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Datum

Lesedauer

9–14 Minuten


OnlineBilanzBlogBilanzierungsstandards

Bilanzierungsstandards 2026: HGB, IFRS & GAAP im Vergleich

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Der richtige Bilanzierungsstandard ist entscheidend für jeden Jahresabschluss. HGB, IFRS und US-GAAP unterscheiden sich grundlegend in Ansatz, Bewertung und Ausweis. Dieser Artikel erklärt, welche Regeln für welches Unternehmen gelten und welche Konsequenzen Fehler haben können. Für eine regelkonforme Erstellung nach dem jeweiligen Standard empfiehlt sich der Einsatz passender Jahresabschluss Software, die die Anforderungen des gewählten Rechnungslegungsstandards zuverlässig abbildet.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

In Deutschland gilt für die meisten Unternehmen das HGB als Bilanzierungsstandard. Börsennotierte Konzerne müssen ihren Konzernabschluss nach IFRS erstellen. US-GAAP ist nur für Unternehmen mit US-Börsennotierung relevant. Die Wahl des Standards beeinflusst Ansatz, Bewertung und Ausweis aller Bilanzpositionen.

Was ist ein Bilanzierungsstandard?

Ein Bilanzierungsstandard ist ein verbindliches Regelwerk für die Erstellung und Darstellung von Jahresabschlüssen. Er legt fest, welche Bilanzpositionen anzusetzen sind, wie Vermögenswerte und Schulden zu bewerten sind und welche Informationen im Anhang offengelegt werden müssen.

Bilanzierungsstandards schaffen Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen. Sie ermöglichen Banken, Investoren, Geschäftspartnern und Behörden eine sachgerechte Beurteilung der wirtschaftlichen Lage. Ohne einheitliche Standards würde jedes Unternehmen nach eigenen Maßstäben bilanzieren – Transparenz und Vertrauen wären nicht gewährleistet.

In Deutschland existieren mehrere Bilanzierungsstandards nebeneinander. Die Anwendung hängt von Rechtsform, Größe, Kapitalmarktorientierung und internationaler Ausrichtung des Unternehmens ab. Die drei wichtigsten Standards sind HGB, IFRS und US-GAAP.

Hinweis

Die Wahl des Bilanzierungsstandards ist nicht beliebig. Sie ergibt sich aus gesetzlichen Vorschriften (§ 315e HGB) oder vertraglichen Vereinbarungen mit Investoren und Kreditgebern.

HGB – Handelsgesetzbuch

Das Handelsgesetzbuch ist der mit Abstand wichtigste Bilanzierungsstandard in Deutschland. Es gilt für alle Kaufleute, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften, die nicht zur Anwendung internationaler Standards verpflichtet sind.

Das HGB folgt konsequent dem Vorsichtsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB. Im Zweifel wird ein niedrigerer Wert angesetzt, um Gläubiger zu schützen. Gewinne werden erst ausgewiesen, wenn sie realisiert sind. Drohende Verluste müssen sofort berücksichtigt werden.

Zentrale Merkmale der HGB-Bilanzierung

  • Gliederungsschemata nach § 266 HGB (Bilanz) und § 275 HGB (GuV)
  • Bewertung zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  • Strenges Anschaffungskostenprinzip bei immateriellen Vermögensgegenständen
  • Umgekehrte Maßgeblichkeit: Handelsbilanz beeinflusst Steuerbilanz
  • Anhang und Lagebericht nach §§ 284-289 HGB

Der HGB-Abschluss ist sowohl handelsrechtlich als auch steuerrechtlich relevant. Er bildet die Grundlage für die steuerliche Gewinnermittlung nach § 5 Abs. 1 EStG und ist eng mit den Anforderungen der Finanzverwaltung verknüpft.

3

Größenklassen nach § 267 HGB

12 Monate

Offenlegungsfrist nach § 325 HGB

500-25.000 €

Ordnungsgeld nach § 335 HGB

„Das HGB ist für über 95 % aller deutschen Kapitalgesellschaften der maßgebliche Bilanzierungsstandard. Seine Kenntnis ist für Geschäftsführer unverzichtbar, da Verstöße gegen Bilanzierungsvorschriften haftungsrelevant sein können.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

IFRS – Internationale Standards

Die International Financial Reporting Standards (IFRS) sind ein internationales Regelwerk für kapitalmarktorientierte Unternehmen. In Deutschland sind börsennotierte Konzerne nach § 315e HGB verpflichtet, ihren Konzernabschluss nach IFRS zu erstellen.

Die IFRS unterscheiden sich grundlegend vom HGB. Sie verfolgen das Ziel der Informationsvermittlung an Investoren, nicht den Gläubigerschutz. Im Vordergrund steht die Darstellung der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens.

