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Datum

Lesedauer

11–16 Minuten


OnlineBilanzBlogAufstellungsfristen Jahresabschluss

HGB Aufstellung Jahresabschluss Frist 2026 – Alle Termine im Überblick – Alles Wichtige

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Lesezeit: ca. 10 Minuten

Der Jahresabschluss nach HGB unterliegt strengen gesetzlichen Fristen. Die Aufstellungsfrist für den Jahresabschluss beträgt für kleine Kapitalgesellschaften 11 Monate, für mittelgroße und große 8 Monate nach Bilanzstichtag. Eine detaillierte Übersicht aller relevanten Termine bietet der Artikel Frist Jahresabschluss 2026. Verstöße können empfindliche Ordnungsgelder bis 25.000 Euro nach sich ziehen.

SG
Servet Gündogan

Büroleiter OnlineBilanz · Stuttgart

Als Büroleiter ist Servet erster Ansprechpartner für unsere Mandanten. Er führt das Erstgespräch und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mandanten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern – damit der Jahresabschluss unter Einhaltung der Abgabefrist Jahresabschluss 2026 reibungslos abgeschlossen wird.

Hinweis: Alle steuerlichen und rechtlichen Beratungsleistungen erbringt der angeschlossene Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer.

Kurzantwort

Nach § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB i.V.m. § 42a GmbHG müssen kleine Kapitalgesellschaften den Jahresabschluss innerhalb von 11 Monaten aufstellen, mittelgroße und große binnen 8 Monaten. Bei Bilanzstichtag 31.12.2025 endet die Frist am 30.11.2026 (klein) bzw. 31.08.2026 (mittel/groß). Für Kleinstkapitalgesellschaften gelten abweichende Regelungen, die in der Frist Aufstellung Jahresabschluss Kleinstkapitalgesellschaft näher dargestellt werden. Eine vollständige Übersicht aller Termine und Fristen finden Sie unter Frist Jahresabschluss erstellen 2026. Zusätzlich gilt die Offenlegungsfrist von 12 Monaten nach § 325 HGB.

Grundlagen der Aufstellungsfrist nach HGB

Die Aufstellungsfrist bezeichnet den Zeitraum, innerhalb dessen der Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft nach den Vorschriften des HGB erstellt werden muss. Diese Frist beginnt mit dem Ablauf des Geschäftsjahres und endet je nach Unternehmensgröße nach 8 oder 11 Monaten.

Die rechtliche Grundlage bildet § 264 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 42a GmbHG für GmbHs bzw. entsprechenden Vorschriften für andere Rechtsformen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die fristgerechte Aufstellung.

Hinweis

Wichtig: Die Aufstellungsfrist ist streng zu unterscheiden von der Feststellungsfrist (Beschluss der Gesellschafter) und der Offenlegungsfrist (Einreichung beim Unternehmensregister). Alle drei Fristen müssen separat beachtet werden.

Der Jahresabschluss umfasst gemäß § 242 HGB mindestens die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung. Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich einen Anhang erstellen (§ 264 Abs. 1 HGB), mittelgroße und große Gesellschaften auch einen Lagebericht (§ 264 Abs. 1 Satz 1 HGB).

11 Monate

Aufstellungsfrist kleine GmbH

8 Monate

Aufstellungsfrist mittel/groß

12 Monate

Offenlegungsfrist § 325 HGB

Fristen nach Unternehmensgröße gemäß § 267 HGB

Die Aufstellungsfrist hängt unmittelbar von der Größenklasse der Kapitalgesellschaft ab. Die Klassifizierung erfolgt nach § 267 HGB anhand von drei Kriterien: Bilanzsumme, Umsatzerlöse und durchschnittliche Mitarbeiterzahl.

Größenklasse Bilanzsumme Umsatzerlöse Mitarbeiter Aufstellungsfrist
Klein ≤ 6 Mio. € ≤ 12 Mio. € ≤ 50 11 Monate
Mittelgroß ≤ 20 Mio. € ≤ 40 Mio. € ≤ 250 8 Monate
Groß > 20 Mio. € > 40 Mio. € > 250 8 Monate

Eine Kapitalgesellschaft gilt als klein, wenn sie an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen mindestens zwei der drei Merkmale nicht überschreitet. Entsprechendes gilt für die Einordnung als mittelgroß (§ 267 Abs. 1 und 2 HGB).

