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Datum

Lesedauer

14–22 Minuten

OnlineBilanzBlogBilanz Freiberufler

Bilanz Freiberufler 2026: Pflicht, EÜR oder freiwillig?

Zuletzt aktualisiert: May 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Freiberufler sind grundsätzlich nicht zur Bilanzierung verpflichtet – die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG ist die gesetzliche Regel. Doch bei bestimmten Rechtsformen wie dem e.V., Umsatzgrenzen oder freiwilligen Büchern kann eine Bilanzierungspflicht entstehen. Dieser Artikel zeigt alle Konstellationen, rechtlichen Unterschiede und steuerlichen Spielräume für Freiberufler im Jahr 2026.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert den Erstellungsprozess zwischen Mandant und unseren Steuerberatern – damit Ihr Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

OnlineBilanz ist eine Steuerberater-Plattform: Ihr Jahresabschluss wird von einem zugelassenen Steuerberater erstellt und unterzeichnet.

Kurzantwort

Freiberufler im Sinne des § 18 EStG sind grundsätzlich nicht bilanzierungspflichtig und ermitteln ihren Gewinn über die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR). Eine Bilanzierungspflicht entsteht nur bei freiwilliger Buchführung, bei Wahl einer Kapitalgesellschaft (z. B. Freiberufler-GmbH) oder bei Überschreiten bestimmter Größenklassen nach § 267 HGB. Freiberufler-Personengesellschaften wie die PartG bleiben bei der EÜR, solange sie keine gewerbliche Infektion erleiden.

Brauchen Freiberufler eine Bilanz?

Die Frage nach der Bilanzierungspflicht für Freiberufler lässt sich rechtlich klar beantworten: Freiberufler sind grundsätzlich nicht zur Erstellung einer Bilanz verpflichtet. Dies ergibt sich aus § 141 AO in Verbindung mit § 238 HGB. Während Gewerbetreibende unter bestimmten Voraussetzungen buchführungs- und bilanzierungspflichtig werden, gilt für Freiberufler nach § 18 EStG eine Ausnahme.

Freiberufler ermitteln ihren Gewinn regulär durch die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG. Diese vereinfachte Gewinnermittlung ist ausreichend und erfüllt alle steuerlichen Anforderungen. Eine Bilanzierungspflicht entsteht für Freiberufler weder durch Umsatz- noch durch Gewinnschwellen – unabhängig davon, wie erfolgreich die freiberufliche Tätigkeit ist.

Rechtsgrundlage

Nach § 18 EStG zählen zu den freien Berufen die selbständig ausgeübten wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden oder erzieherischen Tätigkeiten sowie die Katalogberufe (Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten etc.). Diese Tätigkeiten begründen keine Gewerbesteuerpflicht und damit auch keine handelsrechtliche Buchführungspflicht nach § 238 HGB.

Ausnahmen: Wann Freiberufler doch bilanzieren müssen

In zwei Konstellationen kann ausnahmsweise eine Bilanzierungspflicht entstehen:

  • Rechtsformwahl: Wenn Freiberufler eine Kapitalgesellschaft (z.B. GmbH, UG) gründen oder sich an einer solchen beteiligen, unterliegt diese Gesellschaft den Vorschriften des HGB – unabhängig von der Art der ausgeübten Tätigkeit.
  • Gewerblicher Nebenbetrieb: Übt ein Freiberufler zusätzlich gewerbliche Tätigkeiten aus, die die freiberufliche Tätigkeit überlagern oder dominieren, kann das gesamte Einkommen gewerblich infiziert werden.
  • Freiwillige Bilanzierung: Freiberufler können sich freiwillig für die Buchführung und Bilanzierung entscheiden, beispielsweise um detailliertere betriebswirtschaftliche Auswertungen zu erhalten.

Freiberufler vs. Gewerbetreibende: Die rechtlichen Unterschiede

Die Abgrenzung zwischen Freiberuflern und Gewerbetreibenden hat weitreichende Konsequenzen für Buchführung, Bilanzierung und Steuern. Während beide Gruppen selbständig tätig sind, unterscheiden sie sich fundamental in ihrer rechtlichen Behandlung.

