steuerlich stets zulässig, degressiv seit 2011 nur noch in Ausnahmefällen (z. B. zeitlich befristete Fördermaßnahmen). GmbHs müssen beide Perspektiven berücksichtigen und bei Abweichungen latente Steuern nach § 274 HGB bilden.

Die Pflicht zur Abschreibung trifft alle Kapitalgesellschaften unabhängig von ihrer Größenklasse nach § 267 HGB. Auch Kleinstgesellschaften nach § 267a HGB, die von Erleichterungen bei der Offenlegung profitieren, müssen Abschreibungen ordnungsgemäß berechnen und dokumentieren.

Welche Vermögensgegenstände müssen abgeschrieben werden?

Abschreibungspflichtig sind alle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer. Das umfasst nach § 247 Abs. 2 HGB sowohl Sachanlagen (Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung) als auch immaterielle Vermögensgegenstände (erworbene Lizenzen, Patente, Software).

Sachanlagen: Die Klassiker der Abschreibung

  • Gebäude: Bauliche Anlagen auf fremdem oder eigenem Grund, Abschreibung in der Regel 2–3 % p. a. nach AfA-Tabelle
  • Maschinen und technische Anlagen: Produktionsanlagen, Werkzeuge, typisch 10–20 % je nach Branche und Nutzungsintensität
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung: Büromöbel, IT-Hardware, Telekommunikation, meist 10–33,33 % (3–10 Jahre Nutzungsdauer)
  • Fahrzeuge: Pkw, Lkw, Transporter, gewöhnlich 16,67 % (6 Jahre) bzw. branchenspezifisch

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens dürfen nach § 248 Abs. 2 HGB aktiviert werden (Wahlrecht), müssen dann aber planmäßig abgeschrieben werden. Erworbene Lizenzen, Patente oder Software sind aktivierungspflichtig und über die voraussichtliche Nutzungsdauer abzuschreiben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert (§ 246 Abs. 1 Satz 4 HGB) ist nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abzuschreiben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 800 Euro netto können nach § 6 Abs. 2 EStG sofort als Betriebsausgabe abgezogen werden (Wahlrecht). Alternativ besteht für Wirtschaftsgüter zwischen 250 und 1.000 Euro die Möglichkeit der Sammelpostenbildung nach § 6 Abs. 2a EStG mit Abschreibung über 5 Jahre. Die handelsrechtliche Behandlung folgt hier regelmäßig der steuerlichen Vereinfachung.

Nicht abgeschrieben werden Grundstücke (unbegrenzte Nutzungsdauer), Finanzanlagen sowie Umlaufvermögen. Letzteres wird nach dem strengen Niederstwertprinzip des § 253 Abs. 4 HGB bewertet, nicht planmäßig abgeschrieben.

Wie berechnet man die lineare Abschreibung?

Die lineare Abschreibung verteilt die Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichmäßig auf die voraussichtliche Nutzungsdauer. Sie ist nach § 7 Abs. 1 EStG steuerlich stets zulässig und handelsrechtlich nach § 253 Abs. 3 Satz 2 HGB die Regelabschreibungsmethode. Die Berechnung erfolgt nach der Formel:

Formel lineare Abschreibung

Jährliche Abschreibung = Anschaffungskosten ÷ Nutzungsdauer (Jahre)Abschreibungssatz (%) = 100 % ÷ Nutzungsdauer

Praktisches Berechnungsbeispiel

Eine GmbH erwirbt am 15.03.2025 eine Produktionsmaschine für 120.000 Euro netto (Anschaffungskosten). Laut AfA-Tabelle beträgt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer 8 Jahre.

Position Wert
Anschaffungskosten 120.000 €
Nutzungsdauer 8 Jahre
Jährliche Abschreibung 15.000 € (120.000 ÷ 8)
Abschreibungssatz 12,5 % p. a.
Monatliche Abschreibung 2025 1.250 € × 10 Monate = 12.500 €

Im Anschaffungsjahr 2025 wird zeitanteilig abgeschrieben: Von März bis Dezember sind das 10 Monate, entsprechend 10/12 von 15.000 Euro = 12.500 Euro. In den Folgejahren 2026–2032 beträgt die Abschreibung jeweils 15.000 Euro. Im letzten Jahr (2033) werden die verbleibenden 2.500 Euro (2 Monate) abgeschrieben.

