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Datum

Lesedauer

13–19 Minuten

OnlineBilanzBlogGewerbesteuer Frankfurt

Gewerbesteuererklärung Frankfurt 2026: Fristen & Tipps

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Gewerbesteuererklärung in Frankfurt am Main erfordert präzise Kenntnis lokaler Besonderheiten: Hebesatz, Zerlegungsmaßstäbe und Abgabefristen. Dieser Leitfaden erklärt alle relevanten Aspekte für Unternehmen mit Betriebsstätte in Frankfurt – von den Grundlagen bis zur fachgerechten Unterstützung durch Steuerberater. Unternehmen mit Betriebsstätten in mehreren Städten sollten auch die spezifischen Anforderungen anderer Kommunen beachten, etwa bei der Gewerbesteuererklärung Dresden.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Die Gewerbesteuererklärung in Frankfurt am Main unterliegt dem kommunalen Hebesatz von derzeit 500 Prozent (Stand 2026). Abgabepflichtig sind alle Gewerbetreibenden mit Betriebsstätte in Frankfurt. Die Abgabefrist endet grundsätzlich 31. Juli des Folgejahres, bei steuerlicher Beratung verlängert bis 30. April des übernächsten Jahres. Bei mehreren Betriebsstätten erfolgt eine Zerlegung nach § 28 ff. GewStG.

Gewerbesteuererklärung in Frankfurt: Grundlagen und Besonderheiten

Die Gewerbesteuererklärung ist für alle in Frankfurt am Main ansässigen Gewerbebetriebe – insbesondere GmbHs – eine jährliche Pflicht nach § 14 GewStG. Als Realsteuer fließt die Gewerbesteuer vollständig der Stadt Frankfurt zu und bildet damit eine wesentliche Einnahmequelle der Kommunalfinanzen. Die Erklärung muss beim Finanzamt Frankfurt am Main eingereicht werden, das anschließend den Gewerbesteuermessbetrag feststellt. Die Stadt Frankfurt erhebt darauf basierend die Gewerbesteuer mit ihrem Hebesatz.

Frankfurt am Main: Hebesatz und Bedeutung

Der Gewerbesteuerhebesatz in Frankfurt am Main liegt seit Jahren bei 460 Prozent (Stand 2026). Dies ist einer der höheren Hebesätze im Bundesgebiet und führt zu einer entsprechend höheren Belastung gewerblicher Unternehmen. Für eine GmbH mit einem Gewerbeertrag von 100.000 Euro bedeutet dies eine Gewerbesteuer von rund 16.100 Euro pro Jahr.

Rechtsgrundlagen und Zuständigkeit

Die Gewerbesteuererklärung basiert auf den Regelungen des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) in Verbindung mit den allgemeinen steuerlichen Mitwirkungspflichten nach §§ 149 ff. AO. Zuständig ist dasjenige Finanzamt, in dessen Bezirk sich die Betriebsstätte befindet. Bei mehreren Betriebsstätten erfolgt eine Zerlegung nach § 28 GewStG. Für Frankfurter Unternehmen ist in der Regel das Finanzamt Frankfurt am Main I, II, III, IV oder V zuständig – je nach Postleitzahl und Unternehmensart.

  • Grundlage: § 14 GewStG – Pflicht zur Abgabe der Gewerbesteuererklärung
  • Frist: 31. Juli des Folgejahres, bei StB-Betreuung automatisch verlängert bis Ende Juli des übernächsten Jahres (§ 149 Abs. 3 AO)
  • Hebesatz Frankfurt: 460 % (Stand 2026)
  • Freibetrag für GmbH: 0 Euro (Freibetrag von 24.500 Euro gilt nur für Personengesellschaften und Einzelunternehmen)

Wer muss in Frankfurt eine Gewerbesteuererklärung abgeben?

Grundsätzlich unterliegen alle gewerblichen Unternehmen mit Betriebsstätte in Frankfurt der Gewerbesteuerpflicht nach § 2 GewStG. Dies betrifft insbesondere Kapitalgesellschaften wie die GmbH, UG (haftungsbeschränkt) sowie die AG. Für diese Rechtsformen ist die Gewerblichkeit kraft Rechtsform gegeben – unabhängig von der tatsächlichen Tätigkeit. Selbst bei Verlust oder geringem Gewinn muss die Erklärung abgegeben werden.