Merkmal Freiberufler (§ 18 EStG) Gewerbetreibende (§ 15 EStG)
Gewinnermittlung EÜR nach § 4 Abs. 3 EStG (Standard) EÜR oder Bilanz (abhängig von Schwellenwerten)
Bilanzierungspflicht Grundsätzlich nein Ja, ab 800.000 € Umsatz oder 80.000 € Gewinn (§ 141 AO)
Gewerbesteuer Nein Ja (Freibetrag 24.500 €)
Gewerbeanmeldung Nicht erforderlich Pflicht nach § 14 GewO
IHK-Pflichtmitgliedschaft Nein Ja (mit Beitragspflicht)
Handelsregistereintrag Nicht erforderlich Freiwillig, ab Kaufmannseigenschaft Pflicht

Katalogberufe und qualifizierende Tätigkeiten

Der Gesetzgeber unterscheidet in § 18 EStG zwischen Katalogberufen (z.B. Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten, Ingenieure) und katalogähnlichen Berufen, die wissenschaftliche oder künstlerische Qualifikationen voraussetzen. Entscheidend ist dabei nicht die Berufsbezeichnung, sondern die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit.

Vorsicht bei Mischformen

Kritisch wird es bei gemischten Tätigkeiten: Ein Architekt, der zusätzlich Immobilienhandel betreibt, oder ein Unternehmensberater, der Softwareprodukte vertreibt, riskiert die gewerbliche Infektion der gesamten Tätigkeit. Die Finanzverwaltung prüft hier genau, ob die freiberufliche Tätigkeit noch das Gepräge gibt oder ob gewerbliche Elemente dominieren.

„In der Praxis sehen wir häufig Unklarheiten bei der Abgrenzung, insbesondere bei IT-Dienstleistern, Beratern und kreativen Berufen. Eine frühzeitige steuerliche Einordnung durch den Steuerberater verhindert spätere Nachforderungen und Umstellungen in der Gewinnermittlung.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Einnahmen-Überschuss-Rechnung: Die Standard-Gewinnermittlung für Freiberufler

Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach § 4 Abs. 3 EStG ist die gesetzlich vorgesehene Gewinnermittlungsmethode für Freiberufler. Sie ist deutlich einfacher als die Bilanzierung und basiert auf dem Zufluss-Abfluss-Prinzip: Einnahmen werden erfasst, wenn sie tatsächlich auf dem Konto eingehen, Ausgaben, wenn sie bezahlt werden.

Aufbau und Inhalt der EÜR

Seit 2017 ist die EÜR für alle Freiberufler mit Gewinnen über 25.000 Euro jährlich elektronisch über die Anlage EÜR an das Finanzamt zu übermitteln. Die Struktur folgt einem standardisierten Formular:

  • Betriebseinnahmen: Alle Einnahmen aus der freiberuflichen Tätigkeit (Honorare, Umsatzsteuer soweit vereinnahmt)
  • Betriebsausgaben: Alle beruflich veranlassten Ausgaben (Material, Miete, Personal, Versicherungen, Abschreibungen etc.)
  • Investitionsabzugsbetrag: Möglichkeit nach § 7g EStG, geplante Investitionen vorab gewinnmindernd zu berücksichtigen
  • Gewinn: Differenz zwischen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben

Abgrenzung zum Jahresabschluss

Im Gegensatz zur Bilanz werden bei der EÜR keine Vermögensgegenstände und Schulden erfasst. Es gibt keine Gewinn- und Verlustrechnung im handelsrechtlichen Sinne, keine Rückstellungen und keine periodengerechte Abgrenzung. Das macht die EÜR übersichtlicher, liefert aber weniger betriebswirtschaftliche Informationen über die Vermögenslage.

Vereinfachungen gegenüber der Bilanz

Keine Inventur erforderlich

Freiberufler müssen kein Bestandsverzeichnis erstellen. Anlagegüter werden in einem Anlagenverzeichnis geführt, aber ohne Bewertungspflicht zum Stichtag.

Keine Rückstellungen

Verpflichtungen werden erst bei Zahlung erfasst. Drohende Ausgaben (z.B. Steuernachzahlungen, Urlaubsrückstellungen) werden nicht antizipiert.

Wer seine EÜR professionell durch einen Steuerberater erstellen lassen möchte, findet auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen – auch für die vollständige Erstellung der Steuererklärung.

