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Datum

Lesedauer

12–18 Minuten

OnlineBilanzBlogAbschreibung Vitrine

Abschreibung Vitrine 2026: AfA, Nutzungsdauer & Buchung

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Vitrinen als Betriebsvermögen unterliegen der planmäßigen Abschreibung nach § 253 HGB. Entscheidend sind die korrekte Einordnung als Anlagevermögen, die Nutzungsdauer gemäß AfA-Tabelle und die Abgrenzung zur GWG-Regelung. Dieser Beitrag erklärt Ihnen alle relevanten Schritte – von den Anschaffungskosten über die Buchung bis zur Darstellung im Anlagenspiegel.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Eine Vitrine, die dem Betriebsvermögen zugeordnet wird, ist über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abzuschreiben. Die Nutzungsdauer beträgt je nach AfA-Tabelle in der Regel 10 bis 13 Jahre. Liegt der Anschaffungswert unter den GWG-Grenzen (800 € netto bzw. 1.000 € bei Poolabschreibung), kann eine Sofortabschreibung erfolgen. Die Abschreibung wird auf das Konto „Abschreibungen auf Sachanlagen“ gebucht und mindert den Buchwert in der Bilanz.

Ist eine Vitrine als Betriebsvermögen abschreibbar?

Eine Vitrine kann zum abnutzbaren Anlagevermögen eines Unternehmens gehören, sofern sie betrieblich genutzt wird und einen eigenständigen Vermögensgegenstand darstellt. Nach § 246 Abs. 1 HGB sind alle Vermögensgegenstände und Schulden in der Bilanz anzusetzen. Vitrinen gehören regelmäßig zu den Betriebs- und Geschäftsausstattungen (Konto 0670 SKR03 bzw. 4930 SKR04) und unterliegen der planmäßigen Abschreibung nach § 253 Abs. 3 HGB.

Voraussetzung für die Aktivierung und Abschreibung ist die dauerhafte betriebliche Nutzung. Typische Einsatzgebiete sind beispielsweise:

  • Präsentationsvitrinen im Einzelhandel zur Warenpräsentation
  • Ausstellungsvitrinen in Museen, Galerien oder Showrooms
  • Produktvitrinen in Apotheken, Juwelieren oder Optikgeschäften
  • Vitrinen im Empfangsbereich von Büros zur Darstellung von Produkten oder Auszeichnungen

Praxis-Tipp: Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

Vitrinen mit Anschaffungskosten bis 800 Euro netto (Stand 2026 nach § 6 Abs. 2 EStG) können sofort als GWG in voller Höhe abgeschrieben werden. Bei Werten zwischen 800 Euro und 1.000 Euro netto besteht eine Poolabschreibung über 5 Jahre. Erst ab 1.000 Euro netto ist die reguläre AfA-Tabelle heranzuziehen.

Welche Nutzungsdauer und welcher AfA-Satz gelten für Vitrinen?

Die steuerliche Nutzungsdauer von Vitrinen richtet sich nach den amtlichen AfA-Tabellen des Bundesministeriums der Finanzen. Vitrinen werden dort der Kategorie Betriebs- und Geschäftsausstattung zugeordnet. Die übliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt je nach Ausführung und Material zwischen 8 und 13 Jahren.

Vitrinen-Typ Nutzungsdauer Jährliche AfA (linear) AfA-Tabelle
Standardvitrine (Glas/Metall) 10 Jahre 10,0 % AfA-Tabelle AV
Hochwertige Ausstellungsvitrine 13 Jahre 7,69 % AfA-Tabelle AV
Einfache Präsentationsvitrine 8 Jahre 12,5 % AfA-Tabelle AV
Kühlvitrine (mit Technik) 10 Jahre 10,0 % AfA-Tabelle AV

In der Praxis wird für Standard-Vitrinen meist eine Nutzungsdauer von 10 Jahren angesetzt, was einer jährlichen linearen Abschreibung von 10 % entspricht. Handelt es sich um besonders hochwertige, maßgefertigte Vitrinen mit aufwendiger Beleuchtung und Sicherheitsglas, kann auch eine längere Nutzungsdauer von 13 Jahren sachgerecht sein.