„Die zeitanteilige Abschreibung im Anschaffungsjahr wird häufig übersehen. Wir empfehlen, bereits bei Vertragsschluss den Anschaffungszeitpunkt zu dokumentieren, um spätere Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz zu vermeiden. Besonders bei größeren Investitionen am Jahresende kann die Monatsabgrenzung erhebliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

AfA-Tabellen als Orientierung

Das Bundesfinanzministerium veröffentlicht amtliche AfA-Tabellen, die für die meisten Wirtschaftsgüter die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer festlegen. Diese Tabellen sind nicht zwingend, bieten aber eine widerlegbare Vermutung. Eine GmbH kann im Einzelfall nachweisen, dass die tatsächliche Nutzungsdauer kürzer ist (z. B. durch intensivere Nutzung, technische Überholung), muss dies aber schlüssig dokumentieren.

Wann sind degressive oder leistungsbezogene Abschreibungen zulässig?

Neben der linearen Abschreibung kennt das Handels- und Steuerrecht weitere Abschreibungsmethoden, die in spezifischen Konstellationen vorteilhaft sein können. Die Wahl der Methode muss zu Beginn der Nutzung getroffen und über die gesamte Nutzungsdauer beibehalten werden (Methodenstetigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB).

Degressive Abschreibung: Steuerlich eingeschränkt

Die degressive Abschreibung nach § 7 Abs. 2 EStG wurde zum 01.01.2011 abgeschafft. Lediglich für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die in den Jahren 2020 und 2021 angeschafft oder hergestellt wurden, galt befristet eine Wiedereinführung (degressive AfA mit maximal 25 % vom Restbuchwert, höchstens das 2,5-fache der linearen AfA). Für Anschaffungen ab 2022 ist die degressive Abschreibung steuerlich nicht mehr anwendbar.

Handelsrechtlich bleibt die degressive Abschreibung nach § 253 Abs. 3 Satz 2 HGB zulässig, soweit sie dem tatsächlichen Wertverzehr entspricht. In der Praxis führt dies zu Mehr-/Minderabführungen latenter Steuern nach § 274 HGB, da handels- und steuerrechtliche Buchwerte auseinanderfallen.

Leistungsbezogene Abschreibung: Für variable Nutzung

Die leistungsbezogene Abschreibung orientiert sich nicht an der Zeit, sondern an der tatsächlichen Inanspruchnahme (z. B. gefahrene Kilometer, produzierte Stückzahlen, Maschinenstunden). Sie ist handelsrechtlich nach § 253 Abs. 3 Satz 2 HGB zulässig und steuerlich nach § 7 Abs. 1 Satz 6 EStG anerkannt, sofern die Leistungsabgabe verlässlich gemessen werden kann.

Formel leistungsbezogene Abschreibung

Abschreibung je Einheit = Anschaffungskosten ÷ Gesamtleistung (Einheiten)Jahresabschreibung = Abschreibung je Einheit × Ist-Leistung im Jahr

Beispiel: Ein Lkw wird für 150.000 Euro erworben, die voraussichtliche Gesamtlaufleistung beträgt 500.000 km. Die Abschreibung je Kilometer beträgt 0,30 Euro. Bei 80.000 gefahrenen Kilometern im Jahr 2025 ergibt sich eine Abschreibung von 24.000 Euro.

Dokumentationspflicht bei leistungsbezogener AfA

Die tatsächliche Leistung muss lückenlos dokumentiert werden (Fahrtenbuch, Maschinenlaufzettel, Produktionsstatistiken). Fehlt eine plausible Aufzeichnung, kann das Finanzamt die Anerkennung versagen und auf lineare Abschreibung bestehen. Eine nachträgliche Umstellung ist nur bei Änderung der Nutzungsverhältnisse zulässig.

