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Datum

Lesedauer

10–15 Minuten


OnlineBilanzBlogErfolgsrechnung erstellen

Erfolgsrechnung erstellen 2026: Leitfaden für GmbH & UG

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Erfolgsrechnung zeigt, wie sich das wirtschaftliche Ergebnis eines Unternehmens zusammensetzt. Sie ist die betriebswirtschaftliche Grundlage der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und unverzichtbar für fundierte Geschäftsentscheidungen. Dieser Leitfaden erklärt Aufbau, Erstellung und rechtliche Anforderungen nach HGB – ob mit professioneller Unterstützung durch einen Steuerberater in Hamburg, durch einen Bilanzbuchhalter beim Jahresabschluss oder wenn Sie Ihre Bilanz ohne Steuerberater erstellen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss reibungslos und fristgerecht abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Die Erfolgsrechnung stellt Erträge und Aufwendungen eines Geschäftsjahres gegenüber und zeigt das wirtschaftliche Ergebnis. Sie bildet die Grundlage für die GuV nach § 275 HGB und ist für Kapitalgesellschaften Teil des Jahresabschlusses gemäß § 242 HGB. Banken, Investoren und Finanzbehörden nutzen sie zur Beurteilung der Ertragslage.

Was ist eine Erfolgsrechnung?

Die Erfolgsrechnung zeigt, wie sich das unternehmerische Ergebnis eines Geschäftsjahres zusammensetzt. Sie stellt Erträge und Aufwendungen gegenüber und weist aus, ob das Unternehmen Gewinn oder Verlust erzielt hat.

Während die Bilanz nach § 242 HGB einen Stichtag abbildet (z. B. 31.12.2025), erfasst die Erfolgsrechnung einen Zeitraum – typischerweise das gesamte Geschäftsjahr. Sie ist damit das zentrale Instrument zur Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Die Erfolgsrechnung bildet die betriebswirtschaftliche Grundlage für die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), die als Teil des Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 1 HGB für Kapitalgesellschaften verpflichtend ist.

§ 242 HGB

Pflicht zum Jahresabschluss

§ 275 HGB

Gliederung der GuV

12 Monate

Regelmäßiger Betrachtungszeitraum

Warum ist die Erfolgsrechnung wichtig?

  • Sie macht die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit transparent und nachvollziehbar.
  • Sie ist Grundlage für die Steuerberechnung (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer).
  • Sie zeigt die operative Entwicklung und ermöglicht Zeitvergleiche.
  • Sie beeinflusst Entscheidungen zu Investitionen, Preisgestaltung und Kostenmanagement.
  • Sie ist zentrale Informationsquelle für Banken, Investoren und Gesellschafter.

Hinweis

Für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) ist die Erfolgsrechnung in Form der GuV gesetzlich vorgeschrieben und muss nach § 325 HGB beim Unternehmensregister offengelegt werden – abhängig von Größenklasse und Offenlegungserleichterungen.

Unterschied zwischen GuV und Erfolgsrechnung

Die Begriffe Erfolgsrechnung und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) werden häufig synonym verwendet. Rechtlich und funktional gibt es jedoch Unterschiede.

Die GuV nach § 275 HGB ist die gesetzlich vorgeschriebene, formalisierte Darstellung der Erträge und Aufwendungen. Sie folgt einem festen Gliederungsschema und ist Teil des veröffentlichungspflichtigen Jahresabschlusses.

Die Erfolgsrechnung ist das betriebswirtschaftliche Werkzeug, das dieselben Daten flexibler, verständlicher und oft detaillierter abbildet. Sie dient der internen Steuerung und wird meist ergänzend zur GuV erstellt.

Kriterium Erfolgsrechnung GuV nach § 275 HGB
Rechtliche Grundlage Betriebswirtschaftlich § 275 HGB
Gliederung Flexibel, unternehmensspezifisch Gesetzlich vorgegeben
Verwendungszweck Interne Steuerung, Analyse Externe Publizität, Offenlegung
Detailtiefe Individuell anpassbar Standardisiert
Offenlegungspflicht Nein Ja (§ 325 HGB)

In der Praxis erstellen viele Unternehmen zunächst eine interne Erfolgsrechnung, die dann in die formalisierte GuV überführt wird. Diese Vorgehensweise ermöglicht maximale Transparenz bei gleichzeitiger rechtlicher Konformität.