„Die Nutzungsdauer ist im Einzelfall zu beurteilen. Bei hochwertigen Vitrinen mit aufwendiger Technik und Sicherheitsglas können 13 Jahre angemessen sein, während einfache Verkaufsvitrinen oft bereits nach 8 Jahren ersetzt werden. Entscheidend ist die voraussichtliche tatsächliche Nutzungsdauer im Betrieb.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Die Abschreibung erfolgt nach § 253 Abs. 3 Satz 1 HGB grundsätzlich linear, das heißt mit gleichbleibenden Jahresbeträgen über die gesamte Nutzungsdauer. Die degressive Abschreibung ist handelsrechtlich seit dem BilMoG (2010) nicht mehr zulässig und steuerlich nur noch in Ausnahmefällen bei gesetzlich vorübergehend eingeführten Sonderregelungen möglich.

Wie ermitteln Sie die Anschaffungskosten einer Vitrine korrekt?

Die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung bilden die Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB. Diese umfassen nicht nur den Kaufpreis, sondern sämtliche Aufwendungen, die anfallen, um die Vitrine in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen.

Bestandteile der Anschaffungskosten

  • Netto-Kaufpreis der Vitrine (ohne Umsatzsteuer bei Vorsteuerabzugsberechtigung)
  • Lieferkosten und Transportversicherung
  • Montage- und Installationskosten, sofern erforderlich
  • Kosten für Anpassungsarbeiten (z. B. Elektroinstallation, Beleuchtung)
  • Zölle und Einfuhrabgaben bei Auslandslieferung

Nicht zu den Anschaffungskosten gehören dagegen nachträgliche Betriebskosten (Stromkosten für Beleuchtung), laufende Wartungskosten oder reine Reparaturkosten. Diese sind sofort als Betriebsausgaben abzugsfähig.

Beispielrechnung Anschaffungskosten

Position Betrag (netto)
Kaufpreis Vitrine 2.400,00 €
Lieferung und Transport 150,00 €
Montage durch Fachfirma 250,00 €
LED-Beleuchtung (fest integriert) 200,00 €
Anschaffungskosten gesamt 3.000,00 €
Jährliche AfA (10 Jahre, linear) 300,00 €

Achtung: Nachträgliche Anschaffungskosten

Werden nach der Anschaffung wesentliche Verbesserungen vorgenommen (z. B. Umbau, Erweiterung der Vitrine, Einbau einer Klimaanlage), erhöhen diese die Anschaffungskosten und müssen aktiviert werden. Reine Instandhaltungen und Reparaturen sind dagegen sofort abzugsfähig.

Wie wird die Abschreibung einer Vitrine gebucht und bilanziert?

Die Bilanzierung einer Vitrine erfolgt im Anlagevermögen unter der Position Betriebs- und Geschäftsausstattung (§ 266 Abs. 2 A.II.3. HGB). Im SKR03 wird typischerweise das Konto 0670 (Betriebs- und Geschäftsausstattung) verwendet, im SKR04 das Konto 4930.

Buchungssatz bei Anschaffung

Bei Kauf einer Vitrine zum Preis von 3.000 Euro netto zuzüglich 570 Euro Umsatzsteuer (19 %) erfolgt die Buchung:

Buchungssatz Anschaffung (SKR03)

Soll: 0670 Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.000,00 € Soll: 1576 Abziehbare Vorsteuer 19 % 570,00 € Haben: 1200 Bank oder 1600 Verbindlichkeiten 3.570,00 €

Buchung der jährlichen Abschreibung

Bei einer Nutzungsdauer von 10 Jahren beträgt die jährliche lineare Abschreibung 300 Euro. Diese wird zum Jahresabschluss (z. B. 31.12.2025) gebucht:

Buchungssatz Abschreibung (SKR03)

Soll: 4830 Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung 300,00 € Haben: 0670 Betriebs- und Geschäftsausstattung 300,00 €

In der Bilanz zum 31.12.2025 erscheint die Vitrine mit dem Restbuchwert von 2.700 Euro (3.000 € – 300 €). In der Gewinn- und Verlustrechnung mindert die Abschreibung von 300 Euro das Betriebsergebnis (§ 275 Abs. 2 Nr. 7a HGB).

Bei GmbHs ist die ordnungsgemäße Buchführung gemäß § 238 HGB und die Erstellung eines Jahresabschlusses nach § 242 HGB verpflichtend. Der Jahresabschluss muss nach § 325 HGB innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag beim Unternehmensregister offengelegt werden. Wer diese Frist versäumt, riskiert ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB in Höhe von 500 bis 25.000 Euro.

Kann für Vitrinen ein Investitionsabzugsbetrag genutzt werden?

Für Vitrinen als bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g EStG geltend gemacht werden. Dieser ermöglicht es, bis zu 50 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten bereits vor der Anschaffung gewinnmindernd abzuziehen.