Wann müssen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen werden?

Außerplanmäßige Abschreibungen erfassen dauerhafte Wertminderungen, die über den planmäßigen Wertverzehr hinausgehen. Nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB sind Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abzuschreiben. Für Finanzanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände besteht diese Pflicht unabhängig von der Dauerhaftigkeit (§ 253 Abs. 3 Satz 6 HGB).

Anlässe für außerplanmäßige Abschreibungen

  • Technische Überholung: Neue Technologien machen vorhandene Maschinen obsolet
  • Physische Beschädigung: Unfall, Brand, Naturereignis ohne vollständige Versicherungsdeckung
  • Marktveränderungen: Nachfragerückgang, Preisverfall für produzierte Güter
  • Rechtliche Restriktionen: Nutzungsverbote, Umweltauflagen, die Nutzung einschränken
  • Betriebliche Umstellung: Produktionsverlagerung, die Anlagen unbrauchbar macht

Die Dauerhaftigkeit ist gegeben, wenn mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass die Wertminderung nicht nur vorübergehend ist. Die Beweislast liegt bei der GmbH. Maßgeblich ist der beizulegende Wert, der sich nach § 255 Abs. 4 HGB am Marktpreis oder bei fehlender Marktgängigkeit am Ertragswert orientiert.

„In der Praxis bereitet die Abgrenzung zwischen vorübergehender und dauerhafter Wertminderung häufig Schwierigkeiten. Wir empfehlen eine schriftliche Dokumentation der Werthaltigkeitsprüfung mit konkreten Anhaltspunkten. Gerade bei technologischen Umbrüchen – etwa der Elektrifizierung im Fahrzeugbereich – sollten Geschäftsführer frühzeitig mit ihrem Steuerberater klären, ob außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf besteht.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB

Entfallen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung, besteht nach § 253 Abs. 5 HGB ein Wertaufholungsgebot: Der Vermögensgegenstand ist auf den höheren Wert zuzuschreiben, höchstens jedoch auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten (unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibung). Diese Zuschreibungspflicht gilt nicht für den Geschäfts- oder Firmenwert (§ 253 Abs. 5 Satz 2 HGB).

Steuerlich ist die Zuschreibung nach § 7 Abs. 1 Satz 7 EStG ebenfalls verpflichtend, sofern die Gründe für die Teilwertabschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf den Teilwert, höchstens auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Wie ermittelt man die Anschaffungs- und Herstellungskosten korrekt?

Die Bemessungsgrundlage jeder Abschreibung sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach § 255 HGB. Nur deren korrekte Ermittlung führt zu richtigen Abschreibungsbeträgen und damit zu einem den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Jahresabschluss.

Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB

Anschaffungskosten sind alle Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, soweit sie dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können. Dazu gehören:

Kostenart Behandlung
Kaufpreis (netto) Vollständig aktivierungspflichtig
Bezugsnebenkosten (Fracht, Montage, Zoll) Aktivierungspflichtig
Anschaffungsnahe Aufwendungen (Inbetriebnahme) Aktivierungspflichtig
Anschaffungspreisminderungen (Rabatte, Skonti) Abzusetzen
Umsatzsteuer Nur aktivieren, wenn nicht vorsteuerabzugsberechtigt
Finanzierungskosten (Zinsen) Nicht aktivierungsfähig (§ 255 Abs. 1 Satz 3 HGB)

Nachträgliche Anschaffungskosten (z. B. nachträgliche Verbesserungen, Erweiterungen) erhöhen den Buchwert und werden über die Restnutzungsdauer abgeschrieben. Reine Instandhaltungskosten sind hingegen sofort als Aufwand zu erfassen.

Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 und 3 HGB

Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten für die Herstellung eines Vermögensgegenstands entstehen. Die Ermittlung erfolgt nach einem dreigliedrigen Schema:

  • Pflichtbestandteile: Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung, Material- und Fertigungsgemeinkosten
  • Wahlrechte: Angemessene Teile der Verwaltungskosten, angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und betriebliche Altersversorgung (soweit auf den Herstellungszeitraum entfallen)
  • Aktivierungsverbote: Vertriebskosten, Forschungskosten (außer Entwicklungskosten bei aktivierungsfähigen selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen), unangemessen hohe Leerkosten

Steuerliche Besonderheit: Vollkostenansatz

Steuerlich ist nach § 6 Abs. 1 Nr. 1b EStG ein Vollkostenansatz vorgeschrieben: Verwaltungs- und Sozialkosten müssen einbezogen werden, soweit sie auf den Herstellungszeitraum entfallen. Dies führt regelmäßig zu höheren steuerlichen Herstellungskosten als handelsrechtlich und erfordert die Bildung aktiver latenter Steuern nach § 274 HGB.

Für selbst erstellte Anlagen (z. B. Eigenbauten, intern entwickelte Software) ist die Herstellungskostenermittlung oft komplex und erfordert ein funktionierendes Kostenrechnungssystem. Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lässt, profitiert von dessen Erfahrung in der Herstellungskostenabgrenzung – etwa bei OnlineBilanz.de, wo Steuerberater die vollständige Jahresabschlusserstellung übernehmen.

Wie werden Abschreibungen im Jahresabschluss dargestellt?

Die Abschreibungen sind in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen und im Anhang zu erläutern. Die Vorschriften unterscheiden sich je nach Größenklasse nach § 267 HGB und gewählter Darstellungsform.

Ausweis in der Bilanz

Nach § 266 Abs. 2 HGB sind Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, anzusetzen. In der Praxis erfolgt der Ausweis entweder:

Nettomethode (Standardfall)

In der Bilanz erscheint nur der Restbuchwert (Anschaffungskosten minus kumulierte Abschreibungen). Die Entwicklung wird im Anlagenspiegel nach § 284 Abs. 3 HGB detailliert dargestellt.

Bruttomethode (selten)

Anschaffungskosten und kumulierte Abschreibungen werden getrennt ausgewiesen. Diese Darstellung ist handelsrechtlich zulässig, in der Praxis aber unüblich und nur bei besonderen Transparenzanforderungen sinnvoll.

Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Abschreibungen erscheinen je nach gewähltem Gliederungsschema unterschiedlich:

  • Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB): Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens als eigener Posten Nr. 7a (planmäßig) und 7b (außerplanmäßig)
  • Umsatzkostenverfahren (§ 275 Abs. 3 HGB): Abschreibungen gehen in die funktionalen Kostenblöcke ein (Herstellungskosten, Vertriebskosten, Verwaltungskosten) und werden dort nicht gesondert ausgewiesen, außer für Finanzanlagen und Wertpapiere des UV

Anlagenspiegel nach § 284 Abs. 3 HGB

Im Anhang müssen mittelgroße und große Kapitalgesellschaften die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens darstellen. Der Anlagenspiegel gliedert sich in:

Spalte Inhalt
Anschaffungs-/Herstellungskosten Jahresanfang Buchwert zu Beginn des Geschäftsjahres
Zugänge Anschaffungen, Herstellungen, Zuschreibungen
Abgänge Verkäufe, Verschrottungen, Übertragungen
Umbuchungen Umgliederungen zwischen Anlageklassen
Anschaffungs-/Herstellungskosten Jahresende Summe nach Bewegungen
Kumulierte Abschreibungen Jahresanfang Stand zu Beginn
Abschreibungen des Geschäftsjahres Planmäßige und außerplanmäßige AfA
Abschreibungen auf Abgänge Auf ausgeschiedene Vermögensgegenstände
Kumulierte Abschreibungen Jahresende Stand zum Bilanzstichtag
Restbuchwerte Jahresanfang / Jahresende Nettobuchwerte

Kleine Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 1 HGB sind von der Pflicht zum Anlagenspiegel befreit, sofern sie die Erleichterungen des § 288 HGB in Anspruch nehmen. Allerdings ist die Erstellung eines Anlagenspiegels auch für diese Gesellschaften zu Dokumentationszwecken und zur Erleichterung der Abschreibungsberechnung dringend zu empfehlen.

