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Datum

Lesedauer

12–19 Minuten


OnlineBilanzBlogOrdnungsgeld Offenlegung

Ordnungsgeld bei nicht offengelegtem Jahresabschluss 2026 – Ihr Leitfaden

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Die Offenlegungspflicht des Jahresabschlusses nach § 325 HGB wird von vielen Unternehmen unterschätzt. Wer den Jahresabschluss nicht fristgerecht beim Unternehmensregister einreicht, riskiert ein Ordnungsgeld zwischen 500 und 25.000 Euro nach § 335 HGB – es sei denn, es liegt eine Befreiung von der Veröffentlichungspflicht vor. Die Folgekosten übersteigen die ursprünglichen Offenlegungskosten um ein Vielfaches. GmbHs sollten daher rechtzeitig Maßnahmen zur Vermeidung von Ordnungsgeldern ergreifen.

SG
Servet Gündogan

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Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Kapitalgesellschaften müssen ihren Jahresabschluss innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag beim Unternehmensregister offenlegen (§ 325 HGB). Bei Verstoß verhängt das Bundesamt für Justiz ein Ordnungsgeld von 500 bis 25.000 Euro gemäß § 335 HGB. Das Verfahren erfolgt in Stufen: Aufforderungsschreiben, Androhung, Festsetzung – mit jeweils kurzen Nachfristen.

Rechtliche Grundlagen der Offenlegungspflicht

Die Pflicht zur Offenlegung des Jahresabschlusses ist in § 325 HGB geregelt und gilt für alle Kapitalgesellschaften in Deutschland. Betroffen sind GmbHs, UGs (haftungsbeschränkt), Aktiengesellschaften sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften wie die GmbH & Co. KG, sofern keine natürliche Person persönlich haftet.

Die Offenlegung dient der Transparenz und dem Gläubigerschutz. Da Kapitalgesellschaften nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen haften, haben Geschäftspartner, Gläubiger und die Öffentlichkeit ein berechtigtes Interesse an der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens.

Seit dem Digitalisierungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz (DiRUG) vom 1. August 2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister. Der früher genutzte Bundesanzeiger ist nicht mehr die zuständige Stelle für die Einreichung.

Hinweis

Wichtig: Die Offenlegungspflicht besteht unabhängig von der Unternehmensgröße. Lediglich der Umfang der offenzulegenden Unterlagen unterscheidet sich nach den Größenklassen gemäß § 267 HGB.

Die Sanktionierung bei Nichterfüllung regelt § 335 HGB. Das Bundesamt für Justiz (BfJ) überwacht die Einhaltung der Offenlegungspflichten zentral und leitet bei Verstößen Ordnungsgeldverfahren ein.

Umfang der Offenlegungspflicht nach Größenklassen

Der Umfang der offenzulegenden Unterlagen richtet sich nach der Größenklasse des Unternehmens gemäß § 267 HGB. Die Klassifizierung erfolgt anhand von Bilanzsumme, Umsatzerlösen und durchschnittlicher Mitarbeiterzahl.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter
Kleinstkapitalgesellschaft ≤ 450.000 € ≤ 900.000 € ≤ 10
Kleine Kapitalgesellschaft ≤ 6.000.000 € ≤ 12.000.000 € ≤ 50
Mittelgroße Kapitalgesellschaft ≤ 20.000.000 € ≤ 40.000.000 € ≤ 250
Große Kapitalgesellschaft > 20.000.000 € > 40.000.000 € > 250

Zwei der drei Schwellenwerte müssen an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen über- oder unterschritten werden, damit eine Größenklassenwechsel eintritt.

Offenlegungsumfang im Überblick

Größenklasse Bilanz GuV Anhang Lagebericht
Kleinstkapitalgesellschaft verkürzt (§ 266 Abs. 1 S. 4 HGB) nein optional* nein
Kleine Kapitalgesellschaft verkürzt (§ 266 Abs. 1 S. 3 HGB) fakultativ ja nein
Mittelgroße Kapitalgesellschaft vollständig ja ja ja
Große Kapitalgesellschaft vollständig ja ja ja

*Kleinstkapitalgesellschaften können gemäß § 326 Abs. 1 HGB von der Erstellung und Offenlegung eines Anhangs befreit sein, sofern bestimmte Angaben unter der Bilanz gemacht werden.