„Die Erfolgsrechnung ist das betriebswirtschaftliche Fundament der GuV. Wer sie sauber führt, hat nicht nur alle Zahlen für den Jahresabschluss, sondern auch ein wertvolles Controlling-Instrument.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Aufbau und Struktur der Erfolgsrechnung

Die Erfolgsrechnung folgt einem klaren Schema: Erträge minus Aufwendungen = Ergebnis. Die Gliederung richtet sich nach § 275 HGB und kann nach dem Gesamtkosten- oder Umsatzkostenverfahren erfolgen.

Grundstruktur der Erfolgsrechnung

Die Erfolgsrechnung gliedert sich in mehrere Ebenen, die aufeinander aufbauen und das Ergebnis schrittweise herleiten.

  1. Umsatzerlöse (§ 277 Abs. 1 HGB): Erlöse aus dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen.
  2. Bestandsveränderungen: Änderungen bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen.
  3. Andere aktivierte Eigenleistungen: Selbst erstellte Anlagen.
  4. Sonstige betriebliche Erträge: z. B. Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Anlagenabgängen.
  5. Materialaufwand: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Leistungen.
  6. Personalaufwand: Löhne, Gehälter, soziale Abgaben.
  7. Abschreibungen: Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände.
  8. Sonstige betriebliche Aufwendungen: z. B. Miete, Versicherungen, Marketing.
  9. Finanzergebnis: Zinserträge und -aufwendungen, Beteiligungserträge.
  10. Steuern: Ertragsteuern (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer).
  11. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag: Das finale Ergebnis.

Hinweis

Das Betriebsergebnis (EBIT) wird häufig als Zwischensumme ausgewiesen und zeigt das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Es ist besonders aussagekräftig für die Beurteilung der operativen Leistungsfähigkeit.

Wichtige Zwischenergebnisse

EBITDA

Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization – Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Zeigt die operative Ertragskraft ohne Einfluss von Investitionen und Finanzierung.

EBIT

Earnings Before Interest and Taxes – Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern. Zentrale Kennzahl zur Beurteilung der betrieblichen Rentabilität.

Erfolgsrechnung erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Erstellung einer Erfolgsrechnung erfolgt systematisch auf Basis der Finanzbuchhaltung. Folgende Schritte sind erforderlich:

Schritt 1: Buchführung prüfen und abschließen

Stellen Sie sicher, dass alle Geschäftsvorfälle des Geschäftsjahres vollständig und korrekt gebucht sind. Prüfen Sie Belege, Kontoauszüge und offene Posten.

  • Alle Eingangs- und Ausgangsrechnungen gebucht
  • Bankkonten abgestimmt
  • Kassenbestände geprüft
  • Offene Forderungen und Verbindlichkeiten erfasst
  • Rechnungsabgrenzungsposten (§ 250 HGB) berücksichtigt

Schritt 2: Erträge erfassen

Erfassen Sie alle ertragswirksamen Positionen des Geschäftsjahres. Achten Sie auf die Zuordnung zum richtigen Geschäftsjahr gemäß dem Realisationsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB.

  • Umsatzerlöse (netto, ohne Umsatzsteuer)
  • Bestandserhöhungen bei Erzeugnissen
  • Sonstige betriebliche Erträge
  • Zinserträge und Beteiligungserträge

Schritt 3: Aufwendungen erfassen

Erfassen Sie alle aufwandswirksamen Positionen. Beachten Sie das Imparitätsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB: Verluste sind zu antizipieren, Gewinne erst bei Realisation.

  • Materialaufwand (Wareneinsatz, Fremdleistungen)
  • Personalaufwand (Bruttolöhne, Sozialabgaben)
  • Abschreibungen auf Anlagevermögen (§ 253 HGB)
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen (Miete, Versicherungen, Marketing)
  • Zinsaufwendungen
  • Steuern vom Einkommen und Ertrag

Schritt 4: Periodengerechte Abgrenzung

Grenzen Sie Erträge und Aufwendungen periodengerecht ab, damit sie dem richtigen Geschäftsjahr zugeordnet werden. Nutzen Sie dafür aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 HGB.