Achtung

Achtung: Bei erstmaliger Größenüberschreitung oder -unterschreitung gilt die neue Größenklasse erst, wenn die Schwellenwerte an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen über- bzw. unterschritten werden (§ 267 Abs. 4 HGB).

Berechnung der Aufstellungsfrist – Beispiel 2026

Bei einem Bilanzstichtag am 31.12.2025 ergeben sich folgende Aufstellungsfristen für 2026:

  • Kleine Kapitalgesellschaft: Frist bis 30.11.2026 (11 Monate)
  • Mittelgroße Kapitalgesellschaft: Frist bis 31.08.2026 (8 Monate)
  • Große Kapitalgesellschaft: Frist bis 31.08.2026 (8 Monate)
  • Kleinstkapitalgesellschaft: Ebenfalls 11 Monate (§ 267a HGB)

Feststellung des Jahresabschlusses nach § 42a GmbHG

Nach der Aufstellung durch die Geschäftsführung muss der Jahresabschluss von den Gesellschaftern förmlich festgestellt werden. Diese Feststellungsfrist ist in § 42a GmbHG geregelt und läuft parallel, aber unabhängig von der Aufstellungsfrist.

Kleine Kapitalgesellschaften

Feststellung innerhalb von 11 Monaten nach Bilanzstichtag durch Gesellschafterbeschluss (§ 42a Abs. 2 GmbHG). Bei Bilanzstichtag 31.12.2025: bis spätestens 30.11.2026.

Mittelgroße/große Gesellschaften

Feststellung innerhalb von 8 Monaten nach Bilanzstichtag (§ 42a Abs. 1 GmbHG). Bei Bilanzstichtag 31.12.2025: bis spätestens 31.08.2026. Kürzere Frist wegen höherer Anforderungen.

Die Feststellung erfolgt durch förmlichen Gesellschafterbeschluss, der protokolliert werden muss. Der Beschluss kann in einer Gesellschafterversammlung oder im schriftlichen Verfahren gefasst werden, sofern der Gesellschaftsvertrag dies zulässt.

Hinweis

Praxis-Hinweis: Aufstellung und Feststellung können zeitlich zusammenfallen. In der Praxis wird der Jahresabschluss oft direkt nach Aufstellung durch die Geschäftsführung in einer Gesellschafterversammlung festgestellt.

Ablauf: Von der Aufstellung zur Feststellung

  1. Aufstellung: Die Geschäftsführung erstellt Bilanz, GuV, Anhang und ggf. Lagebericht
  2. Prüfung: Bei prüfungspflichtigen Gesellschaften: Prüfung durch Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer
  3. Vorlage: Geschäftsführung legt Jahresabschluss den Gesellschaftern vor
  4. Feststellung: Gesellschafter beschließen die Feststellung durch förmlichen Beschluss
  5. Offenlegung: Einreichung beim Unternehmensregister innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag

„Die Feststellungsfrist wird in der Praxis häufig übersehen. Während die Aufstellung durch die Geschäftsführung erfolgt, bedarf es eines separaten Gesellschafterbeschlusses zur Feststellung. Ohne diesen Beschluss ist der Jahresabschluss rechtlich nicht wirksam festgestellt.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Offenlegungspflicht nach § 325 HGB beim Unternehmensregister

Nach § 325 HGB müssen Kapitalgesellschaften ihren festgestellten Jahresabschluss beim Unternehmensregister offenlegen. Diese Offenlegungsfrist beträgt einheitlich 12 Monate nach dem Bilanzstichtag – unabhängig von der Unternehmensgröße.

Seit dem DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie), das am 01.08.2022 in Kraft getreten ist, erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch über das Unternehmensregister. Der Bundesanzeiger ist keine eigenständige Offenlegungsstelle mehr.

Achtung

Wichtig: Die Offenlegung muss bis zum Ablauf des 12. Monats erfolgen. Bei Bilanzstichtag 31.12.2025 endet die Frist am 31.12.2026. Eine verspätete Offenlegung führt automatisch zu einem Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB.