Achtung

Achtung: Auch wenn keine GuV offengelegt werden muss, bleibt die Pflicht zur Offenlegung der Bilanz bestehen. Eine vollständige Nichtoffenlegung ist nicht zulässig.

Fristen und Termine für das Geschäftsjahr 2025

Für Unternehmen mit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 gelten folgende Fristen und Termine im Jahr 2026:

Feststellungsfrist des Jahresabschlusses

Nach § 42a GmbHG muss der Jahresabschluss innerhalb einer bestimmten Frist nach dem Bilanzstichtag durch die Gesellschafterversammlung festgestellt werden. Diese Frist ist abhängig von der Unternehmensgröße:

Kleine Gesellschaften

  • Frist bis: 30. November 2026
  • Bei Bilanzstichtag 31.12.2025

Mittelgroße und große Gesellschaften

  • Frist bis: 31. August 2026
  • Bei Bilanzstichtag 31.12.2025

Offenlegungsfrist beim Unternehmensregister

Unabhängig von der Größenklasse gilt für alle Kapitalgesellschaften nach § 325 Abs. 1 HGB eine einheitliche Offenlegungsfrist von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag.

Hinweis

Für den Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 muss die Offenlegung beim Unternehmensregister bis spätestens 31. Dezember 2026 erfolgen.

Die Frist beginnt am Tag nach dem Bilanzstichtag und endet mit Ablauf des letzten Tages des zwölften Monats. Bei abweichendem Geschäftsjahr verschiebt sich die Frist entsprechend.

12

Monate Offenlegungsfrist

31.12.2026

Stichtag für GJ 2025

§ 325 HGB

Rechtsgrundlage

Ablauf des Ordnungsgeldverfahrens

Wenn ein Unternehmen seine Offenlegungspflicht nicht erfüllt, wird das Bundesamt für Justiz (BfJ) automatisch tätig. Die Behörde überwacht systematisch die Einhaltung der Offenlegungsfristen und leitet bei Verstößen ein mehrstufiges Ordnungsgeldverfahren ein.

Phase 1: Aufforderungsschreiben

Das BfJ stellt fest, dass der Jahresabschluss nicht fristgerecht offengelegt wurde. Es versendet ein förmliches Aufforderungsschreiben an die Geschäftsführung und setzt eine Nachfrist von in der Regel 6 Wochen zur Nachholung der Offenlegung. Das Schreiben enthält die genaue Bezeichnung der fehlenden Unterlagen und einen Hinweis auf die drohenden Sanktionen bei der Offenlegung. Wird diese Frist nicht eingehalten, drohen weitere Konsequenzen durch ein Bußgeld wegen unterlassener Offenlegung. In dieser Phase entstehen noch keine Kosten, sofern die Offenlegung innerhalb der Nachfrist erfolgt.

Phase 2: Androhung des Ordnungsgeldes

Reagiert das Unternehmen nicht auf die Aufforderung, folgt die förmliche Androhung des Ordnungsgeldes. Das BfJ kündigt die konkrete Höhe des zu erwartenden Ordnungsgeldes an und gewährt erneut eine kurze Nachfrist von typischerweise 4 Wochen.

In diesem Stadium hat das Unternehmen noch die Möglichkeit zur Stellungnahme und kann die Offenlegung nachholen, um die Festsetzung des Ordnungsgeldes zu vermeiden.

Phase 3: Festsetzung des Ordnungsgeldes

Erfolgt auch nach der Androhung keine Offenlegung, setzt das BfJ das Ordnungsgeld durch förmlichen Bescheid fest. Der Bescheid ist ein Verwaltungsakt, der unmittelbar vollstreckbar ist.

Die Zahlung wird fällig. Gegen den Festsetzungsbescheid kann innerhalb von 2 Wochen Einspruch eingelegt werden. Die bloße Nachholung der Offenlegung führt nach der Festsetzung nicht mehr automatisch zur Aufhebung des Ordnungsgeldes.