Achtung

Typischer Fehler: Vorauszahlungen (z. B. Versicherungen, Mieten) werden nicht abgegrenzt. Dies führt zu verzerrten Ergebnissen und verstößt gegen das Periodisierungsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB.

Schritt 5: Ergebnis ermitteln

Summieren Sie alle Erträge und Aufwendungen und ermitteln Sie das Jahresergebnis. Prüfen Sie Plausibilität und Vollständigkeit.

1.

Erträge summieren

2.

Aufwendungen summieren

3.

Differenz = Ergebnis

Gesamtkosten- vs. Umsatzkostenverfahren

§ 275 HGB lässt Kapitalgesellschaften die Wahl zwischen zwei Verfahren zur Gliederung der GuV: dem Gesamtkostenverfahren (GKV) und dem Umsatzkostenverfahren (UKV).

Beide Verfahren führen zum gleichen Jahresergebnis, unterscheiden sich jedoch in der Darstellung der Aufwendungen.

Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB)

Beim GKV werden alle Aufwendungen nach Aufwandsarten gegliedert: Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen etc. Bestandsveränderungen werden als Korrekturposten berücksichtigt.

Das GKV ist in Deutschland am weitesten verbreitet und wird vor allem von produzierenden Unternehmen genutzt.

Umsatzkostenverfahren (§ 275 Abs. 3 HGB)

Beim UKV werden Aufwendungen nach Funktionsbereichen gegliedert: Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse, Vertriebskosten, Verwaltungskosten. Bestandsveränderungen werden nicht separat ausgewiesen.

Das UKV ist international üblich (z. B. nach IFRS) und bietet eine funktionsorientierte Sicht auf das Unternehmen.

Kriterium Gesamtkostenverfahren Umsatzkostenverfahren
Rechtsgrundlage § 275 Abs. 2 HGB § 275 Abs. 3 HGB
Gliederung Nach Aufwandsarten Nach Funktionsbereichen
Bestandsveränderungen Separat ausgewiesen In Herstellungskosten enthalten
Verbreitung in Deutschland Sehr hoch Gering
Internationale Anwendung Selten Üblich (IFRS)
Vorteil Einfache Datenerfassung Bessere Kostentransparenz

Hinweis

Die Wahl zwischen GKV und UKV ist freiwillig, muss aber stetig beibehalten werden (Stetigkeitsgrundsatz nach § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB). Ein Wechsel ist nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig und muss im Anhang erläutert werden.

Typische Fehler bei der Erfolgsrechnung vermeiden

Die Erfolgsrechnung ist fehleranfällig, wenn Buchungen unvollständig sind, Abgrenzungen fehlen oder Positionen falsch zugeordnet werden. Folgende Fehler treten besonders häufig auf:

Fehler 1: Fehlende Periodenabgrenzung

Vorauszahlungen (z. B. Versicherungen, Mieten) werden nicht abgegrenzt, wodurch Aufwendungen dem falschen Geschäftsjahr zugeordnet werden. Dies verstößt gegen § 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB.

Achtung

Lösung: Nutzen Sie aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 HGB, um Erträge und Aufwendungen periodengerecht zu erfassen.

Fehler 2: Privatentnahmen als Aufwand gebucht

Privatentnahmen des Gesellschafters sind keine Aufwendungen, sondern Entnahmen aus dem Eigenkapital. Sie dürfen nicht erfolgswirksam gebucht werden.

Fehler 3: Umsatzsteuer als Ertrag oder Aufwand

Die Umsatzsteuer ist ein durchlaufender Posten und darf nicht in der Erfolgsrechnung erscheinen. Umsatzerlöse sind stets netto auszuweisen.

Fehler 4: Fehlende oder fehlerhafte Abschreibungen

Abschreibungen auf Anlagevermögen nach § 253 HGB werden vergessen oder falsch berechnet. Dies verfälscht das Ergebnis und kann steuerliche Folgen haben.