Umfang der Offenlegungspflicht nach Größenklasse

Größenklasse Bilanz GuV Anhang Lagebericht Prüfungsbericht
Kleinstgesellschaft (§ 267a) Ja Nein* Verkürzt Nein Falls geprüft
Kleine Gesellschaft Ja Nein* Ja Nein Falls geprüft
Mittelgroße Gesellschaft Ja Ja Ja Ja Ja
Große Gesellschaft Ja Ja Ja Ja Ja

* Die GuV kann auf Antrag von kleinen und Kleinstgesellschaften beim Unternehmensregister hinterlegt werden, ohne veröffentlicht zu werden (§ 326 Abs. 2 HGB). Sie wird dann nicht öffentlich einsehbar.

Elektronische Einreichung beim Unternehmensregister

Die Offenlegung erfolgt ausschließlich in elektronischer Form über das Unternehmensregister. Dabei sind folgende Formate zulässig:

  • XBRL-Format: Strukturiertes Datenformat für maschinenlesbare Einreichung (E-Bilanz)
  • PDF-Format: Für Anhang, Lagebericht und Prüfungsbericht
  • Qualifizierte elektronische Signatur: Nicht mehr zwingend erforderlich seit DiRUG
  • Authentifizierung: Über ELSTER-Zertifikat oder De-Mail möglich

Ordnungsgelder bei Fristverstößen nach § 335 HGB

Kommt eine Kapitalgesellschaft ihrer Offenlegungspflicht nach § 325 HGB nicht oder nicht fristgerecht nach, leitet das Bundesamt für Justiz (BfJ) von Amts wegen ein Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB ein.

500 €

Mindest-Ordnungsgeld

25.000 €

Maximal-Ordnungsgeld

100 %

Automatisierungsgrad der Prüfung

Das Ordnungsgeld richtet sich gegen die Gesellschaft selbst, nicht gegen einzelne Geschäftsführer. Allerdings können auch Geschäftsführer persönlich belangt werden, wenn die Gesellschaft zahlungsunfähig ist oder das Ordnungsgeld nicht beitreibbar ist.

Höhe des Ordnungsgelds – Bemessungskriterien

Die Höhe des Ordnungsgelds wird nach pflichtgemäßem Ermessen festgesetzt und orientiert sich an folgenden Faktoren:

  • Dauer der Fristüberschreitung (Verspätung in Monaten)
  • Größe und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Gesellschaft
  • Schwere und Häufigkeit früherer Verstöße
  • Verschulden der gesetzlichen Vertreter
  • Bilanzsumme und Umsatzerlöse

Achtung

Achtung: Das Ordnungsgeldverfahren ist gebührenpflichtig. Zusätzlich zum Ordnungsgeld werden Verwaltungsgebühren in Höhe von bis zu 150 Euro erhoben. Bei wiederholten Verstößen können mehrere Ordnungsgelder verhängt werden.

Typische Ordnungsgeld-Staffelung 2026

1-3 Monate Verspätung

Erstes Ordnungsgeld meist zwischen 500 und 2.500 Euro. Bei kleinen Gesellschaften am unteren Ende, bei größeren entsprechend höher.

3-6 Monate Verspätung

Zweites Ordnungsgeld typischerweise 2.500 bis 7.500 Euro. Deutliche Erhöhung bei fortgesetzter Pflichtverletzung.

Über 6 Monate Verspätung

Drittes und weitere Ordnungsgelder bis zu 25.000 Euro. Bei großen Gesellschaften wird die Höchstgrenze regelmäßig ausgeschöpft.

„Viele Mandanten unterschätzen die Konsequenzen verspäteter Offenlegung. Das Bundesamt für Justiz prüft vollautomatisch und leitet Ordnungsgeldverfahren ohne Ermessensspielraum ein. Eine nachträgliche Offenlegung befreit nicht von der Zahlung bereits festgesetzter Ordnungsgelder.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Praxistipps für die Fristeneinhaltung

Die fristgerechte Erstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses erfordert eine strukturierte Planung. Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich Fristverstöße sicher vermeiden.

