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14–20 Minuten

OnlineBilanzBlogBuchführung Sicherheitsdienst

Buchführung Sicherheitsdienst 2026: Pflichten & Praxis

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Sicherheitsdienste unterliegen besonderen buchhalterischen Anforderungen – von der Schichtplanung über Lohnnebenkosten bis zur Offenlegung. Dieser Leitfaden zeigt, welche Buchführungspflichten nach HGB gelten, welcher Kontenrahmen sich eignet und wie Sie den Jahresabschluss 2026 fachgerecht erstellen. Steuerberater unterstützen Sie dabei, alle Compliance-Vorgaben sicher zu erfüllen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

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Kurzantwort

Sicherheitsdienste sind bei Überschreiten der Schwellenwerte nach § 241a HGB buchführungspflichtig (ab 800.000 € Umsatz oder 80.000 € Gewinn). Sie nutzen typischerweise den SKR 03 oder SKR 04 und müssen branchenspezifische Besonderheiten wie Schichtarbeit, Lohnintensität und hohe Sozialversicherungsbeiträge abbilden. Der Jahresabschluss ist nach § 325 HGB binnen 12 Monaten beim Unternehmensregister offenzulegen.

Wann besteht Buchführungspflicht für Sicherheitsdienste?

Sicherheitsdienste unterliegen je nach Rechtsform und Größe unterschiedlichen Buchführungspflichten. Entscheidend ist zunächst, ob eine handelsrechtliche oder steuerrechtliche Buchführungspflicht besteht. Eine GmbH im Sicherheitsgewerbe ist nach § 238 Abs. 1 HGB grundsätzlich buchführungspflichtig, unabhängig von Umsatz oder Gewinn. Dies gilt ab dem Zeitpunkt der Eintragung ins Handelsregister.

Handelsrechtliche Buchführungspflicht nach § 238 HGB

Alle Kapitalgesellschaften – dazu zählen GmbH, UG (haftungsbeschränkt) und AG – sind nach § 238 Abs. 1 HGB zur doppelten Buchführung verpflichtet. Das bedeutet: Sicherheitsdienste in der Rechtsform einer GmbH müssen von Anfang an eine ordnungsgemäße Buchführung mit Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und Bilanz führen. Diese Pflicht besteht unabhängig von der Größenklasse nach § 267 HGB.

Steuerrechtliche Buchführungspflicht nach § 141 AO

Auch Einzelunternehmen und Personengesellschaften (z. B. GbR, OHG) im Sicherheitsgewerbe können buchführungspflichtig werden, wenn sie bestimmte Schwellenwerte überschreiten. Nach § 141 Abs. 1 AO besteht eine Buchführungspflicht, wenn der Jahresumsatz 800.000 Euro übersteigt oder der Gewinn 80.000 Euro pro Wirtschaftsjahr überschreitet. In der personalintensiven Sicherheitsbranche werden diese Grenzen häufig schnell erreicht.

Praxis-Hinweis

Viele Sicherheitsdienste starten als Einzelunternehmen oder GbR und wechseln später zur GmbH. Der Rechtsformwechsel löst automatisch die handelsrechtliche Buchführungspflicht nach § 238 HGB aus – eine lückenlose Übergangsdokumentation ist dann entscheidend.

Welche branchenspezifischen Besonderheiten gelten für Sicherheitsdienste?

Die Sicherheitsbranche weist besondere buchhalterische Herausforderungen auf, die sich aus der Geschäftstätigkeit und der Kostenstruktur ergeben. Typisch sind hohe Personalkosten, komplexe Arbeitszeitmodelle, Schichtarbeit rund um die Uhr sowie Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit. Diese Faktoren erfordern eine präzise Erfassung und Abgrenzung in der Buchhaltung.

