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Datum

Lesedauer

12–19 Minuten

OnlineBilanzBlogBilanz vs. Inventar

Bilanz & Inventar: Unterschied erklärt 2026

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Das Inventar ist die detaillierte Bestandsaufnahme aller Vermögensgegenstände und Schulden nach § 240 HGB, während die Bilanz nach § 242 HGB die verdichtete, wertmäßige Gegenüberstellung von Aktiva und Passiva darstellt. Beide Instrumente sind eng verzahnt: Das Inventar bildet die Grundlage für die Bilanz und ist für alle buchführungspflichtigen Kaufleute verpflichtend.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

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Kurzantwort

Das Inventar nach § 240 HGB ist eine detaillierte, mengen- und wertmäßige Aufstellung aller Vermögensgegenstände und Schulden (Bestandsverzeichnis). Die Bilanz nach § 242 HGB ist dagegen eine komprimierte, systematisch gegliederte Gegenüberstellung von Aktiva und Passiva in Kontoform. Das Inventar dient als Grundlage für die Bilanz und wird durch Inventur erstellt, während die Bilanz Teil des Jahresabschlusses ist und veröffentlicht werden muss.

Was ist der Unterschied zwischen Bilanz und Inventar?

Bilanz und Inventar sind zwei zentrale Instrumente des handelsrechtlichen Rechnungswesens, die häufig verwechselt werden. Während das Inventar nach § 240 HGB ein detailliertes Bestandsverzeichnis aller Vermögensgegenstände und Schulden darstellt, ist die Bilanz nach § 242 HGB eine wertmäßig verdichtete Gegenüberstellung von Aktiva und Passiva in Kontenform. Beide Dokumente sind handelsrechtlich vorgeschrieben, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen im Jahresabschluss.

Das Inventar bildet die Grundlage für die Bilanz: Aus der mengenmäßigen Bestandsaufnahme (Inventur) entsteht das bewertete Inventar, dessen Werte anschließend in die Bilanz übertragen werden. Die Bilanz komprimiert diese Informationen zu Bilanzpositionen und macht sie für externe Adressaten (Gesellschafter, Finanzamt, Gläubiger) lesbar und vergleichbar.

Merkmal Inventar (§ 240 HGB) Bilanz (§ 242 HGB)
Form Staffelform (Liste) Kontenform (T-Form)
Detailgrad Einzelne Gegenstände nach Art, Menge, Wert Zusammengefasste Posten
Rechtsgrundlage § 240 HGB (Inventarpflicht) § 242 HGB (Bilanzierungspflicht)
Offenlegung Nicht offenlegungspflichtig Offenlegungspflichtig nach § 325 HGB
Funktion Interne Bestandsaufnahme Externes Rechenschaftsinstrument
Häufigkeit Mindestens jährlich (§ 240 Abs. 2 HGB) Zum Abschlussstichtag (§ 242 Abs. 1 HGB)

Hinweis

Das Inventar ist die Basis, die Bilanz das Ergebnis: Ohne ordnungsgemäße Inventur und Inventar kann keine handelsrechtlich zulässige Bilanz erstellt werden. GmbH-Geschäftsführer haften nach § 43 GmbHG für die Einhaltung dieser Pflichten.

Was ist ein Inventar nach § 240 HGB?

Das Inventar ist nach § 240 Abs. 1 HGB ein Verzeichnis, das sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden eines Kaufmanns nach Art, Menge und Wert aufführt. Es entsteht durch die körperliche Bestandsaufnahme (Inventur) und anschließende Bewertung. Jeder Kaufmann ist verpflichtet, zu Beginn seines Handelsgewerbes und zum Schluss eines jeden Geschäftsjahres ein solches Inventar aufzustellen.