Checkliste: Jahresabschluss fristgerecht erstellen

  • Frühzeitige Planung: Terminplan erstellen, der alle internen und externen Fristen berücksichtigt
  • Belegwesen vorbereiten: Vollständige Erfassung aller Geschäftsvorfälle bis Jahresende
  • Inventur durchführen: Körperliche Bestandsaufnahme rechtzeitig vor Bilanzstichtag
  • Rückstellungen bewerten: Drohverlustrückstellungen, Urlaubsrückstellungen, Jubiläumsrückstellungen
  • Forderungen prüfen: Wertberichtigungen und Einzelwertberichtigungen vornehmen
  • Steuerberater einbinden: Rechtzeitige Abstimmung mit dem steuerlichen Berater
  • Gesellschafterversammlung terminieren: Frühzeitig Termin für Feststellungsbeschluss festlegen
  • Offenlegung vorbereiten: XBRL-Taxonomie und technische Einreichung prüfen

Zeitpuffer einplanen

In der Praxis empfiehlt es sich, deutliche Zeitpuffer einzuplanen. Verzögerungen können entstehen durch:

  • Unvollständige oder fehlerhafte Buchführung
  • Fehlende Belege oder Kontenabstimmungen
  • Abstimmungsbedarf mit Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer
  • Technische Probleme bei der elektronischen Einreichung
  • Verzögerte Gesellschafterbeschlüsse

Hinweis

Empfehlung: Planen Sie für kleine Gesellschaften mindestens 2-3 Monate Puffer vor Fristablauf ein. Bei mittelgroßen und großen Gesellschaften sollten Sie aufgrund der Prüfungspflicht mindestens 4-5 Monate vor Fristablauf mit der Aufstellung beginnen.

Digitale Tools nutzen

Moderne Softwarelösungen wie OnlineBilanz unterstützen bei der fristgerechten Erstellung und Offenlegung:

Automatisierte Jahresabschlusserstellung

Automatische Übernahme der Buchungsdaten, vorbereitete HGB-Schemata für Bilanz und GuV nach § 266 und § 275 HGB, integrierte Plausibilitätsprüfungen.

Direkte Offenlegung

XBRL-Export für elektronische Einreichung, direkte Schnittstelle zum Unternehmensregister, Fristenkontrolle und Erinnerungsfunktionen.

Sonderfälle und Ausnahmen bei den Fristen

In bestimmten Konstellationen gelten Besonderheiten oder Ausnahmen von den regulären Aufstellungs- und Offenlegungsfristen nach HGB.

Abweichendes Wirtschaftsjahr

Weicht das Wirtschaftsjahr vom Kalenderjahr ab (z.B. Bilanzstichtag 30.06. oder 30.09.), gelten die Fristen entsprechend ab dem jeweiligen Abschlussstichtag. Bei einem Bilanzstichtag am 30.06.2025 läuft die 12-Monats-Offenlegungsfrist bis zum 30.06.2026.

Rumpfwirtschaftsjahr

Bei Gründung, Umwandlung oder Verschmelzung kann ein Rumpfwirtschaftsjahr entstehen, das kürzer als 12 Monate ist. Die Aufstellungs- und Offenlegungsfristen werden in diesem Fall nicht verkürzt – es gelten die vollen 8 bzw. 11 Monate für Aufstellung und 12 Monate für Offenlegung.

Konzernabschluss nach § 290 ff. HGB

Mutterunternehmen, die zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet sind, haben nach § 290 HGB besondere Fristen zu beachten:

  • Aufstellung des Konzernabschlusses: innerhalb der ersten 5 Monate des Konzerngeschäftsjahres (bei börsennotierten Gesellschaften)
  • Offenlegung Konzernabschluss: innerhalb von 12 Monaten nach Bilanzstichtag
  • Verlängerung bei Einbeziehung ausländischer Tochtergesellschaften möglich

Befreiung von der Offenlegungspflicht

In Ausnahmefällen kann eine Befreiung von der Offenlegungspflicht bestehen:

Befreiungsgrund Rechtsgrundlage Voraussetzungen
Konzernabschluss-Befreiung § 291 HGB Einbeziehung in befreienden Konzernabschluss eines Mutterunternehmens
Größenabhängige Befreiung § 264 Abs. 3 HGB Personenhandelsgesellschaft ohne persönlich haftenden Gesellschafter (GmbH & Co. KG)
Offenlegung im EU-Ausland § 325a HGB Gleichwertige Offenlegung nach EU-Recht in anderem Mitgliedstaat

Achtung

Wichtig: Auch bei Befreiungen bleibt die Verpflichtung zur Aufstellung und Feststellung des Jahresabschlusses bestehen. Lediglich die Offenlegungspflicht entfällt. Die Aufstellungs- und Feststellungsfristen müssen weiterhin eingehalten werden.