Zentrale Unterschiede zum HGB

HGB

  • Vorsichtsprinzip dominiert
  • Anschaffungskostenprinzip
  • Strenges Realisationsprinzip
  • Stille Reserven erlaubt
  • Gläubigerschutz im Fokus

IFRS

  • Fair Value Bewertung möglich
  • Zeitwertbilanzierung üblich
  • Frühere Gewinnrealisierung
  • Transparenzorientierung
  • Investorenorientierung

IFRS-Abschlüsse sind grundsätzlich umfangreicher als HGB-Abschlüsse. Sie erfordern detaillierte Anhangangaben (Notes), Segmentberichterstattung und Cashflow-Rechnungen. Die Erstellung ist deutlich aufwendiger und erfordert spezialisiertes Fachpersonal.

Achtung

IFRS-Abschlüsse sind steuerlich nicht maßgeblich. Für steuerliche Zwecke muss parallel eine Steuerbilanz nach deutschen Vorschriften erstellt werden.

US-GAAP – Amerikanische Rechnungslegung

Die United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) sind das Regelwerk für Unternehmen, die an US-amerikanischen Börsen notiert sind. Für deutsche Unternehmen ist dieser Standard nur relevant, wenn sie in den USA Kapital aufnehmen oder dort börsennotiert sind.

US-GAAP ist extrem detailliert und regelbasiert. Während IFRS auf Prinzipien basiert, bietet US-GAAP für nahezu jede denkbare Bilanzierungsfrage eine konkrete Vorschrift. Dies führt zu einem umfangreichen, aber auch sehr präzisen Regelwerk.

Besonderheiten von US-GAAP

  • Regelbasierter Ansatz statt prinzipienorientiert
  • Sehr detaillierte Einzelregelungen (Codification)
  • Strengere Enforcement durch SEC (Securities and Exchange Commission)
  • Quarterly Reports (10-Q) und Annual Reports (10-K) vorgeschrieben
  • Starke Betonung von Bilanzierungswahlrechten

Die Konvergenz zwischen IFRS und US-GAAP wurde über Jahre angestrebt, ist aber nur teilweise erreicht. Wesentliche Unterschiede bestehen weiterhin bei der Bilanzierung von Leasingverhältnissen, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie bei der Bewertung von Vorräten.

Vergleich der Standards

Die drei großen Bilanzierungsstandards unterscheiden sich in Zielsetzung, Bewertungsmethoden und Detailtiefe erheblich. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede.

Merkmal HGB IFRS US-GAAP
Grundprinzip Vorsichtsprinzip Fair Presentation True and Fair View
Zielsetzung Gläubigerschutz Investoreninformation Investoreninformation
Bewertung Anschaffungskosten Fair Value möglich Mixed Model
Steuerliche Relevanz Ja (Maßgeblichkeit) Nein Nein
Anwendungsbereich Deutschland EU-Konzerne USA
Regelungstiefe Mittel Prinzipienorientiert Sehr detailliert

Bewertungsunterschiede am Beispiel

Ein Grundstück wird nach HGB mit Anschaffungskosten bewertet, Wertsteigerungen bleiben unberücksichtigt. Nach IFRS kann es zum Fair Value bewertet werden, wenn das Unternehmen das Neubewertungsmodell wählt. Nach US-GAAP gilt ebenfalls das Anschaffungskostenprinzip, allerdings mit detaillierten Impairment-Regelungen.

Hinweis

Die Wahl des Bilanzierungsstandards kann erheblichen Einfluss auf die dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Eigenkapitalquoten können je nach Standard um 10-30 % variieren.

Welcher Standard gilt für Ihr Unternehmen?

Die Anwendung des richtigen Bilanzierungsstandards ist keine Wahlmöglichkeit, sondern ergibt sich aus gesetzlichen Vorschriften. Die Zuordnung hängt von Rechtsform, Größe und Kapitalmarktorientierung ab.

Entscheidungsbaum für deutsche Unternehmen

  • Börsennotierter Konzern: IFRS-Konzernabschluss verpflichtend nach § 315e HGB
  • Nicht börsennotierte Kapitalgesellschaft: HGB-Abschluss nach §§ 242 ff. HGB
  • Tochter eines US-Konzerns: Möglicherweise zusätzlich US-GAAP für Reporting
  • Personengesellschaft: HGB-Abschluss, wenn buchführungspflichtig
  • Kleinstkapitalgesellschaft: HGB mit Erleichterungen nach § 267a HGB

Nicht börsennotierte Konzerne können nach § 315e Abs. 3 HGB freiwillig einen IFRS-Konzernabschluss erstellen. Dies ist sinnvoll, wenn internationale Investoren oder Kreditgeber dies verlangen oder eine Börsennotierung geplant ist.