„Ein sauber geführter Anlagenspiegel ist das Herzstück jeder Abschreibungsrechnung. Wir erleben immer wieder, dass Unternehmen bei der Übergabe der Buchhaltung keinen aktuellen Anlagenspiegel vorweisen können. Das führt zu erheblichem Mehraufwand bei der Jahresabschlusserstellung. Bei OnlineBilanz erwarten wir von unseren Mandanten eine digitale Anlagenbuchhaltung oder übernehmen auf Wunsch die Pflege im Rahmen des Festpreis-Pakets.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Welche Fehler sollten bei der Abschreibungsberechnung vermieden werden?

Fehlerhafte Abschreibungen führen zu verzerrten Jahresabschlüssen, steuerlichen Risiken und im schlimmsten Fall zu Haftungsansprüchen gegen den Geschäftsführer nach § 43 GmbHG. Die häufigsten Fehlerquellen lassen sich durch systematisches Vorgehen und klare Dokumentation vermeiden.

Die zehn häufigsten Fehler in der Praxis

  1. Falsche Nutzungsdauer: Abweichung von AfA-Tabellen ohne Dokumentation der tatsächlichen Verhältnisse
  2. Fehlende zeitanteilige Abschreibung im Anschaffungsjahr: Vollabschreibung statt monatsgenaue Berechnung
  3. Aktivierung von Erhaltungsaufwand: Instandhaltungskosten werden fälschlicherweise aktiviert statt sofort als Aufwand erfasst
  4. Nichtbeachtung von GWG-Grenzen: Geringwertige Wirtschaftsgüter werden über Jahre abgeschrieben, obwohl Sofortabzug möglich wäre
  5. Unterlassene außerplanmäßige Abschreibung: Dauerhafte Wertminderungen werden nicht erkannt oder ignoriert
  6. Fehlende Wertaufholung: Zuschreibungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB wird übersehen
  7. Inkonsistenz Handels-/Steuerbilanz: Unterschiedliche Abschreibungsmethoden ohne Bildung latenter Steuern
  8. Mangelnde Dokumentation: Keine schriftliche Begründung für Abweichungen von Standardverfahren
  9. Fehlender Anlagenspiegel: Keine nachvollziehbare Entwicklung der Anlagegüter
  10. Nachträgliche Anschaffungskosten nicht erfasst: Erweiterungen oder Verbesserungen werden sofort als Aufwand behandelt

Vorsicht bei Methodenwechsel

Ein Wechsel der Abschreibungsmethode ist nach § 252 Abs. 2 HGB nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig und im Anhang zu erläutern. Steuerlich ist ein Wechsel von linear zu degressiv nicht möglich, umgekehrt aber unter bestimmten Voraussetzungen (§ 7 Abs. 3 EStG a. F. für Altfälle). Ungeplante Methodenwechsel können zur Nichtanerkennung der Abschreibung führen.

Interne Kontrolle und Vier-Augen-Prinzip

Die Abschreibungsberechnung sollte nicht isoliert durch eine Person erfolgen. Empfehlenswert ist ein gestuftes Kontrollsystem:

  • Anlagenzugänge werden zeitnah und vollständig in der Anlagenbuchhaltung erfasst
  • Nutzungsdauern werden bei jeder Neuinvestition geprüft und dokumentiert
  • Zum Jahresende erfolgt eine Werthaltigkeitsprüfung aller Anlagegüter
  • Der Anlagenspiegel wird vor Jahresabschlusserstellung mit der Finanzbuchhaltung abgestimmt
  • Abschreibungen werden vor Feststellung des Jahresabschlusses durch Geschäftsführung oder externen Steuerberater geprüft

Wer sich unsicher ist oder keine eigene Buchhaltungsabteilung unterhält, sollte die Abschreibungsberechnung einem Steuerberater überlassen. Auf OnlineBilanz.de erhalten GmbHs ihren Jahresabschluss durch zugelassene Steuerberater zum transparenten Festpreis – inklusive korrekter Abschreibungsberechnung, Anlagenspiegel und aller erforderlichen Anhangsangaben.