Insolvenz und Liquidation

Bei Insolvenz oder Liquidation gelten Besonderheiten: Der Insolvenzverwalter bzw. Liquidator muss einen Jahresabschluss zum Ende des Geschäftsjahres aufstellen, in dem das Insolvenzverfahren eröffnet bzw. die Liquidation beschlossen wurde. Die regulären Fristen gelten auch hier, sofern keine besonderen insolvenzrechtlichen Regelungen greifen.

Zeitstrahl für Bilanzstichtag 31.12.2025

Für eine GmbH mit Bilanzstichtag 31.12.2025 ergibt sich im Jahr 2026 folgender konkreter Zeitplan zur Einhaltung aller gesetzlichen Fristen:

Datum Ereignis Rechtsgrundlage Betrifft
31.12.2025 Bilanzstichtag / Ende Geschäftsjahr § 242 HGB Alle Gesellschaften
31.08.2026 Aufstellungsfrist mittelgroß/groß § 264 Abs. 1 HGB, § 42a Abs. 1 GmbHG Mittelgroße und große GmbH
31.08.2026 Feststellungsfrist mittelgroß/groß § 42a Abs. 1 GmbHG Mittelgroße und große GmbH
30.11.2026 Aufstellungsfrist klein § 264 Abs. 1 HGB, § 42a Abs. 2 GmbHG Kleine GmbH
30.11.2026 Feststellungsfrist klein § 42a Abs. 2 GmbHG Kleine GmbH
31.12.2026 Offenlegungsfrist § 325 Abs. 1 HGB Alle Kapitalgesellschaften

Die Darstellung zeigt, dass mittelgroße und große Gesellschaften bereits im August 2026 ihre Aufstellungs- und Feststellungspflichten erfüllt haben müssen, während kleine Gesellschaften bis Ende November Zeit haben. Die Offenlegungsfrist endet für alle einheitlich am 31.12.2026.

Hinweis

Praxis-Empfehlung: Beginnen Sie bei kleinen Gesellschaften spätestens im September 2026 mit der Jahresabschlusserstellung, bei mittelgroßen und großen bereits im Mai/Juni 2026. So haben Sie ausreichend Zeit für Prüfung, Feststellung und Offenlegung.

Muster-Zeitplan kleine GmbH (Bilanzstichtag 31.12.2025)

  1. Januar – Februar 2026: Vorbereitende Buchhaltungsarbeiten abschließen, Inventur durchführen
  2. März – April 2026: Belege vervollständigen, Konten abstimmen, Rückstellungen bewerten
  3. Mai – Juli 2026: Jahresabschluss aufstellen (Bilanz, GuV, Anhang)
  4. August – September 2026: Gesellschafterversammlung einberufen, Jahresabschluss feststellen
  5. Oktober – November 2026: XBRL-Daten erstellen, Offenlegung beim Unternehmensregister vorbereiten
  6. Dezember 2026: Elektronische Einreichung beim Unternehmensregister spätestens bis 31.12.2026

„Ein strukturierter Zeitplan ist das A und O für die fristgerechte Jahresabschlusserstellung. Wir empfehlen unseren Mandanten, bereits im ersten Quartal nach dem Bilanzstichtag mit den vorbereitenden Arbeiten zu beginnen. So vermeiden Sie Zeitdruck und Fristverstöße.“

— Servet Gündogan, Büroleiter OnlineBilanz Stuttgart

Häufig gestellte Fragen

Wie lange haben kleine Kapitalgesellschaften Zeit zur Aufstellung des Jahresabschlusses?

Kleine Kapitalgesellschaften müssen den Jahresabschluss innerhalb von 11 Monaten nach dem Bilanzstichtag aufstellen (§ 264 Abs. 1 HGB i.V.m. § 42a Abs. 2 GmbHG). Bei einem Bilanzstichtag am 31.12.2025 endet die Aufstellungsfrist am 30.11.2026. Mittelgroße und große Gesellschaften haben nur 8 Monate Zeit (§ 42a Abs. 1 GmbHG).