  • Abschreibungstabellen (AfA-Tabellen) korrekt anwenden
  • Nutzungsdauer realistisch schätzen
  • Planmäßige Abschreibungen jährlich buchen
  • Außerplanmäßige Abschreibungen bei dauerhafter Wertminderung (§ 253 Abs. 3 HGB)

Fehler 5: Rückstellungen werden nicht gebildet

Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten (z. B. ausstehende Rechnungen, Garantieverpflichtungen) müssen nach § 249 HGB gebildet werden. Ihr Fehlen führt zu einem zu hohen Ergebnis.

„Die häufigsten Fehler entstehen nicht durch komplexe Sachverhalte, sondern durch Unachtsamkeit bei Abgrenzungen und Privatentnahmen. Eine saubere Buchhaltung ist die halbe Miete.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Rechtliche Anforderungen an die Erfolgsrechnung

Für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) ist die Erfolgsrechnung in Form der GuV nach § 264 Abs. 1 HGB Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses. Sie unterliegt gesetzlichen Aufstellungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten.

Aufstellungspflicht nach § 242 HGB

Jeder Kaufmann muss zum Ende des Geschäftsjahres einen Jahresabschluss aufstellen, der Bilanz und GuV umfasst. Für Kapitalgesellschaften erweitert § 264 HGB diese Pflicht um den Anhang.

§ 242 HGB

Pflicht zum Jahresabschluss

§ 264 HGB

Jahresabschluss Kapitalgesellschaften

§ 275 HGB

Gliederung der GuV

Feststellungsfrist nach § 42a GmbHG

Der Jahresabschluss muss innerhalb gesetzlicher Fristen festgestellt werden. Für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) gelten folgende Fristen:

Größenklasse Feststellungsfrist Spätester Termin (GJ 2025)
Kleine Kapitalgesellschaft 11 Monate 30.11.2026
Mittelgroße Kapitalgesellschaft 8 Monate 31.08.2026
Große Kapitalgesellschaft 8 Monate 31.08.2026

Offenlegungspflicht nach § 325 HGB

Kapitalgesellschaften müssen den Jahresabschluss (inkl. GuV) beim Unternehmensregister offenlegen. Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister, nicht mehr über den Bundesanzeiger.

Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach dem Bilanzstichtag. Für das Geschäftsjahr 2025 (Stichtag 31.12.2025) endet die Frist am 31.12.2026.

Achtung

Bei Verstoß gegen die Offenlegungspflicht droht ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB zwischen 500 und 25.000 Euro. Das Bundesamt für Justiz verhängt Ordnungsgelder automatisch bei Fristversäumnis.

Prüfungspflicht nach § 316 HGB

Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften sind zur Abschlussprüfung verpflichtet. Kleine Kapitalgesellschaften sind grundsätzlich prüfungsbefreit, sofern keine Sondertatbestände vorliegen.

Hinweis

Die Größenklassen sind in § 267 HGB definiert und hängen von Bilanzsumme, Umsatzerlösen und Mitarbeiterzahl ab. Mindestens zwei der drei Schwellenwerte müssen an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen über- oder unterschritten werden.

Erfolgsrechnung als strategisches Führungsinstrument

Die Erfolgsrechnung ist nicht nur ein gesetzliches Pflichtdokument, sondern ein zentrales Steuerungs- und Kontrollinstrument für die Unternehmensführung. Sie liefert Antworten auf strategische Fragen.

Kennzahlenanalyse

Aus der Erfolgsrechnung lassen sich wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahlen ableiten, die Aufschluss über Rentabilität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit geben.

Umsatzrendite

Jahresüberschuss / Umsatzerlöse × 100. Zeigt, wie viel Prozent des Umsatzes als Gewinn verbleiben.

Materialaufwandsquote

Materialaufwand / Umsatzerlöse × 100. Gibt Aufschluss über Kostenstruktur und Einkaufseffizienz.

Personalaufwandsquote

Personalaufwand / Umsatzerlöse × 100. Zeigt den Anteil der Personalkosten am Umsatz.

Zeitvergleich und Soll-Ist-Vergleich

Vergleichen Sie die Erfolgsrechnung mit Vorjahren (Zeitvergleich) und mit Planwerten (Soll-Ist-Vergleich). So erkennen Sie Trends, Abweichungen und Handlungsbedarfe frühzeitig.

