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Lesedauer

13–20 Minuten

OnlineBilanzBlogFriseur Steuererklärung

Friseur Steuererklärung 2026: Pflichten & Tipps für GmbHs

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Friseur-GmbHs unterliegen umfassenden steuerlichen Pflichten – von der Umsatzsteuer-Voranmeldung über die Lohnsteuer bis zum Jahresabschluss. Trinkgeld, Produktverkauf und hohe Personalkosten machen die Steuererklärung in der Friseurbranche besonders komplex. Aufgrund dieser Besonderheiten empfiehlt sich für viele GmbHs eine professionelle Beratung durch einen Coach Steuerberatung, der branchenspezifische Anforderungen kennt. Dieser Leitfaden erklärt alle relevanten Pflichten, typische Betriebsausgaben und häufige Fehlerquellen für das Jahr 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Friseur-GmbHs müssen neben der jährlichen Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuererklärung auch regelmäßige Umsatzsteuer-Voranmeldungen sowie Lohnsteuer-Anmeldungen für angestellte Mitarbeiter abgeben. Hinzu kommen Jahresabschluss- und Offenlegungspflichten nach HGB. Besonderheiten wie Trinkgeldversteuerung, ermäßigter Umsatzsteuersatz für bestimmte Leistungen und branchenspezifische Betriebsausgaben erfordern eine sorgfältige Buchführung.

Welche steuerlichen Pflichten gelten für Friseur-GmbHs?

Friseurunternehmen in der Rechtsform der GmbH unterliegen einem umfassenden Katalog steuerlicher Pflichten. Neben der Körperschaftsteuer (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG) und Gewerbesteuer (§ 2 Abs. 2 GewStG) sind regelmäßig Umsatzsteuervoranmeldungen, Lohnsteueranmeldungen für angestellte Friseure sowie der Jahresabschluss nach §§ 242 ff. HGB zu erstellen. Gerade bei Salons mit mehreren Mitarbeitern und entsprechendem Umsatzvolumen kommen schnell mehrere Meldepflichten zusammen, die termingerecht erfüllt werden müssen.

Die wichtigsten Steuerarten im Überblick

  • Körperschaftsteuer: 15 % auf den zu versteuernden Gewinn (§ 23 KStG), zuzüglich Solidaritätszuschlag 5,5 %
  • Gewerbesteuer: abhängig vom Hebesatz der Gemeinde, Freibetrag von 24.500 € nach § 11 Abs. 1 Nr. 1 GewStG
  • Umsatzsteuer: Regelsteuersatz 19 %, monatliche oder quartalsweise Voranmeldungen nach § 18 UStG
  • Lohnsteuer: Abführung für angestellte Friseure, Fälligkeit bis zum 10. des Folgemonats nach § 41a EStG

Praxis-Hinweis: Digitale Belegerfassung

Moderne Kassensysteme in Friseursalons müssen seit 2020 mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein. Die zeitnahe digitale Erfassung aller Kassenbelege erleichtert nicht nur die laufende Buchhaltung, sondern ist auch Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Steuererklärung und Betriebsprüfung.

Welche steuerlichen Besonderheiten prägen die Friseurbranche?

Die Friseurbranche weist einige branchenspezifische Besonderheiten auf, die sich direkt auf die Steuererklärung auswirken. Dazu zählen typischerweise ein hoher Bargeldanteil im Tagesgeschäft, variable Provisionsmodelle für Mitarbeiter, Trinkgelder sowie die steuerliche Behandlung von Produktverkäufen (Shampoos, Pflegeprodukte). Hinzu kommt die Abgrenzung zwischen Gewerbebetrieb und eventuellen freiberuflichen Tätigkeiten – wobei Friseurleistungen stets gewerblich sind.

Bargeschäfte und Kassennachschau

Die Finanzverwaltung richtet bei bargeldintensiven Betrieben wie Friseursalons ein besonderes Augenmerk auf die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung. Nach § 146b AO können Betriebsprüfer ohne Vorankündigung eine Kassennachschau durchführen. Eine lückenlose, zeitnahe Kassenbuchführung und die Einhaltung der GoBD sind daher unerlässlich. Fehlerhafte Kassenaufzeichnungen können zu Hinzuschätzungen und empfindlichen Steuernachforderungen führen.