Bestandteile des Inventars

Das Inventar gliedert sich systematisch in drei Hauptbereiche, die den vollständigen Vermögensstatus abbilden:

  1. Vermögen (Aktiva): Anlagevermögen (Grundstücke, Maschinen, Fuhrpark etc.) und Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen, Bankguthaben, Kasse) — jeweils einzeln nach Art, Menge und Wert aufgeführt
  2. Schulden (Passiva): Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Lieferanten, Finanzbehörden sowie Rückstellungen — einzeln bezeichnet und bewertet
  3. Reinvermögen (Eigenkapital): Differenz zwischen Vermögen und Schulden, ermittelt als Saldo

Inventurverfahren und rechtliche Anforderungen

Die Inventur kann nach § 240 Abs. 3 und 4 HGB in verschiedenen Verfahren durchgeführt werden: als Stichtagsinventur (exakt am Bilanzstichtag), verlegte Inventur (innerhalb von drei Monaten vor oder zwei Monaten nach dem Stichtag) oder permanente Inventur (laufende Fortschreibung mit jährlicher Vollzählung). Unabhängig vom Verfahren muss das Ergebnis durch geeignete Aufzeichnungen nachprüfbar dokumentiert werden.

„In der Praxis scheitert die ordnungsgemäße Bilanzierung häufig nicht an der Bilanz selbst, sondern an einer lückenhaften oder nicht nachvollziehbaren Inventur. Wer seine Inventurbelege nicht sauber dokumentiert, riskiert die Nichtanerkennung des gesamten Jahresabschlusses durch das Finanzamt.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Was ist eine Bilanz nach § 242 HGB?

Die Bilanz ist nach § 242 Abs. 1 HGB eine systematische Gegenüberstellung der Vermögensgegenstände (Aktiva) und Schulden (Passiva) eines Kaufmanns in Kontenform zum Abschlussstichtag. Sie bildet zusammen mit der Gewinn- und Verlustrechnung den Jahresabschluss und gibt Aufschluss über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens.

Im Gegensatz zum detaillierten Inventar fasst die Bilanz gleichartige Vermögensgegenstände und Schulden zu Bilanzpositionen zusammen. Die Gliederung ist gesetzlich vorgeschrieben: Für Kapitalgesellschaften wie die GmbH gilt § 266 HGB, der ein festes Schema mit Mindestgliederung vorschreibt. Diese Standardisierung ermöglicht Vergleichbarkeit und erleichtert die Analyse für externe Stakeholder.

Aufbau der Bilanz nach § 266 HGB

Aktivseite (Mittelverwendung)

  • A. Anlagevermögen: Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Finanzanlagen
  • B. Umlaufvermögen: Vorräte, Forderungen, Wertpapiere, liquide Mittel
  • C. Rechnungsabgrenzungsposten
  • D. Aktive latente Steuern

Passivseite (Mittelherkunft)

  • A. Eigenkapital: Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Gewinnvortrag/Verlustvortrag, Jahresüberschuss/-fehlbetrag
  • B. Rückstellungen: Pensionen, Steuern, sonstige Rückstellungen
  • C. Verbindlichkeiten: Darlehen, Lieferanten, sonstige Verbindlichkeiten
  • D. Rechnungsabgrenzungsposten

Achtung

Die Bilanz unterliegt strengen Offenlegungspflichten nach § 325 HGB. GmbHs müssen ihren Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister einreichen. Bei Verstoß drohen Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro nach § 335 HGB.

Vom Inventar zur Bilanz: Der Erstellungsprozess

Die Erstellung des Jahresabschlusses folgt einem klaren Ablauf, bei dem das Inventar die unverzichtbare Grundlage für die Bilanz bildet. Dieser Prozess ist sowohl handelsrechtlich (§§ 238–241 HGB) als auch steuerrechtlich (§§ 140–148 AO) vorgegeben und muss von jedem buchführungspflichtigen Unternehmen eingehalten werden.