Voraussetzungen für den Investitionsabzugsbetrag

  • Die Vitrine muss ein bewegliches Wirtschaftsgut sein (erfüllt)
  • Mindestens 90 % betriebliche Nutzung im Jahr der Anschaffung und im Folgejahr
  • Betriebsgröße: Betriebsvermögen unter 235.000 Euro oder Gewinn unter 100.000 Euro
  • Tatsächliche Anschaffung muss innerhalb von 3 Jahren erfolgen
  • Die Vitrine muss im Inland verbleiben und betrieblich genutzt werden

Nach Anschaffung der Vitrine sind die Anschaffungskosten um den IAB zu kürzen, sodass eine geringere Bemessungsgrundlage für die reguläre AfA verbleibt. Zusätzlich kann im Jahr der Anschaffung eine Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG von bis zu 20 % der (gekürzten) Anschaffungskosten in Anspruch genommen werden.

„Der Investitionsabzugsbetrag ist ein wirksames Instrument zur Liquiditätssteuerung. Gerade kleinere GmbHs können damit Steuerlast vorziehen und Investitionen steueroptimiert planen. Wichtig: Die Investition muss innerhalb von drei Jahren tatsächlich erfolgen, sonst droht eine rückwirkende Versteuerung mit Zinsen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Die korrekte Anwendung von § 7g EStG erfordert eine präzise Dokumentation und vorausschauende Planung. Wer unsicher ist, ob die Voraussetzungen erfüllt sind, sollte frühzeitig steuerlichen Rat einholen. Auf OnlineBilanz.de können GmbH-Geschäftsführer ihren Jahresabschluss digital durch zugelassene Steuerberater erstellen lassen, die auch bei der Optimierung von Abschreibungen und Investitionsabzugsbeträgen beraten.

Wann gilt die GWG-Regelung für Vitrinen?

Vitrinen mit geringen Anschaffungskosten können unter die Regelung für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) nach § 6 Abs. 2 EStG fallen. Dadurch entfällt die mehrjährige Abschreibung, und die Kosten können sofort oder innerhalb eines Pools abgeschrieben werden.

GWG-Grenzen (Stand 2026)

Anschaffungskosten (netto) Abschreibungs-Methode Rechtsgrundlage
Bis 250 Euro Sofortabschreibung oder Poolabschreibung wählbar § 6 Abs. 2 EStG
251 bis 800 Euro Sofortabschreibung im Jahr der Anschaffung § 6 Abs. 2 EStG
801 bis 1.000 Euro Pool-Abschreibung über 5 Jahre (Wahlrecht) § 6 Abs. 2a EStG
Ab 1.001 Euro Reguläre AfA nach Nutzungsdauer (z. B. 10 Jahre) § 7 Abs. 1 EStG

Wichtig: Die GWG-Grenze gilt für netto-Anschaffungskosten, also ohne Umsatzsteuer, sofern der Unternehmer vorsteuerabzugsberechtigt ist. Die Zuordnung erfolgt im Jahr der Anschaffung und muss im Anlageverzeichnis dokumentiert werden.

Praxis-Beispiel: Mehrere kleine Vitrinen

Eine GmbH kauft fünf identische Verkaufsvitrinen zu je 600 Euro netto. Jede Vitrine ist ein eigenständiges Wirtschaftsgut und kann als GWG sofort abgeschrieben werden. Die Gesamtkosten von 3.000 Euro mindern somit sofort den Gewinn, ohne dass eine mehrjährige Abschreibung erforderlich ist.

Vorsicht: Keine Aufteilung zulässig

Eine hochwertige Vitrine darf nicht künstlich in mehrere Wirtschaftsgüter aufgeteilt werden, um die GWG-Grenze zu unterschreiten. Entscheidend ist die wirtschaftliche Einheit: Eine Vitrine mit Beleuchtung, Sockeln und Glasplatten ist in der Regel als ein Wirtschaftsgut zu behandeln.

Kann eine Vitrine als geringwertiges oder kurzlebiges Wirtschaftsgut sofort abgeschrieben werden?

Neben der klassischen GWG-Regelung gibt es weitere Fälle, in denen eine Vitrine sofort oder innerhalb kurzer Zeit abgeschrieben werden kann. Entscheidend ist die tatsächliche Nutzungsdauer und die betriebliche Funktion.

