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Datum

Lesedauer

16–24 Minuten

OnlineBilanzBlogAbweichendes Wirtschaftsjahr Antrag

Abweichendes Wirtschaftsjahr: Antrag & Anleitung 2026

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Ein abweichendes Wirtschaftsjahr ermöglicht es Unternehmen, die Bilanzierung auf einen anderen Stichtag als den 31. Dezember zu legen – etwa auf den 30. Juni oder 30. September. Die Umstellung erfordert einen förmlichen Antrag beim Finanzamt, eine Eintragung im Handelsregister und die Abwicklung eines sogenannten Rumpfwirtschaftsjahres. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die Umstellung rechtssicher durchführen, welche Fristen sich verschieben und welche steuerlichen Besonderheiten zu beachten sind.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Ein abweichendes Wirtschaftsjahr weicht vom Kalenderjahr ab und muss beim Finanzamt beantragt sowie im Handelsregister eingetragen werden. Die Umstellung erfolgt über ein Rumpfwirtschaftsjahr, das kürzer oder länger als zwölf Monate sein kann. Feststellungs- und Offenlegungsfristen verschieben sich entsprechend dem neuen Bilanzstichtag, wodurch sich Jahresabschlüsse zeitlich entzerren lassen.

Was ist ein abweichendes Wirtschaftsjahr und wann ist es sinnvoll?

Ein abweichendes Wirtschaftsjahr liegt vor, wenn das Geschäftsjahr einer Gesellschaft nicht mit dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember) übereinstimmt, sondern zu einem anderen Zeitpunkt beginnt und endet. Die rechtliche Grundlage findet sich in § 240 Abs. 2 Satz 2 HGB, der ausdrücklich gestattet, dass das Geschäftsjahr vom Kalenderjahr abweichen darf. Für Kapitalgesellschaften ist dies eine wichtige Gestaltungsoption, die jedoch der Eintragung im Handelsregister bedarf.

Typische Anwendungsfälle für ein abweichendes Wirtschaftsjahr

  • Saisonale Geschäftsmodelle: Unternehmen mit ausgeprägten Hochsaisons können den Jahresabschluss nach der Hauptsaison erstellen (z. B. Tourismus, Einzelhandel mit Weihnachtsgeschäft).
  • Konzernintegration: Tochtergesellschaften internationaler Konzerne passen ihr Wirtschaftsjahr an die Muttergesellschaft an, um konsolidierte Abschlüsse zu vereinfachen.
  • Nachholbedarf bei verspäteten Jahresabschlüssen: Gesellschaften mit mehrjährigem Rückstand nutzen die Umstellung, um zeitliche Engpässe zu entzerren und wieder in den Regelbetrieb zu gelangen.
  • Steuerliche Optimierung: Verschiebung von Steuerzahlungen oder Anpassung an geänderte Geschäftsentwicklungen innerhalb eines Jahres.

Praxishinweis

Besonders bei mehrjährigen Verspätungen im Jahresabschluss kann ein abweichendes Wirtschaftsjahr die Lösung sein: Durch Verkürzung eines Rumpfwirtschaftsjahres (z. B. auf 6-9 Monate) lässt sich der Rückstand schrittweise aufholen, ohne alle Abschlüsse gleichzeitig erstellen zu müssen.

Ein abweichendes Wirtschaftsjahr ist kein Freibrief für verspätete Abschlüsse, sondern ein Instrument zur strukturierten Reorganisation. Die Umstellung selbst unterliegt strengen formalen Anforderungen und muss sowohl gesellschaftsrechtlich als auch steuerrechtlich korrekt durchgeführt werden.

Welche rechtlichen Voraussetzungen gelten für die Umstellung?

Die Umstellung auf ein abweichendes Wirtschaftsjahr betrifft mehrere Rechtsgebiete und erfordert eine sorgfältige Abstimmung zwischen Gesellschaftsrecht, Handelsrecht und Steuerrecht. Für eine GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) sind insbesondere die Vorschriften des GmbH-Gesetzes, des Handelsgesetzbuches sowie der Abgabenordnung zu beachten.

Gesellschaftsrechtliche Anforderungen nach GmbHG

Die Umstellung des Wirtschaftsjahres ist eine Satzungsänderung gemäß § 53 Abs. 2 GmbHG und bedarf daher eines Gesellschafterbeschlusses mit qualifizierter Mehrheit (in der Regel drei Viertel der abgegebenen Stimmen, sofern die Satzung nichts anderes vorsieht). Der Beschluss muss notariell beurkundet und zur Eintragung beim Handelsregister angemeldet werden (§ 54 GmbHG).