Die fünf Schritte vom Inventar zur Bilanz

  1. Inventur durchführen: Körperliche Bestandsaufnahme aller Vermögensgegenstände und Schulden zum Bilanzstichtag (i.d.R. 31.12.2025), mengenmäßige Erfassung nach Art und Anzahl
  2. Inventar erstellen: Bewertung der erfassten Bestände zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. Teilwerten, Erstellung des Inventarverzeichnisses in Staffelform mit Einzelpositionen
  3. Buchungen abschließen: Abschluss aller Bestandskonten und Erfolgskonten, Bildung von Rückstellungen und Abgrenzungsposten, Erfassung aller periodengerechten Aufwendungen und Erträge
  4. Bilanz aufstellen: Überführung der Inventarwerte in die verdichtete Bilanzform nach § 266 HGB, Zusammenfassung gleichartiger Posten, Einhaltung der Gliederungsvorschriften
  5. Jahresabschluss feststellen: Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung, ggf. Anhang und Lagebericht, Feststellung durch Gesellschafterversammlung nach § 42a GmbHG (innerhalb von 11 Monaten bei Kleinstkapitalgesellschaften, 8 Monaten bei mittleren/großen)

§ 240

HGB: Inventarpflicht

§ 242

HGB: Bilanzierungspflicht

12 Mon.

Offenlegungsfrist § 325

Wer den gesamten Prozess von der Inventur bis zur fristgerechten Offenlegung professionell durchführen lassen möchte, kann auf digitale Steuerberater-Leistungen zurückgreifen. Plattformen wie OnlineBilanz.de bieten Jahresabschlüsse durch zugelassene Steuerberater zu transparenten Festpreisen — ohne Wartezeiten und mit vollständiger Übernahme der handels- und steuerrechtlichen Verantwortung.

Rechtliche Anforderungen und Aufbewahrungspflichten

Inventar und Bilanz unterliegen unterschiedlichen rechtlichen Anforderungen hinsichtlich Aufbewahrung, Offenlegung und Prüfung. Diese Pflichten ergeben sich aus dem Handelsgesetzbuch (HGB), dem GmbH-Gesetz (GmbHG) und der Abgabenordnung (AO).

Aufbewahrungsfristen nach § 257 HGB und § 147 AO

Dokument Aufbewahrungsfrist Rechtsgrundlage Beginn der Frist
Inventar 10 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 1 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 1 AO Ende des Kalenderjahres der Erstellung
Bilanz 10 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 1 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 1 AO Ende des Kalenderjahres der Erstellung
Inventurlisten 10 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 1 HGB Ende des Kalenderjahres der Aufnahme
Buchungsbelege 10 Jahre § 257 Abs. 1 Nr. 4 HGB, § 147 Abs. 1 Nr. 4 AO Ende des Kalenderjahres

Offenlegungspflichten nach § 325 HGB

Während das Inventar ein internes Dokument ist, das nicht offengelegt werden muss, unterliegt die Bilanz als Teil des Jahresabschlusses der Offenlegungspflicht. Kapitalgesellschaften (GmbH, AG, UG) müssen nach § 325 HGB ihren Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag beim Unternehmensregister elektronisch einreichen. Seit dem DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie, in Kraft seit 01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich über das Unternehmensregister, nicht mehr über den Bundesanzeiger.

  • Inventar erstellen und 10 Jahre aufbewahren (intern, nicht offenlegungspflichtig)
  • Bilanz nach § 266 HGB aufstellen
  • Jahresabschluss durch Gesellschafterversammlung feststellen (§ 42a GmbHG: 11 Monate bei Kleinstkapitalgesellschaften, 8 Monate bei mittleren/großen)
  • Jahresabschluss innerhalb 12 Monaten beim Unternehmensregister elektronisch einreichen
  • Alle Unterlagen 10 Jahre aufbewahren (Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres)

Achtung

Bei verspäteter oder unterlassener Offenlegung leitet das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein. Das Ordnungsgeld beträgt mindestens 500 Euro und kann bis zu 25.000 Euro erreichen. Geschäftsführer haften persönlich für die fristgerechte Einreichung.