Wann ist eine freiwillige Bilanzierung für Freiberufler sinnvoll?

Obwohl Freiberufler nicht zur Bilanzierung verpflichtet sind, kann die freiwillige Umstellung auf die Buchführung nach § 238 HGB in bestimmten Situationen wirtschaftlich sinnvoll sein. Die Entscheidung sollte jedoch gut überlegt sein, denn eine einmal begonnene Buchführung kann nicht ohne Weiteres wieder aufgegeben werden.

Vorteile der freiwilligen Bilanzierung

  • Bessere Kapitaldarstellung: Banken und Investoren erhalten durch eine Bilanz detaillierte Informationen über Vermögen, Schulden und Eigenkapital – das kann Kreditverhandlungen erleichtern.
  • Periodengerechte Gewinnermittlung: Durch Rückstellungen und Abgrenzungen wird der wirtschaftliche Erfolg präziser abgebildet als bei der EÜR.
  • Steuergestaltung: Bilanzierungswahlrechte (z.B. bei Abschreibungen, Rückstellungen) ermöglichen eine gezieltere Steuerplanung.
  • Professionelleres Erscheinungsbild: Gegenüber Geschäftspartnern und bei öffentlichen Ausschreibungen kann ein Jahresabschluss Seriosität signalisieren.
  • Vorbereitung auf Expansion: Wer plant, eine GmbH zu gründen oder Mitarbeiter einzustellen, gewöhnt sich frühzeitig an die höheren Anforderungen.

Nachteile und Risiken

Die freiwillige Bilanzierung bringt auch erhebliche Nachteile mit sich:

  • Höherer Aufwand: Doppelte Buchführung erfordert mehr Zeit, Know-how und meist professionelle Software.
  • Höhere Kosten: Steuerberaterkosten für Jahresabschlüsse liegen deutlich über denen für eine EÜR.
  • Bindungswirkung: Nach § 141 Abs. 2 AO muss die Buchführung für mindestens drei Jahre fortgeführt werden, auch wenn sie sich als nachteilig erweist.
  • Strengere Formalien: Fehler in der Bilanz können steuerliche Konsequenzen haben, während die EÜR weniger fehleranfällig ist.

„Wir empfehlen die freiwillige Bilanzierung primär, wenn eine Kapitalgesellschaft geplant ist oder wenn komplexe Vermögensstrukturen vorliegen. Für die meisten Freiberufler bleibt die EÜR die wirtschaftlich sinnvollere Wahl – sie ist schlank, kostengünstig und erfüllt alle steuerlichen Anforderungen vollständig.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Drei-Jahres-Bindung beachten

Wer einmal zur Buchführung übergegangen ist, muss diese nach § 141 Abs. 2 AO für mindestens drei aufeinanderfolgende Jahre fortführen. Eine vorzeitige Rückkehr zur EÜR ist nicht möglich. Diese Entscheidung sollte daher nicht spontan, sondern nach eingehender steuerlicher Beratung getroffen werden.

Freiberufler-GmbH: Wann wird die Bilanz zur Pflicht?

Sobald Freiberufler ihre Tätigkeit in einer Kapitalgesellschaft – typischerweise einer GmbH, UG (haftungsbeschränkt) oder AG – ausüben, ändert sich die rechtliche Situation fundamental. Die Rechtsform überlagert die Art der Tätigkeit: Jede Kapitalgesellschaft ist unabhängig von Umsatz und Gewinn buchführungs- und bilanzierungspflichtig nach § 238 HGB.

Umfang der Pflichten bei Freiberufler-GmbH

Eine Freiberufler-GmbH unterliegt denselben handelsrechtlichen Vorschriften wie jede andere GmbH:

  • Buchführungspflicht: Laufende doppelte Buchführung nach § 238 HGB mit Erfassung aller Geschäftsvorfälle
  • Jahresabschluss: Bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nach § 242 HGB
  • Feststellung: Der Jahresabschluss muss innerhalb von acht Monaten (bei Kleinstgesellschaften elf Monate) nach § 42a GmbHG durch die Gesellschafterversammlung festgestellt werden
  • Offenlegung: Veröffentlichung im Unternehmensregister nach § 325 HGB innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag
  • Anhang: Bei Überschreiten der Schwellenwerte für Kleinstkapitalgesellschaften ist ein Anhang nach § 264 HGB erforderlich