Bis wann muss der Jahresabschluss 2025 beim Unternehmensregister offengelegt werden?

Die Offenlegungsfrist beträgt nach § 325 Abs. 1 HGB einheitlich 12 Monate nach dem Bilanzstichtag – unabhängig von der Unternehmensgröße. Bei einem Bilanzstichtag am 31.12.2025 muss die Offenlegung bis spätestens 31.12.2026 beim Unternehmensregister erfolgen. Eine verspätete Offenlegung führt automatisch zu einem Ordnungsgeldverfahren nach § 335 HGB.

Welche Ordnungsgelder drohen bei verspäteter Offenlegung des Jahresabschlusses?

Bei Verstoß gegen die Offenlegungspflicht nach § 325 HGB verhängt das Bundesamt für Justiz Ordnungsgelder zwischen 500 und 25.000 Euro (§ 335 HGB). Die Höhe richtet sich nach Dauer der Verspätung, Unternehmensgröße und früheren Verstößen. Bei wiederholter Fristüberschreitung können mehrere Ordnungsgelder nacheinander festgesetzt werden. Zusätzlich fallen Verwaltungsgebühren bis 150 Euro an.

Was ist der Unterschied zwischen Aufstellungs-, Feststellungs- und Offenlegungsfrist?

Die Aufstellungsfrist (8 oder 11 Monate) bezeichnet die Pflicht der Geschäftsführung, den Jahresabschluss zu erstellen (§ 264 HGB). Die Feststellungsfrist (ebenfalls 8 oder 11 Monate) betrifft den förmlichen Beschluss der Gesellschafter zur Billigung des Jahresabschlusses (§ 42a GmbHG). Die Offenlegungsfrist (12 Monate) regelt die Einreichung beim Unternehmensregister (§ 325 HGB). Alle drei Fristen laufen ab dem Bilanzstichtag und müssen separat eingehalten werden.

Wo muss der Jahresabschluss 2026 offengelegt werden?

Seit dem DiRUG (01.08.2022) erfolgt die Offenlegung ausschließlich elektronisch beim Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de). Der Bundesanzeiger ist keine eigenständige Offenlegungsstelle mehr. Die Einreichung muss in XBRL-Format (für Bilanz und GuV) sowie PDF-Format (für Anhang, Lagebericht und Prüfungsbericht) erfolgen.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Gesetzliche Grundlagen: § 264 HGB – Pflicht zur Aufstellung, § 267 HGB – Größenklassen, § 42a GmbHG – Feststellungsfristen, § 325 HGB – Offenlegung, § 335 HGB – Ordnungsgeldverfahren, Unternehmensregister – Offenlegungsportal. Nächste redaktionelle Prüfung: Oktober 2026.

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Was konkret gebraucht wird, hängt von Rechtsform und Umfang ab.

Ich habe kein Buchhaltungsprogramm — geht das trotzdem?

Ja, problemlos. Laden Sie einfach Kontoauszüge, Ein- und Ausgangsrechnungen als Foto oder PDF hoch. Unsere KI erstellt daraus Ihre Buchhaltung.

Auch reine Papierbelege sind kein Problem — abfotografieren reicht.

Welche Buchhaltungsprogramme unterstützt ihr?

Alle gängigen Systeme mit DATEV‑Export — u. a. Sevdesk, Lexware, Sage, WISO MeinBüro, FastBill, Kontolino, BuchhaltungsButler, Accountable, Papierkram.

Ihr System ist nicht dabei? Fragen Sie uns — in den meisten Fällen finden wir einen Weg.

Wie lange dauert der Jahresabschluss?

Nach vollständigem Eingang der Unterlagen:

  • Standard — ca. 4 Wochen
  • Schnell — ca. 2 Wochen
  • Blitz — ca. 1 Woche

Sie wählen den Zeitplan beim Upload selbst.

Wer prüft den Abschluss fachlich?

Ausschließlich qualifizierte, in Deutschland zugelassene Steuerberater. Sie geben den Abschluss fachlich frei und haften dafür.