Achtung

Wichtig: Auch nach Zahlung des Ordnungsgeldes besteht die Offenlegungspflicht fort. Die Zahlung befreit nicht von der Pflicht zur Veröffentlichung.

Phase 4: Wiederholte Verfahren

Wenn das Unternehmen auch nach Festsetzung und Zahlung des ersten Ordnungsgeldes den Jahresabschluss nicht offenlegt, kann das BfJ das Verfahren beliebig oft wiederholen. Jedes weitere Ordnungsgeld fällt in der Regel höher aus als das vorherige.

In der Praxis werden teilweise drei, vier oder mehr Ordnungsgelder gegen dasselbe Unternehmen für denselben nicht offengelegten Jahresabschluss festgesetzt. Die Gesamtbelastung kann dadurch mehrere zehntausend Euro erreichen.

„Viele Unternehmen unterschätzen die Konsequenz des Ordnungsgeldverfahrens. Die Annahme, mit Zahlung des ersten Ordnungsgeldes sei die Sache erledigt, ist ein teurer Irrtum. Ohne tatsächliche Offenlegung drohen weitere Bescheide mit steigenden Beträgen.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Höhe des Ordnungsgeldes und Bemessungskriterien

Die gesetzliche Grundlage für die Höhe des Ordnungsgeldes findet sich in § 335 HGB. Der Rahmen liegt zwischen einem Mindestbetrag von 500 Euro und einem Höchstbetrag von 25.000 Euro.

Die konkrete Festsetzung erfolgt nach pflichtgemäßem Ermessen durch das Bundesamt für Justiz. Dabei werden verschiedene Faktoren berücksichtigt, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und das Verschulden des Unternehmens widerspiegeln.

Bemessungskriterien

  • Unternehmensgröße: Bilanzsumme, Umsatz und Mitarbeiterzahl beeinflussen die Höhe erheblich
  • Dauer der Fristüberschreitung: Je länger die Verspätung, desto höher das Ordnungsgeld
  • Wiederholungsfälle: Bei mehrfachen Verstößen oder bereits früher nicht offengelegten Jahresabschlüssen wird das Ordnungsgeld deutlich erhöht
  • Verschuldensgrad: Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit führen zu höheren Beträgen
  • Kooperationsbereitschaft: Reaktion auf Aufforderungsschreiben und Kommunikation mit dem BfJ

Typische Ordnungsgeldhöhen in der Praxis

Unternehmensgröße Erstes Ordnungsgeld Zweites Ordnungsgeld Weitere Verfahren
Kleinstgesellschaft 500 – 1.500 € 1.500 – 3.000 € bis 10.000 €
Kleine Gesellschaft 1.500 – 3.500 € 3.500 – 7.000 € bis 15.000 €
Mittelgroße Gesellschaft 3.000 – 8.000 € 8.000 – 15.000 € bis 25.000 €
Große Gesellschaft 8.000 – 15.000 € 15.000 – 25.000 € 25.000 €

Die angegebenen Werte sind Erfahrungswerte aus der Praxis. Die tatsächliche Festsetzung erfolgt im Einzelfall und kann davon abweichen.

500 €

Mindestbetrag § 335 HGB

25.000 €

Höchstbetrag § 335 HGB

unbegrenzt

Anzahl möglicher Verfahren

Hinweis

Das Ordnungsgeld ist eine Ordnungswidrigkeit, keine Strafe im strafrechtlichen Sinne. Es führt nicht zu einem Eintrag ins Führungszeugnis, kann aber bei der Gewerbezuverlässigkeit eine Rolle spielen.

Ausnahmen und Befreiungen von der Offenlegungspflicht

Grundsätzlich sind alle Kapitalgesellschaften offenlegungspflichtig. Es gibt jedoch einige gesetzlich geregelte Ausnahmen, bei denen die Offenlegungspflicht ganz oder teilweise entfällt.