Achtung: Trinkgelder richtig verbuchen

Trinkgelder, die Kunden direkt an Mitarbeiter zahlen, sind in der Regel steuerfrei (§ 3 Nr. 51 EStG), sofern sie freiwillig und ohne Rechtsanspruch gegeben werden. Trinkgelder, die über die Kasse laufen und vom Arbeitgeber verteilt werden, unterliegen dagegen der Lohnsteuer. Eine saubere Trennung ist für die korrekte Abrechnung zwingend erforderlich.

Wareneinkauf und Vorratsabgrenzung

Friseur-GmbHs kaufen regelmäßig Verbrauchsmaterialien (Farben, Shampoos, Pflegeprodukte) ein. Steuerlich ist zu beachten, dass nur die tatsächlich im Geschäftsjahr verbrauchten Waren als Betriebsausgaben abzugsfähig sind. Größere Lagerbestände zum Bilanzstichtag müssen nach § 240 HGB inventarisiert und in der Bilanz aktiviert werden. Diese Vorräte mindern somit den steuerlichen Gewinn erst im Folgejahr.

Welche Jahresabschluss-Pflichten hat eine Friseur-GmbH?

Jede GmbH – unabhängig von der Branche – ist nach § 264 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Jahresabschlusses verpflichtet. Dieser besteht aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie einem Anhang. Für Kleinstkapitalgesellschaften (§ 267a HGB) gelten Erleichterungen, mittelgroße und große Friseur-GmbHs müssen zusätzlich einen Lagebericht erstellen (§ 264 Abs. 1 Satz 2 HGB). Der Jahresabschluss ist Grundlage für die Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuererklärung.

Fristen für Feststellung und Offenlegung

Größenklasse Feststellungsfrist (§ 42a GmbHG) Offenlegungsfrist (§ 325 HGB)
Kleine GmbH 11 Monate nach Bilanzstichtag 12 Monate nach Bilanzstichtag
Mittelgroße GmbH 8 Monate nach Bilanzstichtag 12 Monate nach Bilanzstichtag
Große GmbH 8 Monate nach Bilanzstichtag 12 Monate nach Bilanzstichtag

Für eine Friseur-GmbH mit Bilanzstichtag 31.12.2025 bedeutet dies: Der Jahresabschluss muss spätestens bis zum 30.11.2026 (kleine GmbH) bzw. 31.08.2026 (mittelgroße/große GmbH) festgestellt werden. Die Offenlegung beim Unternehmensregister (nicht mehr beim Bundesanzeiger, DiRUG seit 01.08.2022) muss bis zum 31.12.2026 erfolgen. Bei Versäumnis droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB in Höhe von 500 bis 25.000 Euro.

„Viele Friseur-GmbHs unterschätzen den zeitlichen Vorlauf für die Jahresabschluss-Erstellung. Wer Belege erst im Spätsommer nachreicht, riskiert Fristversäumnis und Ordnungsgeld. Eine vorbereitende Monats- oder Quartalsbuchhaltung ist deshalb Gold wert.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Welche Betriebsausgaben können Friseur-GmbHs steuerlich geltend machen?

Eine sorgfältige Erfassung aller Betriebsausgaben nach § 4 Abs. 4 EStG ist entscheidend für die Optimierung der Steuerlast. Friseur-GmbHs haben typischerweise ein breites Spektrum abzugsfähiger Kosten: Miete für den Salon, Personalkosten (Gehälter, Sozialversicherung), Wareneinkauf, Strom, Wasser, Versicherungen, Werbung, Fortbildungen, Reparaturen an Einrichtung und Geräten sowie Abschreibungen auf Investitionen (§ 7 EStG).

Typische Betriebsausgaben im Friseurhandwerk

Personalkosten

Bruttolöhne, Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft, Fortbildungen, Arbeitskleidung (wenn berufstypisch und nicht privat nutzbar)

Wareneinkauf & Verbrauchsmaterial

Haarfarben, Shampoos, Pflegeprodukte, Handtücher, Einwegumhänge – abzugsfähig im Jahr des Verbrauchs, Lagerbestände aktivieren

Raumkosten

Miete, Nebenkosten, Strom, Wasser, Heizung, Reinigung, Instandhaltung, Versicherungen (Betriebshaftpflicht, Inhaltsversicherung)

Marketing & Werbung

Anzeigen, Social-Media-Kampagnen, Flyer, Website, Kundenkarten, Gutscheinaktionen – alle Aufwendungen zur Neukundengewinnung

Abschreibungen auf Investitionen

Größere Anschaffungen – etwa Frisierstühle, Waschbecken, Trockenhauben, Kassenanlage oder Saloneinrichtung – werden nach § 7 Abs. 1 EStG über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) unter 800 Euro netto kann nach § 6 Abs. 2 EStG eine Sofortabschreibung erfolgen. Bei Investitionen zwischen 250 und 1.000 Euro netto ist alternativ ein Sammelposten (§ 6 Abs. 2a EStG) möglich, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Eine präzise Planung dieser Wahlrechte senkt die Steuerlast spürbar.

