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Datum

Lesedauer

12–18 Minuten

OnlineBilanzBlogBewirtungskosten Steuer

Bewirtungskosten Steuer 2026: Abzug & Nachweis

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Bewirtungskosten gehören zu den sensibelsten Betriebsausgaben – steuerlich nur zu 70 % abzugsfähig, formale Nachweispflichten streng, Vorsteuerabzug möglich. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Bewirtungskosten korrekt dokumentieren, buchen und in Jahresabschluss sowie Steuererklärung behandeln – fachlich fundiert für GmbH, Personengesellschaften und Einzelunternehmen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Bewirtungskosten sind steuerlich nur zu 70 % als Betriebsausgaben abzugsfähig, sofern ein geschäftlicher Anlass nachgewiesen wird. Es gelten strenge formale Anforderungen: Bewirtungsbeleg mit Angabe der bewirteten Personen, Anlass und Höhe. Der Vorsteuerabzug ist zu 100 % möglich, wenn eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt.

Was sind Bewirtungskosten steuerlich?

Bewirtungskosten im Sinne des Einkommensteuergesetzes (§ 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG) sind Aufwendungen für die Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass. Dazu zählen alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Verpflegung von Geschäftspartnern, Kunden oder Mitarbeitern anfallen – etwa in Restaurants, bei Geschäftsessen oder betrieblichen Veranstaltungen.

Steuerlich sind Bewirtungskosten grundsätzlich nur zu 70 % als Betriebsausgaben abzugsfähig (§ 4 Abs. 5 Nr. 2 Satz 1 EStG). Die verbleibenden 30 % gelten als nicht abzugsfähige Lebenshaltungskosten. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob die Bewirtung angemessen ist oder einen klaren geschäftlichen Bezug hat.

Wichtig

Bewirtungskosten sind nicht zu verwechseln mit Reisekosten (Verpflegungsmehraufwand) oder Geschenken. Jede Kategorie unterliegt eigenen steuerlichen Regelungen und Nachweispflichten.

Typische Beispiele für Bewirtungskosten

  • Geschäftsessen mit Kunden oder Lieferanten in Restaurants
  • Bewirtung bei Vertragsverhandlungen oder Projektbesprechungen
  • Catering bei betrieblichen Besprechungen oder Workshops
  • Bewirtung von Geschäftspartnern bei Firmenveranstaltungen
  • Kaffee und Snacks bei Kundengesprächen in den Geschäftsräumen

Wie funktioniert die 70-Prozent-Regel beim Betriebsausgabenabzug?

Nach § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG sind Bewirtungskosten nur zu 70 % als Betriebsausgaben abzugsfähig. Diese gesetzliche Beschränkung gilt für alle Unternehmen – unabhängig von Rechtsform oder Größe. Die nicht abzugsfähigen 30 % werden vom Finanzamt als unangemessener Repräsentationsaufwand bzw. anteilige Lebenshaltungskosten gewertet.

Praktische Berechnung

Ein Geschäftsessen kostet inklusive Getränken und Trinkgeld 250,00 Euro (Bruttobetrag). Von diesem Betrag können steuerlich 175,00 Euro (70 %) als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Die verbleibenden 75,00 Euro (30 %) werden außerbilanziell wieder hinzugerechnet und erhöhen den steuerpflichtigen Gewinn.

Position Betrag Erläuterung
Bewirtungskosten (brutto) 250,00 € Rechnungsbetrag inkl. MwSt.
Abzugsfähig (70 %) 175,00 € Als Betriebsausgaben anerkannt
Nicht abzugsfähig (30 %) 75,00 € Außerbilanzielle Hinzurechnung
Vorsteuerabzug (19 %) 39,92 € Bei geschäftlicher Bewirtung voll abzugsfähig

Achtung

Die 70-%-Regelung gilt nur für die ertragsteuerliche Behandlung. Der Vorsteuerabzug aus der Rechnung bleibt bei geschäftlicher Bewirtung zu 100 % möglich – sofern alle formalen Anforderungen erfüllt sind.

Welche formalen Anforderungen gelten für den Nachweis von Bewirtungskosten?

Das Finanzamt akzeptiert Bewirtungskosten nur, wenn strenge Nachweis- und Dokumentationspflichten erfüllt sind. Ohne ordnungsgemäßen Nachweis droht der vollständige Verlust des Betriebsausgabenabzugs. Die Anforderungen ergeben sich aus § 4 Abs. 5 Nr. 2 Satz 2 EStG und der langjährigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH).