Vollständige Befreiung

Eine vollständige Befreiung von der Offenlegungspflicht kommt nur in sehr engen Ausnahmefällen in Betracht:

  • Einbeziehung in einen Konzernabschluss: Tochtergesellschaften, die in einen offengelegten Konzernabschluss einbezogen werden, können unter bestimmten Voraussetzungen nach § 264 Abs. 3 HGB oder § 264b HGB befreit sein
  • Auflösung und Liquidation: Wurde die Gesellschaft aufgelöst und im Handelsregister gelöscht, entfällt die Offenlegungspflicht für künftige Geschäftsjahre (nicht rückwirkend)
  • Verschmelzung oder Umwandlung: Bei Verschmelzung mit Aufgabe der rechtlichen Selbstständigkeit entfällt die Pflicht für die übertragende Gesellschaft ab dem Zeitpunkt der Eintragung

Erleichterungen bei der Offenlegung

Bestimmte Gesellschaften können von Erleichterungen Gebrauch machen, ohne vollständig von der Pflicht befreit zu sein:

Kleinstkapitalgesellschaften (§ 326 HGB)

  • Nur verkürzte Bilanz offenlegen
  • Kein Anhang erforderlich (unter bestimmten Voraussetzungen)
  • Keine GuV erforderlich
  • Angaben können unter der Bilanz gemacht werden

Kleine Kapitalgesellschaften (§ 326 HGB)

  • Verkürzte Bilanz nach § 266 Abs. 1 S. 3 HGB
  • GuV muss nicht offengelegt werden
  • Anhang mit reduzierten Angaben
  • Kein Lagebericht erforderlich

Achtung

Wichtig: Auch bei Inanspruchnahme von Erleichterungen besteht eine Mindestoffenlegungspflicht. Eine vollständige Nichtoffenlegung ohne gesetzliche Befreiung führt zum Ordnungsgeldverfahren.

Die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB setzt voraus, dass die Muttergesellschaft ihren Sitz in der EU hat, einen Konzernabschluss nach IFRS oder HGB erstellt und offenlegt, und alle Gesellschafter der Tochtergesellschaft zustimmen. Zudem muss die Befreiung im Anhang der Tochtergesellschaft angegeben werden.

Offenlegung nachholen: Praktisches Vorgehen

Wenn Sie ein Aufforderungsschreiben oder einen Ordnungsgeldbescheid erhalten haben, sollten Sie die Offenlegung umgehend nachholen. In den meisten Fällen lässt sich dadurch weiterer Schaden begrenzen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Jahresabschluss fertigstellen: Stellen Sie sicher, dass der Jahresabschluss durch die Gesellschafterversammlung formell festgestellt wurde (Gesellschafterbeschluss erforderlich)
  2. Offenlegungsunterlagen zusammenstellen: Bereiten Sie die offenlegungspflichtigen Dokumente gemäß Ihrer Größenklasse vor (Bilanz, ggf. Anhang, GuV, Lagebericht)
  3. Elektronisches Format: Die Unterlagen müssen im XBRL-Format (eXtensible Business Reporting Language) oder als strukturiertes PDF vorliegen
  4. Einreichung beim Unternehmensregister: Die Offenlegung erfolgt ausschließlich elektronisch über das Portal www.unternehmensregister.de
  5. Authentifizierung: Für die Einreichung benötigen Sie eine qualifizierte elektronische Signatur oder nutzen das ELSTER-Zertifikat
  6. Bestätigung abwarten: Nach erfolgreicher Einreichung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung und Veröffentlichungsnachweis

Hinweis

Die Offenlegung über OnlineBilanz.de übernimmt automatisch die korrekte Formatierung, XBRL-Konvertierung und elektronische Einreichung beim Unternehmensregister. Der gesamte Prozess ist vollständig digital und rechtssicher.

Kosten der nachträglichen Offenlegung

Position Kosten Hinweis
Offenlegungsgebühr Unternehmensregister ca. 40 – 60 € Abhängig vom Umfang der Unterlagen
XBRL-Konvertierung (falls extern) ca. 50 – 150 € Bei manueller Erstellung
Steuerberater (bei Nachholung) ca. 300 – 1.500 € Abhängig vom Aufwand
Ordnungsgeld (falls bereits festgesetzt) 500 – 25.000 € Nach § 335 HGB

Die Gegenüberstellung zeigt deutlich: Die ursprünglichen Offenlegungskosten von wenigen Dutzend Euro stehen in keinem Verhältnis zu den Ordnungsgeldbeträgen.