Praxis-Tipp: Digitale Belegverwaltung

Kassenbons, Rechnungen und Lieferscheine sollten digital erfasst und GoBD-konform archiviert werden. Moderne Cloud-Buchhaltungssysteme ermöglichen die sofortige Zuordnung zu Konten und Kostenstellen – das spart Zeit bei der Jahresabschlusserstellung und Steuererklärung.

Wie funktioniert die Umsatzsteuer-Voranmeldung für Friseure?

Friseurdienstleistungen unterliegen dem Regelsteuersatz von 19 % (§ 12 Abs. 1 UStG). Jede Friseur-GmbH muss ihre Umsatzsteuer grundsätzlich monatlich beim Finanzamt voranmelden (§ 18 Abs. 1 UStG), es sei denn, die Umsatzsteuer des Vorjahres lag unter 7.500 Euro – dann ist eine quartalsweise Abgabe möglich. Neu gegründete Salons sind in den ersten beiden Kalenderjahren zur monatlichen Voranmeldung verpflichtet (§ 18 Abs. 2 Satz 4 UStG).

Vorsteuerabzug richtig nutzen

Parallel zur Umsatzsteuer auf die eigenen Dienstleistungen kann die GmbH die Vorsteuer aus Eingangsrechnungen (Wareneinkauf, Miete, Investitionen) nach § 15 UStG geltend machen. Entscheidend ist, dass die Rechnungen alle Pflichtangaben nach § 14 UStG enthalten – insbesondere die Steuernummer oder USt-IdNr. des Lieferanten, fortlaufende Rechnungsnummer, Leistungsbeschreibung, Steuersatz und Steuerbetrag. Fehlerhafte Rechnungen berechtigen nicht zum Vorsteuerabzug und sollten umgehend korrigiert werden.

  • Umsatzsteuer-Voranmeldung bis zum 10. des Folgemonats elektronisch über ELSTER übermitteln
  • Vorsteuerbeträge aus Eingangsrechnungen vollständig erfassen und prüfen (§ 14 UStG)
  • Bei dauernder Fristverlängerung: Sondervorauszahlung 1/11 der Vorjahressteuer beachten
  • Jahresumsatzsteuererklärung bis spätestens 31.07. des Folgejahres (mit StB-Vollmacht: 30.06. des übernächsten Jahres)

„Ein häufiger Fehler in der Praxis: Privatentnahmen von Waren (z. B. Shampoo für den Eigengebrauch) werden vergessen. Diese unterliegen nach § 3 Abs. 1b UStG der Umsatzsteuer und müssen monatlich erfasst werden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Welche lohnsteuerlichen Pflichten bestehen bei angestellten Friseuren?

Sobald eine Friseur-GmbH Mitarbeiter beschäftigt, übernimmt sie als Arbeitgeber die Rolle des Lohnsteuerabzugsverpflichteten (§ 38 Abs. 3 EStG). Für jeden Arbeitnehmer sind monatlich Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer einzubehalten und bis zum 10. des Folgemonats ans Finanzamt abzuführen (§ 41a Abs. 1 EStG). Parallel dazu sind die Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) an die Krankenkassen abzuführen.

Lohnsteuer-Anmeldung und -Jahresausgleich

Die Lohnsteuer-Anmeldung erfolgt ebenfalls monatlich über ELSTER. Zum Jahresende sind für jeden Mitarbeiter elektronische Lohnsteuerbescheinigungen zu erstellen und bis zum 28. Februar des Folgejahres an das Finanzamt zu übermitteln (§ 41b EStG). Darüber hinaus muss der Arbeitgeber alle lohnsteuerlichen Unterlagen (Lohnkonten, Arbeitsverträge, Gehaltsabrechnungen) sechs Jahre aufbewahren.