Pflichtangaben auf dem Bewirtungssvordruck

  • Datum und Ort der Bewirtung
  • Namen der bewirteten Personen (Vor- und Nachname)
  • Anlass der Bewirtung (konkrete geschäftliche Begründung)
  • Höhe der Aufwendungen (Bruttobetrag)
  • Unterschrift des Gastgebers (GmbH-Geschäftsführer oder bevollmächtigter Mitarbeiter)

Der Bewirtungsvordruck muss zeitnah – idealerweise unmittelbar nach der Bewirtung – ausgefüllt und unterzeichnet werden. Nachträgliche Ergänzungen oder fehlende Unterschriften führen regelmäßig zur Nichtanerkennung durch Betriebsprüfer.

„In der Praxis scheitert die Anerkennung von Bewirtungskosten häufig an unvollständigen oder unkonkreten Angaben zum Anlass. ‚Geschäftsessen‘ reicht nicht – es muss erkennbar sein, welches konkrete Geschäft besprochen wurde, etwa ‚Vertragsverhandlung Liefervertrag 2026‘ oder ‚Projektbesprechung Kundenauftrag XY‘.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Ergänzende Belege

Zusätzlich zum Bewirtungsvordruck ist die Restaurantrechnung im Original aufzubewahren. Diese muss den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Rechnung nach § 14 UStG genügen – insbesondere vollständiger Name und Anschrift des Restaurants, Steuernummer oder USt-IdNr., Einzelpositionen, Nettobetrag, Umsatzsteuersatz und -betrag sowie Bruttobetrag.

Wann liegt ein geschäftlicher Anlass vor?

Ein geschäftlicher Anlass ist die zentrale Voraussetzung für die steuerliche Anerkennung von Bewirtungskosten. Die Bewirtung muss einem konkreten betrieblichen Zweck dienen und darf nicht privat veranlasst sein. Das Finanzamt prüft bei Betriebsprüfungen regelmäßig, ob der angegebene Anlass plausibel und nachvollziehbar ist.

Anerkannte geschäftliche Anlässe

Externe Geschäftspartner

  • Vertragsverhandlungen
  • Projektbesprechungen
  • Akquisegespräche
  • Lieferantenaudits

Interne Anlässe

  • Strategiemeetings außer Haus
  • Schulungen mit externen Teilnehmern
  • Betriebsversammlungen (teilweise)
  • Arbeitsbesprechungen mit Mahlzeit

Abgrenzung zur Arbeitnehmer-Bewirtung

Die Bewirtung eigener Arbeitnehmer ist nur dann als Bewirtungskosten (70 % abzugsfähig) zu behandeln, wenn ein konkreter geschäftlicher Anlass vorliegt. Regelmäßige Kantinenessen oder allgemeine Teamevents sind keine Bewirtungskosten, sondern ggf. Arbeitslohn oder nicht abzugsfähige Betriebsausgaben.

Nicht anerkannte Anlässe

  • Bewirtung von Familienangehörigen ohne nachweisbaren Geschäftszweck
  • Private Feiern (Geburtstage, Jubiläen ohne betrieblichen Bezug)
  • Allgemeine ‚Netzwerktreffen‘ ohne konkreten Geschäftsinhalt
  • Bewirtung ausschließlich von Gesellschaftern ohne externe Teilnehmer (bei GmbH kritisch)

Im Zweifel empfiehlt sich eine präzise Dokumentation des Gesprächsinhalts – etwa durch Gesprächsnotizen, E-Mail-Verläufe oder Protokolle, die den geschäftlichen Charakter belegen.

Wie funktioniert der Vorsteuerabzug bei Bewirtungskosten?

Während ertragsteuerlich nur 70 % der Bewirtungskosten als Betriebsausgaben abzugsfähig sind, bleibt der Vorsteuerabzug nach § 15 UStG grundsätzlich zu 100 % möglich – sofern die Bewirtung nachweislich geschäftlich veranlasst ist. Diese unterschiedliche Behandlung führt in der Praxis häufig zu Verwechslungen.