11 Monate

Feststellungsfrist Kleinstgesellschaften (§ 42a GmbHG)

12 Monate

Offenlegungsfrist Unternehmensregister (§ 325 HGB)

bis 25.000 €

Ordnungsgeld bei verspäteter Offenlegung (§ 335 HGB)

Größenklassen und Erleichterungen

Nach § 267 HGB werden Kapitalgesellschaften in Größenklassen eingeteilt. Die meisten Freiberufler-GmbHs fallen unter Kleinstkapitalgesellschaften (§ 267a HGB) oder kleine Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 1 HGB) und profitieren von Erleichterungen:

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Arbeitnehmer Erleichterungen
Kleinstgesellschaft (§ 267a) ≤ 450.000 € ≤ 900.000 € ≤ 10 Verkürzte Bilanz, kein Anhang bei Angaben unter Bilanz, kein Lagebericht
Klein (§ 267 Abs. 1) ≤ 7,5 Mio. € ≤ 15 Mio. € ≤ 50 Verkürzte Bilanz/GuV, verkürzter Anhang, kein Lagebericht
Mittel (§ 267 Abs. 2) ≤ 25 Mio. € ≤ 50 Mio. € ≤ 250 Lagebericht erforderlich, erweiterte Offenlegung
Groß (§ 267 Abs. 3) Darüber hinaus Darüber hinaus > 250 Vollständige Offenlegung, ggf. Prüfungspflicht

Praxishinweis

Stand 2026 gelten die durch das MicroBilG und RechModG angepassten Schwellenwerte. Zwei von drei Kriterien müssen an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- bzw. unterschritten werden, damit ein Größenklassenwechsel eintritt (§ 267 Abs. 4 HGB).

Freiberufler, die eine GmbH gründen, sollten von Anfang an professionelle Unterstützung nutzen. OnlineBilanz bietet Jahresabschlüsse für GmbHs durch zugelassene Steuerberater zu transparenten Festpreisen – digital koordiniert, ohne Wartezeiten.

Gewerbesteuer und gewerbliche Infektion: Risiken für Freiberufler

Einer der größten Vorteile der Freiberuflichkeit ist die Befreiung von der Gewerbesteuer. Während Gewerbetreibende Gewerbesteuer ab einem Gewerbeertrag von 24.500 Euro zahlen müssen, bleibt diese Steuer für Freiberufler vollständig entfallen – sofern die freiberufliche Tätigkeit nicht durch gewerbliche Elemente überlagert wird.

Was ist gewerbliche Infektion?

Von gewerblicher Infektion (auch: gewerbliche Prägung) spricht man, wenn eine ursprünglich freiberufliche Tätigkeit durch hinzutretende gewerbliche Aktivitäten ihren Charakter verliert. Die Folge: Die gesamte Tätigkeit wird steuerlich als Gewerbebetrieb behandelt – mit allen Konsequenzen:

  • Gewerbesteuerpflicht: Der gesamte Gewinn unterliegt der Gewerbesteuer (Hebesatz je nach Gemeinde zwischen 200 % und 900 %, typisch 350–450 %)
  • Buchführungspflicht: Bei Überschreiten der Schwellenwerte (800.000 € Umsatz oder 80.000 € Gewinn) nach § 141 AO entsteht Bilanzierungspflicht
  • Gewerbeanmeldung: Pflicht zur Anmeldung nach § 14 GewO
  • IHK-Beitragspflicht: Zwangsmitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer mit jährlichen Beiträgen

Typische Risikofälle

Besonders gefährdet sind Architekturbüros mit Bauträgeraktivitäten, IT-Freelancer mit Produktvertrieb, Unternehmensberater mit Vermittlungsprovisionen, Ärzte mit Verkauf von Medizinprodukten und Künstler mit gewerblichem Merchandising. In allen Fällen kann die gewerbliche Komponente die freiberufliche Haupttätigkeit infizieren.