Welche Software unterstützt bei der Abschreibungsberechnung?

Die manuelle Berechnung von Abschreibungen ist fehleranfällig und zeitaufwendig. Moderne Buchhaltungssoftware automatisiert die Abschreibungsrechnung weitgehend und minimiert das Fehlerrisiko. Für GmbHs mit mehreren Anlagegütern ist eine digitale Anlagenbuchhaltung praktisch unverzichtbar.

Funktionen professioneller Anlagenbuchhaltungssoftware

  • Automatische Abschreibungsberechnung: Linear, degressiv, leistungsbezogen nach einmaliger Parametrierung
  • Zeitanteilige Berechnung: Monatsgenau ab Anschaffungsdatum
  • Mehrere Abschreibungskreise: Getrennte Führung von Handels- und Steuerbilanz
  • Anlagenspiegel-Generierung: Automatische Erstellung nach § 284 Abs. 3 HGB
  • Inventarverwaltung: Verknüpfung mit Inventurnummern, Standorten, Kostenstellen
  • GoBD-konforme Archivierung: Revisionssichere Dokumentation aller Anlagenbewegungen
  • Schnittstellen: Automatische Buchung der Abschreibungen in die Finanzbuchhaltung

Marktübersicht: Softwarelösungen für verschiedene Unternehmensgrößen

Kleinunternehmen & Start-ups

Cloud-Lösungen wie lexoffice, sevDesk oder FastBill mit integrierter Anlagenverwaltung. Meist monatliche Abrechnung, einfache Bedienung, ausreichend für wenige Anlagegüter.

Mittelständische GmbHs

DATEV Anlagenbuchhaltung, Agenda oder Diamant. Umfassende Funktionen, Mandantenfähigkeit, direkte Anbindung an Steuerberater. Höherer Schulungsaufwand, professionelle Betreuung empfohlen.

Konzerne & Holdingstrukturen

ERP-Systeme wie SAP FI-AA, Microsoft Dynamics oder Oracle E-Business Suite. Volle Integration in Konzernrechnungswesen, mehrere Rechnungslegungsstandards (HGB, IFRS), komplexe Abschreibungsmodelle.

Schnittstelle zum Steuerberater

Die meisten Steuerberater arbeiten mit DATEV. Wer seine Buchhaltung selbst führt, sollte auf eine DATEV-kompatible Export-Funktion achten. Alternativ bieten viele Cloud-Lösungen direkte Freigabe-Workflows, mit denen der Steuerberater Lesezugriff erhält. OnlineBilanz nutzt standardisierte Schnittstellen, um Mandantendaten effizient zu übernehmen – unabhängig vom eingesetzten Vorsystem.

Grenzen der Automatisierung

Software kann die Berechnung automatisieren, nicht aber die fachliche Beurteilung ersetzen. Die Festlegung der Nutzungsdauer, die Prüfung außerplanmäßiger Abschreibungen und die Abgrenzung zwischen Erhaltungsaufwand und Herstellungskosten erfordern bilanzrechtliches Know-how. Hier bleibt die Verantwortung beim Geschäftsführer oder beim mandatierten Steuerberater.

„Wir sehen oft, dass Unternehmen zwar eine Anlagenbuchhaltungssoftware einsetzen, aber die Stammdaten fehlerhaft gepflegt sind. Falsche Nutzungsdauern, nicht erfasste Abgänge oder fehlende Umbuchungen führen dann zu falschen Abschreibungen. Software ist nur so gut wie die Daten, die man eingibt. Bei OnlineBilanz prüfen unsere Steuerberater den Anlagenspiegel im Rahmen der Jahresabschlusserstellung kritisch und korrigieren systematische Fehler.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Praxisfall: Vollständige Abschreibungsberechnung einer GmbH

Die Beispiel-GmbH aus Stuttgart schafft im Jahr 2025 verschiedene Vermögensgegenstände an. Wir berechnen die Abschreibungen für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) sowohl handels- als auch steuerrechtlich und zeigen die Darstellung im Jahresabschluss.