  • Minijobber (520-Euro-Grenze): Pauschalversteuerung nach § 40a EStG möglich, vereinfachte Abrechnung über die Minijob-Zentrale
  • Auszubildende: Reguläre Lohnsteuer, ggf. geringe oder keine Steuerbelastung durch niedrige Ausbildungsvergütung
  • Provisionsmodelle: Variable Gehaltsbestandteile (Umsatzbeteiligung) sind lohnsteuerpflichtig und in der monatlichen Abrechnung zu erfassen
  • Sachbezüge: Kostenlose Haarschnitte oder Produkte für Mitarbeiter können lohnsteuerpflichtige geldwerte Vorteile darstellen (§ 8 Abs. 2 EStG)

Achtung: Scheinselbständigkeit vermeiden

Beauftragen Friseur-GmbHs externe Stylisten auf Honorarbasis, prüft die Finanzverwaltung häufig, ob tatsächlich Selbständigkeit oder verkappte Arbeitnehmereigenschaft vorliegt. Bei Scheinselbständigkeit drohen Lohnsteuernachforderungen und Sozialversicherungsbeiträge rückwirkend für mehrere Jahre.

Wie erstellt man die Steuererklärung für eine Friseur-GmbH?

Die Steuererklärung für eine Friseur-GmbH besteht aus mehreren Komponenten: Körperschaftsteuererklärung (mit Anlage GK für Gewinnermittlung), Gewerbesteuererklärung (GewSt 1 A) und ggf. Umsatzsteuererklärung (falls nicht bereits durch monatliche Voranmeldungen abgeschlossen). Grundlage ist stets der festgestellte Jahresabschluss nach HGB. Ähnliche Pflichten gelten auch für andere gewerbliche Tätigkeiten – einen umfassenden Überblick zu Erklärungspflichten und Fristen bietet unser Beitrag zur Amazon FBA Steuererklärung 2026: Pflichten & Tipps. Ohne Steuerberater-Fristverlängerung ist die Abgabefrist der 31. Juli des Folgejahres; mit Steuerberater-Vollmacht verlängert sich die Frist auf den 30. Juni des übernächsten Jahres (für 2025: 30.06.2027).

Körperschaftsteuererklärung (KSt 1 A)

In der KSt 1 A wird der handelsrechtliche Jahresüberschuss aus dem Jahresabschluss um steuerliche Korrekturen bereinigt – etwa nicht abzugsfähige Betriebsausgaben (§ 10 KStG), verdeckte Gewinnausschüttungen oder außerbilanzielle Hinzurechnungen. Das Ergebnis ist das zu versteuernde Einkommen, auf das 15 % Körperschaftsteuer erhoben werden (§ 23 KStG). Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer.

Gewerbesteuererklärung (GewSt 1 A)

Parallel zur Körperschaftsteuer fällt Gewerbesteuer an (§ 2 GewStG). Ausgangsgröße ist der Gewerbeertrag, der sich aus dem steuerlichen Gewinn zuzüglich bestimmter Hinzurechnungen (z. B. Miet- und Pachtzinsen zu 50 % über 100.000 Euro, § 8 GewStG) und abzüglich Kürzungen ergibt. Nach Abzug des Freibetrags von 24.500 Euro (§ 11 Abs. 1 Nr. 1 GewStG) wird der Gewerbeertrag mit der Steuermesszahl 3,5 % und dem kommunalen Hebesatz multipliziert. Der Hebesatz variiert je nach Gemeinde zwischen ca. 200 % und 600 %.

15 %

Körperschaftsteuer (§ 23 KStG)

3,5 %

Gewerbesteuer-Messzahl (§ 11 Abs. 2 GewStG)

24.500 €

Gewerbesteuer-Freibetrag (§ 11 Abs. 1 GewStG)

Die Übermittlung aller Steuererklärungen erfolgt elektronisch über ELSTER. Wer die Erstellung durch einen Steuerberater durchführen lässt, profitiert nicht nur von der verlängerten Abgabefrist, sondern auch von fachlicher Prüfung aller steuerlichen Optimierungsmöglichkeiten – etwa bei der Wahl zwischen Sofortabschreibung und AfA-Plan oder bei der korrekten Behandlung von Investitionsabzugsbeträgen nach § 7g EStG. Plattformen wie OnlineBilanz.de bieten hierfür digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen und ohne Wartezeiten.

Welche häufigen Fehler sollten Friseur-GmbHs bei der Steuererklärung vermeiden?

In der Praxis zeigen sich bei Friseur-GmbHs wiederkehrende Fehlerquellen, die zu Steuernachforderungen, Säumniszuschlägen oder sogar Ordnungsgeldern führen können. Wer diese typischen Stolperfallen kennt, kann sie gezielt vermeiden und so Zeit, Geld und Ärger sparen.