„Die Aufbewahrungspflicht beginnt nicht mit der Erstellung, sondern erst mit Ablauf des Kalenderjahres. Ein am 15.05.2026 festgestellter Jahresabschluss 2025 muss daher bis zum 31.12.2036 aufbewahrt werden. Diese Feinheit wird in Betriebsprüfungen regelmäßig kontrolliert.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Inventar und Bilanz bei Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG)

Kapitalgesellschaften unterliegen erweiterten Rechnungslegungspflichten. Neben der allgemeinen Inventar- und Bilanzierungspflicht nach §§ 240, 242 HGB gelten für GmbHs, UGs und AGs zusätzliche Anforderungen aus dem GmbHG bzw. AktG sowie größenabhängige Erleichterungen oder Verschärfungen nach § 267 HGB.

Größenklassen und ihre Auswirkungen

§ 267 HGB unterscheidet vier Größenklassen, die unterschiedliche Pflichten bei Gliederungstiefe, Anhang, Lagebericht und Prüfung auslösen:

Größe Bilanzsumme Umsatzerlöse Arbeitnehmer Besonderheiten
Kleinstkapitalgesellschaft (§ 267a) ≤ 450.000 € ≤ 900.000 € ≤ 10 Erleichterungen bei Anhang und Offenlegung möglich
Kleine Kapitalgesellschaft ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50 Keine Prüfungspflicht, verkürzte Bilanz möglich
Mittelgroße Kapitalgesellschaft ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250 Prüfungspflicht, Lagebericht erforderlich
Große Kapitalgesellschaft > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250 Volle Prüfungs-, Offenlegungs- und Berichtspflichten

Die Größenklasse wird überschritten, wenn mindestens zwei der drei Kriterien an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen überschritten werden (§ 267 Abs. 4 HGB).

Feststellungsfristen nach § 42a GmbHG

Der Jahresabschluss muss durch die Gesellschafterversammlung festgestellt werden. Die Fristen unterscheiden sich nach Größenklasse:

  • Kleinstkapitalgesellschaften: 11 Monate nach Bilanzstichtag (z.B. bis 30.11.2026 für Bilanzstichtag 31.12.2025)
  • Kleine, mittelgroße und große Kapitalgesellschaften: 8 Monate nach Bilanzstichtag (z.B. bis 31.08.2026 für Bilanzstichtag 31.12.2025)
  • Prüfungspflichtige Gesellschaften: In der Praxis oft erst nach Abschluss der Prüfung, aber rechtlich ebenfalls 8 Monate

Hinweis

Die Feststellungsfrist (§ 42a GmbHG) ist keine Offenlegungsfrist. Auch wenn der Jahresabschluss intern bereits festgestellt ist, muss die Einreichung beim Unternehmensregister innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag erfolgen (§ 325 HGB). Beide Fristen laufen parallel und sind eigenständig einzuhalten.

„Viele Geschäftsführer verwechseln die Feststellungsfrist mit der Offenlegungsfrist. Tatsächlich sind das zwei verschiedene Verpflichtungen: Die Feststellung ist ein interner Gesellschafterbeschluss, die Offenlegung eine externe Publikationspflicht. Beide müssen fristgerecht erfüllt werden.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Häufige Fehler und praktische Hinweise für die Praxis

In der täglichen Praxis zeigen sich bei Inventar und Bilanz immer wieder typische Fehlerquellen, die von Betriebsprüfungen beanstandet oder zu Ordnungsgeldverfahren führen. Die folgenden Hinweise helfen, diese Risiken zu vermeiden.