Ausgangssituation und Anschaffungen 2025

Vermögensgegenstand Anschaffungsdatum AK netto Nutzungsdauer Methode
Bürogebäude (gekauft) 01.02.2025 800.000 € 40 Jahre linear
Produktionsmaschine 15.03.2025 120.000 € 8 Jahre linear
Firmenwagen (Pkw) 10.05.2025 45.000 € 6 Jahre linear
IT-Server 01.07.2025 18.000 € 5 Jahre linear
Büromöbel 20.09.2025 12.000 € 10 Jahre linear
Notebook (GWG) 15.11.2025 650 € Sofortabzug

Berechnung der Abschreibungen 2025

Alle Anschaffungen werden ab Monat der Anschaffung zeitanteilig abgeschrieben. Der Notebook wird nach § 6 Abs. 2 EStG als GWG sofort als Betriebsausgabe abgezogen.

Position Jahres-AfA Monate 2025 AfA 2025 Restbuchwert 31.12.2025
Bürogebäude 20.000 € 11 (Feb–Dez) 18.333 € 781.667 €
Produktionsmaschine 15.000 € 10 (Mär–Dez) 12.500 € 107.500 €
Firmenwagen 7.500 € 8 (Mai–Dez) 5.000 € 40.000 €
IT-Server 3.600 € 6 (Jul–Dez) 1.800 € 16.200 €
Büromöbel 1.200 € 4 (Sep–Dez) 400 € 11.600 €
Notebook (GWG) 650 € Sofortabzug 0 €

Gesamte Abschreibung 2025: 18.333 + 12.500 + 5.000 + 1.800 + 400 = 38.033 Euro planmäßige AfA, zuzüglich 650 Euro GWG-Sofortabzug = 38.683 Euro Gesamtaufwand aus Abschreibungen.

Darstellung in der Bilanz (Aktivseite, Auszug)

Anlagevermögen 31.12.2025 (€)
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 781.667
2. Technische Anlagen und Maschinen 107.500
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.800
Summe Sachanlagen 956.967

Darstellung in der GuV (Gesamtkostenverfahren, Auszug)

Position 2025 (€)
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 38.683
davon planmäßig (38.033)
davon außerplanmäßig (0)

Anlagenspiegel 2025 (vereinfacht)

Position AK 01.01. Zugang Abgang AK 31.12. Kum. AfA Restbuchwert
Grundstücke/Gebäude 0 800.000 0 800.000 18.333 781.667
Techn. Anlagen 0 120.000 0 120.000 12.500 107.500
Andere Anlagen (BGA) 0 75.650 650 75.000 7.200 67.800
Summe 0 995.650 650 995.000 38.033 956.967

Der GWG-Abgang (650 Euro Notebook) erscheint als Zugang und sofortiger Abgang, die 650 Euro sind in der GuV als Aufwand erfasst, nicht als Abschreibung im engeren Sinne (häufig unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen).

„Dieser Praxisfall zeigt: Eine saubere Abschreibungsrechnung erfordert detaillierte Dokumentation ab dem ersten Tag der Anschaffung. Gerade bei mehreren Anschaffungen im Jahr ist manuelle Berechnung fehleranfällig. Unsere Mandanten bei OnlineBilanz übermitteln uns ihre Anlagenzugänge laufend digital, wir pflegen den Anlagenspiegel und stellen sicher, dass zum Jahresende alle Abschreibungen korrekt berechnet und gebucht sind.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Häufig gestellte Fragen

Kann ich auf eine bereits begonnene lineare Abschreibung zur degressiven Methode wechseln?