„Wer bereits ein Aufforderungsschreiben erhalten hat, sollte nicht zögern. Die Offenlegung innerhalb der gesetzten Nachfrist kann das Ordnungsgeldverfahren noch stoppen. Nach Festsetzung des Ordnungsgeldes ist es für eine kostenfreie Lösung zu spät.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Einspruch gegen Ordnungsgeldbescheid

Gegen einen Festsetzungsbescheid kann innerhalb von zwei Wochen ab Zustellung Einspruch eingelegt werden. Der Einspruch muss schriftlich beim Bundesamt für Justiz eingereicht werden und sollte eine Begründung enthalten.

Erfolgsaussichten bestehen vor allem, wenn formale Fehler im Verfahren vorliegen oder nachweisbare Gründe für die Fristüberschreitung existieren (z.B. schwere Krankheit des Geschäftsführers, höhere Gewalt). Die bloße wirtschaftliche Situation oder Vergesslichkeit rechtfertigen in der Regel keine Aufhebung.

So vermeiden Sie Ordnungsgelder systematisch

Die Vermeidung von Ordnungsgeldern erfordert eine strukturierte Planung und rechtzeitige Vorbereitung. Mit den richtigen Prozessen lässt sich die Offenlegungspflicht problemlos erfüllen.

  • Jahresabschluss rechtzeitig erstellen lassen (nicht erst kurz vor Fristablauf)
  • Größenklasse des Unternehmens jährlich prüfen (§ 267 HGB)
  • Offenlegungsumfang gemäß Größenklasse bestimmen
  • Frühzeitig XBRL-Konvertierung veranlassen oder digitale Tools nutzen
  • Offenlegung spätestens 11 Monate nach Bilanzstichtag einreichen (Puffer einplanen)
  • Veröffentlichungsnachweis archivieren
  • Wiedervorlage für nächstes Geschäftsjahr einrichten

Frühwarnsystem einrichten

Etablieren Sie ein internes Erinnerungssystem, das Sie rechtzeitig an die wichtigen Termine erinnert:

3 Monate nach Bilanzstichtag

6-8 Monate nach Bilanzstichtag

10-11 Monate nach Bilanzstichtag

  • Offenlegung vorbereiten
  • XBRL-Datei erstellen
  • Einreichung durchführen

Digitale Lösungen nutzen

Moderne Softwarelösungen wie OnlineBilanz automatisieren den gesamten Prozess von der Jahresabschlusserstellung bis zur Offenlegung. Die Software erstellt den Jahresabschluss automatisch im richtigen Format, konvertiert die Daten in XBRL und übermittelt sie direkt an das Unternehmensregister.

Vorteile digitaler Lösungen:

  • Automatische Formatierung gemäß gesetzlicher Vorgaben (§ 266, § 275 HGB)
  • Integrierte Größenklassenprüfung und Erleichterungen
  • XBRL-Export ohne zusätzliche Kosten
  • Direkte Schnittstelle zum Unternehmensregister
  • Erinnerungsfunktion für Fristen
  • Revisionssichere Archivierung aller Dokumente

31.12.2026

Offenlegungsfrist GJ 2025

40-60 €

Offenlegungsgebühr

500-25.000 €

Ordnungsgeld bei Verstoß

Verantwortlichkeiten klären

Definieren Sie intern klar, wer für die Offenlegung verantwortlich ist. In der Regel liegt die Verantwortung beim Geschäftsführer, der nach § 283b StGB bei vorsätzlicher Nichtoffenlegung sogar strafrechtlich belangt werden kann.

Bei Delegation an den Steuerberater oder die Buchhaltung sollte die Zuständigkeit schriftlich geregelt und regelmäßig kontrolliert werden. Die gesetzliche Verantwortung bleibt beim Geschäftsführer.

Achtung

Haftung: Der Geschäftsführer haftet persönlich für die Erfüllung der Offenlegungspflicht. Bei schuldhafter Pflichtverletzung können Schadensersatzansprüche der Gesellschaft entstehen.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist das Ordnungsgeld bei nicht offengelegtem Jahresabschluss?