Keine KI, kein Praktikant — die finale Freigabe erfolgt immer durch einen Steuerberater mit Berufshaftpflicht.

Was kostet der Jahresabschluss?

Wir arbeiten mit transparenten Festpreisen — kein Stundensatz, keine Nachberechnung. Der Preis hängt ab von Rechtsform, Umsatzgröße und gewünschter Geschwindigkeit.

Unser Kostenrechner zeigt Ihnen in 60 Sekunden Ihren verbindlichen Preis — ohne Anmeldung.

Sind die Preise verbindlich?

Ja. Was Sie im Angebot sehen, ist der Endpreis — keine versteckten Gebühren, keine Stundenabrechnung.

Gibt es Rabatte für mehrere Jahre?

Ja — wer mehrere Geschäftsjahre auf einmal beauftragt, profitiert von einem Paketpreis. Unser Kostenrechner zeigt Ihnen den kombinierten Preis direkt an.

Übernehmt ihr E‑Bilanz und Offenlegung?

Ja. E‑Bilanz elektronisch ans Finanzamt, Offenlegung im Bundesanzeiger — vollständig digital und fristgerecht.

Gibt es ein Dauermandat?

Ja. Ab ca. 49 € / Monat kombinieren wir KI‑Assistenz mit persönlicher Steuerberater‑Betreuung. Der Jahresabschluss am Ende ist inklusive.

Umfang nach Wahl: laufende Buchhaltung, Lohnabrechnung, Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresabschluss.

Erstellt ihr auch Steuererklärungen?

Ja — Körperschaft‑, Gewerbe‑, Umsatz‑ und Einkommensteuer. Wir erstellen und übermitteln elektronisch ans Finanzamt.

Auf Wunsch auch die private Einkommensteuererklärung der Gesellschafter.

Macht ihr auch Lohn‑ und Gehaltsabrechnungen?

Ja — von der monatlichen Lohnabrechnung über Sozialversicherungsmeldungen bis zur Lohnsteueranmeldung. Digital, fristgerecht und mit direkter DATEV‑Anbindung.

Übernehmt ihr die Umsatzsteuervoranmeldung?

Ja. Monatlich oder quartalsweise — vollautomatisiert aus Ihrer laufenden Buchhaltung erstellt und fristgerecht ans Finanzamt übermittelt.

Habe ich einen festen Ansprechpartner?

Ja. Kein Callcenter, keine wechselnden Sachbearbeiter. Sie haben einen festen Ansprechpartner in unserer Kanzlei — persönlich per Telefon, E‑Mail oder Chat im Mandantenportal erreichbar.

Kann ich den Vertrag kündigen, wenn es nicht passt?

Ja. Das Dauermandat ist monatlich kündbar — ohne versteckte Bindungen oder Wechselgebühren.

Wie sicher sind meine Daten?

Server ausschließlich in Frankfurt, DSGVO‑konform und verschlüsselt. Ihre Daten verlassen Deutschland nie.

Zugriff ausschließlich über 2‑Faktor‑Authentifizierung. Alle Dokumente werden revisionssicher gemäß GoBD archiviert.

Nutzt ihr Cloud‑Dienste außerhalb der EU?

Nein. Alle produktiven Systeme werden ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben. Auch die KI‑Verarbeitung läuft auf Servern innerhalb der EU.

Arbeitet ihr mit KI — und was bedeutet das für meine Daten?

Ja, wir nutzen KI für Belegerkennung, Kontierung und Datenabgleich. Alle Modelle laufen auf eigenen Servern in Deutschland. Ihre Daten werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.

Wie ist der Zugang zum Mandantenportal geschützt?

Durch Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (SMS oder Authenticator‑App). Jede Anmeldung wird protokolliert, verdächtige Zugriffe werden automatisch erkannt und blockiert.

Wie lange werden meine Daten gespeichert?

Gemäß gesetzlicher Aufbewahrungspflicht (10 Jahre) — revisionssicher archiviert auf Servern in Deutschland. Sie haben jederzeit vollen Zugriff.

GoBD‑konform Prüfungsfeste Dokumentation
DSGVO‑konform Sichere Datenverarbeitung
Server in Deutschland Datenhosting in Frankfurt
Made in Germany Entwickelt & geführt in DE
Ben
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