Fehlerhafte oder fehlende Kassenführung

Die häufigste Ursache für Probleme bei Betriebsprüfungen: unvollständige oder nicht ordnungsgemäße Kassenaufzeichnungen. Fehlende Tagesabschlüsse, nachträgliche Korrekturen ohne Nachweis oder das Fehlen der TSE-Zertifizierung führen oft zu Hinzuschätzungen nach § 162 AO. Die Finanzverwaltung darf dann den Umsatz anhand von Richtwerten schätzen – meist zum Nachteil des Unternehmens.

Privatentnahmen nicht erfasst

Werden Waren oder Dienstleistungen privat genutzt (z. B. Haarschnitt für den Gesellschafter-Geschäftsführer, Shampoo für den Hausgebrauch), liegt eine unentgeltliche Wertabgabe vor (§ 3 Abs. 1b UStG). Diese muss umsatzsteuerlich erfasst werden. Auch ertragsteuerlich ist eine Privatentnahme zu buchen. Werden solche Entnahmen vergessen, droht eine Korrektur durch das Finanzamt.

Verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA)

Zahlt die GmbH dem Gesellschafter-Geschäftsführer ein unangemessen hohes Gehalt oder übernimmt sie private Kosten (z. B. privater PKW, privates Handy), kann das Finanzamt eine verdeckte Gewinnausschüttung nach § 8 Abs. 3 KStG annehmen. Die Folge: Die Kosten werden nicht als Betriebsausgaben anerkannt, der Gewinn steigt, und der Gesellschafter muss die vGA zusätzlich als Kapitalertrag versteuern (25 % Abgeltungsteuer plus Soli).

  • Kassenführung täglich, vollständig und mit TSE-Zertifizierung
  • Privatentnahmen monatlich erfassen und umsatzsteuerlich behandeln
  • Gesellschafter-Gehalt angemessen und vertraglich vereinbaren (Fremdvergleich § 8 Abs. 3 KStG)
  • Rechnungen auf Vollständigkeit prüfen (§ 14 UStG) – sonst kein Vorsteuerabzug
  • Fristen für Jahresabschluss, Offenlegung und Steuererklärungen im Blick behalten

„Ein gut geführtes Kassenbuch und eine zeitnahe Buchhaltung sind die beste Vorsorge gegen Ärger mit dem Finanzamt. Wer einmal im Jahr alle Belege auf den Steuerberater kippt, riskiert nicht nur Zeitdruck, sondern auch vermeidbare Fehler.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wann lohnt sich ein Steuerberater für die Friseur-GmbH?

Die Frage, ob ein Steuerberater sinnvoll ist, stellt sich für die meisten GmbH-Geschäftsführer nicht – sondern welcher Steuerberater und zu welchem Preis. Die Pflicht zur Aufstellung eines HGB-Jahresabschlusses (§ 264 HGB), die Komplexität von Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer und Lohnsteuer sowie die Haftungsrisiken bei Fehlern machen eine fachkundige Begleitung faktisch unverzichtbar. Hinzu kommt die verlängerte Abgabefrist bis 30.06. des übernächsten Jahres bei Steuerberater-Vollmacht – ein zeitlicher Vorteil, der allein schon Stress und Bußgelder vermeiden hilft.

Vorteile der Steuerberater-Begleitung

  • Rechtssicherheit: Jahresabschluss und Steuererklärungen werden fachlich korrekt und nach aktueller Rechtslage erstellt
  • Steueroptimierung: Nutzung aller Wahlrechte (z. B. GWG, Investitionsabzugsbetrag, Rückstellungen), Vermeidung von vGA
  • Fristverlängerung: Abgabefrist 30.06. statt 31.07. – ein Jahr mehr Zeit für die Vorjahreserklärung
  • Haftungsschutz: Der Steuerberater haftet berufsrechtlich für seine Arbeit (§ 67a StBerG), Fehler sind durch Berufshaftpflicht abgedeckt
  • Zeitersparnis: Der Geschäftsführer kann sich auf das operative Geschäft konzentrieren

Digitale Steuerberater-Plattformen als moderne Alternative

Wer keine Lust auf lange Wartezeiten, intransparente Honorare oder fehlende Erreichbarkeit hat, findet in digitalen Steuerberater-Plattformen wie OnlineBilanz.de eine zeitgemäße Lösung. Dort erstellen zugelassene Steuerberater den Jahresabschluss zu transparenten Festpreisen – ohne versteckte Kosten. Die Kommunikation läuft digital, Belege werden online hochgeladen, und der Mandant behält jederzeit den Überblick über den Bearbeitungsstatus. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Nerven – und bietet gleichzeitig die volle fachliche Qualität und Haftung eines klassischen Steuerberaters.