Handelsrechtliche Eintragung im Handelsregister

Das abweichende Wirtschaftsjahr wird als Satzungsbestandteil im Handelsregister eingetragen. Erst mit dieser Eintragung wird die Umstellung wirksam. Das Registergerichte prüft dabei die formale Ordnungsmäßigkeit des Gesellschafterbeschlusses sowie die Einhaltung der notariellen Beurkundungspflicht. Die Eintragung ist nach § 10 HGB öffentlich bekannt zu machen.

Steuerrechtliche Genehmigung durch das Finanzamt

Für steuerliche Zwecke ist die handelsrechtliche Umstellung nicht automatisch wirksam. Gemäß § 4a Abs. 1 Nr. 2 EStG muss das Finanzamt der Umstellung zustimmen. Hierfür ist ein förmlicher Antrag beim zuständigen Finanzamt erforderlich. Das Finanzamt prüft insbesondere, ob die Umstellung aus betriebswirtschaftlichen Gründen gerechtfertigt ist und keine missbräuchliche Steuergestaltung vorliegt.

Wichtig

Die Umstellung gilt steuerlich erst ab dem Zeitpunkt, zu dem sowohl die handelsrechtliche Eintragung im Handelsregister erfolgt ist als auch die Zustimmung des Finanzamts vorliegt. Beide Schritte müssen zwingend vor Beginn des neuen Wirtschaftsjahres abgeschlossen sein.

  • Gesellschafterbeschluss mit qualifizierter Mehrheit fassen
  • Notarielle Beurkundung des Satzungsänderungsbeschlusses
  • Anmeldung zur Eintragung beim Handelsregister
  • Antrag beim Finanzamt auf steuerliche Genehmigung stellen
  • Eintragung im Handelsregister abwarten
  • Zustimmung des Finanzamts einholen

Wie stelle ich den Antrag beim Finanzamt?

Der Antrag auf Zustimmung zur Umstellung des Wirtschaftsjahres ist beim zuständigen Betriebsfinanzamt der Gesellschaft einzureichen. Es gibt keine bundeseinheitliche Formvorschrift, jedoch erwarten die Finanzämter einen schriftlichen, begründeten Antrag, der alle wesentlichen Informationen und Nachweise enthält.

Formale Anforderungen an den Antrag

Der Antrag sollte folgende Bestandteile enthalten:

  • Bezeichnung der Gesellschaft mit vollständigem Namen, Sitz, Handelsregisternummer und Steuernummer
  • Bisheriges Wirtschaftsjahr (in der Regel: 01.01. bis 31.12.)
  • Gewünschtes neues Wirtschaftsjahr mit genauem Anfangs- und Enddatum (z. B. 01.07. bis 30.06.)
  • Zeitpunkt der beabsichtigten Umstellung (ab welchem Geschäftsjahr soll das neue Wirtschaftsjahr gelten?)
  • Ausführliche betriebswirtschaftliche Begründung für die Umstellung
  • Rumpfwirtschaftsjahr: Darstellung des Übergangszeitraums (verkürztes oder verlängertes erstes Wirtschaftsjahr)

Betriebswirtschaftliche Begründung: Was überzeugt das Finanzamt?

Das Finanzamt prüft, ob die Umstellung aus sachlichen, betriebswirtschaftlichen Gründen erfolgt oder ob primär steuerliche Vorteile (z. B. Verschiebung von Gewinnen) angestrebt werden. Überzeugende Begründungen sind:

  • Saisonale Geschäftszyklen: Das Geschäftsjahr soll nach Ende der Hauptsaison abgeschlossen werden, um ein realistischeres Bild der wirtschaftlichen Lage zu erhalten.
  • Konzernintegration: Angleichung an das Wirtschaftsjahr der Muttergesellschaft oder anderer Konzerngesellschaften zur Vereinfachung der Konzernberichterstattung.
  • Aufarbeitung von Rückständen: Bei mehrjährigen Verspätungen kann durch ein verkürztes Rumpfwirtschaftsjahr der Aufarbeitungsprozess strukturiert und beschleunigt werden.
  • Personelle Ressourcen: Entzerrung von Arbeitsbelastungen in der Buchhaltung oder beim Steuerberater.