Abgrenzungskriterien der Finanzverwaltung

Ob eine gewerbliche Infektion vorliegt, prüft das Finanzamt anhand mehrerer Kriterien:

  • Verhältnis der Umsätze: Übersteigen gewerbliche Umsätze 3–5 % der Gesamtumsätze?
  • Qualitative Bedeutung: Ist die gewerbliche Tätigkeit für den Betrieb wesentlich oder nur akzessorisch?
  • Personaleinsatz: Werden für die gewerbliche Tätigkeit eigene Mitarbeiter beschäftigt?
  • Außenwirkung: Tritt das Unternehmen nach außen auch als Gewerbetreibender auf?
  • Einheitlichkeit: Sind freiberufliche und gewerbliche Tätigkeit organisatorisch getrennt?

„Bei unseren Mandanten prüfen wir im Rahmen der Jahresabschlusserstellung oder EÜR-Erstellung systematisch, ob Risiken einer gewerblichen Infektion bestehen. Eine frühzeitige Trennung der Tätigkeiten – etwa durch Ausgliederung gewerblicher Aktivitäten in eine separate Gesellschaft – kann die Freiberuflichkeit sichern und erhebliche Steuerbelastungen vermeiden.“

— Das OnlineBilanz Steuerberater-Team

Gestaltungsmöglichkeiten

Um eine gewerbliche Infektion zu vermeiden, stehen verschiedene Gestaltungswege zur Verfügung:

Tätigkeitsbeschränkung

Gewerbliche Nebentätigkeiten konsequent unterlassen oder auf ein Mindestmaß beschränken (unter 3 % der Gesamtumsätze).

Organisatorische Trennung

Gründung einer separaten GmbH für gewerbliche Aktivitäten. Die freiberufliche Tätigkeit bleibt in der Personengesellschaft oder Einzelpraxis gewerbesteuerfrei.

Partnerschaftsgesellschaft und andere Rechtsformen für Freiberufler

Freiberufler, die sich mit Kollegen zusammenschließen möchten, haben mehrere Rechtsformoptionen. Die Wahl der Rechtsform entscheidet nicht nur über Haftung und Außenwirkung, sondern auch über Buchführungs- und Bilanzierungspflichten.

Partnerschaftsgesellschaft (PartG / PartG mbB)

Die Partnerschaftsgesellschaft nach dem PartGG ist die klassische Rechtsform für den Zusammenschluss von Freiberuflern (z.B. Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte, Architekten). Sie bietet wesentliche Vorteile:

  • Keine Bilanzierungspflicht: Die PartG bleibt wie der Einzelfreiberufler zur EÜR berechtigt (§ 4 Abs. 3 EStG), solange keine gewerbliche Infektion vorliegt
  • Gewerbesteuerfreiheit: Einkünfte bleiben freiberuflich nach § 18 EStG
  • Haftungsbeschränkung: Bei der PartG mbB (mit beschränkter Berufshaftung) haftet nur der fehlerverursachende Partner persönlich, die übrigen Partner sind geschützt
  • Partnerschaftsregister: Eintragung erfolgt im Partnerschaftsregister (nicht Handelsregister), Führung der Berufsbezeichnung im Namen

Steuerliche Transparenz

Die Partnerschaftsgesellschaft ist steuerlich transparent: Sie selbst ist nicht Steuersubjekt, sondern die Gewinne werden anteilig den Partnern zugerechnet und bei diesen als Einkünfte aus selbständiger Arbeit (§ 18 EStG) besteuert. Jeder Partner erstellt seine eigene Einkommensteuererklärung.

GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts)

Die GbR ist die einfachste Form des Zusammenschlusses und entsteht bereits durch faktische Zusammenarbeit (§ 705 BGB). Auch sie bleibt zur EÜR berechtigt, sofern alle Gesellschafter freiberuflich tätig sind. Allerdings fehlt eine Haftungsbeschränkung: Alle Gesellschafter haften persönlich und gesamtschuldnerisch.