Personalkosten und Lohnnebenkosten

Sicherheitsdienste haben in der Regel Personalkostenquoten von 70 bis 85 Prozent des Umsatzes. Die korrekte Erfassung von Bruttolöhnen, Sozialversicherungsbeiträgen, Zuschlägen und Urlaubsrückstellungen ist daher erfolgskritisch. Zudem müssen Mindestlohn-Vorgaben nach dem Mindestlohngesetz und die branchenspezifischen Tarifverträge (z. B. TV Sicherheit) beachtet werden.

Fremdpersonal und Subunternehmer

Viele Sicherheitsdienste arbeiten mit Subunternehmern oder setzen Fremdpersonal ein. Hier ist buchhalterisch genau zu unterscheiden, ob es sich um Werkverträge, Dienstleistungen oder verdeckte Arbeitnehmerüberlassung handelt. Scheinselbstständigkeit kann erhebliche steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Nachforderungen auslösen. Eine saubere vertragliche Dokumentation und korrekte Verbuchung als Fremdleistung (nicht Personalkosten) ist zwingend erforderlich.

Umsatzsteuer und Reverse-Charge bei Baustellen- und Objektsicherung

Sicherheitsdienstleistungen unterliegen grundsätzlich dem Regelsteuersatz von 19 Prozent. Bei Bauleistungen auf Baustellen – etwa bei der Baustellensicherung – kann jedoch die Reverse-Charge-Regelung nach § 13b UStG greifen, sofern der Leistungsempfänger selbst Bauleistungen erbringt. In diesem Fall schuldet nicht der Sicherheitsdienst die Umsatzsteuer, sondern der Leistungsempfänger. Diese umsatzsteuerliche Besonderheit ist eng mit weiteren buchhalterischen Pflichten im Sicherheitsdienst verknüpft und erfordert eine präzise Prüfung im Einzelfall.

„In der Sicherheitsbranche sehen wir oft eine Vermischung von Personal- und Sachkosten, wenn Subunternehmer eingesetzt werden. Eine klare Trennung in der Buchführung ist nicht nur für die Bilanz wichtig, sondern auch für die Betriebsprüfung durch Sozialversicherungsträger und Finanzverwaltung.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Welcher Kontenrahmen eignet sich für Sicherheitsdienste?

Für Sicherheitsdienste bietet sich in der Regel der SKR 03 oder SKR 04 als Standardkontenrahmen an. SKR 03 folgt dem Prozessgliederungsprinzip (nach Bilanzgliederung), SKR 04 dem Abschlussgliederungsprinzip. Beide Kontenrahmen werden von der DATEV bereitgestellt und sind in Deutschland weit verbreitet. Die Wahl hängt von der Buchhaltungssoftware und den Präferenzen des Steuerberaters ab.

Wichtige Kontengruppen für Sicherheitsdienste

  • Erlöskonten: Umsatzerlöse aus Sicherheitsdienstleistungen (z. B. Objektschutz, Personenschutz, Veranstaltungsschutz), jeweils mit 19 % USt.
  • Personalkosten: Löhne und Gehälter (Konten 4100–4199 in SKR 03), gesetzliche Sozialaufwendungen (Konten 4200–4299), Zuschläge, Urlaubsrückstellungen.
  • Fremdleistungen: Subunternehmerkosten (Kontenklasse 4800 ff. in SKR 03), sauber getrennt von eigenen Personalkosten.
  • Betriebsausstattung: Uniformen, Sicherheitstechnik, Fahrzeuge, Kommunikationsmittel (Kontenklasse 4900 ff.).
  • Rückstellungen: Urlaubsrückstellungen, Rückstellungen für ausstehende Lohnnachzahlungen.

Besonderheiten bei der Verbuchung von Zuschlägen

Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge nach § 3b EStG sind bis zu bestimmten Grenzen steuerfrei. Diese Zuschläge müssen in der Lohnbuchhaltung gesondert ausgewiesen und auf entsprechenden Konten verbucht werden. Eine Vermischung mit dem Grundlohn führt zu Problemen bei der Lohnsteuerprüfung und kann zur Nachversteuerung führen.