„Viele Mandate kommen zu uns mit mehrjährigen Jahresabschluss-Rückständen. In solchen Fällen begleiten wir die Umstellung auf ein abweichendes Wirtschaftsjahr, um ein verkürztes Rumpfgeschäftsjahr zu schaffen. Das ermöglicht es, die Abschlüsse schrittweise aufzuarbeiten, ohne dass alles gleichzeitig fertig sein muss.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Erforderliche Nachweise und Anlagen

  • Beglaubigte Kopie des notariellen Gesellschafterbeschlusses zur Satzungsänderung
  • Nachweis der Anmeldung zur Eintragung im Handelsregister (ggf. Registerauszug nach Eintragung)
  • Darstellung des Rumpfwirtschaftsjahres mit Beginn und Ende
  • Bei Konzernzugehörigkeit: Organigramm oder Nachweis der Konzernstruktur
  • Bei saisonalen Geschäftsmodellen: Umsatzübersicht oder saisonale Verteilung der Erträge

Der Antrag kann per Post oder – je nach Finanzamt – auch elektronisch über ELSTER eingereicht werden. Die Bearbeitungsdauer beträgt in der Regel zwischen vier und acht Wochen. Eine frühzeitige Antragstellung ist daher ratsam, insbesondere wenn die Umstellung zu einem bestimmten Stichtag wirksam werden soll.

Was ist ein Rumpfwirtschaftsjahr und wie wird es abgeschlossen?

Das Rumpfwirtschaftsjahr (auch: Rumpfgeschäftsjahr) ist der Übergangszeitraum zwischen dem bisherigen und dem neuen Wirtschaftsjahr. Es entsteht zwangsläufig bei jeder Umstellung und kann entweder verkürzt (weniger als 12 Monate) oder verlängert (mehr als 12 Monate) sein. Nach § 240 Abs. 2 Satz 3 HGB darf ein Rumpfwirtschaftsjahr höchstens 15 Monate umfassen.

Verkürztes Rumpfwirtschaftsjahr (unter 12 Monate)

Ein verkürztes Rumpfwirtschaftsjahr entsteht, wenn das neue Wirtschaftsjahr früher als 12 Monate nach dem letzten Bilanzstichtag beginnen soll. Beispiel: Bisheriges Wirtschaftsjahr endet am 31.12.2025. Das neue Wirtschaftsjahr soll am 01.07.2026 beginnen. Das Rumpfwirtschaftsjahr umfasst dann den Zeitraum vom 01.01.2026 bis 30.06.2026, also 6 Monate.

Dieses Modell ist besonders geeignet, um Rückstände aufzuholen: Statt mehrere Jahresabschlüsse gleichzeitig zu erstellen, kann durch ein verkürztes Rumpfgeschäftsjahr der Abschluss schneller fertiggestellt und offengelegt werden.

Verlängertes Rumpfwirtschaftsjahr (über 12 Monate)

Ein verlängertes Rumpfwirtschaftsjahr entsteht, wenn das neue Wirtschaftsjahr mehr als 12 Monate nach dem letzten Bilanzstichtag beginnt. Beispiel: Bisheriges Wirtschaftsjahr endet am 31.12.2025. Das neue Wirtschaftsjahr soll am 01.10.2027 beginnen. Das Rumpfwirtschaftsjahr umfasst dann den Zeitraum vom 01.01.2026 bis 30.09.2027, also 21 Monate – dies wäre jedoch unzulässig, da die 15-Monats-Grenze überschritten würde.

Rechtliche Grenze beachten

Ein Rumpfwirtschaftsjahr darf nach § 240 Abs. 2 Satz 3 HGB maximal 15 Monate dauern. Verlängerte Rumpfgeschäftsjahre werden in der Praxis selten genutzt, da sie die Offenlegungsfristen verlängern und steuerlich ungünstig sein können.

Jahresabschluss und Offenlegung des Rumpfgeschäftsjahres

Für das Rumpfwirtschaftsjahr ist ein vollwertiger Jahresabschluss nach § 242 HGB zu erstellen, bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Bei Kapitalgesellschaften kommt ein Anhang hinzu (§ 264 HGB). Der Abschluss muss innerhalb der gesetzlichen Feststellungsfristen (§ 42a GmbHG) von den Gesellschaftern festgestellt werden:

  • Kleine Kapitalgesellschaften: 11 Monate nach Ende des Rumpfgeschäftsjahres
  • Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften: 8 Monate nach Ende des Rumpfgeschäftsjahres

Anschließend ist der Jahresabschluss gemäß § 325 HGB innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag beim Unternehmensregister offenzulegen. Eine verspätete oder unterlassene Offenlegung führt zu Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB mit Bußgeldern zwischen 500 und 25.000 Euro.