Voraussetzungen für den vollen Vorsteuerabzug

  • Ordnungsgemäße Rechnung nach § 14 UStG (Name, Anschrift, Steuernummer des leistenden Unternehmens, Einzelpositionen, USt-Ausweis)
  • Geschäftlicher Anlass der Bewirtung ist dokumentiert (Bewirtungsvordruck)
  • Rechnung lautet auf das Unternehmen (nicht auf Privatperson)
  • Zahlung ist nachweisbar (Kontoauszug, Kreditkartenabrechnung)

Bei kleineren Beträgen (seit 2025: bis 250 Euro brutto) genügt eine Kleinbetragsrechnung nach § 33 UStDV. Diese muss nicht alle Pflichtangaben einer Vollrechnung enthalten, der Vorsteuerabzug bleibt dennoch möglich.

Steuerart Abzugsfähigkeit Rechtsgrundlage
Ertragsteuer (ESt/KSt) 70 % als Betriebsausgaben § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG
Umsatzsteuer (Vorsteuer) 100 % bei geschäftlichem Anlass § 15 UStG
Gewerbesteuer Indirekt über Gewinnminderung (70 %) § 7 GewStG

„Viele Mandanten glauben fälschlicherweise, dass auch der Vorsteuerabzug auf 70 % begrenzt ist. Das ist nicht der Fall – die Vorsteuer kann vollständig geltend gemacht werden, wenn alle formalen Voraussetzungen erfüllt sind. Entscheidend ist die saubere Dokumentation des geschäftlichen Anlasses.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Welche häufigen Fehler sollten Sie bei Bewirtungskosten vermeiden?

In der betrieblichen Praxis und bei Betriebsprüfungen zeigen sich immer wieder dieselben Fehlerquellen, die zur Nichtanerkennung von Bewirtungskosten führen. Dabei sind die meisten Fehler mit wenig Aufwand vermeidbar – entscheidend ist die konsequente Einhaltung formaler Vorgaben.

Typische Fehlerquellen in der Dokumentation

Fehler Folge Richtige Handhabung
Fehlende oder ungenaue Angabe des Anlasses Vollständige Nichtanerkennung Konkreten Geschäftszweck angeben, z. B. ‚Vertragsverhandlung Liefervertrag 2026‘
Unvollständige Teilnehmerliste Nichtanerkennung Alle Teilnehmer mit Vor- und Nachnamen auflisten
Fehlende Unterschrift auf Bewirtungsvordruck Nichtanerkennung Sofortige Unterschrift nach Bewirtung durch Gastgeber
Rechnung auf Privatperson ausgestellt Kein Vorsteuerabzug möglich Rechnung auf Firmenname ausstellen lassen
Nachträgliches Ausfüllen (Wochen später) Formfehler, oft nicht anerkannt Zeitnahe Dokumentation noch am selben Tag

Grenzfälle und kritische Konstellationen

  • Bewirtung von Gesellschafter-Geschäftsführern: Nur anerkannt, wenn externe Geschäftspartner teilnehmen oder ein außergewöhnlicher betrieblicher Anlass vorliegt
  • Hohe Einzelbeträge: Luxusrestaurants oder außergewöhnlich teure Bewirtungen müssen besonders gut begründet werden (Angemessenheitsprüfung)
  • Regelmäßige Bewirtungen derselben Personen: Können den Verdacht privater Veranlassung begründen – präzise Dokumentation erforderlich
  • Alkoholische Getränke in großem Umfang: Grundsätzlich abzugsfähig, aber bei übermäßigem Anteil droht Kürzung wegen fehlender Angemessenheit

Betriebsprüfung

Betriebsprüfer fokussieren sich regelmäßig auf Bewirtungskosten, da hier erfahrungsgemäß hohe Fehlerquoten bestehen. Eine lückenlose, zeitnahe und inhaltlich präzise Dokumentation ist die beste Absicherung gegen Nachforderungen.

Wer unsicher ist, ob die eigenen Bewirtungskosten korrekt erfasst und dokumentiert sind, sollte dies im Rahmen der laufenden Buchhaltung oder bei der Jahresabschlusserstellung durch einen Steuerberater prüfen lassen. Auf OnlineBilanz.de erhalten GmbHs digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen – inklusive Prüfung aller steuerlich relevanten Sachverhalte durch zugelassene Steuerberater.

Welche Besonderheiten gelten bei Bewirtungskosten in der GmbH?