Zuschlags-Art Steuerfreier Zuschlag nach § 3b EStG Voraussetzung
Nachtarbeit (0–4 Uhr) 40 % des Grundlohns Arbeit zwischen 0 und 4 Uhr
Nachtarbeit (20–0 Uhr / 4–6 Uhr) 25 % des Grundlohns Arbeit in dieser Zeit
Sonntagsarbeit 50 % des Grundlohns Arbeit an Sonntagen
Feiertagsarbeit 125 % bzw. 150 % des Grundlohns Je nach Feiertag (z. B. 1. Mai, Weihnachten)

Wie erstelle ich den Jahresabschluss für einen Sicherheitsdienst?

Der Jahresabschluss einer GmbH im Sicherheitsgewerbe besteht nach § 242 Abs. 3 HGB aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Bei mittelgroßen und großen Gesellschaften nach § 267 HGB ist zusätzlich ein Anhang zu erstellen. Die Aufstellung muss innerhalb der gesetzlichen Fristen erfolgen: Nach § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB hat die Geschäftsführung den Jahresabschluss in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres für das vergangene Geschäftsjahr aufzustellen.

Bilanzierung typischer Positionen

In der Bilanz eines Sicherheitsdienstes sind insbesondere folgende Positionen relevant: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Sicherheitsdienste haben oft lange Zahlungsziele gegenüber Kunden (30–60 Tage), entsprechend hoch sind die offenen Forderungen. Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt – durch die monatliche Lohnabrechnung entstehen regelmäßig Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern und Sozialversicherungsträgern. Rückstellungen – insbesondere Urlaubsrückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (z. B. Steuerberater, Versicherungen).

Bewertung von Forderungen und Wertberichtigungen

Forderungen sind nach § 253 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten (= Nennwert) anzusetzen. Bei erkennbaren Risiken (z. B. Zahlungsverzug, Insolvenz des Kunden) sind Einzelwertberichtigungen zu bilden. In der Sicherheitsbranche kommt es häufig zu Zahlungsausfällen, insbesondere bei kleineren Auftraggebern oder bei Bauprojekten. Eine pauschale Wertberichtigung von 1 bis 2 Prozent der gesunden Forderungen ist üblich und wird in der Regel von der Finanzverwaltung akzeptiert.

Achtung bei Urlaubsrückstellungen

Urlaubsansprüche aus 2025 müssen zum 31.12.2025 als Rückstellung passiviert werden. Gerade in der Sicherheitsbranche mit hoher Fluktuation und unregelmäßigen Urlaubsnahmen ist eine genaue Erfassung der offenen Urlaubstage zwingend erforderlich. Fehlerhafte oder fehlende Rückstellungen führen zur Bilanzunrichtigkeit.

Feststellung und Offenlegung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss muss gemäß § 42a GmbHG innerhalb von acht Monaten nach Bilanzstichtag (bei mittelgroßen und großen GmbH) bzw. elf Monaten (bei kleinen GmbH) festgestellt werden. Für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) läuft die Feststellungsfrist für eine kleine GmbH also bis zum 30.11.2026. Nach § 325 HGB muss der Jahresabschluss spätestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister offengelegt werden – für 2025 also bis zum 31.12.2026.

Wer den Jahresabschluss durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen und ohne Wartezeiten – von der Buchhaltung bis zur rechtssicheren Offenlegung beim Unternehmensregister.

Welche Software eignet sich für die Buchführung im Sicherheitsdienst?

Die Wahl der Buchhaltungssoftware hängt von der Unternehmensgröße, der Anzahl der Mitarbeiter und der Komplexität der Geschäftsvorfälle ab. Für kleinere Sicherheitsdienste mit bis zu 20 Mitarbeitern eignen sich cloudbasierte Lösungen wie Lexoffice, sevDesk oder DATEV Unternehmen online. Größere Sicherheitsdienste mit über 50 Mitarbeitern setzen häufig auf DATEV, SAP Business One oder Microsoft Dynamics.