Szenario Beispiel Rumpfgeschäftsjahr Dauer Feststellung bis (klein) Offenlegung bis
Verkürzung 01.01.2026 – 30.06.2026 6 Monate 30.05.2027 30.06.2027
Verkürzung 01.01.2026 – 30.09.2026 9 Monate 30.08.2027 30.09.2027
Verlängerung 01.01.2026 – 31.03.2027 15 Monate 28.02.2028 31.03.2028

Welche steuerlichen Besonderheiten sind zu beachten?

Die Umstellung auf ein abweichendes Wirtschaftsjahr hat weitreichende steuerliche Konsequenzen, die sowohl die Körperschaftsteuer als auch die Gewerbesteuer betreffen. Entscheidend ist, dass das steuerliche Wirtschaftsjahr grundsätzlich dem handelsrechtlichen Geschäftsjahr folgt – jedoch nur nach erteilter Zustimmung des Finanzamts gemäß § 4a Abs. 1 Nr. 2 EStG und § 7 Abs. 4 KStG.

Genehmigungspflicht durch das Finanzamt

Ohne die ausdrückliche Zustimmung des Finanzamts bleibt das steuerliche Wirtschaftsjahr beim Kalenderjahr, auch wenn handelsrechtlich eine Umstellung erfolgt ist. Das bedeutet: Die Gesellschaft muss dann zwei unterschiedliche Abschlüsse erstellen – einen handelsrechtlichen nach dem abweichenden Wirtschaftsjahr und einen steuerlichen nach dem Kalenderjahr. Diese Doppelbelastung ist aufwendig und kostspielig.

Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer im Rumpfgeschäftsjahr

Für das Rumpfwirtschaftsjahr ist eine eigenständige Körperschaftsteuererklärung abzugeben. Der im Rumpfgeschäftsjahr erzielte Gewinn wird nicht zeitanteilig umgerechnet, sondern voll der Besteuerung zugrunde gelegt. Das kann – je nach Geschäftsverlauf – steuerlich vorteilhaft oder nachteilig sein:

Vorteilhaft

  • Bei verkürztem Rumpfgeschäftsjahr mit niedrigem Gewinn: geringere Steuerlast in diesem Jahr
  • Verschiebung von Gewinnen in spätere oder frühere Veranlagungszeiträume möglich
  • Nutzung von Verlustvorträgen kann optimiert werden

Nachteilig

  • Bei hohem Gewinn im Rumpfgeschäftsjahr: volle Besteuerung trotz kürzerem Zeitraum
  • Verlustvortrag kann schneller aufgebraucht werden
  • Steuervorauszahlungen müssen neu berechnet und angepasst werden

Gewerbesteuer-Zerlegung bei mehreren Betriebsstätten

Unterhält die Gesellschaft Betriebsstätten in mehreren Gemeinden, erfolgt eine Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags nach § 28 ff. GewStG. Auch hier gilt: Das Rumpfgeschäftsjahr wird als eigenständiger Erhebungszeitraum behandelt. Die Arbeitslöhne werden für den verkürzten oder verlängerten Zeitraum ermittelt und entsprechend auf die Gemeinden verteilt.

Umsatzsteuer bleibt unberührt

Die Umstellung des Wirtschaftsjahres hat keine Auswirkungen auf die Umsatzsteuer. Der Besteuerungszeitraum für die Umsatzsteuer bleibt grundsätzlich das Kalenderjahr (§ 16 Abs. 1 Satz 1 UStG). Voranmeldungen und Jahreserklärungen sind weiterhin nach Kalendermonaten bzw. Kalenderquartalen abzugeben.

„Steuerlich ist die Umstellung des Wirtschaftsjahres kein Selbstläufer. Unsere Steuerberater prüfen vorab, ob die Umstellung tatsächlich Vorteile bringt oder ob steuerliche Nachteile entstehen. Besonders bei Verlusten oder hohen Gewinnen im Übergangszeitraum empfiehlt sich eine genaue Planung.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Hinweis

Die Zustimmung des Finanzamts zur Umstellung kann an Auflagen geknüpft werden. In manchen Fällen fordert das Finanzamt eine verbindliche Erklärung, dass die Umstellung nicht primär der Steuerersparnis dient. Eine sorgfältige Begründung im Antrag ist daher essenziell.