  • Sind die Umsatzerlöse gestiegen oder gesunken?
  • Haben sich Material- oder Personalkosten überproportional entwickelt?
  • Welche Kostenpositionen weichen vom Plan ab?
  • Ist die Rentabilität im Vergleich zum Vorjahr gestiegen?

Deckungsbeitragsrechnung

Ergänzen Sie die Erfolgsrechnung durch eine Deckungsbeitragsrechnung, um die Profitabilität einzelner Produkte, Produktgruppen oder Geschäftsbereiche zu ermitteln.

Der Deckungsbeitrag zeigt, welcher Anteil des Umsatzes zur Deckung der Fixkosten und zur Gewinnerzielung beiträgt.

Entscheidungsgrundlage für Investitionen

Die Erfolgsrechnung zeigt, ob das Unternehmen die finanziellen Mittel für Investitionen erwirtschaftet. Sie ist Grundlage für Finanzierungsentscheidungen, Kreditgespräche und Budgetplanungen.

„Wer seine Erfolgsrechnung nur einmal jährlich für den Jahresabschluss erstellt, verschenkt wertvolles Steuerungspotenzial. Monatliche oder quartalsweise Erfolgsrechnungen ermöglichen proaktives Management.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Hinweis

Nutzen Sie die Erfolgsrechnung als Frühwarnsystem: Steigende Kosten, sinkende Margen oder unerwartete Verluste werden sichtbar, bevor sie existenzbedrohend werden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Erfolgsrechnung und GuV?

Die Erfolgsrechnung ist das betriebswirtschaftliche Instrument zur Ermittlung des Unternehmensergebnisses. Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) nach § 275 HGB ist die gesetzlich vorgeschriebene, formalisierte Darstellung derselben Daten. Die GuV ist Teil des Jahresabschlusses und unterliegt strengen Gliederungsvorgaben, während die Erfolgsrechnung flexibler gestaltet werden kann.

Welche Frist gilt für die Erstellung der Erfolgsrechnung 2026?

Für das Geschäftsjahr 2025 (Bilanzstichtag 31.12.2025) muss der Jahresabschluss (inkl. GuV) bei kleinen Kapitalgesellschaften innerhalb von 11 Monaten (bis 30.11.2026), bei mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften innerhalb von 8 Monaten (bis 31.08.2026) festgestellt werden (§ 42a GmbHG). Die Offenlegungsfrist beim Unternehmensregister beträgt 12 Monate (bis 31.12.2026).

Muss eine GmbH die Erfolgsrechnung offenlegen?

Ja, Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) müssen die GuV als Teil des Jahresabschlusses beim Unternehmensregister offenlegen (§ 325 HGB). Kleine Kapitalgesellschaften können von Offenlegungserleichterungen profitieren und bestimmte Positionen verkürzt ausweisen. Die Offenlegung erfolgt seit dem DiRUG (01.08.2022) ausschließlich beim Unternehmensregister.

Was passiert bei verspäteter Offenlegung der GuV?

Bei Verstoß gegen die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB verhängt das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeld nach § 335 HGB zwischen 500 und 25.000 Euro. Die Höhe richtet sich nach Unternehmensgröße, Verschuldensgrad und Dauer der Verspätung. Das Ordnungsgeld wird automatisch festgesetzt und kann mehrfach verhängt werden.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 275 HGB – Gliederung der GuV, § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung, Unternehmensregister – Offenlegung, § 325 HGB – Offenlegungspflicht. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wie melde ich mich an?

Alles online — in vier Schritten:

  • Kostenrechner ausfüllen (ca. 60 Sek.)
  • Angebot bestätigen
  • Nutzerkonto anlegen + Stammdaten hinterlegen
  • Sofort mit dem Upload starten

Sie müssen uns nicht persönlich treffen — der gesamte Ablauf ist digital.

Wie schnell kann ich loslegen?

Nach Bestätigung des Angebots ist Ihr Mandantenportal sofort aktiv. Sie können noch am selben Tag mit dem Upload beginnen.

Ich habe schon eine Kanzlei — wie funktioniert der Wechsel?

Ganz einfach: Mit unserer Wechselassistenz übernehmen wir die komplette Übergabe. Sie müssen kein einziges Gespräch mit Ihrer alten Kanzlei führen.

Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
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Ben
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