Kapitalgesellschaften: GmbH, UG, AG

Kapitalgesellschaften sind nach § 2 Abs. 2 GewStG stets und in vollem Umfang gewerbesteuerpflichtig. Eine Gewerbesteuererklärung muss daher in jedem Fall abgegeben werden – auch bei Nullergebnis oder Verlust. Die Abgabepflicht entsteht automatisch mit der Eintragung ins Handelsregister und dem Vorliegen einer Betriebsstätte in Frankfurt.

  • GmbH und UG: immer gewerbesteuerpflichtig, keine Freibeträge
  • Auch bei Verlust: Erklärung ist Pflicht (Verlustfeststellung)
  • Organschaft: besondere Regeln nach §§ 14 ff. KStG beachten
  • Atypisch stille Gesellschaft: kann Mitunternehmerschaft begründen
  • Holding-GmbH: sofern eigene gewerbliche Tätigkeit, ebenfalls gewerbesteuerpflichtig

Personengesellschaften und Einzelunternehmen

Personengesellschaften (OHG, KG, GbR bei gewerblicher Prägung) und Einzelunternehmen sind gewerbesteuerpflichtig, wenn sie einen Gewerbebetrieb unterhalten. Hier greift der Freibetrag von 24.500 Euro nach § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG. Liegt der Gewerbeertrag darunter, fällt keine Gewerbesteuer an – die Erklärung muss dennoch abgegeben werden, wenn das Finanzamt dazu auffordert oder wenn ein Verlust festgestellt werden soll.

Verspätungszuschlag und Schätzung

Wird die Gewerbesteuererklärung nicht fristgerecht eingereicht, kann das Finanzamt Frankfurt nach § 152 AO einen Verspätungszuschlag von mindestens 25 Euro pro Monat festsetzen. Bei Nichtabgabe droht eine Schätzung nach § 162 AO – oft zu Ungunsten des Steuerpflichtigen. Zudem können Zwangsgelder nach § 328 AO verhängt werden.

Wie wird der Gewerbeertrag in Frankfurt ermittelt?

Der Gewerbeertrag bildet die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer und wird nach §§ 7 ff. GewStG ermittelt. Ausgangspunkt ist der Gewinn aus Gewerbebetrieb nach Einkommensteuer- bzw. Körperschaftsteuerrecht. Dieser Gewinn wird durch Hinzurechnungen nach § 8 GewStG erhöht und durch Kürzungen nach § 9 GewStG gemindert. Das Ergebnis ist der Gewerbeertrag, auf den der Gewerbesteuermessbetrag berechnet wird.

Ausgangsgröße: Gewinn nach Handels- und Steuerrecht

Für GmbHs ist Ausgangspunkt der Gewinn nach § 7 Abs. 1 KStG, also das zu versteuernde Einkommen vor Körperschaftsteuer. Dieser ergibt sich aus dem handelsrechtlichen Jahresüberschuss, korrigiert um steuerliche Mehr- und Minderabführungen (latente Steuern, außerbilanzielle Korrekturen etc.). Die Gewinnermittlung erfolgt über Betriebsvermögensvergleich nach § 4 Abs. 1 EStG i.V.m. § 8 Abs. 1 KStG.

Hinzurechnungen nach § 8 GewStG

Nach § 8 GewStG sind bestimmte Aufwendungen dem Gewinn wieder hinzuzurechnen, um eine objektivierte Bemessungsgrundlage zu schaffen. Zu den wichtigsten Hinzurechnungen gehören:

  • Finanzierungsanteile in Miet- und Pachtzinsen: 25 % der Aufwendungen, soweit sie 200.000 Euro übersteigen (§ 8 Nr. 1 Buchst. d, e GewStG)
  • Schuldzinsen: 25 % der Schuldzinsen, soweit sie 200.000 Euro übersteigen (§ 8 Nr. 1 Buchst. a GewStG)
  • Lizenzaufwendungen: 25 % der Aufwendungen für immaterielle Wirtschaftsgüter, soweit sie 200.000 Euro übersteigen (§ 8 Nr. 1 Buchst. f GewStG)
  • Gewinnminderungen aus Anteilen an Personengesellschaften: anteiliger Gewinn/Verlust einer Mitunternehmerschaft (§ 8 Nr. 8 GewStG)

Kürzungen nach § 9 GewStG

Die wichtigsten Kürzungen für Kapitalgesellschaften sind die Kürzung für Grundbesitz (§ 9 Nr. 1 GewStG) und die Kürzung für Beteiligungserträge (§ 9 Nr. 2a, 7 GewStG). Bei Schachtelbeteiligungen (mindestens 15 % oder Buchwert mindestens 2,5 Mio. Euro) sind Dividenden und Veräußerungsgewinne gewerbesteuerfrei. Diese Kürzungen verhindern eine Doppelbelastung auf Konzernebene.