Wie läuft die Eintragung im Handelsregister ab?

Die Eintragung des abweichenden Wirtschaftsjahres im Handelsregister ist gemäß § 54 Abs. 1 GmbHG zwingend erforderlich, da es sich um eine Änderung der Satzung handelt. Ohne Eintragung entfaltet die Umstellung keine rechtliche Wirkung – weder gegenüber Dritten noch gegenüber dem Finanzamt.

Notarielle Beurkundung und Anmeldung

Der Gesellschafterbeschluss über die Satzungsänderung muss gemäß § 53 Abs. 2 GmbHG notariell beurkundet werden. Der Notar prüft die Beschlussfähigkeit, die erforderliche Mehrheit und die Einhaltung der Satzungsbestimmungen. Anschließend meldet der Notar die Satzungsänderung zur Eintragung beim zuständigen Handelsregister (Amtsgericht am Sitz der Gesellschaft) an.

Prüfung durch das Registergericht

Das Registergericht prüft die formale Ordnungsmäßigkeit der Anmeldung sowie die Rechtmäßigkeit der Satzungsänderung. Geprüft wird insbesondere:

  • Liegt ein wirksamer, notariell beurkundeter Gesellschafterbeschluss vor?
  • Wurde die erforderliche Mehrheit erreicht?
  • Ist die neue Regelung zum Geschäftsjahr eindeutig und widerspruchsfrei formuliert?
  • Wurde die Anmeldung von allen Geschäftsführern unterschrieben (§ 78 GmbHG)?
  • Sind alle erforderlichen Nachweise (z. B. Gesellschafterliste) beigefügt?

Die Bearbeitungszeit variiert je nach Registergericht zwischen zwei und sechs Wochen. Bei Rückfragen oder Mängeln in den Unterlagen kann sich die Bearbeitung verzögern.

Eintragung und Bekanntmachung

Nach erfolgreicher Prüfung wird die Satzungsänderung ins Handelsregister eingetragen. Die Eintragung wird gemäß § 10 HGB im elektronischen Bundesanzeiger öffentlich bekannt gemacht. Erst mit der Eintragung wird die Umstellung des Wirtschaftsjahres wirksam – auch gegenüber dem Finanzamt.

  • Gesellschafterversammlung einberufen und Beschluss fassen
  • Termin beim Notar für Beurkundung vereinbaren
  • Notar meldet Satzungsänderung beim Handelsregister an
  • Registergericht prüft und trägt Änderung ein
  • Eintragung wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht
  • Aktueller Handelsregisterauszug als Nachweis für Finanzamt anfordern

Nach der Eintragung sollte unverzüglich ein aktueller Handelsregisterauszug angefordert werden, der dem Finanzamt als Nachweis für die vollzogene Umstellung vorgelegt wird. Nur mit diesem Nachweis kann das Finanzamt die steuerliche Zustimmung erteilen.

Wie verschieben sich die Fristen für Feststellung und Offenlegung?

Die Umstellung auf ein abweichendes Wirtschaftsjahr hat unmittelbare Auswirkungen auf die gesetzlichen Fristen zur Feststellung des Jahresabschlusses (§ 42a GmbHG) sowie zur Offenlegung (§ 325 HGB). Beide Fristen sind zwingend einzuhalten, um Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB zu vermeiden.

Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG

Der Jahresabschluss muss innerhalb bestimmter Fristen von den Gesellschaftern festgestellt werden. Die Frist beginnt jeweils mit dem Ende des Geschäftsjahres:

  • Kleine Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 1 HGB): 11 Monate nach Abschlussstichtag
  • Mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 HGB): 8 Monate nach Abschlussstichtag
  • Große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 HGB): 8 Monate nach Abschlussstichtag

Bei einem abweichenden Wirtschaftsjahr verschiebt sich die Feststellungsfrist entsprechend. Beispiel: Endet das Geschäftsjahr am 30.06.2026, muss eine kleine GmbH den Jahresabschluss bis spätestens 31.05.2027 feststellen.