Klein

  • HGB mit Erleichterungen
  • Vereinfachter Anhang
  • Kein Lagebericht

Mittelgroß

  • HGB-Vollabschluss
  • Anhang erforderlich
  • Lagebericht erforderlich

Groß

  • HGB-Vollabschluss
  • Erweiterte Pflichten
  • Prüfungspflicht

„Die korrekte Größenklassifizierung ist entscheidend für den Umfang der Offenlegungspflichten. Eine Fehleinschätzung kann zu Ordnungsgeldverfahren durch das Bundesamt für Justiz führen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Grundprinzipien der Bilanzierung

Unabhängig vom gewählten Standard gelten bestimmte Grundprinzipien, die eine ordnungsgemäße Rechnungslegung sicherstellen. Diese sind im HGB in § 252 HGB kodifiziert.

Allgemeine Bilanzierungsgrundsätze nach § 252 HGB

  • Bilanzidentität: Eröffnungsbilanz = Schlussbilanz des Vorjahres
  • Going Concern: Unternehmensfortführung wird unterstellt
  • Einzelbewertung: Jeder Vermögensgegenstand wird separat bewertet
  • Vorsichtsprinzip: Verluste antizipieren, Gewinne erst bei Realisation
  • Periodisierung: Aufwendungen und Erträge dem richtigen Jahr zuordnen
  • Bewertungsstetigkeit: Beibehaltung der Bewertungsmethoden

Diese Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) sind auch bei IFRS und US-GAAP weitgehend anerkannt, werden dort aber teilweise anders gewichtet. Das Vorsichtsprinzip spielt bei IFRS eine geringere Rolle als beim HGB.

Vollständigkeit und Klarheit

Nach § 246 Abs. 1 HGB sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten sowie Aufwendungen und Erträge vollständig zu erfassen. Verrechnungen zwischen Aktiv- und Passivposten sind nach § 246 Abs. 2 HGB grundsätzlich verboten.

Achtung

Verstöße gegen das Vollständigkeitsgebot können zur Nichtigkeit des Jahresabschlusses führen und sind nach § 283b StGB als Bankrott strafbar.

Besonderheiten bei Konzernabschlüssen

Konzernabschlüsse folgen besonderen Regelungen. Nach §§ 290 ff. HGB müssen Mutterunternehmen einen konsolidierten Abschluss erstellen, wenn sie ein oder mehrere Tochterunternehmen kontrollieren.

Börsennotierte Konzerne sind nach § 315e HGB verpflichtet, den Konzernabschluss nach IFRS zu erstellen. Der Einzelabschluss der Muttergesellschaft muss jedoch weiterhin nach HGB aufgestellt werden, da er steuerlich maßgeblich ist.

Konsolidierungsschritte

  1. Vereinheitlichung der Einzelabschlüsse (Harmonisierung)
  2. Kapitalkonsolidierung (Eliminierung von Beteiligungen)
  3. Schuldenkonsolidierung (Eliminierung konzerninterner Forderungen/Verbindlichkeiten)
  4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung (Eliminierung konzerninterner Lieferungen)
  5. Zwischenergebniseliminierung (Eliminierung nicht realisierter Gewinne)

Die Konsolidierung nach IFRS unterscheidet sich in Details vom HGB. Insbesondere die Goodwill-Bilanzierung (IFRS 3) und die Behandlung von assoziierten Unternehmen (IAS 28) weichen ab.

Hinweis

Konzerne mit weniger als 250 Mitarbeitern, 20 Mio. € Bilanzsumme und 40 Mio. € Umsatz können nach § 293 HGB von der Konzernrechnungslegungspflicht befreit sein.

Konsequenzen bei falscher Anwendung

Die falsche Anwendung von Bilanzierungsstandards hat ernsthafte rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen. Geschäftsführer haften persönlich für die ordnungsgemäße Erstellung des Jahresabschlusses nach § 43 GmbHG.

Rechtliche Folgen

  • Ordnungsgeldverfahren: 500 bis 25.000 € nach § 335 HGB bei verspäteter oder fehlerhafter Offenlegung
  • Versagung der Feststellung: Gesellschafterversammlung kann fehlerhaften Abschluss ablehnen
  • Haftung des Geschäftsführers: Schadensersatz nach § 43 Abs. 2 GmbHG
  • Strafrecht: Falsche Bilanzierung kann § 283b StGB (Bankrott) erfüllen
  • Prüfervermerk: Versagung oder Einschränkung bei wesentlichen Fehlern

Seit dem DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie) erfolgt die Offenlegung ausschließlich beim Unternehmensregister. Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach Bilanzstichtag (31.12.2025 → Offenlegung bis 31.12.2026).