Anforderungen an die Software

  • Integration mit Lohnbuchhaltung: Da Personalkosten den Großteil der Kosten ausmachen, ist eine nahtlose Übergabe von Lohndaten an die Finanzbuchhaltung essenziell.
  • Belegdigitalisierung und OCR: Automatische Erkennung von Rechnungen spart Zeit und reduziert Fehler.
  • Bankanbindung (DATEV-Schnittstelle): Automatischer Import von Banktransaktionen ermöglicht schnelle Zahlungsabgleichung.
  • Projektkostenrechnung: Viele Sicherheitsdienste rechnen objektbezogen ab – eine Software sollte Projektkostenrechnung unterstützen.
  • Zugriff für Steuerberater: DATEV-Schnittstelle oder mandantenfähige Cloud-Lösung erleichtert die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater.

Integration von Zeiterfassung und Dienstplanung

In der Sicherheitsbranche ist die Zeiterfassung gesetzlich vorgeschrieben (§ 16 MiLoG, EuGH-Urteil C-55/18). Moderne Lösungen wie TimeTrack, Crewmeister oder PegasusNext bieten mobile Apps für die Zeiterfassung vor Ort und übertragen die Daten automatisch in die Lohnbuchhaltung. Die Integration von Zeiterfassung, Dienstplanung und Buchhaltung ist für Sicherheitsdienste ein entscheidender Effizienzfaktor.

„Viele Sicherheitsdienste nutzen separate Systeme für Dienstplanung, Zeiterfassung und Buchhaltung. Die manuelle Übertragung von Daten zwischen diesen Systemen ist fehleranfällig und zeitaufwändig. Wir empfehlen integrierte Lösungen oder zumindest standardisierte Schnittstellen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Welche häufigen Fehler sollten Sicherheitsdienste in der Buchführung vermeiden?

In der täglichen Praxis der Buchführung für Sicherheitsdienste treten immer wieder typische Fehlerquellen auf, die zu Problemen bei der Betriebsprüfung, zu Nachforderungen oder zu fehlerhaften Jahresabschlüssen führen können. Die Kenntnis dieser Fehler hilft, sie von vornherein zu vermeiden.

Vermischung von Personal- und Fremdleistungskosten

Ein häufiger Fehler ist die falsche Verbuchung von Subunternehmerleistungen als Personalkosten oder umgekehrt. Subunternehmer sind als Fremdleistungen zu erfassen, nicht als Löhne. Eine Vermischung führt zu falschen Personalkostenquoten, falscher Umsatzsteuer-Voranmeldung und Problemen bei Sozialversicherungsprüfungen. Zudem besteht das Risiko der Scheinselbstständigkeit, wenn vermeintliche Subunternehmer tatsächlich wie Arbeitnehmer eingesetzt werden.

Fehlende oder unzureichende Rückstellungen

Urlaubsansprüche, ausstehende Lohnnachzahlungen oder offene Steuerberaterhonorare müssen zum Bilanzstichtag als Rückstellungen passiviert werden. Gerade kleine Sicherheitsdienste vergessen diese Positionen häufig, was zu einer Überbewertung des Eigenkapitals und zu steuerlichen Nachforderungen führt. Nach § 249 Abs. 1 HGB besteht eine Passivierungspflicht für ungewisse Verbindlichkeiten.

Unvollständige Belegablage und Dokumentation

Die Aufbewahrungspflicht nach § 257 HGB und § 147 AO beträgt zehn Jahre für Handelsbücher, Inventare, Jahresabschlüsse und Buchungsbelege. Viele Sicherheitsdienste haben keine strukturierte Belegablage, was bei Betriebsprüfungen zu Problemen führt. Eine digitale Belegarchivierung (GoBD-konform) ist heute Standard und erleichtert die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater erheblich.