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

Nach § 325 Abs. 1 HGB müssen Kapitalgesellschaften den festgestellten Jahresabschluss binnen 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag beim Unternehmensregister offenlegen. Diese Frist ist unabhängig von der Unternehmensgröße einheitlich. Seit dem DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie, in Kraft seit 01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich über das elektronische Unternehmensregister – nicht mehr über den Bundesanzeiger.

Beispiel: Endet das Geschäftsjahr am 30.09.2026, muss die Offenlegung bis spätestens 30.09.2027 erfolgt sein.

Verschiebung durch Rumpfgeschäftsjahr

Das Rumpfgeschäftsjahr wird wie ein vollwertiges Geschäftsjahr behandelt. Das bedeutet: Auch für das Rumpfgeschäftsjahr gelten die vollen Feststellungs- und Offenlegungsfristen – unabhängig davon, ob es nur 6 oder 15 Monate dauert. Ein verkürztes Rumpfgeschäftsjahr kann somit die Offenlegung faktisch vorverlegen, was bei der Aufarbeitung von Rückständen hilfreich ist.

Geschäftsjahr Abschlussstichtag Feststellung bis (klein) Feststellung bis (mittel/groß) Offenlegung bis
Regulär (Kalenderjahr) 31.12.2025 30.11.2026 31.08.2026 31.12.2026
Abweichend 30.06.2026 31.05.2027 28.02.2027 30.06.2027
Rumpf (verkürzt) 30.09.2026 31.08.2027 31.05.2027 30.09.2027

Ordnungsgeld droht

Wird die Offenlegungsfrist nicht eingehalten, leitet das Bundesamt für Justiz automatisch ein Ordnungsgeldverfahren ein. Das Ordnungsgeld beträgt gemäß § 335 HGB mindestens 500 Euro, kann aber bis zu 25.000 Euro betragen. Bei wiederholter Pflichtverletzung drohen weitere Sanktionen.

Wer unsicher ist, ob die Fristen eingehalten werden können, sollte frühzeitig einen Steuerberater hinzuziehen. Plattformen wie OnlineBilanz bieten digitale Steuerberater-Leistungen mit festen Bearbeitungszeiten, sodass die gesetzlichen Fristen sicher eingehalten werden.

Praxisfall: Wie kann ich mehrjährige Rückstände mit einem abweichenden Wirtschaftsjahr aufarbeiten?

Viele GmbH-Geschäftsführer stehen vor dem Problem, dass mehrere Jahresabschlüsse verspätet oder noch gar nicht erstellt wurden. Die Aufarbeitung solcher Rückstände ist zeitaufwendig, kostenintensiv und mit rechtlichen Risiken verbunden – insbesondere drohen Ordnungsgeldverfahren und persönliche Haftungsrisiken nach § 64 GmbHG (Insolvenzantragspflicht). Ein abweichendes Wirtschaftsjahr mit verkürztem Rumpfgeschäftsjahr kann hier eine strukturierte Lösung bieten.

Ausgangslage: Mehrjähriger Rückstand

Angenommen, eine GmbH hat zuletzt den Jahresabschluss für 2022 erstellt und offengelegt. Die Abschlüsse für 2023, 2024 und 2025 sind noch offen. Der Bilanzstichtag ist jeweils der 31.12. Es drohen Ordnungsgeldverfahren für drei Jahre sowie die Gefahr einer Löschung der Gesellschaft von Amts wegen nach § 60 Abs. 1 Nr. 7a GmbHG.

Lösungsansatz: Verkürztes Rumpfgeschäftsjahr

Die Gesellschaft beschließt, das Wirtschaftsjahr auf den Zeitraum 01.07. bis 30.06. umzustellen. Als Rumpfgeschäftsjahr wird der Zeitraum 01.01.2026 bis 30.06.2026 gewählt (6 Monate). Dadurch ergibt sich folgender Aufarbeitungsplan:

  1. Jahresabschluss 2023 (01.01.2023 – 31.12.2023): Wird nachträglich erstellt und offengelegt.
  2. Jahresabschluss 2024 (01.01.2024 – 31.12.2024): Wird ebenfalls nachträglich erstellt und offengelegt.
  3. Jahresabschluss 2025 (01.01.2025 – 31.12.2025): Wird parallel erstellt.
  4. Rumpfgeschäftsjahr 2026 (01.01.2026 – 30.06.2026): Verkürzt auf 6 Monate, schneller abzuschließen.
  5. Ab 01.07.2026: Neues Wirtschaftsjahr (01.07.2026 – 30.06.2027) beginnt, die Gesellschaft ist wieder im Regelbetrieb.