„Viele Mandanten unterschätzen die Komplexität der Hinzurechnungen und Kürzungen. Gerade bei mehreren Betriebsstätten oder Beteiligungen an Personengesellschaften wird die Berechnung schnell unübersichtlich. Unsere Steuerberater prüfen jeden Posten systematisch, um alle Kürzungsmöglichkeiten auszuschöpfen und gleichzeitig rechtssicher zu bleiben.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Berechnungsschritt Rechtsgrundlage Beispiel (EUR)
Gewinn vor Steuern (KSt) § 7 Abs. 1 KStG 100.000
+ Hinzurechnungen (z. B. Zinsen, Mieten) § 8 GewStG + 15.000
− Kürzungen (z. B. Grundbesitz, Beteiligungen) § 9 GewStG − 5.000
= Gewerbeertrag (gerundet) § 11 Abs. 1 GewStG 110.000
× Steuermesszahl 3,5 % § 11 Abs. 2 GewStG 3.850
= Gewerbesteuermessbetrag 3.850
× Hebesatz Frankfurt 460 % Kommunale Satzung × 4,6
= Gewerbesteuer 17.710

Welche Fristen gelten für die Gewerbesteuererklärung in Frankfurt?

Die gesetzliche Abgabefrist für die Gewerbesteuererklärung richtet sich nach § 149 Abs. 2 AO. Für Unternehmen, die ihre Steuererklärungen selbst erstellen, endet die Frist grundsätzlich am 31. Juli des Folgejahres. Für die Gewerbesteuererklärung 2025 (Wirtschaftsjahr = Kalenderjahr, Bilanzstichtag 31.12.2025) wäre die Abgabefrist ohne steuerliche Beratung der 31. Juli 2026.

Verlängerte Fristen bei Steuerberater-Mandat

Wird die Erklärung durch einen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten oder eine Steuerberatungsgesellschaft erstellt, verlängert sich die Abgabefrist automatisch auf den letzten Tag des Monats Februar des übernächsten Jahres (§ 149 Abs. 3 AO). Für die Gewerbesteuererklärung 2025 bedeutet das: Abgabefrist bis zum 28. Februar 2027 (bei Schaltjahr: 29. Februar). Diese Fristverlängerung gilt bundesweit einheitlich und muss nicht extra beantragt werden – die Bevollmächtigung des Steuerberaters reicht aus.

31.07.2026

Eigenabgabe für GewSt-Erklärung 2025

28.02.2027

Mit Steuerberater-Mandat

460 %

Hebesatz Frankfurt 2026

Fristverlängerung auf Antrag

Auch bei Steuerberater-Mandat kann eine weitere Fristverlängerung beantragt werden, wenn besondere Umstände vorliegen (z. B. Krankheit, fehlende Unterlagen, komplexe Sachverhalte). Der Antrag ist vor Fristablauf beim zuständigen Finanzamt Frankfurt zu stellen und muss schlüssig begründet werden. Eine pauschale Verlängerung wird selten gewährt – konkrete, nachvollziehbare Gründe sind erforderlich.

Praxis-Tipp: Frühzeitige Planung bei Steuerberater-Beauftragung

Wer die Gewerbesteuererklärung erstmals durch einen Steuerberater erstellen lässt, sollte das Mandat vor Ablauf der Eigenabgabefrist erteilen. Nur dann greift die automatische Fristverlängerung. Bei späterer Beauftragung kann das Finanzamt auf Einhaltung der ursprünglichen Frist bestehen. OnlineBilanz.de ermöglicht die digitale Mandatierung und schnelle Beauftragung unserer Steuerberater – ohne Wartezeiten und mit transparenten Festpreisen.

  • Eigenabgabe: 31. Juli des Folgejahres (§ 149 Abs. 2 AO)
  • Mit Steuerberater: Ende Februar des übernächsten Jahres (§ 149 Abs. 3 AO)
  • Weitere Verlängerung: nur auf begründeten Antrag, vor Fristablauf
  • Verspätungszuschlag: ab 25 Euro/Monat (§ 152 AO), kann bei Steuerberater-Mandat entfallen
  • Schätzung: bei Nichtabgabe droht Schätzung nach § 162 AO

Was gilt bei mehreren Betriebsstätten in und außerhalb Frankfurts?