Typische Fehler beim Inventar

  • Fehlende oder unvollständige Inventurlisten: Inventur wird durchgeführt, aber nicht dokumentiert oder nur handschriftlich ohne nachvollziehbare Aufbewahrung
  • Inventurtermin außerhalb zulässiger Fristen: Verlegte Inventur wird mehr als 3 Monate vor oder 2 Monate nach dem Stichtag durchgeführt, ohne buchhalterische Fortschreibung
  • Keine Unterscheidung zwischen Inventar und Bilanz: Unternehmer glauben, die Bilanz ersetze das Inventar — rechtlich sind beide eigenständig zu erstellen
  • Bewertungsfehler: Anschaffungskosten werden nicht korrekt ermittelt, Abschreibungen fehlen oder sind falsch berechnet
  • Fehlende Erfassung von Schulden: Verbindlichkeiten oder Rückstellungen werden im Inventar nicht aufgeführt

Typische Fehler bei der Bilanz

  • Falsche Gliederung: Bilanz entspricht nicht dem Schema nach § 266 HGB, Posten werden willkürlich zusammengefasst oder getrennt
  • Fehlende Abgrenzungsposten: Rechnungsabgrenzung für vorab gezahlte oder erhaltene Beträge wird nicht gebildet
  • Nicht periodengerechte Erfassung: Aufwendungen und Erträge werden dem falschen Geschäftsjahr zugeordnet
  • Verstoß gegen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften: Aktivierungsverbote (z.B. selbst geschaffene Marken nach § 248 Abs. 2 HGB) werden ignoriert
  • Verspätete oder unterlassene Offenlegung: Jahresabschluss wird nicht oder zu spät beim Unternehmensregister eingereicht

Checkliste für die ordnungsgemäße Erstellung

  • Inventur zum Bilanzstichtag oder im zulässigen Zeitraum durchführen und vollständig dokumentieren
  • Inventar in Staffelform mit Einzelpositionen (Art, Menge, Wert) erstellen
  • Bewertung nach § 252 ff. HGB vornehmen (Anschaffungskosten, planmäßige Abschreibung, außerplanmäßige Abschreibung bei dauerhafter Wertminderung)
  • Bilanz nach § 266 HGB gliedern, alle Posten vollständig und zutreffend ausweisen
  • Jahresabschluss durch Gesellschafterversammlung feststellen (§ 42a GmbHG: 11 bzw. 8 Monate)
  • Jahresabschluss innerhalb 12 Monaten beim Unternehmensregister elektronisch einreichen
  • Inventar und Bilanz 10 Jahre aufbewahren (§ 257 HGB, § 147 AO)

Hinweis

Für GmbH-Geschäftsführer ohne eigene Buchhaltungsabteilung empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater. Digitale Plattformen wie OnlineBilanz.de bieten vollständige Jahresabschlüsse durch zugelassene Steuerberater zu transparenten Festpreisen — inklusive Inventurbegleitung, Bilanzierung und fristgerechter Offenlegung.

„Die meisten Ordnungsgeldverfahren lassen sich vermeiden, wenn Geschäftsführer frühzeitig klare Verantwortlichkeiten definieren und Fristen im Blick behalten. Wir koordinieren für unsere Mandanten alle Schritte von der Inventur bis zur Offenlegung — so bleibt kein Termin unbemerkt.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Fazit: Inventar und Bilanz im Zusammenspiel

Inventar und Bilanz sind zwei unverzichtbare, aber klar voneinander abgegrenzte Instrumente der handelsrechtlichen Rechnungslegung. Das Inventar dient der detaillierten, mengenmäßigen Erfassung und Bewertung aller Vermögensgegenstände und Schulden — es ist die Grundlage jeder ordnungsgemäßen Bilanzierung. Die Bilanz verdichtet diese Informationen zu einer standardisierten, extern verwertbaren Darstellung der Vermögens- und Finanzlage.

Für GmbH-Geschäftsführer bedeutet dies konkret: Ohne ordnungsgemäßes Inventar keine rechtskonforme Bilanz. Beide Dokumente müssen jährlich erstellt, 10 Jahre aufbewahrt und — im Fall der Bilanz — fristgerecht offengelegt werden. Die Nichteinhaltung dieser Pflichten führt zu Ordnungsgeldern, steuerlichen Nachteilen und im Extremfall zur persönlichen Haftung des Geschäftsführers nach § 43 GmbHG.

§ 240

Inventarpflicht (intern)

§ 242

Bilanzierungspflicht

§ 325

Offenlegungspflicht (12 Mon.)