Durch die Verkürzung des Rumpfgeschäftsjahres auf 6 Monate ist die Buchhaltung überschaubarer, und der Abschluss kann schneller erstellt werden. Das verschafft zeitliche Entlastung bei der Aufarbeitung der älteren Jahre.

Vorteile dieser Strategie

  • Zeitliche Entzerrung: Nicht alle Abschlüsse müssen gleichzeitig fertig sein.
  • Schnellerer Abschluss des Rumpfgeschäftsjahres durch verkürzte Buchführungsperiode.
  • Möglichkeit, externe Unterstützung (z. B. Steuerberater) gezielt für einzelne Jahre einzusetzen.
  • Vermeidung weiterer Ordnungsgeldverfahren für künftige Jahre durch pünktliche Offenlegung ab dem neuen Wirtschaftsjahr.
  • Reduzierung der persönlichen Haftungsrisiken des Geschäftsführers.

„Wir haben viele Mandate, die genau in dieser Situation sind. Mit einem durchdachten Plan zur Umstellung auf ein abweichendes Wirtschaftsjahr können wir die Abschlüsse strukturiert aufarbeiten. Das Rumpfgeschäftsjahr wirkt dabei wie ein Puffer, der den Druck aus der Situation nimmt.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Umsetzungsschritte

  • Gesellschafterbeschluss zur Satzungsänderung fassen und notariell beurkunden
  • Antrag beim Finanzamt auf steuerliche Zustimmung stellen (mit Begründung: Aufarbeitung von Rückständen)
  • Anmeldung zur Eintragung beim Handelsregister durch Notar
  • Eintragung abwarten und Handelsregisterauszug anfordern
  • Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2026 – 30.06.2026 zeitnah abschließen
  • Offenlegung des Rumpfgeschäftsjahres bis spätestens 30.06.2027
  • Parallel: Nachholung der Abschlüsse 2023, 2024 und 2025

Wer die Aufarbeitung nicht alleine stemmen kann oder unsicher ist, welche Schritte genau erforderlich sind, findet bei OnlineBilanz digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen. Unsere Steuerberater begleiten die gesamte Umstellung – von der Antragstellung bis zur Offenlegung aller offenen Jahresabschlüsse.

Welche häufigen Fehler sollten Sie bei der Umstellung vermeiden?

Die Umstellung auf ein abweichendes Wirtschaftsjahr ist rechtlich und steuerlich komplex. In der Praxis werden immer wieder Fehler gemacht, die zu Verzögerungen, zusätzlichen Kosten oder rechtlichen Problemen führen. Die folgenden Punkte sollten Sie unbedingt beachten.

Fehler 1: Fehlende oder unzureichende Begründung im Antrag

Das Finanzamt prüft genau, ob die Umstellung aus betriebswirtschaftlichen Gründen erfolgt oder primär steuerliche Vorteile bringt. Eine pauschale oder fehlende Begründung führt häufig zur Ablehnung. Achten Sie darauf, konkrete, nachvollziehbare Gründe anzuführen – z. B. saisonale Geschäftszyklen, Konzernintegration oder Aufarbeitung von Rückständen.

Fehler 2: Umstellung ohne steuerliche Zustimmung durchgeführt

Manche Gesellschaften gehen davon aus, dass die handelsrechtliche Umstellung automatisch auch steuerlich gilt. Das ist falsch. Ohne Zustimmung des Finanzamts bleibt das steuerliche Wirtschaftsjahr beim Kalenderjahr. Die Folge: Die Gesellschaft muss zwei separate Abschlüsse führen – handelsrechtlich und steuerlich. Das ist aufwendig und teuer.

Fehler 3: Rumpfgeschäftsjahr länger als 15 Monate

Nach § 240 Abs. 2 Satz 3 HGB darf ein Rumpfgeschäftsjahr maximal 15 Monate dauern. Wird diese Grenze überschritten, ist die Umstellung unwirksam. Planen Sie die Umstellung daher sorgfältig und prüfen Sie die Dauer des Übergangszeitraums.

Fehler 4: Offenlegungsfristen werden nicht beachtet

Auch für das Rumpfgeschäftsjahr gelten die vollen Feststellungs- und Offenlegungsfristen. Ein verkürztes Rumpfgeschäftsjahr bedeutet nicht, dass die Frist ebenfalls verkürzt wird – im Gegenteil: Die 12-Monats-Frist nach § 325 HGB läuft ab dem neuen Abschlussstichtag. Verpassen Sie diese Frist, drohen Ordnungsgeldverfahren.