Das Ordnungsgeld nach § 335 HGB beträgt zwischen 500 Euro und 25.000 Euro. Die konkrete Höhe richtet sich nach der Unternehmensgröße, der Dauer der Fristüberschreitung und ob es sich um einen Wiederholungsfall handelt. Kleine Gesellschaften zahlen beim ersten Verstoß typischerweise 1.500 bis 3.500 Euro, mittelgroße Gesellschaften 3.000 bis 8.000 Euro. Bei wiederholter Nichtoffenlegung können mehrere Ordnungsgelder hintereinander festgesetzt werden.

Bis wann muss der Jahresabschluss 2025 offengelegt werden?

Für Gesellschaften mit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 gilt nach § 325 Abs. 1 HGB eine Offenlegungsfrist von 12 Monaten. Der Jahresabschluss muss daher bis spätestens 31. Dezember 2026 beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht werden. Die Feststellung durch die Gesellschafterversammlung muss bei kleinen Gesellschaften bis 30. November 2026 (11 Monate) und bei mittelgroßen und großen Gesellschaften bis 31. August 2026 (8 Monate) erfolgen.

Kann ich das Ordnungsgeld vermeiden, wenn ich den Jahresabschluss nachträglich offenlege?

Ja, wenn Sie die Offenlegung innerhalb der im Aufforderungsschreiben gesetzten Nachfrist nachholen, wird das Ordnungsgeldverfahren in der Regel eingestellt. Nach förmlicher Festsetzung des Ordnungsgeldes führt die nachträgliche Offenlegung jedoch nicht mehr automatisch zur Aufhebung – das Ordnungsgeld muss dann gezahlt werden. Die Offenlegungspflicht selbst besteht aber auch nach Zahlung des Ordnungsgeldes fort, und es können weitere Ordnungsgelder folgen.

Wo muss der Jahresabschluss 2026 offengelegt werden?

Seit dem Digitalisierungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz (DiRUG) vom 1. August 2022 erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister unter www.unternehmensregister.de. Der früher genutzte Bundesanzeiger ist nicht mehr die zuständige Einreichungsstelle. Die Einreichung muss im XBRL-Format oder als strukturiertes PDF erfolgen und erfordert eine qualifizierte elektronische Signatur oder ein ELSTER-Zertifikat.

Welche Unterlagen muss eine kleine GmbH offenlegen?

Eine kleine Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 1 HGB muss gemäß § 326 HGB eine verkürzte Bilanz nach § 266 Abs. 1 Satz 3 HGB und einen Anhang offenlegen. Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) muss nicht veröffentlicht werden. Ein Lagebericht ist ebenfalls nicht erforderlich. Kleinstkapitalgesellschaften (Bilanzsumme ≤ 450.000 Euro, Umsatz ≤ 900.000 Euro, ≤ 10 Mitarbeiter) haben noch weitergehende Erleichterungen und müssen unter Umständen nur eine stark verkürzte Bilanz einreichen.

Was passiert, wenn ich mehrere Jahre nicht offengelegt habe?

Bei mehrjähriger Nichtoffenlegung wird das Bundesamt für Justiz für jedes nicht offengelegte Geschäftsjahr separate Ordnungsgeldverfahren einleiten. Pro Geschäftsjahr können zudem mehrere Ordnungsgelder hintereinander festgesetzt werden, wenn die Offenlegung auch nach dem ersten Bescheid unterbleibt. Die Gesamtbelastung kann dadurch schnell fünfstellige Beträge erreichen. Alle versäumten Jahresabschlüsse müssen nachträglich offengelegt werden – die Ordnungsgelder entbinden nicht von der Offenlegungspflicht.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 325 HGB – Offenlegung, § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren, § 267 HGB – Größenklassen, Unternehmensregister. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Wir fordern Unterlagen direkt an, übernehmen DATEV‑Bestände und halten Sie über jeden Schritt auf dem Laufenden.

Welche Daten muss ich bereitstellen?

In der Regel: Buchhaltungsdaten, Bankumsätze, Stammdaten und relevante Verträge. Unsere KI‑Assistenz führt Sie Schritt für Schritt — Sie müssen keine Checkliste abarbeiten.

Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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