Fehler: Zu späte Feststellung des Jahresabschlusses

Versäumnis der Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG (8 oder 11 Monate) kann zur Ordnungsgeldandrohung durch das Registergericht führen.

Fehler: Keine oder falsche Umsatzsteuer-Voranmeldung

Reverse-Charge-Fälle nach § 13b UStG bei Bauleistungen werden häufig übersehen. Das führt zu falschen Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Nachzahlungen.

Tipp für die Praxis

Führen Sie eine monatliche Abstimmung von Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung durch. Offene Forderungen und Verbindlichkeiten sollten regelmäßig geprüft und abgestimmt werden, um Fehler frühzeitig zu erkennen. Ein monatlicher Soll-Ist-Vergleich der Personalkosten hilft, Abweichungen schnell zu identifizieren.

Wie arbeite ich als Sicherheitsdienst optimal mit dem Steuerberater zusammen?

Die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater ist für GmbH-Geschäftsführer im Sicherheitsgewerbe aus fachlichen und rechtlichen Gründen sinnvoll. Der Steuerberater übernimmt nicht nur die Erstellung des Jahresabschlusses, sondern berät auch bei steuerlichen Gestaltungsfragen, Betriebsprüfungen und der laufenden Finanzbuchhaltung. Eine strukturierte Zusammenarbeit spart Zeit, reduziert Fehler und schafft Rechtssicherheit.

Welche Unterlagen benötigt der Steuerberater?

Für die Erstellung des Jahresabschlusses benötigt der Steuerberater vollständige und geordnete Unterlagen. Dazu gehören alle Bankauszüge, Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Lohnabrechnungen, Bescheide vom Finanzamt, Verträge mit Subunternehmern, Inventurlisten und Nachweise über Forderungen und Verbindlichkeiten. Je besser die Vorarbeit des Mandanten, desto schneller und kostengünstiger kann der Steuerberater arbeiten.

  • Bankauszüge (monatlich oder quartalsweise)
  • Eingangs- und Ausgangsrechnungen (digital oder sortiert)
  • Lohnabrechnungen und Sozialversicherungsnachweise
  • Verträge mit Subunternehmern und Nachweise über Fremdleistungen
  • Inventurlisten und Anlageverzeichnis (bei Investitionen)
  • Finanzamtsbescheide (Umsatzsteuer-Voranmeldungen, Lohnsteuer-Anmeldungen)

Digitale Zusammenarbeit: DATEV Unternehmen online und Cloud-Lösungen

Moderne Steuerberater arbeiten digital. Über DATEV Unternehmen online oder andere mandantenfähige Cloud-Lösungen können Belege hochgeladen, Kontobewegungen synchronisiert und Auswertungen in Echtzeit abgerufen werden. Das spart Porto, beschleunigt die Bearbeitung und ermöglicht transparente Kommunikation. Sicherheitsdienste profitieren besonders von der automatisierten Übergabe von Lohndaten und Banktransaktionen.

Festpreise und transparente Honorarvereinbarungen

Viele Steuerberater rechnen nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) ab, die je nach Gegenstandswert zu hohen Honoraren führen kann. Gerade bei Sicherheitsdiensten mit hohen Umsätzen, aber geringen Margen, ist eine transparente Festpreisvereinbarung sinnvoll. OnlineBilanz bietet digitale Steuerberater-Leistungen zu transparenten Festpreisen – von der laufenden Buchhaltung über den Jahresabschluss bis zur Offenlegung beim Unternehmensregister. Der Vorteil: Planbare Kosten, keine Überraschungen, und die Gewissheit, dass zugelassene Steuerberater den Jahresabschluss fachlich korrekt und rechtsverbindlich erstellen.