10 Jahre

Aufbewahrungsfrist

Die rechtlichen Anforderungen sind komplex und ändern sich regelmäßig durch Gesetzesnovellen (z.B. DiRUG 2022, MoPeG 2024). Geschäftsführer, die Sicherheit und Zeitersparnis wünschen, können die gesamte Jahresabschlusserstellung einem Steuerberater übertragen. OnlineBilanz.de bietet dafür eine digitale Plattform mit zugelassenen Steuerberatern, transparenten Festpreisen und vollständiger Übernahme aller Pflichten — von der Inventurbegleitung über die Bilanzierung bis zur fristgerechten Offenlegung beim Unternehmensregister.

„Inventar und Bilanz sind keine lästige Pflicht, sondern wertvolle Informationsquellen für die Unternehmenssteuerung. Wer die Unterschiede versteht und beide Instrumente professionell einsetzt, gewinnt nicht nur Rechtssicherheit, sondern auch strategische Klarheit über die wirtschaftliche Lage seines Unternehmens.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Häufig gestellte Fragen

Kann ich als Kleinunternehmer auf die Inventur verzichten?

Nein. Auch Kleinunternehmer, die buchführungspflichtig sind (z. B. wegen Überschreitung der Umsatz- oder Gewinngrenzen nach § 241a HGB), müssen eine Inventur durchführen und ein Inventar erstellen. Lediglich Freiberufler und nicht buchführungspflichtige Gewerbetreibende sind von der Inventurpflicht befreit.

Wie oft muss ich eine Inventur durchführen?

Grundsätzlich ist eine Inventur zu Beginn des Handelsgewerbes und zum Ende jedes Geschäftsjahres vorgeschrieben (§ 240 Abs. 1 HGB). In der Praxis sind auch vereinfachte Verfahren zulässig: permanente Inventur (laufend über das Jahr verteilt), vor- oder nachverlegte Stichtagsinventur (bis zu 3 Monate vor/2 Monate nach Bilanzstichtag) sowie Stichprobeninventur bei bestimmten Voraussetzungen.

Was passiert, wenn Inventar und Bilanz nicht übereinstimmen?

Weichen Inventar und Bilanz voneinander ab, liegt ein formeller Fehler vor. Das Inventar bildet die Grundlage für die Bilanzwerte; Differenzen müssen aufgeklärt und korrigiert werden. Ursachen können Inventurfehler, Bewertungsfehler oder Buchungsfehler sein. Bei einer Betriebsprüfung können solche Abweichungen zu Hinzuschätzungen und Nachzahlungen führen.

Muss das Inventar veröffentlicht werden?

Nein. Das Inventar ist ein internes Dokument und unterliegt nicht der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB. Es muss jedoch 10 Jahre aufbewahrt werden und der Finanzverwaltung sowie Prüfern auf Verlangen vorgelegt werden. Offenlegungspflichtig ist hingegen nur der Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, ggf. Anhang und Lagebericht).

Kann ich das Inventar digital führen?

Ja. Das Inventar kann und sollte heute digital geführt werden, sofern die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form (GoBD) eingehalten werden. Wichtig sind Unveränderbarkeit, Nachvollziehbarkeit, Vollständigkeit und jederzeitige Verfügbarkeit. Moderne Warenwirtschafts- und Buchhaltungssysteme unterstützen die digitale Inventarisierung.

Was ist der Unterschied zwischen Inventar und Inventarliste?

Die Begriffe werden oft synonym verwendet. Streng genommen ist das Inventar das vollständige, nach § 240 HGB geordnete Bestandsverzeichnis aller Vermögensgegenstände und Schulden. Eine Inventarliste kann ein Teildokument sein (z. B. nur Warenbestand eines Lagers). In der Praxis bezeichnet man das gesamte Inventarverzeichnis häufig als Inventarliste, sofern es die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: § 240 HGB – Inventar, § 242 HGB – Bilanz, § 267 HGB – Größenklassen, § 325 HGB – Offenlegung. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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