In der GmbH unterliegen Bewirtungskosten zusätzlichen Prüfkriterien – insbesondere wenn Gesellschafter-Geschäftsführer bewirtet werden oder wenn die Bewirtung im Zusammenhang mit Gesellschafterversammlungen steht. Das Finanzamt prüft hier besonders kritisch, ob eine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) vorliegt.

Bewirtung des Gesellschafter-Geschäftsführers

Bewirtet die GmbH ausschließlich ihren eigenen Gesellschafter-Geschäftsführer ohne weitere externe Teilnehmer, wird das Finanzamt dies regelmäßig als privat veranlasst einstufen. Anders verhält es sich, wenn externe Geschäftspartner teilnehmen oder ein außergewöhnlicher betrieblicher Anlass dokumentiert ist (z. B. Strategieklausur, Vertragsverhandlung mit Dritten).

Praxis-Tipp

Dokumentieren Sie bei Bewirtungen mit Gesellschafter-Geschäftsführer-Beteiligung stets die Teilnahme externer Personen und den konkreten Geschäftszweck. Im Zweifel sollte der Gesellschafter-Geschäftsführer die Kosten privat tragen, um das Risiko einer vGA zu vermeiden.

Bewirtung anlässlich Gesellschafterversammlung

Bewirtungskosten im Rahmen einer Gesellschafterversammlung nach § 48 GmbHG sind grundsätzlich nicht als Betriebsausgaben abzugsfähig, da sie der Sphäre der Gesellschafter (nicht der GmbH) zuzurechnen sind. Nur wenn an der Versammlung auch externe Berater, Steuerberater oder Prüfer teilnehmen und bewirtet werden, kann anteilig ein geschäftlicher Anlass vorliegen.

Verdeckte Gewinnausschüttung (vGA)

Eine vGA liegt vor, wenn die GmbH ihrem Gesellschafter einen Vermögensvorteil zuwendet, der durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist und nicht auf einer klaren, im Voraus getroffenen zivilrechtlichen Vereinbarung beruht. Typische Fälle bei Bewirtungskosten:

  • Regelmäßige, teure Bewirtungen des Gesellschafters ohne klaren geschäftlichen Anlass
  • Bewirtungen in Luxusrestaurants, die nicht der üblichen Geschäftspraxis entsprechen
  • Bewirtung von Familienangehörigen des Gesellschafters ohne nachweisbaren Geschäftszweck

„Bei der GmbH ist die saubere Trennung zwischen betrieblicher und privater Sphäre entscheidend. Bewirtungskosten, die nicht eindeutig betrieblich veranlasst sind, sollten konsequent dem Gesellschafter zugerechnet werden – entweder als Privatentnahme oder als Teil der Geschäftsführervergütung. So vermeiden Sie steuerliche Nachteile durch vGA.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Steuerliche Folgen einer vGA

30 %

Körperschaftsteuer (15 % KSt + 15 % SolZ darauf = 15,825 %)

+ 25 %

Kapitalertragsteuer beim Gesellschafter

0 %

Betriebsausgabenabzug (vollständig entfällt)

Die vGA führt zur Nichtanerkennung der Betriebsausgaben, zur Nachversteuerung auf GmbH-Ebene und zur Besteuerung beim Gesellschafter – eine erhebliche Mehrbelastung. Deshalb ist die korrekte Dokumentation und Abgrenzung bei GmbHs besonders wichtig.

Wie werden Bewirtungskosten korrekt gebucht?

Die buchhalterische Erfassung von Bewirtungskosten erfordert eine getrennte Verbuchung nach abzugsfähigen (70 %) und nicht abzugsfähigen (30 %) Anteilen. In der Praxis erfolgt dies über spezielle Konten im SKR 03 oder SKR 04, die eine automatische Aufteilung ermöglichen oder die außerbilanzielle Hinzurechnung vorbereiten.

Kontenrahmen SKR 03 und SKR 04

Kontenrahmen Konto Bezeichnung Abzugsfähigkeit
SKR 03 4650 Bewirtungskosten (abzugsfähig) 70 %
SKR 03 4654 Bewirtungskosten (nicht abzugsfähig) 30 %
SKR 04 6640 Bewirtungskosten (abzugsfähig) 70 %
SKR 04 6644 Bewirtungskosten (nicht abzugsfähig) 30 %

In vielen Buchhaltungsprogrammen (z. B. DATEV, Lexware, sevDesk) erfolgt die Aufteilung automatisch, wenn das korrekte Konto gewählt wird. Alternativ kann der Gesamtbetrag auf das Konto ‚Bewirtungskosten‘ gebucht werden; die Aufteilung erfolgt dann außerbilanziell bei der Steuererklärung.