Unterhält ein Unternehmen mehrere Betriebsstätten in verschiedenen Gemeinden, erfolgt eine Zerlegung des einheitlich festgestellten Gewerbesteuermessbetrags nach § 28 ff. GewStG. Die Zerlegung stellt sicher, dass jede Gemeinde entsprechend der örtlichen Wertschöpfung an der Gewerbesteuer beteiligt wird. Für Frankfurter Unternehmen mit Zweigniederlassungen oder Produktionsstätten außerhalb der Stadt ist dies regelmäßig relevant.

Zerlegungsmaßstab: Arbeitslöhne

Die Zerlegung erfolgt nach dem Verhältnis der Arbeitslöhne, die in den jeweiligen Betriebsstätten gezahlt werden (§ 29 Abs. 1 Nr. 1 GewStG). Maßgeblich sind die Bruttoarbeitslöhne ohne Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung. Bei Betriebsstätten ohne Personal oder bei besonderen Branchen (z. B. Handel, Versicherungen) können abweichende Zerlegungsmaßstäbe gelten.

Betriebsstätte Arbeitslöhne (EUR) Anteil (%) Messbetrag (EUR)
Frankfurt (Zentrale) 600.000 60 % 2.310
Offenbach (Lager) 250.000 25 % 962,50
Wiesbaden (Vertrieb) 150.000 15 % 577,50
Gesamt 1.000.000 100 % 3.850

Im obigen Beispiel wird der Gewerbesteuermessbetrag von 3.850 Euro nach dem Verhältnis der Arbeitslöhne auf die drei Betriebsstätten verteilt. Frankfurt erhält 60 % des Messbetrags und wendet darauf seinen Hebesatz von 460 % an. Die anderen Gemeinden berechnen die Steuer jeweils mit ihrem eigenen Hebesatz.

Zerlegungserklärung: Anlage Zerlegung (GewSt 1 B)

Sobald mehrere Betriebsstätten vorliegen, ist der Gewerbesteuererklärung die Anlage Zerlegung (GewSt 1 B) beizufügen. Darin sind alle Betriebsstätten mit Adresse, Arbeitslöhnen und ggf. weiteren Zerlegungsmerkmalen aufzuführen. Das Betriebsstättenfinanzamt (hier: Frankfurt) stellt den Messbetrag einheitlich fest und nimmt die Zerlegung vor. Die beteiligten Gemeinden erhalten jeweils einen Zerlegungsbescheid.

„Bei Mandanten mit mehreren Standorten erleben wir häufig, dass die Zerlegung vergessen oder fehlerhaft ausgefüllt wird. Das führt zu Nachfragen des Finanzamts und verzögert den Steuerbescheid. Unsere Steuerberater prüfen jeden Standort und erstellen die Zerlegungserklärung systematisch – das spart Zeit und vermeidet Fehler.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Betriebsstättenbegriff: Vorsicht bei Home-Office und mobiler Arbeit

Das Home-Office eines Arbeitnehmers begründet grundsätzlich keine eigene Betriebsstätte für die Zerlegung, solange es nicht dauerhaft als fester Ort der Geschäftsleitung genutzt wird. Anders kann es bei Geschäftsführern oder selbstständigen Handelsvertretern aussehen. Im Zweifel ist eine rechtliche Prüfung ratsam, um Zerlegungsfehler zu vermeiden.

Welche Fehler sollten bei der Gewerbesteuererklärung vermieden werden?

Die Gewerbesteuererklärung ist komplex – gerade bei GmbHs mit vielen Hinzurechnungen, Kürzungen oder Beteiligungen. Fehler können zu Nachforderungen, Verspätungszuschlägen oder aufwändigen Korrekturen führen. Nachfolgend die häufigsten Stolpersteine aus der Beratungspraxis in Frankfurt.