Kapitalgesellschaften: GmbH und UG

Freiberufler können ihre Tätigkeit auch in einer GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) ausüben. Dies ist insbesondere bei größeren Organisationen oder aus Haftungsgründen sinnvoll. Der wesentliche Nachteil:

  • Volle Bilanzierungspflicht: Jede Kapitalgesellschaft muss unabhängig von Umsatz und Gewinn Jahresabschlüsse nach HGB erstellen (§ 242, § 264 HGB)
  • Offenlegungspflicht: Veröffentlichung im Unternehmensregister nach § 325 HGB
  • Gesellschaftsteuer: Gewinne unterliegen der Körperschaftsteuer (15 %) zzgl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer
  • Doppelbesteuerung: Gewinnausschüttungen an Gesellschafter werden bei diesen nochmals mit Abgeltungsteuer oder individuellem Steuersatz (Teileinkünfteverfahren) besteuert
Rechtsform Bilanzierungspflicht Gewerbesteuer Haftung
Einzelfreiberufler Nein (EÜR) Nein Unbeschränkt persönlich
GbR (freiberuflich) Nein (EÜR) Nein Gesamtschuldnerisch persönlich
PartG / PartG mbB Nein (EÜR) Nein Persönlich / beschränkt auf Fehlerverursacher
GmbH / UG Ja (§ 238 HGB) Ja Beschränkt auf Stammkapital

„Für die meisten Freiberufler-Zusammenschlüsse empfehlen wir die Partnerschaftsgesellschaft mbB: Sie vereint Haftungsschutz, steuerliche Transparenz und den Verzicht auf Bilanzierungspflichten. Die GmbH ist nur bei sehr großen Strukturen oder besonderen Haftungsrisiken die bessere Wahl.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Praxistipps: Gewinnermittlung und Steueroptimierung für Freiberufler

Auch ohne Bilanzierungspflicht sollten Freiberufler ihre Gewinnermittlung sorgfältig und strukturiert durchführen. Eine korrekte EÜR ist nicht nur steuerliche Pflicht, sondern auch Grundlage für betriebswirtschaftliche Entscheidungen und Finanzierungsgespräche.

Anforderungen an die Buchführung bei EÜR

Auch wenn Freiberufler nicht buchführungspflichtig sind, müssen sie ihre Einnahmen und Ausgaben aufzeichnen und belegen können (§ 146 AO). Konkret bedeutet das:

  • Belegablage: Alle Eingangs- und Ausgangsrechnungen sowie Quittungen müssen zehn Jahre aufbewahrt werden (§ 147 AO)
  • Kassenbuch: Bei Bargeschäften ist ein Kassenbuch zu führen, das die täglichen Einnahmen und Ausgaben dokumentiert
  • Anlagenverzeichnis: Wirtschaftsgüter über 800 € (GWG-Grenze 2026: 1.000 €) sind in einem Verzeichnis zu erfassen und über die Nutzungsdauer abzuschreiben
  • Fahrten- und Reisekostenaufzeichnungen: Bei der Nutzung von Fahrzeugen muss ein Fahrtenbuch geführt werden, wenn die 1-%-Regelung nicht angewandt wird
  • Privatentnahmen/-einlagen: Private Entnahmen und Einlagen sind zu dokumentieren

Steueroptimierung innerhalb der EÜR

Das Zufluss-Abfluss-Prinzip der EÜR bietet Gestaltungsspielräume, die in der Bilanzierung nicht existieren:

Verschiebung von Einnahmen

Rechnungsstellung und Zahlungszeitpunkte können – im Rahmen der üblichen Geschäftsbeziehungen – so gesteuert werden, dass Einnahmen in ein steuerlich günstiges Jahr fallen.

Vorziehen von Ausgaben

Betriebliche Anschaffungen können zum Jahresende vorgezogen werden, um den Gewinn im laufenden Jahr zu mindern (z.B. Computerhardware, Büromöbel, Fachliteratur).

Investitionsabzugsbetrag

Nach § 7g EStG können bis zu 50 % der geplanten Anschaffungskosten für künftige Investitionen (bewegliche Wirtschaftsgüter) vorab gewinnmindernd berücksichtigt werden.

Gestaltungsmissbrauch vermeiden

Zahlungszeitpunkte dürfen nicht künstlich manipuliert werden. Die Finanzverwaltung prüft kritisch, wenn Zahlungen systematisch zum Jahresende oder -anfang konzentriert werden. Geschäftsvorfall und Zahlung müssen in einem sachlichen und zeitlichen Zusammenhang stehen (§ 42 AO Missbrauchsvermeidung).