Buchungsbeispiel

Ein Geschäftsessen kostet 250,00 Euro brutto (inkl. 19 % USt). Die Vorsteuer beträgt 39,92 Euro, der Nettobetrag 210,08 Euro.

Konto Soll Konto Haben Betrag Buchungstext
4650 (Bewirtung 70 %) Bank/Kasse 147,06 € Geschäftsessen Kunde XY, 70 % abzugsfähig
4654 (Bewirtung 30 %) Bank/Kasse 63,02 € Geschäftsessen Kunde XY, 30 % n. abzb.
1576 (Vorsteuer 19 %) Bank/Kasse 39,92 € Vorsteuer aus Bewirtung

Summe Soll: 147,06 + 63,02 + 39,92 = 250,00 Euro (entspricht dem Zahlbetrag).

Software-Tipp

Moderne Buchhaltungssoftware kann bei korrekter Kontenwahl die Aufteilung automatisch vornehmen. Prüfen Sie jedoch regelmäßig, ob die Einstellungen korrekt sind – insbesondere nach Software-Updates oder bei Kontenplan-Änderungen.

Aufbewahrung und Belegarchivierung

  • Original-Rechnung des Restaurants (gedruckt oder als E-Rechnung nach § 14 UStG)
  • Vollständig ausgefüllter und unterschriebener Bewirtungsvordruck
  • Zahlungsnachweis (Kontoauszug, Kreditkartenabrechnung, Quittung bei Barzahlung)
  • Zuordnung zum entsprechenden Buchungsbeleg in der Buchhaltung
  • Aufbewahrungsfrist: 10 Jahre nach § 147 AO

Die Belegarchivierung sollte digital oder physisch revisionssicher erfolgen. Bei digitaler Archivierung gelten die GoBD-Vorgaben (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form).

Wie wirken sich Bewirtungskosten auf Jahresabschluss und Steuererklärung aus?

Bewirtungskosten beeinflussen sowohl den handelsrechtlichen Jahresabschluss nach § 242 ff. HGB als auch die steuerliche Gewinnermittlung. Die Besonderheit: Handelsrechtlich werden Bewirtungskosten in voller Höhe als Aufwand erfasst, steuerlich erfolgt jedoch eine außerbilanzielle Hinzurechnung der nicht abzugsfähigen 30 %.

Behandlung im handelsrechtlichen Jahresabschluss

In der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) nach § 275 HGB werden Bewirtungskosten als sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen – in voller Höhe (100 %). Dies entspricht dem Realisationsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB: Alle Aufwendungen sind unabhängig von ihrer steuerlichen Abzugsfähigkeit zu erfassen.

Beispiel: Eine GmbH hat im Geschäftsjahr 2025 Bewirtungskosten von 12.000 Euro. In der GuV werden diese vollständig als Aufwand erfasst und mindern den handelsrechtlichen Jahresüberschuss.

Steuerliche Gewinnermittlung und Körperschaftsteuer

Für die Körperschaftsteuererklärung (KSt-Erklärung) nach § 8 Abs. 1 KStG i. V. m. § 4 Abs. 5 Nr. 2 EStG erfolgt eine außerbilanzielle Hinzurechnung der nicht abzugsfähigen 30 %. Dies geschieht in der Anlage ‚Ermittlung des zu versteuernden Einkommens‘ (Anlage zur Körperschaftsteuererklärung).

Position Betrag Erläuterung
Handelsrechtlicher Jahresüberschuss 50.000 € Vor steuerlichen Korrekturen
+ Hinzurechnung Bewirtungskosten (30 %) + 3.600 € 30 % von 12.000 € nicht abzugsfähig
= Zu versteuerndes Einkommen (vereinfacht) 53.600 € Basis für Körperschaftsteuer
Körperschaftsteuer (15 %) 8.040 € Zzgl. Solidaritätszuschlag 5,5 % darauf

Gewerbesteuer

Die nicht abzugsfähigen Bewirtungskosten wirken sich auch auf die Gewerbesteuer aus. Da der Gewerbeertrag nach § 7 GewStG vom steuerlichen Gewinn ausgeht (der bereits um 30 % erhöht wurde), erhöht sich entsprechend die Gewerbesteuer-Bemessungsgrundlage.