1. Vergessene oder falsche Hinzurechnungen

Viele Unternehmen übersehen, dass nach § 8 GewStG bestimmte Aufwendungen – trotz Abzugsfähigkeit bei der Körperschaftsteuer – dem Gewerbeertrag wieder hinzugerechnet werden müssen. Typische Fehlerquellen:

  • Finanzierungsanteile in Leasingraten (§ 8 Nr. 1 Buchst. d GewStG) werden nicht erkannt
  • Schuldzinsen aus Gesellschafterdarlehen werden nicht hinzugerechnet
  • Lizenzgebühren an verbundene Unternehmen im Ausland: Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1 Buchst. f GewStG
  • Verluste aus Beteiligungen an Personengesellschaften (§ 8 Nr. 8 GewStG) werden übersehen

2. Nicht genutzte Kürzungsmöglichkeiten

Umgekehrt werden berechtigte Kürzungen oft nicht geltend gemacht. Das betrifft insbesondere:

  • Grundbesitzkürzung (§ 9 Nr. 1 GewStG): bei Vermietung eigener Immobilien – oft vergessen
  • Schachtelprivileg (§ 9 Nr. 2a, 7 GewStG): Beteiligungserträge aus Tochtergesellschaften
  • Ausländische Betriebsstätten (§ 9 Nr. 3 GewStG): Freistellung nach DBA möglich

3. Falsche Gewinnermittlung oder unvollständige Unterlagen

Der Gewerbeertrag setzt einen korrekt ermittelten Gewinn voraus. Fehler entstehen häufig bei:

  • Nicht durchgeführter oder fehlerhafter Jahresabschluss (Bilanz, GuV)
  • Fehlende oder falsche Abschreibungen (AfA)
  • Nicht berücksichtigte außerbilanzielle Korrekturen (z. B. verdeckte Gewinnausschüttungen)
  • Fehlende Überleitungsrechnung von Handelsbilanz zu Steuerbilanz

4. Verspätete Abgabe oder fehlende Belege

Wird die Erklärung verspätet eingereicht oder sind Belege unvollständig, drohen Verspätungszuschläge nach § 152 AO (mindestens 25 Euro pro Monat) sowie Schätzungen nach § 162 AO. Gerade bei komplexen Sachverhalten kann eine Schätzung zu erheblichen Mehrbelastungen führen.

„Aus der Praxis wissen wir: Die meisten Fehler entstehen nicht aus Vorsatz, sondern aus Unkenntnis der komplexen Regelungen. Gerade bei kleinen GmbHs ohne eigene Buchhaltungsabteilung fehlt oft die Zeit für eine gründliche Prüfung. Unsere Steuerberater übernehmen die komplette Erstellung – vom Jahresabschluss bis zur Gewerbesteuererklärung – und stellen sicher, dass alle Kürzungen genutzt und alle Pflichtangaben erfüllt werden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

  • Alle Hinzurechnungen nach § 8 GewStG systematisch prüfen
  • Kürzungen nach § 9 GewStG vollständig ausschöpfen (Grundbesitz, Beteiligungen)
  • Jahresabschluss rechtzeitig erstellen und mit Steuererklärung abstimmen
  • Zerlegungserklärung bei mehreren Betriebsstätten nicht vergessen
  • Fristen einhalten oder rechtzeitig Steuerberater beauftragen
  • Belege und Nachweise vollständig aufbewahren (10 Jahre nach § 147 AO)

Wie unterstützt OnlineBilanz bei der Gewerbesteuererklärung in Frankfurt?

OnlineBilanz verbindet die fachliche Kompetenz zugelassener Steuerberater mit digitaler Effizienz. Für Frankfurter GmbHs und Unternehmen bedeutet das: Jahresabschluss und Gewerbesteuererklärung aus einer Hand – ohne Wartezeiten, ohne Überraschungen bei den Kosten, mit transparenten Festpreisen. Unsere Steuerberater erstellen die Gewerbesteuererklärung rechtssicher, prüfen alle Hinzurechnungen und Kürzungen und reichen die Erklärung elektronisch beim Finanzamt Frankfurt ein.

Leistungsumfang: Von der Buchhaltung bis zur Steuererklärung

Die Gewerbesteuererklärung ist nur ein Teil des Gesamtpakets. OnlineBilanz bietet:

  • Jahresabschluss nach HGB: Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang – erstellt und geprüft durch unsere Steuerberater
  • Körperschaftsteuererklärung: inklusive Anlage zur Ermittlung des zu versteuernden Einkommens
  • Gewerbesteuererklärung: mit allen Hinzurechnungen, Kürzungen, ggf. Zerlegung
  • Umsatzsteuererklärung: Jahreserklärung auf Basis der Buchhaltung
  • Elektronische Übermittlung: via ELSTER an das Finanzamt Frankfurt

Koordination durch Servet Gündogan und das Steuerberater-Team

Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart, ist erster Ansprechpartner für alle organisatorischen Fragen – von der Beauftragung über die Dokumentenübermittlung bis zur Abstimmung von Fristen. Die fachliche Erstellung und Prüfung erfolgt durch unser zugelassenes Steuerberater-Team, das den Jahresabschluss rechtsverbindlich unterzeichnet und die volle Verantwortung trägt.