Häufige Fehler bei der EÜR

In der Beratungspraxis sehen wir immer wieder dieselben Fehlerquellen, die zu Nachforderungen oder Schätzungen durch das Finanzamt führen:

  • Private Lebenshaltungskosten (Lebensmittel, Kleidung, Hobbys) als Betriebsausgaben gebucht
  • Umsatzsteuer-Voranmeldungen und EÜR stimmen nicht überein (unterschiedliche Erfassungszeitpunkte)
  • Keine Trennung zwischen Betriebsvermögen und Privatvermögen (z.B. gemischt genutzte Räume ohne Aufteilung)
  • Fehlende Belege oder unvollständige Aufzeichnungen
  • Falsche Abschreibungsdauern oder vergessene GWG-Sofortabschreibungen
  • Nicht abziehbare Betriebsausgaben (z.B. Geldbußen, unangemessene Bewirtungskosten)

„Eine saubere, laufende Belegerfassung spart am Jahresende viel Zeit und Nerven. Wer seine Buchhaltung kontinuierlich führt und quartalsweise mit dem Steuerberater abstimmt, vermeidet Überraschungen und kann gezielt steuern. OnlineBilanz koordiniert solche laufenden Prozesse digital und transparent – unsere Mandanten haben jederzeit Überblick über ihre steuerliche Situation.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Freiberufler, die ihre Einnahmen-Überschuss-Rechnung professionell durch einen Steuerberater erstellen lassen möchten, finden auf OnlineBilanz.de digitale Steuerberater-Leistungen mit transparenten Festpreisen. Die Mandanten laden ihre Belege hoch, das OnlineBilanz Steuerberater-Team erstellt die EÜR und die vollständige Steuererklärung – rechtsverbindlich und fristgerecht.

Häufig gestellte Fragen

Können Freiberufler von der EÜR zur Bilanz wechseln und umgekehrt?

Ein Wechsel von der EÜR zur Bilanzierung ist freiwillig möglich, bindet aber langfristig: Wer einmal freiwillig Bücher führt, muss dies mindestens drei Jahre fortführen. Der Wechsel zurück zur EÜR erfordert die Zustimmung des Finanzamts und eine Übergangsgewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 EStG, um stille Reserven zu erfassen. Ein unüberlegter Wechsel kann steuerliche Nachteile auslösen.

Welche Aufzeichnungspflichten haben Freiberufler neben der EÜR?

Auch ohne Bilanzierungspflicht müssen Freiberufler alle Betriebseinnahmen und -ausgaben einzeln, zeitnah und nachvollziehbar aufzeichnen (§ 4 Abs. 3 EStG, § 22 UStG). Bei Umsätzen über 600.000 Euro jährlich ist die EÜR elektronisch nach amtlichem Datensatz (Anlage EÜR) einzureichen. Kassenbücher, Rechnungen und Belege müssen zehn Jahre aufbewahrt werden.

Welche Rolle spielt die Rechtsform für die Bilanzierungspflicht bei Freiberuflern?

Die Rechtsform ist entscheidend: Freiberufler-Einzelunternehmen und GbR bleiben bei der EÜR. Partnerschaftsgesellschaften (PartG, PartG mbB) bleiben ebenfalls bei der EÜR, da sie keine Kaufleute sind. Bei einer Freiberufler-GmbH oder UG besteht hingegen immer Bilanzierungspflicht nach § 264 HGB, unabhängig von Umsatz oder Gewinn.

Was passiert, wenn ein Freiberufler nachträglich als Gewerbetreibender eingestuft wird?

Eine nachträgliche Umqualifikation durch das Finanzamt führt zur rückwirkenden Bilanzierungspflicht, falls die Schwellenwerte nach § 141 AO überschritten wurden. Zudem wird Gewerbesteuer fällig, und bisherige EÜR-Gewinnermittlungen müssen ggf. korrigiert werden. Im schlimmsten Fall drohen Nachzahlungen, Zinsen nach § 233a AO und die Pflicht zur nachträglichen Erstellung von Bilanzen für mehrere Jahre.

Kann ein Freiberufler auch freiwillig eine Bilanz erstellen, ohne zur Buchführung verpflichtet zu sein?