Kurzlebige Vitrinen

Vitrinen, die aufgrund ihrer Bauart oder des Einsatzzwecks eine tatsächliche Nutzungsdauer von weniger als einem Jahr haben (z. B. temporäre Messevitrinen, Pappaufsteller mit Glasabdeckung), sind nicht zu aktivieren, sondern können als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt werden (§ 242 HGB i. V. m. § 246 Abs. 1 HGB).

  • Temporäre Messevitrinen für einmalige Events
  • Promo-Vitrinen aus Karton oder minderwertigem Material
  • Mobile Verkaufsdisplays mit Glasabdeckung für kurzfristige Aktionen

Unterscheidung: Anlage- oder Umlaufvermögen?

Die Abgrenzung zwischen Anlage- und Umlaufvermögen richtet sich nach § 247 Abs. 2 HGB. Entscheidend ist die Zweckbestimmung: Ist die Vitrine für den dauerhaften Verbleib im Betrieb bestimmt (Anlagevermögen), oder soll sie kurzfristig veräußert oder verbraucht werden (Umlaufvermögen)? Für eine klassische Verkaufs- oder Ausstellungsvitrine ist die Zuordnung zum Anlagevermögen die Regel.

„In der Beratungspraxis erleben wir häufig Unsicherheiten bei der Abgrenzung. Eine hochwertige Vitrine, die über Jahre im Ladenlokal steht, ist klar Anlagevermögen. Dagegen können mobile Pop-up-Displays für Verkaufsaktionen, die nur wenige Wochen genutzt werden, sofort als Betriebsausgabe erfasst werden.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Wie wird der Verkauf oder die Aussonderung einer Vitrine gebucht?

Wird eine Vitrine vor Ablauf ihrer Nutzungsdauer verkauft, verschrottet oder ausgesondert, ist eine Ausbuchung vorzunehmen. Dabei entsteht ein Gewinn oder Verlust, der in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen ist.

Verkauf mit Gewinn

Beispiel: Eine Vitrine mit Restbuchwert 1.200 Euro wird für 1.800 Euro netto verkauft. Es entsteht ein Veräußerungsgewinn von 600 Euro.

Buchungssatz Verkauf (SKR03)

Soll: 1200 Bank 2.142,00 € (inkl. 19 % USt) Haben: 0670 Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.200,00 € Haben: 2400 Erlöse aus Anlagenabgängen 1.800,00 € Haben: 1776 Umsatzsteuer 19 % 342,00 € Alternativ kann der Gewinn von 600 € auf Konto 2720 (Erträge aus Anlagenabgang) gebucht werden.

Verkauf mit Verlust

Wird die Vitrine für 800 Euro netto verkauft (Restbuchwert 1.200 Euro), entsteht ein Veräußerungsverlust von 400 Euro.

Buchungssatz Verkauf mit Verlust (SKR03)

Soll: 1200 Bank 952,00 € Soll: 2750 Aufwendungen aus Anlagenabgang 400,00 € Haben: 0670 Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.200,00 € Haben: 1776 Umsatzsteuer 19 % 152,00 €

Aussonderung ohne Verkauf (Verschrottung)

Wird die Vitrine verschrottet oder unentgeltlich entsorgt, ist der Restbuchwert als außerordentlicher Aufwand zu erfassen:

Buchungssatz Aussonderung (SKR03)

Soll: 2750 Aufwendungen aus Anlagenabgang 1.200,00 € Haben: 0670 Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.200,00 €

Diese Ausbuchung ist im Anlagenspiegel (§ 284 Abs. 3 HGB) im Anhang des Jahresabschlusses zu dokumentieren, sofern die GmbH zur Aufstellung eines Anhangs verpflichtet ist (mittelgroße und große Kapitalgesellschaften sowie freiwillig kleine GmbHs).

Welche Rolle spielen Vitrinen im Jahresabschluss und Anlagenspiegel?

Im Jahresabschluss einer GmbH erscheinen Vitrinen als Teil der Betriebs- und Geschäftsausstattung unter dem Posten Anlagevermögen in der Bilanz (§ 266 Abs. 2 A.II.3. HGB). Die Abschreibungen mindern das Ergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung (§ 275 Abs. 2 Nr. 7a HGB).