Fehler 5: Gesellschafterbeschluss nicht notariell beurkundet

Eine Satzungsänderung bedarf zwingend der notariellen Beurkundung (§ 53 Abs. 2 GmbHG). Ein formlos gefasster Gesellschafterbeschluss ist unwirksam und kann nicht ins Handelsregister eingetragen werden. Achten Sie darauf, dass alle Formalitäten eingehalten werden.

Fehlerquelle Unternehmensregister

Viele Geschäftsführer glauben noch, die Offenlegung erfolge beim Bundesanzeiger. Das ist seit dem DiRUG (01.08.2022) nicht mehr korrekt. Die Offenlegung erfolgt ausschließlich über das Unternehmensregister. Eine Einreichung beim Bundesanzeiger wird nicht mehr akzeptiert.

Fehler 6: Zu späte Antragstellung

Die Bearbeitung des Antrags beim Finanzamt und die Eintragung im Handelsregister nehmen Zeit in Anspruch – oft mehrere Wochen oder Monate. Stellen Sie den Antrag rechtzeitig, idealerweise mehrere Monate vor dem geplanten Beginn des neuen Wirtschaftsjahres. Andernfalls kann die Umstellung nicht rechtzeitig wirksam werden.

Tipp

Planen Sie die Umstellung frühzeitig und holen Sie sich fachliche Unterstützung. Ein erfahrener Steuerberater kennt die formalen Anforderungen, unterstützt bei der Antragstellung und stellt sicher, dass alle Fristen eingehalten werden.

OnlineBilanz bietet Geschäftsführern, die sich unsicher sind oder keine Zeit für die aufwendige Umstellung haben, eine vollständige Begleitung durch zugelassene Steuerberater – von der Vorbereitung des Gesellschafterbeschlusses über die Antragstellung beim Finanzamt bis zur Offenlegung aller Abschlüsse. Mit transparenten Festpreisen und digitaler Koordination behalten Sie den Überblick und vermeiden kostspielige Fehler.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich ohne Genehmigung des Finanzamts das Wirtschaftsjahr ändern?

Nein. Die Umstellung auf ein abweichendes Wirtschaftsjahr erfordert zwingend die Zustimmung des Finanzamts gemäß § 4a Abs. 1 Nr. 2 EStG. Eine eigenmächtige Änderung führt zu steuerrechtlichen Problemen und wird vom Finanzamt nicht anerkannt.

Wie lange dauert die Genehmigung durch das Finanzamt in der Regel?

Die Bearbeitungsdauer variiert je nach Finanzamt, beträgt in der Praxis jedoch meist zwischen vier und acht Wochen. Planen Sie ausreichend Vorlauf ein, damit die Genehmigung vor Beginn des geplanten neuen Wirtschaftsjahres vorliegt.

Kann ich jederzeit wieder zum Kalenderjahr zurückwechseln?

Grundsätzlich ja, jedoch ist auch die Rückumstellung genehmigungspflichtig und erfordert einen erneuten Antrag beim Finanzamt sowie die Eintragung im Handelsregister. Häufige Wechsel werden kritisch geprüft, da sie steuerliche Gestaltungsmissbrauch vermuten lassen können.

Welche Kosten entstehen bei der Umstellung auf ein abweichendes Wirtschaftsjahr?

Neben den Notarkosten für die Handelsregisteranmeldung (ca. 150–300 Euro) und Registergebühren fallen Beratungs- und Abschlusskosten für das Rumpfwirtschaftsjahr an. Die Gesamtkosten hängen vom Aufwand des Steuerberaters und der Komplexität der Umstellung ab.

Müssen alle Tochtergesellschaften dasselbe Wirtschaftsjahr haben?

Nein, rechtlich sind Tochtergesellschaften eigenständige Rechtsträger und können unterschiedliche Wirtschaftsjahre führen. Für die Konzernrechnungslegung kann es jedoch sinnvoll sein, einheitliche Stichtage zu wählen, um den Konsolidierungsaufwand zu reduzieren.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 240 HGB – Inventar, § 4a EStG – Gewinnermittlungszeitraum, § 325 HGB – Offenlegung, § 42a GmbHG – Feststellung des Jahresabschlusses. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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