„Viele Sicherheitsdienste scheuen den Steuerberater aus Kostengründen. Dabei führen Fehler in der Buchhaltung oder im Jahresabschluss oft zu deutlich höheren Nachzahlungen bei Betriebsprüfungen. Eine professionelle Buchführung ist keine Kostenstelle, sondern eine Investition in Rechtssicherheit und unternehmerische Entscheidungsgrundlagen.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Welche Offenlegungs- und Compliance-Pflichten gelten für Sicherheitsdienste?

Sicherheitsdienste in der Rechtsform einer GmbH unterliegen umfassenden Offenlegungs- und Meldepflichten. Neben dem Jahresabschluss müssen auch gesellschaftsrechtliche Änderungen, Geschäftsführerwechsel und bestimmte steuerliche Informationen beim Handelsregister oder beim Unternehmensregister hinterlegt werden. Verstöße können zu Ordnungsgeldern nach § 335 HGB führen.

Offenlegung des Jahresabschlusses nach § 325 HGB

Nach § 325 Abs. 1 HGB müssen Kapitalgesellschaften ihren Jahresabschluss spätestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister offenlegen. Für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) endet die Offenlegungsfrist am 31.12.2026. Seit dem DiRUG (Digitalisierungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz) vom 01.08.2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister, nicht mehr beim Bundesanzeiger.

Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften

Kleine Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB können nach § 326 HGB von Offenlegungserleichterungen profitieren. Sie müssen keine GuV offenlegen und können die Bilanz in verkürzter Form einreichen. Die Größenklasse wird anhand von drei Kriterien bestimmt: Bilanzsumme (bis 6 Mio. Euro), Umsatzerlöse (bis 12 Mio. Euro) und durchschnittliche Mitarbeiterzahl (bis 50). Zwei von drei Kriterien müssen an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen unterschritten werden.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Klein (§ 267 Abs. 1 HGB) ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50
Mittelgroß (§ 267 Abs. 2 HGB) ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250
Groß (§ 267 Abs. 3 HGB) > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250

Ordnungsgelder bei verspäteter Offenlegung

Wird die Offenlegungsfrist versäumt, droht ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB. Das Bundesamt für Justiz (BfJ) setzt automatisiert Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro fest. Die Höhe richtet sich nach Unternehmensgröße und Versäumnis. Auch der Geschäftsführer haftet persönlich für die fristgerechte Offenlegung. Ein Versäumnis kann also erhebliche finanzielle und rechtliche Folgen haben.

Wichtig: Persönliche Haftung des Geschäftsführers

Die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB ist eine persönliche Pflicht des Geschäftsführers. Auch wenn die Buchhaltung oder der Steuerberater die Aufstellung übernehmen, bleibt der Geschäftsführer für die fristgerechte Einreichung beim Unternehmensregister verantwortlich. Eine Delegation entbindet nicht von der Haftung.

Weitere Compliance-Pflichten für Sicherheitsdienste

  • Gewerbezentralregisterauszug: Sicherheitsdienste benötigen eine Erlaubnis nach § 34a GewO. Geschäftsführer und leitende Mitarbeiter müssen ein aktuelles Führungszeugnis vorlegen.
  • Datenschutz (DSGVO): Sicherheitsdienste verarbeiten personenbezogene Daten (z. B. Zutrittskontrollen, Videoüberwachung). Ein Datenschutzbeauftragter kann erforderlich sein.
  • Transparenzregister: Seit 01.08.2021 müssen alle GmbH ihre wirtschaftlich Berechtigten im Transparenzregister melden (§ 20 GwG).
  • Mindestlohn und Arbeitszeitgesetz: Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns und der Höchstarbeitszeiten (§ 3 ArbZG) ist für Sicherheitsdienste essenziell.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich als Einzelunternehmer im Sicherheitsgewerbe eine doppelte Buchführung führen?