Ein Wechsel von linearer zu degressiver Abschreibung ist handelsrechtlich grundsätzlich nicht zulässig, da dies gegen das Stetigkeitsgebot nach § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB verstößt. Ein Methodenwechsel muss sachlich begründet sein und wird in der Praxis nur in Ausnahmefällen anerkannt. Steuerrechtlich ist ein solcher Wechsel nach § 7 Abs. 3 EStG ebenfalls ausgeschlossen. Anders ist die Situation beim Wechsel von degressiv zu linear, der einmalig möglich ist.

Wie ermittle ich die Restnutzungsdauer bei gebraucht erworbenen Anlagen?

Bei gebraucht erworbenen Vermögensgegenständen ist die voraussichtliche Restnutzungsdauer im Zeitpunkt der Anschaffung zu schätzen. Maßgeblich ist nicht die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer eines Neuteils, sondern die bei Ihnen noch verbleibende Nutzungszeit unter Berücksichtigung von Alter, Zustand und Vornutzung. Die AfA-Tabellen dienen dabei nur als Orientierung. Eine Begründung der Schätzung sollte dokumentiert werden.

Muss ich Abschreibungen auch dann vornehmen, wenn das Unternehmen Verlust macht?

Ja, Abschreibungen sind unabhängig von der Ertragslage zwingend vorzunehmen. Sie folgen dem Prinzip der planmäßigen Wertverteilung nach § 253 Abs. 3 HGB und sind nicht vom Jahresergebnis abhängig. Das Unterlassen von Abschreibungen führt zu einer Überbewertung des Anlagevermögens und verstößt gegen handelsrechtliche Bewertungsgrundsätze. Auch steuerrechtlich ist die Abschreibung in der Regel Pflicht, nicht Wahlrecht.

Wie behandle ich nachträgliche Anschaffungskosten bei bereits abgeschriebenen Anlagen?

Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten (z. B. wesentliche Modernisierungen) erhöhen die Anschaffungs-/Herstellungskosten des Vermögensgegenstands nach § 255 HGB. Sie werden aktiviert und über die Restnutzungsdauer abgeschrieben. Verlängern die Maßnahmen die Nutzungsdauer oder verbessern sie den Gegenstand wesentlich, kann eine neue Nutzungsdauer geschätzt werden. Reine Instandhaltung und Reparatur werden dagegen sofort als Aufwand erfasst.

Gelten für immaterielle Vermögensgegenstände besondere Abschreibungsregeln?

Ja. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (z. B. Lizenzen, Patente) müssen nach § 253 Abs. 3 HGB planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Bei unbestimmter Nutzungsdauer wird üblicherweise ein Zeitraum von zehn Jahren angesetzt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände dürfen seit dem BilMoG unter bestimmten Voraussetzungen aktiviert werden (§ 248 Abs. 2 HGB). Ein entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert muss nach § 285 Nr. 13 HGB planmäßig abgeschrieben werden.

Was passiert steuerlich, wenn handelsrechtlich höhere Abschreibungen angesetzt werden als steuerlich zulässig?

Handelsrechtlich gelten die Bewertungsvorschriften des HGB, steuerrechtlich die des EStG. Setzt ein Unternehmen handelsrechtlich höhere Abschreibungen an als steuerlich anerkannt (z. B. kürzere Nutzungsdauer), entstehen steuerliche Mehr- oder Minderwerte. Diese werden in der Steuerbilanz bzw. in der steuerlichen Überleitungsrechnung korrigiert. Latente Steuern nach § 274 HGB können entstehen. Eine enge Abstimmung mit dem Steuerberater ist daher empfehlenswert.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 253 HGB (Zugangs- und Folgebewertung), § 255 HGB (Anschaffungs- und Herstellungskosten), § 7 EStG (Absetzung für Abnutzung), AfA-Tabellen des Bundesfinanzministeriums. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

Haben Sie Fragen? Jetzt erreichbar
SG
Servet Gündogan
Büroleitung & Support
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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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