Wirtschaftliche Folgen

Kreditwürdigkeit

Banken verlangen korrekte Abschlüsse

Investorenvertrauen

Fehler schrecken Kapitalgeber ab

Geschäftsbeziehungen

Lieferanten prüfen Bonität

Achtung

Das Bundesamt für Justiz prüft systematisch die Einhaltung der Offenlegungspflichten. Verstöße werden konsequent mit Ordnungsgeldern geahndet. Eine nachträgliche Heilung ist möglich, verhindert aber nicht das Ordnungsgeld.

Praktische Umsetzung

Die korrekte Anwendung des Bilanzierungsstandards erfordert Fachkenntnis und systematisches Vorgehen. Moderne Softwarelösungen wie OnlineBilanz unterstützen bei der standardkonformen Erstellung.

Schritte zur standardgerechten Jahresabschlusserstellung

  • Zutreffenden Bilanzierungsstandard identifizieren (HGB/IFRS/US-GAAP)
  • Größenklasse nach § 267 HGB bestimmen
  • Gliederungsschema nach § 266 HGB (Bilanz) und § 275 HGB (GuV) anwenden
  • Bewertungsmethoden standardkonform festlegen und dokumentieren
  • Anhang mit allen erforderlichen Pflichtangaben erstellen
  • Bei mittleren/großen Gesellschaften: Lagebericht nach § 289 HGB
  • Jahresabschluss durch Gesellschafterversammlung feststellen lassen
  • Fristgerecht beim Unternehmensregister offenlegen

Die Feststellungsfrist beträgt bei kleinen Kapitalgesellschaften 11 Monate, bei mittelgroßen und großen 8 Monate nach § 42a GmbHG. Die Offenlegung muss innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag erfolgen.

Unterstützung durch Fachsoftware

OnlineBilanz führt Sie durch alle Schritte der HGB-konformen Jahresabschlusserstellung. Das System berücksichtigt automatisch Ihre Größenklasse, bietet die korrekten Gliederungsschemata und prüft die Vollständigkeit aller Pflichtangaben.

Vorteile digitaler Erstellung

  • Automatische Größenklassifizierung
  • Vordefinierte HGB-Gliederungsschemata
  • Vollständigkeitsprüfung
  • Direkte Übermittlung ans Unternehmensregister
  • Revisionssichere Archivierung

Typische Fehlerquellen vermeiden

  • Falsche Größenklasse angesetzt
  • Unvollständige Anhangangaben
  • Bewertungsfehler bei Rückstellungen
  • Fehlende Anlagenentwicklung
  • Verstoß gegen Bilanzidentität

„Die systematische Nutzung von Fachsoftware reduziert das Fehlerrisiko erheblich. Geschäftsführer erfüllen damit ihre Sorgfaltspflichten und minimieren Haftungsrisiken. Die Investition rechnet sich bereits beim ersten Ordnungsgeldverfahren, das vermieden wird.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Häufig gestellte Fragen

Welcher Bilanzierungsstandard gilt für eine deutsche GmbH?

Für eine deutsche GmbH gilt grundsätzlich das HGB als Bilanzierungsstandard. Nur wenn die GmbH börsennotiert ist und einen Konzernabschluss erstellen muss, ist dieser nach § 315e HGB nach IFRS aufzustellen. Der Einzelabschluss bleibt jedoch auch bei börsennotierten Gesellschaften HGB-pflichtig, da er steuerlich maßgeblich ist.

Kann ein Unternehmen freiwillig zwischen HGB und IFRS wählen?

Nicht börsennotierte Konzerne können nach § 315e Abs. 3 HGB freiwillig einen IFRS-Konzernabschluss erstellen. Für Einzelabschlüsse bleibt das HGB verpflichtend, da nur dieses steuerlich anerkannt ist. Eine freie Wahl zwischen den Standards existiert nicht – die Anwendung ergibt sich aus gesetzlichen Vorschriften.

Was passiert bei Verstößen gegen Bilanzierungsstandards?

Verstöße können zu Ordnungsgeldern von 500 bis 25.000 Euro nach § 335 HGB führen. Der Abschlussprüfer kann den Bestätigungsvermerk versagen. Geschäftsführer haften persönlich nach § 43 Abs. 2 GmbHG für Schäden aus fehlerhafter Bilanzierung. In schweren Fällen sind strafrechtliche Konsequenzen nach § 283b StGB (Bankrott) möglich.

Wo muss der Jahresabschluss 2026 offengelegt werden?

Die Offenlegung erfolgt seit dem DiRUG (01.08.2022) ausschließlich beim Unternehmensregister. Die Frist beträgt 12 Monate nach Bilanzstichtag. Für den Jahresabschluss zum 31.12.2025 ist die Offenlegung bis 31.12.2026 erforderlich. Verspätete Offenlegung führt zu Ordnungsgeldverfahren durch das Bundesamt für Justiz.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: HGB-Jahresabschluss, Offenlegung, Bilanz erstellen. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

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Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
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