Anlagenspiegel nach § 284 Abs. 3 HGB

Mittelgroße und große GmbHs sind verpflichtet, im Anhang einen Anlagenspiegel zu erstellen. Dieser zeigt die Entwicklung des Anlagevermögens:

Position Stand 01.01.2025 Zugänge Abgänge AfA 2025 Stand 31.12.2025
Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.500 € 3.000 € 1.200 € 1.850 € 12.450 €
davon: Vitrinen 4.000 € 3.000 € 1.200 € 700 € 5.100 €

Der Anlagenspiegel gibt Auskunft über Anschaffungs- und Herstellungskosten, kumulierte Abschreibungen und Restbuchwerte. Er ist für die Nachvollziehbarkeit und Prüfung durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Finanzamt essenziell.

Offenlegungspflicht nach § 325 HGB

Jede GmbH muss ihren Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag beim Unternehmensregister offenlegen (§ 325 HGB). Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister, nicht mehr über den Bundesanzeiger. Bei Fristversäumnis droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB von 500 bis 25.000 Euro.

Achtung: Feststellungs- und Offenlegungsfristen

Der Jahresabschluss muss zunächst durch die Gesellschafterversammlung festgestellt werden (§ 42a GmbHG): kleine GmbH innerhalb 11 Monate, mittelgroße/große GmbH innerhalb 8 Monate. Erst danach kann die Offenlegung erfolgen. Verspätungen bei beiden Fristen sind häufige Ordnungswidrigkeiten.

Für GmbH-Geschäftsführer, die den Jahresabschluss professionell und fristgerecht erstellen lassen möchten, bietet OnlineBilanz.de eine digitale Lösung: Zugelassene Steuerberater übernehmen die Erstellung, Prüfung und rechtsverbindliche Unterzeichnung des Jahresabschlusses — mit transparenten Festpreisen und ohne Wartezeiten. Servet Gündogan koordiniert als Büroleiter in Stuttgart den Kontakt zwischen Mandant und Steuerberater-Team, sodass alle Fristen eingehalten werden.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich eine gebrauchte Vitrine ebenfalls über mehrere Jahre abschreiben?

Ja, auch gebrauchte Vitrinen werden über die Restnutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer richtet sich nach dem Zustand und der voraussichtlichen weiteren Verwendbarkeit. Im Zweifel kann eine Schätzung erfolgen, die sich an der AfA-Tabelle orientiert, jedoch die bereits erfolgte Nutzung berücksichtigt.

Was passiert, wenn ich die Vitrine teilweise privat nutze?

Bei gemischter Nutzung (betrieblich und privat) muss die Vitrine zeitanteilig dem Betriebsvermögen zugeordnet werden. Die Abschreibung ist dann nur für den betrieblichen Nutzungsanteil steuerlich absetzbar. Die Aufteilung muss nachvollziehbar dokumentiert werden.

Muss ich eine Vitrine bei Umzug des Unternehmens neu aktivieren?

Nein, ein Standortwechsel der Vitrine innerhalb des Unternehmens hat keine bilanzielle Auswirkung. Die laufende Abschreibung wird unverändert fortgesetzt. Nur wenn durch den Umzug zusätzliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten entstehen (z. B. Umbau, Anpassung), sind diese gesondert zu aktivieren und ggf. abzuschreiben.

Kann ich für eine Vitrine eine außerplanmäßige Abschreibung vornehmen?

Ja, wenn der beizulegende Wert der Vitrine dauerhaft unter den Buchwert sinkt (z. B. durch Beschädigung oder Wertverfall), ist nach § 253 Abs. 3 HGB eine außerplanmäßige Abschreibung vorzunehmen. Im Steuerrecht ist dies bei voraussichtlich dauernder Wertminderung nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG zulässig.

Wie wirkt sich die Abschreibung einer Vitrine auf meine Steuerlast aus?

Die Abschreibung mindert als Betriebsausgabe den Gewinn und damit die Steuerbemessungsgrundlage für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer oder Einkommensteuer. Je höher die jährliche AfA, desto stärker die Steuerentlastung im jeweiligen Jahr. Bei GWG-Sofortabschreibung erfolgt die gesamte Entlastung im Jahr der Anschaffung.

Gilt für Vitrinen eine besondere Dokumentationspflicht?

Ja, alle Anlagegüter – auch Vitrinen – müssen im Anlagenverzeichnis nach § 5 EStG erfasst werden. Dort sind Anschaffungszeitpunkt, -kosten, Nutzungsdauer und jährliche Abschreibungen zu dokumentieren. Bei Betriebsprüfungen prüft das Finanzamt regelmäßig diese Nachweise.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 253 HGB – Zugangs- und Folgebewertung, § 266 HGB – Gliederung der Bilanz, § 6 EStG – Bewertung, § 7 EStG – Absetzung für Abnutzung. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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