„Die korrekte Behandlung von Bewirtungskosten im Jahresabschluss und in der Steuererklärung erfordert fundierte Kenntnisse der handels- und steuerrechtlichen Unterschiede. Fehler bei der außerbilanziellen Hinzurechnung führen zu Rückfragen des Finanzamts oder zu Steuernachzahlungen. Eine fachliche Prüfung durch einen Steuerberater ist daher sinnvoll.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Prüfung durch Steuerberater bei OnlineBilanz

GmbH-Geschäftsführer, die ihren Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lassen möchten, finden auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen. Unsere zugelassenen Steuerberater prüfen alle steuerlich relevanten Sachverhalte – einschließlich der korrekten Behandlung von Bewirtungskosten – und erstellen den Jahresabschluss rechtssicher und fristgerecht.

Servet Gündogan, Büroleiter in Stuttgart, koordiniert als erster Ansprechpartner zwischen Mandant und Steuerberater-Team und sorgt für einen reibungslosen Ablauf – ohne Wartezeiten, voll digital.

Häufig gestellte Fragen

Können Bewirtungskosten bei rein internen Veranstaltungen steuerlich geltend gemacht werden?

Nein, Bewirtungskosten bei rein internen Veranstaltungen (z. B. Betriebsfeiern ohne geschäftlichen Anlass oder Bewirtung ausschließlich eigener Mitarbeiter ohne externen Bezug) sind grundsätzlich nicht als Betriebsausgaben abzugsfähig. Ausnahme: Betriebsveranstaltungen bis 110 Euro pro Mitarbeiter gelten als steuerfreier Sachbezug nach § 19 Abs. 1 Nr. 1a EStG, sind aber keine Bewirtungskosten im klassischen Sinn.

Was passiert, wenn der Bewirtungsbeleg nachträglich verloren geht?

Ohne ordnungsgemäßen Bewirtungsbeleg erkennt das Finanzamt die Kosten in der Regel nicht an. Eine nachträgliche Rekonstruktion ist schwierig und wird meist nur akzeptiert, wenn Sie glaubhaft machen können, dass der Beleg existierte und die Bewirtung tatsächlich geschäftlich war. Bewahren Sie Belege daher digital und physisch mindestens 10 Jahre auf (§ 147 AO).

Können Bewirtungskosten im Ausland steuerlich geltend gemacht werden?

Ja, Bewirtungskosten im Ausland sind ebenfalls zu 70 % abzugsfähig, sofern ein geschäftlicher Anlass vorliegt und die formalen Nachweispflichten erfüllt sind. Die Rechnung muss den deutschen Anforderungen entsprechen oder in deutsche Sprache übersetzt werden. Beim Vorsteuerabzug gelten besondere Regelungen je nach Land (EU-Ausland: Vorsteuerabzug möglich, Drittland: meist nicht).

Wie werden Trinkgelder bei Bewirtungskosten behandelt?

Trinkgelder sind Teil der Bewirtungskosten und unterliegen ebenfalls der 70-Prozent-Regel. Sie müssen auf dem Bewirtungsbeleg separat ausgewiesen oder handschriftlich ergänzt werden. Wichtig: Trinkgelder sind umsatzsteuerfrei, d. h. kein Vorsteuerabzug möglich. In der Buchung werden sie zusammen mit den Bewirtungskosten erfasst, aber ohne Umsatzsteuer.

Gibt es Obergrenzen für die Höhe von Bewirtungskosten?

Gesetzlich gibt es keine feste Obergrenze für Bewirtungskosten. Allerdings prüft das Finanzamt die Angemessenheit im Verhältnis zum geschäftlichen Anlass. Unangemessen hohe Bewirtungskosten können als verdeckte Gewinnausschüttung (GmbH) oder Privatentnahme (Einzelunternehmen) behandelt werden. Als Faustregel gilt: Die Höhe sollte im üblichen Rahmen vergleichbarer Geschäftsessen liegen.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Einkommensteuergesetz (EStG), Umsatzsteuergesetz (UStG), Abgabenordnung (AO), Bundesministerium der Finanzen. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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