Ja, Freiberufler können jederzeit freiwillig eine Bilanz erstellen, etwa für Bankgespräche oder Investorensuche. Diese freiwillige Bilanz begründet aber keine dauerhafte Buchführungspflicht, solange keine freiwillige Anmeldung beim Finanzamt erfolgt. Wichtig: Einmal angemeldet, bindet die freiwillige Bilanzierung für mindestens drei Jahre.

Welche steuerlichen Vorteile bietet die EÜR gegenüber der Bilanzierung?

Die EÜR ist einfacher: Gewinn = Einnahmen minus Ausgaben im Zu- und Abflussprinzip (§ 11 EStG). Es entfallen Abschreibungstabellen, Rückstellungen, Bewertungsfragen und die Pflicht zur Inventur. Zudem ist keine elektronische Übermittlung der E-Bilanz nach § 5b EStG nötig. Der Aufwand und die Kosten für Steuerberater fallen deutlich geringer aus.

Hinweis: Dieser Artikel dient zu allgemeinen Informationszwecken. Für Ihren konkreten Jahresabschluss erstellt ein zugelassener Steuerberater von OnlineBilanz die Bilanz, prüft sie fachlich und unterzeichnet rechtsverbindlich. Gesetzliche Grundlagen: Einkommensteuergesetz (EStG), Handelsgesetzbuch (HGB), Abgabenordnung (AO), GmbH-Gesetz (GmbHG). Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Lernen Sie uns unverbindlich kennen. Im kurzen Kennenlerngespräch klären wir Ihre Situation und Sie erfahren, was Ihr Jahresabschluss bei uns kostet – zum Festpreis, ohne Kleingedrucktes.

  • 01
    Ihre SituationRechtsform, Geschäftsjahr, Stand der Buchhaltung – wir hören zu.
  • 02
    Ihr FestpreisSie erhalten eine ehrliche Einschätzung, was die Erstellung kostet.
  • 03
    Die nächsten SchritteWenn es passt: Unterlagen digital einreichen – wir übernehmen den Rest.
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Erstellen Sie einfach gleich Ihr Konto – wir rufen Sie in jedem Fall für ein persönliches Kennenlernen an. Und auch danach können Sie jederzeit ein Gespräch direkt im Mandantenportal buchen.

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Steuerberatung,
die hält, was sie verspricht.

Verpasste Fristen, unbeantwortete Fragen, unklare Rechnungen – das kennen viele. Bei OnlineBilanz ist das anders. Ihr Steuerberater behält den Überblick, hält Fristen ein und meldet sich, bevor Probleme entstehen.

4
Köpfe
20+
Jahre Erfahrung
3
Kammern
Dr. Martin Pilz
Unternehmer Gründer
Dr. Martin Pilz
Geschäftsführer · CEO

Kein Steuerberater. Verantwortet Strategie, Produkt und Mandats­beziehung. Die steuerliche Beratung erfolgt ausschließlich durch die drei Berufsträger rechts.

Fabian Klement
WP StB Dipl.-Kfm.
Fabian Klement
Wirtschaftsprüfer & Steuerberater

Schwerpunkt Jahres­abschluss­prüfung, Konzern­reporting und E‑Bilanz. Qualitäts­sicherung aller Abschlüsse.

Jakob Röß
StB Dipl.-Kfm. Dipl.-Vw.
Jakob Röß
Steuerberater

Betreuung von mittel­ständischen GmbH, Frei­beruflern und Kapital­gesell­schaften.

Dr. Jeannine Dinnebier
RA Dr. iur. Dipl.-Vw.
Dr. Jeannine Dinnebier
Rechts­anwältin · Steuerrecht

Verantwortet Steuer­streit, Betriebs­prüfungen und rechts­sichere Gestaltung. Promoviert im Steuerrecht.

Geprüft & kammer­pflichtig Mitgliedschaften & Zulassungen
S
Steuerberater­kammerPflichtmitgliedschaft
W
Wirtschafts­prüfer­kammerZulassung nach WPO
R
Rechts­anwalts­kammerFachbereich Steuerrecht
D
DATEV‑PartnerSchnittstellen­zertifiziert
Kontakt & häufige Fragen

Ihre Fragen.
Unsere Antworten.

Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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