Nur wenn Sie die Schwellenwerte nach § 241a HGB überschreiten (800.000 € Umsatz oder 80.000 € Gewinn in zwei aufeinanderfolgenden Jahren). Unterhalb dieser Grenzen genügt eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG. Kapitalgesellschaften (GmbH, UG) sind unabhängig von der Größe stets buchführungspflichtig.

Welche Aufbewahrungsfristen gelten für Belege im Sicherheitsdienst?

Handelsbücher, Inventare, Bilanzen und Buchungsbelege sind nach § 257 HGB zehn Jahre aufzubewahren. Für Geschäftsbriefe und sonstige Unterlagen gilt eine Frist von sechs Jahren. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung erfolgte. Steuerlich gelten dieselben Fristen nach § 147 AO.

Wie bilde ich Rückstellungen für Urlaubsansprüche meiner Sicherheitsmitarbeiter korrekt ab?

Rückstellungen für noch nicht genommene Urlaubstage sind zum Bilanzstichtag nach § 249 HGB zu bilden. Berechnen Sie den durchschnittlichen Tageslohn inkl. Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung und multiplizieren Sie ihn mit den offenen Urlaubstagen. Bei hoher Fluktuation kann eine pauschale Rückstellung für die gesamte Belegschaft sinnvoll sein. Ihr Steuerberater hilft bei der korrekten Bewertung.

Welche Besonderheiten gelten bei der Umsatzsteuer für Sicherheitsdienstleistungen?

Sicherheitsdienstleistungen unterliegen dem Regelsteuersatz von 19 %. Bei Leistungen an im Ausland ansässige Unternehmen kann das Reverse-Charge-Verfahren nach § 13b UStG greifen. Achten Sie auf korrekte Rechnungsstellung nach § 14 UStG (Leistungsdatum, -ort, Steuernummer/USt-IdNr.). Bei grenzüberschreitenden Einsätzen prüfen Sie die Organschaft und Betriebsstättenfragen.

Wie wirkt sich die Scheinselbstständigkeit auf die Buchführung aus?

Bei Feststellung von Scheinselbstständigkeit durch die Deutsche Rentenversicherung drohen Nachforderungen von Sozialversicherungsbeiträgen für bis zu vier Jahre. Buchen Sie nur echte Fremdleistungen als Betriebsausgaben. Dokumentieren Sie bei externen Sicherheitskräften deren Selbstständigkeit (eigene Betriebsmittel, mehrere Auftraggeber, unternehmerisches Risiko). Im Zweifel holen Sie eine Statusfeststellung nach § 7a SGB IV ein.

Kann ich als Sicherheitsdienst die Kleinunternehmerregelung nutzen?

Ja, wenn Ihr Umsatz im Vorjahr 25.000 € (ab 2025: neue Grenze nach JStG 2024) nicht überschritten hat und im laufenden Jahr voraussichtlich 100.000 € nicht übersteigt (§ 19 UStG). Sie weisen dann keine Umsatzsteuer aus, können aber auch keine Vorsteuer ziehen. Für personalintensive Sicherheitsdienste ist die Regelbesteuerung meist vorteilhafter, da Vorsteuer auf Fahrzeuge, Ausrüstung und Miete abziehbar ist.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Handelsgesetzbuch (HGB), GmbH-Gesetz (GmbHG), Einkommensteuergesetz (EStG), Abgabenordnung (AO). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Dr. Jeannine Dinnebier
Rechts­anwältin · Steuerrecht

Verantwortet Steuer­streit, Betriebs­prüfungen und rechts­sichere Gestaltung. Promoviert im Steuerrecht.

Geprüft & kammer­pflichtig Mitgliedschaften & Zulassungen
S
Steuerberater­kammerPflichtmitgliedschaft
W
Wirtschafts­prüfer­kammerZulassung nach WPO
R
Rechts­anwalts­kammerFachbereich Steuerrecht
D
DATEV‑PartnerSchnittstellen­zertifiziert
Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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