OnlineBilanz für Friseur-GmbHs

OnlineBilanz verbindet Steuerberater-Qualität mit moderner Software: Jahresabschluss, Steuererklärung und Offenlegung aus einer Hand – digital koordiniert, rechtssicher und mit Festpreisgarantie. Erste Ansprechpartner wie Servet Gündogan koordinieren zwischen Mandant und Steuerberater-Team, damit alles termingerecht und vollständig erledigt wird.

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Friseur die Kleinunternehmerregelung nutzen?

Ja, Friseure können die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzen, wenn ihr Jahresumsatz im Vorjahr 25.000 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Jahr voraussichtlich 100.000 Euro nicht übersteigt. In diesem Fall wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen und abgeführt, es entfällt aber auch der Vorsteuerabzug. Für eine Friseur-GmbH ist diese Regelung aufgrund der Rechtsform und typischerweise höherer Umsätze allerdings selten relevant.

Wie werden Sachbezüge für Mitarbeiter im Friseursalon versteuert?

Sachbezüge wie kostenlose oder vergünstigte Friseurleistungen für Mitarbeiter sind grundsätzlich lohnsteuerpflichtig. Sie können jedoch über die monatliche Freigrenze von 50 Euro (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG) steuerfrei bleiben. Übersteigt der Wert die Freigrenze, ist der gesamte Betrag zu versteuern. Alternativ kann der Arbeitgeber die Versteuerung pauschal mit 30 % nach § 37b EStG übernehmen.

Muss eine Friseur-GmbH eine E-Bilanz einreichen?

Ja, alle Kapitalgesellschaften – also auch Friseur-GmbHs – sind nach § 5b EStG verpflichtet, ihren Jahresabschluss elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln (E-Bilanz). Diese Pflicht besteht unabhängig von der Unternehmensgröße. Die E-Bilanz muss in einem standardisierten XML-Format (XBRL) eingereicht werden und umfasst Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.

Welche Aufbewahrungsfristen gelten für Belege im Friseursalon?

Für steuerlich relevante Unterlagen gelten nach § 147 AO unterschiedliche Aufbewahrungsfristen: 10 Jahre für Bücher, Jahresabschlüsse, Inventare, Eröffnungsbilanzen und Buchungsbelege sowie 6 Jahre für empfangene Handels- und Geschäftsbriefe, Kopien abgesandter Briefe und sonstige Unterlagen. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgte. Für 2026 gelten also für Buchungsbelege Aufbewahrungsfristen bis Ende 2036.

Können Fortbildungskosten für Friseure steuerlich abgesetzt werden?

Ja, Fortbildungskosten für bereits ausgebildete Friseure sind als Betriebsausgaben vollständig absetzbar. Dazu zählen Seminargebühren, Fachliteratur, Reisekosten zu Schulungen sowie Teilnahmegebühren für Messen und Weiterbildungsveranstaltungen. Wichtig ist die berufliche Veranlassung und eine ordnungsgemäße Dokumentation. Auch Kosten für die Meisterausbildung angestellter Friseure können als Betriebsausgaben geltend gemacht werden, wenn ein betriebliches Interesse besteht.

Was gilt steuerlich bei der Salonvermietung an selbstständige Friseure?

Vermietet eine Friseur-GmbH einzelne Arbeitsplätze an selbstständige Friseure (Stuhlmiete), handelt es sich um eine umsatzsteuerpflichtige Vermietung von Betriebsvorrichtungen mit 19 % Umsatzsteuer. Die Mieteinnahmen sind als Betriebseinnahmen zu erfassen und unterliegen der Gewerbesteuer. Der selbstständige Friseur kann die gezahlte Miete als Betriebsausgabe geltend machen. Wichtig: Eine echte Selbstständigkeit muss vorliegen, sonst droht eine Umqualifizierung in ein Anstellungsverhältnis mit Sozialversicherungspflicht.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), Einkommensteuergesetz (EStG), Umsatzsteuergesetz (UStG), GmbH-Gesetz (GmbHG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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