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Wer die Gewerbesteuererklärung in Frankfurt professionell und rechtssicher erstellen lassen möchte, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen – koordiniert von Servet Gündogan und erstellt vom OnlineBilanz Steuerberater-Team.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist der Gewerbesteuer-Hebesatz in Frankfurt am Main aktuell?

Der Gewerbesteuer-Hebesatz in Frankfurt am Main beträgt seit 2013 unverändert 500 Prozent (Stand 2026). Dieser Hebesatz liegt über dem Bundesdurchschnitt und wird auf die Steuermesszahl von 3,5 Prozent angewendet. Die effektive Gewerbesteuerbelastung beträgt somit 17,5 Prozent des Gewerbeertrags.

Kann ich die Gewerbesteuererklärung in Frankfurt selbst elektronisch einreichen?

Ja, die Gewerbesteuererklärung muss seit 2021 grundsätzlich elektronisch über ELSTER eingereicht werden. Eine Papierform ist nur noch in begründeten Ausnahmefällen zulässig. Unternehmen können die Erklärung selbst über ELSTER abgeben oder einen Steuerberater beauftragen, der die elektronische Übermittlung vornimmt.

Welches Finanzamt ist in Frankfurt für die Gewerbesteuer zuständig?

Die Gewerbesteuer wird in Frankfurt am Main vom jeweils örtlich zuständigen Finanzamt festgesetzt, das auch für die Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer zuständig ist. Die Stadt Frankfurt als Gemeinde erhält die festgesetzte Gewerbesteuer. Für die Erklärungspflicht und Festsetzung ist das Betriebsfinanzamt maßgeblich.

Was passiert bei verspäteter Abgabe der Gewerbesteuererklärung in Frankfurt?

Bei verspäteter Abgabe drohen Verspätungszuschläge nach § 152 AO von mindestens 25 Euro pro angefangenem Monat der Verspätung (0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens jedoch 25 Euro für jeden angefangenen Monat). Zusätzlich können Zwangsgelder und Schätzungen des Finanzamts erfolgen. Bei beratenen Unternehmen gelten verlängerte Fristen.

Gibt es in Frankfurt Besonderheiten bei der Gewerbesteuer für Start-ups?

Start-ups in Frankfurt unterliegen denselben gewerbesteuerrechtlichen Vorschriften wie etablierte Unternehmen. Allerdings greift der Freibetrag nach § 11 Abs. 1 GewStG von 24.500 Euro für natürliche Personen und Personengesellschaften. Kapitalgesellschaften haben keinen Freibetrag. Verluste im Gründungsjahr mindern den Gewerbeertrag und führen bei negativem Gewerbeertrag zu einem vortragsfähigen Verlust.

Wie wirkt sich die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer aus?

Die gezahlte Gewerbesteuer kann nach § 35 EStG bei natürlichen Personen teilweise auf die Einkommensteuer angerechnet werden. Die Anrechnung erfolgt pauschal mit dem 3,8-fachen der Gewerbesteuermesszahl (derzeit 3,5 Prozent). Bei einem Hebesatz von 500 Prozent wie in Frankfurt übersteigt die tatsächliche Belastung die Anrechnung, sodass eine Mehrbelastung verbleibt.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Gewerbesteuergesetz (GewStG), Abgabenordnung (AO), Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung (GewStDV), Einkommensteuergesetz (EStG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Jakob Röß
Steuerberater

Betreuung von mittel­ständischen GmbH, Frei­beruflern und Kapital­gesell­schaften.

Dr. Jeannine Dinnebier
RA Dr. iur. Dipl.-Vw.
Dr. Jeannine Dinnebier
Rechts­anwältin · Steuerrecht

Verantwortet Steuer­streit, Betriebs­prüfungen und rechts­sichere Gestaltung. Promoviert im Steuerrecht.

Geprüft & kammer­pflichtig Mitgliedschaften & Zulassungen
S
Steuerberater­kammerPflichtmitgliedschaft
W
Wirtschafts­prüfer­kammerZulassung nach WPO
R
Rechts­anwalts­kammerFachbereich Steuerrecht
D
DATEV‑PartnerSchnittstellen­zertifiziert
Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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